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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.821 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.07.2026 um 20:00
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Steht im Wiki:
Den Gefallen tu ich Dir bestimmt nicht :) Kümmer' Dich mal besser um Deine Tinte auf'm Füller ...


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.07.2026 um 20:29
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Du gehst mir schon zwischendurch auf die Nerven mit Deinen schnellen, absoluten Urteilen.
Ist es die Schnelligkeit oder der Urteil an sich?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Weshalb sollte es nicht möglich sein, Mischformen für die es spezifische Besonderheiten gibt, bei der Gemeinwohl-Ökonomie zuzulassen
Ich habe nicht gesagt dass es nicht möglich sein soll, sondern es ist jetzt nicht möglich.
Ich vermute der Staat wird da nicht mitmachen wegen möglichen Steuerverlusten (diese willst ja auch erhöhen).
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Die neue Rechtsform "Gesellschaft mit gebundenem Vermögen" soll dann ja auch iwann noch kommen.
Ja, von mir aus - der Staat wird aber pro Mehrwert den gleichen Steueranteil haben wollen, daher bleibt nur die Regelung der Eigentümerverhältnise.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Riane Eisler
Fossile Energie...
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Na ja, und es gibt darüberhinaus sogar ein paar ganz vereinzelte Gemeinden, die auf GWÖ-Basis eine Gemeinwohl-Bilanz erstellt haben. Auch ganz interessant.
"Freiwillig"...eine Gemeinde, keine Firma. Komm, die Kohle muss irgendwoher und die Gemeinde kann nur Gebühren, Gewerbesteuern und Grundsteuern beeinflussen...und da hat sie auch das Monopol drauf.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ich nehme die GWÖ als einen derartigen Versuch wahr.
Ich halte es für social washing.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ständiges Wachstum wird nach meinem Verständnis bei der GWÖ nicht erwartet, und das war auch der Ausgangspunkt dieses Austausches.
Ich glaube nicht dass das geht - man braucht zumindest Wachstum über die Inflation hinaus.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wo soll es denn bitte enden, dieses ständige Wachstum?
Bis jetzt sind wir damit gut gefahren, ohne war es immer ein Problem.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wenn wir weiterhin wie die Blöden Aktien von Firmen erwerben, die mit fossilen Energien riesige CO2-Emissionen verursachen etc.
Nicht kaufen, es wandern genug große Firmen wegen Energiepreise ab.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Der Wahnsinn muss doch ein Ende finden, sonst ist unsere Lebensgrundlage iwann am Ende 🌍
Na ja, noch nie war das Volk so vermögend.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.07.2026 um 20:47
Zitat von VenomVenom schrieb:Wo ist das eigentliche Problem? Berufe und Businesses können nun mal nicht alle gleich sein bzw. gleichgestellt. Die Hierarchie ist das Ergebnis der ökonomischen Gesetzmäßigkeiten. Außerdem können Handwerker sehr wohl deutlich mehr als Ingenieure verdienen aber da vergleicht man dann wahrscheinlich Äpfel mit Birnen bzw. selbstständige Handwerksmeister mit eigenem Betrieb und angestellten Mitarbeitern vs angestellte Ingenieure
Stimmt, Berufe sind nicht gleich, aber das ist nicht das Problem. Das Problem ist dass die Unterschiede immer größer werden, obgleich die Arbeit nicht immer schwerer wird. Der Handwerker kann mehr verdienen als der Ingenieur, das stimmt, aber die meisten Handwerker sind nicht selbstständig, sie sind abhängig beschäftigt und die verdienen oft weniger als der Ingenieur. Die Hierarchie ist nicht das Ergebnis von Naturgesetzen, sie ist das Ergebnis von Machtverhältnissen und die werden nicht vom Himmel gegeben, sie werden gemacht...


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.07.2026 um 20:52
So jetzt bin ich tiefer eingetaucht und jetzt weiß ich Bescheid...!
Gemeinwohl-Ökonomie – Das Modell in zehn Punkten
1. Die Gemeinwohl-Ökonomie strebt eine ethische Marktwirtschaft an, deren Ziel nicht die Vermehrung von Geldkapital ist, sondern das gute Leben für alle.

2. Menschenwürde, die Menschenrechte und die ökologische Verantwortung sind zentrale Gemeinwohlwerte, die auch in der Wirtschaft umgesetzt werden.

3. Mithilfe der Gemeinwohl-Matrix können diese Werte im unternehmerischen Alltag umgesetzt werden. Sie wird laufend weiterentwickelt und soll demokratisch entschieden werden.

4. Unternehmen müssen eine Gemeinwohl-Bilanz erstellen und veröffentlichen. Im Gemeinwohl-Bericht erklären sie die Umsetzung der Gemeinwohlwerte sowie ihr Entwicklungspotential und nehmen eine Bewertung vor. Bericht und Bilanz werden extern überprüft.

5. Gesellschaftliche Unterstützung erfahren Gemeinwohl-Unternehmen zunächst am Markt durch Verbraucher, Kooperationspartner und gemeinwohlorientierte Geldgeber.

6. Als Ausgleich für überdurchschnittliche Leistungen zum Gemeinwohl sollen Gemeinwohl-Unternehmen rechtliche Vorteile bei Steuern, Krediten und öffentlichen Aufträgen sowie im internationalen Handel erhalten.

7. Unternehmensgewinne dienen der Stärkung der Unternehmen sowie der Einkommenserzielung und der Alterssicherung der Unternehmer und der Beschäftigten, nicht aber der Vermögensvermehrung externer Kapitalgeber. Das Streben nach größtmöglicher Kapitalrendite entfällt.

8. Dadurch schwindet der Drang zum Wirtschaftswachstum. Es öffnen sich Möglichkeiten für ein erfülltes Leben bei Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. In der Arbeit können sich Wertschätzung und Fairness sowie Kreativität und Kooperation besser entfalten.

9. Mit der Begrenzung von Vermögensungleichheiten steigen die Chancen für die gleichberechtigte Teilhabe Aller am wirtschaftlichen und politischen Leben.

10. Die Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung lädt dazu ein, die Verwirklichung der genannten Werte in Wirtschaft und Gesellschaft mitzugestalten. Alle Ideen für eine zukunftsfähige Wirtschaftsordnung sollen in demokratischen Prozessen entwickelt, vom Souverän entschieden und in der Verfassung verankert werden.
Quelle: https://deutsches-ehrenamt.de/vereinsgruendung-vereinsarten/ggmbh-gug-stiftung/gemeinwohl-oekonomie/

Punkt 1 - widerspricht sich mit Punkt 7.
Punkt 5 - gemeinwohlorientierte Geldgeber? siehe 7 wie sichern die sich fürs Alter ab sie nichts dafür bekommen?

Und jetzt worum es wirklich geht, Punkt 6, herrlich, daher noch einmal:

- rechtliche Vorteile bei Steuern
! die Herrschaften möchten ihre Steuerlast reduzieren

- Krediten
! die Herrschaften möchten günstige Kredite und da sie keine Zinsen zahlen wollen, somit 0% Kredite

- öffentlichen Aufträgen
! die Herrschaften möchten bei öffentlichen Aufträgen bevorzugt werden

- sowie im internationalen Handel erhalten.
! die Herrschaften möchten keine Zölle zahlen

Alles klar....sind das Lidl's Söhne?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.07.2026 um 22:03
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wo soll es denn bitte enden, dieses ständige Wachstum?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Bis jetzt sind wir damit gut gefahren, ohne war es immer ein Problem
mal sehen, wie lange - auf lange Sicht - die Menschheit noch gut damit fahren kann.
Spätestens "wenn der letzte Baum gerodet wird" ist es aus mit der wilden Fahrt und Prasserei. 😉
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Der Wahnsinn muss doch ein Ende finden, sonst ist unsere Lebensgrundlage iwann am Ende
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Na ja, noch nie war das Volk so vermögend
du scheinst die Lebensgrundlagen nur im Geld bzw. Vermögen zu sehen.
Wenn die Natur eines Tages noch mehr "zurück schlägt" , als teilweise jetzt schon zu sehen, nützt das Vermögen nichts mehr.

Aber klar, kann Kapitalisten egal sein, die scheinen nur "im Heute" zu leben ... habe ich heute genug Kohle gemacht?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.07.2026 um 07:00
Zitat von OptimistOptimist schrieb:du scheinst die Lebensgrundlagen nur im Geld bzw. Vermögen zu sehen.
Falsch - aber was möchtest Du in diesem Thread überKapitalismus = Kapital besprechen?
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Wenn die Natur eines Tages noch mehr "zurück schlägt" , als teilweise jetzt schon zu sehen, nützt das Vermögen nichts mehr.
Da wirst Du Dich aber wundern was dann Kapital kann - Beispielfrage: kannst Du innerhalb 2 Stunden ein Flugzeug buchen dass Dich und weiter 7-10 Personen weltweit in 24h transportiert?
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Aber klar, kann Kapitalisten egal sein, die scheinen nur "im Heute" zu leben ... habe ich heute genug Kohle gemacht?
Genau...wie war das mit dem Begegnen und Aggressionen? Hätte ich nicht an den Staat 50% abgegeben, müsste ich nicht soviel machen.
Daher lautet die Frage des Staates: wieviel Kohle hast Du heute gemacht?
Zusatzfrage an Dich: wenn alle die mehr als die Hälfte des Steueraufkommens tragen, ein Jahr nur die "Hälfte an Kohle" machen, haben die Empfänger ein Problem oder die Kapitalisten?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.07.2026 um 08:30
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb am 24.07.2026:
Zitat von zaeldzaeld schrieb am 24.07.2026:Nein. Eine Fabrik, die jahrelang dasselbe produziert, ohne dass die Produktion ausgeweitet wird und damit ohne Wachstum, funktioniert problemlos. Und das können alle Unternehmen machen, der Kapitalismus ist nicht darauf angewiesen, dass wenn das eine Unternehmen nicht wächst, dafür ein anderes wachsen muss.
Eine Fabrik, die jahrelang dasselbe produziert, funktioniert problemlos, bis die Konkurrenz billiger produziert, bis die Maschinen verschleißen, bis die Löhne steigen, dann steht die Fabrik still und der Besitzer fragt sich, warum er nicht investiert hat....
Investition in Erhalt und Erneuerung von Maschinen ist kein Wachstum. Wenn ein Teller-Unternehmen permanent jedes Jahr 100.000 Teller herstellt, dann wächst es nicht, ganz unabhängig von irgendwelchen Investitionen. Und es kann dabei bestehen. Das können auch sämtliche Unternehmen der Welt machen, dann hätte man insgesamt kein Wachstum, das würde den Kapitalismus auch nicht stören, der würde weiterhin funktionieren.
Stillstand im Kapitalismus ist kein Zustand, es ist 'n Todesurteil auf Raten. Wer nicht wächst, wird gefressen. Das ist kein Naturgesetz, das ist Konkurrenz...
Das sind einfach nur Sprüche.
Zitat von zaeldzaeld schrieb am 24.07.2026:Der Mehrwert entsteht dadurch, dass minderwertigere Komponenten zu höherwertigen Komponenten verarbeitet werden. Dazu benötigt man kein Wachstum.
Du meinst technischen Fortschritt, nicht Mehrwert....
Nein, ich meine Mehrwert. Mit technischem Fortschritt hat die Produktion eines konkreten Produkts nichts im Produktionsablauf nichts zu tun.
Mehrwert entsteht ja nicht durch bessere Verarbeitung, sondern durch unbezahlte Arbeit.... Der Arbeiter produziert in einem Teil seiner Arbeitszeit den Wert seines Lohns, im Rest produziert er für den Profit des Kapitalisten....
Nein. Dafür habe ich ja das Beispiel mit der Autotür gebracht. Produziert ein Arbeiter eine Autotür, hat diese im Prinzip erst einmal überhaupt keinen Wert, da niemand eine einzelne Autotür benötigt. Erst durch das Zusammenfügen der einzelnen Teile zu einem Auto entsteht ein Gesamtwert, der höher ist als die Summe der Einzelteile. Und nicht zuletzt stellt der Unternehmer die Maschinen zur Verfügung (der Arbeiter muss keine eigene mitbringen) und organisiert das ganze. Dafür bekommt er eben auch einen Anteil am Verkaufspreis. Im Gegensatz zum Festangestellten ist das ein flexibler Anteil, der, wenn es schlecht läuft, auch negativ sein kann. Der Arbeiter geht immer mit einem positiven Ergebnis raus.
Zitat von zaeldzaeld schrieb am 24.07.2026:Die Profite werden von den Kunden genommen, denen ein Produkt zu einem höheren Preis verkauft wird als die unverarbeiteten Teilkomponenten einzeln kosten.
Wenn der Arbeitskraftgeber seine Arbeitskraft verkauft hat er kaum Kosten, das stimmt, aber das ist kein Beweis für seinen Profit, es ist der Beweis für seine Abhängigkeit.
Der Satz macht keinen Sinn. Was soll ein "Beweis für einen Pofit" sein? Der Profit ist einfach der Gewinn, das ist eine Festlegung und muss nicht bewiesen werden. Bei Angestellten ist der Gewinn ungefähr gleich dem Umsatz. Das ist eine Feststellung.
Er verkauft sich selbst und der Käufer streicht die Mehrwert ein. Der Arbeitskraftgeber hat keinen Profit, er hat 'nen Lohn.
Der Lohn ist sein Profit.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.07.2026 um 08:49
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Nein. Dafür habe ich ja das Beispiel mit der Autotür gebracht. Produziert ein Arbeiter eine Autotür, hat diese im Prinzip erst einmal überhaupt keinen Wert, da niemand eine einzelne Autotür benötigt
Ersatzteile sind kostenlos? Das wäre mir neu. Schon die Ressourcenbeschaffung, die Verarbeitung und die Veredelung stellen Wertschöpfungsprozesse dar.

Es gibt genug Menschen, die genau dieses Ersatzteil benötigen und dafür bezahlen. Schon bevor die Tür in ein Auto eingebaut wird, steckt darin Arbeit, Material, Energie und Know-how. Wertlos ist sie also offensichtlich nicht.

Der Arbeiter produziert nicht erst durch das Zusammenfügen Wert. Bereits bei der Herstellung der einzelnen Komponenten wird Wert geschaffen. Eine Autotür, ein Motor oder ein Getriebe können alle separat gehandelt werden und haben deshalb einen Marktwert. Die Behauptung, eine einzelne Autotür habe „überhaupt keinen Wert“, ist faktisch falsch.
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Der Lohn ist sein Profit.
Der Arbeitnehmer hat keinen Umsatz, deshalb kann sein Gewinn auch nicht „ungefähr dem Umsatz entsprechen“. Und ob Lohn als Profit bezeichnet werden kann, ist gerade der Streitpunkt. Normalerweise ist Lohn eine Vergütung für Arbeit, während Profit der Überschuss nach Abzug der Kosten ist. Da verwendest du zwei unterschiedliche Begriffe, als wären sie dasselbe.

Es wurde nicht behauptet, dass Profit bewiesen werden müsse, sondern dass geringe Kosten kein Beweis für Profit sind. Außerdem hat ein Arbeitnehmer üblicherweise keinen Umsatz, sondern Einkommen bzw. Lohn. Und selbst wenn man den Lohn als „Umsatz“ bezeichnet, wäre der Gewinn nicht automatisch identisch damit, da auch Arbeitnehmer Kosten haben können. Die Begriffe Gewinn, Profit, Umsatz und Lohn werden hier durcheinandergeworfen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.07.2026 um 09:37
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Wenn die Natur eines Tages noch mehr "zurück schlägt" , als teilweise jetzt schon zu sehen, nützt das Vermögen nichts mehr
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Da wirst Du Dich aber wundern was dann Kapital kann - Beispielfrage: kannst Du innerhalb 2 Stunden ein Flugzeug buchen dass Dich und weiter 7-10 Personen weltweit in 24h transportiert?
Wenn durch den Raubau an der Natur eines Tages weltweit alles "vor den Baum fährt" (also wirklich flächendeckend), dann nützt uns irgendwelche Flucht auch nichts.
Es sei denn man will auf einen anderen Planeten. Aber wer will das schon?
Ergo, wenn mal alles zusammenbrachen würde, dann braucht man auch kein Flugzeug mehr.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Aber klar, kann Kapitalisten egal sein, die scheinen nur "im Heute" zu leben ... habe ich heute genug Kohle gemacht?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Genau...wie war das mit dem Begegnen und Aggressionen?
mein Zitat enthält keinerlei Aggressionen, allenfalls eine überspitzte Feststellung.
Überspitzungen sind zuweilen auch dein Stilmittel 😉
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Zusatzfrage an Dich: wenn alle die mehr als die Hälfte des Steueraufkommens tragen, ein Jahr nur die "Hälfte an Kohle" machen, haben die Empfänger ein Problem oder die Kapitalisten?
hierbei bitte bedenken, dass die Anderen insgesamt für die andere Hälfte der Steueraufkommen sorgen.

Dir geht's ja hier sicherlich hauptsächlich um die BG-Empfänger oder etwa nicht?
Und ich hatte mich noch nie dafür ausgesprochen, dass ich es richtig fänd, dass Arbeitsfähige "auf der faulen Haut liegen sollen".
Nein, ich bin für Differenzierung bei diesem Thema.
Nicht jeder der für Außenstehende faul erscheint, ist es auch tatsächlich.
Dir geht's ja hier sicherlich hauptsächlich um die BG-Empfänger oder etwa nicht?
Anderer Punkt dazu:
Das Bürgergeld macht nur einen kleineren Teil der gesamten Sozialausgaben aus.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:wenn alle die mehr als die Hälfte des Steueraufkommens tragen, ein Jahr nur die "Hälfte an Kohle" machen, haben die Empfänger ein Problem oder die Kapitalisten?
wenn es mal soweit wäre, dann würden Einige evtl. zwangsläufig genügsamer (werden müssen) - hierbei meine ich auch gutverdienende Arbeitnehmer, weil ja dann auch die Infrastruktur noch mehr leiden würde.

Der nächste Aspekt: wenn die jetzt schon Finanzschwachen nichts mehr groß an Hilfen bekämen, könnte dies zu sozialen Spannungen in der Gesellschaft führen, bis hin zu Unruhen.
Ob das für Kapitalisten ein schönes Zukunfts-Szenario wäre, kann ich nicht beurteilen.
Denke aber mal, das würde diese nicht weiter jucken.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.07.2026 um 10:22
Friedrich Küppersbusch bringt die Verlogenheit und den Wahnsinn des Kapitalismus mal wieder gut auf den Punkt.
Küppersbusch: Was in so einen VW alles reinpasst! „Dramatische Einbrüche“, Kürzungen, Entlassungen, Stilllegungen – und zugleich super Zahlen mit zweimal tollen Dividenden und Millionen-Prämien für die Vorstände. Das Raumwunder! Aktionäre und Manager haften nicht für ihre Fehlentscheidungen – das tut die Belegschaft, die wiederum nichts zu entscheiden hat. Wie war nochmal die Frage? Die politische Debatte ist verstopft von Jammer-Bossis, die den Standort, die Steuern, die Löhne und Sozialkosten, die Bürokratie und Vorschriften erstklassig durchbeschuldigen können, warum es eben leider nicht besser geht. Und dann kommt Musk und baut seine Tesla-Fabrik in Brandenburg. Einer von beiden muss bescheuert sein. Ach, komm, warum nicht beide.
Quelle: https://taz.de/Debatte-um-Leihmutterschaft/!6199293&s=k%C3%BCppersbusch/


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.07.2026 um 11:05
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Friedrich Küppersbusch bringt die Verlogenheit und den Wahnsinn des Kapitalismus mal wieder gut auf den Punkt.
Wobei VW innerhalb der Industrie den Spitznamen "VEB VW" hat. Sie haben sich soweit vom Kapitalismus entfernt wie kein anderer Konzern in Deutschland mMn.
Fast automatisch wird ein niedersächsischer Ministerpräsident auch eine Art “Auto-Regierungschef”. Unvergessen ist die Rolle von Gerhard Schröder, der sich als Ministerpräsident und später als Bundeskanzler das Image als “Genosse der Bosse” erwarb. Es ist vielleicht das Symbolbild für die Beziehung zwischen VW und dem Land: Schröder und Piëch nebst Gattinen 1996 beim Wiener Opernball, in einer von Piëch gemieteten Loge.
Weiter:
Die Machtarchitektur beim Autobauer ist kompliziert. Traditionelle Verbündete des Landes bei VW – auch unter CDU-Regierungen – sind der Betriebsrat und die IG Metall. Das Ziel: die Arbeitsplätze möglichst im Land halten.
Fazit:
“Es ist fraglich, ob das VW Gesetz und die Unternehmensanteile des Landes Niedersachsen notwendig und noch zeitgemäß sind”, sagt der Branchenexperte Stefan Bratzel vom Forschungsinstitut CAM. Daimler oder BMW zeigten, dass Standorte auch ohne Kapitalbeteiligung der Länder gesichert werden könnten. Härtere Worte findet Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer: “Die Spitzenpolitiker Niedersachsens sehen in VW so etwas wie ein VEB, eine Art “Volkseigener Betrieb”.”
Quelle: https://www.cio.de/article/3687843/wie-eng-volkswagen-in-niedersachsen-verflochten-ist.html

MMn ist VW daran gescheitert das sie sich konsequent den Regeln des Kapitalismus entzogen haben.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.07.2026 um 15:53
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:MMn ist VW daran gescheitert das sie sich konsequent den Regeln des Kapitalismus entzogen haben.
Klar, am Dieselskandal und anderem kann es nicht gelegen haben.

Und dies hier ist ja auch völlig Kapitalismusuntypisch:
Was in so einen VW alles reinpasst! „Dramatische Einbrüche“, Kürzungen, Entlassungen, Stilllegungen – und zugleich super Zahlen mit zweimal tollen Dividenden und Millionen-Prämien für die Vorstände.
Quelle: https://taz.de/Debatte-um-Leihmutterschaft/!6199293&s=k%C3%BCppersbusch/

Oder dies
Er stimmte der millionenschweren Abfindung für das frühere VW-Vorstandsmitglied Christine Hohmann-Dennhardt zu
Quelle: dein link

Stimmt, sowas unkapitalistisches wie VW hat die Welt noch nicht gesehen....


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.07.2026 um 16:05
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Stimmt, sowas unkapitalistisches wie VW hat die Welt noch nicht gesehen....
Ich denke nicht das die Entfernung vom Kapitalismus bei VW ein Phänomen ist, was die Welt noch nicht gesehen hat, jedoch leiden sie heftig an Fehlentscheidungen welche unkapitalistischer nicht sein können, Stichwort Personalpolitik.
Trotzdem es in den letzten 10 Jahren Entlassungen gab waren diese homöopathisch, man hatte zu sehr das Wohl der Angestellten im Auge. Fürstliche Löhne bis zu den untersten Qualifikationen und starke Gewerkschaftsansprüche....man hat bis zuletzt daran festgehalten bis es jetzt zur Vollbremsung kam.
Ich komme aus der Branche und hinter vorgehaltener Hand sprach man schon seit mehreren Jahren davon, das es VW in dieser Form nicht mehr geben wird können. Gemessen am Wettbewerb hat man eher ungläubig zugeschaut wie das alles funktioniert...am Ende kommt die Wahrheit ans Licht.
Unter streng kapitalistischen Maßstäben hätte man den Konzern spätestens zum Dieselskandal auf links gedreht.
Mitarbeiter die jetzt klagen das alles den Bach runter geht, vergessen das sie froh sein können überhaupt bis heute dort angestellt zu sein. Meine Meinung.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.07.2026 um 16:22
Hier mal das Lohnniveau bei VW:
Demnach verdient ein Fließbandarbeiter im Schnitt 54.000 Euro pro Jahr, also 4500 Euro im Monat. Hinzu kommt ein jährlicher Tarifbonus von zuletzt 4735 Euro. Maschinenschlosser kassieren im Schnitt 67.000 Euro pro Jahr, Einkäufer rund 83.000 Euro, Projektmanager rund 86.000 Euro, Produktmanager knapp 90.000 Euro (Tarifstufen 17 + 18).
Quelle: https://www.schwaebische.de/wirtschaft/was-verdienen-vw-mitarbeiter-gehalt-3042092#google_vignette

Fließband = Null Verantwortung, alles vorgegeben, 35h und dafür knapp 60k und es sind zigtausende.....sozialistischer kann man Personalpolitik nicht betreiben, am Ende einer der Hauptgründe (aber eben nicht der Einzige) für den sicheren Garant der Wettbewerbsunfähigkeit.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.07.2026 um 16:50
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Ergo, wenn mal alles zusammenbrachen würde, dann braucht man auch kein Flugzeug mehr.
Ok, also im Armaggedon bricht alles zusammen über Nacht.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:mein Zitat enthält keinerlei Aggressionen, allenfalls eine überspitzte Feststellung.
Klar...kannst Du das als Sender behaupten, der Empfänger kann sich aber seine Meinung bilden.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Überspitzungen sind zuweilen auch dein Stilmittel 😉
Ja, so gut dass Du das nachmachst.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:hierbei bitte bedenken, dass die Anderen insgesamt für die andere Hälfte der Steueraufkommen sorgen.
Du meinst die anderen 90%? Weil 10% für 50% aufkommen.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Dir geht's ja hier sicherlich hauptsächlich um die BG-Empfänger oder etwa nicht?
Und ich hatte mich noch nie dafür ausgesprochen, dass ich es richtig fänd, dass Arbeitsfähige "auf der faulen Haut liegen sollen".
Nein, ich bin für Differenzierung bei diesem Thema.
Nicht jeder der für Außenstehende faul erscheint, ist es auch tatsächlich.
Lol, ich muss sogar differenzieren, die Aussage "Alle BG Empfänger sind faul" würde gelöscht...daher ich differenziere automatisch und übrigens aus Überzeugung...aber hatten wir vor Kurzem nicht 110.000 Betrugsfälle aus 136.000 Verdachtsfälle?
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Anderer Punkt dazu:
Das Bürgergeld macht nur einen kleineren Teil der gesamten Sozialausgaben aus.
Da bin ich anderer Meinung...ich habe auch das Gefühl dass die Rechnungen beschönigt sind.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.07.2026 um 16:57
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Friedrich Küppersbusch bringt die Verlogenheit und den Wahnsinn des Kapitalismus mal wieder gut auf den Punkt.
Aus den Zeilen entnehme ich dass er über VW schreibt.
Unverantwortlich auch das Land NIedersachen dass den Hals nicht voll kriegt, der MP und die Kultusministerin(!) können sich verdünisieren...auch mega unverständlich wie IG Metall Vorsitzende diesen Bonis zustimmen konnten...da sieht man was raus kommt wenn man Sozialisten ein bißchen Macht gibt.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Klar, am Dieselskandal und anderem kann es nicht gelegen haben.
Ich betone noch einmal, das Management für dieser Schande verantwortlich. Aufsichtsrat hat gepennt.

Auch witzig: als VW Hundertausende gut bezahlt hat und auch noch die Steuerkasse und die Sozialkassen gefüllt hat, da war der Kapitalismus in Ordnung.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.07.2026 um 17:17
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:.da sieht man was raus kommt wenn man Sozialisten ein bißchen Macht gibt.
@ApexOne:
Sozialisten sind es zwar nicht, sondern Sozialdemokraten, aber ich habe da noch ein anderes Beispiel: Die West-LB unter dem Vorstandsvorsitzenden Friedel Neuber. Man nannte die 7 Privatjets der Bank auch die "Fluglinie NRW" (wenn ich mich richtig erinnere), weil sie gerne den regierenden Genossen aushalfen. Waren da nicht auch ab und zu Gespielinnen (vulgo: Prostituierte) an Bord, wenn die SPD-Prominenz durch die Lüfte gekarrt wurde?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.07.2026 um 17:29
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Die West-LB unter dem Vorstandsvorsitzenden Friedel Neuber. Man nannte die 7 Privatjets der Bank auch die "Fluglinie NRW" (wenn ich mich richtig erinnere), weil sie gerne den regierenden Genossen aushalfen. Waren da nicht auch ab und zu Gespielinnen (vulgo: Prostituierte) an Bord, wenn die SPD-Prominenz durch die Lüfte gekarrt wurde?
Sozial ist, was Arbeit schafft. 😀


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.07.2026 um 17:38
Es ist ein bisschen oT, aber ich muss doch noch was ergänzen: Nach dem Artikel in der Wikipedia waren auch Politiker der CDU in die "Düsseldorfer Flugaffäre" involviert.
Die Düsseldorfer Flugaffäre war eine Korruptionsaffäre in Nordrhein-Westfalen um Ereignisse in den 1980er und 1990er Jahren, die in den Jahren 1999 und 2000 bekannt wurden.[1] Die WestLB zahlte führenden Politikern von SPD und CDU deren private Flugkosten und setzte überhöhte Rechnungen von der Steuer ab.[2] Hintergrund war, dass bei einigen Flügen als Stewardessen getarnte Prostituierte mitgenommen worden waren.[3][4] Im Rahmen dieser Affäre, in der auch Anschuldigungen gegenüber Johannes Rau und Wolfgang Clement erhoben worden waren, trat Minister Heinz Schleußer zurück.
Quelle: Wikipedia: Düsseldorfer Flugaffäre

Und eine Korrektur: Es waren nicht 7 Privatjets der WestLB, sondern von der WestLB gecharterte Maschinen.


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28.07.2026 um 18:09
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:sozialistischer kann man Personalpolitik nicht betreiben, am Ende einer der Hauptgründe (aber eben nicht der Einzige) für den sicheren Garant der Wettbewerbsunfähigkeit.
Was hat denn ein hohes Lohnniveau mit der Unterscheidung zwischen Sozialismus und Kapitalismus zu tun? Die Wirtschaftsform Kapitalismus ist vollkommen unabhängig davon, wie hoch der Lohn ist, für den ein Arbeiter seine Arbeitskraft verkauft.


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