@Voussoir Diese Aussage von dir verstehe ich so, dass du schreibst, dass die Springerpresse aufschreibt, "was drinsteht". Während die anderen genannten (linken) Medien "Interpretationshilfe" geben (impliziert, dass die Interpretationshilfe nicht "drinsteht"):
Voussoir schrieb:Wie vorhersehbar: Die PKS ist jetzt plötzlich überall Thema. Konservative Verlagshäuser und die übliche Springerpresse lesen einfach die Rohdaten und schreiben auf, was drinsteht. Währenddessen liefern Tagesspiegel, TAZ & Co. die Intepretationshilfe gleich mit denn den Leser*INNEN ist ja nicht zumutbar, dass sie den einen oder anderen Fakt "missverstehen".
Außerdem bezog mich auf diesen Satz, den ich oben auch von - in den entscheidenden Auszügen - zitiert hatte:
Voussoir schrieb:Für ein TikTok Video, was aus dem Zusammenhang geschnitten wurde und zum hetzen gezeigt wird, ist eine Einordnung erforderlich. Eine Kriminalstatistik, die in entsprechenden Medien zum Tätigkeitsbericht degradiert wird und darauf aufbauend alle Zahlen irgendwie eingeordnet werden hat in meiner Auffassung nichts mit Neutralität, sondern mit Beeinflussung zu tun. Es funktioniert wie gesagt, nicht nur in eine Richtung.
Du verglichst die PKS mit einem Tiktok-Video. Bei dem Tiktok-Video sei in bestimmten Fällen "eine Einordnung erforderlich". Und zwar, wenn "was aus dem Zusammenang geschnitten wurde". Das heißt, wenn das Tiktok-Video diesen entscheidenden Zusammenhang selbst weglässt, dann sei eine extrene Einordnung durch Medien (die nicht in dem Tiktok-Video selbst erhalten ist), gerechtfertigt. Dies überträgst du jetzt auf die PKS, von der du behauptest, dass die "entsprechenden Medien" (und zwar nur diese, nicht die Springerpresse) diese "zum Tätigkeitsbericht degradieren", indem sie "darauf aubauend" - das heißt anhand von Informationen, die in der PKS so gar nicht stehen, sondern eine eigene interpretatorische Leistung durch die "entsprechenden Medien" darstellten, "eingeordnet" wird (= eine Interpretation mitgegeben, die in der PKS selbst so gar nicht zu finden ist). Besonders deutlich wird dies, indem du ergänzt, dass dadurch eine "Beeinflussung" vorgenommen wird, die "mit Neutralität nichts zu tun hat" (denn da die "entsprechenden Medien" schlicht nur das schreiben, was in der PKS tatsächlich auch drin steht, verhalten sie sich ja gerade neutral).
Daraus schließe ich sicher, dass du ursprünglich vermutet hattest, die Springerpresse würde nur das schreiben, was in der PKS auch drinsteht, und dass andere (linke) Medien darüber hinaus eine eigene Einordnung vorgenommen hätten, die in der PKS so nicht drinstünde.
Das Thema "sexualisierte Gewalt" bzw. "Vergewaltigungen" und die vermeintlichen "Relativierungen" hast du in den letzten Tagen quasi pausenlos angesprochen, daher habe ich dieses Beispiel gewählt.