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Ist Antisemitismus wieder "in"?

4.523 Beiträge, Schlüsselwörter: Islam, Judentum, Antisemitismus, Neonazis, Kärnten

Ist Antisemitismus wieder "in"?

03.08.2020 um 00:02
Das ist jetzt der letzte Schuss vor den Bug: Die Unterstellungen und der permanente Userbezug enden hier jetzt, sonst geht's beim nächsten Mal unvermittelt in die Pause.


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Ist Antisemitismus wieder "in"?

03.08.2020 um 10:58
Fierna
schrieb:
Antisemiten, das sind alles Nazis, man selbst ist ja kein Nazi und sagt auch regelmäßig, dass Nazis doof sind
Das mag denken wer will, ich nicht!
Fierna
schrieb:
Ein guter Antisemitismus-Beauftragter soll bitte nur auf Nazis hinweisen und nicht auf irgendwen sonst, denn das stört das ganze "Sich selbst Amnestie erteilen"
Das mag Denken wer will, ich nicht!
eckhart
schrieb:
Woher die Wut gegen Felix Klein? Seit er die Aufmerksamkeit auf die antisemitischen Aktivitäten und Äußerungen des Kameruner Philosophen Achille Mbembe gelenkt hat, ist der Antisemitismusbeauftragte Zielscheibe ständiger Angriffe vor allem von links. Mbembe war – und bleibt – nämlich ein Darling des Establishments, der gerade in Deutschland mit Preisen überhäuft wurde, dessen Arbeiten Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) als "Perspektive für die Zukunft" lobte und den die Staatsministerin für auswärtige Kulturpolitik Michelle Müntefering (SPD) überschwänglich als "Lichtmacher aus Afrika" bezeichnete.

Anscheinend hatte vor Klein niemand so genau beim Lichtmacher hingeschaut. Mbembe, der von erzkonservativen katholischen Missionaren erzogen wurde und sich vor allem auf den reaktionären deutschen Staatsrechtler Carl Schmitt bezieht, leugnet den Wesensunterschied zwischen Diktatur und Demokratie.
Quelle:https://www.zeit.de/politik/deutschland/2020-07/antisemitismus-offener-brief-achille-mbembe-felix-klein-debatte/komplettansicht
Was gibts an der Positionierung Felix Kleins auszusetzen?
Argumente?
eckhart
schrieb am 02.10.2013:

Andererseits gibt es tatsächlich ein geschichtliches Problem:
In der DDR wurde im Unterricht über die Geschichte des Nationalsozialismus vor allem die Rolle des Widerstandskampfes gegen das Naziregime behandelt.
Der Holocaust spielte eine eher untergeordnete Rolle.
Der Rassismus der Geschichte wurde weitgehend unter den Teppich gekehrt, so wucherte er latent weiter.
In den Jahren um 1960 herum lehrten noch viele ehemalige Nazis an den Schulen.
Das habe ich selbst erlebt.
Dass das Erscheinugsbild der DDR bei Festlichkeiten dem Erscheinungsbild des Dritten Reiches glich, erwähnte ich schon mehrfach.
Es wurde viel von Waffenbrüderlichkeit und sozialistischer Arbeitsteilung geblubbert,
Im Alltag dagegen wurden rumänische Kleintransporter-Monteure, ungarische Bus-Produzenten und tschechische Strapenbahnbauer als unfähige Ziegenhirten tituliert.
Die sogenannte "Qualität" dieser Produkte schien den Vorurteilen noch Recht zu geben.
Aber insgesamt drückte die realsozialistische Diktatur ihren Deckel fest drauf.
Zum offenen Ausbruch des Latenten Rassismus kam es nach der Wende.
Rostock Lichtenhagen steht dafür.

Antisemitismus ist das falsche Wort dafür, denn es ging in erster Linie gegenerell darum, nach unten zu treten und Sündenböcke verantwortlich zu machen.

Und das steckte auch in vielen alten Genossen drin.
Doch wo sind die alten Genossen und Mitglieder der SED-Nachfolgeorganisation FDJ jetzt ?
Bei den Linken ?
Wohl kaum !
Suchen muss man sie eher in der CDU !
Quelle: Diskussion: DIE LINKE - Alternative oder weitere Laberpartei? (Beitrag von eckhart)
Zum latent wuchernden Antisemitismus in der DDR kam auch noch der von der SED kultivierte Hass dazu:
Diskussion: Rechtsextremismus - Ernst der Lage so hoch wie nie (Beitrag von eckhart)
Ja! Hass!
Würde die Linke heute damit konfrontiert, würde sie sehr einsilbig werden, dann daher rührt noch mancher heutige sprachliche "Ausrutscher"!
Und die Schwierigkeiten der Linken und fortschrittlichen überhaupt, darüber zu sprechen,
schaffen eine unüberbrückbare Distanz zwischen mir und denen.
Es wäre geboten gewesen, dass sich die Haltung der
DDR zum Staat Israel durch eine besondere Sensibilität
ausgezeichnet hätte. Denn viele Überlebende des Holocausts verbanden mit der DDR eine neue Hoffnung.
Aber die DDR-Führung brachte nur ein mangelndes
Verständnis für die Sicherheitsinteressen Israels auf und
betrachtete ebenso mangelhaft die aus der ewigen Mahnung der Shoa erwachsende spezifische deutsche Verantwortung gegenüber den Jüdinnen und Juden als singuläres Ereignis.
Indem sich die DDR als genuin antifaschistisch und
als Nicht-Nachfolgestatt des „Dritten Reiches“ definierte, leitete sie daraus in fatalem Automatismus für sich
ab, weder Schuld, noch Verantwortung für die durch
Deutschland begangenen Verbrechen der NS-Herrschaft
gegenüber den Jüdinnen und Juden und dem Staat Israel übernehmen zu müssen.
Wenngleich es anfänglich Annäherungen zwischen
der jungen DDR und Israel gab, kam es zu keiner Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Zudem war die
DDR in die Außenpolitik der Sowjetunion eingebunden,
die nach 1948, als sie noch wesentlich zur Existenz Israels beitrug, ihre Haltung zu Israel veränderte.
Quelle: https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Standpunkte/Standpunkte_0809.pdf
Ein spätes Schuldeingeständnis.
Es lässt mich zutiefst unbefriedigt zurück.
Gysis Gerede hin und her.
Davon bleibt in meinem Hirn nichts hängen.

Geboten ist seit dem Kriegsende allen Deutschen, die Juden um Vergebung zu bitten!
Das ist versäumt worden.
Dafür gibts keine Entschuldigung!


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Ist Antisemitismus wieder "in"?

10.08.2020 um 12:15
Diskussion: Linksextremismus - die vergessene Gefahr (Beitrag von groucho)

Ich verlege das mal hierher, da im Linksextremismus-Thread aufgrund nicht vorhandener Drohungen ja überhaupt keine Themenbezug mehr gegeben ist.
groucho
schrieb:
Wie ich bereits anmerkte, sind Formulierungen in Bezug auf Juden wie "unantastbar" oder "heilige Kühe" nur Demagogie von ziemlich weit rechts.

Allein diese beiden Formulierungen sollten schon alle Alarmglocken schrillen lassen.
Nö, das ist ein allseits beliebter Topos ganz unabhängig des politischen Spektrums.

Man sah das ja erst vor ein paar Wochen an der Debatte bzgl Wolfgang Benz
Ein neuer Sammelband verharmlost den zeitgenössischen Antisemitismus und macht sich auf die Suche nach einer Lobby, die die Meinungsfreiheit untergrabe.

Der Vorwurf des Antisemitismus kann, wie jede Anschuldigung, als politisches Mittel missbraucht werden. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Behauptung, Juden würden immerzu die „Auschwitzkeule“ (Martin Walser) schwingen, um ihre finsteren Interessen durchzusetzen und das friedliche Zusammenleben zu stören, bereits Bestandteil des antisemitischen Syndroms ist.

Die Warnungen vor einer angeblich übermächtigen „Holocaust-Industrie“ oder einer „Israel-Lobby“ sind im politischen Diskurs seit langem allgegenwärtig. Wenn nun eine Gruppe von Wissenschaftlern und Journalisten unter der Federführung des Historikers Wolfgang Benz in einem bereits jetzt vom Feuilleton gefeierten neuen Sammelband mit dem Titel „Streitfall Antisemitismus“ darangeht, nicht die grassierende Judenfeindschaft, sondern den Antisemitismusvorwurf zum eigentlichen Problem zu erklären, ist somit zumindest Vorsicht geboten.

Kein Antisemitismus, nirgends …

Schon das Vorwort gibt den Ton vor: Die „nörgelnden Kritiker“ des Antisemitismus seien „kleingeistig“ und strotzten vor „Eifer“ und „Impertinenz“. Mit geradezu fanatischer Leidenschaft stürzten sich ungenannte „Aktivisten“ auf das „Aufspüren, Brandmarken, Verfolgen und Unschädlichmachen von Antisemitismus und Antisemiten“.

Fast gewinnt man den Eindruck, als würden in Deutschland tagtäglich Antisemiten hingerichtet, dabei sind es doch umgekehrt die Judenfeinde, die aufspüren, brandmarken, verfolgen und – das ideologische Wort „unschädlichmachen“ sollte man nicht reproduzieren – morden.

Bei so viel Schaum vor dem Mund nimmt es nicht wunder, dass der real existierende Antisemitismus – wenn er nicht gerade von Neonazis mit Hitlergruß und Hakenkreuzfahne ausgeübt wird – in dem Band systematisch bagatellisiert wird.

Der „israelbezogene Antisemitismus“, heißt es, sei lediglich ein „Nebenschauplatz der Judenfeindschaft“, die Organisation BDS sei folglich „ihrer Intention nach nicht judenfeindlich“ und bedrohe auch das Existenzrecht Israels nicht. Ein Autor erklärt mit reichlich argumentativem Aufwand eine israelfeindliche Hetzkarikatur für unbedenklich (Zitat: „Netanjahu besitzt nun einmal eine große Nase und abstehende Ohren“) und eine Autorin beklagt allen Ernstes, dass „selbst Schüler, die auf dem Schulhof ihre Mitschüler mit ‚Du Jude‘ beschimpfen, als Antisemiten tituliert werden“.

Wie, fragt man sich, soll denn ein solches Verhalten sonst bezeichnet werden? „Das Schimpfwort ‚Du Jude‘ kann, muss aber keine antisemitische Konnotation haben“, lässt uns die Autorin wissen. Das wird jüdische Schüler, die auf dem Schulhof angefeindet werden, sicher beruhigen.
[...]
https://www.mena-watch.com/wolfgang-benz-vorsicht-antisemitismusvorwurf/

Dass Wolfgang Benz Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin war und es sich dort bei der angesprochenen "Autorin", die die Beleidigung "Du Jude" quasi verteidigt, um Juliane Wetzel handelt, die ebenfalls Mitarbeiterin eben jenes Zentrums für Antisemitismusforschung ist, ist eigentlich nur die Kerze auf der Torte.


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10.08.2020 um 14:37
Zum Fall Lisa Eckhart die Jüdische Allgemeine vom 14.5.2020
von Gerhard Haase-Hindenberg;

Ganz andere Tonart wie die der heutigen Kritiker - sehr versöhnlich - warum?

Bitte mal ganz lesen, ist nur ein kurzer Artikel:
Gedanken zum Antisemitismusvorwurf gegen die Kabarettistin Lisa Eckhart
Quelle:
https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/raetselhafte-femme-fatale/?amp&__twitter_impression=true&fbclid=IwAR3aRru9rQv...


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Ist Antisemitismus wieder "in"?

10.08.2020 um 15:47
Fierna
schrieb:
Nö, das ist ein allseits beliebter Topos ganz unabhängig des politischen Spektrums.
Ja?

Vielleicht hast du ja recht, dann belege das bitte.
Was du da zitiert hast, ist kein Beleg dafür.
Ich jedenfalls habe solche Sachen (unantastbar, heilige Kuh)bislang nur von rechter (oder ganz rechter) Seite gehört.
weißichnixvon
schrieb:
Ganz andere Tonart wie die der heutigen Kritiker - sehr versöhnlich - warum?
Ja, das frage ich mich - nach der Lektüre - auch.

Offenbar mag hier niemand eigene Gedanken formulieren.
Gut, ich kann auch andere zitieren (zumal ich meine eigenen Gedanken ja in dem anderen Thread schon formuliert habe).
Remko Leemhuis, Direktor des American Jewish Committee (AJC) Berlin, betont: »Die Stellungnahme des WDR zu den Aussagen von Lisa Eckhart sind recht eigenwillig. Wo der WDR offenbar eine kluge und feinsinnige kabarettistische Auseinandersetzung mit möglichen und tatsächlichen Verfehlungen von Juden sieht, kann ich nichts anderes als die Reproduktion primitivster antisemitischer Stereotype erkennen.«
Oder
»Die Freiheit der Kunst und Meinungsfreiheit rechtfertigen keine Gewissenslosigkeit. Ob getanzt, gesungen oder parodiert, die Verbreitung judenfeindlicher Stereotype ist und bleibt Antisemitismus. Deswegen fordere ich, dass das Video aus der Mediathek genommen wird«, sagte Becker, der zugleich Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) ist, der Jüdischen Allgemeinen.
usw.

Quelle: https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/judenhass-im-deckmantel-der-satire/


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10.08.2020 um 15:57
groucho
schrieb:
Offenbar mag hier niemand eigene Gedanken formulieren.
Hab ich zwar schon im anderen Fred gemacht, aber ich mag es wirklich nicht mehr. Warum ist klar. Sofort war ich Antisemit. So schnell guckst du gar nicht, völlig gleich auch was deine Intention ist, was der Hintergrund oder wie das Argument aussieht.

Ok, wir haben also jetzt einpaar Expreten zum Thema reden lassen, und die sind sich nicht einig.

Gibt es da noch was zu sagen?


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10.08.2020 um 16:06
weißichnixvon
schrieb:
Hab ich zwar schon im anderen Fred gemacht, aber ich mag es wirklich nicht mehr. Warum ist klar. Sofort war ich Antisemit.
Komisch, das habe ich gar nicht mitbekommen, obwohl ich da ja die Diskussion angefangen habe.
Kannst du das bitte verlinken?
weißichnixvon
schrieb:
Ok, wir haben also jetzt einpaar Expreten zum Thema reden lassen, und die sind sich nicht einig.

Gibt es da noch was zu sagen?
Zum Beispiel was sind denn in diesem Fall "Experten"?


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10.08.2020 um 16:08
@groucho
Sorry, ich steige an der Stelle aus der Diskussion aus. Auf sowas stehe ich nicht.


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10.08.2020 um 17:26
weißichnixvon
schrieb:
Sorry, ich steige an der Stelle aus der Diskussion aus. Auf sowas stehe ich nicht.
Du magst keine Fragen beantworten?
Ja,dann solltest du wirklich aussteigen.


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Ist Antisemitismus wieder "in"?

10.08.2020 um 17:46
groucho
schrieb:
Vielleicht hast du ja recht, dann belege das bitte.
Was du da zitiert hast, ist kein Beleg dafür.
Also wenn du nicht erkennen kannst, dass das
groucho
schrieb:
(unantastbar, heilige Kuh)
und das
Schon das Vorwort gibt den Ton vor: Die „nörgelnden Kritiker“ des Antisemitismus seien „kleingeistig“ und strotzten vor „Eifer“ und „Impertinenz“. Mit geradezu fanatischer Leidenschaft stürzten sich ungenannte „Aktivisten“ auf das „Aufspüren, Brandmarken, Verfolgen und Unschädlichmachen von Antisemitismus und Antisemiten“.
ein exakt identischer Gedankengang ist, dann kann ich dir beileibe auch nicht weiterhelfen. Dann gibt es das eben nur rechts und rechtsaußen.
Zu irgendeiner Glaubwürdigkeit der Kritik trägt das allerdings nicht bei.


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Ist Antisemitismus wieder "in"?

10.08.2020 um 17:50
Fierna
schrieb:
ein exakt identischer Gedankengang ist, dann kann ich dir beileibe auch nicht weiterhelfen
:D Den move muss ich mir merken.

Etwas "belegen", was kein Beleg ist und dann sagen "Wenn du das nicht verstehst, kann ich dir auch nicht helfen"

Vielen Dank fürs Mitspielen
Fierna
schrieb:
Dann gibt es das eben nur rechts und rechtsaußen.
Ja, die Wörter "unantastbar" und "heilige Kuh" habe ich tatsächlich bislang nur von rechts vernommen.
Dass es links auch Antisemiten gibt, habe ich im Übrigen nie bestritten.


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10.08.2020 um 18:03
groucho
schrieb:
Den move muss ich mir merken.
Das ist nicht mein Move sondern deiner.

Sich jetzt wortklauberisch auf die exakten Begriffe zurückzuziehen und den Kontext völlig zu ignorieren und sich dann vorzubeten, wie recht man habe, ist halt eine riesengroße Albernheit.

Weißt du was? Ich habe den Begriff "heilige Kuh" bis jetzt nur von Lisa Eckhart gehört. Also belege, dass rechts und rechtsaußen das auch alle genau mit diesem Begriff sagen!

Ist das nun lächerlich? Aber hallo


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Ist Antisemitismus wieder "in"?

10.08.2020 um 18:36
Fierna
schrieb:
Sich jetzt wortklauberisch auf die exakten Begriffe zurückzuziehen
Darauf ziehe ich mich nicht zurück, das ist meine Ausgangsposition.
Fierna
schrieb:
Also belege, dass rechts und rechtsaußen das auch alle genau mit diesem Begriff sagen!
Auch das habe ich so nicht gesagt.
Abgesehen davon: Auch so wie ich es gesagt habe, könnte ich es nicht belegen, da ich das tatsächlich bisher nur verbal vernommen habe.

Können wir uns denn darauf einigen, dass bei den Begriffen "unantastbar" und "heilige Kuh" in Bezug auf Juden, die Alarmglocken schrillen sollten, weil dann in der Regel Antisemitisches folgt?
(Egal ob von rechts oder links)


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10.08.2020 um 18:48
Ich habe das mal hierhin kopiert, da dieser Thread besser passt
Narrenschiffer
schrieb:
Dann öffnen sich die Interpretationsfelder. Für mich liegt die Stoßrichtung gegen verallgemeinernde, klischeehafte Gruppenzuschreibungen. Stilmittel: Satirische Übertreibung.
mir eröffnen sich diese Interpretationsfelder durch den zitierten Satz nicht.
Wenn die Unantastbaren andere antasten, ist das der feuchte Albtraum der politischen Korrektheit.
Ich sehe da nur Antisemitismus (die Unantastbaren) plus Häme gegenüber der pc.

Wenn sich über pc lustig gemacht wird, sind das in der Regel Rassisten (Sexisten, Antisemiten) oder wenigstens Menschen, die sich damit nicht auseinander setzen wollen.

Wo also wird hier der Antisemit vorgeführt?


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Ist Antisemitismus wieder "in"?

10.08.2020 um 18:56
groucho
schrieb:
Wo also wird hier der Antisemit vorgeführt?
Ich sehe hier nicht die Stoßrichtung gegen Antisemitismus per se, sondern gegen eine Gruppenzuschreibung, das kann auch der von Ernst Boch so benannte "fruchtige Philosemitismus" sein. Oder, wie ich es früher genannt haben, gegen einen versteckten Alltagsantisemitismus (oder systemischen Antisemitismus?), der das Klischee "Geldjude" nicht mehr nutzen kann, aber sich jetzt (so postuliert oder unterstellt Eckhart) erhaben fühlen kann.
groucho
schrieb:
Ich sehe da nur Antisemitismus
Das ist dein gutes Recht, und genau das ist auch die Diskussion, die ja nicht nur hier geführt wird, ob dem so ist. Ich sehe es nicht, sondern eine Auslotung an den Grenzen des Sagbaren, andere sehen es so wie du.


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10.08.2020 um 20:10
Narrenschiffer
schrieb:
Ich sehe es nicht, sondern eine Auslotung an den Grenzen des Sagbaren, andere sehen es so wie du.
:D Da sehe ich keinen Unterschied.

Auszuloten wie weit man mit Antisemitismus gehen kann, widerspricht doch meiner Sichtweise nicht, sondern bestätigt sie


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Ist Antisemitismus wieder "in"?

10.08.2020 um 21:32
Lisa Eckhart über ihre extravaganten Outfits | Willkommen Österreich

Ab 03:20 wird es interessant

Das ganze soll nicht lustig sein, nur manchmal bringt man Menschen vielleicht zum Nachdenken wenn man ihnen den Spiegel vorhält


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10.08.2020 um 22:12
abberline
schrieb:
Das ganze soll nicht lustig sein, nur manchmal bringt man Menschen vielleicht zum Nachdenken wenn man ihnen den Spiegel vorhält
Das heißt, sie spielt eine Antisemitin, weil sie ihr Publikum für antisemitisch hält?

Ja, das hört sich logisch und sinnvoll an......


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11.08.2020 um 02:25
EinElch
schrieb am 02.08.2020:
Und ein säkularisierter Jude kann keine politisch konservativ bis nationalistische Einstellung haben?
Kommen Juden alle aus der Konserve, oder haben die genauso eigene Persönlichkeiten wie Christen?
Das beste Beispiel hierzu ist die Regierung Israels der man auch mit viel Phantasie nicht "vorwerfen" kann besonders links zu sein.


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11.08.2020 um 08:44
abberline
schrieb:
manchmal bringt man Menschen vielleicht zum Nachdenken wenn man ihnen den Spiegel vorhält
Aber beim Oma Lied völlig ausrasten.
Verkehrte Welt.


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