Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle
um 11:10Überhaupt nicht. Gießkannenprinzipien sind nie geeignet, Ungleichheit zu reduzieren. Sinnvoll sind Maßnahmen, die Ungleichheiten dort behandeln, wo sie bestehen.mitH2CO3 schrieb:Mit diesem zusätzlichen Instrument würde Ungleichheit auch weniger.
Angenommen, ich habe einen Topf mit einer Billion Euro als Ausgleich für Ungerechtigkeiten. Warum ist es gerecht, daraus jedem Bürger 12.000 EUR zu geben? Auch denen, die es nicht bräuchten? Statt das Geld dort auszugeben, wo es benötigt wird, reduzieren wir das Budget für Ausgaben, die unnötig sind?
Die Frage wäre auch, was jemand typischerweise macht, der z.B. 20.000 EUR in jungen Jahren geschenkt bekommt. Nach meiner Erfahrung werden die meisten das Geld auf den Kopf hauen. Weil man in dem Alter völlig andere Prioritäten hat. Dann könnte man zwar sagen "selber schuld", aber an einem Ausgleich würde sich faktisch eben auch nichts ändern. Hier ist es viel sinnvoller, solches Geld in niederschwellige Ausbildung zu investieren und generell Chancengleichheit anzustreben.
Aber ja, es ist zutiefst unfair, dass man alleine durch den Umstand Geld zu haben, mehr Geld bekommt. Jemand, der nach Abzug seiner Lebenshaltungskosten (und dazu zähle ich auch Freizeitausgaben in einem vernünftigem Umfang, was hier "vernünftig" ist, ist natürlich diskutabel) kein Geld mehr übrig hat, kann eben auch nichts ansparen und kann keine Erträge aus Vermögen generieren.


