canisrex schrieb:Irrational, weil eben gerade die demographische Zusammensetzung und teilweise traumatische Gewalterfahrung der Flüchtlinge eine einfache Integration erschwert und demnach eine prozentual höhere Gefahr beinhaltet, straffällig zu werden oder sogar psychopathologische Gewalttaten (so nenne ich mal Anschläge aus religiösem Wahn) zu begehen.
@canisrex Der Satz beinhaltet ja eine Prämisse, auf der auch die Genfer Flüchltingskonvention beruht, nämlich dass die Menschen wirklich sämtlich Opfer sind. Damals war das durchaus verständlich, weil die meisten Menschen, die Asyl benötigten aus Deutschland bzw aus von Deutschland überfallenen europäischen Ländern kamen (unter dem Eindruck stand die Konvention), somit als Person erfasst waren, auch wenn es einige Kriegeverbrecher gab, die sich als Opfer zu gerieren versuchten, wenige mit Erfolg.
Bei den Menschen die zu uns kamen, wissen wir oft nicht mal die Staatsangehörigkeit. Wir wissen wenig, ob sie zu einer explizit verfolgten Gruppe gehörten oder individuell verfolgt waren oder im worst case Anhänger von Warlords oder Terroristen, bei denen es gerade mal nicht so läuft.
Opfern zu helfen erscheint durchaus erstrebenswert, jeden ggf lebenslang zu unterstützen, der behauptet Opfer zu sein, erscheint mir dagegen eher weniger schlau. Menschen, die ihre traumatischen Gewalterfahrungen überwiegend in der Rolle 'Täter' gemacht haben, will ich nicht helfen. Auseinanderhalten können wir sie oft kaum.
canisrex schrieb:Um hier meinen Bogen zum Eröffnungssatz zu schließen, möchte ich meine Meinung zu diesem Thema zum Ausdruck bringen: ich bin froh und stolz, dass der Kulturkreis aus dem ich stamme es weiterhin bevorzugt, Bedürftigen Hilfe und im worst case eine neue Heimat zu bieten im Sinne der christlichen Nächstenliebe (bin allerdings kein Christ) und die ebenso flüchtenden vermeintlich schlechten Menschen (die es nunmal überall gibt, man es ihnen aber nicht ansieht) und deren erwartbare Taten zu ertragen, bzw. bestmöglich darauf hin zu wirken, dass es eben nicht zu Straftaten kommt.
Eben da sehe ich wie oben beschrieben einen Knackpunkt in der Fernstenliebe. So richtig am nächsten waren die ja vorher nicht.
Und da schließt sich für mich der Kreis auch zu Gewalttaten. Jemand der hier gewalttätig wird kann damit vielleicht erlittene Gewalt kompensieren wollen, genausogut aber sein Verhalten von früher 1:1 forsetzen, was mri sogar wahrscheinlicher erscheint.