behind_eyes schrieb:Wollten die auch den GFK auflösen und sind dann aus der EU geschmissen worden weil alle Verträge nicht mehr gültig waren?
Nein, so blöd waren die Briten bekanntlich nicht - aber einige hatten gehofft, dass das UK ein ähnlich starker Nettozahler ist wie Deutschland und dass daher bei der Drohung mit Austritt die EU ausschließlich im Bereich der Freizügigkeit ein wenig entgegegen käme.
Das Lustige ist, dass der EGMR überhaupt keine EU-Institution ist, dieser aber über die Menschenrechte wacht und die Briten immer noch Teil der Menschenrechtskonvention sind.
Voussoir schrieb:Falsche Versprechen...... Deutschland das Land in dem Milch und Honig fließen...... wer zur Hölle denkt immernoch, dass Menschen in 2026 sich nur aufgrund von Mundpropaganda auf den Weg nach Deutschland machen.
Habe ich nicht gesagt - die meisten suchen ernsthaft nach Asyl.
behind_eyes schrieb:Auch dafür dieselbe Antwort:
behind_eyes schrieb:Wenn man sicher sein kann, abgeschoben zu werden, kommt man nicht her. Jeder Asylberechtigte ist gerne willkommen.
Die Asylberechtigten haben meistens keinen Reisepass. Entweder fliehen sie vor Krieg, können dann keinen Pass mehr beantragen. Oder sie fliehen vor staatlicher Verfolgung. Wenn sie dann einen Pass beantragen würden, müssten sie sich bei der Behörde melden und somit ihre politisch motivierte Strafe antreten. Sie fliehen aber vor dieser Verfolgung.
Abschiebung setzt hingegen als Minimalkriterium voraus, dass die Herkunft bekannt ist. Wohin soll man sonst auch jemanden abschieben? Welches Land wäre unter diesen Bedingungen bereit aufzunehmen?
Also könnten sich gerade die Nichtasylberechtigten sicher sein, bleiben zu können, wenn sie ihre Herkunft nicht angeben. Wenn es dann noch nichtmal ein Verfahren gibt, in dem versucht wird, die Herkunft zu klären (aka Asylverfahren).
Das ist sowieso alles hypothetisch, da gegen Völkerrecht (wahrscheinlich sogar ius cogens, also nicht nur gegen GFK, EU usw.) verstoßend.
ApexOne schrieb:Natürlich, sonst bleibt aus deinen Argumenten nichts.
Was meinst du? Meinst du, dass der intenationale Zustand von Nordkorea für Deutschland erstrebenswert ist? Die wirtschaftliche Lage dort, spielt keine Rolle - und das nur weil man scheinbar etwas Steuergeld sparen kann, genau genommen im Promillebereich des Steuervolumens, das für Leistungen für unberechtige Asylbewerber draufgeht?
ApexOne schrieb:Ein Ausstieg aus der GFK und UN Verträgen beeinträchtigt gar nichts, es bleibt eher mehr Geld im Haushalt.
Aus der EU ist schon anders, aber wenn Deutschland sagen würde, wir ändern das, sonst zahlen wir nicht mehr, springen alle.
Völliger Unsinn. Über die Einhaltung des Völkerrechts und der Menschenrechte wacht gar nicht die EU, sondern die Richter am EGMR, welches kein EU-Institut ist, sondern bereits vor den Vorgängern der EU (der Montanunion) gegründet. Selbst wenn es EU-Institut wäre (ist es aber nicht), gilt die Gewaltenteilung, das heißt die Exekutive kann die Iudikative nicht beeinflussen.
Mit dem EU-Austritt fielen alle Verträge mit Drittstaaten weg, seien es Handelsverträge oder auch nur unterschwellige Kooperationsabkommen, z.B. die Möglichkeit, dass deutsche Flugzeuge in einem Drittstaat landen dürfen, Schiffe dort anlegen usw. Das müsste alles neu verhandelt werden. Ohne Akzeptanz der GFK und der UN-Grundrechte würden zumindest die wohlhabenden Länder Deutschland den Vogel zeigen. Wenn Deutschland gegen Menschenrechte, z.B. das Non-Refoulement, verstößt, wäre auch eine Sanktionierung auf der WTO-Ebene wahrscheinlich, wie es zuletzt Russland erfahren hat.
Wie würdest du die wirtschaftlichen Folgen für die deutsche Wirtschaft einschätzen, wenn Deutschland aus einer export- und importorientierten Wirtschaft auf Autarkie umstellen müsste? Russland kommt nur damit klar, weil es parallel eine Kriegswirtschaft betreibt - die Bevölkerung durch die Propaganda die Verarmung hinnimmt bzw. im Krieg verdienen kann, und Putin es in Absprache mit dem mächtigen Verbündeten China geschafft hat, eine Schattenflotte aufzubauen und Rohstoffe hat, die nicht nur von China dringend gebraucht werden.
ApexOne schrieb:Alle sagen die Wahrheit - anders kann man auf so eine Frage nicht antworten.
Wir hatten dazu mal eine Statistik. Falschangaben sind tatsächlich erstaunlich selten (ich glaube es waren weniger als 1%), und in diesem Fall kann der Asylstatus, sogar die Einbürgerung, wenn erfolgt, wieder entzogen werden.
ApexOne schrieb:Geht es um Schutz oder am meisten Geld rausschlagen?
Blöde Frage, wenn die Asylbewerber i.d.R. und im Idealfall Zugang zum Arbeitsmarkt wollen (was identisch ist mit der Möglichkeit auf Grundsicherung). Wer will schon den Rest seines Lebens lieber in einem Heim mit Sachleisungen verbringen?
ApexOne schrieb:Also, austreten - zumindest das Geld an die UN sparen wir uns, halte ich eh für einen korrupten Haufen.
Eine selten dämliche Vorstellung - man fasst sich an den Kopf.