Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle
um 11:44@ApexOneApexOne schrieb:Weiteres Merkmal um solche kaputten Systeme vorab zu erkennen, leere Worthülsen wie Gerechtigkeit, Ungleichheit, Partnerschaft, fair, "genug", "mehr braucht einer nicht"...
Ich fühle mich im Prinzip schon den Forderungen der Französischen Revolution nach "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" verpflichtet, wobei ich die "Gleichheit" als Chancengleichheit verstehe und die "Brüderlichkeit" nur eingeschränkt gelten lasse.
Nach der Französischen Revolution kam es unter Robespierre und seinen Jakobinern allerdings dann zu dem, was man als "die Revoöution frisst ihre Kinder" bezeichnet. Als nämlich die Gegner der Revolution beseitigt oder vertrieben worden war, stellten sich die "paradiesischen Zustände", die laut Ideologie beginnen sollten, doch nicht ein. Anstatt nun die Ideologie kritisch zu hinterfragen, suchte man angebliche Saboteure und Gegner der Revolution in den eigenen Reihen und schickte diese reihenweise unter die Guillotine. Besser wurden die Zustände trotzdem nicht.
Das ist das Problem mit den Ideologien und ihren Anhängern, die die Wirklichkeit nicht so sehen, wie sie ist, sondern wie sie laut Ideologie sein soll. Ich denke, ein Vorteil des Kapitalismus ist, dass er mit wenig Ideologie auskommt.



