Bündnis 90/Die Grünen
um 10:27Das sind deine Empfänger von Grundsicherung ohne deutschen Pass.socialme schrieb:Asylanten? Die beziehen keine Grundsicherung...
Wirste auch nix zu finden, ist schlicht zu unterschiedlich. Ein Teil läuft innerhalb der EU, ein Teil über staatliche Anwerbeverfahren (Indonesion, Indien, Tunesien, Philippinen etwa über das Triple Win Verfahren), ein Teil läuft über private Anwerbeunternehmen.socialme schrieb:hast du da eine Statistik, ich konnte dazu leider nichts finden.
Für Nicht EU Bürger ist das Prozedere etwa das sie vor Ankunft Deutsch auf B1 Niveau lernt, Vertrag zum Beispiel mit einem deutschen Pflegeheim und dann Visa - dauert etwa 6 Monate bis ein Jahr.
Dann kommen sie hierher und arbeiten idR erstmal als Hilfskräfte, bis ihre Ausbildung anerkannt ist - dauert auch gerne nochmal ein Jahr.
Nochmal anders sieht es aus, wenn die hier die Ausbildung machen. Aber auch dort: in der Pflege wird die Ausbildung vergütet. Es gibt nie den Punkt wo diese Leute erstmal hierher kommen, ihnen Unterkunft usw. bezahlt wird und dann erstmal Deutsch lernen um dann irgendwann in der Pflege zu arbeiten. Das wäre ein Szenario für einen Flüchtling.
Wer zum arbeiten hierher kommt (oder irgendwo hin geht) bereitet sich darauf vor. Lernt die Sprache, weiß in etwa was kulturell auf ihn zukommt, bereitet seine ganzen Verpflichtungen darauf vor und kommt in guter Erwartung.socialme schrieb:sehe ich auch so. Trotzdem können die Menschen in dem Land was sie aufnimmt arbeiten gehen, das eine schließt doch das andere nicht aus.
Ein Flüchtling kann sich nicht so vorbereiten, hat vermutlich seine ganzen Qualifikationen nicht parat, muss hier erstmal die Sprache lernen und das auch noch bescheinigt bekommen, hat Trauma durch Krieg und Flucht hinter sich, Familienmitglieder um die er sich kümmern muss. Klar, es ist für ihn und für uns toll, wenn er einen vernünftigen Job bekommt. Aber auch nicht verwunderlich, wenn das nicht klappt.
Fängt schon bei der Sprache an, Polnisch und Ukrainisch gehören zumindest zur gleichen Sprachfamilie, kulturell sind die auch nahe beinander. Ist deutlich einfacher als für einen Ukrainer in Deutschland anzufangen. Dazu kommt die gefürchtete deutsche Bürokratie und unser hohes Ross wenn es um Qualifikationen geht. Am Ende spielt sicher auch der finanzielle Druck eine Rolle. Vielleicht solltest du an der Stelle mal mit ukrainischen Flüchtlingen reden, wie sie das hier erleben, statt dich einfach darüber zu echauffieren das die hier nicht arbeiten aber in Polen schon?socialme schrieb:In Polen z. B. arbeitet der überwiegende Teil der Ukrainer, warum ist das bei uns immer so schwierig?
Es ist schlicht "über einen Kamm" scheren alle Einwanderung zusammen zu nehmen und alle Kosten irgendwie zu verquirlen. Flüchtinge und Arbeitsmigration sind zwei völlig unterschiediche Paar Schuhe, der Inder mit B1 Niveau und Vertrag im Altenheim ist ne andere Kiste als der Syrer der ohne Papiere nach wochenlanger Flucht hier ankommt.socialme schrieb:da hast du recht, es ging mir um die Gesamtkosten, im weiten Sinne, sind Asylanten ja auch Migranten.




