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Wie geht es weiter mit der AfD?

70.833 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Wahlen, Partei ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wie geht es weiter mit der AfD?

Wie geht es weiter mit der AfD?

16.09.2019 um 10:23
Super Aktion, während dem Schauen war ich mir nicht sicher ob da ein Journalist, Richter oder Henker sitzt - aber das ZDF sollte das genauso mit allen "Spitzenkandidaten" aller Parteien machen.
Dass die eingeblendeten Kollegen seiner Partei nur eines oder keines der Bücher kennt...ok, was für ein Drama, ich würde die 60€ + 20€ auch nicht ausgeben.


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16.09.2019 um 10:35
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:das ZDF sollte das genauso mit allen "Spitzenkandidaten" aller Parteien machen.
Verwenden die anderen auch bewusst NS Diktion?


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16.09.2019 um 10:38
Zitat von kurzschlusskurzschluss schrieb:Verwenden die anderen auch bewusst NS Diktion?
Das ist gar nicht mein Punkt - ich finde alle Politiker so doof, denen gehören alle Fehltritte so auf das Brot geschmiert.
Speziell für Dich: spar Dir implizierende Fragen.


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16.09.2019 um 12:52
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:- ich finde alle Politiker so doof, denen gehören alle Fehltritte so auf das Brot geschmiert.
Nur ist das beim AfD-Abgeordneten gar kein Fehltritt sondern Absicht!
Auch das was Gauland und Meuthen von sich geben: Die AfD sei angeblich bürgerlich.
Von Storch setzt dem Ganzen noch die Krone auf:
Während von Storch gar nichts an Höcke auszusetzen hat, wird ihr vor Herbert Grönemeyer Angst und Bange:

Weil Herbert Grönemeyer angeblich "die furchterregendste, übelste, totalitärste Hassrede", die sie je gehört hätte, in Wien gehalten hätte,
so Beatrix von Storch.
https://www.focus.de/kultur/medien/nach-groenemeyer-rede-zdf-moderatorin-hayali-kontert-von-storch_id_11147902.html

Die AfD halte ich echt für gemeingefährlich. Die AfD lügt nicht nur, sondern sie verdreht Tatsachen in ihr Gegenteil!


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16.09.2019 um 13:03
Zitat von eckharteckhart schrieb:Weil Herbert Grönemeyer angeblich "die furchterregendste, übelste, totalitärste Hassrede", die sie je gehört hätte, in Wien gehalten hätte,
so Beatrix von Storch.
Nicht nur der Führrrerrrr hat so eine tolle Stimme.


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16.09.2019 um 13:27
Hören ist zusätzlich praktisch wenn man es dazu lesen kann:
https://www.zdf.de/nachrichten/heute/das-interview-mit-bjoern-hoecke-verschriftet-100.html
Unterstützung vom Journalistenverband
Gebhard bekam für sein Vorgehen Rückendeckung vom Journalistenverband DJV. Höcke habe "ein weiteres dunkles Kapitel des gestörten Umgangs der AfD mit der Pressefreiheit im Allgemeinen und kritischen Journalistinnen und Journalisten im Besonderen aufgeschlagen", sagte DJV-Chef Frank Überall. Es sei völlig richtig gewesen, dass sich Gebhard nicht darauf eingelassen habe, das Interview in Höckes Sinn weichzuspülen.
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/bjoern-hoecke-bricht-zdf-interview-ab-erst-gibt-er-das-opfer-dann-droht-er-dem-journalisten/25018112.html

Höcke schöpft tatsächlich Worte!
Höcke: Also, Sie kennen ja den Begriff des Feindzeugen, ja, und eine Partei ist leider kein Kindergarten, sondern eben auch ein System, in dem Machtpolitik betrieben wird.
Ich hätte auf Anhieb entgegnet: Nein den Begriff des "Feindzeugen" kenne ich nicht. (und das Internet hätte mir hinterher recht gegeben).

Ich bin gespannt, welche Maßnahmen Höcke nun ergreifen wird.
Nun sind wir ja alle "Feindzeugen".


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16.09.2019 um 17:07
Meine Positionen zu dem Höcke-Vorfall:

- Der Journalist kann fragen und auch hinterher schreiben, was er möchte, es gilt die Pressefreiheit. Aus dem Off zu intervenieren und zu sagen, dass "das" so nicht gehe, empfinde ich als unprofessionell.

- Auch der Vorschlag des plötzlich einschreitenden Presseleiters, man solle doch alles "noch mal drehen" und "wiederholen", empfinde ich als seltsam.

- Politiker zu sein ist kein Selbstzweck und auch kein Beruf im eigentlichen Sinne. Ein Politiker ist in unserer repräsentativen Demokratie immer ein Stellvertreter seiner Wähler. Er muss Fragen aushalten, die nicht seinem Geschmack entsprechen, eben auch so, wie es der Wähler aushalten muss, wenn seine Meinung in der Kneipe von einem anderen Mitbürger in Frage gestellt wird.

- Ein Politiker muss definitiv aushalten können, wenn ihm sachliche Fragen gestellt werden. Ob es jetzt sachlich ist, ihn noch dreihundert mal zu fragen, ob er die NS-Sprache absichtlich benutzt, kann diskutiert werden. Aber solange es nicht persönlich angreifend oder "unter die Gürtellinie" geht, hat er Rede und Antwort zu stehen; auch dafür gibt ihm der Bürger sein Steuergeld.

- Die Situation wurde denkbar ungünstig gelöst. Nicht Höcke selbst, sondern sein Presseleiter interveniert und wirft sich schützend vor ihn. Das bringt Höcke schon mal in eine eher nachteilhafte Position; was will er hier tun? Sich gegen seinen eigenen Presseleiter stellen? Er musste da irgendwie mit ins Boot hüpfen.

- Höcke provoziert und spielt bewusst mit NS-Sprache. Das ist nicht zu leugnen. Ich sehe das so: Es gibt Menschen, die Begriffe wie "Endlösung", "totaler Sieg" oder "Lebensraum" aus Anstandsgründen bewusst nicht gebrauchen und aus ihrem Sprachgebrauch ausklammern. Und es gibt Menschen, die auf einer Bühne stehen und Wahlkampfreden halten, und diese Worte dann sogar grinsend akzentuieren. Dies anzusprechen und kritisch zu hinterfragen, ist ein Verdienst unserer Geschichtsaufarbeitung.

Aber:

- Meine Empfindung ist, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wurde. Höcke und Parteifreunden wird anders gegenübergetreten, als Vertretern anderer Parteien. Ein Robert Habeck ist gerngesehener Gast in Interview- und Talkshowformaten, während es bei AfD-Vertretern regelmäßig so wirkt, als würden sie sich auf die "Schlachtbank" begeben, vgl. dazu auch das Sommerinterview Habeck vs. Meuthen. Hier kann man argumentieren, dass es die AfD-Politiker selbst sind, die sich diese Voraussetzungen erst "einbrocken", aber ganz fair scheint mir das alles nicht abzulaufen. Es ist eine andere Herangehensweise, ein anderer Sprachgebrauch, eine andere Voreingenommenheit. Nicht nur das "was", auch das "wie" ist hier entscheidend.

- Wer vorher sagt, es gehe um Sachfragen in Bezug auf die anstehenden Landtagswahlen, und hinterher aber mit was anderem kommt, tut zwar nichts Unrechtes, verhält sich allerdings auch nicht so, wie es für die Politiker-Journalisten-Beziehung förderlich wäre. Beide brauchen einander; ein Politiker bekommt ohne Journalist kein Sprachrohr und keine Wahlwerbung; ein Journalist kann sich ohne Gespräche und Interviews kein seriöses Arbeitsmaterial beschaffen.

- Es ist eindeutig zu vernehmen, dass Höcke und sein Presseleiter nicht mit der Veröffentlichung des bisher aufgezeichneten Interviews einverstanden sind. Dann zu sagen, man veröffentlicht einfach ALLES, also auch das komplette Off-Gespräch, kommt einer Deklassierung gleich, und kann in diesem Kontext als Nachtreten empfunden werden.

Unter'm Strich finde ich, dass sich hier beide Seiten nicht mit Ruhm bekleckert haben. Die Interviewsituation ist aus dem Ruder gelaufen, hat eine Eigendynamik entwickelt; unglücklich genug. In der Sache während der Interviewsituation gebe ich eher dem Journalisten Recht, aber was jetzt die Nachbereitung und Berichterstattung angeht, tut sich das ZDF keinen Gefallen.


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16.09.2019 um 17:20
@abahatschi

Dass die eingeblendeten Kollegen seiner Partei nur eines oder keines der Bücher kennt...ok, was für ein Drama, ich würde die 60€ + 20€ auch nicht ausgeben
Der Knackpunkt war nicht, dass seine Parteikollegen nicht Höckes Buch gelesen haben. Sie haben daraus kein Quiz gemacht `a la "Wissen sie was Höcke auf Seite X als Lösung für die Flüchtlingskrise vorschlägt?" Sondern es wurde aufgezeigt, dass Höckes Sprache so enge Parallelen zur NS-Diktion aufweist, dass seine eigenen Parteikollegen nicht mehr zwischen Höcke und Hitler unterscheiden können.


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16.09.2019 um 17:32
Zitat von BuddhasStiefelBuddhasStiefel schrieb:Wer vorher sagt, es gehe um Sachfragen in Bezug auf die anstehenden Landtagswahlen, und hinterher aber mit was anderem kommt, tut zwar nichts Unrechtes, verhält sich allerdings auch nicht so, wie es für die Politiker-Journalisten-Beziehung förderlich wäre.
War es denn so?
Kommt im Wortwechsel so für mich nicht rüber.
Mal abgesehen davon, dass Höcke mit der Bevormundung durch seinen "Sprecher" ein denkbar unglückliches Bild abgibt, habe ich nicht das Gefühl man habe ihn gezielt auflaufen lassen.
Zitat von BuddhasStiefelBuddhasStiefel schrieb:- Es ist eindeutig zu vernehmen, dass Höcke und sein Presseleiter nicht mit der Veröffentlichung des bisher aufgezeichneten Interviews einverstanden sind. Dann zu sagen, man veröffentlicht einfach ALLES, also auch das komplette Off-Gespräch, kommt einer Deklassierung gleich, und kann in diesem Kontext als Nachtreten empfunden werden.
Nachtreten? Wer tritt denn da nach?
Da wird ein Medienprofi, der es gewohnt ist grosse Reden zu schwingen, ein paar Dinge gefragt, "kackt" ab, und dann darf das nicht veröffentlicht werden ohne den Vorwurf des Nachtretens zu kassieren?
Finde ich albern.

Gauland hat sich sich ja ähnlich konsequent zum Affen gemacht.
Neben bemitleidenswerter Defizite https://www.zeit.de/kultur/film/2019-09/ard-sommerinterview-alexander-gauland-afd-chef hat er sich zum Schluss auch nicht entblödet keine Zuschauerfragen zuzulassen.
Am Ende ihrer klugen Gesprächsführung wollte Tina Hassel wissen, warum sich Alexander Gauland anders als alle anderen im Sommerinterview bisher aufgetretenen Politikerinnen den direkten Fragen aus der Zuschauerschaft im Internet verweigert habe. Darauf antwortete der Chef der Partei, die angeblich stärker als andere den direkten Kontakt zu den Bürgern sucht, mit dem bemerkenswerten Satz: "Warum muss ich sozusagen in ein schwarzes Loch gucken?"
Link s. o.
Man muss wahrscheinlich nicht unbedingt eine Blitzbirne sein um solche Blitzbirne gut zu finden/zu wählen, aber vermutlich hilft es.
Zu Frau von Storch muss man wohl nichts weiter sagen.
Die Äusserung war so grotesk dämlich, dass es sogar fürs Fremdschämen schon too much war.
Aber man sieht ja, es stehen jeden Tag genügend Deutsche auf, die so etwas wählen.


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16.09.2019 um 17:33
Zitat von ZarastroZarastro schrieb:dass Höckes Sprache so enge Parallelen zur NS-Diktion aufweist, dass seine eigenen Parteikollegen nicht mehr zwischen Höcke und Hitler unterscheiden können.
In der Reihenfolge (sinngemäß abgekürzt):
Jens Maier: Mein Kampf.
Kay Gottschalk: Ich habe weder das eine noch das andere gelesen, ich kann es ihnen nicht sagen.
Karsten Hilse: Ich habe weder alle Reden gelesen und ich habe Mein Kampf nicht gelesen.
Martin Renner: Ich weiss es nicht.
Martin Renner (spätere Einblendung): mir gefallen beide Texte nicht.
Jürgen Pohl: das kann ich Ihnen nicht sagen.
Martin Reichardt: Die Frage werde ich Ihnen nicht beantworten können, da ich Mein Kamp nicht gelesen habe.

Wer von denen ist denn qualifiziert genug um den Unterschied bzw. die Übereinstimmung aufzeigen zu können?


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16.09.2019 um 18:01
Zitat von BuddhasStiefelBuddhasStiefel schrieb:In der Sache während der Interviewsituation gebe ich eher dem Journalisten Recht, aber was jetzt die Nachbereitung und Berichterstattung angeht, tut sich das ZDF keinen Gefallen.
Achso, jetzt glaube ich zu verstehen, was Höcke mit
ZDF: Nee, tut mir leid. Wenn Sie das hier beenden wollen, dann beenden wir das an dieser Stelle.
Höcke: Passen Sie auf, dann haben wir ein manifestes Problem und dann wird das entsprechende Konsequenzen haben. Ich kann Ihnen sagen, dass das massive Konsequenzen hat.
meint.
Zitat von eckharteckhart schrieb:Ich bin gespannt, welche Maßnahmen Höcke nun ergreifen wird.
Damit erübrigt sich für mich diese Frage.
(aus: https://www.zdf.de/nachrichten/heute/das-interview-mit-bjoern-hoecke-verschriftet-100.html )
Höcke: Vielleicht werde ich auch mal eine interessante persönliche, politische Person in diesem Lande. Könnte doch sein.
Eine persönliche Person...
(edit: wenn man die Füllwörter weglässt)


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16.09.2019 um 18:09
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:Wer von denen ist denn qualifiziert genug um den Unterschied bzw. die Übereinstimmung aufzeigen zu können?
Geht es tatsächlich darum, den Unterschied aufzuzeigen oder nur darum, das sich die Sprache von Herrn Hitler und Herrn Höcke kaum unterscheidet?

Das war eine rhetorische Frage, ich will keine Antwort von dir...


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16.09.2019 um 18:15
Es geht darum, dass sich die Sprache von Hitler und Höcke kaum unterscheidet.
Das bestätigt auch das Urteil etwas älterer Menschen:
Thüringens AfD-Chef Björn Höcke provoziert mit rechten Parolen. Was wirkt wie eine politische Masche, ist in Wahrheit tiefe Überzeugung. Jahrelang tarnte er seine politische Gesinnung
Hans-Olaf Henkel erinnert sich noch genau an diesen Tag. An die Überraschung. Die Ungläubigkeit. Das Entsetzen.

Es ist der 14. September 2014, und Henkel, damals AfD-Vize, ist in Feierlaune. Gerade hat die Partei Traumergebnisse bei den Landtagswahlen in Brandenburg und Thüringen eingefahren. Zweistellig, aus dem Stand. Ein perfekter Abend, denkt Henkel noch. Dann tritt Björn Höcke ans Mikrofon. Thüringens AfD-Chef ist überwältigt vom Erfolg, er redet sich in einen Rausch. Die AfD habe einen „vollständigen Sieg“ errungen, sagt er. Eine „neue Epoche der Parteiengeschichte“ habe begonnen. Und er nennt die AfD eine „blaue Bewegung, die unser gesamtes Vaterland in eine bessere Zukunft“ führen werde.

„Oh Gott, dachte ich damals“, sagt Henkel heute, „der Kerl redet ja wie Joseph Goebbels.“
https://www.focus.de/politik/deutschland/sein-kampf-wie-bjoern-hoecke-zum-kopf-der-thueringer-afd-wurde_id_5196213.html


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16.09.2019 um 18:37
Zitat von kurzschlusskurzschluss schrieb:Das war eine rhetorische Frage, ich will keine Antwort von dir...
Kriegst Du trotzdem, ich bin nämlich höflich.
Zitat von kurzschlusskurzschluss schrieb:Geht es tatsächlich darum, den Unterschied aufzuzeigen oder nur darum, das sich die Sprache von Herrn Hitler und Herrn Höcke kaum unterscheidet?
Ich habe auch nicht beide "Werke" gelesen, gehe aber davon aus dass es keine große Unterschiede gibt.

Ich halte die Vorgehensweise von ZDF für schlecht, mit Passagen nebeneinander hätte man die Übereinstimmung zeigen können, schwarz auf weiss...anstatt dessen fragt man 6 Hansl, von denen 3 Mein Kampf nicht gelesen haben, 2 es nicht wissen (warum nicht klar) und einer sich auf Mein Kampf festlegt.
Das ist ein miserable Ausbeute - man schafft es also nicht den Waschlappen vorzuführen...gepaart mit der Konfrontation, später hatte man angeblich vor über Demokratie zu sprechen und eine komische Kameraführung...alleine wenn ich an den Anforderungen von Angie an Interviews denke, 5 Seiten lang.


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16.09.2019 um 19:44
Ich finde, Höcke hat sich, jedenfalls nach den Maßstäben der AfD, ganz gut heraus gewunden. Ein Eingreifen von Höckes Pressesprecher wäre also überhaupt nicht notwendig gewesen.

Für mich wirkt die Sache eher so, als ob Höcke und sein Mitarbeiter im Hinblick auf den zukünftigen Umgang mit Journalisten ein Zeichen setzen wollten, wozu mal wieder die Opfermasche gefahren wurde. Zwar habe ich eher weniger den Eindruck, dass das vorher im Detail so abgesprochen war, aber als sich die Gelegenheit zur Eskalation bot, hat man diese natürlich freudig ergriffen.

Für meine Annahme spricht, dass Höcke bis zum Eingreifen des AfD-Sprechers nicht im Geringsten "stark emotionalisiert" wirkte, wie von diesem behauptet wurde, sondern äußerst ruhig und gelassen. Erst nach der Aufforderung seines Mitarbeiters nach einer Wiederholung des Interviews wurde Höcke etwas nervös.

Und was hätte Höcke denn auf die gleichen Fragen auch anderes antworten sollen als zuvor?
Beiden war klar, dass sich der Interviewer nicht darauf einlassen würde. Falls doch, wäre dass von anderen Journalisten als Einknicken vor der AfD interpretiert worden.
Jetzt werden sich viele wohl zweimal überlegen, Höcke nochmals auf seine NS-Diktion anzusprechen, wodurch die Grenzen des Sagbaren erneut ein Stück ausgeweitet wurden. Die AfD ist in den Schlagzeilen und kann sich, wie so oft, vor ihren Anhängern als Opfer einer von den "Altparteien" gesteuerten "Lügenpresse" inszenieren.

Insgesamt also leider ein Punkt für Höcke und die AfD.


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16.09.2019 um 20:03
Trotzdem mal echt interessant zu sehen , wie so ein Interview abläuft , ungeschnitten . Man muss es komplett sehen . Bzw genau zuhören . Den Sprecher im Off hätte er besser zu Hause gelassen .

Natürlich machen die Öffentl rechtlichen so ein Interview mit einem Ziel, und die Stilmittel um Herrn höcke etwas zu entlocken , sind natürlich bewusst gewählt. ( ich denke man hat etwas anderes vom " schreihals " erwartet, statt dessen sitzt da jemand mit gewähltem Hochdeutsch , beinahe philosophisch melancholisch , sehr seltsamer Kontrast )
Nichts passiert ohne Grund, schon gar nicht bei gestandenen Journalisten .
Der anfangs und Einstiegs Trailer mit der Befragung d Abgeordneten hat hier die Richtung eindeutig vorgegeben . Wenn das journalistische Raffinesse ist , um zu provozieren , ok. Leider hat Herr H. Nicht mal seine Gesichtszüge entgleiten lassen. Ganz Profi, TV für Millionen ist anscheinend noch mal was anderes , als Podest in türingen .
Interessant wird so etwas doch erst , indem man andere gleichwertige Interviews dieser Rubrik der ÖR mit diesem vergleicht, hinsichtlich der Stilmittel .
Hat man die anderen vorwahl Interviews je auch so geführt , mit Trailer und anschließender Konfrontation ?
Oder nur hier ?

Ich finde , das Interview als solches war doch ruhig und sachlich. Herr höcke musste sich Unter dem dauerfeuer des Interviewers rechtfertigen wie vor einer Grand Jury .
Bis zur Geisterstimme seines unvisibel Betreuers hötte das noch irgendein mia Culpa Gespräch werden können.
So nun aber konnte man nichts erfahren , was mit der Wahl in türingen zusammen hängt. Und eigentlich ist doch das der Sinn solcher Interviews vor Wahlen oder ? Zumindest wenn man deren Spitzenkandidaten interviewt .
Schade, dass die ÖR sich nicht nur auf Ihren Auftrag konzentriert haben . Information umfassend seriös und sachlich. So war es eher ein: zum x.ten mal Mantra mäßiges wiederholen der unsäglichen Wortwahl von Herrn H..Das hier war eher versteckte Kamera , verstehen sie Spaß , plus Ü 30 Party .
Nicht was wir nicht schon wussten . Wozu also . Wäre er Herr H wenigstens mal richtig ausgerastet , aber nein , bis zum Schluss kein Biss . Nur weinerlich .
Selten habe ich zwei derartig unterschiedliche Rhetoriken von einer Person of interest wahrgenommen .


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16.09.2019 um 20:41
Zitat von CalligraphieCalligraphie schrieb:So war es eher ein: zum x.ten mal Mantra mäßiges wiederholen der unsäglichen Wortwahl von Herrn H..Das hier war eher versteckte Kamera , verstehen sie Spaß , plus Ü 30 Party .
Das war gelebte Ideologiekritik: Den Mut zur Wahrheit gemessen an der Realität.


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16.09.2019 um 23:21
Zitat von CalligraphieCalligraphie schrieb:Wäre er Herr H wenigstens mal richtig ausgerastet , aber nein , bis zum Schluss kein Biss .
Ist wohl gar keiner, der auf den Tisch haut? Der Herr H.(?)
Wie lässt man die AfD-Wähler bloß in dem Glauben?


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17.09.2019 um 00:03
Zitat von CalligraphieCalligraphie schrieb:So nun aber konnte man nichts erfahren , was mit der Wahl in türingen zusammen hängt. Und eigentlich ist doch das der Sinn solcher Interviews vor Wahlen oder ? Zumindest wenn man deren Spitzenkandidaten interviewt .
Wenn man sich das Interview genau anhört bis zum Ende, wird man wohl genau wissen, dass es gar nicht um die Wahl in Thüringen ging, nie gehen sollte, und das auch im Vorfeld bereits klar war @Calligraphie

schon gut, dass man das gesamte Interview auch nachlesen kann und worum es ging:
ZDF: Herr Lachmann, das Interview hatten wir besprochen. Ich hatte gesagt, es geht nicht um Thüringen. Es geht um die bundespolitische Bedeutung von Herrn Höcke. Es geht um seine Sprache und sein Politikverständnis. Und da sind wir gerade dabei.
https://www.zdf.de/nachrichten/heute/das-interview-mit-bjoern-hoecke-verschriftet-100.html


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17.09.2019 um 00:05
Jeder Demagoge sollte so einen Pressesprecher haben.

Höcke war am Anfang des Interviews gar nicht so schlecht. Er wirkte überraschend Authentisch. Er wollte, und konnte seine provokante Wortwahl nicht wegwischen. Er hätte vermutlich zu jeder Frage eine passende Antwort gehabt.

Dann kam die Stimme aus dem Off. und hat den Hr. Hocke zu einem emotionalen Krüppel erklärt.

Das geht so nicht! Er war schließlich vorher auf einer 5-Stündigen Verhandlung des Verfassungsgerichts und ist emotional eine Pussi.

Sagte der Pressesprecher.

Ich mag die Rechten, so sind sie halt. Pussis.


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