Der von emanon angeführte Herr Singelstein kommt ja irgendwie zum selben Schluß.
Ich danke Dir für das Zitat aus seiner Arbeit in dem er die hier oft angeführte Schwäche der Kriminalstatistik darlegt. Gerade deshalb halte ich die Zahlen über verurteilte Täter für zum Thema aussagekräftiger. Ebenso die weiteren Gründe relativieren sich ja, es sei denn man wolle unseren Gerichten ebenfalls diese !bestimmten Phänomene" unterstellen.
Als sogenannte Ausgangsstatistik – die nur die Zahl der Tatverdächtigen, nicht aber etwa die von rechtskräftig verurteilten Menschen wiedergibt – ist der Aussagegehalt der PKS fraglich. Bestimmte Phänomene wie Racial- und Ethnic-Profiling oder die erhöhte Anzeigebereitschaft bei nicht-deutschen Tatverdächtigen (Singelnstein/Kunz 2021: 448, 451; Walburg 2014: 53) haben einen starken Einfluss auf die Zahlen und verzerren die Statistik.
So gesehen sind wir sogar einer Meinung