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Rassismus

16.592 Beiträge, Schlüsselwörter: Rassismus, AFD, Migranten, Rechtsextremismus, Ethnopluralismus, Rassismusgeschichte +

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24.08.2020 um 19:24
@Koba82

Also gehst du auch mit, dass der Film White Chicks durch Whitefacing Stereotype bedient und rassistisch ist?



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24.08.2020 um 19:47
@capspauldin
Kann ich sehr schlecht was zu sagen, da ich den Film nicht gesehen habe und 0 mit dem Film beschäftigt habe. Zielt der Film allgemein auf Weiße ab oder wie in vielen Comedies eher auf Reiche? Das sind so Filme die mir einfach zu blöde sind als das ich mir das anschauen würde und ich mag Blödsinn eigentlich.
Blackface hat ja zusätzlich dazu noch einen anderen Hintergrund, original dazu genutzt um sich über Schwarze lustig zu machen, es gab sogar Schwarze die blackface nutzten, weil man ihnen sonst die Rolle nicht gegeben hätte. Da ist der Hintergrund schonmal ein anderer.
Kann ich nicht wirklich was zu sagen, da der Kontext anders ist, die Figuren im Film sind Schwarz und verkleiden sich als weiße Mädels, bei dem blackfacing im Artikel gibt die Person vor schwarz zu sein, nicht ein weißer der einen Schwarzen spielt. Da kann es nämlich auch umgedreht sein, dass die Schwarzen die Rolle zu stereotyp spielen und einigen Weißen das im Film auch auffällt. Wenn du verstehst was ich meine. Müsste ich mir angucken und werde ich definitiv nicht tun. Der Film ist mir zu blöd um da mehr als die Zeilen oben für zu verfassen und dann mehr Zeit dafür reinzustecken, sorry.

@Optimist
Grob gesagt nimmt die erste Passage auf, das blackfacing dazu genutzt wurde um sich über schwarze lustig zu machen. Damals häufig der faule, tollpatschige Schwarze usw. Daher eine dunkle Vergangenheit hat.
Im zweiten Teil, dass das verkleiden einfach nur ein in andere Hautfarbe schlüpfen ist, Stereotype entmenschlicht und daher zu Stereotypen Denken beiträgt. Der Rest des Artikels gibt ein paar Beispiele aus how I met your mother z.B. wo sich zu Recht Zuschaier aufgeregt haben und dann beim Sender beschwert haben.



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24.08.2020 um 20:44
@Tussinelda

Ich hab’s gelesen und darüber nachgedacht.

Seine Argumentation halte ich für sehr weit hergeholt. Wir reden hier ja über ein Fantasy-Wesen. Das ist der erste Punkt. Der zweite Punkt ist, dass die Reproduktionsrate ein wichtiger Handlungspunkt ist und dementsprechend nicht auf Biegen und Brechen eingeführt wurde. Der dritte Punkt ist, dass nur die Alienqueen diese hohe Reproduktionsrate zeigt. Es ist also kein Phänomen, welches alle Aliens betrifft. Dementsprechend ist das kein Alien-Stereotyp.

Des Weiteren wird die höchst reproduktive Alienkönigin erst in Teil 2 eingeführt. In Alien 4 und Alien Covenant gibt es weiße Aliens. Diese überleben aber nicht lange, was dafür spricht, dass Aliens, die Schwarz sind, einen evolutiven Vorteil haben, sodass dieser Phänotyp sich durchgesetzt hat bei der Jagd durch die Predators (Anm.: Covenant ist ein Prequel). Die Aliens sind also nicht zufällig schwarz. Vermutlich sind sie in ihrem Habitat besser getarnt.

Auch wichtig: Aliens legen Eier, Schwarze nicht.

Die Schlussfolgerungen des Professors haben also den gleichen Gehalt als wenn jemand sagt, dass Schwarzbären rassistisch sind, weil sie dick sind oder Amseln, weil sie ständig laut sind. Es ergibt einfach null Sinn in meinen Augen.



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24.08.2020 um 20:57
@Atrox

Ich bewundere deine Sachlichkeit bei einem Scheinargument welches so abwegig und abstrus ist, dass es einem die Schuhe ausziehen mag.

Funfact : Würde man den Gedankengang fortführen, wären die Aliens/Schwarze lediglich genutzt worden um die Menschen auszurotten. Danke Prometheus.
Somit sind sie nur eine Waffe gegen die Menschheit.



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24.08.2020 um 21:04
Diese Alien Rassismus Diskussion erinnert mich gerade an die faschistischen Schlümpfe :)



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24.08.2020 um 21:06
@Alltagsheldin
bzw. Kommunistischen gibt ja Theorien für beides. :-).
Finde ich auch sehr abstrus.



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24.08.2020 um 21:24
@Alltagsheldin

Die Nazi-Schlümpfe Story ist allerdings in sich logisch argumentiert. Wenn auch absurd.



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25.08.2020 um 06:29
@Atrox
Danke dafür.
Ich finde die Schlüsse, die er zieht auch sehr weit hergeholt und nicht stimmig. Ich glaube, er hat das zu platt betrachtet, also ausschliesslich aus der möglichen rassistischen Sicht und dann alles passend interpretiert. Natürlich kann man das machen, denn alle Fantasyprodukte entspringen ja im Grunde der Realität oder wie jemand die Realität fantasievoll interpretiert, überträgt, allerdings ist es äusserst schwierig, wenn man das Ganze dann ausschliesslich aus dieser Perspektive betrachtet, denn jegliche Objektivität oder andere mögliche Interpretation (es gibt ja selten nur eine) geht flöten. Grundsätzlich kann ich den Ansatz nachvollziehen, er ist aber aus meiner Sicht nicht gut umgesetzt. Trotzdem finde ich es interessant mir Gedanken darüber zu machen, wie man diese Filme offenbar AUCH sehen kann. Weil er ja davon ausgeht, dass die rassistische Weltsicht - egal ob durch erlebten Rassismus oder gelebten Rassismus - alles in Filmen/Büchern etc beeinflusst und ich schon glaube, dass die Sicht eines jeden immer dadurch geprägt ist, auch unbewusst, es also durchaus so ist, dass solche Filme auf dem fantasievoll ausgeschmückten und weitergeführten Weltbild, der Lebens-/Gesellschaftsrealität beruhen. Will sagen, auch die Fantasy ist nichts, was nicht immer sowieso auf unserer Sozialisation, unserer Erfahrung etc. aufbaut. Er hat es nur - aus meiner Sicht - schlecht ausgeführt.
Zitat von Optimist
Optimist
schrieb:
(und wenn es 10 Mal von Wissenschaftlern so gesehen wird, ists für mich noch immer nicht nachvollziehbar).
weshalb es müßig wäre, es Dir noch einmal zu erklären



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25.08.2020 um 08:08
Zitat von Koba82
Koba82
schrieb:
Grob gesagt nimmt die erste Passage auf, das blackfacing dazu genutzt wurde um sich über schwarze lustig zu machen. Damals häufig der faule, tollpatschige Schwarze usw. Daher eine dunkle Vergangenheit hat.
Im zweiten Teil, dass das verkleiden einfach nur ein in andere Hautfarbe schlüpfen ist, Stereotype entmenschlicht und daher zu Stereotypen Denken beiträgt. Der Rest des Artikels gibt ein paar Beispiele aus how I met your mother z.B. wo sich zu Recht Zuschaier aufgeregt haben und dann beim Sender beschwert haben.
Danke dir für diese Zusammenfassung.

Wenn es jemand benutzt, um sich lustig zu machen, zu verspotten usw, dann ist mir natürlich plausibel, dass blackfacing rassistisch ist.
In anderen Fällen, z.B. diese Frau, welche sich von weiß zu vollkommen schwarz gewandelt hat - äußerlich - aber nur weil sie die Menschen in Afrika sehr mag, darin kann ich nach wie vor keinen Rassismus erkennen. Nicht mal posit. R., sondern lediglich eine große Vorliebe für jemanden.
Das könnte man nun allenfalls als dumm oder ähnliches abtun...
... so wenn jemand sich mit einem Idol oder Promi identifiziert und am liebsten derjenige sein möchte, mehr aber auch nicht mMn.



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25.08.2020 um 08:13
Zitat von Optimist
Optimist
schrieb:
In anderen Fällen, z.B. diese Frau, welche sich von weiß zu vollkommen schwarz gewandelt hat - äußerlich - aber nur weil sie die Menschen in Afrika sehr mag, darin kann ich nach wie vor keinen Rassismus erkennen.
Da es auch kein Rassismus ist oder sonstig negativ anzusehen. Wer dies kritisieren mag, muss auch Transgender kritisieren was genau so dumm ist.

Die Frau kann die Hautfarbe haben die Sie haben möchte.



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25.08.2020 um 08:27
@Tussinelda

Ich stimme dir zu, dass Fantasy auch rassistisch sein kann. Wenn man sich beispielsweise die Superheldenlandschaft im Marvel- und DC-Universum anschaut merkt man, dass weiße Superhelden stark überrepräsentiert ist. Hier sei Black Panther erwähnt und dass der einzige relevante Marvel-Superheld, der Schwarz ist, in stammesartigen Kulturen lebt. Hier wird denke ich sehr deutlich, wie eine veraltete Ansicht die Charakterentwicklung geprägt hat.

Und ich denke auch, dass da eine andere Substanz drinsteckt als in dem Gedanken „ein großes Ungetüm, das viele Kinder bekommt? Die dissen Schwarze Frauen!“.

Nun basiert Fantasy sehr oft auf Büchern oder Comics, die es schon sehr lange gibt. Teils aus Zeiten, wo einfach noch ein anderer Zeitgeist herrschte. Ich sehe hier aber durchaus den „Mut“ an diese alten Erzeugnisse heranzugehen, so wurde z.B. Peter Parker (Spiderman) durch einen Schwarzen Latino ersetzt innerhalb einer Story Line. Das finde ich elegant gelöst und die Neubesetzung ist durchaus beliebt. Insbesondere, wenn es in die Geschichte passt, ist die Akzeptanz auf jeden Fall da. Würde man aus heiterem Himmel Batman mit Idris Elba besetzen, wäre das wahrscheinlich nicht so.



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25.08.2020 um 08:35
Nur ma so am Rande im Bezug auf das Alien:
Allein schon z.B. (einige) Ameisenarten sind auch schwarz und sollten wohl deutlich mehr Übereinstimmungen mit dem Alien aufweisen als die rassistischste übliche Darstellung schwarzer Frauen... es ist ja nun nicht so dass die Realität beim Menschen aufhört.
Klingt dafür nicht so spannend.



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25.08.2020 um 08:44
Nunja spontan erinne ich mich an Spawn, der in einer Zeit groß rauskam, als an Marvel Film und co nicht zu denken war.
Zitat von Atrox
Atrox
schrieb:
Und ich denke auch, dass da eine andere Substanz drinsteckt als in dem Gedanken „ein großes Ungetüm, das viele Kinder bekommt? Die dissen Schwarze Frauen!“.
So ist es bei AvP eine schwarze Frau, die am Ende triumphiert.
Wer starb als erstes, ein Weißer.



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25.08.2020 um 09:45
@capspauldin

Stimmt, Spawn hatte ich nicht auf dem Schirm. Zwischen Spawn und Black Panther liegen aber aus filmischer Sicht wirklich einige Jahre. Und, korrigier mich, wenn ich falsch liege, verkörpert Spawn nicht unbedingt den Superhelden der aus Philanthropie handelt, sondern aus Rache, oder? Er ist also ein typischer Anti-Held, wenn ich es jetzt richtig zusammenbekomme.



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25.08.2020 um 10:10
@Atrox

Richtig, richtig. Er ist der Anti Held, Anfang der 90er in einer Zeit wo Anti Helden nicht so beliebt waren wie sie es heute sind.
Zwischen Spawn und Black Panther waren es immer die vereinzelten Charaktere, wie Storm aus X-Men die den ganzen Comics eine Vielfalt gaben.



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25.08.2020 um 10:17
@capspauldin

https://www.superheldenkino.de/schwarze-superhelden-marvel-dc-comics/

Hier habe ich auch noch ein paar gefunden, die ich nicht auf dem Schirm hatte.



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25.08.2020 um 10:25
Ich denke "Rassismus" , der strukturell ist, ist es eben auch im Bewußtsein.
Wenn ich in einer Gegend aufwachse , wo "Rassismus" strukturell ist, nehme ich ihn in mein Bewußtsein auf. Er ist meinem Bewußtsein eingewebt.
Wie kann man dann meinen, dass eigene Bewußtsein sei frei von strukturellem "Rassismus" ?
Ich stehe doch immer in der Gefahr in der Rationalisierung antirassistischer Thesen, meinen "Rassismus" wegredend mitzunehmen.

Daher ist mir ein selbstherrlicher männlicher weisser heroischer Antirassismus immer auch etwas verdächtig. Ich bin mir selbst immer etwas verdächtig.



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25.08.2020 um 10:27
@Atrox
Spider Man ist heute Latino? Das wusste ich gar nicht, bin da aber nicht auf dem Laufenden. Der letzte Spider Man Darsteller, den ich kenn, ist Nicholas Hammond aus den frühen 80ern. Spider Man gegen den Gelben Drachen und so....
Als Schwarzer Superheld fällt mit noch eine der Grünen Leuchten ein (John Steward glaub ich), der tauchte spätestens in den 70ern bei DC auf.



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25.08.2020 um 10:30
Um Tagesaktuellen Rassismus nochmal zu thematisieren, hat sich Nick Cannon neben seinem Antisemitismus auch für seinen Rassismus gegenüber Weißen entschuldigt?
Ich lese in Berichten lediglich dass er sich für seine antisemitischen Äußerungen entschuldigt hat, oder ist es ein Abwasch :"Talk to white jewish People"... Ist ja eh alles das gleiche.



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25.08.2020 um 18:08
Zitat von Libertin
Libertin
schrieb:

Ich selbst verwende in der Regel den normalen Rassismusbegriff - und nicht diese Definition des strukturellen Rassismus. Deshalb muss ich den Rassismusbegriff auch gar nicht umdefinieren, da der Rassismusbegriff, den ich verwende universal und auch auf die dt. Geschichte anwendbar ist, ohne zu relativieren.

So? Dann zeig doch mal, inwiefern Dein "normaler" Rassismusbegriff universal verwedet wird und wo ich ihn finden kann. Meines Wissens nach war gerade das Fehlen eines solchen ein wesentlicher Grund für die (auch in Fachkreisen) bis heute andauernden zahlreichen Diskurse um selbigen.
Ich wollte hier den Spieß nur umdrehen. Linksidentitäre sprechen ausschließlich von strukuturellem Rassismus. Sie lassen aber das "strukturell" im Diskurs regelmäßig weg und sagen nur "Rassismus". Außenstehende - also Leute, die noch nicht mit Linksidentitären zutun hatten und die entsprechende Fachliteratur nicht kennen, wissen aber nicht, dass die Linksidentitären mit denen sie kommunizieren eine ganz andere Rassismusdefinition haben als sie. Das führt häufig zu Missverständnissen.

Unter dem "normalem Rassismusbegriff" verstehe ich eher etwas wie eine "Lehre, Theorie, nach der Menschen bzw. Bevölkerungsgruppen mit bestimmten biologischen Merkmalen hinsichtlich ihrer kulturellen Leistungsfähigkeit anderen von Natur aus über- bzw. unterlegen sein sollen" (Oxford Dictionary). Dieser Begriff dürfte mit dem in breiten Teilen der Bevölkerung bestehenden Rassismusverständnis am ehesten korrelieren - jedenfalls auf mehr Konsens trefffen als die "strukrturelle Rassismus"-Definition, die von Linksidentitären gepushed wird, ohne deutlich zu machen, dass es dabei um "strukturellen" Rassismus geht.

Relevant auch die Rassismusdefinition der "Anti-Rassismus-Konvention (ICERD)" der UNO:
Artikel 1 (1) In diesem Übereinkommen bezeichnet der Ausdruck "Rassendiskriminierung" jede auf der Rasse, der Hautfarbe, der Abstammung, dem nationalen Ursprung oder dem Volkstum beruhende Unterscheidung, Ausschließung, Beschränkung oder Bevorzugung, die zum Ziel oder zur Folge hat, dass dadurch ein gleichberechtigtes Anerkennen, Genießen oder Ausüben von Menschenrechten und Grundfreiheiten im politischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen oder jedem sonstigen Bereich des öffentlichen Lebens vereitelt oder beeinträchtigt wird.
Quelle: https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/PDF-Dateien/Pakte_Konventionen/ICERD/icerd_de.pdf



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