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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

15.071 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

07.02.2026 um 18:21
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Du hast demnach keine Verantwortung gegenüber Kindern.
Korrekt
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Daher könntest Du auch leichter denken „nach mir die Sintflut‘.
Stimmt, mache ich aber absolut nicht!
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ansonsten finde ich es schon wichtig, in welche Aktien etc. man investiert.
Ich investiere gerade ,,Tierisch " in mein Wesen!
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wer zahlt denn überhaupt die Folgekosten von dem Missbrauch, nachdem die glücklichen Aktionäre ihre Gewinne mitgenommen haben, und das Feld soz. irreparabel abgegrast ist …
Scheiß einen auf das Geld!
Geld ist nicht alles!
Ich weiß, das hört sich aus der Sicht einiger hier jetzt bestimmt "strange" an.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Versteh mich nicht falsch, jeder soll mit seinem Geld glücklich werden.
Ich verstehe dich absolut nicht falsch.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:"Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann"
Ist mir durchaus bekannt.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Nur den Profit zu sehen und sonst Nix ist mMn. Missachtung des Lebens. Und genau das findet bei diesen Dominanzsystemen statt.
Ok.
Ich geh mal bißchen aus mir raus.
Ich habe letztes Jahr im Juli eine unbestimmte Auszeit von meinem Job genommen, weil ich nach 42 Arbeitsjahren der Meinung war, ich will mal raus.
Meine Mutter / Vater lebt nicht mehr, aber meine Schwester und Bruder schon. Ich habe 2 Nichten, die mir sehr viel bedeuten und sehr erfolgreich sind.
Wir alle Überbleibsel. Es gab kein großes Rumheulen.

Wir haben immer im Einklang der Natur gelebt!
Wir haben von Kindheit immer Tiere beherbergt, selbst im Garten angebaut.

Ich bin natürlich iwa ausgezogen. Jetzt lebe ich zwar alleinstehend, auf einem recht großen Grundstück und bin absolut der Meinung, dass ich 100% seit dem ich hier lebe, pro Jahr mehr für die Insekten - Welt getan habe, als manch andere in 100 Jahren.
Es liegt einfach in meiner Natur, ich wurde einfach so erzogen.

Ausschlaggebend ist im Moment aber und dazu stehe ich, ich habe mir eine Auszeit genommen und ich gebe es zu. Mir wurde einiges zuviel!

Noch etwas, diese Auszeit kostet mir sehr viel Geld, wofür ich gearbeitet habe und das lasse ich mir auf keinen Fall nehmen.
Diese ,,Free Lance" ist unbezahlbar, weil ich der Meinung bin, man ist nur einmal im Leben so alt wie heute.
So kann man sich täuschen!

Wer gerne meinen Garten begutachten möchte, er ist etwas Wild und ziemlich viele Tiere, ist hier herzlich eingeladen.

Ich rede keinen Mist. So etwas leistet man sich einfach mal nach 42 Arbeitsjahren.
Hat jemand ein Problem damit?
Was die Natur angeht, das läuft hier seit ca. 19 Jahren nebenbei.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

07.02.2026 um 18:23
Gerne PN zum Kaffee.
Gilt für alle hier!


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

07.02.2026 um 18:48
"Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann"
Du musst nicht die Weite suchen, du brauchst nur einen Garten.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

07.02.2026 um 19:13
Tja, das Dumme ist, dass sich die etablierten Algorithmen des Wirtschaftssystems nur schwer gegen bestehende Interessen (oft irrational, kurzfristig monetär betrachtet, durch logische Fehlschlüsse rationalisiert) verändern lassen.

Machtdynamiken, Abhängigkeitsverhältnisse, psychosoziale Komponenten - Abwehrreaktionen, Polarisierung, Feinbilderschaffung, Projektion auf Subjekte und soziale Gruppierungen

Da kann man mit dem Drehen an Stellschrauben innerhalb des "Systems" nicht mehr viel ausrichten, wenn sich die Grundlagen zu sehr verändert haben, aber noch die selben alten "Regeln" angewandt werden - diese sind nunmal keine unabänderlichen "Naturgesetze", wie das gerne die Apologeten der "Kräfte des freien Marktes" behaupten. Überhaupt erst die "uneingehegten Kräfte", die bspw. Leute wie Karl Marx zu einer Analyse dieser Dynamiken veranlasst haben.

Kann man natürlich alles abblocken und Gaslighting betreiben, aber dann wird's halt Scheiße.
Außer man kneift ganz fest die Augen zu - dann merkt man die Wand, auf die man zurennt, erst, wenn man mit dem Kopf dagegen knallt.

Uns mal poetisch zu formulieren.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

07.02.2026 um 19:21
Zitat von SabresSabres schrieb:Ich arbeite selbst ab und zu bei einem Bekannten, unentgeltlich (Firma) weils einfach Spaß macht. Ist das jetzt schwarz - Arbeit?
Ich bin kein Jurist. Aber das ist so genau das, was die Besitzenden machen, wenn sie sich durch Stiftungen und Firmenvermögen "mittellos" rechnen.

Klar, Meiner, und dein Kumpel schenkt dir dann einfach so ein bisschen Geld, weil er dich so mag.
Das Prinzip kennt man vom Drogenhandel ... jemand findet ein Tütchen mit Dingsbumms am Boden, hebt das auf weil ihm das Freude macht (Umweltschutz 😉) und schenkt dann jemandem ein bisschen Geld, der zufällig neben dem Tütchen stand.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

07.02.2026 um 19:43
Zitat von SabresSabres schrieb:Ich bin ein reiner Kapitalist und lebe gut damit.
Darf man fragen wie viel du im Monat so investiert und gewinnbringend rausholst?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

08.02.2026 um 07:05
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Wo du das gerade sagst, das war auch mal kurz Thema bei "Liebling Kreuzberg", Titel der Folge "Taschenpfändung", falls es jemand schauen möchte. Da fragte die Unterhaltsempfängerin auch am Ende, ob man nicht gleich im voraus pfänden könne. Ging nicht.
Kann ja auch nicht. Was, wenn die unterhaltsberechtigte Person plötzlich verstürbe? Oder der Verpflichtete?
Zitat von SabresSabres schrieb:Soweit ich weiß nein. Genau das wurde damals auch geändert.
Zitat von SabresSabres schrieb:Nix tun bedeutet in diesem und fast allen anderen Staaten nur mindest - Beiträge. Gerade was die Rente angeht, biste zwar abgesichert, allerdings auf Minimum.
Deine Antworten zeigen mir, dass Du Dich nicht so intensiv damit beschäftigt hast.
Zitat von SabresSabres schrieb:Ich bin komplett alleinstehend und lebe sehr glücklich damit.
Ah, okay!
Zitat von SabresSabres schrieb:Ich investiere gerade ,,Tierisch " in mein Wesen!
Tierisch meint? 🤔😄
Zitat von SabresSabres schrieb:Ich geh mal bißchen aus mir raus.
Ich habe letztes Jahr im Juli eine unbestimmte Auszeit von meinem Job genommen, weil ich nach 42 Arbeitsjahren der Meinung war, ich will mal raus.
Dann hast Du es wohl auch gar nicht mehr so lange bis zur Rente 🙏
Zitat von SabresSabres schrieb:Noch etwas, diese Auszeit kostet mir sehr viel Geld, wofür ich gearbeitet habe und das lasse ich mir auf keinen Fall nehmen.
Diese ,,Free Lance" ist unbezahlbar
Ich habe es in den letzten Jahren öfters mitbekommen, dass ein "Sabbatjahr" oder auch ein halbes Sabbatjahr in Anspruch genommen wurde. Immer mehr Kolleg:innen haben Interesse daran, wo das vor vielleicht 15 Jahren noch etwas recht Exotisches war.
Es gibt da unterschiedliche Modelle. Diese bezahlte Auszeit wird über längere Zeit vorbereitet und geht mit einem Gehaltsverzicht im Vorfeld über einen festgelegten Zeitraum einher. Ich habe auch Kolleg:innen, die auf diese Weise z.T. 2 Jahre oder mehr früher in Pension gehen werden. Eigentlich eine tolle Sache, wenn das mit dem Gehaltsverzicht hinhaut. Auf 50% des Gehaltes zu verzichten kann sich bestimmt nicht jeder leisten. Ist ein Rechenexempel.
Wenn es passt, eine tolle Sache.
Je jünger man ist, desto besser kann man noch alles machen und genießen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

08.02.2026 um 08:53
Machen wir doch Kapitalismus und Sozialstaat in wenigen Sätzen.

- alles wird vom arbeitenden Steuerzahler bezahlt.
- weltweit werden 8% als eine gute Kapitalrendite angesehen.

Folgt:
Egal was ein Staat macht - sprich Steuern erhöht, Gesetze ändert, Leistungen erhöht, sollte der arbeitende Steuerzahler so bezahlt werden können dass er ein gutes Leben hat und die Unternehmen 8% Gewinn machen.

Jetzt kann man Gedankenspiele machen und vernünftige Lösungen erarbeiten, man erkennt sofort die Zusammenhänge, Beispiele:

Mindestlohn
Die höheren Personalkosten werden von Unternehmen auf die Preise draufgeschlagen um die 8% halten zu können.
Kann der steuerzahlende Arbeiter diese Preise noch bezahlen?

Höheres Bürgergeld, höheres Kindergeld oder andere Staats"leistungen", Erhöhung des Empfängerkreises
Kann man durch Steuererhöhungen finanzieren, egal ob man den arbeitenden Steuerzahler oder die Unternehmen in die Pflicht nimmt, der steuerzahlende Arbeiter wird weniger zur Verfügung haben...reicht der niedrigere Konsum den Unternehmen?

Diese Meta Diskussionen kann man sich sparen...sollten alleinerziehende Mütter, Kinder, Rentner, Arbeiter mehr haben, Natur geschützt werden, etc. etc. JA, natürlich!, aber siehe oben.

Der Sozialstaat als Aufsatz des kapitalistischen Systems ist, Achtung finanziell ausgedruckt, ein Nachteil ggü Ländern die diese Staatsleistungen nicht oder nicht in dieser Höhe bezahlen.

Es hat bis jetzt für Deutschland sehr gut funktioniert, weil die Produktivität und Innovation den Aufpreis gerechtfertigt haben - jetzt ist aber die Situation so dass sogar in direkter Nachbarschaft die Produktivität und Innovation so sind dass man auf die 8% kommt...deswegen wandern Unternehmen ab, zB gar nicht so weit, Mercedes nach Ungarn. Da sieht man auch dass es nicht dass Produkt das Problem ist, sondern der Produktionsstandort.

Noch eine Sache:
Man sollte geistig eine Ebene höher schalten und sich an "Tax the Rich" oder wie gestern von den Linken sah: Der Reichtum gehört uns allen, holen wir ihn uns zurück.
In DE gibt es je nach Quelle zwischen 170 und 255 Milliardäre - ist es schlimm wenn 0,0003036% der Bevölkerung so reich ist? Für mich nicht, die sind mir ehrlich gesagt scheiss egal - viel wichtiger ist zB dass in DE 74,5 Mio in der GKV sind, obwohl nur 58,6 Beiträge zahlen -> ist das nicht der positive Wahnsinn dass 16 Mio Menschen kostenlos versichert sind?

Gut, holen "wir" "unseren Reichtum" wieder - und die 255 Milliardäre sind pleite oder ziehen weg, nach den Linken Plänen betrifft es sogar alle über 1 Mio Privatvermögen und 5 Mio Betriebsvermögen...das geht schief:
- Vermögen wird in Händen fallen die in DE nicht steuerpflichtig sind
- auch wenn die Wegzugsbesteuerung sich noch einen Stück vom Kuchen von Vermögenden beim Auswandern holt, es ist eine einmalige Einnahme
Ich rate davon ab. Es wird auch oft spitz angemerkt warum "kleine Leute" sich gegen solchen Steuern aussprechen, ist einfach, die sind wissend:
- irgend wann trifft sie es auch (siehe Spitzensteuer bei Arbeitseinkommen zB. oder Haus erben in München/Stuttgart)
- der Staat beweist immer wieder dass es mit Geld nicht umgehen kann
- sie wissen, siehe oben, dass der Endverbraucher am Ende alles zahlt


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

08.02.2026 um 11:15
Zitat von SabresSabres schrieb:Scheiß einen auf das Geld!
Geld ist nicht alles!
Ich weiß, das hört sich aus der Sicht einiger hier jetzt bestimmt "strange" an.
Finde das nicht strange, eher gesund und normal. Das Zerstörerische ist ja gerade die Abspaltung der Wirtschaft z.B. vom unbezahltem Leben oder von der Verantwortung gegenüber unserem Lebensumfeld, der Natur. Prinzipiell sollte es doch um das Leben gehen, welches sich da in den Wirtschaftszahlen wiederspiegeln sollte. Tut es aber nicht, weil Profit/Umsatz zählt, denn nur der ist dort berücksichtigt und gelistet. Das führt, solange das derart praktiziert wird, weiterhin zu Ausbeutung und Schäden, die das Leben hier auf der Erde iwann noch mehr beeinträchtigen werden als jetzt schon.
Zitat von SabresSabres schrieb:Wir haben immer im Einklang der Natur gelebt!
Das ist schön, und sei Dir von Herzen gegönnt! Wir leben halt nur nicht alleine auf unser aller gemeinsamen schönen Planeten. Andere haben auch mal in der Natur gelebt, bis man begann, z.B. die Regenwälder für unsere Holzverarbeitung auszubeuten. Mit Gerechtigkeit und Verantwortung hat sowas Nix zu tun, denke ich.
Zitat von SabresSabres schrieb:Ausschlaggebend ist im Moment aber und dazu stehe ich, ich habe mir eine Auszeit genommen und ich gebe es zu. Mir wurde einiges zuviel!
Was wurde Dir zuviel? Meinst Du die Ellenbogenmentalität?
Zitat von SabresSabres schrieb:Ich rede keinen Mist. So etwas leistet man sich einfach mal nach 42 Arbeitsjahren.
Hat jemand ein Problem damit?
Überhaupt nicht! Das ist doch das Beste, was man tun kann, wenn's einem zuviel wird.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

08.02.2026 um 11:56
Zitat von McPaneMcPane schrieb:Tja, das Dumme ist, dass sich die etablierten Algorithmen des Wirtschaftssystems nur schwer gegen bestehende Interessen (oft irrational, kurzfristig monetär betrachtet, durch logische Fehlschlüsse rationalisiert) verändern lassen.
Bewusstwerdungsprozesse sind schon für den Einzelnen nicht immer ganz einfach. Gesellschaftlich ist das ne echte Herausforderung. Aber die beginnt halt auch im Kleinen. Und sei es in einem Austausch wie hier gerade :) Ich freue mich z.B. darüber, dass hier doch auch Menschen sind, die dieses wirtschaftliche Drama erkennen, erkennen wie lebensfeindlich es ist. Und wie Du bereits sagtest: es handelt sich nicht um Naturgesetze. Es sind Menschen gemachte Konstrukte, die von Menschen wieder geändert werden können.

Ich geh' davon aus, dass wir nur durch Erkenntnis unser Denken und Handeln verändern, und dementsprechend dann unsere Stimme bei der Wahl abgeben können.

Und ja, es geht z.B. um die Sichtbarmachung und Wertschätzung der doch wichtigsten menschlichen Arbeit. Der Care-Arbeit. Wenn ihre wirtschaftliche Bedeutung offensichtlich ist, dann dürften entsprechende Veränderungen bspw. seitens der Arbeitgeber oder des Gesetzgebers zu erwarten sein. Weiss nicht, wie ich es anders sagen könnte: um dieses kranke kapitalistische System zu verändern, bräuchte es wohl eine Art Austausch darüber, wie wir Menschen unsere Leben bewerten und nach welchen Werten wir tatsächlich Leben möchten. Ja, wie wollen wir miteinander leben, damit es allen etwas besser geht? Wie wollen wir mit der Natur umgehen? Na ja, und diese Werte sollten dann in einem partnerschaftlichen Wirtschaftssystem gelebt werden können, und entsprechend dann auch im BIP Berücksichtigung finden.
Zitat von McPaneMcPane schrieb:Kann man natürlich alles abblocken und Gaslighting betreiben, aber dann wird's halt Scheiße.
Jo, es ist sehr zerstörerisch. Handelt sich ja um ein dominantes System, in welchem nur die Leistung des Humankapitals interessiert, ansonsten stört der Mensch in diesem System. Ferner wird die Natur geplündert, darüberhinaus ist sie in diesem System nicht von Interesse.


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08.02.2026 um 12:24
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Folgt:
Egal was ein Staat macht - sprich Steuern erhöht, Gesetze ändert, Leistungen erhöht, sollte der arbeitende Steuerzahler so bezahlt werden können dass er ein gutes Leben hat und die Unternehmen 8% Gewinn machen.
Die 8% sind aber nur ein Durchschnitt, manche Unternehmen erwirtschaften viel mehr, andere machen Verluste. Den Lohn der Angestellten vom Gewinn der Firma abhängig zu machen, macht keinen Sinn.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Mindestlohn
Die höheren Personalkosten werden von Unternehmen auf die Preise draufgeschlagen um die 8% halten zu können.
Kann der steuerzahlende Arbeiter diese Preise noch bezahlen?
Der Arbeiter, der dank Mindestlohn mehr Geld bekommt, kann die dann leicht steigenden Preise besser zahlen, denn der hat ja mehr Geld, die anderen etwas schlechter, aber die können die immer noch besser Zahlen als die Mindestlohnempfänger, denn die verdienen ja mehr.
Man könnte diese Effekte aber ganz gut so ausgleichen, dass man die obere Hälfte der Einkommen etwas stärker besteuert und die untere Hälfte genau um diesen Betrag steuerlich entlastet. Das Ganze käme so auch der Wirtschaft zugute, da die unteren Einkommen ihr Geld sehr oft komplett ausgeben, während die oberen Einkommen einen deutlich größeren Sparanteil haben.
Außerdem trifft eine Steuererhöhung Gutverdiener deutlich weniger hart als Geringverdiener.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Höheres Bürgergeld, höheres Kindergeld oder andere Staats"leistungen", Erhöhung des Empfängerkreises
Kann man durch Steuererhöhungen finanzieren, egal ob man den arbeitenden Steuerzahler oder die Unternehmen in die Pflicht nimmt, der steuerzahlende Arbeiter wird weniger zur Verfügung haben...reicht der niedrigere Konsum den Unternehmen?
Warum sollte höhere Sozialleistungen zu weniger Konsum führen? Das was die Steuerzahler weniger haben, bekommen die Sozialempfänger ja mehr, is also erstmal ein Nullsummenspiel. Allerdings dürfte die Wahrscheinlichkeit, dass ein Sozialempfänger dieses Mehr direkt wieder verkonsumiert deutlich größer sein, als zB. bei einem Einkommensmillionär.
Niedrigerer Konsum scheint mir bei geringeren Sozialleistungen eher wahrscheinlich.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ansonsten finde ich es schon wichtig, in welche Aktien etc. man investiert. Was machen die Unternehmen mit meinenm Geld?
Hört man oft so und klingt sehr plausibel, is aber falsch. Wenn du ne Aktie kaufst, bekommt im Regelfall nich das Unternehmen dein Geld, sondern der, der die Aktien vorher verkaufte. Dem Unternehmen selbst isses relativ egal ob deren Anteile jetz dir oder wem anders gehören.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

08.02.2026 um 12:29
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Die 8% sind aber nur ein Durchschnitt
Richtig.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Warum sollte höhere Sozialleistungen zu weniger Konsum führen?
...das Geld dafür kommt woher? Die "Umverteilung" läuft über Steuern - höhere Preise...
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Man könnte diese Effekte aber ganz gut so ausgleichen, dass man die obere Hälfte der Einkommen etwas stärker besteuert
Whats else - Kreativität auf höchstem Niveau. Und bei der nächsten Bürgergelderhöhung, erhöht man die Steuern ungleich....ein Lösung mit Zukunftssicherheit.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

08.02.2026 um 12:35
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:...das Geld dafür kommt woher? Die "Umverteilung" läuft über Steuern - höhere Preise...
Höhere Steuern führen zwingend zu höheren Preisen? Das solltest du mal konkret zeigen.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Und bei der nächsten Bürgergelderhöhung, erhöht man die Steuern ungleich....ein Lösung mit Zukunftssicherheit.
Jep, da sind wir ja mal einer Meinung.

Schön übrigens, dass du meine Gegenargumente mal gleich komplett ignoriert hast, so macht diskutieren richtig Spass. :)

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

08.02.2026 um 12:38
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Schön übrigens, dass du meine Gegenargumente mal gleich komplett ignoriert hast, so macht diskutieren richtig Spass. :)
Ich diskutiere zumindest zum Thema - andere die hier auf ihren Kreuzzug OT unterwegs sind, ignorieren auch meine Beiträge.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Höhere Steuern führen zwingend zu höheren Preisen? Das solltest du mal konkret zeigen.
Bei Unternehmenssteuern werden sie eingepreist.
Bei Verbrauchersteuern holen sie sich das über Tarifabschlüsse und die gestiegenen Personalkosten eingepreist.
Easy oder?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

08.02.2026 um 12:41
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ich diskutiere zumindest zum Thema - andere die hier auf ihren Kreuzzug OT unterwegs sind, ignorieren auch meine Beiträge.
Meine Gegenargumente waren doch konkret zum Thema, ignorieren tust du sie dennoch. Naja, wirst schon wissen warum.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Bei Unternehmenssteuern werden sie eingepreist.
Bei Verbrauchersteuern holen sie sich das über Tarifabschlüsse und die gestiegenen Personalkosten eingepreist.
Easy oder?
Klar, gibt ja nur Unternehmens- und Verbrauchssteuern. :)
Die Welt kann so einfach sein.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

08.02.2026 um 12:42
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Klar, gibt ja nur Unternehmens- und Verbrauchssteuern.
Dann machen wir die Welt einfach: welche kennst Du noch? oder meinst Du andere "Finanzierung und Knechtung" Instrumente?
Ich kann Dir dann den Einfluss auf die Preise erklären.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

08.02.2026 um 12:44
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Dann machen wir die Welt einfach: welche kennst Du noch?
Wie wärs mit Einkommenssteuern, Kapitalertragssteuern, Vermögenssteuern, Erbschaftssteuern...?
Sollte für den Anfang reichen.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

08.02.2026 um 12:45
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Höhere Steuern führen zwingend zu höheren Preisen? Das solltest du mal konkret zeigen.
Höhere MwSt--》höhere Preise
Höhere Steuern auf Einkommen --> Höhere Lohnforderungen --> Höhere Preise
Höhere Abgaben --> Höhere Preise
Mehr Bürokratie --> Höhere Preise


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

08.02.2026 um 12:48
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Einkommenssteuer
Schrieb ich doch:
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:holen sie sich das über Tarifabschlüsse und die gestiegenen Personalkosten eingepreist.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Kapitalertragssteuern
Bei "kleinen" privaten Anlegern, siehe oben - die Leute brauchen Netto um mit Netto im Laden zu bezahlen.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Vermögenssteuern
Um die Vermögenssteuer bezahlen zu können, könnte sein dass man die Preise (oder zB Mieten) erhöht um die Substanz nicht anzugreifen.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Erbschaftssteuern
Same.

Denke an meinem einfachen Grundsatz der sehr klar ist:
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:- alles wird vom arbeitenden Steuerzahler bezahlt.



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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

08.02.2026 um 12:58
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Höhere Steuern auf Einkommen --> Höhere Lohnforderungen --> Höhere Prei
Forderungen führen aber nich zwingend auch zu entsprechenden Ergebnissen.
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Höhere Abgaben --> Höhere Preise
Mehr Bürokratie --> Höhere Preise
Die Rede war doch aber von Steuern.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Schrieb ich doch:
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:holen sie sich das über Tarifabschlüsse und die gestiegenen Personalkosten eingepreist.
Sie versuchen es vielleicht. In der Regel bleibt es eher beim Inflationsausgleich.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Bei "kleinen" privaten Anlegern, siehe oben - die Leute brauchen Netto um mit Netto im Laden zu bezahlen.
Kleine private Anleger brauchen hohe Kapitalerträge um im Laden bezahlen zu können? :D Come on.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Um die Vermögenssteuer bezahlen zu können, könnte sein dass man die Preise (oder zB Mieten) erhöht um die Substanz nicht anzugreifen.
Ja, könnte aber auch anders sein. Ich wollte ja wissen, warum höhere Steuern zwingend zu höheren Preisen führen. Das Preise immer angehoben werden können, is mir schon klar.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Denke an meinem einfachen Grundsatz der sehr klar ist:
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:- alles wird vom arbeitenden Steuerzahler bezahlt.
Das hab ich ja nich mal bestritten, sondern nur deine darauf folgenden Fehlschlüsse aufgezeigt.

kuno


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