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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

20.787 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

08.10.2026 um 17:12
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Und 102 Eu mehr bei einem Verdienst von ca 6000 im Monat ist in meinen Augen Peanuts.
Eine Einstellung, die damit hausieren geht, ist in meinen Augen völlig unsozial und verkennt oder blendet bewusst alle anderen Lebensbedingungen aus.

Spritpreise, Lebensmittelpreie, Kantinenessen im Schnitt 2 € mehr täglich, Gaspreise, Ölpreise, etc. etc. schön ausblenden.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Wenn ich das hätte, wäre evtl. die Welt eine Bessere
Eher wohl eine mit ärmeren Menschen, denn Du gönnst ja Niemandem seine Lebensleistung. Als wenn von Dir mit Gleichgültigkeit "belohnte" es sich nicht erarbeitet hätten, einen entsprechenden Lohn zu erhalten.

Den dämlichen Realsozialismus, wo ebenfalls verknöcherte Möchtegernbessermenschen glaubten, wenn sie entscheiden wer was zum Leben haben darf, würde Schlaraffenland erschaffen, sind wir zum Glück durch den Kampf aufrechter Menschen losgeworden. Den Unsinn und in gleicher unsinniger Art Glaubende braucht kein Mensch.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

08.10.2026 um 17:40
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Und 102 Eu mehr bei einem Verdienst von ca 6000 im Monat ist in meinen Augen Peanuts
Zitat von fritzchen037fritzchen037 schrieb:und verkennt oder blendet bewusst alle anderen Lebensbedingungen aus.

Spritpreise, Lebensmittelpreie, Kantinenessen im Schnitt 2 € mehr täglich, Gaspreise, Ölpreise, etc. etc. schön ausblenden.
und das haben diejenigen die von ca 1000 bis 1500 Euro (sehr Viele) leben müssen, alles nicht?

Rechne mal aus, was bei ca 3000 Netto minus ca 100 noch zum Leben bleibt.
Zitat von fritzchen037fritzchen037 schrieb:Eher wohl eine mit ärmeren Menschen, denn Du gönnst ja Niemandem seine Lebensleistung
das ist sinnloser Quark, Bitte auch an dich - Persönlichens einfach raushalten.
Davon ab, ich gönne jedem Alles.
Bin jedoch für Gerechtigkeit.

Einer Krankenschwester oder Pflegekraft z.B. (Knochenjob mit viel Stress) gönne ich so von meinem Gerechtigkeitssinn her bissel mehr Gehalt als sie bekommen.

Dagegen würde ich, wenn ich etwas zu sagen hätte, zumindest kritisieren, dass Promis im Vergleich zu ihrer Leistung überproportional bezahlt werden.
Aber ist halt alles Ansichtssache.

Und von dem Thema was @mitH2CO3 immer mal so anspricht mal ganz zu schweigen.
Zitat von fritzchen037fritzchen037 schrieb:Den dämlichen Realsozialismus, ...braucht kein Mensch.
zeig mir mal bitte wo ich sowas gefordert oder gewünscht hätte?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

08.10.2026 um 18:21
Meinst Du Netto oder Brutto?
Zitat von OptimistOptimist schrieb:dass Promis im Vergleich zu ihrer Leistung überproportional bezahlt werde
Was hat der von Dir benannte Lohn mit Promis zu tun? Erkläre mal, welcher Promi 6.000 € Lohn im Monat hat?
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Und von dem Thema was @mitH2CO3 immer mal so anspricht mal ganz zu schweigen.
Das ist ein anderes Thema und hat nichts damit zu tun, dass Du hier behauptest mit 6.000 € Lohn kann man mal so nebenbei auf 120 € verzichten.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:ich gönne jedem Alles.
Und warum gönnst Du dann Menschen mit 6.000 € Lohn nur 5.880 Lohn und nicht 6.000? Lügst Du hier oder ist das versteckter Sozialneid?
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Persönlichens einfach raushalte
Dann werde selber nicht persönlich und schreib hier nicht, dass Menschen auf irgendwas verzichten können. Schreib doch lieber mal Deinem Arbeitgeber und verlinke uns das hier als Beweis, dass Du zum Wohle Aller auf 10% von Deinem Lohn verzichtest.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:zeig mir mal bitte wo ich sowas gefordert oder gewünscht hätte?
Reiße hier nichts aus dem Zusammenhang und lerne verstehendes Lesen. Hier geht's um Menschen, die glauben dass sie einschätzen können was andere Menschen zum Leben brauchen. Konnten die nicht und Du auch nicht.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

08.10.2026 um 19:40
Zitat von OptimistOptimist schrieb:dass Promis im Vergleich zu ihrer Leistung überproportional bezahlt werde
Zitat von fritzchen037fritzchen037 schrieb:Was hat der von Dir benannte Lohn mit Promis zu tun? Erkläre mal, welcher Promi 6.000 € Lohn im Monat hat?
Es geht nicht um Lohn, sondern um Bezahlung (ich schrieb "bezahlt" werden)

Wer bezahlt, war nicht mein Thema, sondern was sie zum Leben haben im Vergleich zu Anderen.

Und das größere Ausgangsthema war, wieviel an Krankenversicherungsbeiträgen gedeckelt ist und wem es weh tun könnte, wenn die Beitragsbemessungsgrenzen höher sind.
Zitat von fritzchen037fritzchen037 schrieb:Und warum gönnst Du dann Menschen mit 6.000 € Lohn nur 5.880 Lohn und nicht 6.000? Lügst Du hier oder ist das versteckter Sozialneid?
wir lassen es am Besten, du verstehst halt nicht um was es mir geht.
Deine Unterstellungen ziehe ich mir nicht an, weil die falsch sind.
Aber deine Meinung darüber kann und will ich dir nicht nehmen.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Persönlichens einfach raushalte
Zitat von fritzchen037fritzchen037 schrieb:Dann werde selber nicht persönlich und schreib hier nicht, dass Menschen auf irgendwas verzichten können
du hast offensichtlich nicht verstanden, dass es mir nur darum geht, als User nicht gegenseitig persönlich zu werden (u.a. weil's auch gegen die Forenregel ist).
Mir unbekannte Menschen da draußen hatte ich nicht gemeint.
Also noch mal meine Bitte, meine Person (als Foren-User) nicht wieder ins Spiel zu bringen.

---------------------------------
Zitat von OptimistOptimist schrieb:zeig mir mal bitte wo ich sowas gefordert oder gewünscht hätte?
Zitat von fritzchen037fritzchen037 schrieb:Hier geht's um Menschen, die glauben dass sie einschätzen können was andere Menschen zum Leben brauchen.
Du fingst davon an zu implizieren, ich würde den Sozialismus wollen.
Zitat von fritzchen037fritzchen037 schrieb:Reiße hier nichts aus dem Zusammenhang und lerne verstehendes Lesen
dito


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.10.2026 um 07:03
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Die Lebensmittelpreise dürfen natürlich in Zukunft nicht sehr ansteigen.
Warum nicht, wer sagt das?
Wer soll zB. eine 13,88% Lohnerhöhung und die dazugehörigen Sozialversicherungsbeiträge für 6 Millionen Menschen bezahlen?
Seit 1. Januar 2026 liegt der gesetzliche Mindestlohn bei 13,90 Euro brutto pro Stunde. 2027 wird er auf 14,60 Euro steigen – eine Erhöhung von insgesamt 13,88 Prozent. Der höhere Lohn stärkt die Kaufkraft, stabilisiert die Binnennachfrage und trägt dazu bei, dass Beschäftigte aus dem Niedriglohnsektor herauskommen.
...
Mehr als sechs Millionen Menschen werden profitieren
Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/mindestlohn-steigt-2391010
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Rechne mal aus, was bei ca 3000 Netto minus ca 100 noch zum Leben bleibt.
Ok.
Rechnen wir mal doch dazu auch den Verdienstausfall durch die längere Ausbildungszeit. Die Leute die hier abgezockt, beschimpft, beleidigt werden haben auch lange Ausbildungszeit, Arzt 11-13J, Jurist (7J), Ing 5J...+Abi.
Und dann kommen Leute die sagen ein 100er da und einen 100er da, dies dazu alles kein Problem...andere hocken daheim, zahlen keinen Euro und haben auch diese Probleme auch nicht..

So, kaum war beschlossen die SV anzuheben, redet Klingbeil von Steuererhöhungen in den Bereichen, weitere 100er da und 100er dort.
Ok! kann man machen, das Gesetz gibt es her, die Bevölkerung lässt sich hier blenden - aber eine Sache verstehe ich nicht, was ist das für ein System?
Man will echte Fachkräfte, Experten, Investoren, macht alles so unattraktiv wie möglich...irgendwie will man einen eingegrenzten Kapitalismus der eine demokratisch kommunistische Gemeinschaft mit ausreichend viel Geld versorgt.
?? Ochlokratie ??


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.10.2026 um 08:50
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Man will echte Fachkräfte, Experten, Investoren, macht alles so unattraktiv wie möglich
Das ist einer der Bereiche wo ich mit dir übereinstimme.

Unabhängig von unserer bisherigen Diskussion muss ich mal folgendes anmerken:
Ich hatte mich schon immer gewundert, weshalb es bei den Sozialabgaben die Beitragsbemessungsgrenzen gibt, auch bei der Steuer.

Weshalb wurde das nicht ganz einfach so geregelt:
Alle Einkommen (vom kleinsten bis zum höchsten) zahlen den gleichen Prozentsatz ohne Deckelung.
Über die Höhe kann man auch noch diskutieren, aber jeder die gleichen Prozente.
Fänd ich gerechter und vor allem viel einfacher.
Könnte mir auch vorstellen, dass als Gesamtsumme dann viel mehr rauskommen würde.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.10.2026 um 09:28
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Alle Einkommen (vom kleinsten bis zum höchsten) zahlen den gleichen Prozentsatz ohne Deckelung.
Geringverdiener zahlen dann mehr, spitzenverdiener deutlich weniger. Wäre doof. Es macht schon sinn, dass diejenigen, die weniger verdienen, prozentual auch weniger zahlen. Ich meine das geht irgendwo bei 14% lohnsteuer los.... Der geringverdiener würde bspw bei einer lohnsteuer von 25% noch weniger in der tasche haben, während jemand mit 10.000€ brutto im monat mehr netto vom brutto hätte.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Ich hatte mich schon immer gewundert, weshalb es bei den Sozialabgaben die Beitragsbemessungsgrenzen gibt
Weil spitzenverdiener dadurch zwar weniger einzahlen, aaaaber würden sie mehr einzahlen, hätten sie auch höhere ansprüche. Gerade bei der rente wäre das fatal, weil bspw ein milliadär zwar deutlich mehr einzahlt.... aber sich damit auch eine monatliche rente von 100.000€ und mehr erarbeitet.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.10.2026 um 09:46
Zitat von gastricgastric schrieb:Der geringverdiener würde bspw bei einer lohnsteuer von 25% noch weniger in der tasche haben
ja, da hast du Recht.
Dann sollte man evtl nur ab einer bestimmten Einkommensgrenze Abgaben erheben, oder dies zumindest nur bei der Steuer so machen?
Zum Beispiel diejenigen mit Mindestlohn keine Steuern?


Aber das verstehe ich nicht:
Zitat von gastricgastric schrieb:während jemand mit 10.000€ brutto im monat mehr netto vom brutto hätte.
Wenn die hohen Einkommen keine Beitragsbemessungsgrenze mehr hätten (es ging ja auch um die Sozialabgaben), dann hätte doch auch ein Spitzenverdiener am Ende weniger in der Tasche?
Zitat von gastricgastric schrieb:Weil spitzenverdiener dadurch zwar weniger einzahlen, aaaaber würden sie mehr einzahlen, hätten sie auch höhere ansprüche
Aber nicht bei der Krankenversicherung.
Da sollte doch niemand unterschiedliche Ansprüche haben - wegen des Solidaritätsprinzip.
Zitat von gastricgastric schrieb:Gerade bei der rente wäre das fatal, weil bspw ein milliadär zwar deutlich mehr einzahlt.... aber sich damit auch eine monatliche rente von 100.000€ und mehr erarbeitet.
hier wird's natürlich kompliziert.
Da wäre ich dann für eine Deckelung der Rente - natürlich nur prozentual.
Ich höre schon die Aufschreie der Kapitalisten 😉

Ich gebe es ja zu, ist alles sehr schwierig unter einen Hut zu bringen bzw. dass es für ALLE gerecht und vor allem sozial verträglich ist.
Aber ich find's halt ungerecht, dass sehr hohe Einkommen beim Sozialbeitrag gedeckelt werden.

Finde es z.B. auch ungerecht dass niedrige Einkommen durch die MwSt. bei ihren Lebendhaltungskosten - vor allem Lebensmittel und Mieten mehr belastet sind, auch durch die Inflation.
(müssen ja von ihrem Einkommen prozentual viel mehr dafür ausgeben als z.B. Spitzenverdiener).

Ja ich weiß, aus Sicht der Gut- und Spitzenverdiener ist das alles gerecht und gut so - brauchen wir also nicht darüber reden.
Jeder hat halt SEINEN und eigenen Blickwinkel 😉


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.10.2026 um 10:04
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Zum Beispiel diejenigen mit Mindestlohn keine Steuern?
UNd die knapp über mindestlohn? Wo ziehst du da wieder die grenze und was bringt dann die flattax? Dann zahlen die mit ganz wenig keine steuern mehr und die mit ganz viel weniger steuern :D
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Wenn die hohen Einkommen keine Beitragsbemessungsgrenze mehr hätten (es ging ja auch um die Sozialabgaben), dann hätte doch auch ein Spitzenverdiener am Ende weniger in der Tasche?
Nein.... Das frisst die flat tax irgendwann quasi auf. Bei 25% flat tax und der wegfallenden BBG hätte bspw jemand ab ca. 30.000€ brutto/monat trotzdem ein plus beim netto + er würde sich einen irre hohen rentenanspruch erarbeiten.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Aber nicht bei der Krankenversicherung.
Ne DA nicht. Auch nicht bei der pflegeversicherung.... Dafür eben enorm bei der rente.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:hier wird's natürlich kompliziert.
Da wäre ich dann für eine Deckelung der Rente - natürlich nur prozentual.
Ich höre schon die Aufschreie der Kapitalisten 😉
Naja zurecht... da zahlste unmengen in die rentenversicherung und bekommst am ende nur die theoretische höchstrente von 3750€ obwohl du dir rentenpunkte für eine rente von 10.000€ und mehr erarbeitet hast. So Sehr ich das solidarprinzip mag.... es sollte schon irgendwo einigermaßen fair sein.

Ist halt alles die wahl zwischen pest und cholera.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.10.2026 um 10:15
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Jeder hat halt SEINEN und eigenen Blickwinkel 😉
Ja schon. Besser aber, dass es Institutionen wie das Bundesverfassungsgericht gibt, die sich mit den Schräglagen beschäftigen. Nächste Woche wird mal wieder über die "Erbschaftsteuer – Verschonung von Betriebsvermögen" verhandelt. Urteil wird wohl in ein paar Monaten erwartet. Und wenn die Politik dann nicht endlich in die Kufen kommt, dann ist es wirklich an der Zeit auf die Straße zu gehen!!

Was ist nur so schwer daran zu erkennen, dass es einer Erbschaftssteuerreform und der Wiedereinführung einer Vermögenssteuer bedarf, damit sich die Überreichen steuerlich FAIR und angemessen am Sozialstaat beteiligen. Dann könnte man "dem Pöbel" ein Grunderbe zu Vermögensaufbau ermöglichen etc.

Aber hier schwallert man von Ochlokratie. Vllt. sollte man erst mal "Pöbel" definieren, bevor man Fremdworte in den Mund nimmt, die man vermutlich noch nicht mal versteht.

TAX THE RICH 💰


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.10.2026 um 10:43
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Besser aber, dass es Institutionen wie das Bundesverfassungsgericht gibt, die sich mit den Schräglagen beschäftigen
ja


@gastric
Okay, hast mich überzeugt, verstehe deine Argumente.
Ist alles wirklich nicht so einfach unter einen Hut zu bringen.
Irgendwer wird wohl immer benachteiligt und der Leidtragende sein.

Es gibt anscheinend kein vollkommenes Gesellschaftssystem, die Menschheit packts halt nicht 😉


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.10.2026 um 10:57
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Ich hatte mich schon immer gewundert, weshalb es bei den Sozialabgaben die Beitragsbemessungsgrenzen gibt, auch bei der Steuer.
Hier ist die Antwort einfach als man denkt (übrigens bei der Steuer gibt es keine BBG, meinst Du Grenzsteuersatz?):
1. wenn es keine BBG bei KV/PV gibt, ist es attraktiv in die PKV zu wechseln. Ich hatte es gestern ausgeführt: ein Selbständiger zahlt ab 2027 mehr GKV als die höchste PKV für Milliardäre.

2. Ich erwarte demnächst eine Klage: der Staat weiss langsam nicht was er will, beitragsbezogene Leistungen wie bei der RV und AV, irgendwas halbgares wie die KV und PV mit angeblich gleichen Leistungen aber individuelle Selbstbeteiligung...egal wie man das betrachtet, 2 davon müssen falsch sein, entweder beitragsbezogene Leistungen oder Einheitsbrei ohne Selbstbeteiligungen für alle.

3. Halbteilungsgrundsatz - jedem soll die Hälfte aus der ersten Gesamtbelastung aus seinem Einkommen bleiben. Der Staat verstößt bei dieser Regelung dagegen, siehe gesetzlich versicherte Selbsständige...klarer würde es auch bei Angestellten wenn die AG Anteile auch zum Brutto zählt.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Alle Einkommen (vom kleinsten bis zum höchsten) zahlen den gleichen Prozentsatz ohne Deckelung.
Du meinst flat tax, habe ich jetzt, finde ich wunderbar - der Staat könnte dadurch es einfacher gestalten um den Halbteilungsgrundsatz einzuhalten.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Da wäre ich dann für eine Deckelung der Rente - natürlich nur prozentual.
Ich höre schon die Aufschreie der Kapitalisten 😉
Du kannst es nicht lassen.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Finde es z.B. auch ungerecht dass niedrige Einkommen durch die MwSt. bei ihren Lebendhaltungskosten - vor allem Lebensmittel und Mieten mehr belastet sind, auch durch die Inflation.
Höre ich hier ein Wimmern der Faulen, Unfähigen und Versager, der Fans des Sozialstaates den anderen für sie finanzieren müssen?
*hier habe ich mich dem Duktus angepasst, spiegelt nicht meine Meinung unbedingt


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.10.2026 um 11:02
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Aber hier schwallert man von Ochlokratie. Vllt. sollte man erst mal "Pöbel" definieren, bevor man Fremdworte in den Mund nimmt, die man vermutlich noch nicht mal versteht.
Na, da hat jemand gegoogelt und will jetzt aufklären.

Gut, spielen wir es mal theoretisch durch:
Eine 51% Mehrheit wählt und entscheidet dadurch dass die Steuern auf 60% Grenzsteuersatz angehoben werden und die GKV auf 20% erhöht wird.
Wäre es demokratisch? Ja.
Würde es gesetzlich in Ordnung gehen? Ja.
Ist es sinnvoll? Nein.
Das ist eine Demokratie der Dummen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.10.2026 um 11:51
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Höre ich hier ein Wimmern der Faulen, Unfähigen und Versager, der Fans des Sozialstaates den anderen für sie finanzieren müssen?
*hier habe ich mich dem Duktus angepasst, spiegelt nicht meine Meinung unbedingt
Was kübelt derjenige denn erst so einen Müll hier rein, um sich dann im Nebensatz den Dreck wegzuwischen 🤨 Stinkendes Elend.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Das ist eine Demokratie der Dummen.
Das ist Demokratie der Steuerhinterzieher, der Steuervermeider und der besonders armseligen Steuerflüchtlinge. Das ist Demokratie all der Egomanen, die sich in Steueroasen verpissen, und noch nicht mal realisieren, dass sie damit das nächste Land ausbluten. Diesem Land fehlen die Steuern der Überreichen. Ja genau, die fehlenden Steuern bluten dieses Land aus! Und daher wird an iwelchen Steuerschrauben gedreht, die man vllt. besser nicht drehen sollte. Wenn es nicht so viele asoziale Steuervermeider etc. gäbe, würde es diesem Land besser gehen.

Und dann gehen diese Überreichenlobbyisten auch noch ein und aus bei den Politikern, und so wird die Rüge des Bundesverfassungsgerichtes obendrauf ignoriert und ignoriert. Aber dieses Mal ist Schluss damit. Gebt dem Volk was dem Volk zusteht!! Ablazen ist angesagt! Egal auf welcher Alm!

TAX THE RICH 💰


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.10.2026 um 12:49
@mitH2CO3
Dir auch einen schönen Tag!
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Diesem Land fehlen die Steuern der Überreichen. Ja genau, die fehlenden Steuern bluten dieses Land aus!
Nein.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Aber dieses Mal ist Schluss damit
Auch nicht.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Gebt dem Volk was dem Volk zusteht!! Ablazen ist angesagt! Egal auf welcher Alm!
Auch nicht.

Irgendwie habe ich den Eindruck dass Du wirklich glaubst Überreiche seien irgendwelche naiven Haustiere die man herumschubsen kann, aber ja, probieren kann man das ja.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.10.2026 um 13:31
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Irgendwie habe ich den Eindruck dass Du wirklich glaubst Überreiche seien irgendwelche naiven Haustiere die man herumschubsen kann, aber ja, probieren kann man das ja.
Wirklich ätzend, Deine Formulierungen (->Haustiere). Auf sowas antworte ich nicht mehr.

Du weißt sehr genau, dass ich von dem obersten 1% spreche, nicht von dem "kleinen Millionär". Es geht nur um die sog. Superreichen (über 100 Millionen Vermögen), die man auch besser Überreiche nennen sollte, weil super ist was anderes. Diese Leutz haben den fettesten CO2-Fußabdruck ever, entziehen sich mit hochqualifizierten, irre teuren Steuerberatern ihrer Steuerpflicht, nur weil es Lücken in der Gesetzgebung gibt. Sie NUTZEN diese Lücken AUS. Ausnutzer! Sie können sich auf diesem Wege begünstigen lassen. Das kann jemand anderes nicht. Also: was hat allein dieser Aspekt mit Demokratie zu tun? Was?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Nein.
Doch. Du siehst doch das Geld fehlt. Wenn diese Überreichen sich genauso wie Normalsterbliche - z.B. hinsichtlich der Erbschaftssteuer - besteuert würden, und die Vermögenssteuer wieder eingeführt würde, wären viele viele Milliarden für die gesellschaftlichen Belange zur Verfügung.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Auch nicht.
Das kannst Du nicht wissen. Deine Kristallkugel hilft nicht. Iwann ist nämlich gut, mit dem Lobbyismus. Volkes Zorn kocht hoch.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Auch nicht.
Warte es ab. Die nächste Steuererhöhung läßt bei Dir doch auch nicht mehr lange auf sich warten (nix Kristallkugel -> logische Konsequenz aufgrund leerer Kassen -> u.A. wegen Billigsteuern für ausländische Unternehmen 🤨


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.10.2026 um 13:52
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wirklich ätzend, Deine Formulierungen (->Haustiere). Auf sowas antworte ich nicht mehr.
Ich formuliere um, Haustiere können echt nichts dafür:
Irgendwie habe ich den Eindruck dass Du wirklich glaubst Überreiche seien irgendwelche nützliche Idioten die man herumschubsen kann, aber ja, probieren kann man das ja.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Du weißt sehr genau, dass ich von dem obersten 1% spreche, nicht von dem "kleinen Millionär". Es geht nur um die sog. Superreichen (über 100 Millionen Vermögen),
Du bist mal wieder nicht im Bilde, es ist genau das eingetreten was andere und ich gesagt haben - Gutverdiener sind Hass Objekt Nr.1, die gilt es auszunehmen.
"Reichensteuer": Die "Reichensteuer" soll aufgesplittet werden. Zum einen soll der Steuersatz von 45 Prozent künftig schon für ein zu versteuerndes Einkommen ab 250.000 Euro gelten statt wie bisher ab 277.826 Euro. Zum anderen soll ab der Schwelle von 280.000 Euro eine neue "Superreichensteuer" von 47 Prozent kommen.
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/einkommensteuer-reform-folgen-100.html
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Diese Leutz haben den fettesten CO2-Fußabdruck ever,
Weil man auch den CO2 Ausstoß ihrer Firmenanteile dazu zählt, wie gut dass ihre Konsumenten die reinen Ökos sind :D
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:nur weil es Lücken in der Gesetzgebung gibt. Sie NUTZEN diese Lücken AUS.
Das sollten wir irgendwann mal generell besprechen was eine Gesetzeslücke ist...zB wenn ich 50 in einer 50er Zone fahre, nutze ich eine Lücke aus wenn Öko Oma Erna es gerne hätte dass ich 30 fahre?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Du siehst doch das Geld fehlt.
Nicht einverstanden. In meiner Vorstellung fehlt Geld erst dann wenn der Staat alles richtig macht und es dann tatsächlich nicht reicht, da bin ich jederzeit bereit über die Finanzierungsmöglichkeiten zu sprechen.
Aktuell wird Kaviar kredenzt und man beschwert sich dass es für Brot nicht reicht.
Und noch eine Sache: nur weil es Leute gibt die man zusätzlich mehr besteuern könnte, kann man nicht weiter Kaviar kaufen. Es fehlt Brot = Basics.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Deine Kristallkugel hilft nicht. Iwann ist nämlich gut, mit dem Lobbyismus. Volkes Zorn kocht hoch.
Zustimmung, aber der Satz passt zu meinen Gedanken: Drift nach Rechts. Viel Spaß mit einem konservativen/rechten Lager 50% AfD, CSU, FDP und einem linken Lager 40% SPD, Grüne, Linke.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Warte es ab. Die nächste Steuererhöhung läßt bei Dir doch auch nicht mehr lange auf sich warten
Eine Sache aus Unternehmersicht: ich warte nie, ich versuche im Voraus zu sein.
Ich habe zufällig entdeckt dass Andorra 🇦🇩 fast die gleiche Flagge wie Rumänien hat 🇷🇴...und auch schöne Berge...ApexOne Societat de Responsabilitat Limitada Unipersonal klingt sehr schön.


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09.10.2026 um 16:48
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Gebt dem Volk was dem Volk zusteht!!
Was genau steht denn dem Volk zu? Und wer bestimmt was dem Volk zusteht? Zum Volk zählen im übrigen auch die Reichen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.10.2026 um 18:17
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Finde es z.B. auch ungerecht dass niedrige Einkommen durch die MwSt. bei ihren Lebendhaltungskosten - vor allem Lebensmittel und Mieten mehr belastet sind, auch durch die Inflation.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Höre ich hier ein Wimmern der Faulen, Unfähigen und Versager, der Fans des Sozialstaates den anderen für sie finanzieren müssen?
schau noch mal genau hin, was ich schrieb - ich schrieb von "niedrige Einkommen" und nicht von Transferleistungen.
Aber wenn Geringverdiener in deinen Augen Faule und Unfähige sind auf die man heranschauen muss, kann ich natürlich nichts machen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:....Ablazen ist angesagt! Egal auf welcher Alm!
🤣 "egal auf welcher Alm" - köstlich 😄
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Deine Kristallkugel hilft nicht. Iwann ist nämlich gut, mit dem Lobbyismus. Volkes Zorn kocht hoch.
und zwar leider in Richtung rechtsradikal -> es war schon immer so, dass die "dümmsten Kälber ihren eigenen Metzger wählen"...
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Was genau steht denn dem Volk zu? Und wer bestimmt was dem Volk zusteht? Zum Volk zählen im übrigen auch die Reichen
in Butan (oder wie auch immer es geschrieben wird) wird gemessen, wie zufrieden das Volk ist 😉
Und zu Kaisers Zeiten war es auch schon so, dass "die da oben" in Sauß und Braus lebten und die Bauern ausgenommen wurden.

Hat sich nicht viel geändert.
Heutzutage nur psychologisch geschickter und subtiler 😉


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.10.2026 um 18:28
Zitat von OptimistOptimist schrieb:und zwar leider in Richtung rechtsradikal -> es war schon immer so, dass die "dümmsten Kälber ihren eigenen Metzger wählen"...
Dagegen hilft Aufklärung, wie z.B. diese sehenswert Doku :)

https://www.zdf.de/play/reportagen/aspekte-106/superreiche-steuerreform-100
Wie es ist, reich zu sein, das erkundet Salwa Houmsi in Koblenz bei den Baulig-Brüdern. Die durchaus umstrittenen Online-Coaches haben mit ihrem Businessmodell ein Vermögen erworben und provozieren mit teuren Uhren und schnellen Autos. Warum ist ihnen die offensive Zurschaustellung von Luxus so wichtig?

Doch wie kommt es überhaupt dazu, dass die Reichen immer reicher werden? Eine wichtige Ursache: Aktien-, Immobilien- und Firmenwerte sind stark gestiegen. Und auch Steuerprivilegien für Erben von großen Betriebsvermögen sorgen dafür, dass die Zahl der Superreichen wächst. Wie einige Reiche sogar vor einem Griff in die Staatskasse nicht zurückschrecken, das beschreibt der preisgekrönte Krimiautor Oliver Bottini in seinem Roman "Die Summe aller Dinge". Sein Thema: der Cum-Ex-Skandal und das System der Finanzkriminalität. Darüber spricht Salwa Houmsi auch mit der berühmt gewordenen ehemaligen Oberstaatsanwältin und Cum-Ex-Jägerin Anne Brorhilker.
Dass 75 Prozent der deutschen Milliardäre ihr Vermögen nicht verdient, sondern geerbt haben, findet der Millionenerbe Kai Viehof ungerecht. Er erklärt Salwa Houmsi, warum er sein Erbe spenden möchte. "Wir leben längst nicht mehr in einer Leistungs- sondern in einer Erbengesellschaft", meint auch die Politikwissenschaftlerin Martyna Linartas. Sie beschreibt die Folgen wachsender Ungleichheit für Demokratie und Gesellschaft und macht Vorschläge für eine Reform: Ein wenig Abhilfe schaffen könnte zum Beispiel eine gerechtere Erbschaftssteuer sowie eine Vermögenssteuer für Leute, die über 100 Millionen Euro besitzen.
Bringt Reichtum Macht und Glück?
https://www.zdf.de/video/reportagen/aspekte-106/superreiche-steuerreform-100


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