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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

20.776 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.09.2026 um 13:05
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Was Du aufzählst, nennt man Chancengleichheit. Da sind wir sicher alle für zu haben. Ein Grunderbe ist aber das Gegenteil, es schafft Ergebnisgleichheit, ist also ein Antileistungsanreiz.
Ein Grunderbe schafft keine Ergebnisgleichheit, sondern Chancengleichheit, für die Du anscheinend auch bist: alle bekommen mit 18 denselben Startbetrag, so wie alle dieselbe Schule besuchen dürfen. Was jemand daraus macht, bleibt ihm überlassen. Und bspw. 20.000 € ersetzen kein Arbeitsleben, sie ermöglichen eher Ausbildung, Gründung oder Wohneigentum. Einen Antileistungsanreiz gibt's eher bei großen Erbschaften, das ist sogar messbar ;)
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Weil er ja schon als Einkommen versteuert wurde, bevor er dadurch zum Vermögen wurde, dass der Einkommende es nicht vollständig ausgegeben hatte. Gewinne, die mit dem Ersparten gemacht werden, werden ja bei der Realisierung versteuert.
für den Erben ist es neues Geld, für das er nichts getan hat. Und Mehrfachbesteuerung ist normal, von meinem versteuerten Gehalt zahle ich beim Einkaufen noch Mehrwertsteuer. Außerdem wird längst nicht alles versteuert: Immobiliengewinne sind nach zehn Jahren steuerfrei, Kapitalerträge werden niedriger besteuert als Arbeit, und große Firmenvermögen werden bei der Erbschaftssteuer weitgehend verschont :( 2024 haben 45 Großerben auf rund 12 Milliarden Euro nur ca. 2 % Erbschaftssteuer bezahlt. Nicht umsonst liegt das gerade beim Bundesverfassungsgericht. Und bald ist Oktober!


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.09.2026 um 13:06
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wildfremde Steuerzahler sind doch längst für die Kinder anderer mitverantwortlich: wir finanzieren Schulen, Kitas, Kindergeld und BAföG, auch für Hänschen Doof. Das nennt man Solidargemeinschaft, und abenteuerlich findet das kaum jemand.
@mitH2CO3

Und es sind Werkzeuge der Chancengleichheit, die Du da aufzählst. Da hat eigentlich niemand ein grundsätzliches Problem mit.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Und Heinz Doof, der alles verprasst, ist die Ausnahme. Die meisten Eltern ohne Vermögen heißen eher Heike Normal und arbeiten als Verkäuferin oder Pflegekraft. Warum soll ihr Kind schlechter starten als Fritzchen?
Weil Ergebnisgleichheit kein sinnvolles Ziel ist. Natürlich darf Fritz Fleissig über seinen Tod hinaus denken und für Fritzchen ein Erbe zurücklassen, über das sich nicht der Staat hermacht. Und sollte Fritz Fleissig aus meinem Beispiel Pflegekraft aus Deinem Beispiel sein, ggf noch mit Intensivpflege WB, verdient der gar nicht schlecht.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es geht nach wie vor um die ganz großen Vermögen.
Das wird immer gerne so erzählt. Aber die liegen nun mal nicht im Geldspeicher, sondern üblicherweise in Unternehmen, ggf in weltweiten Unternehmen. Und weil da ranzukommen oft nicht geht oder es sehr kompliziert wäre, macht sich 'der Staat' lieber über diejenigen her, die er leichter am Sack packen kann. Das sieht man aktuell an der lächerlichen Steuerreform, die Mehrbelastungen für die Mittelschicht bringt und sie definitiv nicht entlastet.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.09.2026 um 13:09
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Kapitalerträge werden niedriger besteuert als Arbeit
Hat man Dir 1000mal erklärt! Mehr als 25% EkSt. zahlt ein Single wenn er mehr als 106.600€ Jahresbrutto hat...alle anderen Arbeiter zahlen weniger als auf Kapitalerträge!


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.09.2026 um 13:16
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Alle oder keine! Erbschaft ist Erbschaft sagst Du die ganze Zeit! Der Erbe hat weder für 1ß0€ noch für 10Mrd€ was getan.
Beruhige Dich. So denn, alle Erbschaften nach derselben Regel, genau wie bei der Einkommensteuer. Da gilt ja auch für alle derselbe Tarif, für die Verkäuferin wie für den Manager. Trotzdem zahlt die Verkäuferin wenig und der Manager viel, wegen Grundfreibetrag und Progression. Niemand nennt das Ungleichbehandlung.

Übertragen aufs Erbe heißt das: Omas Häuschen bleibt dank Freibetrag steuerfrei, große Erbschaften zahlen mehr. Gleiche Regel für alle, unterschiedliche Last je nach Höhe.

Ungleich ist eher das heutige System: Normale Erben zahlen den regulären Satz, Großerben von Firmenvermögen höchstens 2 % teils noch weniger.

Und das Grunderbe ist sowieso das Gleichste überhaupt: jeder bekommt mit 18 denselben Betrag, egal aus welcher Familie. Yes.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Hat man Dir 1000mal erklärt! Mehr als 25% EkSt. zahlt ein Single wenn er mehr als 106.600€ Jahresbrutto hat...alle anderen Arbeiter zahlen weniger als auf Kapitalerträge!
.. und ich hab' Dir schon 2000x gesagt, dass das beim Durchschnittssatz der Einkommensteuer so zu sein scheint. Du lässt die Sozialabgaben weg: auf Einkommen zahlt man rund 20 % obendrauf, auf Kapitalerträge nichts. Deshalb auch korrekt "Steuern und Abgaben". Und für jeden zusätzlichen Euro zahlt ein normaler Arbeitnehmer schon ab rund 20.000 € zu versteuerndem Einkommen über 28 %, oder etwa nicht?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.09.2026 um 13:20
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Du lässt die Sozialabgaben weg: auf Einkommen zahlt man rund 20 % obendrauf, auf Kapitalerträge nichts. Deshalb auch korrekt "Steuern und Abgaben".
Ich lasse die Sozialabgaben weg? Nicht Du?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Kapitalerträge werden niedriger besteuert als Arbeit
Das hast Du heute geschrieben!
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Übertragen aufs Erbe heißt das: Omas Häuschen bleibt dank Freibetrag steuerfrei, große Erbschaften zahlen mehr. Gleiche Regel für alle, unterschiedliche Last je nach Höhe.
Nö, wenn Du sagst wie Einkommen behandeln hat Omas Häuschen einen Freibetrag von 12.348 Euro - aber das spielt ja keine Rolle, der Enkel erbt ein Haus für das er NICHTS gemacht hat.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.09.2026 um 13:28
@ApexOne
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Das hast Du heute geschrieben!
stimmt, "besteuert" war ungenau. Gemeint war: Arbeit wird insgesamt stärker belastet als Kapital, und mit Sozialabgaben erst recht.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Nö, wenn Du sagst wie Einkommen behandeln hat Omas Häuschen einen Freibetrag von 12.348 Euro - aber das spielt ja keine Rolle, der Enkel erbt ein Haus für das er NICHTS gemacht hat.
Die 12.348 € waren nicht gemeint, es ging ums Prinzip: gleiche Regel, Freibetrag, Progression. Beim Erbe gibt's längst eigene, viel höhere Freibeträge, genau für Omas Häuschen. Dass der Enkel für das Haus nichts getan hat, ist ja mein Argument. Thx :D


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.09.2026 um 13:31
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Beim Erbe gibt's längst eigene, viel höhere Freibeträge, genau für Omas Häuschen.
Also, dann doch nicht "genau" wie beim Einkommen? Was nun?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:So denn, alle Erbschaften nach derselben Regel, genau wie bei der Einkommensteuer. Da gilt ja auch für alle derselbe Tarif, für die Verkäuferin wie für den Manager.
Das hast Du heute geschrieben!


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.09.2026 um 13:36
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Also, dann doch nicht "genau" wie beim Einkommen? Was nun?
Was soll sein, Hörr Apex? "Genau wie" bezog sich auf das Prinzip: eine Regel für alle, mit Freibetrag und Progression. Die Höhe des Freibetrags ist bei jeder Steuer eine eigene Entscheidung, sogar beim Sparen gibt's einen anderen als beim Gehalt.

Du reitest auf meinen Formulierungen herum, aber zum Inhalt kommt nix mehr.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.09.2026 um 14:31
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:zweckgebunden für Ausbildung, Wohneigentum, Existenzgründung oder Altersvorsorge.
In dem Fall würden Zahler anderer Förderungsmittel immer erst auf das Ausschöpfen vorhandener Mittel verweisen, wie zum Beispiel das Grunderbe. Sämtliche Bildungsangebote würden sich auf das vorherige Abkassieren der 20.000 Euro einschiessen, am Ende bringt dir das im Zweifel also nichts. Genauso werden auch andere Angebote genau darauf abzielen, dass genau diese 20k den Besitzer wechseln. Ich könnte dazu ja jetzt das vollumfängliche Ausnutzen der WP-Förderung ins Spiel bringen, aber das hatten wir schon.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.09.2026 um 14:43
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Es ist schon erstaunlich dass Du hier immer den Schlauberger abgibst aber eine Menge doofe Fragen hast die eigentlich im Thread beantwortet werden..
Meine Ftage wird eben nich „aus dem Thread“ beantwortet, genau deshalb frage ich ja.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Das kann man an so was ableiten hat nichts dafür gemacht, ist leistungslos, führt zu Vermögensakkumulation..
Tut mir ja Leid, wenn du das als „böse“ einordnest, allerdings isses auch gut zu wissen, dass du leistungslosen Einkommen durch Erbschaft als böse einordnest, nur brauchste mir das ja nich unterschieben.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.09.2026 um 15:32
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Die meisten Menschen ohne Vermögen sind nicht faul, sondern Verkäuferinnen, Pflegekräfte,
Naja, man kann auch als Durchschnittsverdiener Vermögen aufbauen, aber klar hilft ein höheres Einkommen.
Der „Trick“ is halt weniger auszugeben, als man einnimmt und die Differenz vernünftig anzulegen.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ich weiss dass es auch normale Personen ohne Vermögen gibt, die meisten werden vom Staat am Vermogensaufbau verhindert.
Mich hat der Staat nich gehindert Vermögen aufzubauen, aber vermutlich gehe ich bei dir auch nich als normal durch. :D

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.09.2026 um 15:39
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:wenn du das als „böse“ einordnest, allerdings isses auch gut zu wissen, dass du leistungslosen Einkommen durch Erbschaft als böse einordnest, nur brauchste mir das ja nich unterschieben.
Ich habe Dir indirekt zitiert was so über Erben gedacht und geschrieben wird - verstehe es oder lass es bleiben.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Naja, man kann auch als Durchschnittsverdiener Vermögen aufbauen, aber klar hilft ein höheres Einkommen.
Nobelpreis für Wirtschaft ist schon auf dem Weg, das hat ja keiner bis jetzt gewußt.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Mich hat der Staat nich gehindert Vermögen aufzubauen, aber vermutlich gehe ich bei dir auch nich als normal durch. :D
Das zeigt auch dein Blogeintrag hier: die anderen Normalverdiener sind offensichtlich doofer als Du.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.09.2026 um 15:49
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ich habe Dir indirekt zitiert was so über Erben gedacht und geschrieben wird - verstehe es oder lass es bleiben.
Nein, du hast gar nichts zitiert, sondern behauptet, was andere gesagt haben sollen und dann in das gesagte was reininterpretiert, was nich gesagt wurde oder kurz, du hast was unterstellt.
Sicher isses einfacher gegen Strohmänner zu argumentieren, allerdings isses nich vernünftig.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Nobelpreis für Wirtschaft ist schon auf dem Weg, das hat ja keiner bis jetzt gewußt.
Das „klar“ in meinem Satz zeigt doch recht deutlich, dass ich selbst es für selbstverständlich halte, keine Ahnung warum du noch mal mit Ironie aufzeigst, was jedem ohnehin schon klar war?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:die anderen Normalverdiener sind offensichtlich doofer als Du.
Mag sein, dass du das für offensichtlich hältst, ich sehe es schon anders.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.09.2026 um 15:50
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Naja, man kann auch als Durchschnittsverdiener Vermögen aufbauen, aber klar hilft ein höheres Einkommen.
Der „Trick“ is halt weniger auszugeben, als man einnimmt und die Differenz vernünftig anzulegen.
40% schaffen das ja auch, aber eben 50 % nicht:

Bild 29.09.26 um 15.48

(Das Bild ist nicht zum drin rumkritzeln da!)
Der Gini-Koeffizient stieg moderat von ca. 73 % im Jahr 1993 auf ca. 76 % im Jahr 2018. In diesem Zeitraum hat die reichere Hälfte der Vermögensverteilung ihr Vermögen ungefähr verdoppelt, wofür die Vermögensbewertung eine zentrale Rolle gespielt hat. Sowohl Unternehmensbesitzer:innen als auch Hausbesitzer:innen (ab 2010) konnten große Kapitalgewinne auf ihr Vermögen verzeichnen. Gleichzeitig stagnierte das durchschnittliche, reale Vermögen der ärmeren 50 % der Haushalte. Infolgedessen hat sich der Anteil der ärmeren 50 % am Gesamtvermögen von ca. 4 % im Jahr 1993 auf weniger als 2,5 % im Jahr 2018 fast halbiert.
https://www.wirtschaftsdienst.eu/inhalt/jahr/2024/heft/7/beitrag/die-einkommens-und-vermoegensverteilung-in-deutschland.html


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.09.2026 um 15:54
Gleichzeitig stagnierte das durchschnittliche, reale Vermögen der ärmeren 50 % der Haushalte. Infolgedessen hat sich der Anteil der ärmeren 50 % am Gesamtvermögen von ca. 4 % im Jahr 1993 auf weniger als 2,5 % im Jahr 2018 fast halbiert.
Weil die großen Vermögen deutlich schneller wachsen als das BIP. Ein Grund dafür is die sehr geringe Besteuerung von Vermögen.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.09.2026 um 15:56
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Weil die großen Vermögen deutlich schneller wachsen als das BIP. Ein Grund dafür is die sehr geringe Besteuerung von Vermögen.
Man könnte auch Einkommen weniger belasten damit der BIP schneller als die Vermögen wächst, aber dann drehen Kommies durch.
Steuervalhala, Dein 90% Belastungsreich komme...


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.09.2026 um 16:09
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Weil die großen Vermögen deutlich schneller wachsen als das BIP. Ein Grund dafür is die sehr geringe Besteuerung von Vermögen.
Da sieht man's mal wieder -> TAX endlich THE RICH 💰

... und bei 50% gibt es so gut wie kein Vermögen. Weshalb wundert man sich in diesem Land über die herrschende Ungemütlichkeit, die u.A. sehr aus Ungleichheit resultiert?

(Btw. da fällt mir gerade ein - nur mal so als Randnotiz -, dass ein guter Bekannter meiner Eltern (Rechtsanwalt- & Notar) direkt nach dem Mauerfall, um genau zu sein am übernächsten Tag, rüber ist, um dort einzukaufen. Natürlich mit seinesgleichen Kollegas im Schlepptau. Die haben dort wie die Doofen gekauft, und zwar alles was nur ging: Grundstücke, Häuser ... Darüber, dass es in den alten Bundesländern sehr lange gar nix zu vererben gab, muß man sich nicht wirklich wundern, und über den daher einhergehenden Wut auch nicht.)


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.09.2026 um 16:23
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:alten Bundesländern
Sry, ich meinte natürlich die neuen Bundesländer.


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29.09.2026 um 16:23
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Man könnte auch Einkommen weniger belasten damit der BIP schneller als die Vermögen wächst
Warum sollten das BIP schneller wachsen, wenn man Einkommen weniger stark besteuert?

Zumal wachsende Vermögen ja erstmal was Gutes sind, problematisch is eher, dass große Vermögen deutlich schneller wachsen als Kleine, wo wir dann wieder bei der Besteuerung von Vermögen wären.
Ne Vermögenssteuer mit großzügigen Freibeträgen würde hier helfen.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.09.2026 um 16:28
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:... und bei 50% gibt es so gut wie kein Vermögen.
Wobei das nun sicher auch nich nur an der Fiskalpolitik liegt. Der Deutsche spart eben gern in Geldwerten und wohnt oft zur Miete.
Beides is nich grundsätzlich schlecht, trägt aber zum im Vergleich geringen durchschnittlichen Vermögen der Deutschen bei.

kuno


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