abbacbbc schrieb:Joah sieht nach einem soliden Rettungsplan aus:

Und jetzt nochmal so ein Diagramm, in dem der Steueranteil der PKV-Versicherten dargestellt wird. Da ist der dunkelblaue Anteil wahrscheinlich schon viel grösser.
Dazu noch die Info:
PKV Versicherte zahlen Behandlungskosten x 2,4.... Das will man ja nicht beibehalten also:
2,4 ist der Satz, bis zu dem Ärzte ohne besondere Begründung über der Gebührentabelle abrechnen dürfen. Soweit ich weiss, gilt diese Gebührentabelle nicht für GKV-Versicherte, sondern da gibt es doch glaube ich diese Patienten- oder Fall-Pauschalen?! Es ist also nicht so, dass die Ärzte für GKV-Versichte den 1-fachen Satz berechnen.
Ausserdem ist das doch auch Schrott, warum funktioniert das nur über Querfinanzierung, wenn auch jetzt in andere Richtung? Kann man nicht einfach die echt anfallenden Kosten gerecht auf die Einzahler verteilen?
Warum muss ich als einzelner Arbeitnehmer knapp unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze die Gesundheitskosten von Frau und Kindern eines anderen Arbeitnehmers mitfinanzieren, und wenn ich nur ein bisschen mehr verdiene, bin ich aus dieser Verpflichtung raus und kann mich günstiger privat versichern?
Laut ChatGPT verursacht jede Person durchschnittlich rund 350 Euro Gesundheitskosten im Monat. Für Bürgergeldempfänger zahlt der Staat jedoch nur etwa 130 Euro an die Krankenkassen. Warum muss ich als Arbeitnehmer unter der Beitragsbemessungsgrenze diese Leute bei den Gesundheitskosten mitfinanzieren, Arbeitnehmer über der Grenze und Selbständige müssen das jedoch nicht, wenn sie privat versichert sind?
Die Grundidee ist doch ganz einfach. Möchten wir, dass jeder Bürger gesundheitsversorgt wird, und dass dazu jeder je nach Leistungsfähigkeit dazu beiträgt? Falls ja: Gesamtkosten des Gesundheitssystems ermitteln und auf die einzelnen Bürger verteilen. Wer wenig verdient, trägt wenig zu den Kosten bei, wer viel verdient, trägt viel zu den Kosten bei. Und zwar auch überproportional, weil die Grundkosten bei Vielverdienern viel weniger Anteil als bei Geringverdienern haben, sprich wenn man viel übrig hat, kann man auch problemlos prozentual etwas mehr abgeben. So ein Verteilungs- bzw. Einnahmesystem haben wir schon, in Form von Steuern mit Progression. Dann kann man die Gesundheitskosten auch einfach mit ins Steuersystem integrieren. Mit dem Nebeneffekt, dass für Bürgergeldempfänger automatisch der Staat aufkommt.
Das wäre mein Vorschlag. Aber ihr könnt natürlich machen, wie ihr es wollt. Ich sprach zwar von "Ich als Arbeitnehmer", tatsächlich bin ich an diesem System aber gar nicht beteiligt, nur der Vollständigkeit halber. Ich bin also keine betroffene Person, die ihre Kosten anderen aufhalsen möchte, sondern ich betrachte das von aussen und finde, dass mein Vorschlag ganz neutral einer gerechten Verteilung entspricht. Mag ja sein, dass ich etwas nicht bedacht habe, aber dann müsste man die Probleme auch benennen. Fakt ist, dass wir einen fixen Betrag an Gesundheitskosten haben, den man kaum reduzieren kann, und der irgendwie über die Bevölkerung verteilt werden muss, da kommt man nicht drumrum.