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Bündnis 90/Die Grünen

34.732 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Politik, Deutschland, Partei ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Bündnis 90/Die Grünen

um 10:27
Zitat von socialmesocialme schrieb:Asylanten? Die beziehen keine Grundsicherung...
Das sind deine Empfänger von Grundsicherung ohne deutschen Pass.
Zitat von socialmesocialme schrieb:hast du da eine Statistik, ich konnte dazu leider nichts finden.
Wirste auch nix zu finden, ist schlicht zu unterschiedlich. Ein Teil läuft innerhalb der EU, ein Teil über staatliche Anwerbeverfahren (Indonesion, Indien, Tunesien, Philippinen etwa über das Triple Win Verfahren), ein Teil läuft über private Anwerbeunternehmen.
Für Nicht EU Bürger ist das Prozedere etwa das sie vor Ankunft Deutsch auf B1 Niveau lernt, Vertrag zum Beispiel mit einem deutschen Pflegeheim und dann Visa - dauert etwa 6 Monate bis ein Jahr.
Dann kommen sie hierher und arbeiten idR erstmal als Hilfskräfte, bis ihre Ausbildung anerkannt ist - dauert auch gerne nochmal ein Jahr.

Nochmal anders sieht es aus, wenn die hier die Ausbildung machen. Aber auch dort: in der Pflege wird die Ausbildung vergütet. Es gibt nie den Punkt wo diese Leute erstmal hierher kommen, ihnen Unterkunft usw. bezahlt wird und dann erstmal Deutsch lernen um dann irgendwann in der Pflege zu arbeiten. Das wäre ein Szenario für einen Flüchtling.
Zitat von socialmesocialme schrieb:sehe ich auch so. Trotzdem können die Menschen in dem Land was sie aufnimmt arbeiten gehen, das eine schließt doch das andere nicht aus.
Wer zum arbeiten hierher kommt (oder irgendwo hin geht) bereitet sich darauf vor. Lernt die Sprache, weiß in etwa was kulturell auf ihn zukommt, bereitet seine ganzen Verpflichtungen darauf vor und kommt in guter Erwartung.
Ein Flüchtling kann sich nicht so vorbereiten, hat vermutlich seine ganzen Qualifikationen nicht parat, muss hier erstmal die Sprache lernen und das auch noch bescheinigt bekommen, hat Trauma durch Krieg und Flucht hinter sich, Familienmitglieder um die er sich kümmern muss. Klar, es ist für ihn und für uns toll, wenn er einen vernünftigen Job bekommt. Aber auch nicht verwunderlich, wenn das nicht klappt.
Zitat von socialmesocialme schrieb:In Polen z. B. arbeitet der überwiegende Teil der Ukrainer, warum ist das bei uns immer so schwierig?
Fängt schon bei der Sprache an, Polnisch und Ukrainisch gehören zumindest zur gleichen Sprachfamilie, kulturell sind die auch nahe beinander. Ist deutlich einfacher als für einen Ukrainer in Deutschland anzufangen. Dazu kommt die gefürchtete deutsche Bürokratie und unser hohes Ross wenn es um Qualifikationen geht. Am Ende spielt sicher auch der finanzielle Druck eine Rolle. Vielleicht solltest du an der Stelle mal mit ukrainischen Flüchtlingen reden, wie sie das hier erleben, statt dich einfach darüber zu echauffieren das die hier nicht arbeiten aber in Polen schon?
Zitat von socialmesocialme schrieb:da hast du recht, es ging mir um die Gesamtkosten, im weiten Sinne, sind Asylanten ja auch Migranten.
Es ist schlicht "über einen Kamm" scheren alle Einwanderung zusammen zu nehmen und alle Kosten irgendwie zu verquirlen. Flüchtinge und Arbeitsmigration sind zwei völlig unterschiediche Paar Schuhe, der Inder mit B1 Niveau und Vertrag im Altenheim ist ne andere Kiste als der Syrer der ohne Papiere nach wochenlanger Flucht hier ankommt.


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Bündnis 90/Die Grünen

um 10:49
Was mir immer noch nicht klar ist, wenn die Grünen sich so sehr Arbeitskräfte aus Migration wünschen, welche sind die Anreize die sie setzen wollen?
Arbeiter haben keinerlei Vorteile in diesem Land...also wozu/wie? Gibt es irgendwo das Grüne Manifest an Ausländer warum sie hier hierher kommen und arbeiten sollen?


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Bündnis 90/Die Grünen

um 10:49
Zitat von paxitopaxito schrieb:Das sind deine Empfänger von Grundsicherung ohne deutschen Pass.
sie erhalten Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, das ist doch etwas völlig anderes, als die jetzige Grundsicherung, ehemals Bürgergeld.
Zitat von paxitopaxito schrieb:irste auch nix zu finden, ist schlicht zu unterschiedlich. Ein Teil läuft innerhalb der EU, ein Teil über staatliche Anwerbeverfahren (Indonesion, Indien, Tunesien, Philippinen etwa über das Triple Win Verfahren), ein Teil läuft über private Anwerbeunternehmen.
wir führen für alles eine Statistik, verwundert mich schon, dass es dazu keine genaueren Angaben gibt.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ein Flüchtling kann sich nicht so vorbereiten, hat vermutlich seine ganzen Qualifikationen nicht parat, muss hier erstmal die Sprache lernen und das auch noch bescheinigt bekommen, hat Trauma durch Krieg und Flucht hinter sich, Familienmitglieder um die er sich kümmern muss. Klar, es ist für ihn und für uns toll, wenn er einen vernünftigen Job bekommt. Aber auch nicht verwunderlich, wenn das nicht klappt.
für die erste Zeit sicherlich. Nach einer gewissen Zeit, kann Untätigkeit zu Konflikten führen. Daher müsste mMn mehr darauf hingearbeitet werden, z. B. die Menschen mit Duldung, ans Arbeiten zu bekommen.
Zitat von paxitopaxito schrieb:du an der Stelle mal mit ukrainischen Flüchtlingen reden, wie sie das hier erleben, statt dich einfach darüber zu echauffieren das die hier nicht arbeiten aber in Polen schon?
habe ich tatsächlich in der Familie, die auch aus erster Hand berichten kann, was natürlich nicht repräsentativ ist :).


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Bündnis 90/Die Grünen

um 10:52
Migrantinnen und Migranten sollten jedoch nicht nur als Arbeitskräfte gesehen werden, betonte Sziborra-Seidlitz. "Wir sehen doch, wie wunderbar sie unser Land machen. Wir sehen doch - wenn man in Magdeburg, in Halle, aber auch in kleineren Städten unterwegs ist - wie sehr Menschen mit Migrationshintergrund auch zu unserem Leben beitragen." Sie lebten hier, zahlten Steuern, seien Nachbarn, Freunde "und die machen unser Land so großartig, wie es ist".
Quelle: https://www.focus.de/politik/deutschland/landtagswahl-in-sachsen-anhalt-im-ticker-experte-afd-unterstuetzung-in-allen-bevoelkerungsgruppen_a8a4a65f-2137-4a3b-a6f4-9b3655288733.html

@socialme

Sie hat ja Essen-Altendorf und Altenessen, Duisburg Marxloh, Gelsenkirchen-Ückendorf, Hagen, Offenbach, Berlin-Neukölln irgendwie vergessen ebenfalls zu erwähnen.
Wenn das großartig sein soll, wäre es eine Großartigkeit, die sich mir nicht recht erschließen mag.


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Bündnis 90/Die Grünen

um 10:57
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Arbeiter haben keinerlei Vorteile in diesem Land...also wozu/wie? Gibt es irgendwo das Grüne Manifest an Ausländer warum sie hier hierher kommen und arbeiten sollen?
Welche Vorteile haben Arbeitnehmer hier nicht? Wenn du damit meinst, dass Deutschland im internationalen Wettbewerb um Fachkräfte attraktiver werden muss, kann man darüber reden. „Arbeitnehmer haben keinerlei Vorteile in diesem Land“ ist allerdings eine ziemlich gewagte Prämisse.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Sie hat ja Essen-Altendorf und Altenessen, Duisburg Marxloh, Gelsenkirchen-Ückendorf, Hagen, Offenbach, Berlin-Neukölln irgendwie vergessen ebenfalls zu erwähnen.
Wenn das großartig sein soll, wäre es eine Großartigkeit, die sich mir nicht recht erschließen mag.
Was genau soll die Aufzählung dieser Stadtteile eigentlich widerlegen? Dass Menschen mit Migrationshintergrund hier leben, arbeiten, Steuern zahlen und Teil unserer Gesellschaft sind? Oder dass es in einigen Stadtteilen soziale Probleme gibt? Das sind zwei völlig verschiedene Aussagen.

Ich kenne Essen-Alten­dorf, Marxloh, Ückendorf usw. ziemlich gut – und ja, ich kenne auch die Probleme dort. Ich sehe aber eben auch täglich die andere Seite: Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund, die arbeiten, Steuern zahlen und ihren ganz normalen Alltag leben. Die Probleme einzelner Stadtteile zum Gegenbeweis für den gesellschaftlichen Beitrag von Millionen Menschen zu machen, ist schon eine ziemlich selektive Betrachtung.


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Bündnis 90/Die Grünen

um 10:59
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Sie hat ja Essen-Altendorf und Altenessen, Duisburg Marxloh, Gelsenkirchen-Ückendorf, Hagen, Offenbach, Berlin-Neukölln irgendwie vergessen ebenfalls zu erwähnen.
Was davon liegt in sachsen-anhalt? Sie spricht im wahlkampf der landtagswahl nicht von deutschland. "Land" bezieht sich hier auf das bundesland :shrug:


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