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Israel - wohin führt der Weg?

38.475 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Krieg, Kinder, Israel ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Israel - wohin führt der Weg?

22.07.2014 um 23:34
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4548492,00.html
Canadian Foreign Affairs Minister John Baird condemned Tuesday rockets which were discovered in a UNRWA run school in Gaza, and also the fact that the UN organization in all likelyhood, passed the rockets to Hamas officials.

“I was appalled to hear reports, one as recent as today, of stockpiles of rockets in a school run by the United Nations Relief and Works Agency in Gaza," said Baird.

“Even more alarming were reports that in the first case, officials with the United Nations returned these weapons to Hamas, a listed terrorist organization, once Israeli officials discovered their location."
Die wollten die Raketen scheinbar aus der Schule haben, wem hätten sie die denn sonst geben sollen ?


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22.07.2014 um 23:41
Und noch was neues zum Waffenstillstand:

http://www.maannews.net/eng/ViewDetails.aspx?ID=715501
CAIRO (AFP) -- A senior Palestinian official said Tuesday talks were ongoing with Hamas for a truce to end fighting, adding both sides have refused a humanitarian ceasefire.
...
Ahmed said they had recommended that the Egyptian proposal set a timetable of five days of talks after a ceasefire, although Hamas was still refusing.

"According to the Egyptian proposal, negotiations (between Israel and Hamas) should start within 48 hours," he told reporters in Cairo.

Abbas's camp "fine-tuned this so the negotiations last for a duration of five days," he said, adding however that Hamas had shown no interest in this amendment.

"Hamas until now is sticking to its position. But we agreed to continue communicating with them, so we could perhaps agree on a final draft," he said.
Also doch nichts neues... ausser das die Hamas bockig auf Ägypten ist.


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Israel - wohin führt der Weg?

23.07.2014 um 03:51
+++Nakba – die grosse Katastrophe+++

Es gab viele Vertreibungen in der Menschheitsgeschichte ... hier eine über die man fast nichts hört. Ein Ereignis das laut kontrollierten Medien nie stattfand … obwohl es tatsächlich passierte. Hier erzähle ich euch, mit welchen verbrecherischen Mitteln die Palästinenser aus ihrer Heimat vertrieben wurden, damit ein zionistisches Konstrukt entstehen konnte.

Zwischen Dezember 1947 und Dezember 1950, wurden über 530 palästinensische Dörfer und Städte mit Planierraupen und Sprengstoff zerstört und dem Erdboden gleich gemacht. Die Hälfte der Palästinenser erlebten eine ethnische Säuberung durch im Untergrund operierende zionistische Kampfgruppen, sogar bevor Israel sich einseitig als Staat ausrief.

Die marodierenden Vandalen des Zionismus ermordeten unschuldige Menschen, zerstörten Tausende Häuser, planierten Hunderte Dörfer und vertrieben einen Grossteil der Palästinenser von ihrem angestammten Heimatland. Die Palästinenser nennen diese Vertreibung die Nakba, oder die große Katastrophe.

Die Palästinenser sind die grösste Gruppe an Flüchtlingen auf der Welt. Sieben Millionen der 10 Millionen Palästinenser sind Vertriebene oder Heimatlose. Sie werden daran gehindert in ihre Dörfer und Städte zurückzukehren, obwohl das internationale Recht und viele UNO-Resolutionen dies verlangen.

Das israelische Parlament Knesset verabschiedete eine Reihe von Gesetzen, welche völlig gegen internationales Recht verstoßen, um sicherzustellen, dass keine der palästinensischen Flüchtlinge es erlaubt sei wieder zurückzukehren und dass ihr Land von Israelis konfisziert werden kann. Die Säuberung von 75 bis 80 Prozent der nichtjüdischen Bevölkerung aus dem Gebiet welches dann später Israel wurde, war damit festgeschrieben.

Aber das reichte nicht aus um die zionistischen Pläne eines jüdischen Staates zu erfüllen. Die Grenzen werden seitdem bis zum heutigen Tag systematisch immer erweitert, weiteres palästinensisches Land wird einverleibt, die palästinensischen Einwohner vertrieben und ihr Eigentum beschlagnahmt. Siehe dazu „Wie der Landraub in Palästina funktioniert“.



Der Gründer Israels und erster Premierminister David Ben-Gurion sagte:
“Es muss klar sein, es gibt keinen Platz in diesem Land für beide Völker. Wenn die Araber verschwinden, dann wird das Land offen und groß genug für uns sein. Die einzige Lösung ist ein Land für Israel, wenigstens der westliche Teil von Israel, komplett ohne Araber. Es gibt keinen Platz für Kompromisse. Es gibt nur eine Lösung, alle Araber in die Nachbarländer zu verfrachten, alle müssen weg, außer einige in Bethlehem, Nazareth und dem alten Jerusalem. Nicht ein einziges Dorf darf stehen bleiben, nicht eine Gemeinde. Der Transfer muss direkt in den Irak, nach Syrien oder sogar nach Transjordanien erfolgen. Für dieses Ziel müssen wir genügend Mittel finden. Und nur nach dieser Entfernung wird das Land in der Lage sein die vielen Millionen unserer Brüder aufzunehmen und das jüdische Problem wird es nicht mehr geben. Es gibt keine andere Lösung.“

+++DER MYTHOS VOM LEEREN LAND+++

Diese notwendige Vertreibung der einheimischen arabischen Bevölkerung in Palästina stellte die Zionisten vor ein Problem. Sie mussten den Mythos verbreiten, Palästina hätte gar keine bestehende Bevölkerung. Um diese Desinformation zu ermöglichen, erfanden die Zionisten einen Slogan um die europäischen Juden zu motivieren nach Palästina auszuwandern:

„Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land“

Hätten die Zionisten die Existenz einer einheimischen Bevölkerung in Palästina zugegeben, dann hätten sie ja erklären müssen, wie sie diese zuerst vertreiben wollen. Deshalb erfanden sie den Mythos des leeren Landes. Wie wenn das "Heilige Land" 2000 Jahre einfach menschenleer auf sie gewartet hätte, eine absurde Vorstellung.

Nur das Land war gar nie leer, es war sogar sehr bevölkert und es war fruchtbar.

Ben-Gurion selber erklärte bereits 1918: „Palästina ist kein leeres Land ... unter keinen Umständen dürfen wir die Rechte der Einwohner verletzen.“

Er sagte, im Jahre 1914 würden nur 12% der gesamten palästinensischen Bevölkerung aus Juden bestehen. Es war sogar so, dass die Mehrheit der Juden in Palästina gar keine Zionisten waren und keinen eigenen Staat wollten, sie waren ja nicht mal Staatsbürger des Landes, da sie erst vor kurzem aus dem zaristischen Russland geflohen waren.

Wie die Volkszählung des Osmanischen Reiches zeigt, zu dem Palästina damals gehörte, war das Land dicht besiedelt, speziell die ländlichen Gebiete, mit blühender Landwirtschaft. Im Jahre 1914 bestand die Bevölkerung Palästinas aus 657'000 muslimischen Arabern, 81'000 christlichen Arabern und 59'000 Juden, einschließlich der erst vor kurzem eingewanderten europäischen Juden aus der ersten und zweiten Aliyah.

Demnach machte die jüdische Bevölkerung im Jahre 1914 weniger als 8% aus.

Deshalb mussten die Zionisten mit Terroraktionen eine massive Enteignung, Vertreibung und ethnische Säuberung durchführen, damit die einheimische arabische Bevölkerung aus Palästina verschwindet, um Platz zu schaffen für die jüdischen Einwanderer aus aller Welt. Danach haben sie dann mit Geschichtsfälschung und Desinformation dieses Verbrechen vertuscht.

Seit der Staatsgründung am 14. Mai 1948, sind circa 3 Millionen Neueinwanderer nach Israel gekommen.

Bis zur Jahrhundertwende gab es sowieso sehr wenige alteingesessene Juden in Palästina, diese lebten völlig friedlich mit ihren arabischen Nachbarn zusammen. Auch als die Einwanderungswelle dann begann, hauptsächlich aus Russland, und die ersten Kibbuz von ihnen gegründet wurden, gab es ein tolerantes Nebeneinander. Erst die aggressive und menschenverachtende Vertreibungspolitik der Zionisten in den 30ger und 40ger Jahren, zerstörte den Frieden und schaffte den israelisch/palästinensischen Konflikt der bis heute andauert.

Die Behauptung der Zionisten, Palästina wäre ein leeres Land gewesen, in dem höchstens einige Beduinen auf Kamelen herumstreiften, ist ein Mythos der mit Hilfe der von ihnen kontrollierte Medien sehr effektiv verbreitet wurde. Diese Propagandalüge sitzt so fest in den Köpfen der meisten Menschen, innerhalb und außerhalb Israels, es funktioniert bestens.

Deshalb leugnen die meisten Israelis auch die Tatsache, es hat überhaupt eine Nakba gegeben, die massive Zerstörung der Lebensgrundlage und der Vertreibung von 800'000 Palästinenser aus dem Land ihrer Väter. Sie verstehen auch nicht was die Palästinenser überhaupt wollen, eine Rückkehr in ihre angestammte Heimat und eine Wiedergutmachung für die Verbrechen die an ihnen begangen wurden.

Wir haben die Situation, dass die Zionisten ihre eigene Propaganda über ein „leeres Land“ glauben. Wenn sie behaupten, es hat nie eine Vertreibung stattgefunden, dann muss man sich auch nicht dafür verantwortlich fühlen, dann ist das Thema „Rückkehr“ nicht existent, denn eine Anerkennung dieser Tatsachen würde ja alles in Frage stellen.

Dieses geschichtliche Ereignis wird in Israel völlig geleugnet und komplett unterdrückt. Sie wollen einfach nicht wahrhaben, dass hier ein großes Unrecht passiert ist und jeden Tag weiter stattfindet. Sie fragen sich nicht, wenn es die Nakba nie gegeben hat, warum gibt es dann überhaupt palästinensische Flüchtlinge seit 60 Jahren? Wo sind sie hergekommen?

Ist ja auch klar warum dies geleugnet, ignoriert und heftig bestritten wird. Wie kann man mit gutem Gewissen den 60. Geburtstag Israels feiern, wenn dieser Staat erst durch eine ethnische Säuberung und Vertreibung der arabischen Bevölkerung ermöglicht wurde?

Wie kann man Party machen und ein Ereignis feiern, wenn seine palästinensischen Nachbarn und Mitmenschen seit 60 Jahren in Flüchtlingslagern leben, und jetzt hinter einer hohen Mauer in Gettos eingesperrt sind und wie im Gazastreifen dort dahin vegetieren, keinen Strom, kein Wasser, keine Lebensmittel, medizinische Versorgung und sonstige Lebensgrundlagen bekommen, völlig entrechtet sind und schlimmer als Tiere behandelt werden?

Was haben die Palästinenser getan um so kollektiv bestraft zu werden?

Sie sind Opfer einer internationalen Politik, die auf ihre Kosten geführt wurde. Für ihren Teil hat Europa und der Westen generell die Schaffung Israels in Palästina als eine lang erwartete Gelegenheit gesehen ein Problem los zu werden, ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen, den Jahrhunderte langen Antisemitismus wieder gut zu machen, der im Holocaust endete.

Die Palästinenser hat man dafür geopfert, ihnen willkürlich die Heimat genommen, die Dörfer und Städte zerstört und sie vertrieben, damit Israel entstehen konnte. Ihr berechtigter Protest und Widerstand dagegen wird als „Terror“ falsch dargestellt und dazu benutzt, noch schärfer gegen sie vorzugehen.

Im Jahre 1934 gab Ben-Gurion zu, wer der wirkliche Aggressor ist, in dem er sagte: „Wenn wir sagen, die Araber sind die Aggressoren und wir verteidigen uns nur, dann ist das nur die halbe Wahrheit. Was unsere Sicherheit und unser Leben betrifft, verteidigen wir uns ... aber der Kampf ist nur ein Aspekt des Konflikts, welcher in seinem Kern ein politischer ist. Und politisch gesehen, sind wir der Aggressor und sie verteidigen sich.“

Die Palästinenser hängen immer noch an ihrem Heimatland, trotz des hohen Preises den sie dafür zahlen müssen, hauptsächlich mit ihrem eigenen Blut und dem Blut ihrer unschuldigen Kinder.

Es ist völlig inakzeptabel, dass ein begangenes Unrecht am jüdischen Volk, ein Unrecht am palästinensischen Volk rechtfertigt. Frieden wird es nur geben, wenn dieses Unrecht aufgehoben, die Unterdrückung beendet und die Palästinenser geleichberechtigt behandelt werden.

Die Nakba hat es gegeben, das muss Israel und die Welt endlich anerkennen.

+++Das Massaker von Deir Yassin+++

Am Freitag den 9. April 1948 früh morgens, griffen Kommandos der Irgun (rechtsradikale zionistische Untergrundorganisation), angeführt durch Menachem Begin, den späteren Premierminister Israels und Friedensnobelpreisträger, und Mitglieder der Stern Bande (zionistische Terrororganisation) das Dorf Deir Yassin an, ein Dorf mit ca. 750 palästinensischen Bewohnern. Es geschah einige Wochen vor dem Ende des britischen Mandats über Palästina. Das Dorf lag ausserhalb des von der UNO empfohlenen Gebietes für einen zukünftigen jüdischen Staat.

Deir Yassin lag auf höheren Gelände im Korridor zwischen Tel Aviv und Jerusalem und, wie ein später bekannt gewordener geheimer Plan beinhaltete, wurde zur Zerstörung vorgesehen, um Platz für eine kleine Landebahn zu machen, um für den Nachschub zu dienen.

Bis zum Mittag wurden über 100 Menschen, die meisten Frauen und Kinder, systematisch ermordet. Vier der Angreifer wurden von Palästinenser die Widerstand leisteten getötet. 25 männliche Bewohner des Dorfes wurden auf Lastwagen aufgeladen, durch die Strassen des Zakhron Yosef Quartiers in Jerusalem paradiert und dann zu einem Steinbruch an der Strasse zwischen Givat Shaul und Deir Yassin geführt und dort erschossen. Die verbliebenen Einwohner wurden ins arabische Ost-Jerusalem vertrieben.

Die Zeitung The New York Times berichtete am 13. April 1948, der Tag an dem die Beerdigung endlich stattfand, dass 254 Leichen gezählt wurden.

Von den 144 Häusern des Dorfes wurden 10 mit Dynamit gesprengt. Der Friedhof wurde mit Planierraupen platt gewalzt und, genau wie Hunderte andere palästinensische Dörfer die dann folgten, wurde Deir Yassin dem Erdboden gleich gemacht und von der Landkarte getilgt.

Im September 1948 wurden eingewanderte orthodoxe Juden aus Polen, Rumänien und der Slowakei dort angesiedelt. Das Zentrum des Dorfes wurde in Givat Shaul Bet umbenannt. Als Jerusalem sich vergrösserte, wurde das Land auf dem Deir Yassim mal stand ein Teil der Stadt und ist jetzt einfach als das Gebiet zwischen Givat Shaul und der Siedlung Har Nof bekannt.

Als das Massaker sich rum sprach, gab die Führung der Haganah (jüdische paramilitärische Kampforganisation, die später die israelische Armee wurde) zu, dass das Massaker „die Sache der jüdischen Kämpfer schadete und die jüdische Kampftruppe und Flagge entehrt hätte.“ Sie spielten aber die Tatsache herunter, dass ihre eigene Miliz die Tat begangen hatte.

Sogar Ben-Gurion schickte eine Entschuldigung an König Abdullah von Transjordanien.

Aber die schreckliche Tat diente dem zukünftigen Staate Israel sehr gut. Die palästinensische Bevölkerung war in Panik versetzt und fürchtete sich vor einem ähnlichen Schicksal.

Begin sagte dazu: „Die Araber im ganzen Land sind durch die Geschichte des ‚Irgun Gemetzels’ völlig in Panik geraten und fürchten um ihr Leben. Diese Massenflucht hat zu einer Stampede geführt. Der politische und ökonomische Stellenwert dieser Entwicklung kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.“

Das Massaker in Deir Yassin ist einer der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte der Palästinenser und Israelis. Nicht wegen der Grösser oder der Brutalität dieser ethnischen Säuberung, sondern weil es als Frühwarnung für die geplante Entvölkerung weiterer 500 arabischen Dörfer und Städte in Palästina und die Vertreibung 800'000 Einwohner stand.

„Wir kamen und verwandelten die einheimischen Araber in Flüchtlinge. Und immer noch wagen wir es sie zu verleumden und schlecht zu machen, ihren Namen zu beschmutzen. Statt das wir uns wegen unserer Taten schämen und versuchen etwas von dem Bösen welches wir begangen wieder gut zu machen ... gehen wir her und rechtfertigen diese entsetzlichen Taten und versuchen sie sogar zu verherrlichen.“


....
Von Nathan Chofshi ... russischer pazifistischer Zionist und Schriftsteller, der 1908 nach Palästina auswanderte. Er war Augenzeuge der Vertreibung der palästinensischen Araber und schrieb kritisch darüber bis ins Jahr 1959.


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23.07.2014 um 06:56
@kayakaya

Man kann jetzt noch hundert mal durchkauen wer wen damals "hin und her vertrieben" hat, es ändert nichts daran, dass sich die jetzige Sitaution in Gaza nur dadurch lösen lässt, dass die Hamas ihren Raktenbeschuss bzw. ihren Kampf gegen Israel aufgibt oder die Palis in Gaza es schaffen diese loszuwerden.


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23.07.2014 um 08:30
@Larry08

Absolute Zustimmung um einen Schritt weiter zu kommen muss man sich von der Vergangenheit einfach lösen.


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23.07.2014 um 09:04
@capspauldin
Zitat von capspauldincapspauldin schrieb:Absolute Zustimmung um einen Schritt weiter zu kommen muss man sich von der Vergangenheit einfach lösen.
Es wäre schön, wenn es so einfach wäre, ist es aber leider nicht.

Wer spricht für wen? Was Israel betrifft ist klar, die demokratisch legitimierte Regierung (die bei deratigen Fragen sehr schnell zersplittert).
Bei den arabischen Israelis ist es auch klar, die demokratisch gewählten Abgeordneten in der Knesset.
Bei den Bewohnern der Westbank, vermutlich die Fatah-Bewegung mit Abbas an der Spitze.
Die Bewohner Gazas bin ich mir unsicher, wer könnte das sein?

Hat man einen Vertreter, der für alle spricht und sich diejenigen, die anderer Meinung ihrer Loyalität versichert, könnte ein solches Vorhaben tatsächlich gelingen.

Nur eines wird nicht funktionieren, die Vergangenheit ausblenden. Das erste Thema wird Ost-Jerusalem werden. Danach die Rückkehr der Flüchtlinge, bzw. die Kompensation von Vermögensschäden und zwar auf beiden Seiten.

Ich bin gespannt ob die Bewohner Gazas nach der Hamas eine glücklichere Hand für ihre Vetreter haben werden.


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23.07.2014 um 11:02
Zitat von Larry08Larry08 schrieb:Man kann jetzt noch hundert mal durchkauen wer wen damals "hin und her vertrieben" hat, es ändert nichts daran, dass sich die jetzige Sitaution in Gaza nur dadurch lösen lässt, dass die Hamas ihren Raktenbeschuss bzw. ihren Kampf gegen Israel aufgibt oder die Palis in Gaza es schaffen diese loszuwerden.
Naja, die "Nakba" ist ds große Trauma des palästinensischen Volkes. Die Hamas mag zwar sicherlich nicht zu 100% bei allen beliebt sein, aber sicher erfährt ihr "Kampf gegen Israel" große Zustimmung. Weil die "Befreiung Palästinas" wohl sozusagen eine Lebensaufgabe ist.

Wenn ich Israeli wäre, ich würde (um meine Heimat nicht zu verlieren) auch keine Zugeständnisse mehr machen wollen. Denn darauf geht es wohl hinaus: Auf den Verlust ihrer Heimat. Ich glaube nicht, dass für die meisten Palästinenser "los werden" eine Alternative ist. Eher friss oder stirb, oder der Zweck heiligt die Mittel.


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23.07.2014 um 11:21
Erfreulich ist, dass sich immer mehr Teile der politischen Linken in Deutschland von der antisemitischen Hetze aus Teilen der Linkspartei distanzieren: http://linksterblog.de/internationales/nein-es-sind-nicht-beide-schuld/ (Archiv-Version vom 24.07.2014)


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23.07.2014 um 12:21
Nachdem gestern die halbe Welt den Flugverkehr von/nach Israel eingestellt hat (Raketeneinschlag nahe Ben Gurion Flughafen und die aktuellen Erfahrungen in der Ukraine), wird nun der Flughafen Ovda ( Wikipedia: Ovda Airport ) für internationale Flüge freigegeben werden.


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23.07.2014 um 13:01
@bliebig
Zitat von bliebigbliebig schrieb:Das erste Thema wird Ost-Jerusalem werden. Danach die Rückkehr der Flüchtlinge, bzw. die Kompensation von Vermögensschäden und zwar auf beiden Seiten.
Bei den Flüchtlingen interessiert mich deine Meinung, insbesondere ob du da auch die UN in der Pflicht siehst den Geldbeutel aufzumachen. Es können sich aber auch gern andere Leute dazu äußern, bin für jede konstruktive Äußerung dankbar.

Ich frag weil es sich für mich so darstellt, dass die UN durch abenteuerliche, weltweit einmalige Sonderrechte für Palästinenser die Zahl der Flüchtlinge künstlich erhöht hat. Stickwort: vererbbarer Flüchtlingsstatus.

Ich stell den Gedankengang mal vor.
Ich mein... 1948 sind etwa 700.000 - 800.000, je nach Quelle, Araber aus den nun israelischen Gebieten geflohen. Etwa die Hälfte davon hat das damalige Palästina überhaupt nicht verlassen. Zeitgleich wurden die Nachbarländer judenfrei gemacht, ein guter Teil dieser Juden floh nach Israel. (Niemand bei klarem Verstand kommt auf den Gedanken, die Nachkommen dieser Menschen noch heute als Flüchtlinge zu bezeichnen.) Zeitgleich also Vertreibungen auf beiden Seiten. Bevölkerungsaustausch in grausam...quasi.
Nun kommt die UN, gründet den Palästinensern ein eigenes Flüchtlingshilfwerk (während sich der Rest der Welt gemeinsam ein anderes Flüchtlingshilfswerk teilt) und ernennt - weltweit einmalig - auch die Jahrzehnte später geborenen Kinder und Kindeskinder dieser Flüchtlinge zu Flüchtlingen. Aus den maximal 800.000, von denen die Hälfte Palästina gar nicht verlassen hat, wurden durch diese Sonderrechte inzwischen 4,5 -7,4mio. "Flüchtlinge".

Das Flüchtlingsproblem ist - so stellt es sich für mich derzeit dar - also primär auf dem Mist der UN gewachsen. Meinem Gerechtigkeitsverständnis entspräche es nun, wenn die UN Israel diesbezüglich aus der Schusslinie nähme und jene Menschen, denen man seitens der UN über Generationen hinweg einbläute "Flüchtlinge" zu sein, vernünftig zu entschädigen. Immerhin haben die das ja auch verbockt.

Legitimer Standpunkt? Inhaltlich falsch? Ganz was anderes? Bin gespannt wie ihr das seht.


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23.07.2014 um 14:09
Okay die Quelle ist für so manchen nicht seriös genug. Aber ich werf das trotzdem mal rein.

Wenn das so stimmt, dann stimmt was nicht.
Hamas continues to fire at our forces from Wafa Hospital in Gaza. Its terrorists have turned the hospital into a command center and a rocket-launching site. For this reason, we are targeting specific sites and terrorists within the hospital grounds. We repeatedly conveyed warnings to the hospital staff and urged civilians to leave the area in advance. Hamas is telling them to stay.
https://www.facebook.com/idfonline?hc_location=timeline

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23.07.2014 um 14:43
@kayakaya
Vielleicht sollte man es nicht ganz so einseitig darstellen :

In diesem ersten arabisch-israelischen Krieg 1948/1949 flohen zwischen 600.000 und 750.000 Araber aus ihrer Heimat oder wurden vertrieben. Immer wieder wird gefragt, ob es damals einen zionistischen "Masterplan" für ethnische Säuberungen gegeben habe. Historische Forschungen belegen, dass es keine staatliche Direktive zur Vertreibung der Araber gegeben hat.31 David Ben Gurion, inzwischen Ministerpräsident des Staates Israel, changierte zwischen moralischen und sicherheitspolitisch motivierten Überlegungen – seine Berater versorgten ihn mit höchst ambivalenten Empfehlungen. Die Armee wies auf Vorschlag des Landwirtschaftsministeriums32 die israelischen Truppen an, außerhalb der unmittelbaren Kampfgebiete keine Vertreibungen vorzunehmen.33 Dennoch kam es zu lokal begrenzten Vertreibungen. Einerseits forderten einzelne jüdische Bürgermeister und lokale Kommandanten die Araber zum Bleiben auf; andererseits wurde etwa ein Drittel der arabischen Flüchtlinge im Zuge der Kampfhandlungen aus den jüdisch kontrollierten Gebieten vertrieben. Ein weiteres Drittel der Araber geriet in Panik und flüchtete vor der psychologischen Kampfführung der Israelis – erschreckt auch durch alarmistische Aufrufe arabischer Notabeln. Das letzte Drittel der Flüchtlinge räumte quasi "freiwillig" die umkämpften Gebiete (obwohl sie nicht in den Kampfzonen lebten) – sie wurden Opfer der arabischen Propaganda, die die Flüchtlinge zum "vorübergehenden" Verlassen der Heimat animiert und "nach dem Sieg über die Zionisten" eine glorreiche Rückkehr in Aussicht gestellt hatte.▲50

Kaum bekannt ist die Tatsache, dass in diesem Krieg auch die arabische Seite ethnische Säuberungen durchführte, so sie die Möglichkeit dazu hatte. Am 13. Mai 1948 beteiligten sich Truppen der Arabischen Legion an einem Massaker im Kibbuz Kfar Ezion südlich von Jerusalem. Mehr als 120 gefangene Juden wurden mit Maschinengewehren erschossen und Gusch Ezion, vier Siedlungen zwischen Jerusalem und Hebron, dem Erdboden gleichgemacht. Ende Mai eroberte die Arabische Legion Transjordaniens Ostjerusalem, zerstörte das jüdische Viertel der Altstadt einschließlich sämtlicher Synagogen, plünderte und vertrieb die Bewohner und tötete alle noch verbliebenen Juden.▲51

Angesichts der erbitterten Feindseligkeiten in Palästina flohen zwischen 1945 und 1952 mehr als 600.000 Juden aus arabischen Ländern in den neugegründeten jüdischen Staat34 – zahlenmäßig ergab sich innerhalb von wenigen Jahren ein fast vollständiger Bevölkerungsaustausch. Als Israel 1949 im Rahmen einer anzustrebenden Friedensregelung die Rückkehr von 100.000 arabischen Flüchtlingen anbot, lehnten die arabischen Staaten ab – stattdessen entschieden sich Ägypten und Syrien, die expatriierten Palästinenser als entrechtete Staatenlose aufzunehmen und als "Fünfte Kolonne für den Tag der Rache"35 im Kampf gegen Israel einzusetzen. Jordanien hingegen, mehrheitlich ohnehin palästinensisch geprägt, integrierte die Flüchtlinge – und annektierte 1950 das Westjordanland; die Weltöffentlichkeit nahm daran keinen Anstoß.
http://ieg-ego.eu/de/threads/transnationale-bewegungen-und-organisationen/internationale-organisationen-und-kongresse/martin-kloke-die-entwicklung-des-zionismus-bis-zur-staatsgruendung-israels-1914-1948


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23.07.2014 um 14:47
@DCWS
Zitat von DCWSDCWS schrieb:Bei den Flüchtlingen interessiert mich deine Meinung, insbesondere ob du da auch die UN in der Pflicht siehst den Geldbeutel aufzumachen....
Um sich dieser Fragestellung einigermaßen zu nähern müssen die Meinungen der Konfliktparteien gehört werden.

Araber: Das war eine geplante Vertreibungsaktion, Sami Hadawi (Gelehrter und Autor):
In Wahrheit fasste die zionistische Bewegung ihre Politik zusammen in dem Ziel, die palästinensischen Araber aus ihrer Heimat und ihrem Land zu vertreiben (und damit Platz zu schaffen für die geplante Masseneinwanderung).


Israel: Die Flucht war freiwillig weil sie aufgrund von Aufrufen arabischer Nachbarstaaten, die Bevölkerung zu verlegen, erfolgt sei:

Die Flüchtlinge waren überzeugt, dass ihre Abwesenheit von Palästina nicht von Dauer sein würde und dass sie in wenigen Tagen, innerhalb von ein oder zwei Wochen zurückkehren könnten. Ihre Anführer versprachen ihnen, dass die arabischen Armeen die zionistischen Banden sehr schnell zerschlagen würden und dass es keinen Grund zur Panik gebe oder zur Furcht vor einem langen Exil.

Nach der traditionellen israelischen Geschichtsschreibung wollten die Briten die Errichtung eines jüdischen Staates verhindern.

Die herkömmliche Geschichtsschreibung sagt, dass alle Palästinenser während des Unabhängigkeitskrieges ihre Häuser freiwillig verließen.
Die offizielle Version lautet, dass während der Gründungsphase des Staates Israel die Machtverhältnisse zugunsten der Araber gesprochen hätten.
Nach der herkömmlichen Geschichtsschreibung verfolgten die Araber einen aufeinander abgestimmten Plan zur Vernichtung Israels.
Ebenso wird die Ansicht vertreten, dass die Unnachgiebigkeit der Araber bisher einen Frieden verhindert habe.

Israel ist ein pluralister Staat, Meinungen sind im Fluss, so verteten die jüngeren Historiker andere Meinungen. Die relativieren die herkömmliche Geschichtsschreibung zu Gunsetn der arabischen Flüchlinge. So gab es auch auf israelischer seite ethnische Vertreibungen.

Meine persönliche Meinung ist, dass die jüdischen Flüchtlinge in ihrer neuen Heimat integriert sind und alles andere wollen, als zurück in ihre arabischen Herkunftsländer. Das die arabischen Flüchtlinge zurück wollen kann auch andere Gründe haben als viele annehmen. Israel ist mittlerweile ein High-Tech Land, verfügt über eine exzellente Infrastruktur mit funktionieren Gesundheitssystem und einer der besten Universitäten weltweit. Der Einkommensdurchschnitt bezträgt über 30.000 US$ soviel wie in Italien. Den israelischen Arabern, aslo die geblieben sind geht es wirtschaftlich genauso gut.

Es gibt bestimmt einen signifikanten Teil der Araber, die genau aus diesen Gründen nach Israel einwandern (zurückkehren) wollen.

Auch diese Zahl müsste zunächst bestimmt werden.

Den Job der UNO sehe ich darin, die Flüchtlingslager aufzulösen und die Menschen in den verschienden arabischen Ländern zu integrieren. So wie wir das nach dem Krieg gemacht haben. Am Geld scheitert es nicht.


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Israel - wohin führt der Weg?

23.07.2014 um 14:47
Zitat von LuminarahLuminarah schrieb:Kaum bekannt ist die Tatsache, dass in diesem Krieg auch die arabische Seite ethnische Säuberungen durchführte, so sie die Möglichkeit dazu hatte. Am 13. Mai 1948 beteiligten sich Truppen der Arabischen Legion an einem Massaker im Kibbuz Kfar Ezion südlich von Jerusalem. Mehr als 120 gefangene Juden wurden mit Maschinengewehren erschossen und Gusch Ezion, vier Siedlungen zwischen Jerusalem und Hebron, dem Erdboden gleichgemacht. Ende Mai eroberte die Arabische Legion Transjordaniens Ostjerusalem, zerstörte das jüdische Viertel der Altstadt einschließlich sämtlicher Synagogen, plünderte und vertrieb die Bewohner und tötete alle noch verbliebenen Juden.▲51

Angesichts der erbitterten Feindseligkeiten in Palästina flohen zwischen 1945 und 1952 mehr als 600.000 Juden aus arabischen Ländern in den neugegründeten jüdischen Staat34 – zahlenmäßig ergab sich innerhalb von wenigen Jahren ein fast vollständiger Bevölkerungsaustausch.
Ist natürlich was anderes und nicht vergleichbar.


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23.07.2014 um 14:51
@kayakaya
@Luminarah

Nakba
Da fragt es sich genauso wie aktuell Palästinänser in Gazastreifen, wo sollen die denn hin?

"Judenvertreibungen aus arabischen und islamischen Ländern
Die Vertreibung der Juden aus arabischen und islamischen Ländern (hebräisch ‏יציאת יהודים ממדינות ערב‎ Yetziat yehudim mi-medinot Arav; arabisch ‏التهجير الجماعي لليهود من الدول العربية والإسلامية‎ at-tahdschīr al-Dschamāʻī lil-yahūd min ad-duwal al-ʻarabīya wal-islāmīya, auch Jüdische Nakba genannt[1]) war der Exodus, die Flucht und die Massenauswanderung von Juden hauptsächlich sephardischer und mizrachischer Herkunft aus arabischen und muslimischen Ländern von 1948 bis in die 1970er Jahre. Ferner umfasste die Jüdische Nakba auch erzwungene Konversionen vom Judentum zum Islam.[1]
Wikipedia: Vertreibung der Juden aus arabischen und islamischen Ländern

Das müsste man genauso anschauen.


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23.07.2014 um 14:56
@lilit

Ja, müsste man. Aber ich befürchte, genau an dem Punkt endet der Moralhype. Das Interesse oder die Reaktion an diesem Thema dürfte sehr gering sein. Dreh es lieber um, die Juden als Täter, dann kannst du mit einem beispiellosen Moralhype mit Reaktion und Interesse rechnen.


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23.07.2014 um 15:09
@bliebig
Zitat von bliebigbliebig schrieb:Israel ist ein pluralister Staat, Meinungen sind im Fluss, so verteten die jüngeren Historiker andere Meinungen. Die relativieren die herkömmliche Geschichtsschreibung zu Gunsetn der arabischen Flüchlinge. So gab es auch auf israelischer seite ethnische Vertreibungen.
Zweifellos gab und gibt es die..
Und dort sollte sofortiger Stopp gerissen werden denn, sonst hat das Elend kein Ende.

Israel als "demokratischer Rechtstaat" hat Vorbildfunktion vor Terrorganisationen,
und wenn zivile Opfer in Kauf genommen werden,
ist es gleich verdammenswert wie Assad-Regime
oder Terrorgruppen selber.


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23.07.2014 um 15:14
Zitat von lilitlilit schrieb:Israel als "demokratischer Rechtstaat" hat Vorbildfunktion vor Terrorganisationen,
und wenn zivile Opfer in Kauf genommen werden,
ist es gleich verdammenswert wie Assad-Regime
oder Terrorgruppen selber.
Das meinst du hoffentlich nicht ernst...


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23.07.2014 um 15:17
@vincent
Definiere Terrorismus jeglicher Art mit der gewalttätigen Aktion, die den Tod oderVerletzung von unbeteiligten Zivilisten in Kauf nimmt.

Doch, ja, meine es ernst.


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23.07.2014 um 15:27
@lilit
Lol.. jeder zweite hier meint 'ne Doppelmoral zu erkennen, zelebriert diese dann aber meistens selber.

Seit wann haben Terrororganisationen demokratischen Prinzipien, ganz zu schweigen von einem demokratischem Staat, als Vorbild. Der Sinn und Zweck des Terrors besteht im Grunde darin, diese zu durchdringen.
Und nein, Israel hat generell für niemanden eine Vorbildfunktion zu erfüllen. Kein Staat hat das. Es richtet sich nach seiner inneren Werteordnung und passt sich höchstens noch übernationalen Werten, wie aus der UN etc. hervorgehend, an.
Schon gar nicht aber, muss es für eine Terrororganisation Vorbild sein.

Übrigens hat das rein gar nichts mit der Beurteilung von Staaten, vor Allem gemessen an ihrem eigenen auferlegtem Maßstab, zu tun.

Aber angenommen, wir akzeptieren es dennoch und tun mal so, als sei Israel ein Vorbild:
Die Aussage, dass dann zivile Opfer genauso verdammenswert wären wie die von Terrororganisationen selbst, ist doch absurd. Du hängst die Messlatte erst hoch um sie dann wieder anzupassen?


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