Deutschland unter Kanzler Merz
um 11:08Das ist keine Diskussion.mchomer schrieb:Deswegen nochmal:
Frau Reiche muss weg. Sofort.
Davor zitierst du Aussagen, die auch schon von C. Lindner getätigt wurden, lustig, und Clemens Fuest spricht da ausdrücklich von der ganzen Bundesregierung, nicht von Frau Reiche.
Das dauernde Reiche-Bashing geht letztlich an der Sache vorbei.
Das sagte Lars Feld (Lindners Chefberater) vor Tagen letzten Monat zur Lage; beachte, er spricht da auch von der Bevölkerung.
Bleiben wir bei der Politik. Ist sich die Bundesregierung eigentlich bewusst, wie massiv die Probleme sind?Und sogar auch von Unternehmen.
Im Falle von Friedrich Merz bin ich mir da sicher. Auch in anderen Teilen der Bundesregierung kann ich kein Erkenntnisproblem ausmachen. Aber das gilt nicht für alle Teile.
Was müsste nun aus Ihrer Sicht dringend passieren?
Einen ersten Punkt hat der Bundeskanzler am Jahresanfang in einem Brief an seine Koalitionspartner zum Ausdruck gebracht. Die Arbeitskosten sind hoch, das beklagen zahlreiche Unternehmen. Wir haben – zweitens – immer noch relativ hohe Energiekosten. Das wird jetzt durch den nächsten Schub, den wir durch den Iran-Krieg bekommen, noch stärker. Wir haben – drittens – eine hohe Regulierungsintensität, die Investoren geradezu den Atem abschnürt. Und wenn man sich dann noch anschaut, wie hoch die Steuerbelastung ist, dann hilft auch das Konjunkturpaket aus dem vergangenen Jahr als Investitionsbooster relativ wenig. Aber ich möchte noch einen Punkt nennen.
Bitte.
Es ist verfehlt, alle Probleme der Politik anzulasten. Dahinter steht eine Bevölkerung, die zahlreiche Reformen skeptisch sieht – gerade was das Rentensystem betrifft. Die Bevölkerung muss verstehen, dass Reformen notwendig sind. Sonst gehen wir entweder in eine viel höhere Verschuldung oder in viel höhere Abgaben hinein. Letzteres schwächt das Wachstum, sodass die Verschuldung nicht mehr tragfähig ist.
Moment! Müsste die Politik den Bürgern diese Zwänge nicht viel deutlicher kommunizieren?
Da besteht durchaus Nachholbedarf. Ich will die Politik nicht aus der Verantwortung entlassen. Ebenso will ich die Probleme nicht allein auf eine Partei, etwa die SPD, projizieren ...
Nun ist es als Unternehmer naheliegend, Politik und Bürokratie den Schwarzen Peter für die Probleme zuzuschieben. Was läuft aber bei den Unternehmen selbst falsch?Quelle: https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101152380/deutschland-wirtschaft-und-reformstau-das-raecht-sich-nun-.html
Einiges. Unternehmen beschäftigen eine Armada von Lobbyisten in Berlin, um fortlaufend Subventionen seitens des Staates sicherzustellen. Subventionen richten viel Schaden an.
Danach noch etwas über die geopolitischen Probleme.
Die Krise besteht seit Jahren. Immerhin, Feld hat (noch) Hoffnung, dass die Regierung noch zu den nötigen Reformen findet.
Früher wäre besser, aber besser spät als nie.





