socialme schrieb:Fast die Hälfte der Bürgergeldbezieher befindet sich in der Grundsicherung, nennt man es ja seit neustem. Das sind auch viele Aufstocker dabei.
Das sind so 2,5 Millionen, etwa. Dem stehen 6,5 Millionen Menschen ohne Pass gegenüber die hier arbeiten.
socialme schrieb:in Deutschland.
Das hilft nicht. Wenn du z.B. im Arbeitsamt, als Security in einer Asylunterkunft oder ähnliches arbeitest, dann könnte ich sogar verstehen, warum du "nur" die Probleme siehst.
socialme schrieb:sind es wirklich Arbeitsmigranten die hierhin kommen um im Pflegebereich zu arbeiten?
Zum allergrößten Teil: ja. Die werden ja aktiv angeworben, vom Staat, von Unternehmen, denen wird hier die Ausbildung ermöglicht usw. usf.
socialme schrieb:Unterkunft, Sprachkurse, Lebenshaltungskosten, medizinische Versorgung etc. das kostet erstmal Geld.
Die Leute die hierher zum arbeiten kommen erhalten keine Unterkunft, denen werden keine Lebenshaltungskosten bezahlt, medizinische Versorgung - ja klar, aber da verursachen die nun minimalste Kosten und Sprachkurse sollte ohnehin jeder bekommen der sie braucht. Das bringt ja für alle mehr, als es kosten mag, in Euro aber auch immateriell.
Du argumentierst so als ob
jeder Migrant Kosten verursacht. Das ist schlicht falsch und du hattest dich bei ner Grünen über Pauschalisierung beklagt die im Zitat nicht mal so auftauchte sondern nur in deinem Verständnis. Dafür betreibst du selbst ausufernde Pauschalisierung - gegen Migranten.
socialme schrieb:seit 2015 wandern immer mehr oder weniger Menschen nach Deutschland ein. Und wir haben immer noch das gleiche Problem. Scheinbar ist das keine wirklich gute Lösung, immer weiter Menschen aufzunehmen, und trotzdem einen Fachkräftemangel zu beklagen.
Du kannst auch nicht jede Migrationsbewegung zusammenrechnen und so tun als sei das ein Problem. Kriegsflüchtlinge aufzunehmen ist ein Gebot der Menschlichkeit. Wie bei den Ukrainern und den Syrern. Dort kann man hoffen, dass sie sich in den Arbeitsmarkt integrieren, wird aber nie so einfach sein wie bei jemandem der wegen einem Job hierher kam - und nicht weil sein Haus weggebombt wurde.
Bei der tatsächlichen Zuwanderung in den Arbeitsmarkt, da sind wir die letzten Jahrzehnte nie dort gewesen wo wir sein müssten um auch nur den Mangel auszugleichen. Und selbst die, die hierherkommen gehen viel zu häufig wieder. Dabei ist verbreitete Xenophobie, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Islamophobie usw. einer der wesentlichen Treiber.
socialme schrieb:die logische Konsequenz sollte sein, diese Menschen ans Arbeiten zu bekommen, als immer weitere aufzunehmen und das Problem weiter zu verschärfen
Bei der Arbeitsmigration macht es Null Sinn von "Aufnahme" zu sprechen. Die sind eher "angeworben". Die wollen wir hier haben und ja natürlich brauchen wir diese Zuwanderung definitiv auch weiterhin. Ein Stopp würde unweigerlich schwerste Konsequenzen haben, gerade im pflegerischen Bereich.
Die Idee dafür dort Flüchtlinge "hineinzustopfen" ist weltfremd. Nicht jeder kann diesen Job, nicht jeder Flüchting darf überhaupt arbeiten und nicht jeder Füchtling kann arbeiten.
Die Pflege muss immer herhalten wenn es irgendwo Arbeitslose gibt, die sollen dann gefälligst dorthin wechseln.