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Und du hältst es für relevant, es hier zu posten.MayorQuimby schrieb:Die bayrische Polizei hält die Nennung der Nationalität von zwei Verdächtigen für relevant, T-Online nicht.
Da ausländische (v.a. muslimische) Tatverdächtige in der Berichterstattung deutlich überrepräsentiert sind im Vergleich zu deutschen Tatverdächtigen, kann es ja nun nicht so schlimm sein, wenn t-online mal "schludert".MayorQuimby schrieb:Die bayrische Polizei hält die Nennung der Nationalität von zwei Verdächtigen für relevant, T-Online nicht.
In der Berichterstattung über Gewalt im deutschen Fernsehen wird, sofern die Herkunft genannt wird, fast ausschließlich über ausländische Tatverdächtige berichtet. Das zeigt die Auswertung von Prof. Hestermann zu Sendungen von ARD, ZDF, RTL, Sat.1, ProSieben, Kabel Eins, Vox und RTL Zwei aus dem Frühjahr 2025. Jeder vierte Bericht über Gewaltdelikte im Inland verweist auf die Herkunft der Tatverdächtigen (25,4 Prozent). Wenn die Herkunft genannt wird, sind 94,6 Prozent der Tatverdächtigen nicht-deutsch.
In den reichweitenstarken überregionalen Tageszeitungen (Bild, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Welt und taz) wird die Herkunft häufiger als im Fernsehen genannt, in jedem dritten Bericht (33,0 Prozent). Bei den Zeitungsberichten mit Herkunftsnennung sind 90,8 Prozent der Tatverdächtigen nicht deutsch. Den höchsten Anteil erzielen die Welt und die taz – sie erwähnen im Untersuchungszeitraum ausschließlich nichtdeutsche Tatverdächtige. Bei der Süddeutschen Zeitung ist der Anteil ausländischer Tatverdächtiger mit 72,7 Prozent am geringsten.
Soweit die Herkunft genannt wird, stammen 70,3 Prozent (Fernsehen) bzw. 70,1 Prozent (Printmedien) der Tatverdächtigen aus mulimisch geprägten Ländern. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik ist der Anteil dieser Länder mit 15,8 Prozent deutlich geringer. Personen aus muslimisch geprägten Herkunftsländern sind somit in den Medien mehr als vierfach überrepräsentiert.Quelle: https://mediendienst-integration.de/news/auslaendische-tatverdaechtige-in-deutschen-leitmedien-ueberrepraesentiert
hier was dazu....MayorQuimby schrieb:Die bayrische Polizei hält die Nennung der Nationalität von zwei Verdächtigen für relevant
Nationalitätennennung durch die Polizei: „Redaktionen müssen weiterhin sorgfältig abwägen“Quelle: https://www.presserat.de/presse-nachrichten-details/nationalitaet-nennung-durch-die-polizei.html#:~:text=In%20Bayern%20soll%20die%20Polizei%20%E2%80%9Egrunds%C3%A4tzlich%20aktiv%E2%80%9C,Presserat%20nimmt%20das%20mit%20Sorge%20zur%20Kenntnis.
Mit Sorge nimmt der Deutsche Presserat die Anweisung des bayerischen Innenministeriums zur Kenntnis, wonach die Polizei vom 1. Oktober 2025 an die Nationalität von Tatverdächtigen und Opfern in ihrer Pressearbeit „grundsätzlich aktiv“ nennen soll. Diese Änderung markiert einen deutlichen Kurswechsel gegenüber der bisherigen, am Pressekodex orientierten Praxis.
„Eine routinemäßige Nennung der Nationalität birgt die Gefahr, Vorurteile gegen ganze Gruppen wegen des vermuteten oder erwiesenen Fehlverhaltens Einzelner zu entwickeln oder zu verstärken“, betont Manfred Protze, Sprecher des Deutschen Presserats. Die neue Linie der bayerischen Polizei ändert nichts an der Verantwortung der Redaktionen. „Redaktionen müssen weiterhin sorgfältig abwägen, ob es für die Nennung der Nationalität im konkreten Fall ein begründetes überwiegendes öffentliches Interesse gibt.“
Wieso die Tat überhaupt nennen? Ändert das was für die Opfer, die Täter?Tussinelda schrieb:ich sehe da keinen Sinn, die Herkunft zu nennen, ändert das irgendwas an der Tat? Ändert es was für das Opfer?
"An einem Tag beging an einem Ort eine Person an einer anderen Person eine Straftat. Die Polizei ermittelt nun."vincent schrieb:Wieso die Tat überhaupt nennen? Ändert das was für die Opfer, die Täter?
Hmm, eigentlich ist das eine berechtigte Frage.vincent schrieb:Wieso die Tat überhaupt nennen? Ändert das was für die Opfer, die Täter?
ist das nur bei uns in Deutschland so, oder in ganz Europa? Denn Schweden, Dänemark, Norwegen, NL usw. berichten letztlich auch häufig darüber. Dann wird da wahrscheinlich auch was dran sein?Dasdeeeeniz schrieb:Da ausländische (v.a. muslimische) Tatverdächtige in der Berichterstattung deutlich überrepräsentiert sind im Vergleich zu deutschen Tatverdächtigen, kann es ja nun nicht so schlimm sein, wenn t-online mal "schludert".
In der Berichterstattung über Gewalt im deutschen Fernseh ausschließlich über ausländische Tatverdächtige berichtet.
Natürlich ist die Presse frei – darum geht’s ja.ApexOne schrieb:Kurz anders:
Bei der Polizei ist Öffentlichkeitsarbeit Ermessenssache, sie nennt neutral alle bekannten Fakten zu dem Zeitpunkt, nicht weg, nichts dazu.
Ist die Presse frei? Ja? dann berichtet sie wie sie möchte.
Was ist Euer Problem?
Dass mehrere Länder ähnlich berichten, heißt nicht automatisch, dass es die Realität korrekt widerspiegelt.Socialme schrieb:ist das nur bei uns in Deutschland so, oder in ganz Europa? Denn Schweden, Dänemark, Norwegen, NL usw. berichten letztlich auch häufig darüber. Dann wird da wahrscheinlich auch was dran sein?
Diese Vorgabe kann ich in welchem Gesetz lesen?Dasdeeeeniz schrieb:Die Frage ist nicht, ob sie darf, sondern wie sie verantwortungsvoll berichtet.
Habe ich gesehen, und? So wie ich das verstanden habe korreliert es mit der PKS.Dasdeeeeniz schrieb:Es gibt ziemlich klare Studien (z. B. Hestermann), dass die Herkunft von Tatverdächtigen überproportional dann genannt wird, wenn sie nicht deutsch sind.
Also, in dem Beispiel hier, sehe ich im Bericht der Polizei und der Presse nur Tatsachen.Dasdeeeeniz schrieb:Deshalb ist es völlig legitim, im Einzelfall zu überlegen, ob die Information wirklich relevant ist – oder nur ein verzerrtes Bild verstärkt.
Ich sehe es anders, der Leser ordnet ein, deswegen sollte er soviel wissen wie möglich.Dasdeeeeniz schrieb:Polizei und Medien haben außerdem unterschiedliche Rollen: Die Polizei informiert operativ, Journalismus ordnet ein.
das besagt bei uns aber auch die Kriminalstatistik, dass bei bestimmten Delikten der Ausländeranteil überproportional hoch ist.Dasdeeeeniz schrieb:Dass mehrere Länder ähnlich berichten, heißt nicht automatisch, dass es die Realität korrekt widerspiegelt.
In keinem Gesetz – genauso wenig wie „ausgewogen berichten“ oder „nicht irreführen“ wörtlich im Gesetz steht.ApexOne schrieb:Diese Vorgabe kann ich in welchem Gesetz lesen?
Genau das ist der Punkt: Es geht nicht darum, dass es gar keinen Zusammenhang gibt. Sondern darum, dass die Berichterstattung deutlich darüber hinausgeht. Wenn in der PKS z. B. ~30 % nichtdeutsche Tatverdächtige stehen, aber bei Nennung der Herkunft in den Medien ~90 % nichtdeutsch sind, ist das keine einfache Abbildung mehr, sondern eine klare Übergewichtung.ApexOne schrieb:Habe ich gesehen, und? So wie ich das verstanden habe korreliert es mit der PKS.
Dass die einzelnen Angaben stimmen, bestreitet ja niemand. Der Punkt ist: Auch eine Auswahl aus richtigen Fakten kann ein verzerrtes Bild erzeugen – je nachdem, was man hervorhebt und was nicht. Genau das zeigen die Studien: Herkunft wird überproportional dann betont, wenn sie nicht deutsch ist.ApexOne schrieb:Also, in dem Beispiel hier, sehe ich im Bericht der Polizei und der Presse nur Tatsachen.
Wenn „alles nennen“ automatisch besser wäre, bräuchte man keinen Journalismus – dann würde eine Rohdatenbank reichen.ApexOne schrieb:Ich sehe es anders, der Leser ordnet ein, deswegen sollte er soviel wissen wie möglich.
„Überproportional“ in der Statistik ist nicht dasselbe wie „überrepräsentiert“ in den Medien – das wird hier gerade vermischt. Medien bilden das nicht einfach ab, sondern verstärken es zusätzlich – z. B. dadurch, dass Herkunft selektiv häufiger genannt wird. Genau das zeigen die Studien: aus „überproportional“ wird in der Wahrnehmung schnell „fast ausschließlich“.Socialme schrieb:das besagt bei uns aber auch die Kriminalstatistik, dass bei bestimmten Delikten der Ausländeranteil überproportional hoch ist.
Gut, also die Vorgabe "verantwortungsvoll" gibt es nicht...der Pressekodex ist nicht bindend.Dasdeeeeniz schrieb:In keinem Gesetz – genauso wenig wie „ausgewogen berichten“ oder „nicht irreführen“ wörtlich im Gesetz steht.
Dafür gibt es journalistische Standards wie den Pressekodex.
Verstehe ich nicht - auch wenn die Presse frei ist, kann sie nicht mehr berichten als was passiert ist (ich unterstelle sie erfindet mal nichts)Dasdeeeeniz schrieb:Genau das ist der Punkt: Es geht nicht darum, dass es gar keinen Zusammenhang gibt. Sondern darum, dass die Berichterstattung deutlich darüber hinausgeht.
Und, wie wurde jetzt die Herkunft dieser beider Tunesier hervorgehoben? Zitiere mal.Dasdeeeeniz schrieb:Auch eine Auswahl aus richtigen Fakten kann ein verzerrtes Bild erzeugen – je nachdem, was man hervorhebt und was nicht.
@DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:Dass die einzelnen Angaben stimmen, bestreitet ja niemand. Der Punkt ist: Auch eine Auswahl aus richtigen Fakten kann ein verzerrtes Bild erzeugen – je nachdem, was man hervorhebt und was nicht. Genau das zeigen die Studien: Herkunft wird überproportional dann betont, wenn sie nicht deutsch ist.
Genau deshalb spricht man von Verantwortung – weil sie über das hinausgeht, was man gerade noch darf.ApexOne schrieb:Gut, also die Vorgabe "verantwortungsvoll" gibt es nicht...der Pressekodex ist nicht bindend.
Doch, genau das passiert: Medien berichten ja nicht über alles, sondern wählen aus. Und wenn bestimmte Fälle häufiger ausgewählt oder bestimmte Infos (wie Herkunft) selektiv betont werden, entsteht ein verzerrtes Gesamtbild – obwohl jeder einzelne Bericht für sich genommen korrekt ist.ApexOne schrieb:Verstehe ich nicht - auch wenn die Presse frei ist, kann sie nicht mehr berichten als was passiert ist (ich unterstelle sie erfindet mal nichts)
Du suchst die Verzerrung im einzelnen Artikel – die Studien zeigen sie im Gesamtbild.ApexOne schrieb:Und, wie wurde jetzt die Herkunft dieser beider Tunesier hervorgehoben? Zitiere mal.
„Immer nennen“ löst das Problem nicht, weil die eigentliche Verzerrung an anderer Stelle entsteht – bei der Auswahl der Fälle und der Gewichtung. Medien berichten ja nicht über alle Straftaten, sondern über bestimmte. Und genau da entstehen die Unterschiede.sacredheart schrieb:Dann wäre es doch am Sinnvollsten, wenn man bei bestimmten Arten von Straftaten immer die Nationalität nennt. So kann doch nur ein korrektes Bid entstehen. Sinn hat das ja überwiegend bei Staftaten, die von grunsätzlich hohem Interesse wie Tötungsdelikten sind und bei Straftaten, die an zuvor unbekannten Personen verübt werden, also Straftaten im öffentlichen Raum.
Bei Steuerhinterziehung wäre es von vornehrein von geringem Interesse als Beispiel.
Man könnte auch daran denken, Vornamen zu veröffentlichen. Das wird nur ganz praktisch nicht gut sein, wenn zB ein Jorge Emanuel oder ein Wartfried aus einem Ort mit 1000 Einwohnern genannt wird und man direkt auf die Person schließen könnte.
@DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:Medien berichten ja nicht über alle Straftaten, sondern über bestimmte. Und genau da entstehen die Unterschiede.
Und selbst dann müsste doch mehrheitlich explizit von deutschen Starftätern berichtet werden. Aber das passiert ja nicht.Socialme schrieb:das besagt bei uns aber auch die Kriminalstatistik, dass bei bestimmten Delikten der Ausländeranteil überproportional hoch ist.