Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle
gestern um 20:00Den Gefallen tu ich Dir bestimmt nicht :) Kümmer' Dich mal besser um Deine Tinte auf'm Füller ...bgeoweh schrieb:Steht im Wiki:
Den Gefallen tu ich Dir bestimmt nicht :) Kümmer' Dich mal besser um Deine Tinte auf'm Füller ...bgeoweh schrieb:Steht im Wiki:
Ist es die Schnelligkeit oder der Urteil an sich?mitH2CO3 schrieb:Du gehst mir schon zwischendurch auf die Nerven mit Deinen schnellen, absoluten Urteilen.
Ich habe nicht gesagt dass es nicht möglich sein soll, sondern es ist jetzt nicht möglich.mitH2CO3 schrieb:Weshalb sollte es nicht möglich sein, Mischformen für die es spezifische Besonderheiten gibt, bei der Gemeinwohl-Ökonomie zuzulassen
Ja, von mir aus - der Staat wird aber pro Mehrwert den gleichen Steueranteil haben wollen, daher bleibt nur die Regelung der Eigentümerverhältnise.mitH2CO3 schrieb:Die neue Rechtsform "Gesellschaft mit gebundenem Vermögen" soll dann ja auch iwann noch kommen.
Fossile Energie...mitH2CO3 schrieb:Riane Eisler
"Freiwillig"...eine Gemeinde, keine Firma. Komm, die Kohle muss irgendwoher und die Gemeinde kann nur Gebühren, Gewerbesteuern und Grundsteuern beeinflussen...und da hat sie auch das Monopol drauf.mitH2CO3 schrieb:Na ja, und es gibt darüberhinaus sogar ein paar ganz vereinzelte Gemeinden, die auf GWÖ-Basis eine Gemeinwohl-Bilanz erstellt haben. Auch ganz interessant.
Ich halte es für social washing.mitH2CO3 schrieb:Ich nehme die GWÖ als einen derartigen Versuch wahr.
Ich glaube nicht dass das geht - man braucht zumindest Wachstum über die Inflation hinaus.mitH2CO3 schrieb:Ständiges Wachstum wird nach meinem Verständnis bei der GWÖ nicht erwartet, und das war auch der Ausgangspunkt dieses Austausches.
Bis jetzt sind wir damit gut gefahren, ohne war es immer ein Problem.mitH2CO3 schrieb:Wo soll es denn bitte enden, dieses ständige Wachstum?
Nicht kaufen, es wandern genug große Firmen wegen Energiepreise ab.mitH2CO3 schrieb:Wenn wir weiterhin wie die Blöden Aktien von Firmen erwerben, die mit fossilen Energien riesige CO2-Emissionen verursachen etc.
Na ja, noch nie war das Volk so vermögend.mitH2CO3 schrieb:Der Wahnsinn muss doch ein Ende finden, sonst ist unsere Lebensgrundlage iwann am Ende 🌍
Stimmt, Berufe sind nicht gleich, aber das ist nicht das Problem. Das Problem ist dass die Unterschiede immer größer werden, obgleich die Arbeit nicht immer schwerer wird. Der Handwerker kann mehr verdienen als der Ingenieur, das stimmt, aber die meisten Handwerker sind nicht selbstständig, sie sind abhängig beschäftigt und die verdienen oft weniger als der Ingenieur. Die Hierarchie ist nicht das Ergebnis von Naturgesetzen, sie ist das Ergebnis von Machtverhältnissen und die werden nicht vom Himmel gegeben, sie werden gemacht...Venom schrieb:Wo ist das eigentliche Problem? Berufe und Businesses können nun mal nicht alle gleich sein bzw. gleichgestellt. Die Hierarchie ist das Ergebnis der ökonomischen Gesetzmäßigkeiten. Außerdem können Handwerker sehr wohl deutlich mehr als Ingenieure verdienen aber da vergleicht man dann wahrscheinlich Äpfel mit Birnen bzw. selbstständige Handwerksmeister mit eigenem Betrieb und angestellten Mitarbeitern vs angestellte Ingenieure
Gemeinwohl-Ökonomie – Das Modell in zehn PunktenQuelle: https://deutsches-ehrenamt.de/vereinsgruendung-vereinsarten/ggmbh-gug-stiftung/gemeinwohl-oekonomie/
1. Die Gemeinwohl-Ökonomie strebt eine ethische Marktwirtschaft an, deren Ziel nicht die Vermehrung von Geldkapital ist, sondern das gute Leben für alle.
2. Menschenwürde, die Menschenrechte und die ökologische Verantwortung sind zentrale Gemeinwohlwerte, die auch in der Wirtschaft umgesetzt werden.
3. Mithilfe der Gemeinwohl-Matrix können diese Werte im unternehmerischen Alltag umgesetzt werden. Sie wird laufend weiterentwickelt und soll demokratisch entschieden werden.
4. Unternehmen müssen eine Gemeinwohl-Bilanz erstellen und veröffentlichen. Im Gemeinwohl-Bericht erklären sie die Umsetzung der Gemeinwohlwerte sowie ihr Entwicklungspotential und nehmen eine Bewertung vor. Bericht und Bilanz werden extern überprüft.
5. Gesellschaftliche Unterstützung erfahren Gemeinwohl-Unternehmen zunächst am Markt durch Verbraucher, Kooperationspartner und gemeinwohlorientierte Geldgeber.
6. Als Ausgleich für überdurchschnittliche Leistungen zum Gemeinwohl sollen Gemeinwohl-Unternehmen rechtliche Vorteile bei Steuern, Krediten und öffentlichen Aufträgen sowie im internationalen Handel erhalten.
7. Unternehmensgewinne dienen der Stärkung der Unternehmen sowie der Einkommenserzielung und der Alterssicherung der Unternehmer und der Beschäftigten, nicht aber der Vermögensvermehrung externer Kapitalgeber. Das Streben nach größtmöglicher Kapitalrendite entfällt.
8. Dadurch schwindet der Drang zum Wirtschaftswachstum. Es öffnen sich Möglichkeiten für ein erfülltes Leben bei Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. In der Arbeit können sich Wertschätzung und Fairness sowie Kreativität und Kooperation besser entfalten.
9. Mit der Begrenzung von Vermögensungleichheiten steigen die Chancen für die gleichberechtigte Teilhabe Aller am wirtschaftlichen und politischen Leben.
10. Die Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung lädt dazu ein, die Verwirklichung der genannten Werte in Wirtschaft und Gesellschaft mitzugestalten. Alle Ideen für eine zukunftsfähige Wirtschaftsordnung sollen in demokratischen Prozessen entwickelt, vom Souverän entschieden und in der Verfassung verankert werden.
mitH2CO3 schrieb:Wo soll es denn bitte enden, dieses ständige Wachstum?
mal sehen, wie lange - auf lange Sicht - die Menschheit noch gut damit fahren kann.ApexOne schrieb:Bis jetzt sind wir damit gut gefahren, ohne war es immer ein Problem
mitH2CO3 schrieb:Der Wahnsinn muss doch ein Ende finden, sonst ist unsere Lebensgrundlage iwann am Ende
du scheinst die Lebensgrundlagen nur im Geld bzw. Vermögen zu sehen.ApexOne schrieb:Na ja, noch nie war das Volk so vermögend
Falsch - aber was möchtest Du in diesem Thread überKapitalismus = Kapital besprechen?Optimist schrieb:du scheinst die Lebensgrundlagen nur im Geld bzw. Vermögen zu sehen.
Da wirst Du Dich aber wundern was dann Kapital kann - Beispielfrage: kannst Du innerhalb 2 Stunden ein Flugzeug buchen dass Dich und weiter 7-10 Personen weltweit in 24h transportiert?Optimist schrieb:Wenn die Natur eines Tages noch mehr "zurück schlägt" , als teilweise jetzt schon zu sehen, nützt das Vermögen nichts mehr.
Genau...wie war das mit dem Begegnen und Aggressionen? Hätte ich nicht an den Staat 50% abgegeben, müsste ich nicht soviel machen.Optimist schrieb:Aber klar, kann Kapitalisten egal sein, die scheinen nur "im Heute" zu leben ... habe ich heute genug Kohle gemacht?
Investition in Erhalt und Erneuerung von Maschinen ist kein Wachstum. Wenn ein Teller-Unternehmen permanent jedes Jahr 100.000 Teller herstellt, dann wächst es nicht, ganz unabhängig von irgendwelchen Investitionen. Und es kann dabei bestehen. Das können auch sämtliche Unternehmen der Welt machen, dann hätte man insgesamt kein Wachstum, das würde den Kapitalismus auch nicht stören, der würde weiterhin funktionieren.peekaboo schrieb am 24.07.2026:
Eine Fabrik, die jahrelang dasselbe produziert, funktioniert problemlos, bis die Konkurrenz billiger produziert, bis die Maschinen verschleißen, bis die Löhne steigen, dann steht die Fabrik still und der Besitzer fragt sich, warum er nicht investiert hat....zaeld schrieb am 24.07.2026:Nein. Eine Fabrik, die jahrelang dasselbe produziert, ohne dass die Produktion ausgeweitet wird und damit ohne Wachstum, funktioniert problemlos. Und das können alle Unternehmen machen, der Kapitalismus ist nicht darauf angewiesen, dass wenn das eine Unternehmen nicht wächst, dafür ein anderes wachsen muss.
Stillstand im Kapitalismus ist kein Zustand, es ist 'n Todesurteil auf Raten. Wer nicht wächst, wird gefressen. Das ist kein Naturgesetz, das ist Konkurrenz...Das sind einfach nur Sprüche.
Nein, ich meine Mehrwert. Mit technischem Fortschritt hat die Produktion eines konkreten Produkts nichts im Produktionsablauf nichts zu tun.Du meinst technischen Fortschritt, nicht Mehrwert....zaeld schrieb am 24.07.2026:Der Mehrwert entsteht dadurch, dass minderwertigere Komponenten zu höherwertigen Komponenten verarbeitet werden. Dazu benötigt man kein Wachstum.
Mehrwert entsteht ja nicht durch bessere Verarbeitung, sondern durch unbezahlte Arbeit.... Der Arbeiter produziert in einem Teil seiner Arbeitszeit den Wert seines Lohns, im Rest produziert er für den Profit des Kapitalisten....Nein. Dafür habe ich ja das Beispiel mit der Autotür gebracht. Produziert ein Arbeiter eine Autotür, hat diese im Prinzip erst einmal überhaupt keinen Wert, da niemand eine einzelne Autotür benötigt. Erst durch das Zusammenfügen der einzelnen Teile zu einem Auto entsteht ein Gesamtwert, der höher ist als die Summe der Einzelteile. Und nicht zuletzt stellt der Unternehmer die Maschinen zur Verfügung (der Arbeiter muss keine eigene mitbringen) und organisiert das ganze. Dafür bekommt er eben auch einen Anteil am Verkaufspreis. Im Gegensatz zum Festangestellten ist das ein flexibler Anteil, der, wenn es schlecht läuft, auch negativ sein kann. Der Arbeiter geht immer mit einem positiven Ergebnis raus.
Der Satz macht keinen Sinn. Was soll ein "Beweis für einen Pofit" sein? Der Profit ist einfach der Gewinn, das ist eine Festlegung und muss nicht bewiesen werden. Bei Angestellten ist der Gewinn ungefähr gleich dem Umsatz. Das ist eine Feststellung.Wenn der Arbeitskraftgeber seine Arbeitskraft verkauft hat er kaum Kosten, das stimmt, aber das ist kein Beweis für seinen Profit, es ist der Beweis für seine Abhängigkeit.zaeld schrieb am 24.07.2026:Die Profite werden von den Kunden genommen, denen ein Produkt zu einem höheren Preis verkauft wird als die unverarbeiteten Teilkomponenten einzeln kosten.
Er verkauft sich selbst und der Käufer streicht die Mehrwert ein. Der Arbeitskraftgeber hat keinen Profit, er hat 'nen Lohn.Der Lohn ist sein Profit.