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Wie geht es weiter mit der AfD?

70.782 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Wahlen, Partei ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wie geht es weiter mit der AfD?

Wie geht es weiter mit der AfD?

03.09.2019 um 14:59
Zitat von lawinelawine schrieb:Dass die AfD bei den 25-34Jährigen mit 26% / Brandenburg und 30% / Sachsen sogar die meisten Stimmen holte, hätte ich mir nicht träumen lassen.
Das sind alles keine "Wendeopfer", sondern das sind Menschen, die in der Bundesrepublik aufgewachsen sind. In einem freiheitlichen, demokratischen Land ohne Meinungszensur, mit Reisefreiheit, ganz ohne SED und Stasi.
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Das sind vor allem die Leute, die in der Phase sind, in der man normalerweise anfängt Familie und Vermögen aufzubauen und sich langfristig zu binden. Da knallt der Frust dann richtig, wenn man sieht, was so an Abzügen im Orkus verschwindet.
Aber man ist noch geprägt von der Kindheit. Bei vielen Eltern war die Wende ein Schlag ins Kontor - 1989 ist für viele das Leben implodiert. Der Staat, der einem Sicherheit gegeben hat - weg. Das, was man gelernt hat - unnütz. Der Arbeitgeber - abgewickelt.
Von meinen Schulfreunden in Dresden waren viele dabei, bei denen mindestens ein Elternteil auch Langzeitarbeitsloser war. Einige haben nach der Schule keinen Ausbildungsplatz bekommen. Und wenn, dann war der Ausbildungsplatz oft für die Ausbildungsbetriebe nur eine billige Arbeitskraft.
Und wenn man das Glück hatte, nach der Ausbildung übernommen zu werden, gab es nur einen befristeten Arbeitsvertrag ohne dauerhafte Übernahme, weil nach einem Jahr der nächste Azubi auf die Stelle drückte.

Reisefreiheit ist für den Poppes, wenn die Familie kein Geld hat zum reisen.
Meinungsfreiheit ist gut und schön, wenn man aber das Gefühl hat nicht gehört zu werden, dann kann man auch schweigen...

Und wenn man ohne Perspektive (außer als Wirtschaftsflüchtling in die alten Bundesländer zu gehen) ist, dann öffnet man sich eben Rattenfängern die einem erzählen, dass Jemand an der eigenen Situation Schuld ist und es einem besser gehen würde, wenn dieser Jemand weg wäre...


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03.09.2019 um 15:05
Zitat von lawinelawine schrieb:eckhart schrieb:
Die wollen das alles weg haben!
Quatsch.
Die haben einfach die Schnauze voll, dass 30 Jahre nach der Wende immer noch keine Anglrichung stattgefunden hat.
In vielen Bereichen gibt es keinen Tariflohn West, noch nicht mal Tariflohn Ost, sondern Haustarif oder Mindestlohn.
Der selbe Metallbaubetrieb im Westen bekommt jedes Jahr 3% mehr Lohn, der gleiche Betrieb im Osten wird bei auch nur einem Cent mehr gleich mit Insolvenz gedroht. Die verarschen die Leute.
Der Osten wird nie angeglichen werden, das haben die Leute jetzt kapiert und zahlen es den westdeutschen karrieregeilen Berufspolitikern, die keine Ahnung von der Basis haben, jetzt heim.
Kinder und Enkel abgewandert, Schulen, Läden zu. Ärzte weg. 1x am Tag ein Bus. Kaum Polizei, kaum Lehrer etc. Der Frust sitzt tief, abgehängt in allen Bereichen. Darum Protest wählen die.
Nicht weil es Nazis sind, sondern weil die bisherigen Parteien inklusive der ostfreundlichen Linken versagt haben.

Die Wendegeneration, die Wendeopfer, die 89 auf der Strasse waren, bekommen heute Minirente, deren Kinder, die Nachwendeopfer bekommen heute Minimindestlohn.
Danke für nichts.
Protest und nicht Nazi, darum wird so gewählt, wie gewählt wird.


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03.09.2019 um 15:07
Zitat von C4ISRC4ISR schrieb:Ja, CDU SPD FDP Grüne sind reine Westparteien, die bundespolitisch bis heute die Probleme der Ostzone nicht verstanden haben.
Und dann wählt man eine Partei, deren Führungsköpfe aus dem Westen kommen. Klingt legitim...


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03.09.2019 um 15:10
Zitat von C4ISRC4ISR schrieb:Die Wendegeneration, die Wendeopfer, die 89 auf der Strasse waren, bekommen heute Minirente, deren Kinder, die Nachwendeopfer bekommen heute Minimindestlohn.
Danke für nichts.
Protest und nicht Nazi, darum wird so gewählt, wie gewählt wird.
Und aus Protest wählt man eine Partei, die Sonderwirtschaftszonen mit weniger Bürokratie und geringen Auflagen für Unternehmen (=weniger Arbeitnehmerrechte), aber mehr private Vorsorge will. Klingt legitim...


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03.09.2019 um 15:11
Wer hat den der AFD ganz besonders aufs Fahrrad geholfen?

1. Frau Merkel: In der Flüchtlingskrise 2015 hat sie improvisiert, einiges richtig und vieles falsch gemacht. Ich glaube, dass hätten ihr viele Bürger auch zugestanden. Völlig irre war aber im Rahmen des Wahlkampfs zu erzählen, es wäre alles alternativlos gewesen. Das war es nicht. Das weiss jeder. Hätte sie stattdessen eingestanden, dass einiges der Situation geschuldet suboptimal gelaufen ist, man aber an Lösungen arbeite, wäre das schon anders gewesen.

2. Wieder Frau Merkel: Ihr Umgang mit den Angehörigen des Opfers des Breitscheidplatzes zeigte völlige Gefühlskälte gegenüber denen, denen sie eigentlich verpflichtet wäre. Das hätte auch Trump nicht schlechter gemacht.

3. Die Grünen: Von manchen aktuell mit (mir unverständlicher) Begeisterung gewählt, haben im Prinzip klargemacht, für wen sie Politik machen und für wen nicht: Der Handwerksmeister soll zusehen, wie er in die Innenstadt gelangt, dafür wird das Transgender Thema groß gemacht, Drogenhandel soll nicht mehr verfolgt, sondern verwaltet werden etc. Von den Wählern die sich von der SPD abgewendet hatten, haben sich etliche den Grünen zugewandt. Aber Menschen, die glauben, dass Transgender nicht das große Thema sind, die Drogenhandel scheisse finden oder mit ihrem Diesel in die Innenstadt müssen, haben sich einige dann eher einer AFD zugewandt, in der Hoffnung das Heterosexualität weiterhin erlaubt bleibt...

4. Die SPD, die alles dafür tut, sich abzuschaffen und überflüssig zu machen (unglaubwürdig ist sie schon länger) hat auch viele Wähler direkt an die AFD abgetreten

5. Die Linke hat Wähler abgetreten, die ihrem No Border Weltbild nicht folgen wollen


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03.09.2019 um 15:15
Zitat von FichtenmopedFichtenmoped schrieb:Und dann wählt man eine Partei, deren Führungsköpfe aus dem Westen kommen. Klingt legitim...
Das musst du die Wählerschaft fragen, ich bin kein AfD Wähler, aber wenn die bisherigen Parteien versagt haben, probieren die eben die neue.
Es wäre an der Zeit, dass die AfD in Regierungsverantwortung kommt, schade für das betreffende Bundesland, aber diese Partei muss endlich zeigen, ob sie was kann oder eben nicht.
Zitat von FichtenmopedFichtenmoped schrieb:Und aus Protest wählt man eine Partei, die Sonderwirtschaftszonen mit weniger Bürokratie und geringen Auflagen für Unternehmen (=weniger Arbeitnehmerrechte), aber mehr private Vorsorge will. Klingt legitim...
Diese Punkte sind den Wählern nicht bekannt, sie denken diese deutsche Partei ist für uns deutsche.
Dass da westdeutscher Neoliberalismus drinsteckt, wissen die meisten nicht oder ist ihnen egal.

Die AfD ist das Ventil für den ganzen ostdeutschen Frust.


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03.09.2019 um 15:17
Zitat von lawinelawine schrieb:kannst du das belegen?
Mittels der Wortwahl derer, über die Du sprichst!
Leider zitierst Du die nicht.
Daher muss ich mich an die Verlautbarungen der AfD halten, die
"Wir wollen weg vom links-rot-grün-versifften 68er-Deutschland und hin zu einem friedlichen, wehrhaften Nationalstaat",
beinhalten.


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03.09.2019 um 15:18
@lawine
Ja die nachträgliche Analyse , wer wen in welchem Alter gewählt hat und das warum ist mE nach etwas , womit sich vor allem die etablierten jetzt mal befassen sollten. Und es waren eben nicht nur die jungen , nein eben auch die bis 59 jährigen . Also die komplette Spanne der soggn produktivsten Jahre . Habe vorhin gehört, dass 20% der Abiturienten ( im wahlfähigen alter ) AFD gewählt haben . Das muss man sich mal reinziehen. Das zukünftige soggn , bildungsbürgertum . Meist schon privilegiert durch guten sozialen Status.

Ich hoffe inständig, dass sich die etablierten Parteien , die so eine offene Watsche bekommen haben , gern momentan als Warnschuss in den Medien betitelt. , dass diese sich jetzt mal selbst hinterfragen, anstatt sich noch zu feiern , wie toll ihre anti AFD Kampagnen gefruchtet haben . Wie kann man sich applaudieren angesichts solcher Zahlen ? Dieses weiter so, gerade noch mal so geklappt.
Man darf gespannt sein auf das kommende Theater wer ist schuld an was. Fängt ja jetzt schon an. Frau wagenknecht kritisiert die Linken . Die SPD schiebt der AFD ihre tip top Verluste in Die Schuhe.
Bald werden sich die CDU und SPD wieder hacken um Ämter und pöstchen und Prioritäten. Dazu dann noch die Grünen die ihre Wähler nicht enttäuschen dürfen . Und das werden sie müssen in einer Kenia Kombi.
Und alle zusammen schieben die Schuld auf Berlin und natürlich die AFD.

Nur ein paar ganz seltene Exemplare, zB aus der Linken Partei , konnten bisher ehrlich zugeben , wir haben versagt und uns von den Menschen entfernt.

Man wird das Gefühl nicht los, dass sich jetzt alle ganz schnell ins Business as usual stürzen. Bloß nicht mit dem blöden wahlvolk befassen.


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03.09.2019 um 15:19
Zitat von lawinelawine schrieb:Das sind alles keine "Wendeopfer", sondern das sind Menschen, die in der Bundesrepublik aufgewachsen sind. In einem freiheitlichen, demokratischen Land ohne Meinungszensur, mit Reisefreiheit, ganz ohne SED und Stasi.
Das ist nur halbwegs richtig. Tatsächlich sind dies eher Menschen, die von morgens bis nachmittags arbeiten müssen, um sich eine Wohnung, eventuell ein Auto und ein Kind überhaupt leisten zu können. Wenn es überhaupt noch Jobs gibt. Tatsächlich spüren diese Menschen die direkten Folgen von der Wende. Das Problem kann nicht auf eine Generation reduziert werden. Bemerkenswert: Die Christdemokraten überzeugten vor allem ältere Wähler: Bei den 60- bis 69-Jährigen kamen sie auf 38 Prozent, bei den über 70-Jährigen auf 45 Prozent. Die CDU existiert nur noch auf Zeit.


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03.09.2019 um 15:21
Zitat von CalligraphieCalligraphie schrieb:Ich hoffe inständig, dass sich die etablierten Parteien , die so eine offene Watsche bekommen haben , gern momentan als Warnschuss in den Medien betitelt. , dass diese sich jetzt mal selbst hinterfragen, anstatt sich noch zu feiern , wie toll ihre anti AFD Kampagnen gefruchtet haben . Wie kann man sich applaudieren angesichts solcher Zahlen ? Dieses weiter so, gerade noch mal so geklappt.
Lol, als ob. Als nächstes startet erstmal die monatelange SPD-Freakshow im Battle um den Vorsitz, den keiner will. Bei der ganzen Scheiße, die da noch geworfen werden wird, wird kein Hemd sauber bleiben.


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03.09.2019 um 15:31
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:3. Die Grünen: Menschen, die glauben, dass Transgender nicht das große Thema sind, die Drogenhandel scheisse finden oder mit ihrem Diesel in die Innenstadt müssen, haben sich einige dann eher einer AFD zugewandt, in der Hoffnung das Heterosexualität weiterhin erlaubt bleibt...
Die Firma meiner Frau sucht Mitarbeiter nur noch per m/w/d. Dabei hatten die in 30 Jahren kein d. Aber ist jetzt scheinbar Pflicht. Die Männer in der Produktion würden sowas auch ganz schnell wieder rausmobben, versprochen.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:5. Die Linke hat Wähler abgetreten, die ihrem No Border Weltbild nicht folgen wollen
Das ist ja das krasse, die ganzen Wähler, die früher links galten, sollen jetzt alles Nazis sein.
Quasi über Nacht von der roten Sau zum Nazi geworden hahaha.
Das Problem der Linkspartei, grenzenlose All Hands Einwanderung, ist nicht zu verkraften, das weiss der gesunde Menschenverstand.
Was die wollen jeden hier reinlassen? Schnell was anderes wählen!
AfD sagt Danke.
Zitat von JebneetJebneet schrieb:Bemerkenswert: Die Christdemokraten überzeugten vor allem ältere Wähler: Bei den 60- bis 69-Jährigen kamen sie auf 38 Prozent, bei den über 70-Jährigen auf 45 Prozent. Die CDU existiert nur noch auf Zeit.
Funfakt: Die CDU soll in etwa gleich viele Wähler an den Bestatter verloren haben, wie an die AfD.
Ausserdem sind CDU Wähler oft Stammwähler, wobei der Ossi kein Stamm, sondern Wechselwähler ist. Der Ossi ist nicht parteientreu!


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03.09.2019 um 15:45
Zitat von FichtenmopedFichtenmoped schrieb:Aber man ist noch geprägt von der Kindheit. Bei vielen Eltern war die Wende ein Schlag ins Kontor - 1989 ist für viele das Leben implodiert. Der Staat, der einem Sicherheit gegeben hat - weg. Das, was man gelernt hat - unnütz. Der Arbeitgeber - abgewickelt
was hat ein heutiger Jung/Erstwähler mit der DDR zu tun??
den Eltern wurde der Staat genommen -- oder waren es die Eltern, die den Staat DDR nicht mehr wollten?? egal, Hauptsache man kann das Ende der DDR für die Wahlentscheidung heute 18 Jähriger machen.

das wäre für meinen Geschmack eher ein Fall für die Psychotherapie wenn junge Menschen (18-34) ihre Wahlentscheidung von angeblichen Kindheitstraumen abhängig machen.


https://www.spiegel.de/politik/deutschland/ergebnisse-sachsen-wahl-afd-punktet-bei-den-jungen-a-1284494.html#ref=recom-outbrain
Senioren retten die etablierten Parteien

Die CDU wird in Sachsen stärkste Kraft, die SPD in Brandenburg. Ein maßgeblicher Grund dafür: ältere Wähler. Bei den Jungen ist das Ergebnis überraschend.
Zitat von JebneetJebneet schrieb:Tatsächlich sind dies eher Menschen, die von morgens bis nachmittags arbeiten müssen, um sich eine Wohnung, eventuell ein Auto und ein Kind überhaupt leisten zu können. Wenn es überhaupt noch Jobs gibt. Tatsächlich spüren diese Menschen die direkten Folgen von der Wende
es gibt mehr Jobs als Menschen, die arbeiten wollen/können.
Selbstständige müssen landauf landab Fachkräfte langwierig suchen und wenn sie keine finden, macht auch noch der letzte Bäcker, die letzte Schreinerei oder Tischlerei zu.
Handwerk hat goldenen Booden scheint nicht mehr zu gelten.
überall werden händeringend Arbeitskräfte gesucht - vom Friseur über Maurer, Arzt bis zum Ingeneur fehlt es an allen Ecken
Zitat von JebneetJebneet schrieb:Bemerkenswert: Die Christdemokraten überzeugten vor allem ältere Wähler: Bei den 60- bis 69-Jährigen kamen sie auf 38 Prozent, bei den über 70-Jährigen auf 45 Prozent. Die CDU existiert nur noch auf Zeit.
in Sachsen, in Brandenburg findestdu das gleiche Wahlverhalten (Wahlsieger da: SPD)


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03.09.2019 um 15:50
Zitat von C4ISRC4ISR schrieb:Funfakt: Die CDU soll in etwa gleich viele Wähler an den Bestatter verloren haben, wie an die AfD.
Ausserdem sind CDU Wähler oft Stammwähler, wobei der Ossi kein Stamm, sondern Wechselwähler ist. Der Ossi ist nicht parteientreu!
Man kann es auch so sehr drastisch Zusammenfassen: Diejenigen, die Volkswirtschaft mit Ihren Steuern maßgeblich tragen (25-59 Jährige) haben sowohl in Brandenburg als auch in Sachsen die AfD gewählt. Diejenigen, die zunehmend von Transferleistungen leben (ü60 / Rentner) haben für den Status quo votiert und CDU bzw. SPD gewählt. Das sollte mehr als nur zu denken geben. In Brandenburg ist dies auch bei den Berufsgruppen sehr deutlich in Sachsen schwächer aber auch erkennbar. Ich sage es immer wieder: Die CDU und die SPD werden aussterben. Das ist nur noch ein regieren auf Zeit.


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03.09.2019 um 15:51
Zitat von lawinelawine schrieb:was hat ein heutiger Jung/Erstwähler mit der DDR zu tun??
den Eltern wurde der Staat genommen -- oder waren es die Eltern, die den Staat DDR nicht mehr wollten?? egal, Hauptsache man kann das Ende der DDR für die Wahlentscheidung heute 18 Jähriger machen.
Da stimme ich zu. Ich lebe in ner Kleinstadt in Brandenburg und nach meiner persönlichen Erfahrung mit AfD Wählern (und von denen gibts hier ne Menge) is der einzige Grund, warum die AfD wählen: "Wir wollen hier keine Frauen mit Kopftüchern und Männer mit Bärten mehr sehen."
Alles andere is nur Kokolores.

mfg
kuno


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03.09.2019 um 15:52
Zitat von C4ISRC4ISR schrieb:Die Firma meiner Frau sucht Mitarbeiter nur noch per m/w/d. Dabei hatten die in 30 Jahren kein d. Aber ist jetzt scheinbar Pflicht. Die Männer in der Produktion würden sowas auch ganz schnell wieder rausmobben, versprochen.
Ne ganze Fabrik wählt AfD?
Ich denke, die werden auch III.Weg, NPD u.ä. wählen, wenn die so drauf sind!
Gottseidank sind die Firmen die Mobbing positiv finden, dem Untergang geweiht!


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Wie geht es weiter mit der AfD?

03.09.2019 um 15:59
Zitat von JebneetJebneet schrieb:: Die CDU und die SPD werden aussterben. Das ist nur noch ein regieren auf Zeit.
Derzeit haben wir 60-70 zugelassene Parteien plus diverse, die noch nie irgendwo wählbar waren. Regelmâssig lösen sich welche auf, kommen neue hinzu. Wikipedia hat irgendwo ne Liste über Parteien in D.
Warum sollten Parteien auch ewig leben, natürlich werden sich CDU SPD niemals auflösen, sondern als Kleinstpartei weitermachen. In der Geschichte ist auch nicht bekannt, dass sich Parteien ewig halten.

Ein kommen und gehen, ein natürlicher Vorgang.

Auch die Linke wird irgendwann verschwinden und auch die AfD wird irgendwann wieder verschwinden.

Wer weiss, welche Parteien in der nächsten Generation in sind, vll. eine Moslempartei die scheint es noch nicht zu geben, viele haben ja noch nicht die deutsche Staatsangehörigkeit zum wählen, aber von Generation zu Generation werden es mehr und dann gründet einer eine.
In Westdeutschland könnte die locker 50% holen, CDU CSU SPD sind doch nicht in Stein gemeisselt, auch wenn sie immer so tun.


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03.09.2019 um 16:01
Zitat von JebneetJebneet schrieb:Tatsächlich sind dies eher Menschen, die von morgens bis nachmittags arbeiten müssen, um sich eine Wohnung, eventuell ein Auto und ein Kind überhaupt leisten zu können.
dann sollten die "DDR -Eltern" ihren Sprösslingen mal die Wahrheit über die verklärte Vergangenheit erzählen:

m sozialistisch regierten Teil D haben junge Leute zügig eine Ausbildung absolviert und mussten heiraten und erst mal ein Kind bekommen, um aus dem 9qm Kinderzimmer (Doppelstockbettbelegung) ausziehen zu können und eine eigene Wohnung nach Vergaberichtlinien zu bekommen.
Die Mutter durfte 6 Wochen nach der Geburt wieder Vollzeit arbeiten, an einem freien Tag im Monat die Hausarbeit verrichten (sog Hausarbeitstag für werktätige Mütter) und ihren Nachwuchs in der sozialistischen Kindergrippe erziehen lassen.
Die Arbeitszeit im volkseigenen Betrien betrug 43 3/4 Wochenstunden und der Arbeitsweg wurde i.dR. zu Fuß (eine halbe Stunde Weg einfach keine Seltenheit) zurück gelegt.
Denn ein Auto konntest du zwar mit 18 bestellen (wenn man Rennpappe als Auto durchgehen lässt) aber frühesten mit Mitte Dreißig bekommen.
Aufstiegschancen im Betrieb gabs nur gegen Mitgliedschaft in der SED, ansonsten durfte man bis zur Rente einfache Arbeit durchführen oder Däumchen drehen.

Dass man sich als Opfer fühlt, weil sich diese Verhältnisse geändert haben, muss ich nicht verstehen!?

ein Grund, AfD zu wählen, ist das auch nicht wirklich und ich glaube kaum, dass es von den Menschen als Wahlgrund angegeben würde, dass sie sich als Opfer fühlen.

ich denke, die Opferrolle ist ein beliebtes, aber eher untaugliches Mittel zur ERklärung des Wahlverhaltens durch die abgestraften Parteien


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03.09.2019 um 16:11
Zitat von eckharteckhart schrieb:Ne ganze Fabrik wählt AfD?
Äh, nein? Produktionsmitarbeiter sind nun mal in der Produktion und nicht oben im Büro.
Wenn ich höre, welche Probleme die drei Homosexuellen schon haben, wird ein d dort nicht überleben.
Prinzip des Stärkeren, Rudelbildung, was nützen dir 50 vernünftige, wenn die 5 Harten das sagen haben? Zumal speziell dort harte körperliche Arbeit für Mindestlohn zu leisten ist. Da brauchst du wenig bis keine Frauen und schon gar keine d. Aber hauptsache d in die Stellenausschreibung rein, ein Witz.

Verstehst du das, du interpretierst hier das Ganze rein, dabei geht es um einen klar definierten Teil.

Und nun zur AfD, meiner Frau nach sind überwiegend viele Nichtwähler, überwiegend viele wohnen auf Dorf und besonders die Dörfler wählen AfD.
Ein Alphatier, der bei allen beliebte Hausmeister, der gute Kontakte in Produktion und Verwaltung hat, der Liebling aller, ist AfD Mitglied und hat immer fleissig Werbung gemacht.
Das ist nicht verboten, aber beeinflusst die Leute.

Zusammengefasst:
Zitat von eckharteckhart schrieb:Ne ganze Fabrik wählt AfD?
stimmt halt nicht, die paar Schwulen, die Büro Lesben, sowie die paar Linken und Grünen, soweie die ganzen meinungslosen Mitläufer halten still und somit haben die in der Anzahl eigentlich unterlegenen AfD Fangirls das Ruder an sich gerissen.

Muss ich noch detaillierter berichten oder kommst du jetzt klar, und so wirds in vielen ostdeutschen Firmen aussehen.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

03.09.2019 um 16:15
Zitat von lawinelawine schrieb:Dass man sich als Opfer fühlt, weil sich diese Verhältnisse geändert haben, muss ich nicht verstehen!?
Wenn die AfD unter den Arbeitern besonders stark ist und die Arbeiter nicht einmal ein solides Leben von ihrem Gehalt führen können, hat dies nichts mit mangelndem Wohlstand zu tun? Hat nichts damit zu tun, dass die Menschen in Ostdeutschland immer noch viel weniger verdienen als in Westdeutschland, obwohl sie mehr und länger arbeiten?


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Wie geht es weiter mit der AfD?

03.09.2019 um 16:18
@C4ISR

Scheint ja ziemlich vollpfostenmäßig in der Firma zuzugehen. Abschluss 6. Klasse die in der Produktion, oder wie?


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