bredulino schrieb:Außerdem: Es wird nur behauptet, dass Hamas nicht profitierte:
Was dann bedeutet dass Israel selbst die Begrenzung der Einfuhr nicht mehr damit argumentieren kann, dass die Hamas von den Hilfslieferungen profitiert und man deshalb die Einfuhr begrenzt - das ist doch immer das Argument, dass die Hamas die Sachen teuer weiterverkauft und man diese deshalb limitiert.
Quielett ist alles aber nicht seriös konservativ - das Magazin ist höchst umstritten und kontrovers.
bredulino schrieb:Ähnliches schrieb ich zu MSF- solche NGOs haben keine eigenen Geheimdienste, keine eigene Polizei, keine richterlichen Vollmachten, keine Flotte von Überwachungsdrohnen, um Diebstähle und Plünderungen zu detektieren oder geheime Lager mit geplünderter Ware aufzuspüren...
Aber schön, dass du wieder versuchst, die Rolle Hamas, wenn sie auch nicht zu negieren ist, versuchst, möglichst kleinzuhalten.
Tu ich nicht. Ich glaube auch nicht dass die IDF sich die Mühe macht mit Drohnen, Geheimdiensten, eigener Polizei oder richterlichen Vollmachten die Plünderungen zu dokumentieren. Du hast doch selbst oben die Quelle geteilt die davon spricht dass die Hamas wohl nicht von Plünderungen profitiert. Wieso also die Einfuhr begrenzen - ein Argument bitte dafür?
bredulino schrieb:Ich habe doch schon mehrmals internationales Recht zitiert.
SpoilerUnder international humanitarian law, Israel is permitted to restrict humanitarian relief if the conditions for safe, impartial delivery are violated.
- ICRC Customary IHL Rule 55 states: “The parties to the conflict must allow and facilitate rapid and unimpeded passage of humanitarian relief… subject to their right of control.”
- That “right of control” includes lawful restriction if aid is being:
- Diverted for hostile use
- Obstructed or exploited militarily
- Delivered through unsafe routes
Between March and May 2025, Israel had ample grounds:
• Kerem Shalom crossing was targeted by drone attacks and mortar fire, disrupting aid transit.
• Rafah area saw repeated armed clashes and shelling.
• Looting, infiltration, and Hamas diversion of aid were widely documented, including geo-verified footage and international reporting.
• UNRWA’s ongoing compromise, confirmed by its own staff, persisted beyond the ICJ ruling.
• GHF site chaos in May led to over 1,000 deaths, further proving systemic instability.
Under Rule 55, Israel’s partial blockade in that period was not collective punishment — it was a legally sanctioned measure in response to demonstrable, repeated interference. The law does not require “total seizure” to justify restriction. It requires interference with safe passage. That bar was clearly met.
Trifft einer oder mehr der obigen Punkte zu?
Alle Kriegsparteien sind für die sichere Verteilung der Hilfsgüter verantwortlich. Die Hilfsgüter dürfen nur Zivilisten zugute kommen und nicht der Kriegsführung dienen. Hamas zweigt einen Teil der Güter ab, schafft eine Hungersituation die sie zu Propagandazwecken Israel in die Schuhe schieben kann und dazu davon profitiert- beides Teil der Kriegsführung gegen Israel. Du willst halt immer alles ins Illegale rücken und Israel alleine in die Schuhe schieben. Es kann auch Maßnahmen geben, die beim ersten Hören hart klingen, aber trotzdem rechtlich abgedeckt sind. Deine Frage macht genauso Sinn wie die Frage, warum Israel keine Waffenlieferungen durchlässt...
Du versteht es nicht, es gibt bisher nicht einen Beweis dafür dass die Hamas von den Hilfslieferungen profitiert, hast du doch oben selbst geschrieben. Wieso begrenzt Israel dann die Einfuhr - dafür gibt es kein Recht. Und nein, ich will nicht alles illegale Israel in die Schuhe schieben, Israel hat in diesem Konflikt allerdings als einzige demokratische Partei eine andere Verantwortung als es die Hamas hat. Die Erwartungshaltung ist eine andere. Das haben auch viele andere nicht verstanden.
Die Hamas ist unblehrbar und eben eine Terrororganisation, dass die plündern, stehlen, töten, angreifen und Menschen als Schutzschild nehmen, alles nie abgestritten. Aber das ist nichts worauf wir Einfluss haben. Aber dass Israel sich an Recht halt darauf habe ich Einfluss oder aber ob ich mich daran teilschuldig mache, indem ich dabei helfe Recht zu brechen - das kann ich beeinflussen. Deswegen wird ja auch ein stückweit in Richtung dt. Regierung protestiert die Waffenlieferungen und auch die Hilfestellen beim Genozid einzustellen.
bredulino schrieb:Quote? Die 40% bis 70% sind doch keine Richtlinien. Es gibt keine völkerrechtlich bindende Regel oder Quoten. Es gibt keine Formel dafür wie das richtige Verhältnis von Kombattant und Nichtkombattant sein soll.
Trotzdem sind sind nicht viel mehr als in anderen urbanen Kriegen ums Leben gekommen, zusätzlich zu den menschlichen Schutzschilden, der Einbettung in zivile Strukturen. Die Hamas gibt einen Scheiß auf ihre Bürger.
83% der Gebäude Gazas sind zerstört bzw. beschädigt- müsste sich das nicht im ähnlichen Ausmaß in der Zahl ziviler Toter widerspiegeln?
Keine Ahnung woher du diese Abartige Rechnung herleitest aber natürlich kann man die zerstörte Gebäudezahl nicht einfach auf die Zivilisten umlegen. Manche Gebäude sind lediglich beschädigt, nicht bewohnbar, aber darin sind zum Glück keine Menschen ums Leben gekommen. Die Quote ist die bisher höchste die es in einem Krieg gab - teils liegen die Zivilistenquoten bei über 80% - rd. 13% die du in deinem Beitrag wieder unterschlägst:
https://www.srf.ch/news/international/nahost/guardian-bericht-sind-83-prozent-der-getoeteten-im-gazastreifen-zivilistenUnd das sind IDF Auswertungen, da kann gut und gerne nochmal 5% draufrechnen. Das ist hoch, sehr hoch und wenn man bedenkt dass die IDF zu den angeblich präzisesten Militärs der Welt gehört und der Mossad zu den best informiertesten, dann ist das unmenschlich hoch.
Mal davon ab, dass du auf den Teil dass Minister offen aussprechen dass man alle Araber töten sollte nicht eingehst. Wie sehr kann man sich als auf die seitens der IDF offen ausgesprochenen Ziele und Intentionen verlassen, wenn sie von einer rechtsradikalen Regierung kommen die ganz offen darüber spricht, dass ein Genozid oder eine Vertreibung das Problem lösen würde?
bredulino schrieb:Ed gibt kein Recht auf tägliche 5-Gänge-Menüs. Es kamm immer so viel rein, dass es jeden reichen müsste. Und es kam auch so ciel rein, dass es für Monate im Voraus hätte reichen müssen.
Nein, es gibt einfach kein Recht auf Begrenzung - das blendest du aber komplett aus. Wieso lässt Israel nicht einfach die Hilfslieferungen in den Gazastreifen? - Was spricht dagegen. Da werden keine 5 Gänge Menüs geliefert, sei dir sicher. Kontrollen verstehe ich ja, aber wieso muss man in einer humanitären Notsituation noch zusätzlich dazu beitragen die Lieferungen zu erschweren oder gar nicht reinzulassen - mit welchem Recht?
Man würde doch der Hamas auch einen großen Propandahebel nehmen, wenn man einfach alle Lieferungen reinlässt - dann kann doch niemand zusätzlich plündern und sagen es liegt an Israel - macht also gar keinen Sinn deine Argumentation.
bredulino schrieb:Doch es ist richtig.
In 99% der Berichte der UN werden die Kriegstaktiken der Hamas ignoriert. Auch viele NGOs leugnen das Plündern von Gütern durch die Hamas. Sich einzugestehen, dass bis zu 90% der Hilfsgüter geplündert werden, bedeutet Israel zu entlasten. Wer an das bewusste Aushungern glauben will, muss solche massiven Plünderungen leugnen oder zumindest herunterspielen- sonst kann man Israels böse Absichten nicht mehr belegen.
Deswegen hast du auch den Bericht, laut dem es keine Plünderungen durch Hamas gebe, gespostet, als letzten Strohhalm.
Naja, ich finde es schwierig wenn nahezu alle unabhängigen Stellen und auch Gerichte zu dem selben Schluss kommen. Wenn wie behauptet alle, nahezu alle NGOs außer die Israelischen zum selben Schluss kommen.
Auf Seiten Israels ist eines der mächtigsten Geheimdienste der Welt und die Hamas hat es geschafft nahezu alle internationalen Gerichte, teil europäische Regierungen samt Expertenkommisionen und auch die NGOs unterwandern. Da muss ich meinen Respekt aussprechen. Für mich sehen die Hamas-Vertreter nicht so bewandt aus, scheinen aber wahre Genies zu sein.
bredulino schrieb:Israel? Die Israelische Regierung? Einzelne Regierungsmitglieder? Was hätte eine linke Regierung in Gaza anders gemacht?
Vermutlich eine andere Rhetorik an den Tag gelegt, keine rassistischen Gesetze auf den Weg gebracht, keine Vertreibungen und Siedlungen genehmigt, nicht offen von Groß-Israel gesprochen, nicht offen Genozidwünsche geäußert usw. Das ist der rein rhetorische und politische Teil. Man hätte vermutlich nicht die Essenslieferungen abgefangen usw.
Keine Ahnung worauf die Frage abzielt - solltest du rechtsradikale Politik gut finden, dann ist das dein Ding - das werde ich dir nicht auszutreiben versuchen.
bredulino schrieb:Wenn Einheimische berichten, dass Hamas Lastwagen plündert, spielt es keine Rolle, wer das berichtet.
Ich denke in dem Artikel ist ganz gut erklärt wie sehr da geframet wird, man muss nur offen sein auch für andere Meinungen. Das muss ich nicht näher ausführen.
bredulino schrieb:Da steht nichts von Plünderungen und Diebstählen von Hilfsgütern, vor allem Lebensmitteln, seitens Hamas. Dafür wird das Aushungern als Anklagepunkt gegen Netanyahu und Gallant explizit aufgeührt- ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Das Thema langweilt auch langsam, du darfst gerne glauben dass die Hamas bis zum Strafgerichtshof und auch tief bis in die Strukturen der UN unterwandert ist - ich habe Schwierigkeiten damit, zu glauben, dass Hamas die personellen Stukturen dafür besitzt und dazu auch in der Lage ist.
bredulino schrieb:Könnte es sein, dass die Tatsache, dass Hamas lebensmittel plündert und zurückhält, ingoriert wird, weil es den Vorwurf des Aushungerns zwecks Ausrottung widerlegen könnte?
Oder, dass es das nicht in dem Ausmaß gibt, wie von dir und pro-israelischen Quellen behauptet. Ich habe Artikel gepostet die belegen dass es keine Belege dafür gibt, dass die Hamas von Plünderungen profitiert. dass es in der sehr fragilen Situation in einem Krieg zu Plünderungen kommt, das ist kein neues Phänomen. Dass ein angeblich demokratisches Land das tut, um bewusst einer Bevölkerung Leid hinzuzufügen, schon.
bredulino schrieb:Von einer Million Kindern sind "ein paar Dutzend" verhungert. Das ist natürlich tragisch, aber "Ausrottung"?
https://www.amnesty.de/aktuell/gaza-israel-hunger-waffe-unterernaehrung-kinder18.000 Kinder wurden wegen Unterernährung ins Krankenhaus aufgenommen und teils nach Stabilisierung wieder entlassen. Eine schier unglaubliche Zahl, da es von deiner Seite aus ja heißt - die bekommen genug, halt nur keine 5 Gänge Menüs.
bredulino schrieb:ch will es dir mal so erklären. Du erkennst an, dass Hamas eine Taktik anwendet, die bewusst die Zahl ziviler Opfer in die Höhe treibt und anscheinend auch die allgemeine Natur urbaner Kriege, in denen 40% bis 70% der Toten Zivilisten sind. Doch zeigst du nur mit dem Finger NUR auf Israel, mit dem Grund, dass es zu viele zivile Tote seien. Dasselbe machen viele deiner Gesinnungsgenossen. Und auch deine hochheiligen NGOs.
Du erkennst an, dass Hamas Zivilisten bewusst opfert, aber anscheinend irgendwo doch nicht, oder nur ein bisschen, weil Israel ja der Hauptverantwortliche sein muss. Dass es sich um einen urbanen Krieg handelt erkennst du an, aber irgendwie auch nicht- schließlich geht das Gros der zivilen Toten aus deiner Sicht auf das Konto von Israel, schließlich beweist, das bewusst Zivilisten ins Visier genommen werden, ist ja ein Genozid.
Ich zeige mit dem Finger "nur" auf Israel da es wohlmöglich wenig bringen würde auf die Hamas zu zeigen. Auf das Handeln von Israel kann ich in einem demokratischen Umfeld Einfluss nehmen - diesen Maßstab kann/werde ich bei Israel ansetzen müssen. Bei der Hamas wird es wohlmöglich wenig bringen.
Wenn meine Regierung offen über den Wunsch spricht, einen Genozid an der arabischen Bevölkerung zu begehen, wenn meine Regierungen noch während des Krieges Siedlungen genehmigt, wenn meine Regierung noch während des Krieges "from the river to sea" sagt, wenn meine Regierung noch während des Kriege Pläne von Groß-Israel präsentiert - im Anschluss dann Essenslieferungen abfängt, über 80% zivile Quoten erreicht im Krieg, NGOs und neutralen Beobachtern den Zugang verwehrt, Journalisten tötet, Richter am Strafgerichtshof verfolgt, Europäischen Regierungen offen droht, diedas vorgehen kritisieren - dann sorry, dann entsteht einfach ein Bild wo jeder halbwegs objektive Mensch anfängt Fragen zu stellen.
bredulino schrieb:Wenn eine linke israelische Regierung in den Gaza-Streifen gegangen wäre, hätte es also weitaus weniger als 40% - 70% zivile Opfer gegeben, weil diese linke Regierung keine genozidalen Absichten hätte? "Genozidale Züge" impliziert mehrheitlich bewusst von Israel herbeigeführte Tote- und folglich den ungewöhnlichsten urbanen Krieg aller Zeiten, bei dem bei einer linken Regierung nur wenige Prozent auf urbane Kriegsführung und Hamas-taktik zurückgehen.
Eine linkere Regierung hätte wohlmöglich gerade rheotisch ganz andere Mittel gewählt und somit auch eine andere Glaubwürdigkeit gehabt. Wenn statt der Hamas plötzlich eine liberale, demokratische Partei im Gazastreifen regiert und sagt, dass man die Existenz Israels akzeptiert und einfach nur Frieden möchte würde man das wohl eher glauben als bei der Hamas, die offen ausspricht Israel ausrotten zu wollen.
Wieso soll das also andersherum anders sein?