@behind_eyes Du warst zwar nicht angesprochen mit
canisrex schrieb:Gib mal nen link außerhalb der Springerpresse.
und es handelt sich auch nicht um die BKA-Studie, aber gut, man nimmt, was man bekommt.
Wenn man die Zahlen zur Kenntnis nimmt, dann fällt mir auf, dass der hohe Flüchtlingszulauf (besonders aus Syrien) 2015 nicht zu einem sofortigen Anstieg islamismusaffiner Einstellungen geführt hat, sondern sich diese Rate erst ab etwa 2021 etwas erhöht hat.
Man kann also mitnichten von einem rein importierten Islamismus sprechen, viele radikalisieren sich erst hier. Und dagegen müssen Strategien entwickelt werden.
Erwartbar ist m.M. auch, dass vor allem junge Menschen, die nach Orientierung suchen, empfänglich für Extremismus sind:
Betrachtet man die latent islamismusaffinen Einstellungen, die über die Zeit einen klar steigenden Trend zeigen, finden sich mit Blick auf die Altersgruppen erneut bemerkenswert unterschiedliche Trends: Bei den 18- bis unter 40-Jährigen zeigt sich eine kontinuierliche Zunahme um + 10.3 Prozentpunkte (von 22.3 % im Jahr 2021 auf 33.6 % im Jahr 2025).
In der Altersgruppe der 40- bis unter 60-Jährigen ist die niedrigste Rate mit 17.2 % ebenfalls im Jahr 2021 zu finden. Nach einer starken Zunahme im Jahr 2022 (27.9 %) bleibt der Anteil latent islamismusaffin Eingestellter in dieser Altersgruppe aber mit kleinen Schwankungen relativ konstant und liegt im Jahr 2025 bei 26.4 %, also deutlich unter dem der jüngeren.
Bei den älteren Muslimen zeigt sich von 15.8 % im Jahr 2021 ein Anstieg auf 26.1 % bis zum Jahr 2023 sowie ein anschließenden deutlicher Rückgang um -16.3 Prozentpunkte auf 9.8 % im Jahr 2025. Damit ist auch hier festzu- halten, dass auffällige Zunahmen vor allem im jüngeren Alterssegment zu lokalisieren sind.
Um die Prozentzahlen mal einzuordnen, ein weiteres Zitat:
Deutlich höher – und im Vergleich zum letzten Jahr erneut gestiegen – ist der Anteil der Befragten, bei denen eine latente rechtsextreme Orientierung vorliegt, die insoweit also offen für rechtsextreme Ideologien sind. Diese Gruppe ist seit 2022 kontinuierlich angewachsen: von 21.2 % bis auf 29.6 % im Jahr 2025 (+ 8.4 Prozentpunkte).
Bevor also jemand "whataboutism" ruft: diese Zahlen zeigen, dass der prozentuale Anteil extremistischer Einstellungen bei Muslimen in etwa bei einer "normalen" Größe liegt.
Und nein - ich will nicht verharmlosen, mir liegt immer nur daran, Sachen zu verbessern, und dafür braucht es Fakten, die (die verlinkte Erhebung zeigt es ganz gut) nicht so einfach zu erheben und zu interpretieren sind.
Quelle:
https://www.jura.uni-hamburg.de/media/die-fakultaet/aktuelles/brettfeld-et-al-motra-monitor-2026.pdfAus meiner Sicht sind Streetworker, die die jeweilige "Klientel" bestens kennen, eine der besten Waffen gegen Extremismus.
Also Leute ohne Uniform, ohne irgendwelche vor sich hergetragene Doktortitel und Diplome, und die einfach da und ansprechbar sind.
Im besten Fall schaffen gute Streetworker es, als Vertrauensperson wahrgenommen zu werden und zu fungieren.
An dieser Stelle würde ich Money- und Manpower bestmöglich ausbauen - leider habe ich nix zu entscheiden.
Immerhin:
Fundamentale Gleichheitsrechte werden im Vergleich dazu ein wenig kontroverser gesehen. Die Gleichbehandlung von Männern und Frauen wird kaum infrage gestellt. Im Jahr 2025 stimmen 97.9 % dem zu. Auch eine Benachteiligung von Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe wird im Jahr 2025 von 94.7 % der Befragten abgelehnt.
Quelle: Quelle: s.o.
Es gibt auch gute Nachrichten aus dieser Erhebung.