Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle
um 10:35Würden Kinderbetreuung und Angehörigenpflege durchschnittlich entlohnt,Warum sollte Kinderbetreuung entlohnt werden? Ist das nicht die freiwillige Entscheidung der Eltern, Kinder haben zu wollen?
Würden Kinderbetreuung und Angehörigenpflege durchschnittlich entlohnt,Warum sollte Kinderbetreuung entlohnt werden? Ist das nicht die freiwillige Entscheidung der Eltern, Kinder haben zu wollen?
Na weil wir endlich von der Dominanz des Geldes wegkommen müssen, hast du das etwa nicht verstanden?zaeld schrieb:Warum sollte Kinderbetreuung entlohnt werden?
Sagt derjenige, der hier rumposaunt, für's Ficken bräuchte es kein Diplom. Schweig einfach und zieh' weiter. Gibt doch genug andere Threads, in denen Du Deine Ergüsse ablassen kannst.bgeoweh schrieb:Ich verstehe nicht wie es einem Spaß machen kann, so viele Runden im Catchphrase-aus-dem-Buch-meiner-Sektengründerin-raushauen-Karussell zu fahren, es ist doch offensichtlich dass hier keine Diskussion mehr kommt, sondern nur das mantraartige Runterbeten von Prämissen "Wir brauchen dies..." "Es muss das geben..." "Das eine zerstört alles..." "Das andere rettet die Welt..." und Zirkelschlüssen.
Einige der u.g. Aspekte hatte ich bereits genannt, war jedoch nicht detaillierter auf die "einfache" ;) Frage eingegangen, weil ich sie nicht in ihrer Komplexität zu beantworten weiss. Die Finanzierungsfrage steht mMn. erst nach der Debatte - über Werte und wo man als Gesellschaft hin will - an.Fedaykin schrieb:Einfache Frage, wer bezahlt wen bei der Carearbeit?
Zur Finanzierung und Aufwertung dieser Arbeit werden verschiedene steuerliche und finanzpolitische Ansätze diskutiert:
*Umschichtung öffentlicher Mittel & höhere Staatsausgaben: Befürworter fordern eine Neuausrichtung der Wirtschafts- und Finanzpolitik, die Care-Arbeit ins Zentrum stellt. Dazu gehört, Regierungen und Gemeinden zu erlauben, mehr Geld für Investitionen in Sorgearbeit aufzunehmen.
*Steuerliche Absetzbarkeit und Pauschbeträge: Aktuell können pflegende Angehörige bereits Pflege-Pauschbeträge (z.B. 1.800 Euro bei Pflegegrad 4 oder 5) bei der Einkommensteuer geltend machen. Auch haushaltsnahe Dienstleistungen und Minijobs können teilweise steuerlich abgesetzt werden.
*Staatliche Anerkennung/Entlohnung (Care-Gehalt): Diskutiert werden Ansätze, Care-Arbeit durch direkte staatliche Zahlungen oder steuerfreie Zuschüsse aufzuwerten, um die finanzielle Benachteiligung auszugleichen.
*Abschaffung des Ehegattensplittings: Das deutsche Steuersystem, insbesondere die Steuerklasse 5, wird als Nachteil für Frauen und als Hemmnis für eine faire Aufteilung von Care-Arbeit kritisiert. Die Abschaffung des Ehegattensplittings wird oft gefordert, um Anreize für eine gerechtere Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit zu schaffen.
*Ausgleichszahlungen in Partnerschaften: Da private Care-Arbeit oft unbezahlt bleibt, wird empfohlen, dass der Partner, der mehr Erwerbsarbeit leistet, dem anderen einen finanziellen Ausgleich zahlt.
Nope. Es muß darüber nachgedacht werden, mit welchen Werten wir leben wollen. Wollen wir weiterhin in einem zerstörerischen Dominanzsystem zusehen, wie die Natur irreparabel zerstört wird? Wie Menschen ausgebeutet werden, viele inzwischen sogar schon Probleme haben, ihre Mieten zu bezahlen? Das kranke am jetzigen Turbokapitalistischen System ist, dass es nicht dem Menschen und der Umwelt dient, sondern sie ausbeutet, ferner die Demokratie gefährdet.Fedaykin schrieb:Alles andere ist erstmal nebensächlich
dem stimme ich vollkommen zu.mitH2CO3 schrieb:Das kranke am jetzigen Turbokapitalistischen System ist, dass es nicht dem Menschen und der Umwelt dient, sondern sie ausbeutet, ferner die Demokratie gefährdet.
Würden Kinderbetreuung und Angehörigenpflege durchschnittlich entlohnt
da ist was dran.zaeld schrieb:Warum sollte Kinderbetreuung entlohnt werden? Ist das nicht die freiwillige Entscheidung der Eltern, Kinder haben zu wollen?
Klar, aber dass Produzenten Profit machen wollen und dann seltsn auf Werte und Ethik schauen, das wird man leider nicht verhindern können.mitH2CO3 schrieb:Es ist doch im höchsten Maße selbstzerstörerisch, wenn weiterhin eine derartig zerstörerische und profitgetriebene Marktwirtschaft vorherrscht, wie der Turbokapitalismus.
das klingt plausibel.zaeld schrieb:Der Kapitalismus kennt kein "Gut" oder "Böse", das unterscheidet ihn geradezu von Ideologien. Der Kapitalismus ist ganz einfach eine effiziente Form von Wirtschaften
zaeld schrieb:Ausbeutung von menschlicher Arbeitskraft ist lediglich eine Folge, wenn ein Überangebot an menschlicher Arbeitskraft vorhanden und damit günstig zu haben ist. Wenn zu wenig Arbeitskraft vorhanden ist und die Preise dafür entsprechend steigen, gibt es auch keine Ausbeutung
einerseits ja, andererseits nein. Denn mMn tut die Werbung sehr viel dafür, dass überhaupt erst mal Bedürfnisse nach Produkten entstehen, die keiner unbedingt bräuchte (also nur manche Produkte betrachte ich als überflüssig).zaeld schrieb:Die Ausbeutung von Resourcen kommt nicht durch den Kapitalismus, sondern von den Menschen, die Produkte haben möchten
Die Frage ist essentiell und du bekommst keine Gesellschaft umgekrempelt auf BefehlmitH2CO3 schrieb:Die Finanzierungsfrage steht mMn. erst nach der Debatte - über Werte und wo man als Gesellschaft hin will - an.
Davon habe ich nix geschrieben. Es geht um das Gespräch, die gesellschaftlich Debatte über diese Themen.Fedaykin schrieb:du bekommst keine Gesellschaft umgekrempelt auf Befehl
Is halt Deine Schlussfolgerung aus etwas was ich nicht gesagt habe.Fedaykin schrieb:Von daher ist das Thema Nonsens
Am besten von regionalen Erzeugern, kurze Lieferketten, Foodsharing & Foodsaving (zur Vermeidung von Verschwendung) ... usw. usw.Fedaykin schrieb:Noch einfacher: wo kommt das Essen her, wie wird es verteilt
Was man mit Regulation schon steuern könnte, so dieses denn auch von der gesellschaftlichen Mehrheit erwünscht wäre.Optimist schrieb:aber dass Produzenten Profit machen wollen und dann seltsn auf Werte und Ethik schauen, das wird man leider nicht verhindern können.
auch wenn's ne freiwillige Entscheidung ist @Optimist bleibt es zumeist für Frauen, wie hier von Prognos zusammengefasst Beitrag von mitH2CO3 (Seite 745) ein Nachteil nicht nur hinsichtlich der Altersvorsorge.Optimist schrieb:da ist was dran.
Wer sich für Kinder entscheidet, der sollte wissen das es grundsätzlich ein finanzielles Risiko darstellen kann. Die Ehe kann zerbrechen, der Job kann weg sein. Es ist und bleibt allerdings auch eine völlig freiwillige Entscheidung die nicht im Nachhinein zur Belastung der Allgemeinheit führen sollte.mitH2CO3 schrieb:auch wenn's ne freiwillige Entscheidung ist @Optimist bleibt es zumeist für Frauen, wie hier von Prognos zusammengefasst Beitrag von mitH2CO3 (Seite 745) ein Nachteil nicht nur hinsichtlich der Altersvorsorge.
🥱🥱mitH2CO3 schrieb:Davon habe ich nix geschrieben. Es geht um das Gespräch, die gesellschaftlich Debatte über diese Themen.
Ziemlicher Nonsens weil es nichts zu diskutieren gibt, da kommt von dir nichtsmitH2CO3 schrieb:Is halt Deine Schlussfolgerung aus etwas was ich nicht gesagt habe
Das ist nur bedingt die Antwort, kurzem dei. System ist also ebenfalls Marktwirtschaftlich kapitalistisch aufgebautmitH2CO3 schrieb:Am besten von regionalen Erzeugern, kurze Lieferketten, Foodsharing & Foodsaving (zur Vermeidung von Verschwendung) ... usw. usw.
Ich habe aber so meine Zweifel, ob man mit finanziellen Anreizen das tatsächlich beeinflussen kann. Wer Kinder haben möchte, holt sie sich sowieso. Wer lieber kinderlos durchs Leben gehen möchte, den wird Geld in der Regel nicht umstimmen können. Und dann gibt's noch die Gruppe mittendrin, der ein oder maximal zwei Kinder ausreicht, weil es ansonsten zu anstrengend wird (Beispiel: Meine Mutter, war Hausfrau und hatte somit den ganzen Tag Zeit, musste somit nicht noch einen Jobi unterbringen - aber auf drittes Kind hätte sie überhaupt keine Lust mehr gehabt). Das reicht dann nicht für den Erhalt der Bevölkerungsgrösse.Optimist schrieb:Aber andererseits schreit der Staat immer, dass es zu wenig Kinder gibt... da beißt sich was.
Allerdings gibts ja auch Kindergeld - ist sicher auch nicht in jedem Staat so.
Ja, das ist durchaus ein Punkt, dass Bedürfnisse künstlich generiert werden, die eigentlich gar nicht vorhanden sind. Aber wie hoch ist denn der Anteil der Ausgaben, die man so tätigt, die darauf zurückzuführen sind, also wo man sagen würde "Na das hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht"? Das meiste landet doch in dem Kauf von Produkten, die man wirklich benutzt.Optimist schrieb:einerseits ja, andererseits nein. Denn mMn tut die Werbung sehr viel dafür, dass überhaupt erst mal Bedürfnisse nach Produkten entstehen, die keiner unbedingt bräuchte (also nur manche Produkte betrachte ich als überflüssig).
Würden Kinderbetreuung und Angehörigenpflege durchschnittlich entlohnt, hätten sie einen Wert von 1,2 Billionen Euro. Zum Vergleich: das BIP im Jahr 2021 betrug 3,6 Billionen Euro.Quelle: https://www.prognos.com/de/meldung/der-unsichtbare-wert-von-sorgearbeit
Die ungleiche Verteilung der Sorgearbeit führt dazu, dass Frauen im Vergleich zu Männern Nachteile im Erwerbsleben, ihrem Lebenseinkommen und in der Alterssicherung haben.Quelle: https://www.prognos.com/de/meldung/der-unsichtbare-wert-von-sorgearbeit
Selbstgespräche gelten da nicht.mitH2CO3 schrieb:Häh, hatte mich hier doch mit nem Pflegefall unterhalten.
Joaf, mehr Geld für daheim bleiben, das wertet sogar das Geld auf...bgeoweh schrieb:Na weil wir endlich von der Dominanz des Geldes wegkommen müssen, hast du das etwa nicht verstanden?
Lies zwischen den Zeilen, der Steuerzahler selbstverständlich.Fedaykin schrieb:Einfache Frage, wer bezahlt wen bei der Carearbeit?
Hmm, erläutere mal/zähl paar Nachteile auf durch den Kapitalismus. Irgendwie schon verrückt, 99,9999999% wollen nach Deutschland und nicht nach China oder Nordkorea.Optimist schrieb:dem stimme ich vollkommen zu.
Irgendwie alle mit allen, und dann wird alles gut, wenn endlich mal eben so die Gesellschaft ihr gesamtes Weltbild und ihre Wertvorstellungen umbaut. Aus den Materialien der Sekte wird man leider auch nicht schlauer, dort werden auch nur New-Age-ige Grafiken gezeigt die "deep" aussehen aber auch nur endlose Variationen des gleichen Themas abliefern: "Wenn wir alle partnerschafltich werden, wird alles gut, weil Partnerschaftlichkeit gut ist und das Problem der Welt darin besteht, dass nicht partnerschaftlich gepartnerschaftet wird".Fedaykin schrieb:Wer spricht da mit wem?
Spinnen wir das mal weiter:ApexOne schrieb:Joaf, mehr Geld für daheim bleiben, das wertet sogar das Geld auf...
Abba der BIP steigt um 25% :D...wenn dann alle daheim bleiben, verzehntfacht er sich..mindestens. Man könnte es noch potenzieren, die Care Arbeiter bekommen Leute die sie sich um sie kümmern, die Care Arbeiter Care Taker.bgeoweh schrieb:Damit wird aber Lohnarbeit entsprechend teurer, wovon der Lohnarbeiter aber selbst nichts sieht.
Ich finde es cool, dass es - über Deinen Glaubenssatz hinaus - sehr wohl Moves aus der Gesellschaft heraus gibt, was z.B. die Sorgearbeit anbelangt. Weiteres Gespräch und Debatten sind aber dennoch essenziell wichtig bei diesem Thema. Die Altersversorgungsfragen für Care-Arbeiter*innen sind eben ein großes Feld.Gwyddion schrieb:Eine Debatte kann man führen, aber die Gesellschaft tendiert doch überall und in jeder sozialen Schicht hin zum Egoismus, sprich Ellebogengesellschaft und ist für mich daher zwecklos und eher in Sozial-Ideologischen Kreisen ein Thema.
Im Vorfeld der vorgezogenen Bundestagswahl 2025 fordern die 32 Mitgliedsorganisationen des Bündnisses Sorgearbeit fair teilen, in der nächsten Legislaturperiode sechs Maßnahmen für die partnerschaftliche Verteilung unbezahlter Sorgearbeit endlich umzusetzen:Quelle: https://www.sorgearbeit-fair-teilen.de/das-buendnis/wer-wir-sind/
Bezahlte Freistellungen für informelle Pflege
10 Tage Freistellung für Väter bzw. zweite Elternteile nach der Geburt eines Kindes mit vollem Entgeltersatz
Partnerschaftliche Ausgestaltung des Elterngeldes
Abschaffung der Lohnsteuerklasse V und Individualbesteuerung für alle
Öffentliche Förderung haushaltsnaher Dienstleistungen
Schaffung von Rahmenbedingungen für geschlechtergerechte und sorgeorientierte Arbeitszeitmodelle
Die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern ist bis heute nicht erreicht – trotz staatlicher Verpflichtung, diese durch geeignete Maßnahmen aktiv umzusetzen. Dies zeigt sich beispielsweise am Gender Care, Gender Pay oder Gender Pension Gap.
Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen in Deutschland bewirken die ungleiche Aufteilung von bezahlter Erwerbsarbeit und unbezahlter Sorgearbeit. Frauen haben dadurch im Vergleich zu Männern geringere Einkommen und Vermögen, weniger wirtschaftliche und politische Macht sowie ein deutlich höheres Armutsrisiko.
Im besten Falle jeder mit jedem :)Fedaykin schrieb:Wer spricht da mit wem?
Bin ich hier Dein Unterhaltungskasperle oder was? Gib Du mir lieber Anworten auf Fragen wie:Fedaykin schrieb:Ziemlicher Nonsens weil es nichts zu diskutieren gibt, da kommt von dir nichts
das bezog sich auf einen Turbo-Kapitalismus, den haben wir aber zum Glück noch nicht.Optimist schrieb:dem stimme ich vollkommen zu.
ja, weil hier das soziale Netz noch gut funktioniert.ApexOne schrieb:Hmm, erläutere mal/zähl paar Nachteile auf durch den Kapitalismus. Irgendwie schon verrückt, 99,9999999% wollen nach Deutschland und nicht nach China oder Nordkorea