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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.883 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 10:35
Würden Kinderbetreuung und Angehörigenpflege durchschnittlich entlohnt,
Warum sollte Kinderbetreuung entlohnt werden? Ist das nicht die freiwillige Entscheidung der Eltern, Kinder haben zu wollen?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 10:38
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Warum sollte Kinderbetreuung entlohnt werden?
Na weil wir endlich von der Dominanz des Geldes wegkommen müssen, hast du das etwa nicht verstanden?

Ich verstehe nicht wie es einem Spaß machen kann, so viele Runden im Catchphrase-aus-dem-Buch-meiner-Sektengründerin-raushauen-Karussell zu fahren, es ist doch offensichtlich dass hier keine Diskussion mehr kommt, sondern nur das mantraartige Runterbeten von Prämissen "Wir brauchen dies..." "Es muss das geben..." "Das eine zerstört alles..." "Das andere rettet die Welt..." und Zirkelschlüssen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 10:48
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Ich verstehe nicht wie es einem Spaß machen kann, so viele Runden im Catchphrase-aus-dem-Buch-meiner-Sektengründerin-raushauen-Karussell zu fahren, es ist doch offensichtlich dass hier keine Diskussion mehr kommt, sondern nur das mantraartige Runterbeten von Prämissen "Wir brauchen dies..." "Es muss das geben..." "Das eine zerstört alles..." "Das andere rettet die Welt..." und Zirkelschlüssen.
Sagt derjenige, der hier rumposaunt, für's Ficken bräuchte es kein Diplom. Schweig einfach und zieh' weiter. Gibt doch genug andere Threads, in denen Du Deine Ergüsse ablassen kannst.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 11:01
Einfache Frage, wer bezahlt wen bei der Carearbeit?


Alles andere ist erstmal nebensächlich


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 11:28
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Einfache Frage, wer bezahlt wen bei der Carearbeit?
Einige der u.g. Aspekte hatte ich bereits genannt, war jedoch nicht detaillierter auf die "einfache" ;) Frage eingegangen, weil ich sie nicht in ihrer Komplexität zu beantworten weiss. Die Finanzierungsfrage steht mMn. erst nach der Debatte - über Werte und wo man als Gesellschaft hin will - an.

Hier halt eine Google-KI Zusammenfassung zur Finanzierungsmöglichkeiten der Care-Arbeit.
Zur Finanzierung und Aufwertung dieser Arbeit werden verschiedene steuerliche und finanzpolitische Ansätze diskutiert:

*Umschichtung öffentlicher Mittel & höhere Staatsausgaben: Befürworter fordern eine Neuausrichtung der Wirtschafts- und Finanzpolitik, die Care-Arbeit ins Zentrum stellt. Dazu gehört, Regierungen und Gemeinden zu erlauben, mehr Geld für Investitionen in Sorgearbeit aufzunehmen.

*Steuerliche Absetzbarkeit und Pauschbeträge: Aktuell können pflegende Angehörige bereits Pflege-Pauschbeträge (z.B. 1.800 Euro bei Pflegegrad 4 oder 5) bei der Einkommensteuer geltend machen. Auch haushaltsnahe Dienstleistungen und Minijobs können teilweise steuerlich abgesetzt werden.

*Staatliche Anerkennung/Entlohnung (Care-Gehalt): Diskutiert werden Ansätze, Care-Arbeit durch direkte staatliche Zahlungen oder steuerfreie Zuschüsse aufzuwerten, um die finanzielle Benachteiligung auszugleichen.

*Abschaffung des Ehegattensplittings: Das deutsche Steuersystem, insbesondere die Steuerklasse 5, wird als Nachteil für Frauen und als Hemmnis für eine faire Aufteilung von Care-Arbeit kritisiert. Die Abschaffung des Ehegattensplittings wird oft gefordert, um Anreize für eine gerechtere Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit zu schaffen.

*Ausgleichszahlungen in Partnerschaften: Da private Care-Arbeit oft unbezahlt bleibt, wird empfohlen, dass der Partner, der mehr Erwerbsarbeit leistet, dem anderen einen finanziellen Ausgleich zahlt.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Alles andere ist erstmal nebensächlich
Nope. Es muß darüber nachgedacht werden, mit welchen Werten wir leben wollen. Wollen wir weiterhin in einem zerstörerischen Dominanzsystem zusehen, wie die Natur irreparabel zerstört wird? Wie Menschen ausgebeutet werden, viele inzwischen sogar schon Probleme haben, ihre Mieten zu bezahlen? Das kranke am jetzigen Turbokapitalistischen System ist, dass es nicht dem Menschen und der Umwelt dient, sondern sie ausbeutet, ferner die Demokratie gefährdet.

Auffallend hier im Thread ist eine seltsame Form der Verdrängung. Man weiss genau um die Berechtigung der angesprochenen Kritikpunkte, will aber das System, welches da die Ursache dieser Probleme ist (der Kapitalismus, Dominanzsysteme) nicht in Frage stellen. Paradox.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 11:38
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Das kranke am jetzigen Turbokapitalistischen System ist, dass es nicht dem Menschen und der Umwelt dient, sondern sie ausbeutet, ferner die Demokratie gefährdet.
dem stimme ich vollkommen zu.
Allerdings haben wir (noch) keinen Turbo-K., da dies diverse Parteien (z.B. SPD) verhindern.
Würden Kinderbetreuung und Angehörigenpflege durchschnittlich entlohnt
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Warum sollte Kinderbetreuung entlohnt werden? Ist das nicht die freiwillige Entscheidung der Eltern, Kinder haben zu wollen?
da ist was dran.
Aber andererseits schreit der Staat immer, dass es zu wenig Kinder gibt... da beißt sich was.
Allerdings gibts ja auch Kindergeld - ist sicher auch nicht in jedem Staat so.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es ist doch im höchsten Maße selbstzerstörerisch, wenn weiterhin eine derartig zerstörerische und profitgetriebene Marktwirtschaft vorherrscht, wie der Turbokapitalismus.
Klar, aber dass Produzenten Profit machen wollen und dann seltsn auf Werte und Ethik schauen, das wird man leider nicht verhindern können.
Und ich denke, das hat weniger mit dem Kapitalismus zu tun, sondern mehr mit dem Menschen an sich.
Im Sozialismus schaute man auch nicht groß auf Umweltfaktoren.
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Der Kapitalismus kennt kein "Gut" oder "Böse", das unterscheidet ihn geradezu von Ideologien. Der Kapitalismus ist ganz einfach eine effiziente Form von Wirtschaften
das klingt plausibel.

Auch das hier:
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Ausbeutung von menschlicher Arbeitskraft ist lediglich eine Folge, wenn ein Überangebot an menschlicher Arbeitskraft vorhanden und damit günstig zu haben ist. Wenn zu wenig Arbeitskraft vorhanden ist und die Preise dafür entsprechend steigen, gibt es auch keine Ausbeutung
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Die Ausbeutung von Resourcen kommt nicht durch den Kapitalismus, sondern von den Menschen, die Produkte haben möchten
einerseits ja, andererseits nein. Denn mMn tut die Werbung sehr viel dafür, dass überhaupt erst mal Bedürfnisse nach Produkten entstehen, die keiner unbedingt bräuchte (also nur manche Produkte betrachte ich als überflüssig).


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 11:44
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Die Finanzierungsfrage steht mMn. erst nach der Debatte - über Werte und wo man als Gesellschaft hin will - an.
Die Frage ist essentiell und du bekommst keine Gesellschaft umgekrempelt auf Befehl

Von daher ist das Thema Nonsens

Kapitalismus ist eine Methode der Ressourcenallokation

Wie soll die in deinem Systemwechsel denn aussehen

Noch einfacher: wo kommt das Essen her, wie wird es verteilt


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 11:54
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:du bekommst keine Gesellschaft umgekrempelt auf Befehl
Davon habe ich nix geschrieben. Es geht um das Gespräch, die gesellschaftlich Debatte über diese Themen.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Von daher ist das Thema Nonsens
Is halt Deine Schlussfolgerung aus etwas was ich nicht gesagt habe.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Noch einfacher: wo kommt das Essen her, wie wird es verteilt
Am besten von regionalen Erzeugern, kurze Lieferketten, Foodsharing & Foodsaving (zur Vermeidung von Verschwendung) ... usw. usw.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 11:59
Zitat von OptimistOptimist schrieb:aber dass Produzenten Profit machen wollen und dann seltsn auf Werte und Ethik schauen, das wird man leider nicht verhindern können.
Was man mit Regulation schon steuern könnte, so dieses denn auch von der gesellschaftlichen Mehrheit erwünscht wäre.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:da ist was dran.
auch wenn's ne freiwillige Entscheidung ist @Optimist bleibt es zumeist für Frauen, wie hier von Prognos zusammengefasst Beitrag von mitH2CO3 (Seite 745) ein Nachteil nicht nur hinsichtlich der Altersvorsorge.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 12:22
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:auch wenn's ne freiwillige Entscheidung ist @Optimist bleibt es zumeist für Frauen, wie hier von Prognos zusammengefasst Beitrag von mitH2CO3 (Seite 745) ein Nachteil nicht nur hinsichtlich der Altersvorsorge.
Wer sich für Kinder entscheidet, der sollte wissen das es grundsätzlich ein finanzielles Risiko darstellen kann. Die Ehe kann zerbrechen, der Job kann weg sein. Es ist und bleibt allerdings auch eine völlig freiwillige Entscheidung die nicht im Nachhinein zur Belastung der Allgemeinheit führen sollte.

Dies hat auch nichts mit Kapitalismus zu tun der, zumindest in meiner Welt, im Moment einen Großteil des Ressorts Arbeit und Soziales finanziert.

Für speziell jetzt Mütter: Die Erziehungszeiten können gleichberechtigt von den Ehepartnern übernommen werden, es gibt dabei auch die Möglichkeit je nach Job und Arbeitgeber das Homeoffice zu nutzen. Sind die Kinder älter.. so übernehmen Horte, Kitas und auch Schulen Teile der Erziehung. Ab der Zeit ist es auch möglich wieder in einen Job zu wechseln oder diesen weiterzuführen.

Bei älteren, pflegebedürftigen Menschen übernimmt die Krankenkasse bzw. Pflegekasse einen Teil der Betreuung und auch der Kosten für die pflegenden Angehörigen.

Es ist einem jeden zudem nur anzuraten, nicht nur bei Kinderwunsch, sich frühzeitig für das Alter abzusichern. Die Möglichkeiten hat ein jeder.. es müssen auch keine Riesenbeträge sein. Hat man Kinder.. kann man für sie z. B. auch eine Ausbildungsversicherung abschließen. Man kann für die Kinder auch kleine Fonds bedienen.

Im übrigen spreche ich bei den von mir angegebenen Punkten auch grundsätzlich aus eigener Erfahrung.

Eine Debatte kann man führen, aber die Gesellschaft tendiert doch überall und in jeder sozialen Schicht hin zum Egoismus, sprich Ellebogengesellschaft und ist für mich daher zwecklos und eher in Sozial-Ideologischen Kreisen ein Thema.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 12:46
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Davon habe ich nix geschrieben. Es geht um das Gespräch, die gesellschaftlich Debatte über diese Themen.
🥱🥱

Wer spricht da mit wem?

Eben.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Is halt Deine Schlussfolgerung aus etwas was ich nicht gesagt habe
Ziemlicher Nonsens weil es nichts zu diskutieren gibt, da kommt von dir nichts
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Am besten von regionalen Erzeugern, kurze Lieferketten, Foodsharing & Foodsaving (zur Vermeidung von Verschwendung) ... usw. usw.
Das ist nur bedingt die Antwort, kurzem dei. System ist also ebenfalls Marktwirtschaftlich kapitalistisch aufgebaut


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 12:51
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Aber andererseits schreit der Staat immer, dass es zu wenig Kinder gibt... da beißt sich was.
Allerdings gibts ja auch Kindergeld - ist sicher auch nicht in jedem Staat so.
Ich habe aber so meine Zweifel, ob man mit finanziellen Anreizen das tatsächlich beeinflussen kann. Wer Kinder haben möchte, holt sie sich sowieso. Wer lieber kinderlos durchs Leben gehen möchte, den wird Geld in der Regel nicht umstimmen können. Und dann gibt's noch die Gruppe mittendrin, der ein oder maximal zwei Kinder ausreicht, weil es ansonsten zu anstrengend wird (Beispiel: Meine Mutter, war Hausfrau und hatte somit den ganzen Tag Zeit, musste somit nicht noch einen Jobi unterbringen - aber auf drittes Kind hätte sie überhaupt keine Lust mehr gehabt). Das reicht dann nicht für den Erhalt der Bevölkerungsgrösse.

Beispiel Schweiz: Wer da ein Kind bekommt, wird staatlicherseits glaube ich kaum gefördert. Zumindest müssen die Eltern pro Kind eine zusätzliche Krankenversicherung abschliessen (wenn auch mit reduzierten Tarifen), für ein Kindergartenplatz muss man mit ca. 2500 CHF pro Monat rechnen. Klingt finanziell nicht sonderlich attraktiv, die Geburtenrate liegt bei 1,50. Im geförderten Deutschland liegt sie bei 1,53. Sieht so aus, als würden sich die ganzen finanziellen Anreize nicht wirklich auf die Geburtenrate auswirken.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:einerseits ja, andererseits nein. Denn mMn tut die Werbung sehr viel dafür, dass überhaupt erst mal Bedürfnisse nach Produkten entstehen, die keiner unbedingt bräuchte (also nur manche Produkte betrachte ich als überflüssig).
Ja, das ist durchaus ein Punkt, dass Bedürfnisse künstlich generiert werden, die eigentlich gar nicht vorhanden sind. Aber wie hoch ist denn der Anteil der Ausgaben, die man so tätigt, die darauf zurückzuführen sind, also wo man sagen würde "Na das hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht"? Das meiste landet doch in dem Kauf von Produkten, die man wirklich benutzt.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 12:56
@mitH2CO3
Würden Kinderbetreuung und Angehörigenpflege durchschnittlich entlohnt, hätten sie einen Wert von 1,2 Billionen Euro. Zum Vergleich: das BIP im Jahr 2021 betrug 3,6 Billionen Euro.
Quelle: https://www.prognos.com/de/meldung/der-unsichtbare-wert-von-sorgearbeit

Der BIP ist ein Messwert, da hat keiner ein Euro mehr in der Tasche wenn der BIP um diesen Betrag steigt.
Die ungleiche Verteilung der Sorgearbeit führt dazu, dass Frauen im Vergleich zu Männern Nachteile im Erwerbsleben, ihrem Lebenseinkommen und in der Alterssicherung haben.
Quelle: https://www.prognos.com/de/meldung/der-unsichtbare-wert-von-sorgearbeit
Ich denke es ist ganz und gar nicht vom Geschlecht abhängig: wer nichts einzahlt, der erwirbt keine Ansprüche.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Häh, hatte mich hier doch mit nem Pflegefall unterhalten.
Selbstgespräche gelten da nicht.
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Na weil wir endlich von der Dominanz des Geldes wegkommen müssen, hast du das etwa nicht verstanden?
Joaf, mehr Geld für daheim bleiben, das wertet sogar das Geld auf...
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Einfache Frage, wer bezahlt wen bei der Carearbeit?
Lies zwischen den Zeilen, der Steuerzahler selbstverständlich.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:dem stimme ich vollkommen zu.
Hmm, erläutere mal/zähl paar Nachteile auf durch den Kapitalismus. Irgendwie schon verrückt, 99,9999999% wollen nach Deutschland und nicht nach China oder Nordkorea.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 12:58
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Wer spricht da mit wem?
Irgendwie alle mit allen, und dann wird alles gut, wenn endlich mal eben so die Gesellschaft ihr gesamtes Weltbild und ihre Wertvorstellungen umbaut. Aus den Materialien der Sekte wird man leider auch nicht schlauer, dort werden auch nur New-Age-ige Grafiken gezeigt die "deep" aussehen aber auch nur endlose Variationen des gleichen Themas abliefern: "Wenn wir alle partnerschafltich werden, wird alles gut, weil Partnerschaftlichkeit gut ist und das Problem der Welt darin besteht, dass nicht partnerschaftlich gepartnerschaftet wird".

Schau dir das hier an, das soll die Version sein, die Interessierte anlocken soll und die Kernbotschaften rüberbringt... da ist nix.

https://www.sichtart.at/wp-content/uploads/2022/03/Partnerismus-Riane-Eisler-Sichtart-DE.pdf


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 13:16
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Joaf, mehr Geld für daheim bleiben, das wertet sogar das Geld auf...
Spinnen wir das mal weiter:

In der Vorstellung der Eisler-Sekte ist das ja sogar folgerichtig: "der Steuerzahler" muss für die Care-Arbeit zahlen, weil diese ja von den Daheimgebliebenen geleistet wird, um die Lohnarbeiter zu entlasten. Jetzt muss dieses Geld aber irgendwo herkommen - mangels Alternative bleibt da nur, die Lohnarbeiter (oder Unternehmen, was auf das Gleiche herauskommt) zu besteuern. Damit wird aber Lohnarbeit entsprechend teurer, wovon der Lohnarbeiter aber selbst nichts sieht. Als Folge wird die allgemeine Produktivität sinken, da einige der verteuerten Lohnarbeiter nicht mehr kosteneffizient sind und die Stellen wegfallen. Im Summe schrumpft damit der "Kuchen", den es zu verteilen gibt, bereits in Geld. In realen Werten sieht es noch schlimmer aus, denn die Realproduktion geht ja ohne Gegenwert einfach zurück, d.h. neben der Schrumpfung der Wirtschaftsleistung in Geld kommt es auch noch zu einer zeitgleichen Verteuerung von Gütern und Dienstleistungen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 13:20
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Damit wird aber Lohnarbeit entsprechend teurer, wovon der Lohnarbeiter aber selbst nichts sieht.
Abba der BIP steigt um 25% :D...wenn dann alle daheim bleiben, verzehntfacht er sich..mindestens. Man könnte es noch potenzieren, die Care Arbeiter bekommen Leute die sie sich um sie kümmern, die Care Arbeiter Care Taker.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 13:37
Für die Kinderbetreuung wird durchschnittlich 12300 EUR pro Kind bezahlt wovon staatlich etwa 80 % finanziert werden:

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/06/PD24_248_22.html#:~:text=Finanzierung%20erfolgt%20mehrheitlich%20durch%20die,Euro%20ungef%C3%A4hr%20gleich%20viel%20ein.

Insofern könnte man ja schon überlegen warum dieses Geld nicht auch gezahlt wenn man sich gegen den Kindergarten/Kita entdcheidet.

Bei der Pflege ist es ja ähnlich. Ohne die häusliche Pflege von Angehörigen wäre das System längst am Ende. Und die Angehörigen bekommen über das Pflegegeld auch nur einen sehr abgespeckten Teil was sonst ein Heimplatz kosten würde.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 13:46
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Eine Debatte kann man führen, aber die Gesellschaft tendiert doch überall und in jeder sozialen Schicht hin zum Egoismus, sprich Ellebogengesellschaft und ist für mich daher zwecklos und eher in Sozial-Ideologischen Kreisen ein Thema.
Ich finde es cool, dass es - über Deinen Glaubenssatz hinaus - sehr wohl Moves aus der Gesellschaft heraus gibt, was z.B. die Sorgearbeit anbelangt. Weiteres Gespräch und Debatten sind aber dennoch essenziell wichtig bei diesem Thema. Die Altersversorgungsfragen für Care-Arbeiter*innen sind eben ein großes Feld.
Im Vorfeld der vorgezogenen Bundestagswahl 2025 fordern die 32 Mitgliedsorganisationen des Bündnisses Sorgearbeit fair teilen, in der nächsten Legislaturperiode sechs Maßnahmen für die partnerschaftliche Verteilung unbezahlter Sorgearbeit endlich umzusetzen:

Bezahlte Freistellungen für informelle Pflege
10 Tage Freistellung für Väter bzw. zweite Elternteile nach der Geburt eines Kindes mit vollem Entgeltersatz
Partnerschaftliche Ausgestaltung des Elterngeldes
Abschaffung der Lohnsteuerklasse V und Individualbesteuerung für alle
Öffentliche Förderung haushaltsnaher Dienstleistungen
Schaffung von Rahmenbedingungen für geschlechtergerechte und sorgeorientierte Arbeitszeitmodelle

Die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern ist bis heute nicht erreicht – trotz staatlicher Verpflichtung, diese durch geeignete Maßnahmen aktiv umzusetzen. Dies zeigt sich beispielsweise am Gender Care, Gender Pay oder Gender Pension Gap.

Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen in Deutschland bewirken die ungleiche Aufteilung von bezahlter Erwerbsarbeit und unbezahlter Sorgearbeit. Frauen haben dadurch im Vergleich zu Männern geringere Einkommen und Vermögen, weniger wirtschaftliche und politische Macht sowie ein deutlich höheres Armutsrisiko.
Quelle: https://www.sorgearbeit-fair-teilen.de/das-buendnis/wer-wir-sind/


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 13:54
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Wer spricht da mit wem?
Im besten Falle jeder mit jedem :)
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Ziemlicher Nonsens weil es nichts zu diskutieren gibt, da kommt von dir nichts
Bin ich hier Dein Unterhaltungskasperle oder was? Gib Du mir lieber Anworten auf Fragen wie:
wer bezahlt denn die Folgeschäden vom Raubbau an der Natur?
Findest Du es richtig, dass der Kapitalismus Einzelnen ermöglicht so eine finanzielle Macht zu erlangen, dass sie auf Staaten Einfluss nehmen können?
Findest Du den "Preis" (höheres Risiko für Altersarmut etc., den Frauen für Care-Arbeit erhalten, gerechtfertigt?
Etc. etc. .... wir sind hier im Thread "Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle." Ich finde es höllisch, wohin uns Systeme wie der Turbokapitalismus (an dessen Schwelle wir hin- und herpendeln) oder der Kommunismus hinführen. Ich möchte den Weg so nicht mehr weiter gehen, und suche nach Alternativen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 14:04
Zitat von OptimistOptimist schrieb:dem stimme ich vollkommen zu.
das bezog sich auf einen Turbo-Kapitalismus, den haben wir aber zum Glück noch nicht.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Hmm, erläutere mal/zähl paar Nachteile auf durch den Kapitalismus. Irgendwie schon verrückt, 99,9999999% wollen nach Deutschland und nicht nach China oder Nordkorea
ja, weil hier das soziale Netz noch gut funktioniert.
Ansonsten, sh oben


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