ApexOne schrieb:Du hast es mir nicht geschrieben, daher weiss ich es immer noch nicht.
Doch, ich hatte geschrieben, dass mit dem partnerschaftlichen System z.B. Korruption und Schwarzarbeit zurückgedrängt werden würden, was der Gesellschaft sehr zugute käme.
ApexOne schrieb:Das habe ich mitgenommen: Die Frau von einem der arbeiten geht soll bis zu 162.000$ Dollar bekommen weil sie ihm den Haushalt macht, wenn ich will dass jemand mein Haushalt macht soll ich bezahlen. Einziger Unterschied: er geht mir in die Kiste (nein, das brauche ich nicht).
Na klar hast Du genau das mitgenommen. Weil es vermutlich empörend bzw. lächerlich für Dich ist, dass die private Care-Arbeit diesen Wert haben könnte. Ein anderer Barde hatte hier ja auch derlei Liedchen angestimmt, Utopia ... sing sang.
Dann rechne halt mal selbst aus, was die tägliche Arbeitszeit einer Mutter (je nach Alter der Kinder) und Hausfrau wert ist. Und bitte berücksichtige dabei die zzgl. gesellschaftlichen Kosten, wenn die Frau aufgrund der Ausfallzeiten späterhin ggf. nicht mehr in dem zuvor ausgeübten Beruf reinfindet, auf Teilzeit geht oder eine Erwerbsarbeit nachgehen muß, die ihr nicht ermöglicht, die eigene Altersvorsorge alleine aufzubauen. Altersarmut ist teuer für die Gesellschaft.
Recht kluge Menschen wie
Amartya Sen haben sich über das Thema schon lange Gedanken gemacht.
Armut sei Ausdruck eines Mangels an grundsätzlichen Verwirklichungschancen. Die Beziehung zwischen Einkommen und Verwirklichungschancen wird beeinflusst durch:
Familienstand, Zahl der Kinder, Geschlecht und die soziale Rolle,
Schwierigkeiten in der Umänderung von Einkommen in Ämtern,
Innerfamiliäre Aufteilung – z. B. die Bevorzugung des männlichen Geschlechts,
eine entsprechende Verknappung an Einkommen, die eine universelle Verknappung an Verwirklichungschancen mit sich bringt.
Arbeitslosigkeit als eine hauptsächliche Behinderung menschlicher Verwirklichungschancen.
Größere Realeinkommen und ein schnelles Wirtschaftswachstum führten nicht, wie oft behauptet, automatisch zu einer Erhöhung der Lebenserwartung. Sen unterscheidet zwischen einer wachstumsbedingten und einer sozial geförderten Senkung der Sterblichkeitsrate.
Da die Erde ohne Zweifel gegen Ende des 21. Jahrhunderts bei anhaltendem Bevölkerungswachstum übervölkert sein werde, rät Sen zu Gegenmaßnahmen. Die wirksamste Methode sei die Gleichberechtigung, Beschäftigung und Bildung der Frau in allen Erdteilen. Vor allem die Verbesserung der Stellung junger Frauen in der Gesellschaft sei ein wirkungsvoller Ansatz. Er verdeutlicht das mit einigen Studien, die das erhöhte Bildungsniveau der Frauen beziehungsweise deren Integration in den Arbeitsprozess mit der Senkung der Geburtenrate in Zusammenhang bringen.
Btw. was wäre denn Dein kluges Konzept gegen die Überbevölkerung? Pimperverbot für Menschen mit Einkommen unter € 2.500,00 ... oder wie?