Röhrich schrieb:
sacredheart schrieb:5,5% aller Stimmen, wow
Langsam sollte man die 5% Hürde abschaffen.
nein, die 5% Hürde ist (historisch) wichtig und gut.
Röhrich schrieb:Die ehemalige Arbeiterpartei wird nur noch von rund 5% der Arbeiter gewählt (BW Wahlanalysen), hier liegt die AfD mit 37% mittlerweile allein weit vorn, die SPD setzt offenbar nicht mehr auf diese Wählergruppe.
Die SPD versucht Politik für Randgruppen zu machen und wird so natürlich selbst zu einer Randgruppe in der Politik.
Ich hatte mir noch einmal die Ergebnisse in BaWü etwas näher angeschaut. (Ich mag Daten und Umfragen.) Die Grünen erreichten ihre besten Ergebnisse da, wo Akademiker und Staatsbediensteste dominant leben, z. B. Heidelberg, Freiburg, Karlsruhe. Da, wo der Mittelstand dominiert, in diesen (Wahl-) Kreisen - die Lage ist Ernst, Stichwort China Schock - waren sie sehr schwach und tendenziell ganz abgeschmiert. Interessant.
Zur SPD, ja was SPD?
Es ist ja nicht so, als ob es in BaWü keine Industriearbeiter gäbe - im Gegenteil.
Und? 5,5 Prozent! Volkspartei?
Die SPD ist im Süden und im Osten der Republik mittlerweile fast völlig marginalisiert.
Zu rechnen ist mit der SPD eigentlich nur noch in RLP und Saarland (bessere Kommunalwahl), Niedersachsen und den norddeutschen Stadtstaaten ...
Statt Antworten kommt auch aus der Spitze nur noch? Gestotter ...
Je mehr man dran denkt ... Kommentar?
Doch die Wahrheit ist eine andere: Die Bürger haben zu Recht den Eindruck gewonnen, die SPD habe keinen Plan für die Zukunft. Wie die Partei die Wirtschaftskrise überwinden will? Niemand weiß es. Wie sie den Sozialstaat zukunftsfest machen will? Kann keiner sagen.
Dabei böte die Wirtschaftskrise gerade der SPD die Chance, Vertrauen zurückzugewinnen, wenn sie ein Konzept für ein neues Geschäftsmodell der Bundesrepublik entwickeln würde, nachdem das alte kaputt ist. Doch mangels Ideen ruft die SPD immer nur eines: mehr Umverteilung!
Die Parteispitze kann von Glück sagen, dass in zwei Wochen in Rheinland-Pfalz gewählt wird. Dort hat die SPD dank Spitzenkandidat Alexander Schweitzer Chancen auf den Sieg. Geht die Wahl gut aus, ist Baden-Württemberg vergessen, so das Kalkül. Dann kann die SPD weitermachen wie bisher und gemütlich gen Sonnenuntergang reiten. Denn dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis die SPD aus dem ersten Landtag fliegt.
Quelle:
https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-diese-spd-braucht-niemand-mehr/100206755.htmlstimmt man dem Kommentar-Titel zu.
Vielleicht wäre das ja sogar das Beste (aus den ersten Landtagen fliegen). Die SPD ist seit 98 in der Reg, mit einer kurzen Unterbrechung.
Dann könnte die SPD vielleicht endlich mal ihre Moskau-Connection aufarbeiten und sich neu aufstellen, für erneute Wählbarkeit.