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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

20.332 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 13:05
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Was Du aufzählst, nennt man Chancengleichheit. Da sind wir sicher alle für zu haben. Ein Grunderbe ist aber das Gegenteil, es schafft Ergebnisgleichheit, ist also ein Antileistungsanreiz.
Ein Grunderbe schafft keine Ergebnisgleichheit, sondern Chancengleichheit, für die Du anscheinend auch bist: alle bekommen mit 18 denselben Startbetrag, so wie alle dieselbe Schule besuchen dürfen. Was jemand daraus macht, bleibt ihm überlassen. Und bspw. 20.000 € ersetzen kein Arbeitsleben, sie ermöglichen eher Ausbildung, Gründung oder Wohneigentum. Einen Antileistungsanreiz gibt's eher bei großen Erbschaften, das ist sogar messbar ;)
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Weil er ja schon als Einkommen versteuert wurde, bevor er dadurch zum Vermögen wurde, dass der Einkommende es nicht vollständig ausgegeben hatte. Gewinne, die mit dem Ersparten gemacht werden, werden ja bei der Realisierung versteuert.
für den Erben ist es neues Geld, für das er nichts getan hat. Und Mehrfachbesteuerung ist normal, von meinem versteuerten Gehalt zahle ich beim Einkaufen noch Mehrwertsteuer. Außerdem wird längst nicht alles versteuert: Immobiliengewinne sind nach zehn Jahren steuerfrei, Kapitalerträge werden niedriger besteuert als Arbeit, und große Firmenvermögen werden bei der Erbschaftssteuer weitgehend verschont :( 2024 haben 45 Großerben auf rund 12 Milliarden Euro nur ca. 2 % Erbschaftssteuer bezahlt. Nicht umsonst liegt das gerade beim Bundesverfassungsgericht. Und bald ist Oktober!


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 13:06
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wildfremde Steuerzahler sind doch längst für die Kinder anderer mitverantwortlich: wir finanzieren Schulen, Kitas, Kindergeld und BAföG, auch für Hänschen Doof. Das nennt man Solidargemeinschaft, und abenteuerlich findet das kaum jemand.
@mitH2CO3

Und es sind Werkzeuge der Chancengleichheit, die Du da aufzählst. Da hat eigentlich niemand ein grundsätzliches Problem mit.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Und Heinz Doof, der alles verprasst, ist die Ausnahme. Die meisten Eltern ohne Vermögen heißen eher Heike Normal und arbeiten als Verkäuferin oder Pflegekraft. Warum soll ihr Kind schlechter starten als Fritzchen?
Weil Ergebnisgleichheit kein sinnvolles Ziel ist. Natürlich darf Fritz Fleissig über seinen Tod hinaus denken und für Fritzchen ein Erbe zurücklassen, über das sich nicht der Staat hermacht. Und sollte Fritz Fleissig aus meinem Beispiel Pflegekraft aus Deinem Beispiel sein, ggf noch mit Intensivpflege WB, verdient der gar nicht schlecht.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es geht nach wie vor um die ganz großen Vermögen.
Das wird immer gerne so erzählt. Aber die liegen nun mal nicht im Geldspeicher, sondern üblicherweise in Unternehmen, ggf in weltweiten Unternehmen. Und weil da ranzukommen oft nicht geht oder es sehr kompliziert wäre, macht sich 'der Staat' lieber über diejenigen her, die er leichter am Sack packen kann. Das sieht man aktuell an der lächerlichen Steuerreform, die Mehrbelastungen für die Mittelschicht bringt und sie definitiv nicht entlastet.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 13:09
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Kapitalerträge werden niedriger besteuert als Arbeit
Hat man Dir 1000mal erklärt! Mehr als 25% EkSt. zahlt ein Single wenn er mehr als 106.600€ Jahresbrutto hat...alle anderen Arbeiter zahlen weniger als auf Kapitalerträge!


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 13:16
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Alle oder keine! Erbschaft ist Erbschaft sagst Du die ganze Zeit! Der Erbe hat weder für 1ß0€ noch für 10Mrd€ was getan.
Beruhige Dich. So denn, alle Erbschaften nach derselben Regel, genau wie bei der Einkommensteuer. Da gilt ja auch für alle derselbe Tarif, für die Verkäuferin wie für den Manager. Trotzdem zahlt die Verkäuferin wenig und der Manager viel, wegen Grundfreibetrag und Progression. Niemand nennt das Ungleichbehandlung.

Übertragen aufs Erbe heißt das: Omas Häuschen bleibt dank Freibetrag steuerfrei, große Erbschaften zahlen mehr. Gleiche Regel für alle, unterschiedliche Last je nach Höhe.

Ungleich ist eher das heutige System: Normale Erben zahlen den regulären Satz, Großerben von Firmenvermögen höchstens 2 % teils noch weniger.

Und das Grunderbe ist sowieso das Gleichste überhaupt: jeder bekommt mit 18 denselben Betrag, egal aus welcher Familie. Yes.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Hat man Dir 1000mal erklärt! Mehr als 25% EkSt. zahlt ein Single wenn er mehr als 106.600€ Jahresbrutto hat...alle anderen Arbeiter zahlen weniger als auf Kapitalerträge!
.. und ich hab' Dir schon 2000x gesagt, dass das beim Durchschnittssatz der Einkommensteuer so zu sein scheint. Du lässt die Sozialabgaben weg: auf Einkommen zahlt man rund 20 % obendrauf, auf Kapitalerträge nichts. Deshalb auch korrekt "Steuern und Abgaben". Und für jeden zusätzlichen Euro zahlt ein normaler Arbeitnehmer schon ab rund 20.000 € zu versteuerndem Einkommen über 28 %, oder etwa nicht?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 13:20
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Du lässt die Sozialabgaben weg: auf Einkommen zahlt man rund 20 % obendrauf, auf Kapitalerträge nichts. Deshalb auch korrekt "Steuern und Abgaben".
Ich lasse die Sozialabgaben weg? Nicht Du?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Kapitalerträge werden niedriger besteuert als Arbeit
Das hast Du heute geschrieben!
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Übertragen aufs Erbe heißt das: Omas Häuschen bleibt dank Freibetrag steuerfrei, große Erbschaften zahlen mehr. Gleiche Regel für alle, unterschiedliche Last je nach Höhe.
Nö, wenn Du sagst wie Einkommen behandeln hat Omas Häuschen einen Freibetrag von 12.348 Euro - aber das spielt ja keine Rolle, der Enkel erbt ein Haus für das er NICHTS gemacht hat.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 13:28
@ApexOne
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Das hast Du heute geschrieben!
stimmt, "besteuert" war ungenau. Gemeint war: Arbeit wird insgesamt stärker belastet als Kapital, und mit Sozialabgaben erst recht.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Nö, wenn Du sagst wie Einkommen behandeln hat Omas Häuschen einen Freibetrag von 12.348 Euro - aber das spielt ja keine Rolle, der Enkel erbt ein Haus für das er NICHTS gemacht hat.
Die 12.348 € waren nicht gemeint, es ging ums Prinzip: gleiche Regel, Freibetrag, Progression. Beim Erbe gibt's längst eigene, viel höhere Freibeträge, genau für Omas Häuschen. Dass der Enkel für das Haus nichts getan hat, ist ja mein Argument. Thx :D


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 13:31
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Beim Erbe gibt's längst eigene, viel höhere Freibeträge, genau für Omas Häuschen.
Also, dann doch nicht "genau" wie beim Einkommen? Was nun?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:So denn, alle Erbschaften nach derselben Regel, genau wie bei der Einkommensteuer. Da gilt ja auch für alle derselbe Tarif, für die Verkäuferin wie für den Manager.
Das hast Du heute geschrieben!


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 13:36
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Also, dann doch nicht "genau" wie beim Einkommen? Was nun?
Was soll sein, Hörr Apex? "Genau wie" bezog sich auf das Prinzip: eine Regel für alle, mit Freibetrag und Progression. Die Höhe des Freibetrags ist bei jeder Steuer eine eigene Entscheidung, sogar beim Sparen gibt's einen anderen als beim Gehalt.

Du reitest auf meinen Formulierungen herum, aber zum Inhalt kommt nix mehr.


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