@UffTaTa Irgendwie ist Gewalt und Krieg -anscheinend einem universellen Gesetz nach-, immer der letztmöglichste Schritt um seine Meinung durchzusetzen gegen eine andere Meinung.
Nicht umsonst hat es in der Geschichte der Menschheit immer Kriege gegeben.
Frage: Was könnte man tun, damit dieser letzte Schritt eben nicht Gewalt und Krieg bedeutet, (vielleicht allgemein und nicht nur auf den nahost Konflikt bezogen).
Hast du zufällig mal das Buch von Herzl gelesen? Vor kurzem hatte ich das gelesen. Besondere Aufmerksamkeit habe ich dabei auf den Umgang mit schon dort lebenden Leuten gelegt und dort steht -so wie ich es verstanden habe: dass den Leuten das Land einfach abgekauft werden soll.
Es stand nicht ein Satz von Gewalt oder sowas da drinne.
Was ich mich auch frage ist: wie Herzl heute über die ganze Situation urteilen würde. Er war ja eher ein Planer. Sein Buch liest sich wie das eines Unternehmers.
Nun sind da schon einige Kriege losgebrochen worden gegen die Zionisten oder Juden in Israel.
Alles ist sehr komplex.
Wie soll man da noch eine »richtige« Meinung finden können?
Die Kriege haben ja auf allen Seiten ihre Erinnerungen hinterlassen, Dinge die nicht verarbeitet werden können in kurzer Zeit.
Ständig wird Israel mit Raketen angegriffen und umliegende Länder wünschen sich den Tod aller Juden.
Ein immer stärkeres festhalten am jüdischen Staat und Verteidigung mit allen Mitteln ist da der sicherste Weg.
Frage: Was sollten die Zionisten oder Juden in der Situation auch anders machen?
Wenn sie Schwäche zeigen, wird das von den islamischen Terroristen ausgenutzt.
Ich finde das nicht gut wenn Menschen vertrieben werden. Vertreibung kennt meine Familie, Sudetendeutsche usw. . Das hinterlässt Traumas und eine Menge negativer Gefühle gegenüber den Vertreibenden, gerechtfertigt oder ungerechtfertigt.
Es geht aber um die einzige Möglichkeit Sicherheit für Israel zu schaffen, indem man größere Pufferzonen um Israel schafft.
Folgende Ausage liest sich zynisch, weil unrealistisch, aber warum eigentlich, dennoch:
Die Moslems könnten einfach den kleinen Hügel auf dem Mohammed nie gewesen ist in aller Brüderlichkeit den Juden überlassen, und somit wäre ein riesiges Zeichen des Friedens in den Religionen fundmentiert.
Warum ist das undenkbar - nur wegen seiner Bedeutung? Ein kleiner Hügel. Nein, man will hassen, oder genauer, mann kann nach soviel Elend das sich über Generationen angehäuft und nicht verarbeitet werden kann -weil ständig neue Konflikte- nur noch hassen aus einer sehr tiefen Trauer heraus. Für die Kraft auf Hoffnung oder positiven Gedanken fehlt einfach das Fundament, was langanhaltender Frieden wäre. 2 oder 3 Generationen mindestens.
In Kurz: die Zionisten oder Juden müssen unter allen Umständen, ob sie es wollen oder nicht, ob sie es gut finden oder nicht, ausnahmslos jeden Krieg gewinnen.
Es gibt leider keine Lösung, keine vorerst friedliche Lösung in diesem Konflikt, es sei denn die Menschen kämen morgen auf die Idee anstatt sich durch ihre Religion eben nur gegenseitig als Menschen zu definieren.
Nimmt man dann noch die Staatenzugehörigkeit weg, gäbe es gar keine Kriege mehr.
Was ich dir sagen will, deine oder irgendeine seitenbezogene Meinung bringt nichts. Reden bringt nichts in dem Konflikt. Dort findet etwas statt, das im 21.en Jahrhundert nicht stattfinden sollte, nämlich Krieg.
Das Interesse an Religion schwindet bei mir in letzter Zeit zunehmend, nicht weil es nicht viel Gutes in der Geschichte mit sich gebracht hat, keine Frage, aber es scheint heute eher ein Spalter und Unterdrücker von Fortschritt des Humanismus geworden zu sein..
von mir aus mit dem Zusatz "je nach Auslegung".