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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

12.565 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.12.2019 um 08:40
Warum ist es überhaupt in Ordnung, wen der Staat BMW besteuert um daran mitzuerdienen, aber eine Vermögenssteuer ist nicht in Ordnung, weil das 'egoistisch entscheiden würde, wer wie viel geld haben darf'?

UNd warum sollte unsere GEsellschaft nicht entscheiden dürfen, demokratisch, wer wie viel geld haben darf?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.12.2019 um 10:07
Also entschuldige, @shionoro, ich hatte dich anfangs respektiert dafür und dir einen Bonus zugeschrieben, weil du schon lange hier im Forum bist, aber so langsam schwindet dieser Respekt vor dir. Wie alt bist du? 16? Wohl kaum. Im Kopf vielleicht? Das ist kein persönlicher Angriff, aber das ist schon alles seeeeeehr weltfremd, was du hier schreibst.

Allein schein euer Narrativ, @weißichnixvon hat das ja auch bedient vom "Reichen", der einfach nur "eine Idee" hatte und dann, quasi im Alleingang, reich wurde. Das ist so bescheuert und zeigt, dass ihr beiden absolut NULL Ahnung und auch null Erfahrung mit Unternehmertum habt. Glaubt ihr im ernst, dass "eine Idee haben" reicht, um "reich" zu werden? Was glaubt ihr, wie viele gute Ideen die Menschen jeden Tag im Leben haben?

Eine Idee ist null wert, nicht mal 10 Prozent, worauf es ankommt ist die UMSETZUNG; und da sind eben 99 % der Menschen dann doch bequemer und leisten eben ihren 8 Stunden "Dienst nach Vorschrift" irgendwo in einem Unternehmen ab, anstatt sich in großer Weise am Wirtschaftskreislauf zu beteiligen und das Unternehmen dann eben zu gründen und aufzubauen.
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Die sind fleißig darin gewesen, Reichtum anzuhäufen. Ob die dabei mehrwert für die gesellschaft schaffen oder der gesellschaft sogar schaden, ist eine ganz andere frage.
Auch einer, der Drogen verkauft, bekommt freiwillig von ganz vielen leuten geld und wird dann vllt irgendwann reich.
Richtig, weil er Bedürfnisse an einem Markt erkennt und dann Lösungen dafür baut, diese zu befriedigen. Der "Markt" ist hier in dem Fall illegal, deshalb taugt das Beispiel nur bedingt bzw. ich weiß nicht, was du damit sagen möchtest.
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Oft ist es glaube ich sogar noch viel banaler, wie Leute reich wurden. Irgendein Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt, durch irgendeine technische, modische oder sonstige Innovation, die man nicht mal selbst gemacht haben muss, sondern nur finanziert, sorgen für reißenden Absatz und der Rubel rollt.
Wie oben beschrieben - völliger Blödsinn, echt. Unternehmer erschaffen Produktionsmittel. Unternehmer sparen und investieren. Unternehmer gehen enorme persönliche Haftungsrisiken ein. Unternehmer schlagen sich ewig mit dämlichen Gesetzen, Überregulierung und Bürokratie herum, um die Bevölkerung mit Produkten und Dienstleistungen versorgen zu dürfen. Unternehmer organisieren und führen. Unternehmer schaffen Arbeitsplätze. Unternehmer entwickeln Geschäftsideen. Unternehmer forschen und innovieren. Unternehmer analysieren Märkte, um herauszufinden, was die Menschen brauchen und haben wollen und tüfteln dann aus, wie sich diese Dinge am besten und effizientesten herstellen lassen. Während der Arbeiter seinen Lohn regelmäßig bekommt, muss der Unternehmer vielleicht Monate oder Jahre warten, bis das Produkt kommerziell erfolgreich ist – wenn überhaupt.
All das ist doch Arbeit. Es ist nicht nur Arbeit, sondern sogar mit Abstand die wichtigste Arbeit in jeder Gesellschaft. Daher ist es auch gerechtfertigt, wenn Unternehmer dementsprechend verdienen. In sozialistischen Gesellschaften ohne freies Unternehmertum erledigt niemand die Arbeit des Unternehmers. Man kann Unternehmertum nicht verstaatlichen. Deshalb dauert es nach Einführung des Sozialismus nie lange, bis die Wertschöpfung kollabiert und sich die Regale in Supermärkten und Kaufhäusern leeren. Die Vorstellung, dass Unternehmer eigentlich den ganzen Tag nur in der Hängematte liegen und den durch ihre Angestellten erschaffenen Mehrwert abschöpfen ist wahrscheinlich eine der weltfremdesten marxistischen Schnapsideen überhaupt.
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Die Geschichte vom fleißigen Unternehmer mag hier gelegentlich zutreffen, aber sie ist sicher nicht die Regel. In erster Linie geht es immer um vorhandenes Kapital, das man gekonnt einsetzen muss.
HAHAHA - ah ja. :D Wie dreist kann man sein. Hast du Glück, dass du dich hier in einem Internetforum versteckst. Du gehörst echt mal an deinen Ohren zu ein paar waschechten Unternehmern geschleift, die drei Jahre nach ihrer Firmengründung und dutzenden 100 Stunden Wochen immer noch nicht die Gewinnmarke sehen, während jeweils ihre Angestellten alle brav nach 7 Stunden nach Hause gehen können.

Ich sag dir mal eins: Es gibt im Leben keine Abkürzungen. Alles, was "von wert" ist, ist mühsame Arbeit, in die du Zeit stecken musst. Auch Reichtum. Wenn du jemanden siehst, der "viel hat", nicht nur von Geld, auch von außergewöhnlichen Fähigkeiten etc., dann kannst du davon ausgehen, dass er diese nicht "über Nacht" erworben, sondern sehr viel im Voraus dafür hergegeben hat.
Zitat von shionoroshionoro schrieb:EIn UNternehmer darf und soll reich werden, wenn er eine tolle idee hat.
Wie oben: Es geht nicht um "Ideen", sondern um Umsetzung. Wie viele Unternehmen hast du schon gegründet?
Zitat von shionoroshionoro schrieb:UNd warum sollte unsere GEsellschaft nicht entscheiden dürfen, demokratisch, wer wie viel geld haben darf?
Das ist natürlich auch geil :D :D :D :D

Du willst also in einer Welt leben, in der per demokratischer Verfügung jemand einfach so über dein Eigentum entscheiden kann? HAHAHA - ja, genau. Dich möchte ich sehen, wie du dann guckst, wenn das jemand mit deinem Geld macht.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.12.2019 um 10:14
Zitat von buddhasstiefelbuddhasstiefel schrieb:Also entschuldige, @shionoro, ich hatte dich anfangs respektiert dafür und dir einen Bonus zugeschrieben, weil du schon lange hier im Forum bist, aber so langsam schwindet dieser Respekt vor dir. Wie alt bist du? 16? Wohl kaum. Im Kopf vielleicht? Das ist kein persönlicher Angriff, aber das ist schon alles seeeeeehr weltfremd, was du hier schreibst.

Allein schein euer Narrativ, @weißichnixvon hat das ja auch bedient vom "Reichen", der einfach nur "eine Idee" hatte und dann, quasi im Alleingang, reich wurde. Das ist so bescheuert und zeigt, dass ihr beiden absolut NULL Ahnung und auch null Erfahrung mit Unternehmertum habt. Glaubt ihr im ernst, dass "eine Idee haben" reicht, um "reich" zu werden? Was glaubt ihr, wie viele gute Ideen die Menschen jeden Tag im Leben haben?

Eine Idee ist null wert, nicht mal 10 Prozent, worauf es ankommt ist die UMSETZUNG; und da sind eben 99 % der Menschen dann doch bequemer und leisten eben ihren 8 Stunden "Dienst nach Vorschrift" irgendwo in einem Unternehmen ab, anstatt sich in großer Weise am Wirtschaftskreislauf zu beteiligen und das Unternehmen dann eben zu gründen und aufzubauen.
Das habe ich nicht gesagt. Ich sagte, es gibt unzählige leute die sehr fleißig sind, auch unternehmer, aber nicht wahnsinnig reich werden. DIe paar, die es werden, werden es nicht, nur weil sie fleißig sind.

Jetzt verstanden?
Zitat von buddhasstiefelbuddhasstiefel schrieb:Richtig, weil er Bedürfnisse an einem Markt erkennt und dann Lösungen dafür baut, diese zu befriedigen. Der "Markt" ist hier in dem Fall illegal, deshalb taugt das Beispiel nur bedingt bzw. ich weiß nicht, was du damit sagen möchtest.
Punkt 1 ist es aber nicht immer gut für die gesellschaft, gewinnorientiert zu arbeiten, punkt 2 darf ein unternehmer ja gern viel geld haben, aber es gibt keinen grund, nicht ab einer gewissen grenze zu sagen 'das muss jetzt reichen' und eine Vermögenssteuer zu erheben.

Denn INnovation steigern wir nicht, wenn irgendwer eine Milliarde hat. INnivation steifern wir, wenn wir davon ein paar Millionen wegnehmen und damit anderen Leuten ermöglichen, Unternehmen aufzubauen, Bildung zu bekommen oder schlichtweg das Geld in INfrastruktur stecken um der Gesamtgesellschaft zu nutzen.
Zitat von buddhasstiefelbuddhasstiefel schrieb:Wie oben: Es geht nicht um "Ideen", sondern um Umsetzung. Wie viele Unternehmen hast du schon gegründet?
Ich dachte es geht darum, BEdürfnisse am MArkt zu erkennen und LÖsungen dafür anzubieten? Dann geht es doch um Ideen. Dass man fleißig sein muss, um die umzusetzen, bestreite ich doch gar nicht. ICh sage nur, dass den reichen vom armen nicht der fleiß unterscheidet, jedenfalls nicht als regelfall.

Ich kann in meinem feld noch so hart arbeiten und noch so gut arbeiten, so reich wie einer, der ein Produkt anbietet und dabei (und da spielt glück eine rolle) einen Nerv trifft (selbst wenn das ein Tamagochi ist oder irgendwas, was jetzt nicht gerade die gesellschaft nach vorn bringt), so reich werde ich nicht.
Zitat von buddhasstiefelbuddhasstiefel schrieb:Das ist natürlich auch geil :D :D :D :D

Du willst also in einer Welt leben, in der per demokratischer Verfügung jemand einfach so über dein Eigentum entscheiden kann? HAHAHA - ja, genau. Dich möchte ich sehen, wie du dann guckst, wenn das jemand mit deinem Geld macht.
ICh will in einer Welt leben, wo keiner mehr Als eine Milliarde hat so lange manche am Hungertuch nagen. Ja.
Du kannst mir glauben: Hätte ich zehn Milliarden Euro, dann hätte ich kein Problem damit, davon vier Milliarden abzugeben.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.12.2019 um 10:31
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Das habe ich nicht gesagt. Ich sagte, es gibt unzählige leute die sehr fleißig sind, auch unternehmer, aber nicht wahnsinnig reich werden. DIe paar, die es werden, werden es nicht, nur weil sie fleißig sind.
Du musst halt mal definieren, was "fleißig sind" für dich bedeutet. "Fleißig" ist der Arbeiter auf dem Bau tatsächlich, aber er schafft kaum was "von Wert", um's mal möglichst abstrakt auszudrücken. Deshalb kriegt er am Ende eben nur das raus, was er für sich rauskriegt. Es ist das Spiel zw. Ang/NF., was ich dir versuche zu erklären die ganze Zeit. Es geht nicht um gesellschaftlichen oder moralischen Wert, sondern um einen wirtschaftlichen Wert. Es ist das fairste, was wir haben, weil sich jeder entschließen kann, morgen höhere Werte zu stiften.
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Denn INnovation steigern wir nicht, wenn irgendwer eine Milliarde hat. INnivation steifern wir, wenn wir davon ein paar Millionen wegnehmen und damit anderen Leuten ermöglichen, Unternehmen aufzubauen, Bildung zu bekommen oder schlichtweg das Geld in INfrastruktur stecken um der Gesamtgesellschaft zu nutzen.
Nein...... Als ob jetzt durch "mehr Geld" plötzlich alle zu Unternehmern würden. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass nur sehr wenig Menschen das Zeug dazu haben, Unternehmer zu sein. Immer wieder auch zu Weihnachten zu beobachten, wenn die Familie zusammenkehrt. 90 % der Menschen sind halt doch in ihren sehr, wie soll ich das nett formulieren?, "einfachen" Denkstrukturen verhaftet. 8 Stunden lang als Pfleger Medikamente austeilen und Hintern abputzen geht - aber 12 - 13 Stunden lang JEDEN (!) Tag ein Unternehmen aufbauen, Mitarbeiter beschäftigen und eben Unternehmeraufgaben ausführen, geht nicht, jedenfalls nicht langfristig erfolgreich. Deshalb gibt's aber auch nur 30.000 EUR pro Jahr für ersteres, 300.000 EUR pro Jahr für Zweiteres, wenn alles gutgeht. Wenn bei ersterem übrigens nicht "alles gut geht", bekommt der sein Geld weiterhin.
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Ich dachte es geht darum, BEdürfnisse am MArkt zu erkennen und LÖsungen dafür anzubieten? Dann geht es doch um Ideen.
Ja, aber viiiiiiiel mehr als um Ideen geht es um deren Umsetzung.
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Du kannst mir glauben: Hätte ich zehn Milliarden Euro, dann hätte ich kein Problem damit, davon vier Milliarden abzugeben.
Ich glaube, so hat Honecker auch geredet, bevor er Staatsratsvorsitzender wurde und in Saus und Braus lebte, während sein Volk Bananen und Schokolade nur zu bestimmten Zeiten verzehren durfte…


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.12.2019 um 10:45
Zitat von buddhasstiefelbuddhasstiefel schrieb:Du musst halt mal definieren, was "fleißig sind" für dich bedeutet. "Fleißig" ist der Arbeiter auf dem Bau tatsächlich, aber er schafft kaum was "von Wert", um's mal möglichst abstrakt auszudrücken. Deshalb kriegt er am Ende eben nur das raus, was er für sich rauskriegt. Es ist das Spiel zw. Ang/NF., was ich dir versuche zu erklären die ganze Zeit. Es geht nicht um gesellschaftlichen oder moralischen Wert, sondern um einen wirtschaftlichen Wert. Es ist das fairste, was wir haben, weil sich jeder entschließen kann, morgen höhere Werte zu stiften.
Falsch. Das ist genau das blödeste, was jeder morgens machen kann. Das sinnvollste, was wir tun können, ist uns zu überlegen, wie wir unsere GEsellschaft verbessern können.

Wenn Angebot und Nachfrage alles diktieren würde, würden Pflegekräfte mehr Geld bekommen. So einfach ist das aber nicht.

Der einzige Grund, warum ein Unternehmer deiner Meinung nach Wert schafft, ist , dass das UNternehmen viel Geld umsetzt, also da Geld den Besitzer wechselt.
Damit hat er gesellschaftlich erstmal einen scheiß erreicht. Klar, da arbeiten vielleicht jetzt ein paar leute im unternehmen, die z.b. tamagochis verkaufen und herstellen lassen. Kurbelt die PRoduktion von bestimmten Zulieferern an, alles gut erstmal.

Aber was bringt das der Gesellschaft wirklich? Es werden ressourcen vergeudet und der unternehmer wird reich, ein paar andere leute haben jetzt einen job und ein paar andere firmen haben daran mitverdient.

Aber warum ist das zwangläufig etwas besseres, wertvolleres, als der Bauarbeiter, der wenigstens (meistens) irgendwas nützliches baut? NUr, weil bei siener Arbeit weniger Geld die hände wechselt?

SChlichtweg hätte man das geld, das durch den unternehmer die hände wechselt, auch von hand verteilen können, ohne, dass da ein Produkt bei ensteht, das eigentlich niemand braucht und das ressourcen verschwendet.

Ob der UNternehmer wirklich wert schafft hängt davon ab, was sein Produkt in der gesellschaft bewirkt. Und da der unternehmer da nicht dran denkt, sondern an gewinn, ist diesr Wert oft fragwürdig.
Zitat von buddhasstiefelbuddhasstiefel schrieb:Nein...... Als ob jetzt durch "mehr Geld" plötzlich alle zu Unternehmern würden. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass nur sehr wenig Menschen das Zeug dazu haben, Unternehmer zu sein. Immer wieder auch zu Weihnachten zu beobachten, wenn die Familie zusammenkehrt. 90 % der Menschen sind halt doch in ihren sehr, wie soll ich das nett formulieren?, "einfachen" Denkstrukturen verhaftet. 8 Stunden lang als Pfleger Medikamente austeilen und Hintern abputzen geht - aber 12 - 13 Stunden lang JEDEN (!) Tag ein Unternehmen aufbauen, Mitarbeiter beschäftigen und eben Unternehmeraufgaben ausführen, geht nicht, jedenfalls nicht langfristig erfolgreich. Deshalb gibt's aber auch nur 30.000 EUR pro Jahr für ersteres, 300.000 EUR pro Jahr für Zweiteres, wenn alles gutgeht. Wenn bei ersterem übrigens nicht "alles gut geht", bekommt der sein Geld weiterhin.
DUrch mehr absicherung würden sicherlich mehr leute eher versuchen, etwas Selbstständig zu tun, als wenn sie auf das Geld ihres Jobs angewiesen sind und zu hause eine Familie ernähren müssen.
Und natürlich kann man das geld auch für subventionen für jungunternehmer und ähnliches nutzen.

Schlichtweg ist es auch unsinnig, leuten vorzuwerfen, dass sie kein enormes risiko eingehen können und wollen, das mit UNternehmertum verbunden ist. DU erzählst mir hier, leute verdienen, dass sie viel mehr geld als alle anderen haben, weil sie sich totarbeiten und risiken eingehen. Das ist aber nichts Positives. Zahllose Unternehmer scheitern und bringen sich selbst in den ruin oder in den Burnout.
Man kann niemanden vorwerfen, dass er das nicht riskiert, wenn er eine familie und einen job hat.
Ohne die Angestellten kommt schließlich auch der Unternehmer nicht weit, es können nicht alle unternehmer sein.

WEnn er erfolg hat, wie gesagt, gönne ich ihm den pool und das schöne auto. Ich gönne ihm nicht, dass er nicht weiß, wohin mit seinem geld und es einfach in irgendwelche wertanlagen steckt obwohl er bereits mehr als zehn millionen hat, während andere, die ebenfalls sehr fleißig sind in ihrem job, sehr wenig verdienen und nicht wissen, wie sie später mit der rente auskommen sollen.

Das steht in keinem verhältnis.
Zitat von buddhasstiefelbuddhasstiefel schrieb:Ja, aber viiiiiiiel mehr als um Ideen geht es um deren Umsetzung.
UNd auch das ist mit ideen verbunden. MAnchmal klappt es, anderes mal klappt es nicht. MIt fleiß hat das wie gesagt nicht zwangsläufig was zu tun. Es gibt leute die sich jahrelang totarbeiten und deren unternehmen trotzdem floppt. UNd deren zweites auch. UNd dann sind sie pleite und verschuldet.
UNd das um irgendein startup, irgendeine app zu gründen, deren gesellschaftlicher nutzen fragwürdig ist.
Zitat von buddhasstiefelbuddhasstiefel schrieb:Ich glaube, so hat Honecker auch geredet, bevor er Staatsratsvorsitzender wurde und in Saus und Braus lebte, während sein Volk Bananen und Schokolade nur zu bestimmten Zeiten verzehren durfte…
Dann hatte der Herr Honecker wohl recht, als er das sagte.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.12.2019 um 11:03
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Wenn Angebot und Nachfrage alles diktieren würde, würden Pflegekräfte mehr Geld bekommen. So einfach ist das aber nicht.
Nein, das wiederum hast du nicht verstanden. Ang/NF nicht im Sinne von: "Wie viele Hände gehen hoch, wenn ich in die Runde frage, wer es freiwillig machen will?", sondern im Sinne von: "Wie viele Menschen sind (a) befähigt, Pfleger zu sein und (b) ist es rentabel, dem Pfleger jeden Monat 10.000 Euro auszuzahlen?"

Gut kann man das durchspielen bei Putzfrau und Manager. Der Manager sorgt dafür, dass "der Laden läuft", dass das Unternehmen wächst. Der Manager kann mit einem einzigen Telefonat dafür sorgen, dass sich die Firma verdoppelt. Er muss strategische Entscheidungen treffen, die auf lange Sicht mehr Gewinn abwerfen. Seine Arbeit ist DIREKT gekoppelt an den wirtschaftlichen Wert, den das Unternehmen hat. Erstens könntest du für diesen Posten nicht "jeden beliebigen Hanswurst" einsetzen, und zweitens gebührt dieser verantwortungsvollen Aufgabe, die kaum jemand hervorragend hinkriegt, ein hohes Gehalt (oder meinst Anteile / Provisionen).

Oder, um's noch einfacher runterzubrechen: Den Manager könntest du nicht von heute auf morgen einfach ersetzen.

Die Putzfrau hingegen kann putzen, so viel sie will; ob der Boden jetzt zu einem Zehntel besser geputzt ist, hat keinen Einfluss auf den Wirtschaftswert des Unternehmens. Ihre Tätigkeit ist ein einziger "Kostenfaktor". Natürlich ist ihre Arbeit wertvoll, im Sinne dessen, dass sie nicht entbehrlich ist. Die Mitarbeiter brauchen ein geputztes Umfeld, ja. Aber der wirtschaftliche Nutzen ist sehr begrenzt. Deshalb gibt's für die Putzfrau 15 - 25.000 EUR im Jahr, für den Manager teilweise das Hundertfache.

Und auch hier: Die Putzfrau könntest du von heute auf morgen sicher ersetzen, jeder "Hanswurst" könnte den Gang fegen. Klar, er bräuchte 2 - 3 Tage Einarbeitung, bis er genauso schnell putzt wie die Dame vor ihm, aber du verstehst den Sinn dahinter.
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Ich gönne ihm nicht [mehr Reichtum als den, den ich persönlich als sinnvoll erachte.] Das steht in keinem verhältnis.
Ok, also: Neid.

Irgendwie ist das in GB, F und USA ganz anders. Da werden Menschen, die es zu etwas bringen, als "Vorbild" gesehen. Hierzulande spuckt man auf sie, wie einst auf "die Juden" oder eben andere Sündenböcke.
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Dann hatte der Herr Honecker wohl recht, als er das sagte.
Dann hast du nicht verstanden, was ich sagen wollte. Ich wollte seine Doppelmoral aufdecken. Menschen wie du, die so ihre geschätzt 40.000 EUR im Jahr machen, reden immer davon, wie moralisch überlegen sie wären, wenn sie mal ordentliches Geld verdienen würden. Wären sie dann selbst in der Position, würden sie ganz anders denken und handeln. So ein Geschwätz ist wirklich asozial.
Man kann niemanden vorwerfen, dass er das nicht riskiert, wenn er eine familie und einen job hat.
Hö? Ich werfe niemandem irgendwas vor. Du wirfst hier den Unternehmern was vor, deshalb zieh ich dir deine linksnaiven Ohren lang. Aber ich habe kein Problem mit Angestellten. Sie leisten halt einfach VIEL und bedeutsam weniger als jeder Unternehmer. Aber das ist ok so, sie kriegen dafür ja auch weniger finanzielle Entlohnung.
Ohne die Angestellten kommt schließlich auch der Unternehmer nicht weit, es können nicht alle unternehmer sein.
"Es können nicht alle Unternehmer sein" - richtig. Die meisten Menschen, ich schätze 80 - 90 %, haben/hätten nicht das Zeug dazu. Und wollen sie übrigens auch gar nicht!

Ein Freund von mir leitet ein Pflegeheim. Als es ihm darum ging, eine neue Führungskraft einzustellen, wollte er sich aus dem Fundus seiner bestehenden Belegschaft einen aussuchen. Und - oh Wunder? Plötzlich haben alle, die vorher immer so auf ihre Chefs und Unternehmer geschimpft haben, also genau so, wie du es hier gerade tust, den Schwanz eingezogen. Als es plötzlich um echte Verantwortung ging und darum, das Rad mal auf einer höheren Ebene am Laufen zu halten, nicht nur mit Hintern abputzen, wollte dann keiner mehr. Hmm. Komisch. Dabei haben doch die Gleichen vorher immer so laut getönt, der Chef würde kaum arbeiten, würde keine wichtigen Aufgaben übernehmen? Nach deren oder auch deiner Logik müssten doch bei dem Gesuch "Chef gesucht" SOFORT alle Hände hochgehen?

DAS ist die widerliche Doppelmoral, an der du zerbrichst.

Side note: Er hatte der Belegschaft dann aber zumindest noch Anteile am Unternehmen angeboten, auf dem Wertepapiermarkt. Und oh Wunder? Auch hier waren alle zu faul oder zu blöd oder zu was-weiß-ich, sich mal etwas einzuarbeiten in die Thematik.

Dann halt bitte aber auch nicht meckern, wenn man hinterher nur mit 20k jährlich nach Hause geht...
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Schlichtweg ist es auch unsinnig, leuten vorzuwerfen, dass sie kein enormes risiko eingehen können und wollen, das mit UNternehmertum verbunden ist. DU erzählst mir hier, leute verdienen, dass sie viel mehr geld als alle anderen haben, weil sie sich totarbeiten und risiken eingehen. Das ist aber nichts Positives. Zahllose Unternehmer scheitern und bringen sich selbst in den ruin oder in den Burnout.
Du unterlegst deine Ausführungen erneut mit dem Faktor "Glück" und behauptest, dass erfolgreiche Firmengründer so viel Glück gehabt hätten. Ich würde das gerne glauben, die Realität sieht anders aus. Ein Amazon, ein Apple, ein VW ziehst du nicht einfach nur mit "Glück" hoch. Es erfordert Jahre, wenn nicht Jahrzehnte der Hingabe, an allen Ecken und Enden und Fronten.

Unerfolgreiche Firmengründer sind meist "beschränkt" in ihrer Weltsicht, bilden sich nicht genug weiter, haben Probleme in ihrer Persönlichkeit, sehen Offensichtliches nicht. Es ist ihre EIGENE Verantwortung und hat nichts mit Glück oder Pech zu tun, überhaupt sind das so Begriffe, die sehr kindisch sind, ich frage dich noch mal: Wie alt bist du?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.12.2019 um 11:20
Zitat von shionoroshionoro schrieb:UNd warum sollte unsere GEsellschaft nicht entscheiden dürfen, demokratisch, wer wie viel geld haben darf?
Ok, entscheiden wir, Dir reichen 1000€ im Monat. Mir mindestens das 10fache.
Gute Entscheidung!


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.12.2019 um 11:27
Zitat von buddhasstiefelbuddhasstiefel schrieb:Nein, das wiederum hast du nicht verstanden. Ang/NF nicht im Sinne von: "Wie viele Hände gehen hoch, wenn ich in die Runde frage, wer es freiwillig machen will?", sondern im Sinne von: "Wie viele Menschen sind (a) befähigt, Pfleger zu sein und (b) ist es rentabel, dem Pfleger jeden Monat 10.000 Euro auszuzahlen?"

Gut kann man das durchspielen bei Putzfrau und Manager. Der Manager sorgt dafür, dass "der Laden läuft", dass das Unternehmen wächst. Der Manager kann mit einem einzigen Telefonat dafür sorgen, dass sich die Firma verdoppelt. Er muss strategische Entscheidungen treffen, die auf lange Sicht mehr Gewinn abwerfen. Seine Arbeit ist DIREKT gekoppelt an den wirtschaftlichen Wert, den das Unternehmen hat. Erstens könntest du für diesen Posten nicht "jeden beliebigen Hanswurst" einsetzen, und zweitens gebührt dieser verantwortungsvollen Aufgabe, die kaum jemand hervorragend hinkriegt, ein hohes Gehalt (oder meinst Anteile / Provisionen).
Und das ist eben ein für die gesellschaft schlechtes angebot und nachfrage.
Für die GEsellschaft wäre es viel besser, wenn es schöne ALtenheime mit genügend ausgeruhten und gut bezahlten pflegern geben würde, als wenn irgendein UNternehmer sich etwas aufbaut und irgendwelche Produkte verkauft, die eigentlich niemand wirklich braucht (z.b. indem jemand viel geld mit dem Ipod macht, weil er stylisch ist und da marketing geld drinsteckt, obwohl es sowieso genügend MP3 player gibt).

Warum soll denn der Manager mehr verdienen, nur weil an seine ARbeit mehr Geld geknüpft ist? Das ist doch kein AUtomatismus.
Der verdient ja auch viel mehr, wenn er richtige scheiße baut. Wenn ein manager den laden kaputtwirtschaften, dann haftet er ja nicht.

Er bekommt mehr geld, weil mehr geld durch ihn umgesetzt wird, wie oben schon geschrieben. Dem sollte aber nicht so sein.

Wie gesagt, ich nehme mal mich als Beispiel. Ich schreibe Serien für das deutsche Fernsehen und bekomme dafür viel Geld (vielleicht nicht für dich, für mich aber schon. Ich bekomme z.b. mehr geld, als die meisten ärzte bekommen und wesentlich mehr, als die meistne pfleger bekommen. Deren aufgaben sind aber wesentlich staatstragender als meine.

Aber an meiner Aufgabe hängt mehr Geld. Mit GZSZ verdient man eine ganze Menge geld (das schreibe ich nicht, aber mal vom prinzip her), ob das blöd ist oder nicht. Heißt, man braucht da gut ausgebildete autoren, die aber zugleich sich nicht zu fein sind, eine soap zu schreiben. Davon gibt es aber gar nicht so schrecklich viele, die sowohl serie können und wollen als auch sich für das Fernsehen hergeben bei den niveauloseren Sendungen.

Aber ich schaffe sicherlich nicht mehr wert für die gesellschaft (und auch mein arbeitgeber nicht) als Mediziner und Pfleger das tun (ich entwerte jetzt unterhaltung nicht, aber trotzdem ist leib und leben dann doch wichtiger).

Beim Manager ist das so ähnlich. Und beim Unternehmer auch. Die gehen mit viel geld um, das heißt noch lange nicht, dass deren arbeit wichtiger und wertvoller ist. Das ist schließlich nur ein großes spiel. Man könnte das Geld auch ganz ohne deren unternehmungen umverteilen und die Firma würde auch nicht sofort zusammenbrechen, nur weil man nicht den Topmanager bekommt sondern jemand anderen (oft genug fahren ja auch topmanager firmen an die wand). Schon gar nicht, wenn Topmanager jetzt viel härter besteuert werden und man ihnen ihr vermögen zurechtstutzt.
Zitat von buddhasstiefelbuddhasstiefel schrieb:Ok, also: Neid.

Irgendwie ist das in GB, F und USA ganz anders. Da werden Menschen, die es zu etwas bringen, als "Vorbild" gesehen. Hierzulande spuckt man auf sie, wie einst auf "die Juden" oder eben andere Sündenböcke.
Nein. Mit Neid hat das nichts zu tun. Ich habe mehr als genug geld. Es ist die MIssgunst, die mich ärgert, von denen, die Milliarden haben aber dem armen keinen cent gönnen können.

Zumindest in GB und den USA siehst du die auswirkungen. Obdachlose, zerrüttete Gesellschaft, viele Menschen, die sich nichtmal richtig ernähren können, vollkommen verwahrloste Stadteile oder ganze Städte. Während einige wenige Leute mit viel Geld und Yachten unterwegs sind. Die USA ist das beste beispiel dafür, dass Reiche MEnschen nicht qua existenz mehrwert schaffen.

Würde ich den USA allen Leuten mit mehr als einer milliarde die hälfte ihres vermögens wegnehmen und das in soziale projekte stecken, wäre das für die gesellschaft besser.

Dein Judenvergleich ist übrigens geschmacklos.
Zitat von buddhasstiefelbuddhasstiefel schrieb:Dann hast du nicht verstanden, was ich sagen wollte. Ich wollte seine Doppelmoral aufdecken. Menschen wie du, die so ihre geschätzt 40.000 EUR im Jahr machen, reden immer davon, wie moralisch überlegen sie wären, wenn sie mal ordentliches Geld verdienen würden. Wären sie dann selbst in der Position, würden sie ganz anders denken und handeln. So ein Geschwätz ist wirklich asozial.
Mir war schon klar, was du wolltest. War aber ziemlicher blödsinn, weil keiner vom honecker redete und das mit dem, was ich schrieb, nix zu tun hatte. Mit deinen 40.000 Bist du übrigens weit unter meinem Gehalt :) Das ist nichtmal die Hälfte von dem, was ich Brutto verdiene.
Zitat von buddhasstiefelbuddhasstiefel schrieb:Hö? Ich werfe niemandem irgendwas vor. Du wirfst hier den Unternehmern was vor, deshalb zieh ich dir deine linksnaiven Ohren lang. Aber ich habe kein Problem mit Angestellten. Sie leisten halt einfach VIEL und bedeutsam weniger als jeder Unternehmer. Aber das ist ok so, sie kriegen dafür ja auch weniger finanzielle Entlohnung.
WAs werfe ich denen denn vor? Ich sage lediglich, dass deren Mehrarbeit, die du anführst, in keinem verhältnis mehr zu deren mehrvermögen steht, wenn sie bereits mehrfache multimillionäre sind.
Zitat von buddhasstiefelbuddhasstiefel schrieb:"Es können nicht alle Unternehmer sein" - richtig. Die meisten Menschen, ich schätze 80 - 90 %, haben/hätten nicht das Zeug dazu. Und wollen sie übrigens auch gar nicht!

Ein Freund von mir leitet ein Pflegeheim. Als es ihm darum ging, eine neue Führungskraft einzustellen, wollte er sich aus dem Fundus seiner bestehenden Belegschaft einen aussuchen. Und - oh Wunder? Plötzlich haben alle, die vorher immer so auf ihre Chefs und Unternehmer geschimpft haben, also genau so, wie du es hier gerade tust, den Schwanz eingezogen. Als es plötzlich um echte Verantwortung ging und darum, das Rad mal auf einer höheren Ebene am Laufen zu halten, nicht nur mit Hintern abputzen, wollte dann keiner mehr. Hmm. Komisch. Dabei haben doch die Gleichen vorher immer so laut getönt, der Chef würde kaum arbeiten, würde keine wichtigen Aufgaben übernehmen? Nach deren oder auch deiner Logik müssten doch bei dem Gesuch "Chef gesucht" SOFORT alle Hände hochgehen?

DAS ist die widerliche Doppelmoral, an der du zerbrichst.

Side note: Er hatte der Belegschaft dann aber zumindest noch Anteile am Unternehmen angeboten, auf dem Wertepapiermarkt. Und oh Wunder? Auch hier waren alle zu faul oder zu blöd oder zu was-weiß-ich, sich mal etwas einzuarbeiten in die Thematik.

Dann halt bitte aber auch nicht meckern, wenn man hinterher nur mit 20k jährlich nach Hause geht...
Auch wenn alle das ZEug dazu hätten, könnte nicht jeder unternehmer sein.
Soll ich dir sagen, warum die nicht Chef werden wollten? WEil man in der Pflege als Chef nicht bedeutend mehr verdient, aber mehr arbeiten muss und viel mehr verantwortung hat. Hättest du denen dafür ein großes gehalt geboten, hätten die es auch gemacht.

Was da bei dir angeblich vom hörensagen her getönt wird, interessiert da weniger. Als ich in meinem Zivi in der Pflege gearbeitet hatte war dieselbe situation und für ein paar hundert Euro mehr war keiner bereit, diesen MEhraufwand zu leisten. HÄtte ich an deren Stelle auch nicht.
Zitat von buddhasstiefelbuddhasstiefel schrieb:Du unterlegst deine Ausführungen erneut mit dem Faktor "Glück" und behauptest, dass erfolgreiche Firmengründer so viel Glück gehabt hätten. Ich würde das gerne glauben, die Realität sieht anders aus. Ein Amazon, ein Apple, ein VW ziehst du nicht einfach nur mit "Glück" hoch. Es erfordert Jahre, wenn nicht Jahrzehnte der Hingabe, an allen Ecken und Enden und Fronten.

Unerfolgreiche Firmengründer sind meist "beschränkt" in ihrer Weltsicht, bilden sich nicht genug weiter, haben Probleme in ihrer Persönlichkeit, sehen Offensichtliches nicht. Es ist ihre EIGENE Verantwortung und hat nichts mit Glück oder Pech zu tun, überhaupt sind das so Begriffe, die sehr kindisch sind, ich frage dich noch mal: Wie alt bist du?
Ich führe erneut zurecht den faktor glück an. Es erfordert Jahrzehnte der hIngabe und Glück. Ja.
Deswegen habe viele unternehmer auch in ihrem ersten unternehmen versagt.

Genauso wie viele erfolgreiche Schauspieler am anfang ihrer karriere an UNis oder Theatern abgelehnt worden sind. Es hat immer auch mit GLück zu tun. IN jedem fall sind es nicht die fleißigsten unternehmer, die dann am ende die reichsten werden.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.12.2019 um 11:29
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:Ok, entscheiden wir, Dir reichen 1000€ im Monat. Mir mindestens das 10fache.
Gute Entscheidung!
Ja, das sollten wir demokratisch entscheiden. Und wenn wir so herumfragen, was denn so die mindeststandards sein sollten, die man in Deutschland haben sollte, dann heben wir die steuern so lange an, bis wir die erreichen (z.b. eben über vermögenssteuern).


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.12.2019 um 11:34
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Der verdient ja auch viel mehr, wenn er richtige scheiße baut. Wenn ein manager den laden kaputtwirtschaften, dann haftet er ja nicht.
Das ist wieder mal völlig falsch. Sie haften teilweise sogar sehr wohl mit ihrem Privatvermögen, aber zumindest mit ihrer eigenen Lebenszeit, ihrem Namen, ihrer Referenz, ihrem Lebensstandard, dem Wohlergehen ihrer Familie und so weiter und so fort. Komm mir jetzt bitte nicht auf diese billige Tour.
Zitat von shionoroshionoro schrieb:wenn irgendein UNternehmer sich etwas aufbaut und irgendwelche Produkte verkauft, die eigentlich niemand wirklich braucht
Wer entscheidet denn, wer was braucht und wer nicht? Du? Oder ein ZK?
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Es ist die MIssgunst, die mich ärgert, von denen, die Milliarden haben aber dem armen keinen cent gönnen können.
Soll ich dir mal vorgooglen, wie viel Steuern ein Bill Gates so zahlt und wie viel Geld Bill Gates in den letzten Jahren so gespendet hat? Oder schaffste das selbst?
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Hättest du denen dafür ein großes gehalt geboten, hätten die es auch gemacht.
Wie jetzt? Das ach so gepeinigte Pflegevolk, dem Geld doch nach eigenem Bekunden sooooo unwichtig ist, weil es sich so daran ergötzt, den wichtigen Dienst an der Gesellschaft zu leisten, mutiert dann doch plötzlich zum gerissenen Geschäftsmann und hechelt dem Geld hinterher? Wie unmoralisch...


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.12.2019 um 11:34
„Demokratie“ = Volk, wollt ihr mehr Geld ohne zu Arbeiten? @shionoro for Präsident!
Und trotzdem gewinnst Du diese Wahl nicht, die Leute wollen nicht alle das Gleiche haben.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.12.2019 um 11:36
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:„Demokratie“ = Volk, wollt ihr mehr Geld ohne zu Arbeiten? @shionoro for Präsident!
Und trotzdem gewinnst Du diese Wahl nicht, die Leute wollen nicht alle das Gleiche haben.
>Die LEute wollen Verteilungsgerechtigkeit. Die wollen nicht, dass der Manager eine zweite Yacht kauft, während andere sich für ihre Kinder keine Nachhilfe leisten können.

Das ist hier jetzt nicht thema, aber die zeichen stehen gegen den Kapitalismus.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.12.2019 um 11:41
Zitat von buddhasstiefelbuddhasstiefel schrieb:Das ist wieder mal völlig falsch. Sie haften teilweise sogar sehr wohl mit ihrem Privatvermögen, aber zumindest mit ihrer eigenen Lebenszeit, ihrem Namen, ihrer Referenz, ihrem Lebensstandard, dem Wohlergehen ihrer Familie und so weiter und so fort. Komm mir jetzt bitte nicht auf diese billige Tour.
Haste du mal eine QUelle von einem Manager, der ne Firma an die Wand gefahren hat und danach privat pleite war deswegen?
Zitat von buddhasstiefelbuddhasstiefel schrieb:Wer entscheidet denn, wer was braucht und wer nicht? Du? Oder ein ZK?
Kannst du denn wirklich behaupten, die GEsellschaft braucht Tamagochis mehr, als sie Krankenpfleger braucht? Ist das für dich Definitionssache?
Zitat von buddhasstiefelbuddhasstiefel schrieb:Soll ich dir mal vorgooglen, wie viel Steuern ein Bill Gates so zahlt und wie viel Geld Bill Gates in den letzten Jahren so gespendet hat? Oder schaffste das selbst?
Und? DIe Steuern muss er zahlen, die Spenden tun ihm nicht weh. Das ist oft sogar gut investiertes PR geld, wenn man eine nette Stiftung hat. Der Mann hat sich nicht arm gemacht damit. Der hat über 100 Milliarden dollar.
Viel besser, als hätte er gespendet und ein paar steuern gezahlt, wäre es wohl gewesen, hätten wir 50 milliarden von ihm weggenommen und in soziale Projekte in Amerika reingesteckt. Da wären wohl ein paar junge, hungrige unternehmer bei rausgekommen, die irgendwas tolles erfunden hätten.
So war das geld halt in diversen assets, die er so hat, geparkt. Hat keinem was gebracht.
Zitat von buddhasstiefelbuddhasstiefel schrieb:Wie jetzt? Das ach so gepeinigte Pflegevolk, dem Geld doch nach eigenem Bekunden sooooo unwichtig ist, weil es sich so daran ergötzt, den wichtigen Dienst an der Gesellschaft zu leisten, mutiert dann doch plötzlich zum gerissenen Geschäftsmann und hechelt dem Geld hinterher? Wie unmoralisch...
Ja, Pflege ist kein Spaß. Hast du mal in der Pflege gearbeitet? Sich noch mehr arbeit aufzuhalsen, ohne dafür wirklich mehr zu bekommen, da muss man schon sehr gerne Leiten wollen. Für das Geld macht man das nicht.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.12.2019 um 11:41
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Die wollen nicht, dass der Manager eine zweite Yacht kauft, während andere sich für ihre Kinder keine Nachhilfe leisten können.
Und wenn ich eine zweite Playstation will? Ist das "drin", wird das dann schön zu meinen Gunsten umverteilt? Oder nicht?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.12.2019 um 11:43
Zitat von buddhasstiefelbuddhasstiefel schrieb:Und wenn ich eine zweite Playstation will? Ist das "drin", wird das dann schön zu meinen Gunsten umverteilt? Oder nicht?
Nein, wir sprechen nicht von Peanut Beträgen, wir sprechen von sehr großen beträgen.
Ab da, wo einem als MIttelschichtler schon gar nicht mehr einfällt, was man sich denn noch alles damit kaufen sollte, wenn man sich einmal alle seine Träume erfüllt hat, und damit anfängt, irgendwelche statussymbole und immobilien anzuhäufen, einfach, weil man das geld irgendwo reinstecken muss anstatt es auf dem konto versauern zu lassen.


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28.12.2019 um 11:59
Zitat von shionoroshionoro schrieb:>Die LEute wollen Verteilungsgerechtigkeit. Die wollen nicht, dass der Manager eine zweite Yacht kauft, während andere sich für ihre Kinder keine Nachhilfe leisten können.
Du tust ja so als würde er es von ihren Geld kaufen.
Eigentlich ist es andersrum, aktuell kaufen H4 Playstation auf Kosten des Steuerzahlers(im TV gesehen), ist das auch Nachhilfe?
Für Nachhilfe darf es nur Gutscheine geben.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.12.2019 um 12:00
Man muss sich da halt schon fragen: Was will ich?

Ich finde, ein Gesellschaftssystem sollte das beste für die Gesellschaft erwirken. Das tut der Kapitalismus so aber nicht, weil das gar nicht sein ZIel ist. Sein Ziel ist die Maximierung von Wachstum und Gewinn. Das ist etwas ganz anderes.

Nach Kapitalismus Logik kann etwas gut sein, was schlecht für die Gesellschaft ist, sofern man damit viel Geld verdienen kann (zum Beispiel, wenn ich wege finde, meine Mitarbeiter unterzubezahlen und trotzdem zu halten, obwohl meine Firma sich ohne weiteres bessere Löhne leisten könnte).
Außerdem werde ich immer gesetzliche Spielräume, egal wie eng, auszunutzen wissen, um meinen Gewinn zu maximieren, selbst, wenn es auf Kosten der Endverbraucher ist (zum Beispiel wenn ich mich mit Zähnen und Klauen dagegen wehre, dass es verbindliche Standards für Zucker in Lebensmitteln gibt, Ampeln oder anderweitige HIndernisse dafür, Lebensmittel zu überzuckern).

Ihr redet von freiheit, meint damit aber eigentlich survival of the fittest.
Irgendwer hat mal (meinetwegen durch harte arbeit und weil er der großartigste und klügste mensch ist) mal richtig im großen kapitalismus spiel gewonnen und hat jetzt sehr viel geld. Darum sollte er es für immer haben, keineswegs dazu gezwungen werden, wieder einen bedeutsamen teil davon abzugeben und soll sich gerne auch 5 INseln kaufen, während andere hungern.

Das halte ich für ein schlechtes system, denn es maximiert ja nicht die freiheit. Die Leute, die nicht so viel geld haben wie er, sind wegen ihrer armut unfreier, als würde man einen teil des geldes auf sie verteilen.

UNd ob einer mit 50 Millionen wirklich freier ist als einer mit 5, das müsstet ihr mir auch mal erklären.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.12.2019 um 12:03
Zitat von shionoroshionoro schrieb:UNd ob einer mit 50 Millionen wirklich freier ist als einer mit 5, das müsstet ihr mir auch mal erklären.
Verlange doch nicht Erklärungen die Du nicht verstehst, und wenn eh nicht akzeptierst.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.12.2019 um 12:04
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:Du tust ja so als würde er es von ihren Geld kaufen.
Eigentlich ist es andersrum, aktuell kaufen H4 Playstation auf Kosten des Steuerzahlers(im TV gesehen), ist das auch Nachhilfe?
Für Nachhilfe darf es nur Gutscheine geben.
Er kauft die Yacht durchaus auch von der Arbeitsleistung seiner Mitarbeiter, die weit weniger Geld haben als er.
UNd welchen gesellschaftlichen nutzen hat jetzt der unernehmer mit der yacht?

Die Playstation ist da doch eine Ecke billiger.

Ich als Nachhilfeveteran sag dir mal, wie das mit der nachhilfe läuft. Die H4ler bekommen die NAchhilfe zwar häufig finanziert, aber die bekommen sie bei irgendeinem NAchhilfestudio, wo im endeffekt der unterricht derselbe ist wie in der schule. Ein lehrer wiederholt das, was das kind schon in der schule nicht kapiert hat. So wie in der Schule.
Dafür ist es viel billiger und das AMt bezahlt es, bringt aber nix.

Die Eltern mit der kohle, die ärzte und juristen, die kommen zu (als ich noch nachhilfe gegeben hab) zu mir, bezahlen dann keine zehn sondern 30 Euro plus pro Stunde dafür und bekommen vernünftigen einzelunterricht, damit das kind von der 2 auf die 1 kommt und auch mal ärztin werden kann.

UNd dann wundert man sich, dass die H4 Kinder schlechtere noten haben. Die Eltern mit dem geld, auch die mit den dummen kindern, buchen denen schon genügend leute, damit das mit den noten klappt.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.12.2019 um 12:05
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:Verlange doch nicht Erklärungen die Du nicht verstehst, und wenn eh nicht akzeptierst.
NAja, doch. Von dir war das einzige eigentlich nur 'wah wah, jemanden geld wegnehmen ist gemein'.

Das reicht mir nicht. Inwiefern wird der LEbensstandard von jemanden z.b. ernsthaft bedroht, der statt 50 nur 5 millionen hat. Also außerhalb von INseln und Yachten.

JA, der kann sich dann nur noch ein schönes Haus kaufen vielleicht anstatt zehn, das stimmt. Aber warum soll der zehn häuser haben, nur weil er mal ein unternehmen aufgebaut hat?


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