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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

15.072 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.02.2026 um 21:38
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Den Satz verstehe ich nicht.
Wenn es keine PKV mehr gibt, und diese Kunden kommen in die neue GKV, bedeutet das kein Plus in der Kasse...man hat mehr "Beiträge" aber auch mehr Versicherte.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.02.2026 um 22:03
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wenn es keine PKV mehr gibt, und diese Kunden kommen in die neue GKV, bedeutet das kein Plus in der Kasse...man hat mehr "Beiträge" aber auch mehr Versicherte.
Da diese Kunden mehrheitlich sehr gut verdienen, sonst wären sie ja nicht über der Beitragsbemessungsgrenze und können zur PKV optieren, zahlen diese neue Kunden auch mehr Steuern als die Altkunden, die unter der Beitragsbemessungsgrenze liegen.

Bleiben noch die Selbständigen, für die diese Grenze nicht gilt, aber ich denke, man kann auch bei denen davon ausgehen, dass sie eher höhere Einkommen haben.

Man erhält also sehr wohl ein Plus in der Kasse.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.02.2026 um 22:18
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Man erhält also sehr wohl ein Plus in der Kasse.
Joah sieht nach einem soliden Rettungsplan aus:


gkv
Etwa zehn Milliarden Euro ließen sich so sparen, rechnet Stefan Greß vor. Das sei etwa die Summe, die die gesetzlich Versicherten im kommenden Jahr über die Erhöhung des Zusatzbeitrags bezahlen müssen.
Dazu noch die Info:

PKV Versicherte zahlen Behandlungskosten x 2,4.... Das will man ja nicht beibehalten also:
Ohne private Krankenversicherung würden dem Gesundheitssystem jedes Jahr mehr als zwölf Milliarden Euro fehlen, argumentiert der PK-Verband. Besonders wichtig seien die Privatversicherten für die Hausärzte auf dem Land, da hier besonders viele alte gesetzlich Versicherte leben, die tendenziell häufiger zum Arzt müssen.
Quelle: https://www1.wdr.de/nachrichten/private-krankenversicherung-abschaffen-100.html


Sind die zahlen aus der Luft gegriffen ??? Wohl nicht:


gkv2


https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157182/umfrage/pkv-ausgaben-fuer-krankenhausbehandlungen-seit-1998/


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

09.02.2026 um 22:38
Warum nicht die Beitragsbemessungsgrenze abschaffen? Warum hört das Solidarprinzip da auf?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.02.2026 um 00:39
Zitat von kuno7kuno7 schrieb: Hat aber den Nachteil, dass man wieder in Die Grundrente fällt, wenn die eigene Altersvorsorge aus welchen Gründen auch immer nich funktioniert.
Daher finde ich eine Grundrente für alle, die auch von allen bezahlt wird besser, privat oben drauf geht ja immer
könnte es sein, dass du beim ersten Satz Grundrente mit Grundsicherung verwechselt hast (oder dich verschrieben)?
Zitat von kuno7kuno7 schrieb: ... Is doch heute auch schon so bei der Grundsicherung, die bekommt auch jeder in gleicher Höhe, egal wie viel mal eingezahlt wurde.
Die Grundrente wäre dann die Grundsicherung für alle Rentner
mmh
Im Moment gibt's ja schon Beides.
Wie du richtig schriebst, ist die Grundsicherung für jeden gleich - entspricht dem Regelsatz wie beim Bürgergeld.

Und die Grundrente bekommen manche auf ihre geringe Rente oben drauf - je nach eingezahlter Jahre.

Die Grundsicherung dagegen bekommt man nicht oben drauf sondern die wird mit der Rente vereechnet.

Aber vielleicht war dir das alles klar und ich hatte nur deine Sätze missverstanden?
Zitat von LanzaLanza schrieb:Warum nicht die Beitragsbemessungsgrenze abschaffen? Warum hört das Solidarprinzip da auf?
das verstehe ich auch nicht.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.02.2026 um 01:02
Zitat von LanzaLanza schrieb:Warum nicht die Beitragsbemessungsgrenze abschaffen? Warum hört das Solidarprinzip da auf?
Zitat von OptimistOptimist schrieb:das verstehe ich auch nicht.
Es ist mehr als einfach, 2 klare Punkte:

- der Grundsatz das der Staat nicht mehr als 50% an Steuern und Abgaben nehmen sollte, wird verletzt (wegen der Steuerprogression)...der wird sowieso mit der Schweinerei mit den AG Anteilen beinahe erreicht

- die Ansprüche werden zu groß -> stellt Euch mal vor einer mit 200.000€ Brutto wird arbeitslos und kassiert dann 5822€ ALG1...von der Rente gar nicht zu sprechen, der erwirbt dann pro Jahr das 4fache an Ansprüchen als ein Durchschnittslöhner
Der Staat hat an sich gar keine Interesse daran, weil wenn die Wirtschaft den Bach runter geht (gerade sehr erfolgreich) werden irgendwann viele Leute sehr hohe Ansprüche haben und kaum potente Beitragszahler...nicht vergessen, höchste Entscheidung 1992: die Rente muss die einbezahlten Beiträgen spiegeln.

Zusatzpunkt: ist das Euer Ernst? Dann werden die Leute die in der Lage sind 200k zu erarbeiten erst recht das Land verlassen, bleiben wir bei den 200.000...soll der jährlich 18.600€ und sein AG auch 18.600€ in die RV zahlen sprich 37.200€/Jahr um am Ende Grundrente zu bekommen?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.02.2026 um 09:26
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wenn es keine PKV mehr gibt, und diese Kunden kommen in die neue GKV, bedeutet das kein Plus in der Kasse...man hat mehr "Beiträge" aber auch mehr Versicherte.
Wenn die privat Versicherten dazu kämen, würde deren Einkommenssteuer im Schnitt sicher um mehr steigen, als sie vorher an die PKV gezahlt haben, außerdem kommen ja auch noch Steuern aus Einkommen dazu, aus denen vorher gatnichts zufloss (Kapitalerträge, Mieten…)
Von daher würde ich schon ein „Plus“ erwarten.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:könnte es sein, dass du beim ersten Satz Grundrente mit Grundsicherung verwechselt hast (oder dich verschrieben)?
War an mir vorbei gegangen, dass es etwas namens Grundrente schon gibt, von daher war die Bezeichnung schlecht gewählt. Nennen wir das was ich beschrieb einfach Staatsrente. Ich hoffe die gibt’s noch auch schon. :)
Zitat von LanzaLanza schrieb:Warum nicht die Beitragsbemessungsgrenze abschaffen? Warum hört das Solidarprinzip da auf?
Würde halt nich wirklich was bringen. Bei der Krankenversicherung würden die Leute dann einfach in die PKV wechseln und bei der Rentenversicherung gilt das Äquivalenz Prinzip, je höher die Beiträge, desto höher die Renten. Is am Ende ein Nullsummenspiel.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:...soll der jährlich 18.600€ und sein AG auch 18.600€ in die RV zahlen sprich 37.200€/Jahr um am Ende Grundrente zu bekommen?
Nö, keiner zahlt mehr in die Rentenversicherung, sowas gibts dann nich mehr.
Zitat von zaeldzaeld schrieb:hier war dann meine Prognose doch mal richtig :-)
Für diese Vorhersage musste man aber auch kein großer Prophet sein. ;)

mfg
kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.02.2026 um 13:00
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wird da auch die wöchentliche Kehrarbeit auch sichtbar gemacht?
Was hamma gelacht. Geh' weiterkehren.

Das sind Realitäten:
Die Übernahme von unbezahlter Care-Arbeit wirkt jedoch auch selbst als Armutsrisiko, u. a. da sie oftmals mit der Einschränkung der eigenen Berufstätigkeit einhergeht. Dies hat nicht nur akut, sondern auch über den Lebensverlauf hinweg Effekte und erhöht die Gefahr sowohl von eigener Erwerbsarmut als auch von Altersarmut.[26] Die Schweizer Ökonomin Mascha Madörin schlug vor, die ungleiche Verteilung unbezahlter Care- und Haushaltsarbeit ergänzend zur Gender-Pay-Gap durch die Berechnung des geschlechtsspezifischen Gesamteinkommensunterschied (Gender Overall Earnings Gap) abzubilden. Im Falle der Schweiz habe dieser 44,5 Prozent betragen, was 110 Milliarden Schweizer Franken (112 Milliarden Euro) entspricht.[39]
Wikipedia: Care-Arbeit


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.02.2026 um 13:11
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Geh' weiterkehren.
Nix da, ich Staplerfahrer.

Du kannst aber gerne deine Meinung/Überlegungen darstellen (ich antworte auch ausführlich) warum die Kehr Carearbeit ins BIP soll.
Wer hat was davon, Gesellschaft etc...?
*Und wenn es geht ohne VT Widersprüche wie "wir leben in einer Gelddominanz, aber alle sollen mehr Geld bekomen..."


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.02.2026 um 13:51
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wer hat was davon, Gesellschaft etc...?
Es geht um die Anerkennung, Sichtbarmachung unbezahlter Lebensarbeitszeit.
Es geht darum, den wirtschaftlichen Wert der Carearbeit ebenso zu berücksichtigen wie z.B. einen Autounfall, der in's Bip mit einfliesst, weil er Umsatz bringt.

2012 wurde im Australian Report festgestellt, dass unbezahlte Care-Arbeit in Haushalten, wenn sie bezahlt würde, 650,1 Milliarden US-Dollar kosten würde. Das entspricht 50,6 Prozent des australischen BIP.

Nach Schätzungen des US-Unternehmens Salary.com lag im Jahr 2019 das angemessene Gehalt für ein Elternteil, das auf Erwerbsarbeit verzichtete, um sich um die Kinder zu kümmern, bei 162.581 US-Dollar. pro Jahr.

Aber Menschen, die diese Carearbeit geleistet haben, stehen anschliessend vor einem höheren Risiko für Erwerbs- und Altersarmut. Selbstredend sollten ihnen mMn. die gleichen Sozialleistungen und Ansprüche für die Carearbeitszeiten zustehen, wie Berufstätigen sonst auch.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:ich antworte auch ausführlich
Na gut, Herr Hochstapler, dann sach' halt mal: weshalb werden unbezahlte Arbeitsleistungen im BIP nicht berücksichtigt, wo sie doch einen so großen Anteil am Leben haben?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.02.2026 um 14:34
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es geht um die Anerkennung, Sichtbarmachung unbezahlter Lebensarbeitszeit
Die für einen privat ist... sehe das Problem nicht.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:ebenso zu berücksichtigen wie z.B. einen Autounfall, der in's Bip mit einfliesst, weil er Umsatz bringt.
Autounfall fließt aber nicht ins BIP ein.
Lediglich folgen des Unfalls
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Erwerbs- und Altersarmut. Selbstredend sollten ihnen mMn. die gleichen Sozialleistungen und Ansprüche für die Carearbeitszeiten zustehen, wie Berufstätigen sonst auch.
🤣🤣

Da verstehen Leute so einiges nicht.

Aber natürlich , wer soll das Geld dafür abdrücken wenn ich Staubsauge? Ich selbst?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.02.2026 um 14:58
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Aber Menschen, die diese Carearbeit geleistet haben, stehen anschliessend vor einem höheren Risiko für Erwerbs- und Altersarmut. Selbstredend sollten ihnen mMn. die gleichen Sozialleistungen und Ansprüche für die Carearbeitszeiten zustehen, wie Berufstätigen sonst auch.
@mitH2CO3

Da fehlt ja nur noch die Antwort auf die Frage, wer es denn bezahlen soll. Im Fall von Erwerbsarbeit tut das der AG. Im Falle von Care Arbeit soll das wer tun?

In Frage kämen Lebenspartner (wäre dann meist rechte Tasche linke Tasche), der Steuerzahler (der allerdings nicht direkt davon profitiert) oder vielleicht diejenigen, denen die Care Arbeit zufließt (zB Kinder, die als Erwachsene dann einen Care Arbeit Kredit an die Eltern zahlen zB 16000 Stunden a 13,50 Euro). Klingt alles reichlich blöd, oder?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.02.2026 um 14:58
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Die für einen privat ist
Wie privat ist es wohl, Kinder vernünftig grosszuziehen, gesund zu ernähren etc., damit sie sich späterhin optimal in die Gesellschaft einbringen können (—> menschliche Arbeitskraft, Steuerzahler etc.) …
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Lediglich folgen des Unfalls
Jap, war auch so gemeint.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:wer soll das Geld dafür abdrücken wenn ich Staubsauge
Dein Partner oder Deine Partnerin in Form eines Partnergehaltes :) Ihr vereinbart ja auch zusammen, dass Du zuhause bleibst, um die Kinder zu erziehen, und ihm/ihr damit den Rücken frei zu halten (z.B. Hausarbeit übernehmen) damit es/sie einer anderen Erwerbstätigkeit nachkommen kann.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.02.2026 um 14:59
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wie privat ist es wohl, Kinder vernünftig grosszuziehen, gesund zu ernähren etc., damit sie sich späterhin optimal in die Gesellschaft einbringen können (—> menschliche Arbeitskraft, Steuerzahler etc.) …
@mitH2CO3

Wie soll das praktishc laufen? Eltern, die einen Netto Steuerzahler aufgezogen haben, kriegen da so ne Art Paypack Punkte?

Und was ist mit Eltern, die genauso viel Care Arbeit investiert haben in einen Dauertransferempfänger? Wird das auch vergütet?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.02.2026 um 15:18
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es geht um die Anerkennung, Sichtbarmachung unbezahlter Lebensarbeitszeit.
Anerkennung = Geld ?
Sichtbarmachung =...?
Ich kann mit diesen Begriffen aus finanziellen Sicht nichts anfangen...was ist das/ wie meinst Du das?
->Außerdem wenn ich meine Wohnung putze ist es auch noch BIP+ wie ist es wenn ich das bei meinen Eltern mache, auch BIP+?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Aber Menschen, die diese Carearbeit geleistet haben, stehen anschliessend vor einem höheren Risiko für Erwerbs- und Altersarmut.
Zu Kinderpflege bist Du verpflichtet...also vorher nachdenken. BGB 1601, kannst Dich erinnern? Beeinhaltet auch die Pflege der Eltern / das sind deine individuellen Pflichten, nicht des Sozialstaates, nicht des Steuerzahlers.
Wieso willst Du diese Pflichten auf die Allgemeinheit wälzen?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Selbstredend sollten ihnen mMn. die gleichen Sozialleistungen und Ansprüche für die Carearbeitszeiten zustehen, wie Berufstätigen sonst auch.
Daher weht der Wind, Du willst Geld im Gelddominanzsystem für eigene individuelle Pflichten.
Kannst Dich erinnern?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb am 06.02.2026:Carearbeit, da gibt es eigentlich nur eine Frage zu klären: wer trägt die Kosten bzw. bezahlt den Carearbeiter?
Das wäre der Arbeitgeber der dann alles abführen muss.
Die Antwort ist einfach: wer gepflegt wird, der bezahlt das - da hatte ich nie was dagegen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Na gut, Herr Hochstapler, dann sach' halt mal: weshalb werden unbezahlte Arbeitsleistungen im BIP nicht berücksichtigt, wo sie doch einen so großen Anteil am Leben haben?
Weil sie nicht monetarisiert sind (Netto, Steuern, Sozialabgaben)...vom BIP kann sie eh niemand was kaufen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.02.2026 um 16:41
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wie privat ist es wohl, Kinder vernünftig grosszuziehen, gesund zu ernähren etc., damit sie sich späterhin optimal in
Ziemlich privat, sind die eigenen Kinder, oder darf jetzt die Gesellschaft zeugen?

Und wie bemisst man die Qualität der Care Arbeit wenn das Kind eben nicht gut erzogen wird..

Und wie ändere sagen wer soll es bezahlen?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.02.2026 um 16:49
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:dass Du zuhause bleibst, um die Kinder zu erziehen, und ihm/ihr damit den Rücken frei zu halten (z.B. Hausarbeit übernehmen) damit es/sie einer anderen
Ähem das ist Privatvergnügen

Aber wird ja nicht bezahlbar sein, wenn man das Haushaltseinkommen sich gegenseitig zuschiebt und am besten noch Abgaben dafür zahlt


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.02.2026 um 18:54
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Nach Schätzungen des US-Unternehmens Salary.com lag im Jahr 2019 das angemessene Gehalt für ein Elternteil, das auf Erwerbsarbeit verzichtete, um sich um die Kinder zu kümmern, bei 162.581 US-Dollar. pro Jahr.
Die Berechnung würde ich gerne sehen, es erscheint mir etwas gewagt, für Erziehungsarbeit/Haushalt einen Lohn anzusetzen, der einen bei ca. den Top 5% der US-Löhne platziert und fast dem Dreifachen eines US-Lehrergehalts entspricht.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Dein Partner oder Deine Partnerin in Form eines Partnergehaltes :) Ihr vereinbart ja auch zusammen, dass Du zuhause bleibst, um die Kinder zu erziehen, und ihm/ihr damit den Rücken frei zu halten (z.B. Hausarbeit übernehmen) damit es/sie einer anderen Erwerbstätigkeit nachkommen kann.
Ich verspreche, dass ich das sofort mache, wenn ich die ungefähr 600T€ (brutto) verdiene, die ich brauche um die ca. 150T€ Partnergehalt (brutto) auszuzahlen. Vorher bleibt's dann leider doch dabei, das wie vernünftige Menschen miteinander auszumachen und eine gemeinsame Haushaltskasse zu führen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.02.2026 um 19:07
Es geht bei der caring economy darum, zu erkennen, dass z.B. der BIP ein völlig überholtes und beschränktes Konstrukt ist. Allein die Tatsache, dass Externalitäten möglich sind (unkompensierte Auswirkungen ökonomischer Handlungen auf unbeteiligte Dritte, die nicht im Marktpreis enthalten sind) macht doch sofort erkennbar, das dort nur Teilaspekte Beachtung finden. Wozu bzw. wem dient denn so ein unvollständiges Konstrukt? Ganz simpel denjenigen, die Geld verdienen mit Ausbeutung und Schäden. Denen die sozialen und ökologischen Folgen ihrer Handlungen, Produktionen, Investitionen Scheissegal sind. Die nur auf Umsatz und Profit aus sind. Asoziale Milliardäre, weltweit agierende ausbeuterische Grosskonzerne verfügen teils über mehr Geld als Staaten, und können aufgrund fehlender Regeln mit ihren Geldern Einfluss auf Regierungen nehmen.

Am BIP kann man ablesen, dass wie Menschen und die Natur keine Relevanz haben, ausser als Rohmaterial zur Produktion von iwas.
Das eigentliche Leben gehört aber in den Fokus. Genau, gerade auch in wirtschaftlicher Hinsicht. FÜRSORGE ist das Zauberwort. Fürsorge für Mitmenschen und Natur. Alles, was mit Fürsorge zu tun hat, sei es für den Menschen oder die Natur, sollte und muss gefördert werden. In vielen, sehr unterschiedlichen Bereichen. Der Fokus sollte in jeder Hinsicht auf Fürsorge gerichtet werden. Es gibt nicht nur die eine Lösung, wie man das (wirtschaftliche) Leben partnerschaftlicher gestalten könnte. Es werden unendlich viele kleine und grössere Lösungen sein, die hoffentlich iwann mal zu einer echten caring economy führen werden, mit den dazugehörigen neuen Regeln und Gesetzgebungen.

Im Grunde macht es fassungslos, dass sich die unbezahlte Sorge- und Versorgungsarbeit auf rund 987 Milliarden Euro (Stand der Berechnungen ca. 2013/2017) beläuft. Neuere Schätzungen für unbezahlte Kinderbetreuung allein liegen sogar im Bereich von 1,2 Billionen Euro. Nach Berechnungen, die auf Daten des Statistischen Bundesamtes basieren, entspricht der Wert der unbezahlten Arbeit etwa 39 % der gesamten Bruttowertschöpfung von Staat und Wirtschaft in Deutschland.

Stellt sich also durchaus die Frage, weshalb das im Hauptindikator für wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft vollkommen ignoriert wird.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.02.2026 um 19:14
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Die Berechnung würde ich gerne sehen,
https://www.salary.com/articles/explore-career-path/mother-salary/


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