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Beschneidung ist Körperverletzung

Puschelhasi
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Beschneidung ist Körperverletzung

17.12.2013 um 06:08
@Bone02943
Du redest Blödsinn, ich habe im Gegenteil ganz klar und umfassend aufgeziegt mit dem Statement des ZdJ, dass es erstens völlig ungefaehrlich, gesundheitsfördernd und auch aus Sicht der Religion unabdingbar und zeitlich klar festgelegt ist.

Weitere Unwahrheiten solltest du dir gut überlegen.


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Beschneidung ist Körperverletzung

17.12.2013 um 06:14
Puschelhasi schrieb:Du redest Blödsinn, ich habe im Gegenteil ganz klar und umfassend aufgeziegt mit dem Statement des ZdJ, dass es erstens völlig ungefaehrlich, gesundheitsfördernd und auch aus Sicht der Religion unabdingbar und zeitlich klar festgelegt ist.
Was ist denn Blödsinn?
Die Menschen mit Komplikationen sprechen da eine andere Sprache. Es ist weder gesundheitsfördernd und noch ist so ein Eingriff ungefährlich. Aus Sicht der Religion gibts aber genug Menschen die "zu spät" beschnitten wurden. Kommen die dann wie du selbst, alle nicht ins Himmelreich?

Du versperrst dir selbst die Sicht vor Komplikationen, du würdest dein Kind ohne weiteres dazu hergeben ohne an die Komplikationen zu denken, und genau das ist extrem falsch.


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Puschelhasi
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Beschneidung ist Körperverletzung

17.12.2013 um 06:17
Wer also diese Praxis verbietet richtet sich ganz klar gegen das GG und gegen jüdisches und muslimisches Leben in Deutschland.

Gottlob hat der gesetzgeber eine Regelung verabschiedet, die dieses Grundrecht sichert.

Wem das nicht passt, der muss seinen Pillermann ja auch nicht beschneiden lassen, keine Angst es werden keine fahrenden Schnippelsemiten durch die Lausitz marodieren. ;)


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Beschneidung ist Körperverletzung

17.12.2013 um 06:25
Puschelhasi schrieb:Wer also diese Praxis verbietet richtet sich ganz klar gegen das GG und gegen jüdisches und muslimisches Leben in Deutschland.
Nazikeule?

Les mal unser GG, in dem steht ganz klar das auch Kinder ein Recht auf körperliche Unversehrtheit haben.

Ich finde es sogar sehr förderlich das trotz unserer Vergangenheit noch immer Juden in Deutschland leben. Auch find ich Muslime nicht kategorisch schlecht. Ganz ehrlich ich mag sogar "multikulti".

Aber Zwangsbeschneidung an Kindern lehne ich ab und werde es auch immer ablehnen.
Puschelhasi schrieb:Gottlob hat der gesetzgeber eine Regelung verabschiedet, die dieses Grundrecht sichert.
Das ist nicht richtig. Die bücklige Regierung hat das GG übergangen und die Körperverletzung an Jungen, durch eine nicht medizinisch notwendige Operation am Penis erlaubt.
Puschelhasi schrieb:Wem das nicht passt, der muss seinen Pillermann ja auch nicht beschneiden lassen,
Das sage mal bitte den Zwangsbeschnittenen Kindern... *ohne Worte*
Puschelhasi schrieb: keine Angst es werden keine fahrenden Schnippelsemiten durch die Lausitz marodieren. ;)
Ich habe keine angst vor "fremdem Glaube und fremder Kultur". ;)
Mich stört nur der Zwang dieser Penisbeschneidung an wehrlosen Kindern.


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Beschneidung ist Körperverletzung

17.12.2013 um 06:37
Tja scheiße, bin ich wohl zu glatt um sich daran zu reiben... ;)


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Puschelhasi
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17.12.2013 um 07:03
@Bone02943

Wie kommst du darauf, dass z.b. jüdische oder muslimische Gläubige fremd sind oder einer fremden Kultur angehören?

Lässt unfreiwillig tief blicken, gell?
Bone02943 schrieb:Tja scheiße, bin ich wohl zu glatt um sich daran zu reiben... ;)
Tja, scheisse, wer stolz darauf ist sich hier mit Glattheiten durchzuwinden, der braucht sich wirklich nicht wundern wenn auch dem Letzten hier klar wird, was deine Agenda hier ist.

Danke für dieses entlarvende Statement.


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rockandroll
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Beschneidung ist Körperverletzung

17.12.2013 um 07:17
@Puschelhasi
geht glatt als fisch durch, gell :D

die haben ja bekanntlich nicht so das grosse Denkvermögen, und sind quasie ausschliesslich von ihrem vegetativen Nervensystem gesteuert, hehe.. lässt tiefer blicken, als vermutet ;)


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Beschneidung ist Körperverletzung

17.12.2013 um 08:26
Ich schließe mich hier der Meinung @SethSteiner und @Bone02943 an. Das ist aber eine Endlose Diskussion. Die nie,zumindest solange es Religionen gibt, zum Ende kommen wird. Daher widme ich mich lieber wieder anderen Themen.


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Beschneidung ist Körperverletzung

17.12.2013 um 09:45
@Puschelhasi
Puschelhasi schrieb:und bist nicht gewillt Quellen und Statements anzuerkennen, selbst wenn sie von solchen hochkaraetigen Kreisen wie dem ZdJ kommen
Der ZdJ hat in der Frage um den medizinischen Aspekt der Bescheidung genauso viel Kompetenz, wie der Verein der glücklichen Taubenzüchter bei der Frage der Verteilung der Edelgase in Asteroiden. Zumal er ja nicht der Oberguru aller Juden ist, auch wenn er es gerne so aussehen lässt.

Aber las uns doch mal die Argumente aufführen:

Es ist hygienischer.
Genauso hygienisch wie sich die Zähne zu entfernen, nur um sie nicht putzen zu müssen. Es gibt da seit neustens eine tolle Enddeckung. Man nennt es Wasser und Seife.

Es hat einen positiven sexuellen Effekt.
Stimmt erstens nicht, da das Entfernen der Vorhaut und die dadurch resultierende Abstumpfung der Eichel, ein Fühlverlust zur Folge hat, ganz zu schweigen von den abgetrennten Nerven in der Vorhat. Und zweitens: Was geht den Eltern die Sexualität ihrer Kinder an? Vor allen: Sexualität bei acht Wochen alten Kindern? Sind jetzt gänzlich die Sicherungen durchgebrannt?

Es ist jeher Tradition.
Es gibt für das Aufbringen von Argumenten gewisse Regeln. Eine davon ist z.B., dass eine Ausführung nicht mit sich selbst begründet werden kann. Etwas zu begründen, indem man sagt: Es wurde vorher auch schon so gemacht. Ist nur eine Weiterführung dessen. Ansonsten würden auch Fragen aufkommen wie: Warum scheißen wir nicht mehr von Bäumen? Oder: Warum erlegen wir unsere Beute nicht mehr mit dem Speer?

Es ist ein religiöser Bestandteil.
Hier ist auf das Video zu verweisen, was ich vor kurzem gepostet habe. Und lass dich nicht von der Warnung abschrecken, man kommt deshalb nicht in die Hölle.


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Beschneidung ist Körperverletzung

17.12.2013 um 10:53
Puschelhasi schrieb: und bist nicht gewillt Quellen und Statements anzuerkennen, selbst wenn sie von solchen hochkaraetigen Kreisen wie dem ZdJ kommen, da frage ich mich wie jemand so vernagelt sein kann
Verzeihung, aber der ZdJ ist nicht die Instanz der letztendgültigen Wahrheit auf der Erde. Man kann auch über dessen Argumente diskutieren, wie über die Argumente anderer Interessenvertreter, ob religiös oder weltlich.

Leider habe ich auf meine Entgegnung keine Antwort von Dir bekommen, und auch den Artikel aus der FAZ, den ich verlinkt habe, hast Du übergangen.

Ich halte es übrigends überhaupt nicht für zwingend notwendig, daraus eine pro oder contra Judentum/Islam Diskussion zu machen. Eine Religion ist kein statisches Element, sondern sie verändert sich mit der Zeit und der geselslchaftlichen Entwicklung zwangsläufig. Deshalb gibt es ja auch in jeder Religion gemässigtere und orthodoxere Gruppen, reformatorische und konservative.
Davon geht eine Religion nicht kaputt - im Gegenteil.

Die Diskussion dreht sich ja im Grunde nur um einen Aufhänger und handelt meines Erachtens von viel grundlegenderen Fragen: wie sehr darf Religion eine Gesellschaft bestimmen? Ab welchem Punkt stehen religiöse Rechte und Gebote über dem Gesetz, und wo muss das Gesetz die Gebote einschränken?
Wie sehr kann eine Religion sich einer gesellschaftlichen Entwicklung anpassen, ohne ihre Identität zu verlieren?
Die Katholiken deklinieren das am Zölibat durch, ohne dass jeder, der gegen das Zölibat ist, verdächtigt wird, den Katholizismus insgesamt abschaffen zu wollen.
Warum soll die Beschneidung ein Tabuthema werden?
Puschelhasi schrieb:Wie kommst du darauf, dass z.b. jüdische oder muslimische Gläubige fremd sind oder einer fremden Kultur angehören?
@Bone02943 hat lediglich im Zusammenhang mit verschiedenen Religionen von "multikulti" geschrieben. Und davon, dass die verschiedenen Religionen auch verschiedene Gebräuche mit sich bringen, ob Beschneidung oder Ernährungsvorschriften, andere Feiertage oder Bekleidungssitten, handelt doch wohl unter anderem dieser Thread. Man nennt das "Religionskultur", und auch das fällt unter "multikulti".


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Beschneidung ist Körperverletzung

17.12.2013 um 10:57
@Puschelhasi
Puschelhasi schrieb:völlig ungefaehrlich
Stimmt nicht, wurde hier oft genug aufgezeigt, dass es regelmäßig Komplikationen gibt, bis hin zur Todesfolge.
Puschelhasi schrieb:gesundheitsfördernd
Nur im Bezug auf Geschlechtskrankheiten. Außerdem macht eine Beschneidung Kondome nicht überflüssig und wenn eh ein Kondom getragen wird, ist es egal, ob beschnitten oder nicht. Deswegen gilt die WHO-Empfehlung auch nur für AIDS-Gebiete (die u.a. deswegen AIDS-Gebiete sind, weil es da mit den Kondomen nicht so weit her ist). Da dein Wissen in diesem Thema aber offensichtlich nicht über das Nachplappern des ZdJ-Teils hinausgeht, kannst du das natürlich nicht erfassen.

Mal abgesehen davon, dass es absolut krank ist, Babys wegen möglicher Geschlechtskrankheiten schon zu beschneiden.

Wieso ich das schreibe? Keine Ahnung. Du bist ja eh mit allem überfordert, was nicht vom ZdJ geschrieben wurde, so dass du alles darüber hinausgehende tunlichst ausblendest.

Wieviel kriegst du eigentlich dafür gezahlt? Denn jemand, der fähig ist, sich hier einen Account zu erstellen, müsste eigentlich intelligent genug sein, die Halbwahrheiten und das Weggelassene in dem ZdJ-Teil zu erkennen.


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Beschneidung ist Körperverletzung

17.12.2013 um 11:00
cejar schrieb:
o, ich kann Deiner unbelegten Meinung glauben - Klitorisvorhaut etc
Wikipedia: Klitorisvorhaut
Wikipedia: Klitorisvorhautreduktion

Nur so als grober Überblick für dich, weiterführende Links sind in den Artikeln angegeben.

Die Beschneidung der Klitorisvorhaut gilt auf jeden Fall als Genitalverstümmelung.


cejar schrieb:
ich glaube Puschelshasis Auszug aus einem WHO-Bericht.
Mit Textverständnis hast du es nicht so, oder? Er hat keinen WHO-Bericht-Auszug gegeben, sondern einen Artikel des ZdJ, der aus einem WHO-Bericht zitiert.

Dabei wurden so interessante Details ausgelassen, wie dass die WHO-Empfehlung nur für AIDS-Gebiete gilt, wo quasi nach jedem Strohhalm gegriffen wird.
Übrigens gibt es auch Studien mit anderen Ergebnissen.

Mal abgesehen davon, dass für ein 8-Tage altes Baby Geschlechtskrankheiten keinerlei Relevanz haben. Die werden erst relevant, wenn das Kind auch alt genug ist, selber darüber zu entscheiden, ob es sich beschneiden lassen will oder nicht (also auch nicht vergleichbar mit Impfung, wo man ohne noch im Kindesalter dran verrecken kann).

Dazu kommt noch eines: Kondome helfen besser. Und deswegen hat die Empfehlung der WHO auch nur dort Relevanz, wo man nicht so leicht ein Kondome herankommt. In allen anderen Gebieten (bspw. in denen, wo Juden vor allem leben) ändert die Beschneidung entweder überhaupt nichts (weil es mit Kondom so gut wie egal ist, ob beschnitten oder nicht) oder erhöht die Zahl der Krankheitsfälle noch, weil irgendwelche Knallköpfe meinen, mit Beschneidung bräuchte man keine Kondome mehr.

Diese ganze Hygiene- und Gesundsheitsmasche ist nichts weiter als ein erbärmlicher Versuch, eine religiöse Tradition, bei der es einen Scheiß um gesundheitliche Aspekte geht, medizinisch zu rechtfertigen.
ich bestritt nicht das die Klitorisbeschneidung eine Verstümmelung, sondern Deine Aussage, das diese mit der männlichen Beschneidung gleichzusetzen ist.

Und natürlich habe ich gelesen, das der WHO Bericht selbst durch den Zentralrat der Juden zitiert wird, doch macht dies keinerlei Unterschied für meine Aussage.

Der Bericht zeigt deutlich, das es keinerlei negative Aspekte für das Kind gibt, wenn eine Beschneidung unter entsprechenden Umständen durchgeführt wird, also sollte es doch keinerlei Problem darstellen, vor allem für euch als Unbetroffene.

Nun muss man sich natürlich fragen, wieso Ihr die Beschneidung mit so einem Eifer abschaffen wollt - lediglich um das Kindeswohl kann es euch ja nicht gehen, da Ihr gerne in Kauf nimmt, das es in seinem sozialen Umfeld nicht als gleichwertig gilt, da wir ja davon ausgehen, das die Eltern ihre Religion und die Gebote sehr ernst nehmen. Demzufolge ist es eure Intention, diese "Barbarei" aus den Köpfen der Gläubigen zu bekommen, wobei wir alle wissen, das dies nicht geschehen wird. Also gibt es zwei Möglichkeiten: Wir akzeptieren die Beschneidung, natürlich mit Auflagen für Hygiene und Kompetenz des "Beschneiders" oder wir akzeptieren kein jüdisches oder muslimisches Leben in Deutschland.


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Beschneidung ist Körperverletzung

17.12.2013 um 11:06
@Cejar
und die Möglichkeit, Menschen selbst entscheiden zu lassen, ob sie beschnitten sein wollen, lässt Du einfach weg?


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Beschneidung ist Körperverletzung

17.12.2013 um 11:10
@Cejar
Cejar schrieb:ich bestritt nicht das die Klitorisbeschneidung eine Verstümmelung, sondern Deine Aussage, das diese mit der männlichen Beschneidung gleichzusetzen ist.
Dann informiere dich über die Funktionen der Klitorisvorhaut.
Cejar schrieb:Und natürlich habe ich gelesen, das der WHO Bericht selbst durch den Zentralrat der Juden zitiert wird, doch macht dies keinerlei Unterschied für meine Aussage.
Du siehst also keinen Unterschied darin, ob direkt ein WHO-Bericht zitiert wird, oder ob eine Organisation in einem Verteidigungsmachwerk für die Beschneidung auf einen WHO-Bericht verweist und dementsprechend sich das herauspickt, was ihr am nützlichsten ist?
Cejar schrieb:Der Bericht zeigt deutlich, das es keinerlei negative Aspekte für das Kind gibt, wenn eine Beschneidung unter entsprechenden Umständen durchgeführt wird, also sollte es doch keinerlei Problem darstellen, vor allem für euch als Unbetroffene.
Wie krank ist eine Welt, in der das Abtrennen eines von Nerven und Blutgefäßen durchzogenen Körperteils, das eine Schutzfunktion erfüllt, kein negativer Aspekt ist?

Ganz ehrlich? Das ist einfach nur abartig.


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def
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Beschneidung ist Körperverletzung

17.12.2013 um 11:15
Cejar schrieb:Der Bericht zeigt deutlich, das es keinerlei negative Aspekte für das Kind gibt, wenn eine Beschneidung unter entsprechenden Umständen durchgeführt wird, also sollte es doch keinerlei Problem darstellen, vor allem für euch als Unbetroffene.
Wie kann man dermaßen fern der Realität sein?

Wikipedia: Zirkumzision#M.C3.B6gliche_Probleme_und_Komplikationen_durch_die_Beschneidung

Medizinische Komplikationen[Bearbeiten]

Schmerzen und postoperative Beschwerden[Bearbeiten]

Der Eingriff verursacht Schmerzen; diese können einige Tage anhalten. Zur Schmerzbehandlung gibt es zum einen Oberflächenanästhetika wie Lidocain (EMLA) und Benzocain, die als Creme oder Salbe auf die Haut aufgetragen werden, zum anderen eine Leitungsanästhesie des Nervus dorsalis penis per Injektion. Zahlreiche klinische Studien sowie systematische Übersichtsarbeiten der Cochrane Collaboration konnten zeigen, dass eine Oberflächenanästhesie zwar eine Schmerzlinderung herbeiführt, eine wirksame und effektive Schmerzbehandlung jedoch nur mit einer Leitungsanästhesie erreicht werden kann.[142][143][144][145][146]

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat die Indikation der Betäubungssalbe EMLA für die Neugeborenenbeschneidung widerrufen.[147][148]

Weitere akute Komplikationen, wie sie bei jedem operativen Eingriff auftreten können, sind Blutungen und Infektionen durch unsterile Wundversorgung. Weiterhin ist ein postoperativer Wundschmerz möglich sowie Schmerzen beim Wasserlassen (urinieren). Nach der Operation kann sich störendes Reiben an der Kleidung bemerkbar machen; nach einigen Tagen oder Wochen nimmt diese Empfindung bei der Mehrzahl der Operierten ab.

Meatusstenose[Bearbeiten]

Meatusstenose bezeichnet die krankhafte Verengung der Harnröhrenöffnung, welche überwiegend bei Säuglingen und Kleinkindern auftritt. Sie stellt eine der häufigsten Komplikationen infolge der Säuglingsbeschneidung dar.[149][150] Eine Studie aus dem Jahr 2006 fand Meatusstenosen ausschließlich bei vorher beschnittenen Jungen.[149] Die Inzidenzraten nach einer Beschneidung liegen um die 10 Prozent.[150][151] Eine Urodynamische Untersuchung sollte, mit Abstand zur Beschneidung, als Nachuntersuchung durchgeführt werden. Unbehandelt kann eine Meatusstenose, durch erhöhten Fließwiderstand und Harnverhaltung, zu Folgeerkrankungen der Harnorgane wie Hydronephrose und vesikorenaler Reflux führen.[152]

Knotenbildung der Venen[Bearbeiten]

Die dorsale Vene (Vena dorsalis penis superficialis), die beim Mann an der Spitze der Vorhaut beginnt, wird bei der Beschneidung in der Regel, jedoch nicht notwendigerweise, durchtrennt und verästelt sich mit der Zeit neu. Dies kann Knoten entstehen lassen. Erfahrene Operateure klemmen diese Vene deshalb im Zuge der Beschneidung gesondert ab und vernähen ihren Stumpf, um solchen Knoten vorzubeugen.

Verwachsungen[Bearbeiten]

Weiterhin kann es zu einer Verwachsung zwischen der Haut der Eichel mit der umliegenden Penishaut kommen, wodurch eine Hautbrücke entsteht, die bei Bedarf eine ambulant-operative Nachkorrektur erforderlich macht.[153][154]

Eine solche Korrektur ist ebenfalls dringend angeraten, wenn die verbleibende Schafthaut im Zuge der Beschneidung nach dem Abtragen des inneren Vorhautblattes eng an oder sogar auf den Eichelkranz genäht wird, was vor allem bei Kleinkindbeschneidungen durch wenig geübte Operateure gelegentlich vorkommt. Die dadurch möglicherweise entstehenden Hauttaschen können zu Entzündungen und vor allem zu Behinderungen beim Geschlechtsverkehr führen. Zudem ist das Ergebnis, selbst nach operativer Korrektur, eine Beschädigung des Eichelkranzes, die sich sowohl in der Sensibilität als auch im kosmetischen Ergebnis irreversibel negativ auswirkt.

Herpes-Risiko[Bearbeiten]

Das jüdisch-orthodoxe Ritual Metzitzah B'peh (Saugen des Blutes vom Penis des Babys mit dem Mund) ist in den Vereinigten Staaten umstritten, weil es in mehreren Fällen zu Infektionen mit Herpes simplex Typ 1 (HSV-1), Hirnschäden und Tod geführt hat.[155]

Nach Schätzungen der amerikanischen Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention werden innerhalb der rund 250.000 Mitglieder umfassenden Gemeinschaft ultra-orthodoxer Juden in New York pro Jahr etwa 3.600 Neugeborene der traditionellen Art des Eingriffs unterzogen.[47] Der Appell von Michael Bloomberg im Jahr 2005, dem Bürgermeister New Yorks, sich von dieser Praxis zu distanzieren, wurde mit der Begründung, die oral-genitale Beschneidung sei sicher, abgelehnt.[156]

Todesfälle[Bearbeiten]

Douglas Gairdner berichtete 16 bis 19 Todesfälle in England und Wales durch neonatale Beschneidungen in den 1940er Jahren.[157] Sydney Gellis bemerkte 1978, dass aus seiner Sicht mehr Todesfälle durch Komplikationen durch Beschneidung auftreten als Fälle von Peniskrebs.[157]

Öffentlich überlieferte Todesfälle in unmittelbarem Zusammenhang mit einer Zirkumzision sind unter anderem:

im Juni 2008 in Italien[158]
am 16. April 2010 in Manchester[159]
im Juni 2012 in New York[160]
In Afrika kommt es zu zum Teil drastischen Anzahlen von Todesopfern durch rituelle Beschneidungsfeiern:

bis zu 23 im Mai 2012 in der nordöstlichen Provinz Mpumalanga, Südafrika[161]
30 Tote im Juni 2012 in der der Provinz Ostkap, Südafrika[162]

Sonstige Risiken und Komplikationen[Bearbeiten]

In der medizinischen Fachliteratur finden sich Dokumentationen verschiedener Erkrankungen und Fehlbildungen, meist in Form von Fallberichten, die mit unterschiedlicher Inzidenz infolge einer Zirkumzision auftreten können. Es handelt sich überwiegend um seltene Probleme, die oft durch eine nicht sachgerechte Durchführung bedingt sind.

Die Beschneidung kann zu Harnverhaltung mit akutem Nierenversagen,[163] einer Glomerulonephritis (eine Entzündung der Nierenkörperchen),[164] Granuloma[165][166][167] oder auch einem staphylogenen Lyell-Syndrom[168] führen.

Mögliche Fehlbildungen infolge der Beschneidung sind die Penishypoplasie (ein Schrumpfpenis)[169][170][171] oder eine Induratio Penis plastica (Penisschiefstellung).[166]

Daneben gibt es auch die Gefahr ärztlicher Behandlungsfehler mit zum Teil schwerwiegenden Folgen.[172] Der Fall von David Reimer, bei dem der Penis durch ärztlichen Fehler bei der Elektrokauterisation fast vollständig zerstört wurde, erlangte dadurch auch öffentliche Bekanntheit, da der Versuch die geschlechtliche Identität des Jungen zu ändern, indem er wie ein Mädchen aufgezogen wurde, letztlich mit gravierenden Folgen ihn fehlschlug.[173][174][175] Ein ähnlicher Fall wurde im November aus Indien gemeldet, wo ein nicht als Chirurg ausgebildeter Arzt einen Behandlungsfehler beging.[176]

Psychische Folgeprobleme[Bearbeiten]

Laut Goldman (1999) birgt die Beschneidung eines Kindes das Risiko, dass das Kind bewusste und/oder unbewusste psychische Traumata erleidet. Mit der Beschneidung einhergehende Schmerzen, Stress sowie erlebter Kontrollverlust könnten sich negativ auf seine psychische Entwicklung auswirken. So zeigten sich Auffälligkeiten im Verhalten sechs Monate nach dem Eingriff, auch könne die Beziehung zwischen Mutter und Kind beeinträchtigt werden, insbesondere wenn die Beschneidung im Säuglingsalter stattfindet, das entwicklungspsychologisch in die hochsensible Phase der Bildung der Mutter-Kind-Bindung fällt (siehe auch Bindungstheorie).[177]

Timm Hammond, Menschenrechtsaktivist und Gründer der beschneidungskritischen Organisation NOHARMM, publizierte 1999 im British Journal of Urology die Resultate einer von NOHARMM im Rahmen eines Dokumentationsprojektes zwischen 1993 und 1996 organisierten Befragung von beschnittenen, männlichen US-Amerikanern. 94 Prozent der 546 Teilnehmer wurden in der Kindheit beschnitten. Unter anderem ergab die Befragung bei 50 Prozent der Teilnehmer ein niedriges Selbstwertgefühl beziehungsweise das Gefühl von Minderwertigkeit gegenüber „intakten“ Männern.[178]
Zu den Todesfällen hatte ich gestern bereits eine umfängliche Auflistung gepostet, die aber wohl von den Köroerverletzungsbeführwortern geflissentlich überlesen wurden...


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emanon
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Beschneidung ist Körperverletzung

17.12.2013 um 11:21
Es gibt genügend Muslime bei denen ein Umdenken stattgefunden hat und denen die eigenen Kinder mehr wert sind als völlig unreflektiertes Nachplappern und Nachbeten irgendwelcher vorgeblichen Anweisungen imaginärer Götter.
Auch bei den Juden hat das Umdenken begonnen. Man darf sich daher durch hier gerne aufschlagenden religiös gehandicapten Betonköpfe nicht dazu verleiten lassen alle Muslime und alle Juden in dieser Frage in einen Topf zu werfen.


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Beschneidung ist Körperverletzung

17.12.2013 um 11:24
@emanon
Völlig richtig. Genau deshalb erwähnte ich auch, wieso zukünftige Generationen ihre Beschneidung durchaus kritisieren werden und auch schwere, berechtigte Vorwürfe erheben werden.


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Beschneidung ist Körperverletzung

17.12.2013 um 12:13
@tris

haha, jetzt ist es sogar schon abartig...

Du kannst es abartig nennen, @FF kann mir Komplikationen nennen - wir werden uns hier nie einig, genauso wie Ihr zu jeder "Expertenmeinung" eine andere "Expertenmeinung" bringen werdet.

Für mich persönlich ist die Sozialisation eines Menschen wichtig - Meiner Meinung nach ist das Ertragen eines relativ kurzen Schmerzes für die volle Akzeptanz in der Religionsgemeinschaft der Eltern und damit auch deren sozio-kulturelles Umfeld akzeptabel. Ich glaube, das eine Ablehnung, oder das Gefühl des "nicht-dazu-gehörens" innerhalb seines Umfeldes schwerwiegenderer Schäden, wenn auch "nur" emotional, mit sich bringen kann.

Tatsächlich ist es interessant, das es euch nur in soweit um das Kindeswohl geht, in dem es euch in eurer Argumentation nutzt. Vom tatsächlich emotionalen Befinden des Kindes wird hier, zumindest auf den letzten zwanzig Seiten, nicht gesprochen. Also im Endeffekt macht Ihr genau das, was Ihr dem Artikel des ZdJ vorwerft - cherry-picking.

Aber, Ihr könnt euch aufplustern, entrüsten, echauffieren wie Ihr wollt, ich bin tatsächlich froh, das der Gesetzgeber in der Frage auf meiner Linie zu sein scheint, sonst würde es längst gegenteilige Gesetze geben.


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17.12.2013 um 12:23
@Cejar
Cejar schrieb:haha, jetzt ist es sogar schon abartig...
Das Abtrennen eines Körperteils ist ja schon schlimm genug.
Dann aber so wie du daherzukommen und zu behaupten, es gäbe dabei keinen negativen Aspekt, DAS ist abartig, ja.


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17.12.2013 um 12:47
einer 13-jährigen Mitschülerin wurden damals ihre Segelohren angelegt, dabei wurde hinter dem Ohr Haut entfernt - eine rein kosmetische Operation! Abartig würde Tris sagen, für das Mädchen war es ein Segen.


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