Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung

Sarrazin: Hart aber fair?

11.776 Beiträge, Schlüsselwörter: Ausländer, Migranten, Sarrazin, Immigration
Obrien
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Sarrazin: Hart aber fair?

29.04.2012 um 15:00
@Sanguinius

Tja,leider wird nicht aufgeschlossen was sonstige bedeutet, aber gut, diese Grafik zeigt, das ich recht hatte bezüglich der Asylzahlen und das du unrecht hattest, denn du hast behauptet, diemeisten kämen über den Familiennachzug her, aber das sind gerade einmal 29 %.

Das ist mir auch vollkommen klar.

Und noch eine unbewiesene Unterstellung, das mag auf den ein oder anderen zutreffen, aber es möchten auch viele in Deutschland arbeiten. Nur wird es ihnen schwerer gemacht, da wir Leute aktiv ausgrenzen und Leute wie du, auch dafür sorgen, das sich niemand willkommen fühlt. Warum sollte eine ausgebildete Fachkraft es auch nötig haben, sich von dir diskriminieren zu lassen? Ich weiss, du hälst dich für jemanden, der Fakten nennt, aber die selektive Auswahl und tendenziöse Auswertung sorgen eben dafür.

Hattest du nicht geschrieben, das mehr als nur ein deutscher Pass dazu gehört,Sprache und Gesetzestreue, Deutscher zu sein? Viele haben das hier jedenfalls geschrieben. Und das allein zeigt, das es gar nicht um Fakten geht.

Mir ist jedenfalls ein türkischer Ingenieur oder ein iranischer Arzt lieber, als ein verblödeter Deutscher.


melden
Anzeige
Sanguinius
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Sarrazin: Hart aber fair?

29.04.2012 um 16:59
Obrien schrieb:diemeisten kämen über den Familiennachzug her, aber das sind gerade einmal 29 %.
Mal abgesehen davon das dies die größte Gruppe ist, wo schrieb ich das die allein die meisten wären? Wie schon gesagt, jene die hier wegen Beschäftigung und Ausbildung kommen machen 35%. Da machen die restlichen 65% doch eine schöne Mehrheit.
Obrien schrieb:Mir ist jedenfalls ein türkischer Ingenieur oder ein iranischer Arzt lieber, als ein verblödeter Deutscher.
Die Frage war nur nie was dir lieber ist, du dir wünscht, sondern was du bekommst.

Allgemein gesagt, schau dir nochmal die Länderstatistik dazu an.
Obrien schrieb:Hattest du nicht geschrieben, das mehr als nur ein deutscher Pass dazu gehört,Sprache und Gesetzestreue, Deutscher zu sein? Viele haben das hier jedenfalls geschrieben. Und das allein zeigt, das es gar nicht um Fakten geht.
Keine Ahnung ob das von mir stammt oder jemand anderen, kann mich zumindest nicht daran errinnert das geschrieben zu haben aber dieser Aussage kann ich teilweise durchaus zustimmen. Sprache allein ist nur ein Teil der Kultur, da gehören sich auch Bräuche, Kunst, Literatur und vieles mehr dazu.
Ansonsten, denk mal drüber nach, fast jeder hierzulande beherrscht mehr oder weniger gut englisch. Sind wir jetzt deshalb alle Engländer?
Ein Pass ist einfach nur ein Dokument. In meinem Führerschein steht auch drin das ich nen Traktor(L) fahren kann. Was allerdings herzlich wenig über meine tatsächliche Fahrkünste mit einem aussagt.
Obrien schrieb:Warum sollte eine ausgebildete Fachkraft es auch nötig haben, sich von dir diskriminieren zu lassen?
Ich merk das du mit deinem Latein allmählich am Ende bist, wenn du jetzt schon haltlosen Unterstellungen anfangen musst. Wie es mir scheint diskutierst du auch an dem was ich schreibe vorbei und das ist in diesem Maß wohl beabsichtigt da du dir die Realität nicht eingestehen kannst. Du redest hier ständig von Fachkräften die jedoch laut Daten nur im geringem Maß einwandern und vorallem nicht aus den Ländern des Nahen Ostens, sondern eher aus USA, China, Japan oder Indien. Auch aus dem Iran sind es übrigends, wenn du in dem Link nachschaust nur ~21% die für Studium, Ausbildung und Beschäftigung nach Deutschland kommen aber allein ~26% nur als Familiennachzug. Stellt man da nur mal Beschäftigung und Familiennachzug gegenüber, dann kommen auf einen Arbeiter, womöglich einer Fachkraft die aus den jeweiligen Ländern einwandert 7 Familiennachzügler aus der Türkei und 6 ausm Iran.
Wenn man dann noch die Rückwanderungszahlen vorallem von Fachkräften in betracht zieht, dann läuft es darauf hinaus, das du insgesamt keine/kaum türkischer Ingenieure oder ein iranischer Ärzte zugewinnst aber ganze viele Pendants zum wie nanntest du ihn "verblödeter Deutschen" haben wirst.
Obrien schrieb:Tja,leider wird nicht aufgeschlossen was sonstige bedeutet,
Unter "sonstige" fallen laut Legende unter anderen Migranten mit Aufenthaltstitel.


melden
Obrien
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Sarrazin: Hart aber fair?

29.04.2012 um 22:48
@Sanguinius

Ja, aber 1/3 ist weniger als angedeutet, aber endlich näherst du dich einer annähernd differentierten Betrachtung ;)

Unter "sonstige" fallen laut Legende unter anderen Migranten mit Aufenthaltstitel.

Also keine Illegalen ;)

Wie es mir scheint diskutierst du auch an dem was ich schreibe vorbei und das ist in diesem Maß wohl beabsichtigt da du dir die Realität nicht eingestehen kannst

Das Problem ist, das deine Sicht der Dinge, einfach nichts mit Realität zu tun hat. Du versuchst hier die Fakten in deinem Sinne zu interpretieren, was die Fakten allerdings nicht hergeben.

Sarrazins Thesen sind eine ebensolche beliebige Interpretation von Fakten, weswegen auch die Autoren der meisten Quellen sich davon distanziert haben.
Viele Ausländer fühlen sich daher zurecht diskriminiert.

Familiennachzug ist auch nicht immer schlecht,denn insbesondere Iraner haben zu 80 % einen Hochschulabschluss.

Ich rede insbesondere davon, das Fachkräfte benötigt werden, aber diezunehmende fremdenfeindlichkeit in Kombination mit anderen Hürden, dazu führen,das keine Einwandern.

Wenn jemand einen deutschen Pass hat, ist der deutscher, die Blut und Boden Mentalität ist etwas von gestern, denn jeder hat das Recht auf seine individuelle Lebensführung, das ist einer der zentralen westlichen Werte.


melden

Sarrazin: Hart aber fair?

29.04.2012 um 22:55
@Sanguinius
Auch Familienmitglieder arbeiten. Dein Diagramm zeigt nur mit welchem ziel die Einwanderer nach Deutschland gekommen sind nicht was sie beruflich machen. Dass man seine Frau und Kinder ins Land holt ist doch völlig legitim.


melden
sincerely
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Sarrazin: Hart aber fair?

01.05.2012 um 22:12
@Sanguinius
Sanguinius schrieb:Und warum läuft es dann hier in Europa und Amerika so weiter? Wo ist den der Zusammenhang zwischen Zwangsheirat, Kinderehen und Ehrenmorde mit im Nahen Osten und den dort herrschenden Diktatoren? Ist Erdogan auch ein Diktator? Fragen über Fragen.
Wenn du den Nahen Osten nur mit solchen Dingen assozierst, dann liegt es daran, dass du zu wenig Ahnung hast.
Die Menschen dort wollen in Frieden und Demokratie leben und falls du die Nachrichten verfolgst hast, wird dir das sogar vielleicht nicht entgangen sein!
Die Befürworter der Zwangsheirat und Kinderehen vertreten nur einige fundamentalistische Islamisten, die sich an die veralteten Vorstellungen halten, und repräsentieren keineswegs die Menschen die dort leben!
Hast du eventuell schon was vom Arabischen Frühling gehört?

Wikipedia: Arabischer_Frühling
Sanguinius schrieb:Also ich seh die Parallelen nicht zwischen der heutigen europäischen Kultur und der des Nahen Ostens, weder im Baustil noch in Kunst, wobei bsp. in Sachen Literatur und Musik auch nicht viel von dort kommt oder fallen dir spontan ein paar aktuelle Bücher oder Lieder aus der Region ein
Nicht schlimm , zum Glück kann man sowas nachholen:

Khalil Gibran (* 6. Januar 1883 als Gibrān Khalīl Gibrān bin Mikhā'īl bin Sa'ad arabisch ‏جبران خليل جبران‎, DMG Ǧibrān Ḫalīl Ǧibrān in Bischarri, Osmanisches Reich, heute Libanon; † 10. April 1931 in New York City) war ein libanesisch-amerikanischer Maler, Philosoph und Dichter.Die zentralen Motive seiner Dichtung und seines philosophischen Denkens kreisen um den Gedanken, dass das Leben, die Liebe und der Tod das Wesentliche für uns Menschen sein sollen. Sein Werk wird als Bindeglied der philosophischen Richtungen des Orients, z. B. des Sufismus, und der westlichen, durch das Christentum beeinflussten Philosophien gesehen


Die Kulturgeschichte Ägyptens reicht 6000 Jahre zurück. Das alte Ägypten gehörte zur den ersten Zivilisationen und behielt über Jahrtausende hinweg eine enorm komplexe und stabile Kultur, die spätere Kulturen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika beeinflusste. Nach der pharaonischen Ära geriet Ägypten selbst unter den Einfluss des Hellenismus, des Christentums und der islamischen Kultur. Heute sind viele Aspekte der alten ägyptischen Kultur immer noch präsent und spielen mit neueren Elementen zusammen, unter anderem dem Einfluss der modernen westlichen Kultur


Drachenläufer ist ein Roman des afghanisch-amerikanischen Schriftstellers Khaled Hosseini, der 2003 erschien. Die Geschichte über eine Kindheit in Afghanistan wurde über acht Millionen Mal in über 34 Ländern verkauft.[

Im Altertum erfuhr der Weinanbau eine erhebliche Beachtung und Ausbreitung. Weinbau wurde schon seit dem 6. Jahrtausend v. Chr. in Vorderasien betrieben. Das antike Persien sowie das heutige Georgien gelten jedoch als die Ursprungsländer des Weines.[1] [2]

Orient hat neben dem politisch-geographischen auch einen religiös-kulturellen Aspekt. Die Welt des Orients inspirierte viele Dichter und Schriftsteller, siehe z. B. Goethes West-östlicher Diwan oder Hesses Roman Morgenlandfahrt. Der genannten Literatur liegt eine romantische Verklärung des Orients zugrunde, wie sie erst nach 1683 entstehen konnte, als mit dem Rückzug der osmanischen Truppen am Ende der Zweiten Wiener Türkenbelagerung für Europa die Gefahr einer Eroberung durch den Osten geringer eingeschätzt wurde. Der Orient von Ägypten bis China wurde im 18. und 19. Jahrhundert zu einer Traumwelt, die in der Malerei der Orientalisten phantasievoll abgebildet wurde. Kuppeln und Rundbögen von osmanischen und maurischen Sakral- und Palastbauten fanden sich in gänzlich anderem Sinnzusammenhang in der orientalisierenden Architektur europäischer Großstädte wieder.

Dein denken erinnert mich stark an den Eurozentrismus, ziemlich einseitige Persepektive von dir würd ich mal sagen.

Unter Eurozentrismus versteht man die Beurteilung inner- und außereuropäischer Kulturkreise nach europäischen Vorstellungen und auf der Grundlage der in Europa entwickelten Werte und Normen. Europa nimmt im Eurozentrismus als Maßstab das alleinige Zentrum des Denkens und Handelns ein.

Wikipedia: Eurozentrisch


melden

Sarrazin: Hart aber fair?

02.05.2012 um 01:39
@Obrien und alle Anderen

Bitte keinen Denkfehler machen.

FAKTEN sind nachweisbare Tatsachen, da gibt es nichts zu interpretieren.

Eine "Erhebung" anhand von X wahllos gezählten Personen im Verhältnis zu wahllos Y, welche dann einfach mal locker hochgerechnet wird....das erfolgte Ergebnis könnte dann unterschiedlich interpretiert werden.

Wir können noch so lange um den heißen Brei reden, egal wie man auch eingestellt ist...der Zustand ist nun einmal so. Statt zu streiten, sollte man lieber GEMEINSAM daran arbeiten um das Ganze besser zu gestalten...wir leben alle im gleichen Land.


melden

Sarrazin: Hart aber fair?

02.05.2012 um 10:50
@Berndel
Behauptungen sind keine Fakten sondern eine persönliche Annahme. Man kann beweisen dass es unter der Erde ein Monster gibt was Erdbeben verursacht indam man dies mit einer Liste von Erdbeben belegt. Genau das macht Sarrazin er bauhauptet etwas und hintelegt Zahlen die dies beweisen. Deutlich wird das mit seiner Behauptung dass Juden klüger sind als alle anderen in dem er dann eine Liste mit jüdischen Nobelpreisträgern vorlegt. Er hat damit einen künstlichen Zusammenhang erschaffen indem er Fakten seiner Theorie anpasst, wodurch er dann behauptete dass Juden bestimmte Gene hätten. Es war von Stephan Kramer völlig richtig dem entgegen zu sprechen. Diese Methode verwendet er auch mit all seinen anderen Behauptungen.
Das sollte man auch dazu hören
<iframe width="300" height="15" src="http://www.randomhouse.de/content/attachment/webarticle/9783837108415_pachl_oton_22548.mp3" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>


melden
Sanguinius
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Sarrazin: Hart aber fair?

02.05.2012 um 17:20
Obrien schrieb:Also keine Illegalen
Die tauchen ja da noch nichtmal auf. Wer weis wie groß deren Anteil wäre, wenn man ihn kennen würde.
individualist schrieb:Auch Familienmitglieder arbeiten. Dein Diagramm zeigt nur mit welchem ziel die Einwanderer nach Deutschland gekommen sind nicht was sie beruflich machen.
Wir haben an die 3 Millionen Arbeitlose. Sprich es sind ja noch nichtmal genügend Arbeitsplätze für die bereits hier lebenden Menschen da.
Man beschwert sich das die Arbeitsplätze nicht sicher sind, das man zuwenig verdient aber auf der anderen Seite will man dann ein Überangebot an Arbeitkräften fördern das genau dazu führt. Die Löhne sind eben nur dann gut und die Arbeitplätze sicher, wenn die Unternehmen um die Arbeiter kämpfen müssen und nicht umgekehrt.
Sie dir dann weiterhinten noch mal den Buchauschnitt über Kanada an. Die Kosten für Sozialsystem und Dienstleistungen für die Einwanderer liegen weit über den Steuereinnahmen durch diese. Die haben ein sehr gutes System um Fachkräfte selektiv aufzunehmen aber auch dort ist es das allerselbe Problem, das die meisten Einwanderer an diesem System vorbei eben bsp. durch Familiennachzug nach Kanada gelangen.
Dem einzigen dem Zuwanderer was bringen sind den Unternehmen, die durch einen harten kampf um Arbeitplätze und den daraus folgenden niedrigen Löhnen ihren Gewinn maximieren und sich die Ausbildung eigener Fachkräfte sparen können. Der Staat, somit wir alle zahlen ordentlich drauf.
individualist schrieb:Dass man seine Frau und Kinder ins Land holt ist doch völlig legitim.
Es ist weder finanziell noch von Seite der Integration förderlich. Menschen die allein kommen und dann im Zielland heiraten und Kinder bekommen dürften schon durch den Ehepartner und ziemlich sicher durch die weiteren sozialen Kontakte die sich ergeben weit besser integriert sein.
Entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen das Migration für die Menschen und den Staat des jeweiligen Ziellandes positive Auswirkungen hat, halte ich für legitim.
sincerely schrieb:Die Menschen dort wollen in Frieden und Demokratie leben und falls du die Nachrichten verfolgst hast, wird dir das sogar vielleicht nicht entgangen sein!
Die Befürworter der Zwangsheirat und Kinderehen vertreten nur einige fundamentalistische Islamisten, die sich an die veralteten Vorstellungen halten, und repräsentieren keineswegs die Menschen die dort leben!
Hast du eventuell schon was vom Arabischen Frühling gehört?
sincerely schrieb:Wenn du den Nahen Osten nur mit solchen Dingen assozierst, dann liegt es daran, dass du zu wenig Ahnung hast.
Die Menschen dort wollen in Frieden und Demokratie leben und falls du die Nachrichten verfolgst hast, wird dir das sogar vielleicht nicht entgangen sein!
Die Befürworter der Zwangsheirat und Kinderehen vertreten nur einige fundamentalistische Islamisten, die sich an die veralteten Vorstellungen halten, und repräsentieren keineswegs die Menschen die dort leben!
http://www.pewglobal.org/2010/12/02/muslims-around-the-world-divided-on-hamas-and-hezbollah/#prc-jump

Der Artikel ist übrigends sehr interessant.
http://www.dw.de/dw/article/0,,5384784,00.html
Kinderehe als jemenitischer Brauch

Die Verheiratung von Mädchen und Jungen im Kindesalter ist im Jemen gängiger Brauch, über ein Viertel der Jemenitinnen heiratet einem Bericht des Sozialministeriums zufolge vor ihrem 15. Geburtstag.
Das hört sich für mich jetzt nicht nach fundamentalen Islamisten an, sondern eher nach dem Äquivalent eines deutschen Biertrinkers. Die Frage ist nur ob wir solche "Bräuche" in Deutschland/Europa haben wollen.
Übrigends im Jemen sind mehr als 1/4 Kinderehen, mehr als 1/3 in der Türkei, 30% in Pakistan die geschlossen werden.
Wenn alle die Kinderehen, Ehrenmorde, Zwangsheirat, Scharia, Schwere Körperstrafen usw. befürworten fundamentalistische Islamisten währen, dann würden die den Nahen Osten repräsentieren.
sincerely schrieb:Hast du eventuell schon was vom Arabischen Frühling gehört?
Du meinst das man die Diktatoren durch Islamisten wie bsp. die Muslimbrüder in Ägypten ersetzt hat? Ein Frühling ist wohl was anderes.
sincerely schrieb:Nicht schlimm , zum Glück kann man sowas nachholen:
Nachholen? Mitm alten Ägypten und Weinanbau vor 2600 Jahren? Das sich so mancher Dichter und Maler von "Traumwelten" die sie sich im Orient vorstellten inspirieren lies ja schön und gut. Die Frage ist doch vielmehr welche großen künstlerischen Leistungen kommen heute und in der Vergangenheit aus dem was man so den islamischen Kulturkreis nennt.
Wenn es da nicht viel mehr als die zwei gibt die du da genannt hast ist das im vergleich dazu was heute an Literatur und Kust aus Fernost und Amerika kommt lächerlich.
Geh beispielsweise einfach mal in eine richtig große Bücherei/Buchladen und dann schau mal wieviele Werke du von Schriftstellern ausm Nahen Osten findest. Ich für meinen Teil bin öfters in welchen, immer auf der Suche nach neuem Lesestoff aber die Bücher kommen irgendwie nie von dort. Sie dir alternativ auch einmal die Liste der Nobelpreisträger für Literatur und die Wissenschaften an.
sincerely schrieb:Unter Eurozentrismus versteht man die Beurteilung inner- und außereuropäischer Kulturkreise nach europäischen Vorstellungen und auf der Grundlage der in Europa entwickelten Werte und Normen. Europa nimmt im Eurozentrismus als Maßstab das alleinige Zentrum des Denkens und Handelns ein.
Mal unter uns beiden, für dich sind doch Kinderehen/Zwangsehen, Ehrenmorde und Co. auch keine Werte und Normen die vertretbar sind.
Abgesehen davon kann doch jeder in seiner Heimat wo er ist so leben wie er will. Wenn die Menschen im Nahen Osten gerne Scharia, Islam und eine Theokratie haben wollen sollen sie dort doch eine haben. Ich werde nicht dorthin gehen und verlangen das sie sich ändern sollen, andersrum verlange ich es aber auch von ihnen.
Übrigends ich beurteile nicht inner- und außereuropäisch nach europäischen Vorstellungen, sondern eher außer- und innerislamisch aus außerislamischen Vorstellungen ;)


melden

Sarrazin: Hart aber fair?

02.05.2012 um 20:53
Sanguinius schrieb:Wir haben an die 3 Millionen Arbeitlose. Sprich es sind ja noch nichtmal genügend Arbeitsplätze für die bereits hier lebenden Menschen da.
Komische Schlussfolgerung. Der DGB sagt da was anderes.
Die Klagen über fehlende Auszubildende und Fachkräfte werden immer lauter, aber die Schwächen der Ausbildung werden in einigen Bereichen nicht beseitigt. Zu diesem Ergebnis kommt der diesjährige Ausbildungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes. „Die Auszubildenden von heute sind die qualifizierten Fachkräfte von morgen. Arbeitgeber haben es selbst in der Hand, Fachkräfte zu qualifizieren. Aber leider sind die Probleme von Auszubildenden in den letzten Jahren nicht geringer geworden“, erklärte Ingrid Sehrbrock, stellvertretende DGB-Vorsitzende, zur Veröffentlichung des Ausbildungsreports 2011 am Mittwoch in Berlin.
http://www.dgb.de/presse/++co++154c81c6-dea4-11e0-4e6a-00188b4dc422
Man kann aus verschiedenen Gründen Arbeitslos sein, zB in dem man Invalide ist, oder man hat Kinder und keine Betreuung, oder man findet als Ausgebildeter nichts was dem Zielberuf entspricht, oder man ist zu alt als dass man irgendwo angenommen wird.
Sanguinius schrieb:Man beschwert sich das die Arbeitsplätze nicht sicher sind, das man zuwenig verdient aber auf der anderen Seite will man dann ein Überangebot an Arbeitkräften fördern das genau dazu führt. Die Löhne sind eben nur dann gut und die Arbeitplätze sicher, wenn die Unternehmen um die Arbeiter kämpfen müssen und nicht umgekehrt.
Das die Arbeitsplätze allgemein unsicher sind, liegt an der allgemein unsicheren Wirtschaftslage. Aber es hat sich einiges gebessert und wir stehen in Deutschland allgemein viel besser da als Japan, USA, Italien, Frankreich, Spanien oder gar Griechenland.
Sanguinius schrieb:Sie dir dann weiterhinten noch mal den Buchauschnitt über Kanada an. Die Kosten für Sozialsystem und Dienstleistungen für die Einwanderer liegen weit über den Steuereinnahmen durch diese. Die haben ein sehr gutes System um Fachkräfte selektiv aufzunehmen aber auch dort ist es das allerselbe Problem, das die meisten Einwanderer an diesem System vorbei eben bsp. durch Familiennachzug nach Kanada gelangen.
Dem einzigen dem Zuwanderer was bringen sind den Unternehmen, die durch einen harten kampf um Arbeitplätze und den daraus folgenden niedrigen Löhnen ihren Gewinn maximieren und sich die Ausbildung eigener Fachkräfte sparen können. Der Staat, somit wir alle zahlen ordentlich drauf.
Kanada besteht aus Zuwanderer, was du da vom Stapel lässt ist totaler Käse. Mal nebenbei bemerkt ist das Haushaltsdefizit von Kanada 2,5% des BIP das ist im Vergleich zu anderen Ländern wie die USA mit 10% gering. Mal zum Nachdenken der Westen hat mehr Gastarbeiter ins Land als der Osten um stellen zu bekleiden die keiner machen wollte. Wem geht es heute besser Ost oder West?
Sanguinius schrieb:Es ist weder finanziell noch von Seite der Integration förderlich. Menschen die allein kommen und dann im Zielland heiraten und Kinder bekommen dürften schon durch den Ehepartner und ziemlich sicher durch die weiteren sozialen Kontakte die sich ergeben weit besser integriert sein.
Entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen das Migration für die Menschen und den Staat des jeweiligen Ziellandes positive Auswirkungen hat, halte ich für legitim.
Was für ein Blödsinn, zum Glück leben wir nicht in deiner Welt. Natürlich kann jeder hier seine Familie herholen, das können übrigens deutsche Auswanderer auch. Ich kenne kein Land wo das nicht so ist.


melden
Obrien
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Sarrazin: Hart aber fair?

03.05.2012 um 09:33
@Berndel

Ersteinmal muss die Faktenlage ja feststehen und nein, Fakten sind sehr wohl interpretierbar, denn die Schlüsse die man zieht, hängen von dem persönlichen Blickwinkel und Wissensstand ab. Wenn ich alles wüsste, würde ich eindeutige Schlüsse bis ans Ende aller Tage ziehen. Laplace'scher Dämon wäre dann mein Name :D

@Sanguinius

Die tauchen ja da noch nichtmal auf. Wer weis wie groß deren Anteil wäre, wenn man ihn kennen würde.

Und wenn der Bär nicht geschissen hätte, hätte er den Hasen gefangen. Spekulationen retten deine Argumentation auch nicht.

vDie Kosten für Sozialsystem und Dienstleistungen für die Einwanderer liegen weit über den Steuereinnahmen durch diese.

Das geht aus der Studien nicht eindeutig hervor, da es gar nicht absehbar ist, welche Steuereinahmen erbracht werden können. Zum einen wird nicht abgebildet welchen Gewinn den Unternehmen durch die Fachkräfte entstehen, zum anderen ist gar nciht absehbar, was für ein Steuergwinn in Zukunft entsteht, denn die Kinder der Fachkräfte werden auch mal hochwahrscheinlich welche sein. Diese langfristigen Folgen sind gar nicht abzusehen.


melden
Sanguinius
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Sarrazin: Hart aber fair?

03.05.2012 um 11:48
individualist schrieb:Man kann aus verschiedenen Gründen Arbeitslos sein, zB in dem man Invalide ist, oder man hat Kinder und keine Betreuung, oder man findet als Ausgebildeter nichts was dem Zielberuf entspricht, oder man ist zu alt als dass man irgendwo angenommen wird.
Oder weil sie ganz einfach nicht die nötigen Qualifikationen dafür haben. Generell ist das Risiko Arbeitlos zu sein 2,5 mal so hoch, wenn man nur maximal Pflichtschulabschluss hat.
Und natürlich klagen die über fehlende Auszubildende, wenn viele von den Bewerbern einfach nicht das von ihnen verlangten Qualifikationen besitzen, wobei dir aber Zuwanderer mit geringem Bildungstand und fehlender Arbeitserfahrung nicht helfen werden.
Zudem muss man da auch sagen, das wir keinen derartig starken Fachkräftemangel haben wie man gerne behauptet. Es ist wohl vielmehr so, das die Unternehmen nicht die Überzahl an Fachkräften haben, die sie gerne hätten um frei Wählen zu können, denn die Löhne die bezahlt werden spiegeln kaum einen Fachkräftemangel wieder.
individualist schrieb:Kanada besteht aus Zuwanderer, was du da vom Stapel lässt ist totaler Käse. Mal nebenbei bemerkt ist das Haushaltsdefizit von Kanada 2,5% des BIP das ist im Vergleich zu anderen Ländern wie die USA mit 10% gering. Mal zum Nachdenken der Westen hat mehr Gastarbeiter ins Land als der Osten um stellen zu bekleiden die keiner machen wollte. Wem geht es heute besser Ost oder West?
Den Käse behaupte nicht ich, sondern entsprechende Experten dafür und wohin das Geld des US-Haushaltes geht ist wohl allen recht gut klar. Wobei das ganze keine Aussagekraft hat, denn die finanziellen Ausgaben für Migration machen nur einen Teil des Haushaltes aus.
Mal ebenfalls zum Nachdenken, wem ging es besser bevor der Westen Gastarbeiter ins Land? Ost oder West. Und geht es uns heute denn besser als damals?
Obrien schrieb:Und wenn der Bär nicht geschissen hätte, hätte er den Hasen gefangen. Spekulationen retten deine Argumentation auch nicht.
Nur mal so, der Bär hat geschissen, man weis nur nicht genau wie groß der Haufen ist ;)
Soviel ich jedoch weis geht man gerade von bis zu einer Million Menschen ohne Aufenthaltserlaubnis in Deutschland aus, allein in Hamburg sind es 100k somit jeder 17. Einwohner.


melden
Sanguinius
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Sarrazin: Hart aber fair?

03.05.2012 um 12:27
Obrien schrieb:Das geht aus der Studien nicht eindeutig hervor, da es gar nicht absehbar ist, welche Steuereinahmen erbracht werden können.
Du hast da übrigends auch nicht wirklich nachgesehen. Da steht nämlich ganz genau, worauf man sich beruft und den entsprechende Studie kannst du dir im Internet auch ansehen. Gib einfach "The Fiscal Burden of Recent Canadian Immigrants" bei google ein. Der zweit Link war bei mir gleich das entsprechende Worddokument dazu.
Hier ich schieb in dir gleich rein: http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=the%20fiscal%20burden%20of%20recent%20canadian%20immigrants&source=web&cd=1&sqi=2&...
Obrien schrieb:Ersteinmal muss die Faktenlage ja feststehen und nein, Fakten sind sehr wohl interpretierbar, denn die Schlüsse die man zieht, hängen von dem persönlichen Blickwinkel und Wissensstand ab.
Das seh ich anders. Fakten sind nicht interpretierbar, alle Theorien müssen den Fakten genügen, solche die dies nicht können sind wiederlegt, jedoch kann es durdaus mehrere Theorien geben, welche auf diesselbe Fakten wiedergeben.
Obrien schrieb:was für ein Steuergwinn in Zukunft entsteht, denn die Kinder der Fachkräfte werden auch mal hochwahrscheinlich welche sein. Diese langfristigen Folgen sind gar nicht abzusehen.
Und jetzt verkaufst du uns wohl den Bären der noch gar nicht geschossen wurde.
Übrigends sind auch hier deine Annahmen wieder mal nur schal.
Du kannst nicht sagen, wieviele von denen die wegen Beschäftigung hier einwandern auch tatsächlich Fachkräfte sind. Wenn man nun Familiennachzug, Ausbildung und Studium aussenvor lässt ist die Anzahl jener die wegen einer Beschäftigung einwandern(15,3%) zudem auch im Durchschnitt noch sehr viel kleiner als die aus anderen Gründen(36,2%).


melden

Sarrazin: Hart aber fair?

03.05.2012 um 13:46
Sanguinius schrieb:Oder weil sie ganz einfach nicht die nötigen Qualifikationen dafür haben. Generell ist das Risiko Arbeitlos zu sein 2,5 mal so hoch, wenn man nur maximal Pflichtschulabschluss hat.
Und natürlich klagen die über fehlende Auszubildende, wenn viele von den Bewerbern einfach nicht das von ihnen verlangten Qualifikationen besitzen, wobei dir aber Zuwanderer mit geringem Bildungstand und fehlender Arbeitserfahrung nicht helfen werden.
Och, die Zuwanderer aus Irak, Rumänien und Afghanistan die hier her kommen haben einen ziemlich hohen Bildungsstand.
Sanguinius schrieb:Zudem muss man da auch sagen, das wir keinen derartig starken Fachkräftemangel haben wie man gerne behauptet. Es ist wohl vielmehr so, das die Unternehmen nicht die Überzahl an Fachkräften haben, die sie gerne hätten um frei Wählen zu können, denn die Löhne die bezahlt werden spiegeln kaum einen Fachkräftemangel wieder.
Ich frage mich woher du dir das aus dem Ärmel schüttelst, warum glaubst du dass sowohl Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und Berufsschulen falsche Zahlen nennen? Das grenzt ja an Verschwörung.
Sanguinius schrieb:Den Käse behaupte nicht ich, sondern entsprechende Experten dafür und wohin das Geld des US-Haushaltes geht ist wohl allen recht gut klar. Wobei das ganze keine Aussagekraft hat, denn die finanziellen Ausgaben für Migration machen nur einen Teil des Haushaltes aus.
Ich hatte schon vorher geschrieben dass das Haushaltsdefizit gering ist, ich möchte mal wissen wer deine Experten sind. Zumal Kanada fast aus Zuwanderer besteht.
Sanguinius schrieb:Mal ebenfalls zum Nachdenken, wem ging es besser bevor der Westen Gastarbeiter ins Land? Ost oder West. Und geht es uns heute denn besser als damals?
Das ist einfach. Vorher saßen beide in der scheiße, in den 50er Jahren gab es eine Hungerknappheit heute haben wir eine Überflussgesellschaft, auch der BIP pro Kopf ist stetig angestiegen.


melden
Obrien
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Sarrazin: Hart aber fair?

03.05.2012 um 15:06
@Sanguinius

Das geht aus der Studien nicht eindeutig hervor, da es gar nicht absehbar ist, welche Steuereinahmen erbracht werden können.

Es geht auch beim zweitmaligen Lesen nicht daraus hervor :)

Fakten sind nicht interpretierbar,

Das denkt man nur, wenn man keine Ahnung vom Theoriebegriff hat. Es sind zu einem Faktum sogar beliebig viele Interpretationen denkbar, je mehr Fakten man verknüpft, desto mehr schränken sich die Möglichkeiten ein.

Aus diesem Grunde ist die Studie auch für sich genommen relativ wenig aussagekräftig. Die von mir genannten Punkte lassen sich mit den daraus gewonnenen Daten nicht abbilden.sich
Eine pauschale Aussage, Immigration wäre generell nicht lohnenswert lässt sich daraus nicht ableiten. Oder warum die von dir genannte Ablehnung von Durchmischung.

Familiennachzug sehe ich auch unproblematisch, wenn ein Ingenieur oder ein Arzt aus dem mittleren Osten seine Familie einwandern lässt, warum nicht? Wenn ein talentierter Student hier in Deutschland studieren möchte, warum nicht?
Im weltweiten Ringen um die besten Köpfe müssen wir uns eindeutig besser positionieren. Aber das erreichen wir nicht durch kulturalistische Debatten.


melden
Obrien
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Sarrazin: Hart aber fair?

03.05.2012 um 15:10
@Sanguinius

Deine Quelle ist ein libertärer erzkonservativer Thinktank, der vorallen wegen seiner Lobbyarbeit für die Tabakindustrie berühmt berüchtigt ist und deren wissenschaftliche Methodik sehr umstritten ist. Soviel zum Thema Interpretation von Fakten :D


melden
Sanguinius
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Sarrazin: Hart aber fair?

03.05.2012 um 16:35
individualist schrieb:Ich frage mich woher du dir das aus dem Ärmel schüttelst, warum glaubst du dass sowohl Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und Berufsschulen falsche Zahlen nennen? Das grenzt ja an Verschwörung.
Das schüttel ich mir nicht aus den Ärmel, sondern ist eine logische Schlussfolgerung, wenn alle nach Fachkräften schreien aber die Löhne und Arbeitbedingungen so schlecht sind das die Leute noch auswandern.
individualist schrieb:Och, die Zuwanderer aus Irak, Rumänien und Afghanistan die hier her kommen haben einen ziemlich hohen Bildungsstand.
Es handelt sich da um vergleichsweise wenige die wohl aus poltische Gründen ihr Land verlassen haben(in der Studie des Bundes zu Bildung tauchen die nichtmal auf). Ob dies bei freizügiger Zuwanderung auch der Fall wäre, ist doch recht zweifelhaft.
Übrigends auch hier ist es auffällig, das Migranten mit sehr gutem Bildungstand sehr viel stärker von Arbeitlosigkeit betroffen sind, was auch für meine Schlussfolgerung spricht, denn ansonsten könnten sich Unternehmen das gar nicht leisten, das auf sie auf jemanden verzichten.
individualist schrieb:Ich hatte schon vorher geschrieben dass das Haushaltsdefizit gering ist, ich möchte mal wissen wer deine Experten sind. Zumal Kanada fast aus Zuwanderer besteht.
Ich hab doch die entsprechenden Links hier reingestellt, da stehen auch ihre Namen drin und wie ich schon geschrieben habe ist der Haushaltdefizit irrelevant. Du zahlst ja nicht für etwas ein paar hundert Euro, das dir nichts bringt nur weil am Monatsende dein Konto nur ein bischen überzogen ist.
individualist schrieb:Das ist einfach. Vorher saßen beide in der scheiße, in den 50er Jahren gab es eine Hungerknappheit heute haben wir eine Überflussgesellschaft, auch der BIP pro Kopf ist stetig angestiegen.
Hungerknappheit? Von was sprichst du? In den 50-60 lief es hier super. Die Wirtschaft und das BIP sind rasend gestiegen. Übrigends les dir mal die Artikel durch die ich gepostet habe. Da geht auch hervor, das durch Migration das pro Kopfeinkommen zwischen Ziel- und Herkunftsländern anpasst. Wenn die Menschen hier mehr verdienten lag das wohl kaum an den Einwanderern.
Obrien schrieb:Eine pauschale Aussage, Immigration wäre generell nicht lohnenswert lässt sich daraus nicht ableiten.
Das hab ja auch noch nichtmal ich behauptet. Wie schon gesagt, auch ich denke das Migration positive Auswirkungen hatte, wenn man sie nur entsprechend steuern würde.
Obrien schrieb:Familiennachzug sehe ich auch unproblematisch, wenn ein Ingenieur oder ein Arzt aus dem mittleren Osten seine Familie einwandern lässt, warum nicht?
Weil die Eltern, Großeltern und Geschwister usw. vielleicht keine Ingeneure und Ärzte sind, weil sie aufgrund ihres alters und/oder der fehlenden Bildung Probleme haben werden sich zu integrieren, geschweige denn eine Arbeit zu finden und somit dem Sozialstaat erheblich zur Last fallen und ein soziales Umfeld bilden das für Integration allgemein kontraproduktiv ist.
Übrigends individualist, wenn dann ginge es nicht darum ob man seine Familie nachholen darf sondern, ob man Menschen mit welcher eben überhaupt einreisen lässt, ihnen eine Aufenthaltsgenehmigung erteilt.


melden
Obrien
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Sarrazin: Hart aber fair?

03.05.2012 um 17:27
@Sanguinius

Weil die Eltern, Großeltern und Geschwister usw. vielleicht keine Ingeneure und Ärzte sind, weil sie aufgrund ihres alters und/oder der fehlenden Bildung Probleme haben werden sich zu integrieren, geschweige denn eine Arbeit zu finden und somit dem Sozialstaat erheblich zur Last fallen und ein soziales Umfeld bilden das für Integration allgemein kontraproduktiv ist.

Mankann Geschwister nicht nachziehen lassen,ebensowenig wie Großeltern. Kinder von Akademikern werden in der Regel selbst Akademiker. Also kein Problem :)


melden

Sarrazin: Hart aber fair?

03.05.2012 um 21:59
Sanguinius schrieb: Das schüttel ich mir nicht aus den Ärmel, sondern ist eine logische Schlussfolgerung, wenn alle nach Fachkräften schreien aber die Löhne und Arbeitbedingungen so schlecht sind das die Leute noch auswandern.
Wohl eher Schlussfolgerung aus der Sanguinius Logik die bekanntlich mit der Logik auf unseren Planeten nichts zu tun hat. Die häufigsten Gründe warum Menschen auswandern ist dass sie entweder für ihren Beruf im Ausland mehr Geld bekommen oder dass sie gerne ein anderes Umfeld haben möchten, nicht weil es in Deutschland keine Arbeitsplätze gibt, das höre ich zum ersten mal. Wenn du hier nichts findest wirst du Ausland auch nicht fündiger. Die Arbeitsvereine sagen ganz klar dass es zu viele Lehrstellen gibt die nicht belegt sind oder wurden.
Sanguinius schrieb: Es handelt sich da um vergleichsweise wenige die wohl aus poltische Gründen ihr Land verlassen haben(in der Studie des Bundes zu Bildung tauchen die nichtmal auf). Ob dies bei freizügiger Zuwanderung auch der Fall wäre, ist doch recht zweifelhaft.
Übrigends auch hier ist es auffällig, das Migranten mit sehr gutem Bildungstand sehr viel stärker von Arbeitlosigkeit betroffen sind, was auch für meine Schlussfolgerung spricht, denn ansonsten könnten sich Unternehmen das gar nicht leisten, das auf sie auf jemanden verzichten.
Das Migranten mit hohem Bildungsstand höher mit Arbeitslosigkeit betroffen sind als Deutsche, ist eher ein versäumtes Potential.
Sanguinius schrieb: Ich hab doch die entsprechenden Links hier reingestellt, da stehen auch ihre Namen drin und wie ich schon geschrieben habe ist der Haushaltdefizit irrelevant. Du zahlst ja nicht für etwas ein paar hundert Euro, das dir nichts bringt nur weil am Monatsende dein Konto nur ein bischen überzogen ist.
Ich habe mal über deinen Herbert Grubel recherchiert. Der Kerl ist Politiker der populistischen Reformpartei in Kanada. Das lustige ist dass er selber Zuwanderer ist. Damit hat sich die Frage nach deinem Experten geklärt.
Sanguinius schrieb: Da geht auch hervor, das durch Migration das pro Kopfeinkommen zwischen Ziel- und Herkunftsländern anpasst. Wenn die Menschen hier mehr verdienten lag das wohl kaum an den Einwanderern.
Ich habe noch nie solch einen rassistischen Blödsinn gehört.


melden
Sanguinius
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Sarrazin: Hart aber fair?

04.05.2012 um 15:13
individualist schrieb:Die häufigsten Gründe warum Menschen auswandern ist dass sie entweder für ihren Beruf im Ausland mehr Geld bekommen oder dass sie gerne ein anderes Umfeld haben möchten, nicht weil es in Deutschland keine Arbeitsplätze gibt, das höre ich zum ersten mal.
Also ich schrieb das Leute auswandern, weil Löhne und Arbeitsbedingungen so schlecht sind und du schreibst das sie auswandern, weil sie im Ausland mehr Geld für ihren Beruf bekommen und ein anderes Umfeld wollen.
Wo war da der Widerspruch?
Ich vertrete da einfach den guten alten Ansatz von Angebot und Nachfrage. Wäre die Nachfrage nach Fachkräften wirklich so groß müssten auch die Löhne und Arbeitsbedingungen entsprechend besser sein.
individualist schrieb:Das Migranten mit hohem Bildungsstand höher mit Arbeitslosigkeit betroffen sind als Deutsche, ist eher ein versäumtes Potential.
Ich sehe da kein versäumtes Potential, das sehe ich eher bei Leuten die von der Intelligenz her einen höheren Bildungsstand haben könnten als jenen den sie erreicht haben.
Das Migranten mit hohem Bildungsstand stärker von Arbeitslosigkeit betroffen sind zeigt jedoch das es scheinbar immer noch mehr als genug Auswahl/Überangebot gibt um Menschen nur wegen ihrer Herkunft zu benachteiligen.
individualist schrieb:Ich habe mal über deinen Herbert Grubel recherchiert. Der Kerl ist Politiker der populistischen Reformpartei in Kanada. Das lustige ist dass er selber Zuwanderer ist. Damit hat sich die Frage nach deinem Experten geklärt.
Wikipedia: Herb_Grubel
Scheinbar ein Experte auf dem Gebiet. Aber warum sollte es eigentlich gegen ihn sprechen das er selbst Zuwanderer ist?
individualist schrieb:Ich habe noch nie solch einen rassistischen Blödsinn gehört.
In wie fern soll diese Aussage denn rassistisch sein, mal abgesehen das sie aus dem Artikel stammt:
As more and more workers move, wages in the receiving country fall and rise in the country of origin. Once wages in all countries are equalized, incentives for migration disappear and world output is maximized. This conclusion provides the powerful economic case for free migration around the world.


melden
Anzeige
sincerely
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Sarrazin: Hart aber fair?

04.05.2012 um 20:01
@Sanguinius
Sanguinius schrieb:Das hört sich für mich jetzt nicht nach fundamentalen Islamisten an, sondern eher nach dem Äquivalent eines deutschen Biertrinkers. Die Frage ist nur ob wir solche "Bräuche" in Deutschland/Europa haben wollen.
Übrigends im Jemen sind mehr als 1/4 Kinderehen, mehr als 1/3 in der Türkei, 30% in Pakistan die geschlossen werden.
Wenn alle die Kinderehen, Ehrenmorde, Zwangsheirat, Scharia, Schwere Körperstrafen usw. befürworten fundamentalistische Islamisten währen, dann würden die den Nahen Osten repräsentieren
Sanguinius schrieb:Du meinst das man die Diktatoren durch Islamisten wie bsp. die Muslimbrüder in Ägypten ersetzt hat? Ein Frühling ist wohl was anderes.
Sanguinius schrieb:Mal unter uns beiden, für dich sind doch Kinderehen/Zwangsehen, Ehrenmorde und Co. auch keine Werte und Normen die vertretbar sind.
Abgesehen davon kann doch jeder in seiner Heimat wo er ist so leben wie er will. Wenn die Menschen im Nahen Osten gerne Scharia, Islam und eine Theokratie haben wollen sollen sie dort doch eine haben. Ich werde nicht dorthin gehen und verlangen das sie sich ändern sollen, andersrum verlange ich es aber auch von ihnen.
Muhahaha, wer hat Angst vorm Muselmann.
Ich hab echt das Gefühl, dass du das was ich dir geschrieben habe mit Absicht ignorierst....
Akzeptier doch einfach, dass die Menschen auch den Wunsch nach Freiheit und Demokratie haben , der Arabische Frühling ist der verdammte Beweis dafür!
Ich versteh auch gar nicht wieso du ständig mit dem Islam ankommst, nur weil die Regierung so strikt ist, heißt es nicht , dass die Menschen genau so sind!
Es ist eben echt beschissen unter einer Diktatur zu leben, meistens hat man keine andere Wahl als zu versuchen durch die Runden zu kommen.
Viele der Arabischen Länder mussten sich erst von den Briten, Spaniern und Franzosen unabhängig machen und das brachte nunmal eine Verzögerung der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung der Länder mit sich.
Nordafrika hatte besonders unter dem Kolonialen Regimen zu leiden,man denke nur an das sehr brutale Besatzungsregime der Franzosen in Algerien. Also, hör endlich auf Birnen mit Äpfeln zu vergleichen!


Arabischer Frühling (arabisch ‏الربيع العربي‎, DMG ar-Rabīʿ al-ʿArabī) oder auch Arabellion[1] bezeichnet eine im Dezember 2010 beginnende Serie von Protesten, Aufständen und Revolutionen in der arabischen Welt, welche sich, ausgehend von der Revolution in Tunesien, in etlichen Staaten im Nahen Osten (Maschrek/Arabische Halbinsel) und in Nordafrika (Maghreb) gegen die dort autoritär herrschenden Regime und die politischen und sozialen Strukturen dieser Länder richten.

Getragen werden die Proteste von einer breit gefächerten Bewegung, der verschiedenste soziale Schichten abseits der Regimeelite, sowohl Linke als auch Bürgerliche, Säkulare wie auch Christen und Muslime – darunter teils auch Mitglieder der fundamentalistischen Muslimbruderschaft – angehören. An Protesten teilnehmende Mitglieder der Muslimbruderschaft haben in Ägypten dazu unter anderem von einer Einführung der Scharia Abstand genommen.[123] Anführer von religiös-fundamentalistischen Organisationen haben hingegen Probleme, sich gegenüber den arabischen Protesten zu positionieren, oder stehen (z. B. Anführer der Hamas) diesen ablehnend gegenüber, obwohl auch sie in Opposition zu den Regimen stehen. Nach Einschätzung des norwegischen Historikers Brynjar Lia liegt der Grund darin, dass die Protestbewegungen gewaltfrei, populär, überwiegend säkular und integrativ sind.
Sanguinius schrieb:Nachholen? Mitm alten Ägypten und Weinanbau vor 2600 Jahren? Das sich so mancher Dichter und Maler von "Traumwelten" die sie sich im Orient vorstellten inspirieren lies ja schön und gut. Die Frage ist doch vielmehr welche großen künstlerischen Leistungen kommen heute und in der Vergangenheit aus dem was man so den islamischen Kulturkreis nennt.
Wenn es da nicht viel mehr als die zwei gibt die du da genannt hast ist das im vergleich dazu was heute an Literatur und Kust aus Fernost und Amerika kommt lächerlich.
Geh beispielsweise einfach mal in eine richtig große Bücherei/Buchladen und dann schau mal wieviele Werke du von Schriftstellern ausm Nahen Osten findest. Ich für meinen Teil bin öfters in welchen, immer auf der Suche nach neuem Lesestoff aber die Bücher kommen irgendwie nie von dort. Sie dir alternativ auch einmal die Liste der Nobelpreisträger für Literatur und die Wissenschaften an.
Scheint dir schwer zu fallen , einzusehen, dass der Wein ursprünglich aus dem antiken Persien kommt und Mathematik aus dem alten Ägypten....oder ist es doch trotzdem eine rein deutsche Sache?
Aber okay, wenn du den Grund wissen möchtest, wieso kaum Schriftstücke aus dem Nahen Osten zu finden sind, dann lies dir das durch :

Besonders für Fremde tritt das Phänomen hinzu, daß die moderne arabische Literatur nicht nur sehr schwer zu erarbeiten ist, sondern auch kaum erforscht wird. Wer zum Beispiel in Deutschland Orientalistik studiert, findet kaum Professoren, die sich auf die moderne arabische Literatur spezialisiert haben. Forschungsliteratur ist rar, es gibt nur einige Aufsatzsammlungen und kleinere Dissertationen – aber derzeit gibt es auf dem deutschen Buchmarkt keine einzige Gesamtdarstellung der arabischen Literatur, geschweige denn der modernen. Und um hier nur einen Aspekt der Schwierigkeit anzudeuten: Schon bei der Frage, wo die „moderne“ arabische Literatur überhaupt beginnt, scheiden sich die Geister

Da es professionelle Scouts und Agenten wie für die Literaturen der anderen großen Weltsprachen nicht gibt, hat die arabische Literatur derzeit ein eklatantes Vermittlungsproblem. Nahezu die gesamte Vermittlungsarbeit ruht auf den Schultern der wenigen Übersetzer, die damit naturgemäß überfordert sind

http://www.goethe.de/ins/eg/prj/mal/arl/ein/de161137.htm

Wusstest du, dass Goethes Vorbild ein persicher Dichter namens Hafes war war :

„Wer sich selbst und andre kennt wird auch erkennen Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen.“ (Goethe) Eingeweiht im Jahr 2000 durch die Präsidenten Irans und Deutschlands, Mohammad Chātami und Johannes Rau, erinnern die zwei Stühle an die Begegnung Goethes mit dem Werk des persischen Nationaldichters Hafis (1326–1390). Ein Symbol für kulturelle Toleranz. Es handelt sich hierbei um eine Schenkung der UNESCO an die Stiftung Weimarer Klassik

Und was die Sache mit den Nobelpreisträgern angeht :

Willst du jetzt einen Penisvergleich in Kultur zwischen Orient und Okzident anfangen?

Die ägyptische Hauptstadt Kairo ist die größte Stadt Afrikas und seit Jahrhunderten als Zentrum von Kultur, Wissenschaft und Handel bekannt. Ägypten hat zudem die höchste Anzahl von Nobelpreisträgern in Afrika und der gesamten arabischen Welt. Einige in Ägypten geborene Politiker nehmen wichtige Positionen in großen internationalen Organisationen ein, wie Boutros Boutros-Ghali in der UN und Mohammed el-Baradei in der IAEA.
Sanguinius schrieb:Übrigends ich beurteile nicht inner- und außereuropäisch nach europäischen Vorstellungen, sondern eher außer- und innerislamisch aus außerislamischen Vorstellungen ;)
Ja und dein Maßstab ist das aufgeklärte Abendland, denn die Leute dort haben immerhin mehr Preise abgestaubt!!!
Schön wenn es dir mehr um den Prestige geht als um die Menschen, klingt fast nach Wilhelm 2. .


melden
132 Mitglieder anwesend
Konto erstellen
Allmystery Newsletter
Alle zwei Wochen
die beliebtesten
Diskussionen per E-Mail.

Themenverwandt