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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

12.565 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.03.2013 um 13:49
@Flodolski

stellst du mit deinem beitrag (fallbeispiel) im weitesten sinne auf den trickle-down-effekt ab?

"Wohlstand der Reichen nach und nach in die unteren Schichten der Gesellschaft durchsickerten"


Wikipedia: Trickle-down-Theorie

aussage von krugmann hierzu:

"Wir warten auf diesen Trickle-down-Effekt nun seit 30 Jahren - vergeblich"


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.03.2013 um 13:52
@waage
Ich glaube, @Fedaykin und viele Andere tun das noch viel mehr !


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.03.2013 um 14:57
@eckhart

Und? Wo ist das Problem? Dann vermehrt sich das Geld halt irgendwo auf irgendwelchen Konten im Gesamtsstem. Sollte es zur Inflation kommen, gucken dann vor allem diejenigen in die Röhre, die ihren Kontostand anhimmeln und sich darauf einen runterholen. Und wenn dekadente Jungmillionarios ihren Ferrari und Villa kaufen und Schampusorgien feiern, dann wirkt das zwar abstoßend, aber trotzdem haben sie Geld ausgegeben, Steuern gezahlt und in irgendeiner Form Nachfrage geschaffen.

Dein Denkfehler ist folgender: Du schaust dir den Status Quo an. Du siehst Fehlverteilungen. Du denkst dir jetzt, dies Geld könnte man doch auch umverteilen. Z.B. durch Steuern. Du nimmst diesen Status Quo einfach als gegeben hin (Es gibt Geld, das umverteilt werden kann) Du entwickelst dann auf dieser Basis ein Zukunftsszenario, wo das bestehende Geld so verteilt wird, dass alle was davon haben. Ausklammern tust du die Anreizeffekte durch Steuern, Gesetze, Regulierungen, die wiederum den Status Quo verändern und damit auch das Umverteilungspotenzial. Die Ausgangsbedingungen sind anders. Du nimmst vieles offenbar für gegeben hin. Z.B. das es Arbeitsplätze gibt. Oder Unternehmen. Oder Produkte. Oder Dienstleistungen. Oder Nachfrage. Genau das ist aber nicht der Fall. "Ein Recht auf Arbeit". Dieser Spruch ist absurd. Denn er impliziert ja, dass Arbeit ein Selbstzweck ist. Ein Gut, dass immer und überall vorhanden ist. Ist sie aber nicht. Ich glaube, zu starke Umverteilungszwänge, setzen Anreize, die dazu führen, dass am Ende weniger investiert wird, weniger Unternehmen gegründet werden, weniger Wohlstand geschaffen wird. Und dann geht eine Kettenreaktion los, die zu Massenverarmung führen wird. Zuviel "zentralisierte Steuerung" ist einfach unnatürlich, unflexibel und abhängig von den Entscheidungen sehr weniger Akteure. Und darin liegt immer eine Gefahr.

Ich sage dir meine ganz bescheidene Meinung zu Gesellschaft und Wirtschaft. Wir haben alle den Respekt voreinander verloren. Und das ist schlimm. Denn an einem "Streit" ist nie nur eine Partei Schuld. Ich kenne Manager, Entrepreneure, Gabelstaplerfahrer, Arbeiter, normale Angestellte. Und jeder hat so sein bestimmtes Bild vom Anderen. Respekt? Eher selten anzutreffen. So kann keine Solidarität entstehen. Beispiel: Wenn ich als Gründer das Gefühl habe, ich reiße mir hier den Arsch auf, vernachlässige mein Sozialleben, gehe Risiken ein und bekomme DANN noch von der "Gesellschaft" zu hören ich sei ein egoistisches, geldfixiertes Arschloch, dann integriere ich das in mein Weltbild und sage mir: Ok, jetzt erst Recht. Dann will ich WIRKLICH das Maximum an Geld rausholen und den Leuten zeigen, wie wenig sie mir bedeuten. Dann scheiße ich auf den kleinen Mann.

Beispiel: Wenn ich als Arbeiter das Gefühl habe, ich reiße mir den Arsch auf, bekomme dafür wenig Geld und kaum Anerkennung, dann kündige ich innerlich (wie es viele tun), dann scheiße ich auf das System und sage mir: Ok, jetzt erst Recht. Ab in Betriebsrat, ab in die Gewerkschaft, gegen den verfeindeten Arbeitgeber.

In einem solchen System wird Geld zum einzigen Gradmesser für Anerkennung. Ich bin Gründer, ich hole mir Anerkennung durch Reichtum. Ich bin Arbeiter, ich hole mir Anerkennung durch ein hohes Gehalt. Andere Werte spielen dann als "Anerkennungsgradmesser" kaum noch eine Rolle. Die Gesellschaft wird kalt, isoliert sich voneinander und Solidarität wird ein Fremdwort. Reine Geldumverteilung löst GAR nichts an dieser Grundproblematik, vor der wir stehen.

Denn wo kann ein Verständnis für Gemeinschaft und Solidarität entstehen? Das wir alle in einem Boot sitzen? Am Ende wollen alle Menschen nur eins: Würdevoll behandelt werden. Anerkennung erfahren. Wenn ich von der Gesellschaft als Gründer zu hören bekomme: Ich finds toll was du machst. Du gehst Risiken ein. Das nenne ich mutig. Ich wünsche dir alles gute. Hoffentlich klappt es. Dann fühle ich mich als Gründer nicht allein. Dann fühle ich mich anerkannt. In meinem Problemen und Ängsten wahrgenommen. Dann muss ich mich nicht nur mit anderen Gründern abgeben, um Solidarität zu erfahren. Dann bin ich von mir aus, ohne Zwang, bereit zu geben. Zu verzichten. Die gesellschaftliche Anerkennung steht dann in Fokus. Nicht das Geld. Analog der Arbeiter. Wenn er das wirkliche Gefühl bekommt, respektiert zu werden, Anerkennung für die Arbeit bekommt, als Mensch würdevoll behandelt wird, dann ist er bereit zurückzugeben. Sei es Gehaltsverzicht in schlechten Zeiten. Überstunden. Dann spielt das Geld nicht mehr die Hauptrolle. Dann ist er bereit sich mit "denen da oben" auseinanderzusetzen. Denn er fühlt sich in seinen Sorgen und Ängsten verstanden.

In so einer Gesellschaft will ich leben. Und das kann die Politik nicht leisten. Das kann nur der Einzelne.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.03.2013 um 15:53
Zitat von FlodolskiFlodolski schrieb:Dein Denkfehler ist folgender: Du schaust dir den Status Quo an. Du siehst Fehlverteilungen. Du denkst dir jetzt, dies Geld könnte man doch auch umverteilen. Z.B. durch Steuern. Du nimmst diesen Status Quo einfach als gegeben hin (Es gibt Geld, das umverteilt werden kann) Du entwickelst dann auf dieser Basis
Hör auf, das sind nicht meine Gedanken ! Also auch nicht mein Denkfehler.
Zitat von FlodolskiFlodolski schrieb:ein Zukunftsszenario, wo das bestehende Geld so verteilt wird, dass alle was davon haben.
Das ist kein Zukunftszenario, das ist nicht mal ein einmaliges Urlaubsgeld ! dazu würden die paar Kröten nicht reichen, die bei dieser Umverteilung rauskämen.
Zitat von FlodolskiFlodolski schrieb:Und? Wo ist das Problem? Dann vermehrt sich das Geld halt irgendwo auf irgendwelchen Konten im Gesamtsstem. Sollte es zur Inflation kommen, gucken dann vor allem diejenigen in die Röhre, die ihren Kontostand anhimmeln und sich darauf einen runterholen. Und wenn dekadente Jungmillionarios ihren Ferrari und Villa kaufen und Schampusorgien feiern, dann wirkt das zwar abstoßend, aber trotzdem haben sie Geld ausgegeben, Steuern gezahlt und in irgendeiner Form Nachfrage geschaffen.
Genauso ist es, darum spielt dieses Szenario auch keine Rolle !
Zitat von FlodolskiFlodolski schrieb:Beispiel: Wenn ich als Gründer das Gefühl habe, ich reiße mir hier den Arsch auf, vernachlässige mein Sozialleben, gehe Risiken ein und bekomme DANN noch von der "Gesellschaft" zu hören ich sei ein egoistisches, geldfixiertes Arschloch, dann integriere ich das in mein Weltbild und sage mir: Ok, jetzt erst Recht. Dann will ich WIRKLICH das Maximum an Geld rausholen und den Leuten zeigen, wie wenig sie mir bedeuten. Dann scheiße ich auf den kleinen Mann.
So rum kann man das tatsächlich sehen ! Echt !
Aber so oft auch dieses Beispiel wirklich stimmt, muss es auch umgekehrt stimmen, denn dass dieses Gesellschaftsbild entstanden ist, muss ja eine Ursache haben.
Das Privatisieren von Gewinnen und Sozialisieren von Verlusten kann nicht aus den untersten Gesellschaftsschichten stammen.
Zitat von FlodolskiFlodolski schrieb:Beispiel: Wenn ich als Arbeiter das Gefühl habe, ich reiße mir den Arsch auf, bekomme dafür wenig Geld und kaum Anerkennung, dann kündige ich innerlich (wie es viele tun), dann scheiße ich auf das System und sage mir: Ok, jetzt erst Recht. Ab in Betriebsrat, ab in die Gewerkschaft, gegen den verfeindeten Arbeitgeber.
Hier sieht die Praxis leider etwas anders aus - deshalb habe ich die Wiki-Artikel Kleinbürger und Spießbürger in letzter Zeit hier bis zum Erbrechen verlinkt.
Als Arbeiter schauen in dieser Situation viel zu viele auf Ausländer, Migranten und Hartz4-Empfänger herab und betreiben lieber Bashing zu deren Lasten.
Vor kurzem hörte ich einen bei uns arbeitenden jungen Studenten sagen:
"Die Schwielen an meinen Händen(?), da sieht man wenigstens, wie viel ich gearbeitet habe!"
"Schön" dachte ich, solange er keinen Wert darauf legt, es in der Lohntüte zu sehen ...
Eine solche Jugend brauchen wir !" :D
Zitat von FlodolskiFlodolski schrieb:Denn wo kann ein Verständnis für Gemeinschaft und Solidarität entstehen? Das wir alle in einem Boot sitzen? Am Ende wollen alle Menschen nur eins: Würdevoll behandelt werden. Anerkennung erfahren. Wenn ich von der Gesellschaft als Gründer zu hören bekomme: Ich finds toll was du machst. Du gehst Risiken ein. Das nenne ich mutig. Ich wünsche dir alles gute. Hoffentlich klappt es. Dann fühle ich mich als Gründer nicht allein. Dann fühle ich mich anerkannt. In meinem Problemen und Ängsten wahrgenommen. Dann muss ich mich nicht nur mit anderen Gründern abgeben, um Solidarität zu erfahren. Dann bin ich von mir aus, ohne Zwang, bereit zu geben. Zu verzichten. Die gesellschaftliche Anerkennung steht dann in Fokus. Nicht das Geld. Analog der Arbeiter. Wenn er das wirkliche Gefühl bekommt, respektiert zu werden, Anerkennung für die Arbeit bekommt, als Mensch würdevoll behandelt wird, dann ist er bereit zurückzugeben. Sei es Gehaltsverzicht in schlechten Zeiten. Überstunden. Dann spielt das Geld nicht mehr die Hauptrolle. Dann ist er bereit sich mit "denen da oben" auseinanderzusetzen. Denn er fühlt sich in seinen Sorgen und Ängsten verstanden.

In so einer Gesellschaft will ich leben.
Ich auch!*
Doch die gegenteilige Entwicklung beobachte ich, seit ich in dieser Gesellschaft dabei bin, -rund 23 Jahre- und davor (über öffentlich-rechtliche Medien) schon ca. 20 Jahre, d.h. seit etwa 1970.

Nur deshalb (wegen dieser gegenteiligen Entwicklung) geht kein Weg daran vorbei, dass (ganz grob und platt gesagt) wenigstens das Proletariat erstmal lernt, dass es in einem Boot sitzt. Mittelständler wie Arbeitslose gern dazu eingeladen.
Erst dann kann man weiter sehen.


*Zu dieser Thematik gibt es ein empfehlenswertes Buch:
"Wie man Freunde gewinnt" (von Dale Carnegie)


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.03.2013 um 17:01
@eckhart

Ja das ist eben das Problem, wenn Geld zum einzigen Gradmesser für Anerkennung wird. Dann bleibt ja kaum noch etwas anderes übrig, als sich von oben nach unten abzugrezen. Meinen Beispielen folgend setzt sich der Reiche von der Mittelschicht ab, die Mittelschicht von den Geringverdienern, die Geringverdiener von den Hartz4 Empfängern usw. Die Tatsache, dass der Mensch sich vergleicht, wird man ihm nicht austreiben können. Aber man kann seinen Mitmenschen das Gefühl geben, dass sie wichtig sind. Das ihre Arbeit Sinn hat und anerkannt wird. Dann würden all die Debatten um Kapitalismus, Sozialismus, was für ein Ismus auch immer, gar keine Rolle spielen. Es muss vom Menschen selber kommen.

Dem Hartz4 Empfänger geht es materiell nicht schlecht. Ihm geht es idell schlecht, weil er sich nicht gewürdigt fühlt. Auch mehr Geld am Ende des Monats wird seinen Grad an Anerkennung nicht erhöhen. Und auch 6% mehr Lohn wird den Grad der Anerkennung nicht erhöhen. Und auch mehrere Millionen auf dem Konto werden den Grad der Anerkennung nicht erhöhen. Das grundsätzliche Problem ist, dass wir Geld zum alleinigen Gradmesser für Anerkennung in der Gesellschaft gemacht haben. Und das ist krank, denn Geld und Marktpreise sind zwar zutiefst sinnvolle Funktionen, um Handel und Wirtschaft zu organisieren, aber sie stiften keine tieferen Werte an sich.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.03.2013 um 20:57
Zitat von FlodolskiFlodolski schrieb:Ja das ist eben das Problem, wenn Geld zum einzigen Gradmesser für Anerkennung wird.
Ich war nie dafür, dass das so wird.
Ist es Zufall, dass dies just damit zusammenfällt, dass Geld jetzt selbst als Ware gehandelt wird ?
Auch kann Abgrenzung nie ein gesellschaftliches Ziel sein !
Vielleicht hast Du ja auch eine Antwort, warum das so kommen musste,
ohne auf fatalistische Weise unsere tierische Vergangenheit zu bemühen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.03.2013 um 21:01
Im meinem Umfeld ist es nur bedingt so, dass Geld Gradmesser für Anerkennung ist. Aber ich weiß, dass es auch andere Tendenzen gibt.
Wenn jemand Geld hat, ist das eine für ihn vielleicht verlockende Sichtweise. Wer keines hat, muß halt auch seines zutun um die Kraft finden, sich von dieser unheilvollen Denkweise zu lösen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.03.2013 um 21:09
Shareconomy wird ein neuer Wirtschaftszweig.
Containern hilft auch dabei !
Wachstum ade !

http://www.dradio.de/dkultur/programmtipp/imgespraech/2034222/


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.03.2013 um 22:21
@eckhart

Geld ist ein Gradmesser, weil er den Zugang zu Ressourcen wiederspiegelt. Viel Geld, viel Zugriff, wenig Geld, wenig Zugriff. Selbst wenn wir es uns bewusst wünschen, können wir uns dem unterbewussten Einfluss des Geldes nicht entziehen. Evolutionär war der Mensch immer schon darauf aus, Vorräte anzulegen, sich Ressourcenzugriff zum Überleben zu sichern. Ja ich weiß, wir leben nicht mehr wie Jäger und Sammler in Höhlen. Aber unsere Gehirne sind immer noch die gleichen. Das ist eines der Probleme extrem schneller kultureller und technologischer Evolution. Unsere Biologie kann nicht Schritt halten.

Die Shareconomy kann deshalb funktionieren, weil sie durch neue, intelligente Vernetzung Ressourcenzugriff sichert. Eines muss man aber bedenken. Problematisch wird sein, was mit den kleinen Angestellten und Arbeitern passiert. Die werden die ersten sein, die entlassen werden, wenn die Absatzzahlen der Unternehmen zurückgehen, weil mehr und mehr Menschen Produkte und Dienstleistungen untereinander tauschen. Die Hochqualifzierten dagegen werden wie immer wenig Probleme haben.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.03.2013 um 16:06
Zitat von FlodolskiFlodolski schrieb: Eines muss man aber bedenken. Problematisch wird sein, was mit den kleinen Angestellten und Arbeitern passiert. Die werden die ersten sein, die entlassen werden, wenn die Absatzzahlen der Unternehmen zurückgehen, weil mehr und mehr Menschen Produkte und Dienstleistungen untereinander tauschen.
Kann man auch als Totschlagargument gegen Veränderung generell gebrauchen, ist aber egal.

Weil es sowieso für frühindustrialisierte Länder -besonders Deutschland- (mit ihrer selbst gewollten Binnenmarktsschwäche) in naher Zukunft schwierig werden wird, ihr Exportniveau zu halten.

Die an ihre Stelle tretenden Schwellenländer werden die Rechtfertigungen des "Wohlstandes" der frühindustrialisierten Länder schnell mehr und mehr in Frage stellen, ohne lange zu differenzieren.

Zählten Europäer vor 50 Jahren global noch zu den privilegiertesten Erscheinungen, werden sie in wenigen Jahrzehnten zu Minderheiten werden, deren Status überall in Frage gestellt werden wird.
So wie es vor 50 Jahren genau umgekehrt war.

Problematisch wird es sowieso und überall !
und für die mindestens eine Milliarde wirklich existentiell Bedrohter wirds schlimmer, statt besser !
Warten auf bessere Zeiten in 2 bis 3 Jahrzehnten, wie es gelegentlich speziell uns in Deutschland auf Grund unserer besonderen demographischen Entwicklung empfohlen wird,
finde ich einfach nur lächerlich.
Inzwischen bereiten dann die jetzigen Schwellenländer(auf unserem Lebensstandart) dem Fortbestand der ganzen Menschheit Probleme.
Alledem ist Kapitalismus keinesfalls gewachsen.
Zitat von FlodolskiFlodolski schrieb:Die Hochqualifzierten dagegen werden wie immer wenig Probleme haben.
Das kann man so sehen, oder auch so.
-In der DDR hat der "Klassenbewusste" studieren dürfen, was gebraucht wurde.
-Im Westen steht es Jedem frei.
Wer aber das Falsche studiert, dreht anschließend Praktikums-endlosrunden, wird Stammgast bei den ARGEn und verzichtet freiwillig auf jede Lebensplanung.
Ein Wahnsinnsunterschied !


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

15.03.2013 um 20:50
Investmentfond unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Deine Anlage komme.
Deine Fremdfinanzierung geschehe,
wie im Offshoresektor, so auf der Boerse.
Unsere taeglich Eigenkapitalrendite gib uns heute.
Und vergib uns unsere Spekulation,
wie auch wir vergeben unserer Gier.
Und fuehre uns nicht in die Fehlinvestition,
sondern erloese uns von den Antikapitalisten.
Denn dein ist der Kapitalmarkt und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Hedging!
:D Jaja, geheiligt sei der Neoliberalismus


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

16.03.2013 um 21:27
@eckhart
Das kann man so sehen, oder auch so.
-In der DDR hat der "Klassenbewusste" studieren dürfen, was gebraucht wurde.
-Im Westen steht es Jedem frei.
Wer aber das Falsche studiert, dreht anschließend Praktikums-endlosrunden, wird Stammgast bei den ARGEn und verzichtet freiwillig auf jede Lebensplanung.
Ein Wahnsinnsunterschied !
Und ich sehe es tatsächlich so, dass es für wahrhaftig einen Wahnsinnsunterschied ausmacht, ob ich gewungen werde mein Leben zu versauen, ob ich es aus Unvermögen selber tue oder womöglich sogar bewußt einen solchen Weg gehe (in letzem Falle kann man dann kaum von "versauen" reden).

Wenn man niemals das Niveau erreicht, Freiheit als Wert zu erkennen, und immer nur danach fragt was unterm Strich an Penunze dabei rauskommt, dann erkennt man vielleicht keinen Unterschied. Nur finde ich es erstaunlich, dass man diesen Fehler ja stets dem "Kapitalismus" unterstellt. Irgendwie scheint mir der Beweis, dass die Linke Denke soviel Idealismus enthielte, mißlungen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

16.03.2013 um 21:47
Das Resultat des (unbestreitbar vorhandenen) Unterschiedes ist letztendlich tatsächlich belanglos.
Zitat von TripaneTripane schrieb:Wenn man niemals das Niveau erreicht, Freiheit als Wert zu erkennen,
Freiheit erkennt man unterbewusst seit Beginn des Bewusstseins (als Wert - als was sonst?), da gibts kein Niveau zu erklimmen.
Erst das Fehlen von Freiheit, wie auch das Fehlen von Sozialkapital wird bewusst wahrgenommen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

16.03.2013 um 22:21
@eckhart
Zitat von eckharteckhart schrieb:Freiheit erkennt man unterbewusst seit Beginn des Bewusstseins...
Ja genau... :-D
Zitat von eckharteckhart schrieb:Erst das Fehlen von Freiheit, wie auch das Fehlen von Sozialkapital wird bewusst wahrgenommen.
Diese Wahrnehmung teile ich ebensowenig, wie den Glauben daran, dass Worthülsen wie "Sozialkapital" mehr bezwecken als Verschwurbelung.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.03.2013 um 10:59
“... was hätte ein Mensch gewonnen, würde er die ganze Welt gewinnen und dabei seine Seele verlieren.” ? (Matthäus 16, 26; Markus 8, 36)
Zitat von TripaneTripane schrieb:Diese Wahrnehmung teile ich ebensowenig, wie den Glauben daran, dass Worthülsen wie "Sozialkapital" mehr bezwecken als Verschwurbelung.
Es gibt etwas, wonach sich alle Menschen sehnen, das man aber mit Geld nicht kaufen kann:
"Soziokulturelles Kapital".
Im Gegenteil - Finanzkapital trägt zu seiner Zerstörung bei !

Eine Gesellschaft, in der Sozialkapital und Kulturkapital ein Schattendasein führen,
ist schon tot !
Noch ist es nicht!
Aber auf die -die aktiv etwas für dessen Erhaltung tun- wird schon angewidert herabgeschaut ...

Ja, es gibt "Netzbeschmutzer" unter Euch, die es schwarz auf weiß verbreiten:

Die Vermögenden bilden heute in den frühindustrialisierten Ländern eine Schicht, die das Potential hat, sich sowohl von der eigenen Gesellschaft abzulösen als sich auch mit ihresgleichen in anderen Ländern zusammenzuschließen.

Diese Menschen könnten durchaus Verhaltensformen entwickeln, die denen des europäischen Hochadels früherer Epochen ähneln -
der eigenen Schicht, nicht dem eigenen Volk verpflichtet.


Proletarier aller Länder vereinigt Euch !


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.03.2013 um 20:25
@eckhart
Zitat von eckharteckhart schrieb:Proletarier aller Länder vereinigt Euch !
Findest du denn keine Proletarier, die sich mit dir vereinigen möchten?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.03.2013 um 21:07
Zitat von TripaneTripane schrieb:Findest du denn keine Proletarier, die sich mit dir vereinigen möchten?
Dies ist ganz entgegen Deiner Erwartung keine Kontaktanzeige.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.03.2013 um 21:11
Zitat von eckharteckhart schrieb:Proletarier aller Länder vereinigt Euch !
eine weitere idee für den namen eines pornos...


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.03.2013 um 21:23
Proletarier aller Länder vereinigt Euch !

eine weitere idee für den namen eines pornos...
Wiiieee vielseitig Marx war, wusste ich wirklich noch nicht !
Jesus hatte ja in der Richtung auch einiges drauf.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

04.05.2013 um 18:28
Wirklich interessant, hier mal eine halbe Sekunde Hochfrequenzhandel visuell auf 5 Minuten Länge dargestellt.
Das sieht aus wie Krieg und nicht wie ein Handel

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=rB5jJuMP84E
http://www.zerohedge.com/news/2013-05-03/what-half-second-trading-looks-todays-market


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