AfD
um 08:54Oder wie bei der JA/Generation Deutschland.Neustarter schrieb:Na doch, das geht schon. Ein Verbotsverfahren zieht sich ja einige Jahre hin, bis das Verbot erteilt wird. Bei der NPD sind die meisten Anhänger ja auch zur AfD gewechselt - Wähler inklusive - nachdem das Verbotsverfahren eingeleitet worden ist. Man sucht sich also entweder eine andere Partei aus, die es schon gibt und unterwandert sie oder man gründet eine andere Partei und lässt es zu, dass sie unterwandert wird. Formal würde das schon gehen.
Deutschland ist so passiv was die AfD betrifft, dass noch nicht mal da eingegriffen wird...
Ich glaube eher, dass die Wähler nur noch auf Populismus reagieren und Show.Neustarter schrieb:Diese ganze europaweite Entwicklung hat gezeigt, welches Potenzial bislang bei den Nichtwählern verborgen geblieben ist. Setzt man auf Populismus und kitzelt diese Leute hervor an die Wahlurnen, bricht sich rechtsextremes Denken Bahn, welches auf einzelne und radikale Maßnahmen setzt, um der Komplexität der wahrgenommenen Probleme Herr zu werden. Dasselbe kann man ja auch in den USA beobachten.
Für mich ein interessantes Muster, dem man längerfristig nur mit Ehrlichkeit auf Augenhöhe begegnen kann, um Wählerpotenzial wieder an die Parteien des demokratischen Spektrums an sich zu binden.
Ehrlichkeit hat die AfD nicht groß gemacht, sondern Lügen und "Ausländer raus!".
Die Menschen wollen, dass es anderen schlechter geht als ihnen, das reicht für sie schon.
Was mir auch klar geworden ist:
Die AfD hat im Osten auch deshalb so gewonnen, weil sie viele Feste organisiert haben.
Das simuliert Bürgernähe und was war es, was die Leute angezogen hat - neben Bier und Wurst.
Und dann noch der Verkäufer Ulrich Siegmund, der perfekt so tun kann, als wäre er charmant und würde sich für die Leute interessieren.
Und was tat beispielsweise Sven Schulze, der Spitzenkandidat der CDU in Sachsen-Anhalt?
Er tritt freitags zum letzten Mal vor die Kameras und verpisst sich dann bis Sonntag... :palm:
Commonsense schrieb:Die Antwort ist doch eigentlich, dass man CDU/CSU wählt, wenn man konservativ ist und SPD und oder Grüne, wenn man es nicht ist.
Genau das...Commonsense schrieb:So wäre das unter normalen Bedingungen ein Szenario - aber offensichtlich stimmt es nicht, denn die Parole "Ausländer raus!" greift offenbar deutlich besser als jedes noch so stimmige Konzept.
Es ist wie bei Trump, wie @Neustarter schon schrieb:
Populismus und Hetze wirken.
Angst machen und sich als Heilsbringer inszenieren - das zieht mehr als Wahrheit.
Ich bin auch schon sehr auf die nächsten Wahlen gespannt...Commonsense schrieb:Und dass im Osten die Fremdenfeindlichkeit höher ist als im Westen, ist ja auch nichts Neues. Leider ist sie im Westen auch nicht so niedrig, wie man es sich gewünscht hätte.
"Fun" Fact: Sachsen-Anhalt hat einen der geringsten Ausländeranteile aller Bundesländer, aber meines Erachtens nach den größten Hass gegen Migranten - geschürt von der AfD.







