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Atheisten oder Gläubige, wer ist ignoranter?

4.202 Beiträge, Schlüsselwörter: Religion, Glaube, Atheismus

Atheisten oder Gläubige, wer ist ignoranter?

26.12.2012 um 00:42
Und du bist ne Null? :D ;) @DonFungi
Zur Definition: Fungis sind lecker


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Atheisten oder Gläubige, wer ist ignoranter?

26.12.2012 um 01:22
@-Therion-  

Ich habe mich auch schon mit der Idee der jungen Seele beschäftigt, als ich mich mit Reinkarnation beschäftigt habe. Es liegt nahe, soetwas bei mir anzunehmen, wenn man an Reinkarnation glaubt. Aber wissen tun wir es natürlich nicht. Ich selbst finde bei mir ja auch keine Anhaltspunkte dazu, darum habe ich mich entschlossen, diese Frage, was ich denn nun im Kontext der Reinkarnation sei, einfach so stehen zu lassen.  
Letzendlich kann ich für mich sagen, das ich die Frage, ob es Reinkarnation gibt offen lassen kann- ich glaube weder daran, das es sie gibt, noch bin ich davon überzeugt, das es sie nicht gibt.
Ich habe keine Erklärung für diese Phänomene, bemühe mich aber auch nicht ernsthaft, welche dafür oder dagegen zu finden. Es liegt einfach daran, dass ich den Eindruck habe, es sei für mich nicht besonders wichtig.
Fanszinierend sind Berichte auf jeden Fall, aber ich weiß nicht, ob du das kennst, wenn man einfach weiß, das etwas für einen selbst nicht "dran" ist. Darum kann ich vielleicht auch so offen darüber reden, da ich keine Meinung dazu habe...hm.
Ich kann immer nur auf das zurückkommen, was ich erlebt habe- dies berührte die Reinkarnation in keinster Weise- ich bin auch nicht immer so geistesgegenwärtig, wenn ich ein Gotteserlebnis habe, "ihn" dann nach allem Möglichen zu fragen. Wenn ich etwas erfrage, bekomme ich auch Antwort- wie ich im letzten Post versucht habe darzulegen. Aber so viele Gotteserlebnisse hatte ich in meinem Leben nun auch nicht, dass sie mir die Welt und auch die Welt jenseits dieser Welt erklären. Schade ist das, aber vielleicht auch gut, denn dann habe ich noch etwas, das ich euch fragen kann :)

Natürlich habe ich das Gleichnis mit der Geschichte verstanden- es ist auch meiner Meinung nach die einzige Art, wie man mit dieser Frage gesund umgehen kann, wenn man von Reinkarnation ausgeht.
Und bei mir wirst du keine Vorwürfe lesen, Therion, sondern ausschließlich Fragen, Vorwürfe sind etwas für Kleingeister (sry, sehe ich aber so) oder verletze Seelen (die dann mein ganzes Mitgefühl haben).

Was mich wundert ist, das dieses Argument allerdings nicht akzeptiert (ich habdich gelesen, @der-Ferengi :)) wird, wenn es um die Frage geht, warum "Gott"soviel Leid zulässt.
Für mich, die ich einen persönlichen Gott erlebt habe und hoffentlich auch wieder erlebe (ist ja nicht so, dass ich ne Standleitung hätte) erklärt sich die Frage nämlich ähnlich.
Wir Menschen sehen Teile und schließen dann ganz arrogant daraus, wir wüssten alles- wir müssen uns aber klar sein, das wir nur Teile sehen. So sind meine Gotteserlebnisse natürlich auch nur Fragmente. Fragmente einer großen Wahrheit, die zu erfassen ich auf diesem Erdenleben nicht in der Lage sein werde. Ich personifiziere "Gott", da ich ihn als eine Person erlebt habe- ich könnte mir gut vorstellen, das es für mich einfacher ist, Wahrheiten so zu erfassen und dieser "Gott" ganz anders und viel größer ist, als ich ihn erlebt habe.  Eigentliche gehe ich sogar davon aus.  

Was mit den leidenden Kindern passiert, da habe ich Schwierigkeiten dies auf deine Geschichte umzulegen. Mein Problem dabei ist, das ich da eine ähnliche Gefahr des Missbrauchs in der Reinkarnationslehre sehe, wie im Christentum. Da herrscht ja manchmal die Auffassung, Gott würde Leid entweder zulassen, weil er bestrafen will......oder weil wir nicht genügend für Heilung gebetet hätten. Frei nach dem Motto : "Du musst mehr beten" wird dann jedem vorgeworfen, der eine Krankheit hat, er wäre mit Gott uneins oder hätte nicht genügend gebetet- sich also nicht genügend angestrengt.....
Es ist eine Sache, das so daherzuschreiben, richtig weh tut es, wenn man das selbst erlebt- da kann ganz schön viel in einem Menschen zerstört werden.....

Vergleicht man die Reinkarnationslehre mit dem Christentum: Die Reinkarnationslehre, wie ich sie aus deinen Beschreibungen verstanden habe, Therion, geht davon aus, das wir uns selbst erlösen können. Und auch gezwungen sind, das zu tun- sonst fällt man ja immer in die Materie zurück-ins nächste Leben. Also kann man sich ja auch nur bedingt entscheiden. So "aussteigen" geht ja leider nicht.

Das Christentum geht davon aus, das die Erlösung durch Jesus Christus schon geschehen ist, man also nichts tun kann, nie etwas tun konnte und auch nie etwas tun wird, das man erlöst wird-Vollkommenheit erlangt. Vollkommenheit/Erlösung ist demnach ein Geschenk, welches man nicht in enorm vielen Leben immer wieder versuchen muss durch viel Lernen zu erlangen. Der Idee nach soll sogar die Veränderung des Menschens im Christentum keine Folge der Lehre sein-sondern eine Folge der Erlösung und des Innewohnen des heiligen Geistes. Das dreht alles um, was hier teilweise an Vorurteilem vom Christentum gesagt wurde, und auch zugegebenerweise immer wieder von Christen gelebt wird. Ich bete Gott nicht an, weil er das will, und braucht, sondern weil etwas in mir Ausdruck sucht- eine tiefe Freude, beispielsweise.
Ich denke, das ist das Problem, das ich mit der Reinkarnationslehre habe. Mir geht es jetzt nicht darum, ob es Reinkarnation gibt oder nicht, aber diese Lehre der Selbsterlösung durch viele gelebte Leben.....hm...da ist das Christentum doch eine ziemlich gute Abkürzung,oder? (natürlich unter der Vorraussetzung, das es wahr ist).  

Danke für dein Lob bezüglich des Selbsbewusstseins...man bemüht sich *knicks mach*
Ich habe aber auch zuviel erlebt, um als Endprodukt dessen engstirnig zu sein- auch und gerade mit dem Christentum und "Gottes Bodenpersonal". Außerdem hast du eh aufgrund dessen, was du über deine Geschichte erzählt hast einen "Bonus" bei mir- ich habe selbst sehr viel negatives im Christentum erlebt, ich weiß auch, wie es ist, in tiefster Not zu schreien und keine Antwort zu bekommen....etc.etc...(ich erzähle lieber nicht mehr- ist alles sehr furchtbar)- ich kann darum wirklich gut nachvollziehen, was dich da weggetrieben hat. Manche Dinge, die auch auf psychologischer Ebene im Christentum passieren sind dermaßen zerstörerisch, dass man sich oft fragt, wen die da wirklich anbeten....

Zusätzlich wissen wir doch alle hier (denke ich zumindest) das unsere Wahrheit doch nur Stückwerk sein kann- und wir unseren Horizont nur dadurch erweitern können, wenn wir einander zuhören und voneinander lernen.  

Eine Frage Therion habe ich aber schon an Dich: Du sagst, du seist von der Reinklarnationslehre sehr überzeugt. Meine Überzeugung gründet sich ja in vielerlei Hinsicht auf persönliche Erfahrung.   Wie ist es mit Dir? Hast du persönliche Erfahrungen auf einem Gebiet, das die Reinkarnationslehre streift? Ist es diese Faszination anderer Kulturen oder auch deine Kindheitserlebnisse, die dich zu dem Schluss kommen ließen, das die Reinkarnationslehre für Dich Sinn macht? Ich kann mir einfach nicht vorstellen, das es nur ein logisches Konzept ist für Dich, da muss doch irgendwas sein, was Dirch ganz persönlich angesprochen hat. Oder irre ich mich?  

@der-Ferengi
Ich hab dein Problem mit Gott grad nicht verstanden- davon ausgehend, das dieser Gott allmächtig ist und ich doch nur einen winzigen Teil dieses Gottes erlebt habe (wie oben beschrieben) und vielleicht auch nur einen persönlichen Gott erlebe, weil meine Seele so besser Wahrheiten ergreifen kann- oder Defizite gefüllt werden sollen......wo ist das Problem, sich etwas vorzustellen, das dies alles schaffen kann-oder vielleicht sogar dies Hier und Jetzt immer durchdringt? Oder liegt das Problem darin begründet, das wir uns was unterschiedliches unter dem Begriff "Gott" vorstellen?  

@Malthael
Ja- ich kann die Auffassung der Gnostiker gut nachvollziehen. Wenn man schon "erlöst" ist, muss man ja nix mehr tun. Dann kann man ja da weitermachen, wo man aufgehört haben- beim  morden und so. Außerdem sind dann andere "nicht erlöst" und die kann man dann ja abschlachten, die kommen dann ja eh nicht mehr in den Himmel.  
Und weil wir alle schuldig sind, müssen wir nun alle büßen-am besten durch monatliche Ablassbriefe- mit fetten Alimenten an die Priester, die dann "im Namen Jesu" die Absolution erteilten.  

Ganz allgemein gesehen aber:
Hm, bei Konzepten, die anbieten, sich selbst zu erlösen besteht die Gefahr in dem Hochmut zu glauben, man sei weiter als andere, es wäre die eigene Leistung und wers halt nicht schafft, der hat Pech gehabt. Wenn man an Reinkarnation glaubt, dann haben wir hier die Gefahr, das man diesbezüglich auch schon gleich am Status desjenigen ablesen kann, was er damals verbrochen hat. Ein Hauptschüler aus einer Arbeiterfamilie, der als Putzkraft arbeitet hat demnach in allen Belangen selbst Schuld- wer weiß, wen er letztes Leben um die Ecke gebracht hat- im Gegensatz zum Millionär mit Dr. Titel-der hat sich letzes Leben vielleicht ein bischen besser aufgeführt. Wers nicht schafft, der macht halt ein paar tausende Leben durch- manchen brauchen nur zehn oder so- und dann sind sie im Himmel-aus eigener Kraft.  

Bei dem Konzept, bei dem die Erlösung extern durch einen Erlöser erfolgt besteht auch die Gefahr des Hochmutes. Andere sind nicht erlöst-haben selnst auch Schuld, könnte sich die Erlösung zum Nulltarif doch auch abholen. Wieso sollte ich mich auch ändern und auf meine Lebensführung achten- ich bin doch erlöst- ist doch eh alles vollkommen egal.   Also irgendwie, wenn ich mir beides so betrachte: Erlösung durch Selbsterlösung oder Erlösung durch einen externen Erlöser, dann stelle ich mir folgende Fragen:  
1. Der Mensch glaubt irgendwie, er muss erlöst sein/werden (warum eigentlich?)
2. Beide Konzepte sind konträr zueinander- welches ist jetzt die Wahrheit-oder kann beides wahr sein?
3. Kann es sein, das die negatioven Elemente beider Ideen (Selbsterlösung vs. Fremderlösung) jeweils dann stark zu Tage treten, wenn das Konzept, welches ein geistliches ist, zusehr weltlich, auf die materiell Art sieht, wie Therion es mir beschrieb für die Reinkarnationn? Also sind das dann nur Karikaturen der wirklichen Glaubenslehren?  

öhm..ok. das waren so meine Gedanken. Nun schwirrt mir aber der Kopf :)


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Atheisten oder Gläubige, wer ist ignoranter?

26.12.2012 um 09:43
Rejana schrieb:Fanszinierend sind Berichte auf jeden Fall, aber ich weiß nicht, ob du das kennst, wenn man einfach weiß, das etwas für einen selbst nicht "dran" ist. Darum kann ich vielleicht auch so offen darüber reden, da ich keine Meinung dazu habe...hm.
ich kennes das gegenteil von dem nämlich es einfach zu wissen/spüren das es richtig ist, eine innere überzeugung und sicherheit die keine zweifel aufkommen lässt. das ist vergleichbar mit deinen glaube an gott du brauchst keine beweise du weisst es für dich.
Rejana schrieb:Vorwürfe sind etwas für Kleingeister (sry, sehe ich aber so) oder verletze Seelen (die dann mein ganzes Mitgefühl haben).
sehe ich genauso ....
Rejana schrieb:Was mit den leidenden Kindern passiert, da habe ich Schwierigkeiten dies auf deine Geschichte umzulegen. Mein Problem dabei ist, das ich da eine ähnliche Gefahr des Missbrauchs in der Reinkarnationslehre sehe, wie im Christentum. Da herrscht ja manchmal die Auffassung, Gott würde Leid entweder zulassen, weil er bestrafen will......oder weil wir nicht genügend für Heilung gebetet hätten.
ich kann das auch einer anderen perspektive sehen wenn du von leidenten kindern sprichts weil ich selbst eines davon war. vielleicht nicht auf die selbe art und weise die du dir gerade vorstellst bzw es selbst erlebt hast aber dennoch weiss ich was es bedeutet zu leiden seelisch wie körperlich.

rückblickend auf diese zeit des leides muss ich dir aber ehrlich sagen dass mir nichts besseres hätte passieren können denn es formte nicht nur meine persönlichkeit/sichtweise/einstellung sondern war auch ausschlaggeben dafür, dass ich dadurch die innere stärke und kraft bekam die schwierigkeiten die später auf mich zukamen zu bewältigen und nicht daran zu zerbrechen was mit sicherheit passiert wäre.

und entschuldige wenn ich das jetzt sage, ich denke auch dir hätte nichts besseres passieren können und das meine ich wirklich ehrlich und im positiven sinne.
auch dein leid formte deine persönlichkeit, gab dir kraft und selbstbewusstsein das ich in jeden deiner sätze spüren kann. du bist dadurch dieser mensch geworden der du heute bist, ein wundervoller mensch mit toleranz, verständnis, stärke aber vorallem eine person mit persönlichkeit.

sieh dir nur an die menschen die geliebt, behütet und ohne schwierigkeiten und oft in reichtum und glück aufwachsen. menschen die nicht um liebe und anerkennung kämpfen müssen, die mit gesundheit gesegent sind und keine schlechten erfahrungen machen.
diese menschen streben immerzu weiter nach macht und materiellen werten wissen kleinigkeiten nicht zu schätzen und kennen oft keine dankbarkeit oder mitgefühl weil sie es als selbstverständlich erachten dieses leben zu führen.

in hinblick auf die persönliche weiterentwicklung muss ich ehrlich sagen würde ich so ein leben nicht führen wollen und einen leidvollen lebensweg vorziehen denn erst wenn man negatives erlebt hat, leid erfahren hat kann man wertschätzung empfinden gegenüber anderen lebewesen aber auch gegenüber sich selbst und daraus resultiert auch mitgefühl, respekt, disziplin, toleranz verständnis ectr.
Rejana schrieb:oder weil wir nicht genügend für Heilung gebetet hätten
ich hörte mal von einen gläubigen menschen, dass ich FALSCH gebetet hätte und das machte mich wirklich wütend. wie kann ein kind das sich in seiner verzeiflung an gott wendet mit der bitte um liebe, anerkennung und den wunsch nicht mehr seelisch verletzt/geschlagen zu werden FALSCH beten ? was wäre das für ein herzloser, egoistischer gott der seine hilfe auf gund dessen jemanden verwehrt.
alleine von dieser annahme auszugehen ist abslolut irrational und widerspricht jeder logik des glaubens und der von gott selbst aufgestellten gebote/der lehre von liebe.
Rejana schrieb:Ich denke, das ist das Problem, das ich mit der Reinkarnationslehre habe. Mir geht es jetzt nicht darum, ob es Reinkarnation gibt oder nicht, aber diese Lehre der Selbsterlösung durch viele gelebte Leben.....hm...da ist das Christentum doch eine ziemlich gute Abkürzung,oder? (natürlich unter der Vorraussetzung, das es wahr ist).
das ist richtig und sehe ich genau so ...... die religion ist eine abkürzung aber auch ein umweg man nimmt sich dabei die eigenverantwortlichkeit und auch ein stückweit die entscheidungsfreiheit so wie ich das sehe/empfinde.
die religion gibt den weg vor den man zu gehen hat, wie und an was man glauben soll und was man tun muss um ewiges leben/das paradies zu erlangen da bleibt nicht viel spielraum für persönliche wünsche, meinungen und ansichten.

man akzeptiert so wie es ist/geschrieben steht und das verleitet meines erachtens auch dazu in seiner eigenen kleinen welt gefangen zu bleiben da man laut religion gar nicht über den tellerand hinaus sehen darf. ich beziehe das auf die bibelstelle wo steht, dass man gott nicht anzweifeln, hinterfragen oder sich neben ihm andere götter suchen sollte.

und ein umweg deshalb weil es doch viel einfacher und meines erachtens auch effektive wäre alle erwartungen, wünsche, hoffungen, gebete ectr. an mich selbst bzw. durch mich selbst zu erfüllen anstatt einen gott vorzuschieben. einfach den glauben umzulegen auf den glauben an mich selbst und mir meiner eigenen göttlichkeit bewusst werden.
Rejana schrieb:Das Christentum geht davon aus, das die Erlösung durch Jesus Christus schon geschehen ist, man also nichts tun kann, nie etwas tun konnte und auch nie etwas tun wird, das man erlöst wird-Vollkommenheit erlangt
also um es rational auszudrücken - der mensch ist ein niemand, nichts steht über gott und niemand wird jemals gottgleich sein, der mensch ist und bleibt ein ewiger versager egal was er tut er hat zu gehorchen als diener gottes -

und genau das ist es was es unnötig macht an sich selbst zu arbeiten, seine persönlichkeit zu formen, sich weiterzuentwickeln um nicht auf einer stufe stehen zu bleiben, die erlösung ist ja bereits geschehen und man kann nichts tun um vollkommen zu werden. also kann ich es gleich sein lassen an mir zu arbeiten.

sorry aber ich weigere mich einfach das als erstrebenswert zu empfinden ..... da kann mich auch kein ewiges leben oder paradis locken ich würde das sogar als bestechung ansehen :)

also ich persönlich möchte das nicht haben, es ist der einfache weg den ich nicht gehen möchte. für mich liegt nämlich der sinn im leben darin mich auf geistig/mentaler aber auch persönlicher ebene weiterzuentwickeln ohne grenzen die mir von einen gott vorgeschrieben werden. und ich will der mensch werden/sein der ICH sein möchte. und diese herausforderung bin ich gerne bereit anzunehmen weil ich kein diener eines gottes sein möchte sondern mir selbst dienen und meine eigenständigkeit nicht nehmen lassen mächte.

ich möchte selbstverantwortlich mein leben führen und nur mir selbst gegenüber rechenschaft ablegen müssen. ich möchte meinen weg selbst bestimmen, mein ziel selbst festlegen und frei in meinen entscheidungen sein. fehler machen können/sollen und auch dürfen denn das ist für mich weiterentwicklung/erkenntniss und keine sünde die ich zu bereuen hätte.
Rejana schrieb:Eine Frage Therion habe ich aber schon an Dich: Du sagst, du seist von der Reinklarnationslehre sehr überzeugt. Meine Überzeugung gründet sich ja in vielerlei Hinsicht auf persönliche Erfahrung. Wie ist es mit Dir? Hast du persönliche Erfahrungen auf einem Gebiet, das die Reinkarnationslehre streift? Ist es diese Faszination anderer Kulturen oder auch deine Kindheitserlebnisse, die dich zu dem Schluss kommen ließen, das die Reinkarnationslehre für Dich Sinn macht? Ich kann mir einfach nicht vorstellen, das es nur ein logisches Konzept ist für Dich, da muss doch irgendwas sein, was Dirch ganz persönlich angesprochen hat. Oder irre ich mich?
das war eigentlich ein jahrzehntelanger entwicklungsprozess auf grund meiner erlebnisse/erfahrungen die ich machte. ich versuchte zu hintergründen warum ich soviel negatives erfuhr und wollte einfach antworten haben und wusste einfach das die antwort nicht gott sein konnte.

dadurch beschäftigte ich mich mit den unterschiedlichsten religionen, der wissenschaft, physik, biologie und ganz intensiv mit psychologie aber auch esoterik. ich stieß dabei auf prinzipien wie ursache-wirkung/aktion-reaktion, ectr.

speziell ursache-wirkung/aktion-reaktion hat mich überzeugt weil ich es umlegen konnte auf mein leben und ich es aus einen anderen blickwinkel betrachten konnte. jede aktion die ich setzte ergab konsequenzen für mich aber auch für andere personen was wiederum der auslöser für weitere negative reaktionen war die schlussendlich wieder auf mich zurückfiehlen.

ich wurde mir meiner selbstverantwortung bewusst und sah meine fehler, konnte mir diese eingestehen und arbeitete an meiner persönlichkeit.

ich erkannte, dass ich nicht von anderen erwarten kann/soll das ich mir erstens selbst nicht geben kann und zweitens anderen personen gegenüber nicht erbringe. das heisst wenn ich mich nicht selbst lieben und anerkennung schenken kann und ein dementsprechendes mürrisches, nicht wertschätzendes verhalten an den tag lege dann darf ich mich nicht wundern wenn mich andere ebenfalls nicht lieben und anerkennen können und ich dadurch negative erfahrungen mache.
- "du erntest was du säst".

ich erkannte weiters auch das wenn ich positiv denke und handle durchwegs positive reaktionen erhalte und dadurch einfluss auf mein leben nehmen kann. erlebte ich etwas negatives fragte ich mich "was habe ich getan das diese reaktion erfolgte" und fand immer die antwort darauf. so glich ich auch mein selbstbild mit dem fremdbild ab um der mensch zu werden als der ich auch gesehen/empfunden werden möchte. und dieser prozess kommt auch nie zum stillstand.

aus diesen ganzen erkentnissen schlussfolgerte ich schließlich dass negative erlebnisse lernprozesse sind um zu erkentnissen zu gelangen und weiterentwicklung der eigenen persönlichkeit eine oder besser gesagt MEINE persönliche lebensaufgabe ist die weit über den tod hinausgeht. auch weil es keinen sinn machen würde nur dieses eine leben zu leben weil ein leben alleine dazu nicht ausreicht um vollkommen zu werden.
"erkenne dich selbst werde der du bist".

zum thema reinkernation möchte ich noch etwas anfügen ....
wenn du über eine wiese gehst und eine verwelkte blume siehst dann setzen das viele menschen mit dem tod gleich. andere menschen so wie ich, sehen aber das ganze, erkennen ein system nämlich nicht nur die blume die verwelkt sondern den neuanfang der daraus entstehen wird indem sich insekten davon ernähren werden, der erde nährstoffe zugeführt und durch andere kleinstlebewesen wie baktereien ectr. die erde vorbereitet wird für eine andere form von leben. vielleicht entsteht an dieser stelle ein grashalm, eine distel, eine brennessel oder unkraut aber vielleicht auch wieder eine blume.

teilweise haben wir uns diesen kreislauf doch auch zu nutzen gemacht indem wir ausgediente rohstoffe wiederverwerten und neu beleben. überall in der natur ist ein kreislauf zu erkennen warum sollte das also auf den menschen nicht auch zutreffen.

es kommt eigentlich nur auf die sichtweise, die inner einstellung an ob zb. ein zur hälfte gefülltes glas wasser halb voll oder halb leer ist oder ober es nur das ist was es ist ein glas gefüllt mit wasser :)

ich denke das ist ein guter denkansatz um zu verdeutlichen was ich meine :)
Rejana schrieb:Ein Hauptschüler aus einer Arbeiterfamilie, der als Putzkraft arbeitet hat demnach in allen Belangen selbst Schuld- wer weiß, wen er letztes Leben um die Ecke gebracht hat- im Gegensatz zum Millionär mit Dr. Titel-der hat sich letzes Leben vielleicht ein bischen besser aufgeführt. Wers nicht schafft, der macht halt ein paar tausende Leben durch- manchen brauchen nur zehn oder so- und dann sind sie im Himmel-aus eigener Kraft.
sorry wenn ich mich kurz einmische obwohl du mich nicht angesprochen hast aber du hast eine falsche vorstellung von reinkernation habe ich das gefühl .... es geht nicht darum sein jetziges leben damit zu entschuldigen seine früheren leben dafür verantwortlich zu machen sondern darum das man erkennt worann es liegt dass man in dieser situation ist die man nicht für richtig hält, die lehre dahinter erkennt und sich seiner eigenverantwortlichkeit bewusst wird.

um bei deinen beispiel des hauptschüler zu bleiben der als putzkraft arbeitet .... wenn dieser hauptschüler zufrieden mit der situation ist, dann ist es doch in ordung wie er lebt. dann wäre das lebensziel vermutlich ZUFRIEDENHEIT erlernen sich mit dem zufrieden zu geben das man hat und dennoch glück zu empfinden.

wenn er allerdings darin eine bestrafung oder ungerechtigkeit sieht dann muss er erkennen lernen, das nur er alleine einfluss auf sein leben hat, er muss seine einstellung ändern und etwas tun um sich aus dieser situation zu befreien.

es ist quasi als möglichkeit zu sehen daran zu wachsen indem ich akzeptiere und glücklich bin oder die chance ergreife und sage ich will so nicht leben also tu ich was. im vordergrund steht immer der lernprozess der entweder akzeptieren, heisst oder weiterentwicklung. wobei akzeptieren wie oben schon erwähnt auch weiterentwicklung bedeuten kann je nachdem welchen lernprozess man sich selbst auferlegt hat, welche weiterentwicklung erfolgen soll.

wenn ich mir selbst als seele sage ich möchte durch harte vielleicht "niedrige" arbeit erfahren was es heisst dennoch stolz auf mich zu sein und mich hinaufarbeiten, durch eigeniniziative meine chancen ergreifen und mich beruflich zu verbessern dann stelle mich vor diese aufgabe als hauptschüler putzen zu gehen .....

dann kommt es darauf an hab ich den willen zur veränderung? erkenne ich die chance? wie reagiere ich ? resigniert ich oder kämpft ich, füge ich mich meinen seinem oder sehe ich es als herausforderung an. werde ich es akzeptieren oder an andere die verantwortung abschieben, mürrisch und depressiv werden .....

die frage ist immer :

----> erfülle ich die aufgabe die ich mir als seele gestellt habe, lerne ich das was ich eigentlich lernen wollte oder muss ich nochmals reinkernieren weil das lebensziel nicht erkannt wurde ?

alle negativen gefühle die man auf sich selbst oder ander hat resultieren aus einer falschen reaktion und deuten darauf hin dass man sich seiner lebensaufgabe nicht bewusst ist, das ziel nicht erreichen wird. was sich auch aus negativen erlebnissen bzw. immer wiederkehrenden mustern wiederspiegelt die sich erst auflösen wenn man sich seiner eigenverantwortlichkeit bewusst wird und dagegensteuert.
Rejana schrieb:im Gegensatz zum Millionär mit Dr. Titel-der hat sich letzes Leben vielleicht ein bischen besser aufgeführt.
wenn ich mir als seele eine aufgabe stellen müsste aus der ich lernen soll welche bedeutung immaterielle werte haben dann würde ich als millionär reinkernieren.

ist ist immer konträr zu sehen zu dem was du bist und hast sonst wäre es ja keine weiterentwicklung.
Rejana schrieb:1. Der Mensch glaubt irgendwie, er muss erlöst sein/werden (warum eigentlich?)
nein es gibt nichts wovon ich erlöst werden muss/sollte. reinkernation ist ein weiterentwicklungsprozess der vollkomenheit verspricht. erfahrungen zu sammeln egal auf welche weise kann niemals negativ betrachtet werden und daher kann man auch nicht von erlösung sprechen sondern eher von aufstieg in eine höhere bewusstseinsebene.
Rejana schrieb:2. Beide Konzepte sind konträr zueinander- welches ist jetzt die Wahrheit-oder kann beides wahr sein?
das ist die große frage auf die wir niemals ein antwort bekommen können nicht in diesen leben :)
Rejana schrieb:3. Kann es sein, das die negatioven Elemente beider Ideen (Selbsterlösung vs. Fremderlösung) jeweils dann stark zu Tage treten, wenn das Konzept, welches ein geistliches ist, zusehr weltlich, auf die materiell Art sieht, wie Therion es mir beschrieb für die Reinkarnationn? Also sind das dann nur Karikaturen der wirklichen Glaubenslehren?
ich denke das ist wirklich so .... wir sind viel zu sehr verwurzelt mit der weltlichen realitat und beschäftigen uns zu wenig mental also mit der geistigen ebene die eigentlich meines erachtens nach an oberster stelle stehen sollte.


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Malthael
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Atheisten oder Gläubige, wer ist ignoranter?

26.12.2012 um 10:37
Rejana schrieb:Ja- ich kann die Auffassung der Gnostiker gut nachvollziehen. Wenn man schon "erlöst" ist, muss man ja nix mehr tun. Dann kann man ja da weitermachen, wo man aufgehört haben- beim morden und so. Außerdem sind dann andere "nicht erlöst" und die kann man dann ja abschlachten, die kommen dann ja eh nicht mehr in den Himmel.
was laberst du da?
du verdrehst alles wie es dir passt.
hast du schon mal jemals in der geschichte gehort, dass gnostiker angehöriger anderer religionen abschlachten? nein das kennt man nur von christen und moslems und anderer monoteistischer religionen mit absolutheitsanspruch.

ausserdem predigen die gnostiker, dass du nur dich selbst erlösen kannst.
während die monotheistischen religionen dir einbleuen, dass du machtlos bist und nur ein messias dich retten kann.
Rejana schrieb:Hm, bei Konzepten, die anbieten, sich selbst zu erlösen besteht die Gefahr in dem Hochmut zu glauben
weil die gottgläubigen natürlich kein bisschen hochmütig sind. meine güte denkt mal vorher nach bevor du schreibst.


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LucaTM
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Atheisten oder Gläubige, wer ist ignoranter?

26.12.2012 um 10:49
Also wenn man die Natur und alle Lebensformen und das damit verbundene Ökosystem anschaut, ist doch die Mutmassung, dass dahinter eine Intelligenz steckt, weitaus grösser, als die Ansicht: "Alles per Zufall entstanden"; oder nicht?

Und dies ändert sich nicht, wenn man wissenschaftlich an die Untersuchung unseres Universums geht!


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Kayla
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Atheisten oder Gläubige, wer ist ignoranter?

26.12.2012 um 10:49
@Malthael
Malthael schrieb:ausserdem predigen die gnostiker, dass du nur dich selbst erlösen kannst.
Hi, Wie recht du hast.:)
Gnosis ist unmittelbare Erkenntnis von dem was wirklich ist und Jeder steht in der Mitte seiner eigenen Wirklichkeit, somit ist es tatsächlich so, das gnostisches Erkennen der eigenen individuellen Beschaffenheit im Universum auch eigenverantwortliche Erlösung bedeutet. Ein Messias kann zwar auf diese Eigenverantwortung hindeuten, aber erlösen muss man sich schon selbst.


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Reigam
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Atheisten oder Gläubige, wer ist ignoranter?

26.12.2012 um 10:57
LucaTM schrieb:Also wenn man die Natur und alle Lebensformen und das damit verbundene Ökosystem anschaut, ist doch die Mutmassung, dass dahinter eine Intelligenz steckt, weitaus grösser, als die Ansicht: "Alles per Zufall entstanden"; oder nicht?
Es war nicht plötzlich alles sofort da, wie heute. Es war eine Entwicklung von Millionen/Milliarden von Jahren. Neue Dinge entwickelten sich, alte starben aus. Dinosaurier entwickelten sich zu Vögeln weiter, kam vorstellbar. Der Neandertaler starb aus, da er sich im Vergleich zum Homo Sapien nicht anpassen konnte usw. usw.

"nach Christi" sind 2000 Jahre vergangen. Davor kann man nur einige tausend Jahre (menschliche Kultur) etwas genauer zurückverfolgen. Doch was war in den aber MILLIONEN davor (Urzeitmenschen mal außen vor gelassen)? Eben. Da entwickelte sich alles zu dem, wie wir es heute kennen. Vielleicht ist der Mensch in 100.000 schon wieder von der Bildfläche verschwunden?


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LucaTM
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Atheisten oder Gläubige, wer ist ignoranter?

26.12.2012 um 11:05
@Reigam

Selbst diese Entwicklung muss nicht durch Zufall entstanden sein!

Ausserdem denke einmal genauer über die Evolutionstheorie nach:
1. Zeige mir Versteinerungen und Funde, die nicht in sich selbst ein harmonisches System bilden und noch eine Evolution nötig hätten.
2. Durch zufällige Mutationen müssten Millionen und Milliarden von krückenhaften und disharmonischen Fossilien und Versteinerungen sichtbar sein; gibt es nicht.
3. Wie soll ein angehender Vogel, der während den Millionen von Jahren, bis er flugfähige Flügel hat, überleben mit diesen Stummeln und woher "weiss" die Natur, dass er der "stärkere" werden wird?
4. Wieso sollte es bei jeder zufälligen Mutation noch zufällig zur selber Zeit am gleichen Ort ein Gegengeschlecht geben, um sich zu paaren, damit dieses Geschöpf nicht wieder ausstirbt?
5. Wenn das Leben aus Materie entsteht, wieso können wir kein Leben zeugen aus Materie alleine? "Ja die Wissenschaft ist noch nicht so weit, das kommt aber noch" - ist kein Argument
6. Irgendwie haben sich Atome gebildet, sie flitzen auseinander, aber dennoch verdichten sie sich und bilden verschachtelte Galaxien- und Sternenhaufen. Wie geht das? Das ist nämlich für uns die wichtigste Frage!

Nur weil ich die Evolutionstheorie kritisch hinterfrage und denke, sie ist Unsinn, bin ich noch lange kein Kreationist oder wissenschaftsfeindlich; aber diese Theorie wird sich nicht mehr lange halten, da immer mehr kritischer Stoff seitens Wissenschaftler veröffentlicht wird.


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Reigam
ehemaliges Mitglied

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Atheisten oder Gläubige, wer ist ignoranter?

26.12.2012 um 11:17
Gibt ja schon einen anderen Thread bezüglich Evolution, wo alles erklärt wird.
LucaTM schrieb:Wie geht das?
LucaTM schrieb:a die Wissenschaft ist noch nicht so weit, das kommt aber noch" - ist kein Argument
Eben. Nur weil es der Mensch noch nicht kapiert, muss nicht ein Gott die Antwort sein. Vor 200 Jahren hätte kein Mensch gewusst, wie ein Fernseher funktioniert und es wäre "Magie" gewesen, einfach unvorstellbar. Jetzt soll die Wissenschaft aber heute schon alle Details kennen? Das passt nicht. Aber wenn man sieht, wie viel Fortschritt die Menschenheit allein in den letzten 100 Jahren gemacht hat....da kann man positiv gestimmt sein. Bisher konnte man alles logisch nachvollziehbar erklären, ohne das ein "Schöpfergott" eine Rolle spielen muss.
bin ich noch lange kein Kreationist oder wissenschaftsfeindlich; aber diese Theorie wird sich nicht mehr lange halten, da immer mehr kritischer Stoff seitens Wissenschaftler veröffentlicht wird.
Das ist das schöne an der Wissenschaft. Sie hat keinen Wahrheitsanspruch, wenn es eine neue WISSENSCHAFTLICHE Theorie gibt und sich diese beweisen lässt, gilt die Evolutionstheorie nicht mehr. Die Antwort "Ich kapiers nicht - Gott wars" wie bei so vielen Gläubigen, gehört aber nicht dazu. Gibt ja genügend Spezies die Glauben, dass Gott die Welt in 6 Tagen erschaffen hat oder das der Mensch aus Lehm enstand.


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LucaTM
ehemaliges Mitglied

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Atheisten oder Gläubige, wer ist ignoranter?

26.12.2012 um 11:29
@Reigam

Ja, solche Menschen gibt es leider wirklich; es gibt leider aber auch zu viele Wissenschaftler, die anerkannte Themen kritiklos annehmen und auf denen aufbauen, ohne sie selbst zu überprüfen, was früher die Bibelfundamentalisten genau gleich machten.
Reigam schrieb:Aber wenn man sieht, wie viel Fortschritt die Menschenheit allein in den letzten 100 Jahren gemacht hat....da kann man positiv gestimmt sein.
Der Schein trügt. Das Leben sollte durch die vielen technischen Automatisierungen leichter werden, wir arbeiten jedoch trotzdem hart wie die Esel; Die Depressions- und Suizidrate steigen in den Industrieländern mehr und mehr (mit dem sogenannten "Fortschritt"); usw.

Technischer Fortschritt muss nicht zwangsläufig ein menschlicher Fortschritt sein.


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Atheisten oder Gläubige, wer ist ignoranter?

26.12.2012 um 12:05
@LucaTM
LucaTM schrieb:Technischer Fortschritt muss nicht zwangsläufig ein menschlicher Fortschritt sein.
Der mangelnde menschliche Fortschritt ist z.B. durch die Gier zu erklären. Geld, Geld und nochmals Geld. An der Technik liegt es nicht.

Zu Deinen Thesen:
LucaTM schrieb:1. Zeige mir Versteinerungen und Funde, die nicht in sich selbst ein harmonisches System bilden und noch eine Evolution nötig hätten.
Es wird im Bereich der Paläonthologie noch gegraben und geforscht. Dies wird auf Ewig so weitergehen. Die Erde spuckt halt nicht die Fossilien einfach so aus.
LucaTM schrieb:2. Durch zufällige Mutationen müssten Millionen und Milliarden von krückenhaften und disharmonischen Fossilien und Versteinerungen sichtbar sein; gibt es nicht.
Der Neandertaler war so.. krückenhaft. Man hat die Fossilien gefunden und sogar neuerdings festgestellt, das wir alle.. Neandertaler-Gene in uns tragen. Durch Vermischung mit dem Homo Sapiens, der sich als erfolgreicher herausgestellt hat.
3. Wie soll ein angehender Vogel, der während den Millionen von Jahren, bis er flugfähige Flügel hat, überleben mit diesen Stummeln und woher "weiss" die Natur, dass er der "stärkere" werden wird?
Zu Zeiten der Dinos gab es auch Flugsaurier.
LucaTM schrieb:4. Wieso sollte es bei jeder zufälligen Mutation noch zufällig zur selber Zeit am gleichen Ort ein Gegengeschlecht geben, um sich zu paaren, damit dieses Geschöpf nicht wieder ausstirbt?
Es gibt auch Zwitter. Schnecken befruchten sich selbst.
Zudem ist erwiesen, das Saurier Eier legten. Nicht nur eines. Daraus erhöhte sich natürlich die Chance für weiblich/männliche Geschlechter. Und auch die Chance für die Erhaltung der eigenen Art.

Für den Rest empfehle ich Dir folgende Seite:
http://dancelikeamonkey.wordpress.com/


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26.12.2012 um 12:08
@LucaTM
LucaTM schrieb:... Das Leben sollte durch die vielen technischen Automatisierungen leichter werden, wir arbeiten jedoch trotzdem hart wie die Esel; ...
So ? Wie lange arbeitest Du denn täglich? 8Std.?
Kannst Du Dir vorstellen doppelt so lange auf Arbeit zu sein?

Noch vor 150 Jahren mußten Menschen 16Std. (und länger)
arbeiten, allerdings für einen Stundenlohn, den Du in nur ei-
ner Minute verdienst.

Also erzähl' nicht so einen Mist, daß Du wie ein Esel arbeiten
muß, es hat Dich schließlich niemand zur Unterschrift des Ar-
beitsvertrages gezwungen, da ja freie Arbeitswahl herrscht.

Zum Thema Evolution: Diskussion: 40 Fragen an Evolutionisten


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26.12.2012 um 12:35
LucaTM schrieb:... Das Leben sollte durch die vielen technischen Automatisierungen leichter werden, wir arbeiten jedoch trotzdem hart wie die Esel; ...
ich möchte dich auch in einer zeit sehen wo die technologische entwicklung noch nicht so fortgeschritten war und man wirklich noch mit seinen händen in der erde wühlen musste um zb. kartoffel auszugraben.

der fehler unserer heutigen fortgeschrittenen welt ist, dass es an wertschätzung und dankbarkeit fehlt und immer nur das materielle oder macht im vordergrund steht.
LucaTM schrieb:Die Depressions- und Suizidrate steigen in den Industrieländern mehr und mehr (mit dem sogenannten "Fortschritt"); usw.
das hat nichts mit fortschritt zu tun sondern resultiert daraus das die menschen immer mehr das bewusstsein für sich selbst verlieren und menschlichkeit schon zum fremdwort geworden ist. die werte haben sich auf materielle ebene verlagert und die arbeit an der eigenen persönlichkeit wird vernachlässigt. eigene fehler werden verleugnet und anderen die schuld dafür gegeben wenn das eigene leben nicht so läuft wie man sich das vorstellt anstatt die fehler an sich selbst zu suchen.

DDAASS ist das problem - EGOISMUS!


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26.12.2012 um 15:54
@Malthael
Ich hatte nicht die Gnostiker beschrieben, sondern in harten Worten das, was man aus dem Christentum machen kann und was die Gnostiker daran auch kritisieren- darum kann ich deren Einstellung nachvollziehen.
Den vorwurf, den du als das auffasst, was ich den Gnostikern entgegenbringe-habe ich für das Christentum in dem Post gemeint.

Lies das was ich schrieb mal bitte ohne Verteidigungsreflexe, und guck mal genauer. Ist ein reines Missverständnis.


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Malthael
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26.12.2012 um 16:31
Rejana schrieb:Lies das was ich schrieb mal bitte ohne Verteidigungsreflexe, und guck mal genauer. Ist ein reines Missverständnis.
lies dir bitte deinen eigenen text durch.
Rejana schrieb:Ja- ich kann die Auffassung der Gnostiker gut nachvollziehen. Wenn man schon "erlöst" ist, muss man ja nix mehr tun. Dann kann man ja da weitermachen, wo man aufgehört haben- beim morden und so. Außerdem sind dann andere "nicht erlöst" und die kann man dann ja abschlachten, die kommen dann ja eh nicht mehr in den Himmel.
Und weil wir alle schuldig sind, müssen wir nun alle büßen-am besten durch monatliche Ablassbriefe- mit fetten Alimenten an die Priester, die dann "im Namen Jesu" die Absolution erteilten.
und da wunderst du dich, dass es zu missverstädnissen kommt?
im 2. satz wirfst du den gnostikern vor, sie glauben sich schon als erlöst und müssen jetzt nix mehr tun.

hier ma was zum thema gnosis und erlösung.

"Die eine der zwei Klassen der Menschheit trägt den höheren Lichtfunken in sich, die andere ist ganz der niederen Welt verfallen (Satornil). Im Gegensatz zum christlichen Erlöser, der in der Geschichte wirkt, vollzieht sich die Erlösung der Gnosis im Mythus und am Weltende."


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26.12.2012 um 17:39
@Malthael
Ein einaches "ups-vertan" hätte auch gereicht. Man bricht sich ja keinen Zacken aus der Krone, wenn man mal was falsch verstanden hat.
Ich werfe niemandem irgendwas vor. Ich beleuchte "Pro" und "Contra" bestimmter Ansichten und was daraus entstehen kann.

Entspann dich mal.


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26.12.2012 um 18:25
@-Therion-

Ja, ich denke, das kann ich nachvollziehen. Es ist eine tiefe Überzeugung, die keine Beweise bedarf.   Wenn du das "leidende Kinder" auf uns beziehst, dann sieht man dahingehend sicherlich einen Nutzen. Ich sehe das für mich ebenso-vieleicht ein wenig anders, indem ich sage, das Gott aus Scheiße Gold machen kann. Wenn man sich jetzt aber die vielen hunger leidenden Kinder ansieht, Kinder ohne Chance, die nie alt genug werden, um überhaupt ein Leben leben zu können, das ansatzweise dem gleicht, wie wir es erleben.... da stockt doch jede Religion oder Glaubensüberzeugung, oder?  

Ja, das Christentum und seine Erklärungen zu Thema "Beten" sind echt problematisch. Oder eher, diverse Menschen dahinter, die extrem unsensibel sind. Einfach zu sagen: "Ich weiß nicht, warum es so ist, wie es ist, aber du hast nichts dalsch gemacht" hätte Dir auf jeden Fall mehr geholfen, als solche "Lösungsansätze".
Ich erlebe das heute noch von Christen, das sie immer wieder meinen, sie müssten Erklärungen für Dinge bei Kindern suchen, die wirklich doch die Schwächsten in unserer Gesellschaft sind. Herzlos ist das und wütend kann mich das auch machen.  
Ich stimme Dir zu, dass Menschen, die sehr behütet aufgewachsen sind, sich oft dadurch auszeichen, dass sie sehr unsensibel sind und wenig Tiefgang haben. da steht man manchmal fassungslos daneben, wenn man solche Menschen erlebt und wie sie mit dem Leid anderer umgehen. Ich habe auch schon erlebt, dass Leid und Schwierigkeiten diese Menschen sensibler und umgänglicher machen kann, demzufolge denke ich, das hinter der Idee, das Leid Menschen auch gut formen kann wirklich etwas hintersteckt.  
Ja, mit Religion kann man sich Eigenverantwortlichkeit nehmen, aber ehrlicherweise kann genau diese Idee, das Erlösung da ist,unabhängig von dein eigenen Taten auch erheblich viel Druck nehmen. Der Glaube ohne Werke ist tot und wenn aus einem glaubensleben keine Taten folgen, dann muss man sich schon fragen, was schief läuft. So lehren es ja auch die Religionen.
Ich denke bei beiden Lehren, der Selbsterlösung und der Fremderlösung läuft man Gefahr auf einer Seite vom Pferd zu fallen, wenn man diese nicht versucht, gemäßigt zu sehen.

Für mich ist es zum Beispiel sehr belebend, zu wissen, das ich für meine Erlösung nichts mehr tun muss, es ermöglicht mir enorm viel Freiheit und neuen Raum welcher vorher mit sehr viel Leistungsdruck angefüllt war.  
Ich erlebe durch meinen Glauben das Gegenteil von dem, was du sagst. Ich erlebe in mir durch meinen Glauben erst die Freiheit zum echten, selbtverantwortlichem Leben. Ich empfinde auch keinen Zwang in meinem Glauben oder eine bewusste Vorgabe meines Weges. Die Bibel sehe ich als Orientierungshilfe, mit der ich ab und an meinen moralischen Kompass eichen kann- natürlich mit dem NT und mich auch immer wieder gut daran erinnern kann, das mir trotz meiner Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit auch Grenzen als Mensch gesetzt sind- die ich gut akzeptieren kann. Aber sicherlich liegt das auch an meinem Lebensweg und dem, was ich erlebt habe.
Es tut auch sehr gut, mal zu wissen, das man für bestimmte Dinge, die einem im Leben passiert sind eben nicht selbst verantwortlich ist, Dinge, wo einen keine Schuld trifft. A
uch setzt mich mein Glaube an Gott frei, sehr wohl über den Tellerrand zu schauen, denn um meine Erlösung muss ich mich ja nicht kümmern, die hat jemand anders bewerkstelligt.  

Hm, das was du übers Christentum sagt, würde ich als "vom Pferd fallen" bezeichnen. Das, was du als beklemmend empfindest würde wohl jeder als beklemmend empfinden- denn das der Mensch wertlos sein, das lehrt das Christentum nicht- so wie ich es verstanden habe.
Wenn man mal die Erfahrung gemacht hat, das Dinge passieren, für die man sich jahrelang selbst die Schuld gibt, und dann wird man sich gewahr, das man diese Schuld nicht hat, dann richtet das die ganze Seele auf, Therion.
Ob der Mensch jemals gottgleich wird- naja, wenn man sich als "Kinder Gottes" bezeichnet- dann ist man das wohl schon, oder? Zumindest "geistlich" gesehen.
Die Reinkarnationslehre versucht es durch Eigenleistung, bei meinem Glauben ist es ein Geschenk. So, wie du das Christentum darstellst, finde ich es auch nicht sondrlich erstrebenswert :) Und das Paradies ist dann auch nichts weiter als Bestechung :)  
Du hast Recht, entweder das Glas ist halbvoll oder halbleer. Es ist alles eine Frage der Einstellung.  

Ich finde es sehr bereichernd, deine Gedanken zu lesen, übrigens!


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26.12.2012 um 19:31
Gwyddion schrieb:Es wird im Bereich der Paläonthologie noch gegraben und geforscht. Dies wird auf Ewig so weitergehen. Die Erde spuckt halt nicht die Fossilien einfach so aus.
Doch trotzdem sind wir im Besitz vieler Fossilien und Funde, und beinahe alle zeigen keine Evolutions-Bedürftigkeit und auch sieht man die "nichtreduzierbare Komplexität". Und der wichtigste Punkt ist, dass z.B. ein "angehender" Vogel mit Stummelflügeln bis zur Vollendung - was Millionen von Jahren gehen würde - sofort aussterben würde.
Gwyddion schrieb:Der Neandertaler war so.. krückenhaft. Man hat die Fossilien gefunden und sogar neuerdings festgestellt, das wir alle.. Neandertaler-Gene in uns tragen. Durch Vermischung mit dem Homo Sapiens, der sich als erfolgreicher herausgestellt hat.
Durch die ansteigende Zahl von Fossilien wird die Trennlinie zwischen den Lebensformen - und so auch beim Homo Sapiens - immer grösser; das heisst, eine Makroevolution wird immer unwahrscheinlicher.
Gwyddion schrieb:Zu Zeiten der Dinos gab es auch Flugsaurier.
Das ist keine Antwort.
Gwyddion schrieb:Es gibt auch Zwitter. Schnecken befruchten sich selbst.
Zudem ist erwiesen, das Saurier Eier legten. Nicht nur eines. Daraus erhöhte sich natürlich die Chance für weiblich/männliche Geschlechter. Und auch die Chance für die Erhaltung der eigenen Art.
Diese Tatsachen werden bei der Wahrscheinlichkeit eines zufälligen Vorhandenseins zur gleichen Zeit und gleichem Ort eines gleichmutierten Gegengeschlechts wohl kaum etwas ausmachen.

Schau' Dir einmal alte Tempel an, bei denen Megalith-Steine bis zu 2000 Tonnen vorhanden sind, was bedeutet, dass die Menschen früher fortgeschrittener waren als wir heute.
Gwyddion schrieb:Für den Rest empfehle ich Dir folgende Seite:
Danke.
der-Ferengi schrieb:So ? Wie lange arbeitest Du denn täglich? 8Std.?
Kannst Du Dir vorstellen doppelt so lange auf Arbeit zu sein?

Noch vor 150 Jahren mußten Menschen 16Std. (und länger)
arbeiten, allerdings für einen Stundenlohn, den Du in nur ei-
ner Minute verdienst.
Das war bestimmt nicht immer so! Vielleicht die letzten 5000 Jahre, aber wie oben erwähnt, schau' Dir einmal Monumente alter Hochkulturen an; die Bausteine sind bis zu 2000 Tonnen schwer, was ahnen lässt, was diese Menschen konnten. Hatten sie den "Fortschritt" der Technisierung, den wir haben?


@-Therion-
Ja, es liegt allerdings am Egoismus!
Solange also der Mensch sein Bewusstsein nicht ändert, können wir noch so viel technisieren und die Umwelt und daher uns damit zerstören, Frieden werden wir nicht haben.


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26.12.2012 um 19:35
@LucaTM
LucaTM schrieb:Schau' Dir einmal alte Tempel an, bei denen Megalith-Steine bis zu 2000 Tonnen vorhanden sind, was bedeutet, dass die Menschen früher fortgeschrittener waren als wir heute.
Nein. Es beweist nur, das man den Urahnen zu wenig zugetraut hat, bei der Bewältigung von schier unlösbaren Aufgaben. Forschritt.. nahm damals seinen Anfang. Und er wird weitergehen solange es Menschen gibt.
LucaTM schrieb:Durch die ansteigende Zahl von Fossilien wird die Trennlinie zwischen den Lebensformen - und so auch beim Homo Sapiens - immer grösser; das heisst, eine Makroevolution wird immer unwahrscheinlicher.
Ich kann da bisher keine Belege für verbuchen. Hast Du da evtl. welche?


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LucaTM
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26.12.2012 um 19:40
Gwyddion schrieb:Nein. Es beweist nur, das man den Urahnen zu wenig zugetraut hat, bei der Bewältigung von schier unlösbaren Aufgaben. Forschritt.. nahm damals seinen Anfang. Und er wird weitergehen solange es Menschen gibt.
"Zu wenig zugetraut"? Wie erklärst Du Dir das Tragen eines 2000 Tonnen schweren Steines? Diese Menschen brauchen Werkzeuge oder ansonsten eine Möglichkeit, die unserer weit überlegen ist. Diese Monumente sind häufig älter als 5000 Jahre; was sagt unsere Geschichtsschreibung über die damaligen Zustände der Menschheit?
Gwyddion schrieb:Ich kann da bisher keine Belege für verbuchen. Hast Du da evtl. welche?
Ich kann Dir keine Direktquelle dazu geben. Jedoch wirst Du Informationen dazu finden, wenn Du nach der Entwicklung der sog. "missing links" forschst.


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