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Migrantengewalt in Deutschland

64.860 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Gewalt, Probleme, Ausländer ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Migrantengewalt in Deutschland

um 10:47
Zitat von VerdutzterVerdutzter schrieb:Diese Rahmenbedingungen spielen vor Gericht eine erhebliche Rolle und werden bei der Strafzumessung, besonders bei der Frage nach einer eventuellen Aussetzung zur Bewährung, besonders berücksichtigt. Da wir hier die Insassen, also in Haft genommenen, im Verhältnis betrachten, sind diese Umstände bereits gemäß StGB berücksichtigt.
Bitte etwas konkreter.
Es geht hier um den Vergleich von inhaftierten Deutschen zu inhaftierten Ausländern.
Wenn du also die Inhaftierten in Relation zum Bevölkerungsanteil setzt, dann vergleichst du Gruppen unterschiedlicher soziodemografischer Zusammensetzung.
Ein einfaches Beispiel:
Alter und Geschlecht. Männer im jüngeren Alter werden überdurchschnittlich häufig straffällig, quer durch alle Ideologien, Kulturen und Länder. Bei Flüchtlingen ist diese Gruppe im Vergleich zum Bevölkerungsdurchschnitt überrepräsentiert. Das allein verfälscht schon die Zahlen beim Vergleich.
Zitat von VerdutzterVerdutzter schrieb:Des Weiteren zeigt die Statistik, wenn man sie tiefer nach Nationalitäten aufschlüsselt ebenfalls grosse Abweichungen, obwohl da ja die angesprochenen Rahmenbedingungen gleich sind.
Auch falsch.
Aus der Ukraine kommen z. B. viele Frauen und ältere Menschen, weil der Rest Kriegsdienst leistet.
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Dass einfach darauf zu schieben, dass Leute mit Migrationshintergrund nur deshalb häufiger angezeigt werden, weil sie Migrationshintergrund hätten, ist also eine etwas zu billige Aussage.
Gut, du hast Vermutungen und Meinungen.
Mehr aber auch nicht.
Oder hab ich da etwas Wesentliches überlesen?

Mein Beispiel pickt hier ja nur einen Punkt heraus, Kriminalität ist ja ein multikausaler Komplex.


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Migrantengewalt in Deutschland

um 10:53
Zitat von SocialmeSocialme schrieb:Es läge also an jungen Männern, das ist also legitim zu behaupten. Und das kann man eben genauso widerlegen, wie es zu der Behauptung kommt, es läge an Männern, oder eben jungen Männern.
Naja, „junge Männer sind häufiger an Kriminalität beteiligt“ ist jetzt keine bloße Behauptung, die irgendjemand mal aufgestellt hat, sondern ein seit Jahrzehnten und international gut belegter kriminologischer Befund. Natürlich kann man untersuchen, wie groß der Einfluss von Alter und Geschlecht auf die Unterschiede zwischen Bevölkerungsgruppen tatsächlich ist. Aber genau deshalb sind solche isolierten Zahlenvergleiche, wie der von dir verlinkte, eben ohne Einordnung nur begrenzt aussagekräftig.


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Migrantengewalt in Deutschland

um 10:57
Zitat von DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:Naja, „junge Männer sind häufiger an Kriminalität beteiligt“ ist jetzt keine bloße Behauptung, die irgendjemand mal aufgestellt hat, sondern ein seit Jahrzehnten und international gut belegter kriminologischer Befund. Natürlich kann man untersuchen, wie groß der Einfluss von Alter und Geschlecht auf die Unterschiede zwischen Bevölkerungsgruppen tatsächlich ist. Aber genau deshalb sind solche isolierten Zahlenvergleiche, wie der von dir verlinkte, eben ohne Einordnung nur begrenzt aussagekräftig.
ich streite es ja auch nicht ab, dass es so ist. Was belegt aber, wenn aus bestimmten Regionen sowohl Männer als auch Frauen überproportional in der Kriminalstatistik vertreten sind?


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Migrantengewalt in Deutschland

um 11:00
Zitat von SocialmeSocialme schrieb:Was belegt aber, wenn aus bestimmten Regionen sowohl Männer als auch Frauen überproportional in der Kriminalstatistik vertreten sind?
Ich mag da @Dasdeeeeniz nicht vorgreifen.
An dich die Frage: Was belegt es denn deiner Meinung nach?


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Migrantengewalt in Deutschland

um 11:02
Zitat von emanonemanon schrieb:An dich die Frage: Was belegt es denn deiner Meinung nach?
dass es nicht nur daran liegen kann, dass es nur an der überproportionalen Zahl der jungen Männer liegt, die es hierhin schaffen, sondern eben auch andere -Gründe, z. B. Prägung, Erziehung usw. haben kann?


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Migrantengewalt in Deutschland

um 11:07
Zitat von SocialmeSocialme schrieb:dass es nicht nur daran liegen kann, dass es nur an der überproportionalen Zahl der jungen Männer liegt, die es hierhin schaffen, sondern eben auch andere -Gründe, z. B. Prägung, Erziehung usw. haben kann?
Ja, das würde dann tatsächlich dafür sprechen, dass die Alters- und Geschlechtsstruktur nicht die vollständige Erklärung ist. Aber damit wissen wir eben noch nicht, woran der verbleibende Unterschied liegt. „Prägung, Erziehung usw.“ sind mögliche Erklärungen, aber genauso erst einmal Hypothesen, die man untersuchen müsste. Und genau deshalb halte ich solche isolierten Zahlenvergleiche wie den aus dem WELT-Beitrag für wenig hilfreich, wenn anschließend daraus gleich irgendwelche Erklärungen abgeleitet werden.


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Migrantengewalt in Deutschland

um 11:08
@Socialme
erstens:
Beitrag von behind_eyes (Seite 3.067)
hatten wir schon, zweitens:
Statistiken falsch verknüpft
Irreführende Berechnung zur Nationalität von Tatverdächtigen
Quelle: https://dpa-factchecking.com/germany/260512-99-401466/


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Migrantengewalt in Deutschland

um 11:09
Wenn man davon ausgeht, dass der überwiegende Teile aufgrund von Gewalterfahrungen, Krieg, Homosexualität u.a. flieht und nicht aus wirtschaftlichen Gründen, dann ist diesen Menschen doch bewusst, dass das, was in ihren eigenen Ländern passiert, falsch ist.


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Migrantengewalt in Deutschland

um 11:13
Zitat von SocialmeSocialme schrieb:dass es nicht nur daran liegen kann, dass es nur an der überproportionalen Zahl der jungen Männer liegt, die es hierhin schaffen, sondern eben auch andere -Gründe, z. B. Prägung, Erziehung usw. haben kann?
Prima. Wir sind also schon mal soweit einig, dass demografische Faktoren, neben weiteren, dafür verantwortlich sind die Zahlen zu verzerren.
In der deutschen Kriminalstatistik sind Ausländer im Vergleich zu ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung überdurchschnittlich häufig vertreten. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass es keinen direkten Zusammenhang zwischen der Staatsangehörigkeit und einer Kriminalitätsneigung gibt.
...
Auch die Kategorisierung von „nicht deutschen Tatverdächtigen“ ist irreführend, weil sie unterschiedliche Gruppen zusammenfasst – von Asylbewerbern bis zu Touristen. Die polizeiliche Kriminalstatistik unterscheidet hier einfach nur zwischen Menschen mit und ohne deutschem Pass. Deutsche werden aufgrund der Meldepflicht komplett erfasst, während es diese Meldepflicht bei Menschen ohne deutschen Pass oft nicht gibt. Das bedeutet, dass nicht alle Nichtdeutschen in den Statistiken auftauchen.
Und somit ist der Anteil von Nichtdeutschen an Straftaten statistisch höher, weil die Zahl der Menschen untererfasst wird.
...
Nichtdeutsche sind in der Statistik möglicherweise überrepräsentiert, weil sie häufiger polizeilich kontrolliert werden. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass sie auch tatsächlich mehr Straftaten begehen, sondern dass ihre Taten eher entdeckt und erfasst werden.
...
Laut BKA zeigen außerdem Forschungsbefunde, dass Straftaten, bei denen „migrantisch“ oder „fremd“ wahrgenommene Menschen beteiligt sind, vermehrt zur Anzeige gebracht werden. Auch das kann zu einer verzerrten Darstellung in der Kriminalitätsstatistik führen.
...
Aus kriminalpolitischer Sicht entscheidend sei aber, dass es keinen direkten Zusammenhang zwischen Staatsangehörigkeit und Kriminalitätsneigung gebe, betont Jurist Buermeyer: „Die Frage, ob jemand Deutscher oder Nichtdeutscher ist, hat als solches keinen Einfluss darauf, ob diese Person möglicherweise Straftaten begehen wird.“
...
Bildungsgrad, Einkommen, psychische Belastung, Gewalterfahrungen in der Kindheit und ortsspezifische Faktoren, etwa ihre Konzentration in Ballungsräumen mit hoher Kriminalitätsdichte spielen dagegen eine entscheidende Rolle.** Wer in schwierigen sozialen Verhältnissen lebt, hat ein höheres Risiko, straffällig zu werden – das gilt für Deutsche genauso wie für Nichtdeutsche. Junge Männer sind zudem unabhängig von ihrer Herkunft überproportional häufig an Gewaltverbrechen beteiligt.
Mehr unter: https://www.deutschlandfunk.de/kriminalitaet-polizei-kriminalstatistik-auslaender-100.html

Die Frage ist doch: Was bleibt an Überrepräsentation übrig, wenn man mal die verzerrenden Faktoren rausrechnet.
Ich wage zu behaupten, erheblich geringere Unterschiede.


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