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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

20.263 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.08.2026 um 16:55
Youtube: Pro-Milliardär-Propaganda wird langsam seltsam
Pro-Milliardär-Propaganda wird langsam seltsam
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Milliardäre zu verteidigen, weil sie erfolgreich sind und man Reichtum oft mit Intelligenz gleichsetzt, scheint es von Rechts-Konservativ bis weit übern Rand zu Rechts-Verschwurbelt ein sehr, sehr starkes Bedürfnis zu bestehen virtuell die Schuhe putzen zu dürfen.

Wäre man gerne wie Sie, weil neben den perversen Reichtum (für den man sich schämen sollte) intelligent & "gut" erscheinen würde?

Kauf dir deine Podcast-Scheihälse und warte einfach ab, wie es auf die Gesellschaft abfärbt.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

30.08.2026 um 09:53
@Betonschwein

Danke für's Teilen!
Zitat von BetonschweinBetonschwein schrieb:Milliardäre zu verteidigen, weil sie erfolgreich sind und man Reichtum oft mit Intelligenz gleichsetzt, scheint es von Rechts-Konservativ bis weit übern Rand zu Rechts-Verschwurbelt ein sehr, sehr starkes Bedürfnis zu bestehen virtuell die Schuhe putzen zu dürfen.
Jap, der "Mythos Meritokratie" lebt. Nur hat Erben statt Leistung nix damit zu tun. Das "vergessen" solche Fans gerne. Der Großteil des extremen Reichtums in Deutschland wird inzwischen nämlich nicht mehr hart erarbeitet, sondern vererbt. Das hat nix mit Leistung oder Intelligenz zu tun, sondern mit der richtigen Geburtsurkunde.
Zitat von BetonschweinBetonschwein schrieb:Wäre man gerne wie Sie, weil neben den perversen Reichtum (für den man sich schämen sollte) intelligent & "gut" erscheinen würde?
Die echten Leistungsträger unserer Gesellschaft (bspw. Pflegekräfte, Handwerker, Erzieherinnen) zahlen prozentual mehr Steuern auf ihr Einkommen als Multimilliardäre auf ihre Kapitalerträge. Das ist keine Leistungsgesellschaft, das ist ein Systemfehler. Und dass sich ÜBERreiche über Stiftungen, Lobbyismus und gekaufte Medien (oder eben die besagten Podcast-Schreihälse) ihren politischen Einfluss sichern, gefährdet am Ende unsere Demokratie.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

30.08.2026 um 12:54
@mitH2CO3
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ja, ein Systemwandel kommt eher nicht so schnell. Bis dahin leben wir in diesem System und sollten es so sozial und ökologisch wie möglich gestalten.
Richtig ist, dass wir im Kapitalismus leben. Falsch ist, dass es eine Frage des "Gestaltens" ist, ihn sozial und ökologisch zu machen....

Der Kapitalismus ist keine gestaltbare Hülle, die man mit gutem Willen füllen kann. Das ist 'n System, das seinem eigenen Gesetz folgt, nämlich der Verwertung des Kapitals....

Alle sogenannten sozialen und ökologischen Reformen bleiben diesem Gesetz untergeordnet. Sie sind nicht dazu da, das System zu zähmen, sondern es am Laufen zu halten...
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Eine reformierte Erbschaftssteuer ist ein Werkzeug der sozialen Marktwirtschaft, um genau die Vermögenskonzentration zu bremsen.
Die "soziale Marktwirtschaft" ist kein Gegengewicht zum Kapitalismus, sondern seine spezifisch deutsche Spielart...

Die Erbschaftssteuer ist kein Werkzeug, um Vermögenskonzentration zu bremsen, sondern ein Werkzeug, um sie zu verwalten...

Der Staat besteuert nicht das Kapital, weil er es schützen muss....er besteuert die Arbeit, weil sie die Grundlage des Systems ist. Daran ändert auch die schönste Reform nichts...
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wer die Verhältnisse ändern will, sollte ab besten mit den Hebeln ansetzen, die wir jetzt in der Hand haben, oder nicht?
Die "Hebel", die wir da so in der Hand haben, sind genau die, die das System am Laufen halten.... Sie sind nicht dazu da, es zu überwinden, sondern es zu reproduzieren....

Wer die Verhältnisse ändern will, muss die Hebel zerbrechen, nicht sie benutzen...

Eine Reform der Erbschaftssteuer ist kein Angriff auf das System, sondern eine Anpassung innerhalb des Systems...
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Du sagst, Schlupflöcher werden nur neu verpackt. Das ist erst mal kein Naturgesetz, sondern eine Frage des politischen Willens
Der "politische Wille" ist im Kapitalismus kein freier Wille.....er ist gebunden an die Notwendigkeiten der Kapitalverwertung...

Der Staat kann nicht gegen das Privateigentum handeln, denn er ist sein Garant....

Die Schlupflöcher sind keine zufälligen Fehler, sondern systemimmanente Strukturen.....

Die werden deshalb nicht geschlossen, weil sie gebraucht werden - von den Reichen, um ihr Vermögen zu erhalten und vom Staat, um das System nicht zu gefährden...
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wenn der 10-Jahres-Takt bei Schenkungen durch einen einmaligen Lebensfreibetrag ersetzt werden sollte und die Privilegien für Holdings kippen, dann sind das keine kosmetischen Änderungen, sondern ein echter struktureller Einschnitt.
Ein echter struktureller Einschnitt wäre die Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln....alles andere ist nur kosmetisch....

Die Privilegien für Holdings sind keine Ausnahme, sondern die Regel. Sie sind die Form, in der sich Kapital im Kapitalismus organisiert....

Sie zu "kippen" hieße, das Kapital selbst zu treffen. Das aber kann der Staat nicht wollen und wirds auch nich tun...
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Das DIW und das ifo Institut schätzen das Potenzial einer echten Reform auf zweistellige Milliardenbeträge pro Jahr.
Diese Institute da rechnen immer im Rahmen des Systems... Die nehmen an, dass der Staat etwas gegen die Vermögenskonzentration tun will, aber der Staat will das nicht....er muss es nicht wollen....

Die Konzentration des Kapitals ist kein Systemfehler, sondern das Funktionsprinzip des Kapitalismus...

Die Milliarden, die eine Reform angeblich bringen würde, wären allenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein und sie würden am Ende ohnehin wieder den Interessen des Kapitals dienen....
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Das wäre Geld, das dem privaten Spekulationsmarkt entzogen und konkret dem Gemeinwohl zugeführt würde.
Das Geld, das der Staat einnimmt, wird nicht dem "Gemeinwohl" zugeführt....es wird den Interessen des Kapitals in Form von Subventionen, Infrastruktur, Forschung, Bildung und all den anderen Leistungen zugeführt, die der Staat als ideeller Gesamtkapitalist erbringt....

Der Staat ist nicht der Gegenspieler des Kapitals, sondern sein Instrument...


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

30.08.2026 um 14:44
@peekaboo

Ich hab' den Eindruck, wir reden auf unterschiedlichen Ebenen aneinander vorbei :) Du bewertest jede Reform daran, ob sie das System als Ganzes überwindet, und aus dieser Perspektive ist jede Reform natürlich "nur Anpassung". Das kann ich schon iwie nachvollziehen. Aber ich frage mich: gibt es für Dich denn überhaupt etwas, das Du als Fortschritt anerkennen würdest, ohne dass es gleich die Systemfrage löst?

Mir geht es nicht darum, den Kapitalismus zu retten, oder zu widerlegen, dass er ein "Verwertungssystem" ist. Mir geht es darum, was sich für Menschen jetzt ändert. Eine Reform, die laut DIW/ifo zweistellige Milliardenbeträge für die Allgemeinheit generiert, ist für mich nicht deshalb wertlos, weil sie den Kapitalismus nicht abschafft. Sie bremst zumindest Ungleichheit und finanziert Dinge, die Menschen konkret betreffen. Du sagst selbst, ein Systemwandel kommt nicht schnell. Deshalb würde mich auch interessieren: was schlägst Du denn für die Zwischenzeit vor? Nicht als Vorwurf gemeint, sondern weil ich wirklich wissen möchte, wie Du diese Phase "dazwischen" begreifst.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

02.09.2026 um 22:46
Von der Leyen: Europas Sparer sollen Investoren werden
Ursula von der Leyen kämpft um einen Rekord-Haushalt und hofft, die Sparer in Europa zu mobilisieren.
Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/article/von-der-leyen-europas-sparer-sollen-investoren-werden-10337580

Es ist nicht mehr zu fassen. Danke an Island, dass die sich weigerten, diesem verkommenem EU-Sozialismus beizutreten. Alles richtig gemacht.

Unfassbar, wie diese Königin regiert und diktiert. Mich würde jetzt nicht mehr wundern, wenn die Schlinge sich für diejenigen noch weiter zuzieht, die Kapital haben, aus D wegzugehen und auch generell aus der EU.

SHAME ON EUROPE. Das wofür die einst stand, ist komplett abhanden gekommen.


EDIT: Der erste Link ist leider eine Paywall.
Ursula von der Leyen sorgt mit ihrer Ankündigung einer europäischen Spar- und Investitionsunion für Aufregung. Die EU-Kommissionspräsidentin will „private Ersparnisse in Investitionen umwandeln“. Während Kritiker bereits vor einer Enteignung warnen, zielt die Initiative darauf ab, Europas Sparer durch vereinfachte Anlageregeln zu Investoren zu machen.
Quelle: https://www.giga.de/tech/eu-will-an-euer-erspartes-das-steckt-wirklich-hinter-den-plaenen--01JRAJZF74FEZ12SBG423RRKFD


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

02.09.2026 um 23:20
Ursula von der Leyen sorgt mit ihrer Ankündigung einer europäischen Spar- und Investitionsunion für Aufregung. Die EU-Kommissionspräsidentin will „private Ersparnisse in Investitionen umwandeln“. Während Kritiker bereits vor einer Enteignung warnen, zielt die Initiative darauf ab, Europas Sparer durch vereinfachte Anlageregeln zu Investoren zu machen
Quelle: https://www.giga.de/tech/eu-will-an-euer-erspartes-das-steckt-wirklich-hinter-den-plaenen--01JRAJZF74FEZ12SBG423RRKFD

Ist doch gut, Sparer sollten mehr investieren
Zitat von vx110vx110 schrieb:Es ist nicht mehr zu fassen. Danke an Island, dass die sich weigerten, diesem verkommenem EU-Sozialismus beizutreten.
Die isländischen Pensionsfonds investieren auch viel


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

02.09.2026 um 23:28
Zitat von parabolparabol schrieb:Ist doch gut, Sparer sollten mehr investieren
Ich wäre absolut vorsichtig, wenn das von "Oben" kommt. Wenn jemand selber investiert und alles... kein Thema. Aber wenn man dazu gedrängt wird... unfassbar. Mich würde nicht wundern, wenn die irgendwann sagen, da ist so viel auf den Konten, per Gesetz, muss die Hälfte dann da und da investiert werden und Oh Wunder... dann ist es weg.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

02.09.2026 um 23:32
Zitat von vx110vx110 schrieb:Aber wenn man dazu gedrängt wird... unfassbar.
:D Jo, echt unfassbar: wir Deutschen bunkern unsere Taler lieber aufm Sparkonto oder kaufen Gold. Wir sind schon die richtig coolen Investoren :Y:


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

03.09.2026 um 01:08
Zitat von vx110vx110 schrieb:Danke an Island, dass die sich weigerten, diesem verkommenem EU-Sozialismus beizutreten.
Da sollte sich mal dringend zum Thema "Sozialismus" belesen, was?

Damit ich das richtig verstehe:
Die Ursel rät dazu, Geld zu investieren, und das regt dich auf?

Darf man fragen, warum?

Oder ist das völlig egal, weil Hauptsache irgendwas mit EU und der Ursula und böse und so?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

03.09.2026 um 05:07
@vx110
Von der Leyen: Europas Sparer sollen Investoren werden
Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/article/von-der-leyen-europas-sparer-sollen-investoren-werden-10337580

Lol, Queen Unwissenheit

Erstens sind europäische Sparer Investoren, aber abgesichert durch die Bank und Einlagenfonds, dafür bekommen sie irgendwas um 3%...davon fliessen in Mittel über die Masse 10-15% als Steuern zurück an den Staat.

Was will sie?
Banken dazwischen "ausschalten"?
Das Risiko zum Sparer hin und sich dann über Steuern mehr zurückholen?
Macht sie sich Sorgen dass DE nicht mehr so viel einzahlen kann seitdem hier die Idiokratie am Werke ist ?

Aber gut, sie hat keine Zahlen gennant - nur dass es Attraktiv sein soll, so mache ich das: Investoren die bei der Laien mitmachen sollen, bekommen 10%, Annuitätendarlehen ohne Sondertilgung - ich denke das ist eine faire Summe für beide Seite.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

03.09.2026 um 11:21
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Jo, echt unfassbar: wir Deutschen bunkern unsere Taler lieber aufm Sparkonto oder kaufen Gold. Wir sind schon die richtig coolen Investoren :Y:
@mitH2CO3

Das stimmt doch gar nicht.

Und wenn man an die letzten Male denkt, als Vater Staat den Bürgern zu investieren geraten hatte, Riester, Rürup, da wären die armen Leute, die das gemacht hatten, besser dran gewesen, wenn sie damals in Gold investiert hätten.

Außerdem ist eine Goldbeimischung im Portfolio nicht grundsätzlich falsch.

Bevor in den Moloch EU inevtierte, kaufe ich Nokia Aktien.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

03.09.2026 um 11:35
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Und wenn man an die letzten Male denkt, als Vater Staat den Bürgern zu investieren geraten hatte, Riester, Rürup, da wären die armen Leute, die das gemacht hatten, besser dran gewesen, wenn sie damals in Gold investiert hätten.
So ist es. Und jetzt steht man da und zuckt mit den Schultern. Wie oft Ich auch solche Angebote bekommen habe… jedesmal ausgeschlagen. Mein Bruder hat damals eingezahlt und heute die Quittung bekommen.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Bevor in den Moloch EU inevtierte, kaufe ich Nokia Aktien
Dann lieber das Geld auf den Kopf hauen, als der EU in den Arsch zu schieben.
Zitat von StirnsängerStirnsänger schrieb:Darf man fragen, warum?
Warum? Weil die Agenda lautet still und heimlich:

Wie kann man noch mehr Geld ziehen und kontrollieren.

Wer das nicht durchschaut hat, dem ist nicht zu helfen.

Island hat’s begriffen. Den kann man nur gratulieren. Die EU ist nicht mehr das, was es urspruenglich mal war.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

03.09.2026 um 14:04
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Das stimmt doch gar nicht.
Was stimmt nicht? Hier siehst Du: etwas 15% des Vermögens deutscher Haushalte wird in Aktien investiert.

Bild 03.09.26 um 13.45
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/153566/umfrage/verteilung-des-geldvermoegens-in-deutschland/

Lt. Hans-Böckler-Stiftung verteilt sich das Gesamtvermögen wie folgt:
Die prozentuale Vermögensverteilung

Die reichsten 10 % (Oberschicht): Besitzen mehr als 50 % bis zu 60 % des gesamten Vermögens. Das entspricht einer Summe von etwa 5 bis 6 Billionen Euro. Um zu dieser Gruppe zu gehören, benötigt ein Haushalt ein Nettovermögen von mindestens ca. 725.000 bis 777.000 Euro.

Das reichste 1 % (Superreiche): Hält allein rund 30 % bis 35 % des gesamten Finanzvermögens.

Die mittlere 40 % (Mittelschicht): Teilt sich einen Anteil von rund 35 % bis 45 % des Gesamtvermögens.

Die ärmere Hälfte (50 % der Bevölkerung): Besitzt zusammengenommen gerade einmal etwa 1,3 % bis 3 % des Gesamtvermögens.

Die untersten 20 %: Besitzen rechnerisch überhaupt kein Vermögen oder sind durch Konsum- und Studienkredite verschuldet
Nach meinem Verständnis investiert die Mittelschicht nach wie vor nicht viel in Aktien, sondern das Geld liegt niedrigstverzinst auf iwelchen Konten rum.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

03.09.2026 um 15:22
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Bevor in den Moloch EU inevtierte, kaufe ich Nokia Aktien.
Für mich klingt das eher so, als sollten bessere Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass die Sparer ihr Geld einfacher in Unternehmen investieren können und es nicht auf dem Sparkonto liegen lassen.

Dass das Geld in den EU-Haushalt oder sonstwo in die EU (als Organisation) fliessen soll, kann ich dem nicht so recht entnehmen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

03.09.2026 um 15:57
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Für mich klingt das eher so, als sollten bessere Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass die Sparer ihr Geld einfacher in Unternehmen investieren können und es nicht auf dem Sparkonto liegen lassen.
@zaeld

Ich sehe das Problem nicht, für das man jetzt eine Lösung zu finden glaubt. Ich kann doch in einen weltweit gestreuten ETF investieren, wie ich lustig bin. Wenn die EU beim investieren helfen will, können sie ja die Besteuerung verringern.

Ich denke, es läuft auf Steuervergünstigungen für Investmentprodukte hinaus, die den Bürgern ans Herz gelegt werden, so wie uns Bürgern ja auch schon Telekom Aktien, Riester Renten und Investitionen in den Neuen Markt zur Altersvorsorge angedient wurden mit bekanntem Ergebnis.

Ganz besonders misstrauisch bin ich aber bei der Investment Offensive, die man da starten will, da wird wohl Steuergeld verwendet. Aktuell fallen uns ja die Corona Bonds und deren Hochverzinsung auf die Füße. Das Geld wird zum nicht unerheblichen Teil verschwendet und muss hochzinslich zurückgezahlt werden.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

03.09.2026 um 17:35
Ach, im Gunde ist das hier doch gerade wieder nur ein Hochkochen von iwas ... aus Langeweile?

Ursula von der Leyen will die rund 10 Billionen Euro, die Europäer auf gering verzinsten Bankkonten liegen haben, stärker in die Kapitalmärkte (z.B. Aktien, Fonds) lenken. Das soll Sparern potenziell höhere Renditechancen eröffnen, im Gegensatz zu den mageren Zinsen auf klassischen Sparkonten, und gleichzeitig europäischen Unternehmen leichteren Zugang zu dringend benötigtem Investitionskapital verschaffen, statt dass dieses Kapital ins Ausland abfließt.


Alte Kamellen @vx110
Während Kritiker bereits vor einer Enteignung warnen, zielt die Initiative darauf ab, Europas Sparer durch vereinfachte Anlageregeln zu Investoren zu machen.
Quelle: https://www.giga.de/tech/eu-will-an-euer-erspartes-das-steckt-wirklich-hinter-den-plaenen--01JRAJZF74FEZ12SBG423RRKFD

Das wurde 2025 schon geklärt:
Hat die EU-Kommissionspräsidentin hat die «Enteignung» privater Sparguthaben angekündigt? Nein. Zum einen wird der Begriff falsch verwendet, zum anderen soll das Vorhaben den Wohlstand fördern.

Als zentrales Exekutivorgan nimmt die Europäische Kommission eine Schlüsselrolle im politischen System der EU ein. Diese Position macht sie regelmäßig zur Zielscheibe von - gewollten wie ungewollten - Falschbehauptungen. Aufsehen erregte jüngst eine Initiative der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen: Ihr Vorschlag löste im Netz böse Kommentare aus. «Die #EU-Kommissionspräsidentin kündigt die #Enteignung privater Sparguthaben an», heißt es etwa in einem X-Beitrag.

Bewertung

Den Begriff «Enteignung» in diesem Kontext zu benutzen, ist falsch - er meint etwas anderes. Auch soll Sparern nichts weggenommen werden, da die geplante Initiative nach aktuellem Stand Investitionen auf freiwilliger Basis fördern soll.
Der Begriff Enteignung wird herkömmlich als «Entzug des Eigentums durch den Staat» definiert, wie es etwa auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) beschrieben ist. Demnach kann der Staat - mit rechtlichen Hürden - in Sonderfällen Privateigentum entziehen, wenn es dem «Wohl der Allgemeinheit» dient. Etwa wenn eine Autobahn neu gebaut wird und die geplante Strecke über Privatgrundstücke verläuft.

Eine Enteignung folgt in der Regel auf Absprachen, beziehungsweise nach Verhandlungen zwischen Privatperson und Staat: Kommt es zu keiner zufriedenstellenden Einigung, kann der Staat zum Beispiel Grundstücke oder Immobilien enteignen - und den Besitzer dafür entschädigen. Die Beteiligten können die Höhe solcher Entschädigungen juristisch aushandeln.

Eine «Enteignung privater Sparguthaben» ist also nicht möglich, denn der Enteignung folgt eine finanzielle Entschädigung. Ende 2024 hatte bereits eine Aussage von Friedrich Merz mit einer ähnlichen Behauptung kursiert - die Deutsche Presse-Agentur (dpa) hatte auch dazu im vorangegangenen November einen Faktencheck veröffentlicht.
https://dpa-factchecking.com/germany/250318-99-257265/


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

03.09.2026 um 17:53
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ursula von der Leyen will die rund 10 Billionen Euro, die Europäer auf gering verzinsten Bankkonten liegen haben, stärker in die Kapitalmärkte (z.B. Aktien, Fonds) lenken.
Kauft Kriegsanleihen. 🤑😬🤔


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

03.09.2026 um 18:32
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Alte Kamellen @vx110
Nur zu.
Zitat von hiddenhidden schrieb:Kauft Kriegsanleihen. 🤑😬🤔
Isso. Ich habe da auch schon einen kraeftigen Teil investiert. Laeuft ja auch alles darauf hinaus.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

03.09.2026 um 19:41
Zitat von hiddenhidden schrieb:Kauft Kriegsanleihen. 🤑😬🤔
Klare Aussage ist ja, dass niemandem was aufgezwungen wird. Man hat freie Anlagewahl, und man ist ja nicht gezwungen in diese EFT's zu investieren. Somit kann man sich sehr wohl gegen bspw. Rüstungs- oder Ölkonzerne entscheiden.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

04.09.2026 um 11:58
Geplante Rentenpflicht für Selbstständige verunsichert Gründer
Für neue Gründer bedeutet das, zunächst einen halben Regelbeitrag von rund 367 Euro im Monat zahlen zu müssen. Nach drei Jahren würde der volle Beitrag von 735 Euro fällig. Alternativ ist ein einkommensabhängiger Beitrag vorgesehen. Wenn es nicht so gut läuft, können die Beiträge niedriger ausfallen. Details dazu sind noch offen. "Es gibt Zweifel daran, dass das funktionieren kann", berichtet Gründungsberaterin Wichmann aus Gesprächen mit ihren Klienten. "Ich glaube, dass man das an der Gründungsszene merken wird. Wenige sind bereit, in den ersten Jahren ein so großes Risiko auf sich zu nehmen."
Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/geplante-rentenpflicht-fuer-selbststaendige-verunsichert-gruender,rentenpflicht-100.html

Es ist so schon schwer wenn man wirklich von 0 startet, die Krankenkasse zu bezahlen und jetzt auch noch das.

Und die Creme-De-La-Creme:

Man bezahlt die 735€ und weiß nichtmal, für was es ist, für wann es ist, und wie viel man davon wiedersieht. Ein Scam.

Ich zahle lieber 735€ selber in irgendeinen dämlichen ETF-Fond und weiß, was Ich habe, als 735€ für nichts und wieder nichts.

Mir tun die jungen motivierten Leute leid, die planen, etwas selber für sich zu schaffen und daran demnächst wirklich zu bluten haben werden. Und das ist noch nichtmal alles... in der Rechnung.
Wer bereits selbstständig ist, soll sich gegen die Versicherungspflicht entscheiden können.
Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/geplante-rentenpflicht-fuer-selbststaendige-verunsichert-gruender,rentenpflicht-100.html

Das wird auch nochmal überdacht... Ich kann echt jedem nur eines empfehlen, sofern möglich....


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