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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.590 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 19:15
@mitH2CO3

Ja, okay, das hatte ich vermutet. Es macht natürlich absolut keinen Sinn, den "Job" einer Mutter mit Anteilen eines Vorstandsvorsitzenden, Richters, Steuerberaters usw. zu veranschlagen - damit kommt man dann auch auf solche absurden Summen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 19:18
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Es macht natürlich absolut keinen Sinn, den "Job" einer Mutter mit Anteilen eines Vorstandsvorsitzenden, Richters, Steuerberaters usw. zu veranschlagen - damit kommt man dann auch auf solche absurden Summen.
Es macht durchaus Sinn, weil es die gleichen bzw. vergleichbare Kompetenzen erfordert.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 19:22
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es macht durchaus Sinn, weil es die gleichen bzw. vergleichbare Kompetenzen erfordert.
Zum Ficken braucht man kein Diplom, und die erwähnten Berufe erfordern jeweils eine jahrelange Ausbildung, oft auch noch im Anschluss an ein Studium. Es werden ja unter anderem auch noch Berufe wie "Eventplaner" oder "Netzwerkadministrator" genannt, und das ist einfach auf dem Niveau eines Haushalts etwas grundsätzlich anderes als in einem Erwerbsberuf. Ein Kindergeburtstag ist keine Messe mit zehntausend zahlenden Besuchern, drei PCs, vier Telefone, ein Fernseher und eine Fritzbox sind kein Netzwerk wie in einem Bürogebäude. Das ist ein offenkundiger Fakt, über den wir nicht diskutieren brauchen. Falls noch Fragen offen sind, darf man sich ja gerne mal mit "Ausbildung/Berufserfahrung: Mutter" auch nur auf einen dieser Jobs bewerben und 200T€/Jahr fordern, dann sollte der Kontakt zur Realität schnell wiederhergestellt sein.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 19:31
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Joah sieht nach einem soliden Rettungsplan aus:

gkv
Und jetzt nochmal so ein Diagramm, in dem der Steueranteil der PKV-Versicherten dargestellt wird. Da ist der dunkelblaue Anteil wahrscheinlich schon viel grösser.
Dazu noch die Info:

PKV Versicherte zahlen Behandlungskosten x 2,4.... Das will man ja nicht beibehalten also:
2,4 ist der Satz, bis zu dem Ärzte ohne besondere Begründung über der Gebührentabelle abrechnen dürfen. Soweit ich weiss, gilt diese Gebührentabelle nicht für GKV-Versicherte, sondern da gibt es doch glaube ich diese Patienten- oder Fall-Pauschalen?! Es ist also nicht so, dass die Ärzte für GKV-Versichte den 1-fachen Satz berechnen.

Ausserdem ist das doch auch Schrott, warum funktioniert das nur über Querfinanzierung, wenn auch jetzt in andere Richtung? Kann man nicht einfach die echt anfallenden Kosten gerecht auf die Einzahler verteilen?

Warum muss ich als einzelner Arbeitnehmer knapp unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze die Gesundheitskosten von Frau und Kindern eines anderen Arbeitnehmers mitfinanzieren, und wenn ich nur ein bisschen mehr verdiene, bin ich aus dieser Verpflichtung raus und kann mich günstiger privat versichern?

Laut ChatGPT verursacht jede Person durchschnittlich rund 350 Euro Gesundheitskosten im Monat. Für Bürgergeldempfänger zahlt der Staat jedoch nur etwa 130 Euro an die Krankenkassen. Warum muss ich als Arbeitnehmer unter der Beitragsbemessungsgrenze diese Leute bei den Gesundheitskosten mitfinanzieren, Arbeitnehmer über der Grenze und Selbständige müssen das jedoch nicht, wenn sie privat versichert sind?

Die Grundidee ist doch ganz einfach. Möchten wir, dass jeder Bürger gesundheitsversorgt wird, und dass dazu jeder je nach Leistungsfähigkeit dazu beiträgt? Falls ja: Gesamtkosten des Gesundheitssystems ermitteln und auf die einzelnen Bürger verteilen. Wer wenig verdient, trägt wenig zu den Kosten bei, wer viel verdient, trägt viel zu den Kosten bei. Und zwar auch überproportional, weil die Grundkosten bei Vielverdienern viel weniger Anteil als bei Geringverdienern haben, sprich wenn man viel übrig hat, kann man auch problemlos prozentual etwas mehr abgeben. So ein Verteilungs- bzw. Einnahmesystem haben wir schon, in Form von Steuern mit Progression. Dann kann man die Gesundheitskosten auch einfach mit ins Steuersystem integrieren. Mit dem Nebeneffekt, dass für Bürgergeldempfänger automatisch der Staat aufkommt.

Das wäre mein Vorschlag. Aber ihr könnt natürlich machen, wie ihr es wollt. Ich sprach zwar von "Ich als Arbeitnehmer", tatsächlich bin ich an diesem System aber gar nicht beteiligt, nur der Vollständigkeit halber. Ich bin also keine betroffene Person, die ihre Kosten anderen aufhalsen möchte, sondern ich betrachte das von aussen und finde, dass mein Vorschlag ganz neutral einer gerechten Verteilung entspricht. Mag ja sein, dass ich etwas nicht bedacht habe, aber dann müsste man die Probleme auch benennen. Fakt ist, dass wir einen fixen Betrag an Gesundheitskosten haben, den man kaum reduzieren kann, und der irgendwie über die Bevölkerung verteilt werden muss, da kommt man nicht drumrum.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 19:31
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:die erwähnten Berufe erfordern jeweils eine jahrelange Ausbildung
Das Diplom macht noch lange keinen guten Steuerberater. Es geht um Kompetenzen wie Belastbarkeit, Flexibilität, Multitaskingfähigkeit, Verantwortung, Empathiefähigkeit etc. Ich kenne zudem keine Steuerberater, die 24/7 unterwegs sind.
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Zum Ficken braucht man kein Diplom
Ich sach mal so, Erfahrung schadet auch in dieser Hinsicht nix. Ich zumindest hab‘ keinen Bock aus Rein-Raus mit nem Steuerberater mit Diplom.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 19:35
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Ausserdem ist das doch auch Schrott, warum funktioniert das nur über Querfinanzierung, wenn auch jetzt in andere Richtung? Kann man nicht einfach die echt anfallenden Kosten gerecht auf die Einzahler verteilen?
Das ist zwangsläufig so: die PKV kann Menschen ablehnen, die GKV nicht (ist ja eine "Pflicht"-versicherung) - damit selektieren sich strukturell die "guten" Risiken (d.h. die Menschen mit statistisch geringeren Gesundheitskosten) automatisch in die PKV. Denn nur die sparen in der PKV, "schlechte" Risiken (statistisch gesehen) werden entweder garnicht erst aufgenommen oder müssen so hohe Beiträge zahlen, dass es für sie finanziell attraktiver ist, in der GKV mit "Einheitssatz" zu verbleiben. Dementsprechend haben die Privatversicherungen das deutlich angenehmere Geschäft.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 19:52
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Möchten wir, dass jeder Bürger gesundheitsversorgt wird, und dass dazu jeder je nach Leistungsfähigkeit dazu beiträgt? Falls ja: Gesamtkosten des Gesundheitssystems ermitteln und auf die einzelnen Bürger verteilen.
Wenn Dich schon fragst warum du andere mitfinanzieren müsst- nimm die Gesamtausgaben und teile es durch die Versicherten...gleiche Leistungen, gleicher Betrag.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 20:02
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wenn Dich schon fragst warum du andere mitfinanzieren müsst
Ich frage mich das nicht generell, denn das Solidaritätsprinzip, wonach jeder seinen Beitrag je nach Leistungsfähigkeit leistet, ist ja nicht schlecht.

Ich frage mich, warum man manche von diesem Solidaritätsprinzip ausnimmt.
nimm die Gesamtausgaben und teile es durch die Versicherten...gleiche Leistungen, gleicher Betrag.
Gut, dann machen wir das bei den Strassenkosten auch so. Gesamtkosten verteilt auf jeden Einzelnen, jeder zahlt das gleiche.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 20:05
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Ich frage mich, warum man manche von diesem Solidaritätsprinzip ausnimmt.
Weil sie beim Arzt mehr zahlen, um Faktoren....somit sind sie gar nicht raus.
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Gut, dann machen wir das bei den Strassenkosten auch so. Gesamtkosten verteilt auf jeden Einzelnen, jeder zahlt das gleiche.
Ok, gute Idee.


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