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AfD

101.253 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Rassismus, Wahlen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: AfD

AfD

13.09.2026 um 10:49
Zitat von LepusLepus schrieb:Ich hab es übrigens gelesen, wie auch das der Linken und Grünen.
Und das der CDU nicht?
Über dir schwebt jetzt das Schwert des Commonsensokles. ;)


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AfD

13.09.2026 um 10:53
Zitat von emanonemanon schrieb:Und das der CDU nicht?
Über dir schwebt jetzt das Schwert des Commonsensokles. ;)
Oh, oh! :D

Nope, das der SPD und anderer auch nicht, weil nicht relevant für mich, die würde ich eh nicht wählen. :D
*schnellweghoppel*

Ach ja, das von VOLT hab ich auch gelesen!

Das der AfD habe ich nur gelesen, um eben zu wissen, was da abgeht, das war mir wichtig.
"Die Basis" hatte ich auch noch gelesen, aus demselben Grund.


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AfD

13.09.2026 um 11:02
Zitat von LepusLepus schrieb:Ich glaube nicht, dass Merz abgesägt wird
Nicht in der aktuellen Amtszeit, nein. Das wäre auch kontraproduktiv, aber er wird sich nicht wieder zur Wahl stellen können, denke ich.
Zitat von emanonemanon schrieb:Über dir schwebt jetzt das Schwert des Commonsensokles.
Jeder wie es ihm beliebt. Es gibt auch Formate, die sich die Zeit nehmen, Programme miteinander zu vergleichen und Experten konsultieren, diese zu beurteilen. Das kann auch schon einen Überblick verschaffen - allerdings wage ich zu bezweifeln, dass der AfD-Wähler sich z. B. Phönix ansieht...

Schade ist, wenn man weiß, dass unser Hauptproblem nicht in Migration oder Population liegt, sondern in unserer Wirtschaft. Im Augenblick macht es eigentlich nur Sinn, sich die Modelle anzusehen, mit denen die jeweiligen Parteien die Wirtschaft wieder "ankurbeln" wollen und dann herauszufinden, welches davon am ehesten erfolgreich sein könnte.

Da dürfte sich dann dem einen oder anderen eröffnen, dass die Parteien AfD, Linke, BSW und Grüne (in dieser Reihenfolge) am weitesten von einem gangbaren Weg entfernt sind.


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AfD

13.09.2026 um 11:28
Zitat von CommonsenseCommonsense schrieb:Diese Leute informieren sich doch fast nur noch durch social media und da dann auch nur noch auf Kanälen der jeweiligen Interessengruppe.
Und genau hier haben es die etablierten Parteien versäumt Schritt zu halten. Die Social Media Accounts der etablierten Parteien sind nahezu tot. Die SPD hat sogar von einem Moment auf den anderen aufgehört auf Twitter zu existieren. Die Gründe des Ausstiegs sind legitim, die Art und Weise nicht.
Vor allem im Bereich social media ist die AfD extrem gut aufgestellt, sie haben in allen relevanten Medien Stütz- und Anlaufpunkte und bespielen diese mindestens täglich, oft sogar stündlich, hochaktuell.

Für mich sowieso der entscheidende Faktor: die Präsenz. Keine Partei ist so präsent wie die AfD, das andere Parteien nur noch existieren um das Wort "AfD" zu gebrauchen hilft zusätzlich.
Frau gegen Blau.


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13.09.2026 um 11:29
Ich bin jedenfalls echt gespannt, wie die ersten Wochen nach der Wahl in Sachsen-Anhalt laufen werden und wie schnell die Ernüchterung stattfindet oder ob es ähnlich ist wie in Sonneberg: Keiner merkt mehr irgendwas und halten die AfD weiterhin für toll.

Was meint ihr?

---
Zitat von CommonsenseCommonsense schrieb:Da dürfte sich dann dem einen oder anderen eröffnen, dass die Parteien AfD, Linke, BSW und Grüne (in dieser Reihenfolge) am weitesten von einem gangbaren Weg entfernt sind.
Hat hier sonst noch jemand "Gangbang" gelesen? :|
Irgendjemand außer mir, dessen Phantasie nicht in der Gosse neben meiner liegt?

PPS:
Das Parteiprogramm des BSW habe ich auch gelesen, aus fun. :D


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AfD

13.09.2026 um 11:59
Zitat von LepusLepus schrieb:Ich bin jedenfalls echt gespannt, wie die ersten Wochen nach der Wahl in Sachsen-Anhalt laufen werden und wie schnell die Ernüchterung stattfindet oder ob es ähnlich ist wie in Sonneberg: Keiner merkt mehr irgendwas und halten die AfD weiterhin für toll.
Oder es herrscht Aufbruchstimmung, die AfD packt wirklich was an und es bewegt sich was. Und ab dem Punkt werden die anderen Parteien noch dümmer aus der Wäsche gucken, als sie es nicht ohnehin schon tun. Alle rechnen mit einem Scheitern der AfD, das ging schon, was die Wahlziele betrifft, mehrfach in die Hose.


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AfD

13.09.2026 um 12:00
Zitat von LepusLepus schrieb:Was meint ihr?
Eine Zeit lang kann die AfD noch vom aktuellen Hype zehren, aber irgendwann dämmert es auch der SUV-Fraktion in den ländlichen Eigenheim-Siedlungen, dass die AfD nichts anderes oder gar besser machen kann als die "Altparteien". Ich rechne daher mit einem Abnutzungseffekt, wenn es aufhört, skandalös zu sein, AfD zu wählen.

Entscheidend wird sein, dass sich die "Altparteien" neu erfinden, altes Personal durch frischeres ersetzen und die Leute dort abholen, wo sie sind. Siegmund hat ja gezeigt, wie es geht. Wenn Kompetenz hinzukommt, dürfte es binnen 10 Jahren zu stemmen sein, der AfD den Rang in der Wählergunst abzulaufen. Aber erst mal müssen wir durch zwei Legislaturperioden durch. Da hilft erst mal alles nichts.


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AfD

13.09.2026 um 12:14
Zitat von ToxidToxid schrieb:Oder es herrscht Aufbruchstimmung, die AfD packt wirklich was an und es bewegt sich was. Und ab dem Punkt werden die anderen Parteien noch dümmer aus der Wäsche gucken, als sie es nicht ohnehin schon tun. Alle rechnen mit einem Scheitern der AfD, das ging schon, was die Wahlziele betrifft, mehrfach in die Hose.
Kann ich mir nicht vorstellen, weil die AfD keinen Plan hat außer Abschieben.
Das meiste aus ihrem 10-Punkte-Plan ist nicht umsetzbar und besteht nur aus Lügen und heißer Luft und keine Regenbogenflaggen an Schulen macht nichts besser.

Sie haben aber schon das Narrativ etabliert, dass sie nichts bewegen werden können, weil alle anderen sie bremsen und die Leute glauben es.

Ich kann mir also eher das hier vorstellen (nur eben, dass die AfD-Wähler nicht zum richtigen Schluss kommen und eben nicht merken, dass die AfD auch nichts kann, sondern eben an das Narrativ glauben wird, dass die AfD ihnen eintrichtert):
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Eine Zeit lang kann die AfD noch vom aktuellen Hype zehren, aber irgendwann dämmert es auch der SUV-Fraktion in den ländlichen Eigenheim-Siedlungen, dass die AfD nichts anderes oder gar besser machen kann als die "Altparteien".
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Entscheidend wird sein, dass sich die "Altparteien" neu erfinden, altes Personal durch frischeres ersetzen und die Leute dort abholen, wo sie sind. Siegmund hat ja gezeigt, wie es geht. Wenn Kompetenz hinzukommt, dürfte es binnen 10 Jahren zu stemmen sein, der AfD den Rang in der Wählergunst abzulaufen. Aber erst mal müssen wir durch zwei Legislaturperioden durch. Da hilft erst mal alles nichts.
Wird bei der CDU nicht passieren, weil das eine sterbende Partei ist, die nicht mehr wachsen kann, meiner Meinung nach.
Die CDU/CSU ist auch zu festgefahren und kann sich sicherlich nicht mehr ändern.
Und die SPD ist komplett lost und checkt nicht, wie die Realität der Wähler aussieht.

Ich sehe leider insgesamt schwarz.


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AfD

13.09.2026 um 12:33
Oder die AfD packt was an und erzeugt Aufbruchsstimmung. Tut mir leid, selten so gelacht.

Jo, hab das neue Video von Siegmund kurz angeschaut, zum Glück sind sie ja kurz, lol.

Also, er hat Rüstungsgüter und die ganz große AfD-Remigrationsoffensive zusammengebracht. Um eine Rüstungsfabrik in LSA zu rechtfertigen. Nicht einmal, mehrmals, auch auf Nachfrage.

Und nun? Stellt er sich hin und sagt, die Medien hätten einen "Halbsatz" aus dem Kontext gerissen. Welcher Kontext ihm denn wichtig wäre? Sagt er auch im Video nicht. Irgendwas mit Augenmaß, die AfD macht alles mit Augenmaß! Wichtiger ist: Wer ist schuld? Die Lügenpresse!

Und dann, es kommt noch besser. Die Medien wollen durch diese "Skandalisierung" eine AfD-Regierung verhindern! Hahahaha. Die Wahrheit ist? Er selbst hatte diesen "Skandal" gezündet, ein Skandal gerade für die Partei (BSW), mit der er doch sondieren wollte oder vielleicht schon ist oder auch nicht. Hahahaha.

Jedenfalls? So hat er schon mal vorgebaut, für das Scheitern der Regierungsbildung und womöglich notwendiger Neuwahlen. An der AfD oder ihm selbst, an der eigenen Unfähigkeit oder Unwilligkeit zu Kompromissen wird es - natüüüüürlich, hahaha - nicht gelegen haben. Sondern an wem? An den Medien oder der Konkurrenz, mit der er im Wahlkampf ja ohnehin nichts zu tun haben wollte.

Das ist alles so einfach und leicht durchschaubar.

Ich sag dann noch mal, was? 44 Prozent! Und #Idiokratie.

Ein Simson-Rennen wäre wohl wirklich die bessere Kandidatenkür in LSA gewesen.


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AfD

13.09.2026 um 12:42
Zitat von LepusLepus schrieb:Wird bei der CDU nicht passieren, weil das eine sterbende Partei ist, die nicht mehr wachsen kann, meiner Meinung nach.
Dann bleibt das konservative Wählerklientel bei der AfD hängen, wenn es keine erneuerte Union gibt. Die FDP ist bereits in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Die SPD könnte längerfristig von den Linken abgelöst werden, wenn sie im Westen Fuß fassen sollten (woran ich erst mal nicht glaube), oder aber sie wird von den Grünen beerbt.

Na ja, mal sehen. Ich denke, die Union wird einen Wandel hinbekommen, wenn die festgesessene Bräsigkeit einer jüngeren Generation Platz macht. Amthor zähle ich übrigens zur festgesessenen Bräsigkeit dazu ... ;)


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AfD

13.09.2026 um 12:49
Zitat von ToxidToxid schrieb:Oder es herrscht Aufbruchstimmung, die AfD packt wirklich was an und es bewegt sich was.
Könntest du hierfür ein paar Beispiele bringen, was genau sie anpacken und welche konkreten und sofortigen Auswirkungen es auf ihre Anhänger hat? Außer einem subjektiven Gefühl? Messbar, da wo die Sorgen der Menschen sitzen. Im Portemonnaie und im Arbeitswesen. Erzähl doch mal, was die AfD da so konkret machen wird und wir alle dumm aus der Wäsche gucken. Nicht nur anteasern, sondern mal konkret werden.


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AfD

13.09.2026 um 12:54
Zitat von LepusLepus schrieb:Kann ich mir nicht vorstellen, weil die AfD keinen Plan hat außer Abschieben.
Na ja, sie haben den 10-Punkte-Plan. Keinen Plan sieht anders aus.
Zitat von LepusLepus schrieb:Das meiste aus ihrem 10-Punkte-Plan ist nicht umsetzbar und besteht nur aus Lügen und heißer Luft und keine Regenbogenflaggen an Schulen macht nichts besser.
1. Rundfunkverträge kündigen: Wird sicher nicht so leicht umsetzbar sein, wenn doch dann muss eine Ersatzlösung her.

2. Abschiebungen: Dürfte relativ einfach umsetzbar sein, alle Ausreisepflichtigen auch zum Ausreisen zu bewegen. Die große Remigrationswelle wird es nicht geben, außer die Migranten ergreifen selbst die Flucht in andere Bundesländer. Und selbst das könnte die AfD für sich als Sieg verbuchen.

3. Arbeitspflicht: Da, wo Arbeitskraft gebraucht wird, gerade im direkten Umfeld der Migranten, sollte es umsetzbar sein. Arbeitspflicht, wie damals beim Euro-Job wird schwierig, da für diese Arbeiten ja mittlerweile Mitarbeiter vorhanden sind. Da dürfte es schon an der Orga scheitern.

4. Geldstreichungen: Ich weiß nicht genau, inwieweit und wie viele NGOs aus der Landeskasse finanziert werden, dürfte aber ein leichtes sein, diese Verträge aufzukündigen und das ist sicher im Interesse vieler AfD-Wähler.

5. Führerschein-Hilfe: Easy umzusetzen mit Bildungsgutscheinen oder dergleichen. Ob das finanzierbar ist, wird sich zeigen. Ist ja kein Land mit riesiger Einwohnerzahl, dürfte überschaubar sein.

6. Für Kinder von Asylbewerbern sind Sonderklassen geplant, dazu Wachschutz an schwierigen Schulen: Halte ich für vertretbar, warum nicht? Auch jetzt gibts schon Integrationsschulen, nicht nur für Migranten. Das dürfte im Sinne der Asylbewerber und den herkömmlichen Klassen sein. Asylbewerber können gezielt geschult werden und andere werden nicht ausgebremst durch Sprachbarrieren und Lernschwierigkeiten, seit Jahren gang und gäbe für beeinträchtigte Schüler aller Art.

7. An jeder Schule soll an Schultagen die deutsche Bundesflagge wehen: Einfach umzusetzen und im Sinne wohl vieler Eltern, gerade bei AfD-Wählern.

8. Der Slogan des Landes soll von „#moderndenken“ in „#deutschdenken“ geändert werden: Unsinnig aber auch umsetzbar, wenn sie es denn gerne so haben wollen.

9. Ministerien abbauen: Kein Problem, eine Umstrukturierung der Ministerien sieht man häufig bei Regierungswechsel, keine große Sache.

10. Corona-Ausschuss: Sollen sie machen, auch umsetzbar. Was dabei herauskommen soll, weiß ich nicht. Aber machbar.

Bis auf drei Punkte ist alles mit Leichtigkeit umsetzbar, wo siehst du genau die Schwierigkeit ausgerechnet beim 10-Punkte-Plan? Dafür wurden sie nicht gewählt, die Leute hoffen eben auf Aufbruchstimmung, schafft die AfD das unabhängig von den Punkten, werden sie auch länderübergreifend Erfolg haben, sofern sie sich irgendwann mäßigen. Wird schwierig, angesichts, was sich da alles in der Partei tummelt, aber noch ist es ja nicht so weit. Und inwieweit ein Bundesland für Aufbruchstimmung sorgen kann, wenn es bundesweit einfach bescheiden läuft, wird sich zeigen, die Möglichkeiten sind sicher begrenzt.
Zitat von FellatixFellatix schrieb:Tut mir leid, selten so gelacht.
Ja, vor drei Jahren haben auch alle gelacht, als hier behauptet wurde, die AfD wird mal die Mehrheit im Bund haben. Diesen Punkt haben sie schon lange überschritten, sie sind eher auf dem Weg zur absoluten Mehrheit.
Zitat von InterestedInterested schrieb:Könntest du hierfür ein paar Beispiele bringen, was genau sie anpacken und welche konkreten und sofortigen Auswirkungen es auf ihre Anhänger hat?
Ich habe keine Glaskugel und ich bin auch nicht Bewohner von ST, trotzdem kennt jeder den Effekt, die so eine Wahl mit sich bringen kann, unabhängig was die AfD wirklich dazu beiträgt.
Zitat von InterestedInterested schrieb:Erzähl doch mal, was die AfD da so konkret machen wird und wir alle dumm aus der Wäsche gucken. Nicht nur anteasern, sondern mal konkret werden.
Wie gesagt, das weiß ich nicht, vielleicht ist die AfD für Überraschungen gut, ich glaube selbst nicht dran, wenn es aber so eintritt, wird das ein noch viel größeres Problem für die anderen Parteien. Darauf zu hoffen, dass die AfD es vergeigt ist zumindest keine gute Strategie.


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AfD

13.09.2026 um 13:02
Zitat von CommonsenseCommonsense schrieb:Da dürfte sich dann dem einen oder anderen eröffnen, dass die Parteien AfD, Linke, BSW und Grüne (in dieser Reihenfolge) am weitesten von einem gangbaren Weg entfernt sind.
Bei den Grünen gibts da schon den einen oder anderen mit Kompetenz. Mehr noch als bei einer völlig abgehalfterten SPD.
Ein Danyal Bayaz zum Beispiel. Nur der funktioniert in BaWü, ob er er auch auf Bundesebene funktionieren würde (ohne grüne Parteirevolte), weiß nicht.

Zu Merz, er hat international und außenpolitisch bemerkenswerte Ein- und Klarsicht, in vielen Dingen, nicht nur Ukraine und Russland.
Da hatte er sich auch intensiv vorbereitet, wie Robin Alexander mal in nem Porträt ausführte.
Wüsste nicht, wer da rankommen könnte, ein Söder mit Sicherheit nicht (der wäre mir da zu unverlässlich).
Ausnahme, das China Problem.
Spoiler
In eben dieser Unsicherheit aber liegt die Effizienz der Drohkulisse einer chinesischen Retaliation. Chinesische Gegenmaßnahmen könnten Unbeteiligte treffen, etwa, indem die chinesische Führung die Gaspreise für das Werk von BASF in China erhöht, im Wissen, dass das Unternehmen dann Druck auf die Bundesregierung ausüben wird. Das Kanzleramt wirkte nach Darstellung von mit den Vorgängen vertrauten Personen in den vergangenen Monaten bisweilen wie gelähmt vor Angst, Ratlosigkeit und Verunsicherung. Auf EU-Ebene sei Deutschlands Positionierung jedoch ausschlaggebend, sagt Francesca Ghiretti, Direktorin der Europe China Initiative beim Thinktank RAND, zu Table.Briefings. Erst wenn Deutschland keine Einwände erhebe, könne die EU etwas erreichen.
Quelle: https://table.media/ceo/professional-briefing/120-china-schock-20-haelt-die-deutsche-industrie-das-aus-apetito-ceo-14-milliarden-umsatz-mit-essen-auf-raedern-faktencheck-berlins-wirtschaft

Das liegt aber nicht an Merz, sondern an 4 deutschen Großkonzernen.

Aber klar auch, Politiker werden in D nicht wegen ihrer außenpolitischen Expertise gewählt.
Bei allem was über Österreich oder Holland oder Dänemark hinausgeht (da kennt er sich noch aus), denkt der Michel halt, das soll mal Mutti machen.
Sonst zu Merz, da wurde angesichts des Absturzes seiner Umfragewerte so viel geschrieben, kann jeder selbst lesen und auswählen, was ihm da gefällt.


Zum eigentlichen Thema, zur AfD.

Auch europäisch schwer zu vergleichen (mit anderen Populistenparteien), mit Ausnahme vlt noch der FPÖ (die 2 tauschen sich ja auch aus).

Da wäre meine These - gar nicht mal so unoptimistisch - etwa so.

Die Wahlerfolge im Osten treiben die AfD in einen (immer mehr) ressentimentgeladenen Provinzialismus, der dort einen besonderen Nährboden hat. Dies führt zu einer noch stärkeren Radikalisierung (falls noch möglich) oder Ost-Kolorierung, die der AfD in Westdeutschland auf Dauer das Wasser abgräbt.

Klar, da brauchts dann auch echten politischen Kampf, inhaltlich Stellen, und nicht nur Katharina die Starke gegen Rechts (das führte zum schlechtesten Ergebnis seit Bestehen der SPD, bei der Europawahl).

Was dann passiert mit einem permanent blauen Osten?

Irgendwann sollten sie halt mal aufwachen, vielleicht muss der Weg da über einen härteren Föderalismus (mit Anreizen und Scheiß Politik selbst ausbaden).

So etwa.


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AfD

13.09.2026 um 13:08
Zitat von ToxidToxid schrieb:Bis auf drei Punkte ist alles mit Leichtigkeit umsetzbar,
Zitat von ToxidToxid schrieb:ich glaube selbst nicht dran,
:D Ok, damit dürfte alles zusammengefasst sein.


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AfD

13.09.2026 um 13:11
Zitat von LepusLepus schrieb:Wird bei der CDU nicht passieren, weil das eine sterbende Partei ist, die nicht mehr wachsen kann, meiner Meinung nach.
Sollte das eigentlich die FDP sein? Weil:
Zitat von LepusLepus schrieb:Die CDU/CSU ist auch zu festgefahren und kann sich sicherlich nicht mehr ändern.
Das wäre dann ja doppelt...dafür kann es keine Punkte geben.

Jetzt mal ernsthaft:

Jede Partei kann an sich arbeiten und totgesagte leben länger.

Der Rechtsruck, der ja nicht nur in Deutschland entstanden ist, wurde nicht zuletzt verursacht, weil die konservativen Parteien in den letzten zwei Jahrzehnten immer weiter nach links gerutscht sind.
Das wird jetzt bei der CDU langsam wieder korrigiert, ist aber in der derzeitigen Regierung nicht erkennbar, denn da herrschen ja immer noch Zugeständnisse an den Koalitionspartner vor.

Wir hatten einfach zu lange GroKo, da sind viele Grundsätze aufgeweicht worden. Eine gewissen Zeit hat das ja sogar ganz gut funktioniert, aber es entstand dann m. E. eine Art Orientierungslosigkeit innerhalb der Parteien. Da war die CDU unter Merkel linker, als es die SPD unter Schmidt gewesen war. Selbst die rot-grüne Regierung Schröder/Fischer war stellenweise konservativer.

Außerdem wurde sehr viel einfach unbeachtet gelassen, Reformen wurden hinausgeschoben usw. - Trump war auch bei weitem nicht der erste Präsident, der Europa zu geringe Rüstungsausgaben vorwarf. Auch Obama hatte darauf schon massiv hingewiesen, aber das wurde geflissentlich ignoriert.

Unabhängig davon, dass ein Kanzler Merz nicht in der Lage ist, mit Menschen umzugehen, keinerlei Empathie aufweist und ständig ins Unreine quatscht, hatte die aktuelle Regierung von vorne herein schlechte Karten, weil sie 20 Jahre an Versäumnissen aufholen muss, Reformen und Ausgabensteigerungen, Investitionen - all das war schon dazu angetan, diese Amtszeit beim Volk unpopulär zu machen, zumal die Oppositionsparteien, übrigens wider besseren Wissens, all diese Punkte als falschen Ansatz und unsozial anprangert.

Dass darüber hinaus dann in den USA ein völlig derangierter Präsident eine Fackel nach der anderen abbrennt, was dazu führte, dass die wirtschaftliche Situation noch viel angespannter wurde, als sie es ohnehin schon war, ist der Nagel zum Sarg der Regierung.

Dummerweise heißt das aber nicht, dass die Richtung, in die es gehen soll, falsch ist. Es war nur ohnehin schon schwer zu stemmen und ist nun durch Trump nahezu unmöglich geworden.

Wer allerdings glaubt, dass Parteien, die sich lieber mit Russland als mit den USA verbünden würden, die bessere Regierung darstellen könnten, der muss blind, taub und blöd sein.

Die Ära Trump wird vorüber gehen. Es wird einige Zeit dauern, bis die Trümmer, die er hinterlassen hat, beseitigt sind, aber die USA werden über kurz oder lang wieder der Bündnispartner sein, der sie waren. Glücklicherweise hat Trump derart am Rad gedreht, dass er viele Anhänger verloren hat und er verliert täglich weitere. Inzwischen sind da vielen die Augen aufgegangen und das dürfte auch dazu führen, dass ein Nachfolger mit ähnlichem Stil sich nicht mehr so schnell etablieren können wird. Selbst die Republikaner werden so schnell keinen solchen Kandidaten mehr unterstützen und selbst ein Republikaner als nächster Präsident der USA wird sehr viele von Trumps verrückten Neuerungen wieder einstampfen.

Das bedeutet nicht, dass wir plötzlich wieder aufhören können, Geld in Verteidigung zu investieren, aber es wird nicht mehr so schmerzhaft sein, dieses Geld aufzuwenden, wenn die wirtschaftliche Situation und die Zusammenarbeit mit den USA sich wieder normalisiert.

Das wird allerdings auch dazu führen, dass angebliche Investoren aus dem MAGA-Lager oder dessen Dunstkreis, wie Musk, abspringen werden. Zu den vielen Baustellen, die eine neuer US-Präsident übernimmt, gehört nämlich auch die deutliche Einschränkung des Wirkungsgrads der Tech-Milliardäre. Da werden einige Steuererleichterungen in der Versenkung verschwinden...

Investoren werden nur kommen, wenn eine starke Partei mit wirtschaftlicher Kompetenz an der Regierung ist, die versteht, dass man der Industrie einen Standort auch schmackhaft machen muss.
Allerdings nicht durch Prämien, die eingesackt werden, nur um beim erstbesten Zeitpunkt wieder zu gehen (erinnert sich noch jemand an NOKIA?), sondern durch nachhaltige Konditionen, die Wettbewerbsfähigkeit ermöglichen.

Da sehe ich bei AfD, Linken, Grünen und SPD (wieder in dieser Reihenfolge) schwarz.

Die richtige Regierung für die Post-Trump-Ära wäre die Union ohne jedweden linken Einfluss. Es ist zwar unwahrscheinlich, aber eine wieder erstarkte FDP mit einer stabilen Führung wäre der einzig denkbare Koalitionspartner.

Leider wird das nicht passieren, weil die unpopulären Maßnahmen, auch wenn sie hundertmal richtig sind, bei den Menschen zu Ablehnung führen, die nur von 12:00 bis zum Schlag denken und nur ihre eigene Börse sehen - das sind bekanntermaßen die meisten.


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AfD

13.09.2026 um 13:20
Zitat von InterestedInterested schrieb:Ok, damit dürfte alles zusammengefasst sein.
Wie bringst du diese beiden Zitate in Zusammenhang?


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AfD

13.09.2026 um 13:47
Zitat von LepusLepus schrieb:Quelle:
Wikipedia: Tokenismus

Sobald sie ausgedient haben, lässt man sie fallen.
Wie damals Frauke Petry und Bernd Lucke, die verdrängt wurden, als der radikale Flügel die Oberhand gewann.
Das ist plausibel aber warum lassen sie sich für sowas benützen?
Zitat von AuweiaAuweia schrieb:Wieso tut dann der gemäßigte Herr Demagbo nichts gegen die Faschisten in der Partei?
Ehrlich? Ich weiß es nicht. Vllt hat er auch nicht genügend Einfluss.
Zitat von AuweiaAuweia schrieb:Herr Demagbo duldet Faschisten und Rechtsextreme in seiner Partei. Er arbeitet sogar mit ihnen zusammen. Was ist daran gut herzig?
Daran nichts, das war auf andere Dinge bezogen.


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AfD

13.09.2026 um 14:02
Zitat von NeustarterNeustarter schrieb:Na ja, mal sehen. Ich denke, die Union wird einen Wandel hinbekommen, wenn die festgesessene Bräsigkeit einer jüngeren Generation Platz macht. Amthor zähle ich übrigens zur festgesessenen Bräsigkeit dazu ... ;)
Amthor ist ja auch bereits 80. :D
Aber es gibt keine jüngere Generation, die nachrücken kann.
Die Wähler sterben der Union weg und sie wird in der Bedeutungslosigkeit verschwinden bis 2050 oder vielleicht eher.
Zitat von CommonsenseCommonsense schrieb:Sollte das eigentlich die FDP sein? Weil:
Zitat von CommonsenseCommonsense schrieb:Die richtige Regierung für die Post-Trump-Ära wäre die Union ohne jedweden linken Einfluss. Es ist zwar unwahrscheinlich, aber eine wieder erstarkte FDP mit einer stabilen Führung wäre der einzig denkbare Koalitionspartner.
Die FDP hab ich total vergessen, ich glaube auch, dass sie sich nicht wieder erholen wird, zumindest hoffe ich das. :D
Zitat von CommonsenseCommonsense schrieb:Der Rechtsruck, der ja nicht nur in Deutschland entstanden ist, wurde nicht zuletzt verursacht, weil die konservativen Parteien in den letzten zwei Jahrzehnten immer weiter nach links gerutscht sind.
Das wird jetzt bei der CDU langsam wieder korrigiert, ist aber in der derzeitigen Regierung nicht erkennbar, denn da herrschen ja immer noch Zugeständnisse an den Koalitionspartner vor.
Ich glaube eher, weil schon seit Jahrzehnten nichts mehr getan wurde.
Alle Politiker waren nur noch damit beschäftigt den Status Quo aufrecht zu erhalten, um ihre Pfründe nicht zu gefährden und haben auf die Bürger geschissen (das ist jedenfalls mein Eindruck).
Die einen haben sich dann der rechtsextremen AfD zugewandt und wählen Faschisten.
Zitat von ToxidToxid schrieb:1. Rundfunkverträge kündigen: Wird sicher nicht so leicht umsetzbar sein, wenn doch dann muss eine Ersatzlösung her.
Zahlen müssen sie trotzdem, ist also alles nur wieder Augenwischerei.
Man kann den Staatsvertrag nicht einseitig kündigen.
Es muss dann auch einen Ersatz geben und das wäre dann ein Propaganda-Sender.
Vielleicht könnte man Aktivist Mann, Björn Banane und Weichreite als Moderatoren einstellen.
Zitat von ToxidToxid schrieb:2. Abschiebungen: Dürfte relativ einfach umsetzbar sein, alle Ausreisepflichtigen auch zum Ausreisen zu bewegen. Die große Remigrationswelle wird es nicht geben, außer die Migranten ergreifen selbst die Flucht in andere Bundesländer. Und selbst das könnte die AfD für sich als Sieg verbuchen.
Könnte schnell gemacht sein, aber eben nur bei tatsächlich ausreisepflichtigen Personen und das sind nicht viele.
Sobald das durch ist, ist Leerlauf und was passiert dann?
Zitat von ToxidToxid schrieb:3. Arbeitspflicht: Da, wo Arbeitskraft gebraucht wird, gerade im direkten Umfeld der Migranten, sollte es umsetzbar sein. Arbeitspflicht, wie damals beim Euro-Job wird schwierig, da für diese Arbeiten ja mittlerweile Mitarbeiter vorhanden sind. Da dürfte es schon an der Orga scheitern.
Ein Land kann das nicht einfach selbst bestimmen, dafür ist der Bund da und da gibt es bereits ein Gesetz zu (§ 5 AsylbLG).
Das ist Bundesrecht und die Landes-AfD hat da keine Handlungsoptionen.
Zumal ein Arbeitszwang gegen das Grundrecht verstößt und gegen das Gleichbehandlungsgesetz, würde ich meinen.
Zitat von ToxidToxid schrieb:4. Geldstreichungen: Ich weiß nicht genau, inwieweit und wie viele NGOs aus der Landeskasse finanziert werden, dürfte aber ein leichtes sein, diese Verträge aufzukündigen und das ist sicher im Interesse vieler AfD-Wähler.
Viele Verträge laufen auch über Bundesmittel und können daher nicht einfach vom Land gekündigt werden.
Da hängen Co-Finanzierungsverträge dran, wenn ich nicht irre.
Das ist übrigens einer der Punkte mit denen die AfD die Demokratie aushöhlen will.
Zitat von ToxidToxid schrieb:5. Führerschein-Hilfe: Easy umzusetzen mit Bildungsgutscheinen oder dergleichen. Ob das finanzierbar ist, wird sich zeigen. Ist ja kein Land mit riesiger Einwohnerzahl, dürfte überschaubar sein.
Dafür ist kein Geld da, es müsste also woanders massiv eingespart werden, mir würde da der Gesundheits- und Sozialbereich einfallen und das würde viele AfD-Wähler direkt betreffen - viel Spaß damit, kann ich nur sagen. :D
Zitat von ToxidToxid schrieb:6. Für Kinder von Asylbewerbern sind Sonderklassen geplant, dazu Wachschutz an schwierigen Schulen: Halte ich für vertretbar, warum nicht? Auch jetzt gibts schon Integrationsschulen, nicht nur für Migranten. Das dürfte im Sinne der Asylbewerber und den herkömmlichen Klassen sein. Asylbewerber können gezielt geschult werden und andere werden nicht ausgebremst durch Sprachbarrieren und Lernschwierigkeiten, seit Jahren gang und gäbe für beeinträchtigte Schüler aller Art.
Verstößt gegen das Gleichbehandlungsgesetz und das Diskriminierungsverbot, ist also nicht umsetzbar.
Ist verfassungsrechtlich nicht machbar und pädagogisch nicht sinnvoll.
Zitat von ToxidToxid schrieb:7. An jeder Schule soll an Schultagen die deutsche Bundesflagge wehen: Einfach umzusetzen und im Sinne wohl vieler Eltern, gerade bei AfD-Wählern.
Die einzige Option, die ohne Hindernisse umgesetzt werden kann, denke ich und sie bringt den Leuten genau: Gar nichts! :troll:
Zitat von ToxidToxid schrieb:8. Der Slogan des Landes soll von „#moderndenken“ in „#deutschdenken“ geändert werden: Unsinnig aber auch umsetzbar, wenn sie es denn gerne so haben wollen.
Ist machbar, aber auch hier wieder:
Gleichbehandlungsgrundsatz, Diskriminierungsverbot und würde vermutlich kassiert werden.
Da haben die AfDler direkt wieder was für ihr Narrativ, warum sie scheitern (natürlich sind die anderen Schuld).
Zitat von ToxidToxid schrieb:9. Ministerien abbauen: Kein Problem, eine Umstrukturierung der Ministerien sieht man häufig bei Regierungswechsel, keine große Sache.
Ist machbar.
Aber Herr Siegmund hat da keinerlei Plan.
Warum? Weil er immer ausweicht, wenn man ihn zum Beispiel konkret fragt, welche Ministerien er streichen will.
Außerdem:
Die Einsparungen werden gering sein, weil bei so etwas nichts komplett gestrichen wird, sondern einzelne Ministerien einfach zu größeren Ministerien zusammengelegt werden.
Es muss also alles weiterhin finanziert werden, auch wenn zum Schein ein Ministerium weg ist.
Zitat von ToxidToxid schrieb:10. Corona-Ausschuss: Sollen sie machen, auch umsetzbar. Was dabei herauskommen soll, weiß ich nicht. Aber machbar.
Ist rechtlich auf Landesebene machbar, aaaaaaaber:
So ein Ausschuss ist zeit- und ressourcenintensiv und liefert am Ende nur wenig Ergebnisse und noch weiger politische Konsequenzen, weil auch gerade die wesentlichen Entscheidungen damals in der Pandemie auf Bundesebene und in Infektionsschutzgesetz verankert waren.
Und mein persönlicher Grund, warum das Zeitverschwendung ist:
Es ist inzwischen vollkommen egal! Die Welt hat sich längst weitergedreht und die AfD weiß das auch.
Sie bedienen damit lediglich einen Teil ihrer Klientel, die auf Corona-Verschwörungen hängengeblieben ist und das sind vermutlich nicht wenige, weil sich die AfD ja auch aus vielen Leuten der Querdenker-Bewegung zusammensetzt, ist mein Eindruck.
Das ist einer der Köder für Wähler gewesen, wie eben auch das mit den Abschiebungen etc.:
Die AfD-Spitze weiß, dass das entweder nichts bringt, scheißegal ist, scheitern wird und/oder von vorne herein nicht umsetzbar sein wir, weil nur auf Bundesebene durchführbar, aber sie versprechen es trotzdem, weil sie ihren Wählern damit Hoffnung machen wollen (mit Lügen) und wenn es dann scheitert haben sie zuvor schon das Narrativ in Umlauf gebracht, dass sie ja nicht am Scheitern Schuld sind, sondern Berlin/der Bund/die Altparteien und dIe gRüNeN!
Zitat von rainloverainlove schrieb:Das ist plausibel aber warum lassen sie sich für sowas benützen?
Ganz einfach: Geld und Macht.
Sie machen sich jetzt die Taschen voll und wenn sie irgendwann abgesägt werden, haben sie ausgesorgt und Kontakte für weitere Macht und weiteres Geld.


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AfD

13.09.2026 um 14:05
Zitat von FellatixFellatix schrieb:Bei den Grünen gibts da schon den einen oder anderen mit Kompetenz. Mehr noch als bei einer völlig abgehalfterten SPD.
Deswegen hatte ich die Grünen ja auch als letzte in der Aufzählung. Aber die Einschätzung, dass es da mehr gäbe, als in der SPD, teile ich nicht. Da gibt es schon welche, die etwas mehr Verständnis der Materie mitbringen, die sind derzeit aber nicht in den passenden Positionen. So oder so ist aber die SPD auch nicht die richtige Wahl für dieses Problem.
Zitat von FellatixFellatix schrieb:Zu Merz, er hat international und außenpolitisch bemerkenswerte Ein- und Klarsicht, in vielen Dingen, nicht nur Ukraine und Russland.
Da hatte er sich auch intensiv vorbereitet, wie Robin Alexander mal in nem Porträt ausführte.
Er hat international tatsächlich ein weit besseres Standing als zu Hause. Das mag daran liegen, dass er etwas mehr nachdenken muss, wenn er seine Worte in Englisch wählt und deswegen seltener Unsinn raushaut, den er besser nicht gesagt hätte.
Zu Hause macht er keine gute Figur und das war absehbar. Ich spreche ihm keineswegs fachliche Kompetenz ab, nur soziale - und er ist eine Mimose.
1. Rundfunkverträge kündigen: Wird sicher nicht so leicht umsetzbar sein, wenn doch dann muss eine Ersatzlösung her.

2. Abschiebungen: Dürfte relativ einfach umsetzbar sein, alle Ausreisepflichtigen auch zum Ausreisen zu bewegen. Die große Remigrationswelle wird es nicht geben, außer die Migranten ergreifen selbst die Flucht in andere Bundesländer. Und selbst das könnte die AfD für sich als Sieg verbuchen.

3. Arbeitspflicht: Da, wo Arbeitskraft gebraucht wird, gerade im direkten Umfeld der Migranten, sollte es umsetzbar sein. Arbeitspflicht, wie damals beim Euro-Job wird schwierig, da für diese Arbeiten ja mittlerweile Mitarbeiter vorhanden sind. Da dürfte es schon an der Orga scheitern.

4. Geldstreichungen: Ich weiß nicht genau, inwieweit und wie viele NGOs aus der Landeskasse finanziert werden, dürfte aber ein leichtes sein, diese Verträge aufzukündigen und das ist sicher im Interesse vieler AfD-Wähler.

5. Führerschein-Hilfe: Easy umzusetzen mit Bildungsgutscheinen oder dergleichen. Ob das finanzierbar ist, wird sich zeigen. Ist ja kein Land mit riesiger Einwohnerzahl, dürfte überschaubar sein.

6. Für Kinder von Asylbewerbern sind Sonderklassen geplant, dazu Wachschutz an schwierigen Schulen: Halte ich für vertretbar, warum nicht? Auch jetzt gibts schon Integrationsschulen, nicht nur für Migranten. Das dürfte im Sinne der Asylbewerber und den herkömmlichen Klassen sein. Asylbewerber können gezielt geschult werden und andere werden nicht ausgebremst durch Sprachbarrieren und Lernschwierigkeiten, seit Jahren gang und gäbe für beeinträchtigte Schüler aller Art.

7. An jeder Schule soll an Schultagen die deutsche Bundesflagge wehen: Einfach umzusetzen und im Sinne wohl vieler Eltern, gerade bei AfD-Wählern.

8. Der Slogan des Landes soll von „#moderndenken“ in „#deutschdenken“ geändert werden: Unsinnig aber auch umsetzbar, wenn sie es denn gerne so haben wollen.

9. Ministerien abbauen: Kein Problem, eine Umstrukturierung der Ministerien sieht man häufig bei Regierungswechsel, keine große Sache.

10. Corona-Ausschuss: Sollen sie machen, auch umsetzbar. Was dabei herauskommen soll, weiß ich nicht. Aber machbar.
Umso besser, wenn Du und alle AfD-Wähler überzeugt sind, dass sich die meisten Punkte ganz einfach umsetzen lassen, wird das Erwachen vielleicht schneller gehen, als befürchtet.

Interessanter fände ich, mal von Dir zu lesen, was Du von so tollen Punkten hältst, wie "Rundfunkverträge kündigen"?

So, wie sich das hier liest, scheinst Du dich mit den meisten Punkten ja anfreunden zu können.
Zitat von LepusLepus schrieb:Ich glaube eher, weil schon seit Jahrzehnten nichts mehr getan wurde
Das ist richtig, hat aber weniger mit den "Pfründen" zu tun, schätze ich. Tja, nun will eine neue Regierung sich genau um die Dinge kümmern, die Jahrzehntelang liegen gelassen wurden und dafür werden sie erst richtig abgelehnt - finde den Fehler!


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AfD

13.09.2026 um 14:19
Zitat von rainloverainlove schrieb:
Zitat von LepusLepus schrieb:Sobald sie ausgedient haben, lässt man sie fallen.
Wie damals Frauke Petry und Bernd Lucke, die verdrängt wurden, als der radikale Flügel die Oberhand gewann.
Zitat von rainloverainlove schrieb:Das ist plausibel aber warum lassen sie sich für sowas benützen?
Luke und Petry wurden nie benutzt im Sinne von Token. Richtig ist, daß man sie aus ihren Posten gedrängt hat weil sie sich gegen die stärker werdende Rechte nicht mehr durchsetzen konnten, es war nie geplant sie als Token zu instrumentalisieren und das ist auch nie geschehen.


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