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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.538 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 14:30
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Oh ja, geil! Das ist wie:
Die viel genannte Bäckereifachverkäuferin soll soviel wie möglich in Teilzeit verdienen, ihr Chef soll hohe UNternehmenssteuern zahlen, privat hohe Vermögenssteuer, er hat eine Bäckerei, alles ethisch und bio, das Brötchen soll bitte 5 Cent kosten.
Wenn er Pleite geht, war es seine Gier, hat den Betrieb auf den Rücken der ausgebeuteten Mitarbeiter abgewickelt.
Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren :D
Eigentlich sieht man an dieser fast überflüssigen Äusserung, wie wenig Vorstellungsvermögen vorhanden sein kann, um sich eine Welt vorzustellen, in der ein partnerschaftliches, menschenwürdiges Wirtschaftssystem herrschen könnte. Der Bäckermeister hätte von vornherein viele -hier mal angenommene- "Ethikpunkte". Arbeitgeber, backt Bioprodukte, kauft entsprechend bio ein, verwendet keine schädlichen Produkte im Betrieb -->ist für Mensch und Umwelt wertvoll --> damit bspw. niedrigere Umsatz- und/oder Gewerbesteuer o.Ä.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 14:35
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Arbeitgeber, backt Bioprodukte, kauft entsprechend bio ein, verwendet keine schädlichen Produkte im Betrieb -->ist für Mensch und Umwelt wertvoll --> damit bspw. niedrigere Umsatz- und/oder Gewerbesteuer o.Ä.
Und wenn alle bzw. nur ein Teil das machen, werden die Steuern erhöht da die Ausgaben des Staates bleiben...man braucht das gleiche Aufkommen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:wie wenig Vorstellungsvermögen vorhanden ist, um sich eine Welt vorzustellen, in der ein partnerschaftliches, menschenwürdiges Wirtschaftssystem herrschen könnte.
Doch, die Vorstellung habe ich schon - alle wohnen im EHF mit großen Garten, alle in Stadtmitte, ruhig, ohne Verkehr aber mit guter Anbindung, arbeiten soviel sie wollen bis gar nicht und essen bio...wenn doch Bedarf ist, kommt der Arzt nach Hause.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 14:40
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Doch, die Vorstellung habe ich schon - alle wohnen im EHF mit großen Garten, alle in Stadtmitte, ruhig, ohne Verkehr aber mit guter Anbindung, arbeiten soviel sie wollen bis gar nicht und essen bio...wenn doch Bedarf ist, kommt der Arzt nach Hause.
Vllt. mal einfach den Fokus auf das kranke Dominanzsystem richten, welches da verursacht, dass es so nicht ist :nerv:


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 14:42
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Was meint ihr, wenn das durchgeht, steigen oder sinken die Mieten? Wird mehr gebaut? Werden die Gewerkschaften bei der nächsten Gehaltsrunde darauf hinweisen dass man immer weniger zum Leben hat?
Werden die die privat vorgesorgt haben wie empfohlen mehr Geld im Alter haben?
Was meinst du, wird die medizinische Versorgung mit mehr Einkünften besser oder schlechter werden? Oder werden die die Arbeitnehmer bei sinkenden GKV Beiträgen mehr oder weniger Geld zur Verfügung haben?

Solche Spielchen kann ich auch, aber es is meist nich sonderlich sinnvoll einen Sachverhalt nur von einer Seite aus zu betrachten.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 14:47
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Was meinst du, wird die medizinische Versorgung mit mehr Einkünften besser oder schlechter werden?
Wenn man betrachtet dass seit Jahren die Beiträgen steigen und die Beschwerden, vor allem bei der Wartezeit zunehmen, muss ich davon ausgehen dass sich nichts ändert bzw. der Trend zu Verschlechterung nicht aufgehalten wird.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 14:48
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Du lenkst davon ab, dass bei den ganzen Börsengeschäften und Spielerein der "Großen Jungs" viel Geld in der Welt bewegt wird, gleichzeitig Unternehmen gestärkt werden, die Ausbeutung und Zerstörung betreiben. Unternehmen sollten nach Punkten bewertet werden wie: wie umweltfreundlich arbeiten sie, wie gehen sie mit ihren Mitarbeitern um? Verschwenden sie natürliche Ressourcen? Sind ihre Produkte nachhaltig etc.? Je mehr ethische Wertepunkte ein Unternehmen hat, desto wertvoller ist es für Mensch und Umwelt.
Und die Punkte legt wer fest? Die Planwirtschaftskommission? "Die Wissenschaft"? Der Führer?
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Sozialsysteme, da die oberen Einkommen oft nich oder im Verhältnis weniger in die Sozialkassen einzahlen.
In der Tat - das ist so, weil auch die Leistung, die man vom Sozialsystem maximal bekommen kann, gedeckelt ist, und unsere Verfassung direkt verlangt dass man nur soweit einzahlen muss, wie man auch einen Anspruch auf Gegenleistung hat. Daher die berühmte Beitragsbemessungsgrenze. Und es ist auch sachlogisch: ein "Reicher" wird ja nicht fünfmal so oft krank wie ein "Armer", und auch wenn er krank werden sollte kriegt er für die gleiche Krankheit die gleiche Behandlung wie ein "Armer". Die ganze Spirenzchen drumherum (Chefarztbehandlung, Einzelzimmer usw.) sind ja zu Recht ohnehin nicht Bestandteil der GKV.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 14:50
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wo auch immer Du so etwas herausgelesen hast ;)
Nicht bei dir direkt, aber der Zeitgeist, ist es Probleme zu sezieren und dann "klein" zu lösen.

Hier 0,5% mehr, da 5% mehr, da 2 Leistungen zusammenfassen spart 0,2%
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Eigentlich sieht man an dieser fast überflüssigen Äusserung, wie wenig Vorstellungsvermögen vorhanden sein kann, um sich eine Welt vorzustellen, in der ein partnerschaftliches, menschenwürdiges Wirtschaftssystem herrschen könnte. Der Bäckermeister hätte von vornherein viele -hier mal angenommene- "Ethikpunkte". Arbeitgeber, backt Bioprodukte, kauft entsprechend bio ein, verwendet keine schädlichen Produkte im Betrieb -->ist für Mensch und Umwelt wertvoll --> damit bspw. niedrigere Umsatz- und/oder Gewerbesteuer o.Ä.
Klar ist die Vorstellung da.

Dann möchtest du die Ethikbehörde, da arbeiten die Ethiker, welche Ethikpunkte verteilen, die die Staatseinkünfte senken.

Wer zahlt denn dann die neue Behörde ??

Böse Industrie mit madigen Produkte , bis diese verschwinden und dann werden die Beamte selber von und mit Punkten bezahlt ??

Ich verstehe den Wunsch nach einer besseren Welt, aber das kostet Geld.

Reicht unsere Produktivitätssteigerung nicht für die aktuellen Sozialleistungssteigerungen, dann musst du gegenfinanzieren:

Also was darf wegfallen für das Ethikprogramm ??


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 15:11
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Und die Punkte legt wer fest? Die Planwirtschaftskommission? "Die Wissenschaft"? Der Führer?
Für Dich vermutlich unvorstellbar, bei der Auswahl, die Du da so anbietest: wir, die Gesellschaft legen die Punkte fest. Wie ich bereits weiter oben schrieb, braucht es dafür einen breiten öffentlichen Diskurs. Festlegung von Standards die einem fürsorglichen, ethischen Verhalten gegenüber dem Mitmenschen und der Umwelt entsprechen. Das klingt zunächst illusorisch, weil man selbst teils noch mit diesem Mantra vernetzt ist, dass angeblich alles so bleiben muß, wie es ist, da nicht mehr änderbar.

Doch, auch ein Wirtschaftssystem kann sich von einem dominanten zu einem partnerschaftlichen ändern, wenn genug Menschen sich für andere Werte und Regeln entscheiden. Im Grunde hat man doch auch gar keine andere Wahl mehr ... man kann sehenden Auges beobachten wohin dieses Dominanzsystem uns alle mitreißt. Soll nicht dieses Jahr noch irgendeine Scheiss Blase platzen, die wiederum Leid und chronischen Streß verursacht, gerade auch bei Menschen, die für das ganze geschehen überhaupt nicht verantwortlich sind? Oder erst nächstes Jahr? Egal, ist eh nur ne Frage von Zeit.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 15:13
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wenn man betrachtet dass seit Jahren die Beiträgen steigen und die Beschwerden, vor allem bei der Wartezeit zunehmen, muss ich davon ausgehen dass sich nichts ändert bzw. der Trend zu Verschlechterung nicht aufgehalten wird.
Ok, von daher darf man aber auch nich erwarten, dass der Trend zu höheren Mieten verschwindet, nur weil Vermieter weitere Abgaben die Vermieter belasten. Die Mieten steigen so oder so. Oder?

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 15:16
reminder-das-ne-vermgenssteuer-beliebter

Quelle: https://www.reddit.com/r/DIE_LINKE/comments/1qsaci2/verm%C3%B6genssteuer_jetzt_rechnet_menschen_das_vor/

Die Grafik zur Vermögenssteuer ist zwar schon etwas älter, aber dennoch interessant. Sie zeigt, wie Anhänger verschiedener Parteien zu einer Steuer auf hohe Vermögen stehen.

69 % sagen: "Ja, es sollte eine Steuer auf hohe Vermögen geben." Und 25 % sagen: "Nein, falsche Richtung."

Interessanterweise liegen bei der Zustimmung zur Vermögenssteuer die Anhänger der Linkspartei nur auf Platz 3. Bei der Ablehnung der Besteuerung großer Vermögen sind die Wähler der AfD dagegen Spitzenreiter.

Hier lässt sich auch ein ähnliches Phänomen beobachten wie bei Rentnern, die die CDU gewählt haben, während diese einen Großangriff auf Rentner fährt. Dieser Angriff kommt nicht nur vom Wirtschaftsrat, sondern auch von der Mutterpartei, also der CDU selbst.

Katherina Reiche hat ein Renteneintrittsalter von 73 Jahren gefordert und will die Mütterrente, die Grundrente und die Rente mit 63 streichen.

Das ist also nicht nur ein Vorschlag des Wirtschaftsrats, sondern wird auch von unterschiedlichen Kräften innerhalb der CDU gefordert. Das heißt: Die Leute, die die CDU gewählt haben, haben fundamental gegen ihre eigenen Interessen gewählt.

Bei der AfD sieht man das übrigens auch. Die AfD ist ja mittlerweile die Arbeiterpartei in Deutschland, also die Partei, die am stärksten von Arbeitern gewählt wird. Gleichzeitig ist sie aber auch die Partei, die am meisten die Stiefel des Kapitals leckt.

In gewisser Weise sind die AfD-Wähler die systemtreueste Wählergruppe. Egal, welche Wählergruppe man sich anschaut - die AfD-Wähler sind von allen am stärksten dem System treu. Sie sind sogar noch stärker als CDU/CSU mit den Eliten dieses Landes solidarisch, weil sie die Besteuerung der vermögenden Klasse fundamental ablehnen.

Dass die AfD entgegen der Interessen ihrer eigenen Wähler agiert, zeigt sich auch in den Steuerplänen der Parteien, wie man an dieser Grafik sieht:

33784Original anzeigen (0,5 MB)

Quelle: https://de.statista.com/infografik/33784/steuerliche-entlastungen-und-belastungen-laut-wahlprogrammen-zur-bundestagswahl-nach-parteien/

Man sieht gut, in welchen Bereichen die Parteien Steuern streichen - also auf welche Einnahmen sie verzichten würden - und wo es Mehrbelastungen gibt.

An der Grafik erkennt man, welche Parteien eine Art "Voodoo"-Politik betreiben und welche tatsächlich eine halbwegs solide Finanzierungsgrundlage haben...

Die Parteien, die "Voodoo"-Politik machen, sind diejenigen, die nur Ausgaben, aber keine zusätzlichen Einnahmen vorsehen - nämlich CDU, CSU, FDP und AfD. Sie haben nur Ausgaben und keine gegenfinanzierten Einnahmen.

Die behaupten einfach: "Ja, durch unsere Ausgaben wird die Wirtschaft so stark wachsen, dass sich das alles wie durch Zauberhand refinanzieren wird."

Zwar gibt es keine Berechnungen, die das bestätigen, aber genau das ist ja der Kern dieser "Voodoo"-Politik.

Bei der AfD sieht man gut, dass es keinerlei Belastungen für die Eliten gibt - null Komma gar nichts. Alle Steuern, die vornehmlich die reiche Elite betreffen, wie die Erbschaftsteuer, die Körperschaft- und Gewerbesteuer oder die Vermögenssteuer, werden bei der AfD nicht angetastet. Im Gegenteil: Die Elite würde sogar weiter entlastet. Bei den anderen Parteien sieht es ziemlich ähnlich aus - mit kleinen Unterschieden.

Bei der SPD gibt es eine leichte zusätzliche Belastung, etwa bei der Vermögenssteuer, aber das ist alles nur minimal. Die einzige Partei, die nach ihrem Wahlprogramm wirklich Vermögen stärker besteuern will, ist die Linkspartei, wie die Grafik zeigt.

Sie ist die einzige Partei, die Steuern, die im Grunde reiche Menschen betreffen, deutlich erhöhen und mit den Einnahmen Entlastungen für ärmere Menschen finanzieren will - wie zum Beispiel ein Klimageld oder die Senkung von Verbrauchssteuern, die letztlich der Konsument trägt, wie die Stromsteuer oder die Einkommenssteuer für untere und mittlere Einkommen.

Die Linkspartei ist zwar die einzige Partei mit dem größten sozialen Potenzial, aber im Grunde ist auch sie nur eine bürgerliche Partei, denn sollte sie in eine Machtposition kommen, würde sie das meiste aus ihrem Programm wahrscheinlich nicht umsetzen. Denn eine Umsetzung würde in einer kapitalistischen Volkswirtschaft, die im internationalen Wettbewerb - also in einem permanenten Wirtschaftskrieg - steht, die Wirtschaftskrise im eigenen Land massiv verstärken.

Das weiß die Linkspartei im Grunde auch. Und wäre sie in Regierungsverantwortung, würde sie ihre Pläne auch nicht so umsetzen - da bin ich mir zu 100 % sicher, weil es einfach der Systemlogik widerspricht. Aber Linksliberale glauben oft, dass man durch politischen Willen Systemlogiken außer Kraft setzen kann. Das kann man aber nicht.

Denn wer im System des Kapitalismus bleiben will, muss sich nun mal an seine Grundregeln halten - und das müsste auch eine Linkspartei in Regierungsverantwortung tun.

Dennoch hat sie das größte soziale Potenzial und als einzige Partei ein vollständig gegenfinanziertes Wahlprogramm. Das lässt sich nicht leugnen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 15:19
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Doch, auch ein Wirtschaftssystem kann sich von einem dominanten zu einem partnerschaftlichen ändern, wenn genug Menschen sich für andere Werte und Regeln entscheiden. Im Grunde hat man doch auch gar keine andere Wahl mehr ... man kann sehenden Auges beobachten wohin dieses Dominanzsystem uns alle mitreißt
Ach so, der neue Mensch mit dem neuen Bewusstsein ist mal wieder nötig. Na dann lass stecken.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 15:19
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:In der Tat - das ist so, weil auch die Leistung, die man vom Sozialsystem maximal bekommen kann, gedeckelt ist, und unsere Verfassung direkt verlangt dass man nur soweit einzahlen muss, wie man auch einen Anspruch auf Gegenleistung hat.
Na das war ja auch nich mein Punkt, sondern es ging um Verteilung. Wenn die oberen Einkommen etwas geringer wären und die unteren Einkommen um diesen Betrag gestiegen wären, dann hätten die Sozialkassen mehr Geld, die medizinische Versorgung könnte steigen oder die Beitragssätze sinken, die Renten wären stabiler.

mfg
kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 15:21
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Ach so, der neue Mensch mit dem neuen Bewusstsein ist mal wieder nötig. Na dann lass stecken.
Wieso sollte man Weiterentwicklung stecken lassen? Wie tickst Du denn? Lieber zurück auf den Baum oder was?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 16:02
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Kaum unterhalten wir uns darüber, plummst die nächste Idiotie von der SPD rein:
Krankenversicherungsbeiträge sollen nach einem Vorschlag der SPD nicht mehr nur auf Lohn und Gehalt anfallen, sondern auch auf Mieten und Kapitalerträge.
Dann sollte man aber gleich 2 Schritte weitergehen:

KV-Beiträge auf sämtliche Einkommen erweitern und nicht auf einzelne, ausgewählte beschränken, und die Möglichkeit abschaffen, sich vor der gesetzlichen KV zu drücken. Private KV kann es ja weiterhin geben, als Zusatzleistungen zur GKV. Es ist nicht so recht nachvollziehbar, wieso jemand mit einem geringeren Einkommen für eine Grundversorgung mehr zahlen muss als ein Besserverdiener mit einer PKV, der dann auch noch bevorzugte Behandlung erfährt.

Und einen dritten Schritt würde ich dann auch noch vorschlagen:
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:In der Tat - das ist so, weil auch die Leistung, die man vom Sozialsystem maximal bekommen kann, gedeckelt ist, und unsere Verfassung direkt verlangt dass man nur soweit einzahlen muss, wie man auch einen Anspruch auf Gegenleistung hat. Daher die berühmte Beitragsbemessungsgrenze. Und es ist auch sachlogisch: ein "Reicher" wird ja nicht fünfmal so oft krank wie ein "Armer", und auch wenn er krank werden sollte kriegt er für die gleiche Krankheit die gleiche Behandlung wie ein "Armer".
Hier schlage ich dann vor, dass das Gesundheitssystem nicht mehr über Versicherungen, sondern übers Steuersystem finanziert wird. Gutverdiener zahlen mehr ein als Geringverdiener und diese komische Beitragsbemessungsgrenze fällt weg. Das hätte den Nebeneffekt, dass wenn der Staat der Meinung ist, sich eine grosse Gruppe an Personen zu halten, die keine Beiträge an den Staat zahlen und eher vom Staat leben, dies auch bitteschön vom Staat finanziert werden soll und nicht ausschliesslich von Arbeitnehmern unterhalb der Einkommensbemessungsgrenze.

Bei Strassen funktioniert es doch auch passabel: Jeder zahlt einen Anteil seines Einkommens für Bau und Unterhalt der Strassen, egal wieviel er diese benutzt. Ein Gutverdiener ohne Auto und folglich ohne Strassennutzzung zahlt viel mehr für den Strassenbau als ein Geringverdiener, der womöglich unterhalb der Steuergrenze verdient, und der (zumindest theoretisch) den lieben langen Tag lang die Autobahn rauf und runter fährt.

Jetzt könnte man sagen, eine Gesundheitsbehandlung verursacht ja direkt Kosten, während eine Strasse einfach nur daliegt und die Benutzung keine Kosten verursacht. Alllerdungs wäre es ein leichtes, die Strassenkosten auf einen Kilometerpreis herunterzurechnen und die dem Strassenbenutzer quasi in Rechnung zu stellen, das heisst wie bei der Krankenversicherung die Nutzung einer Person zuordnen zu können.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 16:15
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Hier schlage ich dann vor, dass das Gesundheitssystem nicht mehr über Versicherungen, sondern übers Steuersystem finanziert wird.
Klingt für mich nach ner ganz guten Idee, könnte man analog auch für alle anderen Sozialversicherungen so machen.
Dazu vielleicht noch ne Erhöhung der Kapitalertragssteuer mit gleichzeitiger Anhebung der Freibeträge, um private Altersvorsorge attraktiv zu halten.

mfg
kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 17:06
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Dazu vielleicht noch ne Erhöhung der Kapitalertragssteuer mit gleichzeitiger Anhebung der Freibeträge, um private Altersvorsorge attraktiv zu halten.
Dazu hatte ich ja hier schonmal irgendwo einen Vorschlag gemacht:

Schaffung eine Topfes, in das man für die Altersvorsorge einzahlen kann, in dem man (mit seinen Einzahlungen) recht frei in Aktien oder andere Anlageformen investieren kann, auch Verkauf von Aktien ist möglich. Auf Gewinne werden überhaupt keine Steuern erhoben. Im Gegenzug darf man erst mit Renteneintritt an das Geld in diesem Topf heran. Damit hätte man einen Anreiz, für die Altersvorsorge zu investieren, ohne dass der Staat an der Rendite zugreift. Der Zinseszinseffekt kommt damit am besten zu tragen.

Das heisst, man entscheidet sich einmal zu Beginn, wo man sein Geld anlegen möchte. Entweder klassisch flexibel mit Zugriff aufs Geld jederzeit, dafür mit Kapitalertragssteuern. Oder man investiert in die Altersvorsorge ohne Kapitalertragssteuern, dafür darf man erst mit Beginn der Rente sich Geld auszahlen lassen.

Naja, der Vollständigkeit halber noch die dritte Möglichkeit: Volle Flexibilität ohne Kapitalertragssteuern, so wie in der Schweiz :-)


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gestern um 17:13
@zaeld

Ja, sowas wie die 401k Regelung in den USA. Würde ich mir für Deutschland auch wünschen.

mfg
kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 17:35
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Hier schlage ich dann vor, dass das Gesundheitssystem nicht mehr über Versicherungen, sondern übers Steuersystem finanziert wird.
Klingt für mich nach ner ganz guten Idee, könnte man analog auch für alle anderen Sozialversicherungen so machen.
Dazu vielleicht noch ne Erhöhung der Kapitalertragssteuer mit gleichzeitiger Anhebung der Freibeträge, um private Altersvorsorge attraktiv zu halten
Dann freut ihr euch doch:
2029 fressen die drei Posten Sozialausgaben, Verteidigung und Zinskosten schon die gesamten Einnahmen des Bundeshaushalts auf.
Quelle: https://www.zdfheute.de/wirtschaft/lanz-reformen-sozialstaat-arbeitsmoral-wirtschaft-100.html

Also was wollt ihr mit wem zusätzlich finanzieren??


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 17:42
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Also was wollt ihr mit wem zusätzlich finanzieren??
Die Kosten, die man bisher für die Krankenversicherung bezahlt, müssten dann als Steuern abgeführt werden. Nur die KV-Kosten zu streichen funktioniert natürlich nicht. Also kräftige Steuererhöhung, aber auch kräftige Verringerung der KV-Beiträge, nämlich auf 0.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 17:51
Cool, dann wird sich Nichtarbeiten noch mehr als Arbeiten lohnen - je mehr so denken, umso höher die Steuern und Abgaben.


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