@sacredheart Dass du Beispiele für Über- und Unterbetonung nennst, zeigt ja eigentlich genau das Problem: Die Darstellung ist nicht einheitlich, sondern schwankt je nach Medium und Kontext.
Genau deshalb kann man aus einzelnen Fällen schwer auf das Gesamtbild schließen – und genau deshalb schaut die Forschung auf viele Berichte gleichzeitig.
Und dort zeigt sich dann, wie sich diese unterschiedlichen Gewichtungen insgesamt auswirken.
Voussoir schrieb:Den Eindruck habe ich nicht, finde es auch gerade bei diesem Thema sogar ziemlich einfach mehrere Ebenen zu sehen als z.B. bei Gesundheitsthemen oder Religion usw. wo man wirklich überzeugt und dogmatisch argumentieren kann.
Kann sein, dass es grundsätzlich möglich ist, mehrere Ebenen zu sehen.
Mein Eindruck ist eher, dass in der konkreten Diskussion oft zwischen den Ebenen gesprungen wird – mal Statistik, mal Einzelfälle, mal Politik – und dadurch schnell aneinander vorbeigeredet wird.
Voussoir schrieb:Die Berichterstattung der Medien? Na was wäre dann die neue Qualität? Dass sie bei jeder Tat auch direkt daneben stellen, was die deutsch gelesenen Menschen hier so hierzulande treiben und das die auch gewalttätig sein können?
Nein, es geht nicht darum, bei jeder Tat „Gegenstatistiken“ daneben zu stellen.
Es geht darum, dass bestimmte Aspekte – wie Herkunft – nur dann hervorgehoben werden, wenn sie für das Verständnis wirklich relevant sind, und nicht selektiv häufiger in bestimmten Fällen.
stereotyp schrieb:Wer erinnert sich nicht an die schlimmen Messermorde der 90er…
Spontan erinnere ich mich an Marc Dutroux, brennende Flüchtlingsheime und die Baseballschlägerjahre und eine deutlich höhere Mordrate.