sooma schrieb:Ah so, na klar, alle zu faul und zu bequem.
Kannste Dir nicht ausdenken.
Das ist natürlich sehr plakativ und etwas bissig sowie in allgemeiner Art geäußert und meint nicht "ALLE".
Aber es sind am Ende eben oft bewusste Entscheidungen weil Leute Wohlstand/Karriere/andere Aspekte in einer Gesellschaft bevorzugen, die nicht mehr akut auf Nachwuchszeugung angewiesen ist. Das Problem haben viele Industrienationen.
Denklogisch ist für mich, dass viele, die Zuwanderung möglicherweise an sich ablehnen oder gerne pauschal kritisieren jetzt eben auch keinen oder unterdurchschnittlichen Beitrag zur Nachwuchszeugung geleistet haben und/oder alternativ mit einer nicht nur alternden sondern auch schwindenden Bevölkerung leben müssten wenn sie gewisse abstrakte Risiken die durch Migration (alle möglichen Formen jener) an sich entstehen könnten, negieren oder vermeiden wollen.

Original anzeigen (1,2 MB)Quelle 1:
https://www.maps.com/european-fertility-rates-map-tracks-changes-from-1950-to-2025/bzw. wiederum basierend auf
Quelle 2:
https://population.un.org/dataportal/home?df=f031f8f8-880a-4456-909e-caa7cc46b10bAlso, was nun? Entweder mit einem gewissen Mindestmaß an Einwanderung leben um zu kompensieren oder (noch stärker/schneller) weiter altern und schrumpfen. Irgendwer muss halt auch die Renten mittragen und erwirtschaften, wenn die Alterspyramide immer mehr in ein Ungleichgewicht kippt oder die Gesellschaft in eine Gerontokratie abdriftet.
Ich habe nichts dagegen wenn man ein subjektives Empfinden hat, dass Einwanderung an sich (inkl. Asyl etc.) in einem Ungleichgewicht vorhanden sein könnte oder sagen wir mal nicht genug Menschen zu positiven Beitragszahlern werden und auf Dauer eher Haushalt, Gesellschaft oder innere Sicherheit belasten, weil man das teilweise je nach Datenlage subsumieren kann.
Ich will nur manche Illusion in Frage stellen, dass man es ohne oder mit ganz wenig Zuwanderung könnte ohne zugleich Wirtschaftskraft usw. zu verlieren. Oder man muss halt wieder mehr Kinder zeugen. Als Gesellschaft an sich. Im Schnitt. Kollektiv, wenn nicht immer individuell. Mehr als vorher. You get it.