Voussoir schrieb:Jetzt sprichst du weiter von Flüchtlinge.....es ging gerade noch um die Kosten die durch Gewalttaten durch migrantischer Gruppen verursacht werden.
Das ist eben das Problem, das solche Statistiken wie oben keinerlei wirklichen Sinn ergeben. Dahinter scheint irgendwie die Logik zu stecken, dass man eine klare Abgrenzung vornehmen kann, wie abgelehnter Asylbewerber = Gewalttäter = wird durch Abschiebung weniger zur Gefahr.
Dass man abgelehnte Asylbewerber grundsätzlich abschieben sollte, insbesondere gewalttätige, ist konsensfähig, das scheitert aber i.d.R. aus praktischen Gründen oder aus juristischen (z.B. Menschrechtserwägungen, wenn in der Heimat Folter droht), nicht am fehlenden Willen.
Da diese Gruppe aber sehr klein ist, lässt sich der Anstieg bzw. die Korrelation nicht damit begründen.
Wir alle wissen, was die wahren Gründe sind: Es gibt zwar auf dem Papier die Korrelation, die dann von den Medien gerne ausgeschlachtet wird, aber die wahren "confounding factors" sind Geschlecht, Alter und u.a. auch die von dir erwähnten sozioökonomisichen Faktoren.
Voussoir schrieb:Aber Gewalt? Sinnlose, brutale, oft sexuelle oder gruppenweise Gewalt gegen die eigene Gesellschaft?
Ist die Gewalt denn weniger abzulehnen, wenn Deutsche (wie auch immer man die definiert) die Gewalt begehen? Diese richtet ja i.d.R. nicht gegen die eigene Gesellschaft, sondern gegen bestimmte Personen, mit denen ein Konflikt besteht.
In einem Punkt würde ich dir aber durchaus Recht geben: Gerade Flüchtlinge kommen häufiger aus Gesellschaften, in denen persönliche Ehre meist höher gewichtet wird - und hieraus mag sich ein gewisses Konfliktpotenzial ergeben, das dann vielleicht sogar zu einer Korrelation mit personalisierter Gewalt führt - aber das richtet sich dann zumindest nicht auf die hier ansässige Bevölkerung. Somit ist die Insinuation falsch, die Gewalt würde sich direkt oder indirekt gegen das aufnehmende Land richten.