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Was steht wirklich in der Bibel?

25.928 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Bibel ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Was steht wirklich in der Bibel?

17.12.2025 um 11:23
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Ezechiel visionierte/prophezeite ja den Untergang und die Wiederauferstehung Jerusalems, daher komme ich auf die beiden Worte "Gerechtigkeit und Verderb"
Nein, kommst Du nicht. Du sprachst von Gerechtigkeit für die Einen, Verderb für die anderen. Hesekiel spricht von Unheil wie Heil für die selben Adressaten. Jetzt Bedrängung, Untergang, Exil, dann Heil. Seine Botschaft ist eben die Ankündigung des Heils. Im Unheil ist man ja schon. Hesekiels prophetische Laufbahn fing im fünften Jahr seines Exils in Babylon an. Klar gibts da auch ne theologische Deutung des Unheils, aber die Botschaft ist das zu erwartende Heil. Ganz wie ich schrieb. Aber Du machtest daraus ein "klar Heil - für die einen, aber für die anderen ---> Verderb".

Lüg hier also nicht rum.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Wie soll denn Gerechtigkeit für die Juden entstehen in der Prophezeiung wenn nicht ein anderer leidet
Wenn die Unterdrückung und Exilierung für alle zu ende ist???

Ich sags ja, Du willst auf Deine vorgefaßte Wertung hinaus, schei* auf den Befund!
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Hier sind wir ja genau an dem Punkt der Interpretation.
Du jedenfalls interpretierst. Du interpretierst etwas hinein. Nicht heraus. Ideolog durch und durch. Und damit beende ich es.


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17.12.2025 um 11:27
Um das Ganze auch näher zu verdeutlichen. In Genesis beispielsweise finden sich Bilder und Beschreibungen vom Anfang der Welt, etwa dass Gottes Wirken mit den "Wassern" verbunden ist. Ich lese das nicht naturwissenschaftlich, sondern bildhaft und trotzdem ist es für mich interessant, dass die moderne Kosmologie davon spricht, dass der frühe Kosmos keinen festen Zustand hatte, sondern eher etwas Dynamisches, nahezu "flüssiges". Das deckt sich also ziemlich gut.

Ähnlich beim Menschen: In Genesis wird der Mensch nicht als fertiges Produkt beschrieben, sondern als jemand, der geformt und ausgestaltet wird. Auch das ist für mich nachvollziehbar, weil wir genau dieses Prinzip in der Realität beobachten können, Entwicklung in Etappen, Wachstum, Reifung. Jeder Mensch beginnt unfertig und wird erst über Zeit zu dem, was er ist. Für mich sind das natürlich keine wissenschaftlichen Beweise, aber Plausibilitäten. Sie zeigen, dass die Aussagen des Textes nicht losgelöst von der Wirklichkeit sind. Und genau das erwarte ich auch von einem Text, der beansprucht, mehr zu sein als reine Symbolik oder Mythologie.


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17.12.2025 um 11:40
Zitat von Carl138Carl138 schrieb:Gleichzeitig finde ich aber, wenn ein Text Aussagen über die Wirklichkeit macht z. B. über den Menschen, die Welt oder Gott selbst, dann müssen diese Aussagen am Ende auch mit der Realität übereinstimmen.
Du kannst finden, was Du willst, aber das ist Dein Privatvergnügen. Wenn Jesus Gleichnisse davon erzählt, wie ein Pächter beim Ackerumgraben einen Schatz findet, allen Besitz verkauft, mit dem Geld den Acker erwirbt und so in den Besitz des Schatzes kommt, dann ist das schlicht ne erfundene Geschichte, unhistorisch, fiktiv, Märchen. Aber darum gehts schlicht nicht, sondern um die "Messitsch", die damit transportiert wird. Wieso sollte das nicht erlaubt sein, wenn was über den Schöpfer und das Beziehungsgeflecht der Schöpfung untereinander wie zum Schöpfer ausgesagt wird, und dafür dann ein (damaliges) Weltbild statt der tatsächlichen Realität verwendet wird?

Du magst für Dich ja andere Maßstäbe haben, was geht und was nicht, aber es geht darum, was die Menschen der damaligen Zeit in der Levante als akzeptables Transportmittel für Aussagen guthießen.
Zitat von Carl138Carl138 schrieb:Glaube heißt für mich jedenfalls nicht, den Verstand auszuschalten.
Was auch immer Du mir damit sagen willst...
Zitat von Carl138Carl138 schrieb:aber ganz ohne Bezug zur Wahrheit funktioniert es nicht.
Aber Du willst festlegen, worin dieser "Bezug zur Wahrheit" zu bestehen habe, ja?
Zitat von Carl138Carl138 schrieb:Und wenn ein Buch den Anspruch erhebt, Worte des Schöpfers zu enthalten, dann ist es auch völlig legitim zu erwarten, dass diese Worte nicht im Widerspruch zur Wirklichkeit stehen.
Wie gesagt, Jesus erzählte Gleichnisse. Märchen, Lügen quasi. Wie gesagt, Du willst festlegen, was gefälligst wahr zu sein habe an einer Geschichte. Tu das für Dich selbst, schreib es nicht andern vor als "allgemeingültig".
Zitat von Carl138Carl138 schrieb:Sonst ist der Glaube am Ende keine Überzeugung, sondern eben nur eine "Behauptung".
Ähm, der Glaube ist "Behauptung"! Und Überzeugung, ferner Erfahrung, Wagnis und noch manch anderes...


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17.12.2025 um 13:51
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Im Unheil ist man ja schon. Hesekiels prophetische Laufbahn fing im fünften Jahr seines Exils in Babylon an. Klar gibts da auch ne theologische Deutung des Unheils, aber die Botschaft ist das zu erwartende Heil. Ganz wie ich schrieb. Aber Du machtest daraus ein "klar Heil - für die einen, aber für die anderen ---> Verderb".

Lüg hier also nicht rum.
Ich lüge nicht sondern wollte dir und den Usern mitteilen wie ich darauf komme.

Wie erwartest du denn in der Prophezeiung, das für die Auferstehung, bzw die Hoffnung auf Wiederherstellung nach dem Exil ohne Gegenwirkung, also Leid oder Verderb des Gegner von statten gegen soll?

Ich meine ja nur, ohne die prophezeite und später eingetretene Zerstörung des Salomontempels ist ja keine Exilende und keine Hoffnung möglich. Aus der Zerstörung geht eben Leid hervor. Für mich ist es eben nicht rein eine Hoffnungsprophezeichung, sondern ebenso eine implizierenden Prophezeiung nach Strafe oder Gerechtigkeit durch Strafe. Daraus leite ich eben Verderb des Anderen ab.

Also mir fallen sonst historisch oder aktuell allgemein auch keine Beispiele ein, wo aus Zerstörung kein Leid hervorging....
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Wenn die Unterdrückung und Exilierung für alle zu ende ist???
Es geht ja Ezechiel nicht um alle sondern um die Juden die befreit werden sollen aus dem Exil. Es kann von allen ja gar keine Rede sein, weil Gog und Magog und somit auch deren Gefolge als Gegner dargestellt werden.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Ich sags ja, Du willst auf Deine vorgefaßte Wertung hinaus, schei* auf den Befund!
Du scheinst ja ebenso nicht offen für andere Meinungen? Muss ich leider so vermuten.


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17.12.2025 um 14:50
Zitat von continuumcontinuum schrieb am 13.12.2025:Genesis 1,1: „Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ Bedeutet doch eher Erde ist ein Planet und der Himmel ist der Sauerstoff innerhalb der Erde, wo wir in den Himmel (Luft, Sauerstoff) hinauf schauen.
Das bedeutet vielmehr, dass der spirituelle Text ins materialistische Denken umgemünzt wird.
Es geht in der Bibel um die Beschreibung spiritueller Vorgänge, die manchmal bildgleich mit physischen Vorgängen sein können oder sie streift das Physische, wie Moses zweifellos physisch auf den Berg Sinai ging und dort die zehn Gebote empfing.


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Zitat von OptimistOptimist schrieb:es ist eine bildhafte Sprache, die kommt in der Bibel sehr oft vor.
Wie dem auch sei, deshalb kann man nicht einfach die dort verwendeten Begriffe mit ganz anderen Begriffen austauschen, die eine entsprechend andere Bedeutung haben. Redet man vom "Weltraum", wird damit ein astronomisch-physikalisches Weltbild angesprochen. Die Bibel ist kein solches Werk, sondern darin wird eine spirituelle Sprache verwendet.


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Zitat von continuumcontinuum schrieb:Wenn wir wirklich Ebenbild Gottes und gleichgestellt sein sollen, stellt sich mir die Frage: Warum erfahren wir das nur über menschliche Schriften? ...
Als in mir nach meiner Geburt langsam das Bewusstsein wach wurde, da stand ich einer Welt gegenüber, die sich bereits entwickelt hatte und die eine Geschichte hatte, an der ich nicht teilgenommen hatte, trotzdem bin ich an den Folgen der Geschichte beteiligt.
Wenn ich also verstehen will, wie die Welt um mich herum geworden ist, muss ich ihre Geschichte studieren. Diese Geschichte ist aber keine rein historische, denn diese beschränkt sich auf äußere Ereignisse und beschreibt keine innere Vorgänge des Seelisch-Geistigen und wie sie sich entwickelt. Solche Literatur ist auch keine psychologische und finde ich nur in besonderen Schriften. Diese sind keine einfache Lektüre, weil sie Fachlektüre ist, ähnlich wie Physiker ihre Fachlektüre haben, die der Mann auf der Straße nicht verstehen kann, so muss ich mich ausbilden, will ich sie verstehen.

Gehe ich der Frage nach, warum Gott sich nicht unmittelbar dem Menschen mitteilt, so ist das eine geistesgeschichtliche. Der Mensch wird als Ebenbild zwar beschrieben, aber es muss berücksichtigt werden, dass seither bis heute geistesgeschichtlich vieles passiert sein dürfte. So wissen wir, dass ein Sündenfall geschehen ist, nur leider sind wir nicht ausgebildet worden darin, die beschriebenen Bilder verstehen zu können. Will ich sie verstehen, muss ich mich also daran machen, mein Denken generell und fachlich auszubilden, mein Empfinden zu veredeln, um so die Spreu vom Weizen zu trennen.


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17.12.2025 um 15:54
Zitat von Carl138Carl138 schrieb:Aber wie schon geschrieben, vielleicht ist genau das ja auch Teil der Sache: Also dass man sich nicht in Nebenfragen verliert, sondern den Fokus auf die Lehren, Inhalte und die moralische Botschaft legt, denn am Ende hängt ja die Erlösung nicht daran, ob wir heute den exakten Pharao-Namen oder ein exaktes Datum rekonstruieren können, sondern daran, was wir aus dem Text machen und wie wir uns als Menschen unter Beweis stellen.
gut gesagt 👍
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Zumal ne Allmacht im heutigen Sinn in der Bibel nirgends vorkommt.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Deswegen muß so einer aber nicht in unserem Sinne allmächtig sein.
was wird denn heutzutage unter "Allmacht" verstanden?
Ich z.B. verstehe darunter, dass jemand alles was er er will, auch kann (z.B. im Handwerklichen), aber auch dass so jemand Leute beeinflussen kann, mittels einer rhetorischen Begabung, mittels Überzeugungskraft usw.
Also jemand, der es schafft, alle Ziele die er hat zu verwirklichen.

Und bis jetzt implizierten mir einige Bibeltexte, dass dies alles auf Gott zutrifft (ausgenommen das Handwerkliche, dafür setzt er Helfer ein). Bei Gott kommt dann noch hinzu, dass er Wundertaten vollbringen kann.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:das griechische "pantokrator" meint einen, der von allen am mächtigsten ist, über alles / alle Macht hat. Der über alles herrscht.
aber auch bei dieser Definition kommt mir sofort in den Sinn, dass dies doch auf Gott zutrifft? (auch wenn er nicht explizit Allmächtiger genannt wird)
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Da muss ich mal nachfragen. Du hast es sehr gut beschrieben und geschrieben, aber warum ist die Bibel so "kompliziert" geschrieben? es ist ja nicht einfach mit der zeitgenössischen Ausdrucksweise zu erklären?

Auch frage ich mit immer warum können denn die religiösen Thesen und Lehren denn nicht einfach kurz, knapp aber präzise geschrieben sein und im besten Fall nicht auslegbar?
wenn die Bibel so eingängig und knapp wie ein kleiner Roman gehalten wäre, würde man es lesen, wüsste dann den Inhalt und würde das Buch in eine Ecke stellen und evtl. nie wieder zur Hand nehmen.
Man würde also nicht groß über den Inhalt nachdenken, nicht darüber philosophieren, sich nicht mehr mit diesem Buch befassen.

Kann mir nicht vorstellen, dass solch eine Herangehensweise im Sinne Gottes gewesen wäre 😉


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17.12.2025 um 18:15
Zitat von OptimistOptimist schrieb:was wird denn heutzutage unter "Allmacht" verstanden?
Kann der Allmächtige einen Stein erschaffen, welcher so schwer ist, daß er ihn nicht zu heben vermag?
Zitat von OptimistOptimist schrieb:jemand, der es schafft, alle Ziele die er hat zu verwirklichen.
Das würde ja beinhalten, daß das, was Gott nicht kann, von ihm einfach nur nicht gewollt werden muß, und alles ist "gut". Sollte sich der Satan dereinst als stärker erweisen - dann wird Gott ihn nicht vernichten wollen.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:aber auch bei dieser Definition kommt mir sofort in den Sinn, dass dies doch auf Gott zutrifft?
Z.B. in der mitelalterlichen Welt war ein Familienvater der "Herr des Hauses", er hatte alle Macht über sein Weib, seine Kinder, die Knechte und Mägde sowie eventuelle Kätner. Dann gab es Fürsten, die waren Herren über ihr Fürstentum. Also auch über die "Hausherren". Selbst unterstanden sie dem König. Über dem König jedoch stand der Kaiser, die oberste weltliche Macht. Seine Insignie war der Reichsapfel, eine stilisierte Weltkugel mit einem Kreuz oben drauf. In der Kaiserideologie war dieser Kaiser quasi ein Pantokrator, die oberste Macht der ganzen Welt, der sich alle anderen Mächte zu fügen hatten. Jedenfalls in weltlichen Belangen; die Macht über geistliche Dinge oblag dem Papst.

Klar war der Kaiser nicht Herr über die ganze Erde - aber er hätte es sein sollen quasi. Die ganze Welt steht unter der Herrschaft des Kreuzes, unter der Herrschaft Christi, doch hat sich die Missionierung der ganzen Welt halt noch nicht durchgesetzt. Na jedenfalls sind Kaiser und Papst quasi die beiden "irdischen Arme der Herrschaft Christi über die Welt" - und Christus der eigentliche Pantokrator.

Ein Pantokrator (wörtlich Alles-Beherrscher, Über Alles Mächtiger) muß nicht alles können, was man sich denken könnte, er muß nur die oberste Macht haben über alle und alles (und darf natürlich viel mehr können als andere, is ja nich verboten). Der neuzeitliche Allmachtspopanz dagegen muß selbst Mathematik und Logik nach Belieben verändern können, am besten auch die Geschichte.


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17.12.2025 um 20:09
@perttivalkonen
Aha, verstehe jetzt das mit der Allmacht, danke.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Na jedenfalls sind Kaiser und Papst quasi die beiden "irdischen Arme der Herrschaft Christi über die Welt" - und Christus der eigentliche Pantokrator.
Aber lt Bibel sehe ich den Papst nicht wirklich als Herrscher -> Es gibt nur EINEN Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich Jesus.
Ich weiß, dass die Kirche das anders sieht, wegen des Schlüssels, den Petrus bekam. Aber da kann ich halt nicht mitgehen...
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Der neuzeitliche Allmachtspopanz dagegen muß selbst Mathematik und Logik nach Belieben verändern können, am besten auch die Geschichte.
Naja Gott konnte auch ab und zu die Logik verändern -> das mit der Vermehrung der Brote und Fische, damit alle satt wurden 😉


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17.12.2025 um 21:04
Zitat von NiselprimNiselprim schrieb am 13.12.2025:und zwar schuf Gott zuerst den Weltraum und die Erde.
Servus.

Da gibt's keinen Weltraum. Lies mal den Text, da wird sogar ausführlich definiert.

Die Feste ist der Himmel. Dort hinein setzt Gott die Sterne, Sonne und Mond. Über der Feste ist Wasser, d.h. über uns ist Wasser, kein Weltraum.

Spätere Schriften greifen diese Idee wieder auf, in wörtlichen Auslegung. Die Bibel selber interpretiert Genesis 1 wörtlich, Altes und Neues Testament.

Das ist alles nicht vereinbar mit unserem heutigen wissenschaftlichen Stand der Dinge.


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Was steht wirklich in der Bibel?

17.12.2025 um 21:20
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Wenn Jesus Gleichnisse davon erzählt, wie ein Pächter beim Ackerumgraben einen Schatz findet, allen Besitz verkauft, mit dem Geld den Acker erwirbt und so in den Besitz des Schatzes kommt, dann ist das schlicht ne erfundene Geschichte, unhistorisch, fiktiv, Märchen. Aber darum gehts schlicht nicht, sondern um die "Messitsch", die damit transportiert wird. Wieso sollte das nicht erlaubt sein, wenn was über den Schöpfer und das Beziehungsgeflecht der Schöpfung untereinander wie zum Schöpfer ausgesagt wird, und dafür dann ein (damaliges) Weltbild statt der tatsächlichen Realität verwendet wird?
Wenn Jesus ein Gleichnis erzählt dann ist das nicht das selbe wie wenn Moses von der Entstehung der Welt berichtet. Jesus selber nimmt Genesis 1 wörtlich. Gott schuf dort unter anderem Adam und Eva. Jesus glaubte und lehrte das.

Könnte das also "theoretisch" sein, dass Genesis 1 ein Gleichnis ist? Bildsprache und sowas? Alles möglich. Aber was ist die Evidenz, dass der Textabschnitt so verstanden werden will? Ich finde keine. Im Gegenteil. Später Schreiber und Personen in der Bibel (unter anderem Jesus, wie erwähnt) nehmen das wörtlich. Sollte ein Christ also auch tun. Zumindest ein bibeltreuer.


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17.12.2025 um 22:38
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Aber lt Bibel sehe ich den Papst nicht wirklich als Herrscher
Darum gings doch nicht, was Du vom Papst hältst. Kannst Du nicht mal beim Diskussionszusammenhang bleiben?
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Ich weiß, dass die Kirche das anders sieht
Und dann auch noch so ein Dreck! Diffamier bitte nicht die Kirche, die sieht mitnichten, was Du ihr da nachsagst. Nur eine Denomination sieht das so.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Naja Gott konnte auch ab und zu die Logik verändern -> das mit der Vermehrung der Brote und Fische, damit alle satt wurden 😉
Das hat Er da ganz gewiß nicht getan.

Du schreibst echt in jedem einzelnen Satz Müll.
Zitat von dynomiatedynomiate schrieb:Da gibt's keinen Weltraum. Lies mal den Text, da wird sogar ausführlich definiert.
So simpel isses dann doch nicht. Denn auch wenn Gen1 die Veste Himmel nennt, spricht die Bibel dennoch von "den Himmeln" und also von dem "Welt-Raum". Definitiv ist "Himmel" nicht auf jene Kuppel beschränkt, sondern umfaßt den Raum zwischen Erde (inclusive dem luftgefüllten Raum) und jener "Weltbegrenzung". Biblisch wird die Zahl jener Himmel nicht benannt, Paulus immerhin erwähnt einen "dritten Himmel", aber es scheint sich um die gemein-altorientalische bis altgriechische Vorstellung von den sieben Himmeln zu handeln, welche bei verschiedenen Kulturen Wohn- bzw. Aufenthalts- und Herrscherort himmlischer Mächte und/oder Domänen der "sieben Planeten" sind. Gen1 berichtet nur von der Erschaffung des äußeren Randes, aber damit läßt sich ein weitergefaßtes Himmelsverständnis nicht ausschließen. Denn der "Zwischenraum" muß ja nicht extra erschaffen werden, er ergibt sich durch die Erschaffung der Kuppel. Weswegen Gen1 nur hiervon spricht.

Dieses Weltbild der mehreren Himmel mit der gewölbten Außenschale, welche ebenfalls "der Himmel" war, blieb bis zum Ende des Mittelalters bestehen, selbst im Heliozentrischen Weltbild von Kopernikus und Galilei blieb das so: die "Welt ist eine Kugel mit einem Zentrum (nun mit der Sonne statt der Erde), mehreren konzentrischen Sphären der Planeten und einer Außen"schale", an der sich die Sterne befinden.

Hier kann man durchaus von Welt-Raum sprechen. Dafür wurde das lateinbasierte Wort "Universum" gebildet, welches im 17.Jh. von Philipp von Zeesen ins Deutsche übertragen wurde mit der Neuschöpfung "Weltraum". Das entspricht eins zu eins der antiken und auch biblischen Vorstellung von "den Himmeln".

Erst später wandelte sich der Begriff "Weltraum" dazu, nur jenen Raum zwischen Himmelskörpern, außerhalb deren Atmosphären zu meinen. Quasi der "luftleere Raum des Alls"

Übrigens spricht die Bibel an anderen Stellen auch von den "Vögeln des Himmels"; hier gehört also auch der Luftraum zu "Himmel".
Zitat von dynomiatedynomiate schrieb:Jesus glaubte und lehrte das.
Jesus erwähnte das, bezog sich darauf. Aber ich kenne keine Lehraussage dazu von Ihm.

Wie gesagt, die "Wahrheit von Adam und Eva", die Wahrheit von so vielem anderen, bleibt ja bestehen, egal, wie die Historizität von Adam & Eva (oder anderem) bewertet wird. Auch ich spreche von Adam und Eva, von Abraham, von der Jungfrau Maria, und mir käme nie in den Sinn, deren Wahrheit zu bestreiten. Maria war Jungfrau bei der Empfängnis und Geburt des Herrn, da laß ich nichts drauf kommen. Aber historisch? Da stell ich mir nicht mal die Frage zu, die ist mir schlicht nicht wichtig genug. Doch was die Bibel damit sagt, daß sie Maria Jungfrau nennt, das ist mir heilig und Wahrheit und unaufgebbar. Maria war Jungfrau. Damit sagt die Schrift nämlich was über Christus aus. Er ist Wahrer Mensch - eine Menschenfrau als Mutter. Und er ist wahrer Gott - kein Menschenmann hat ihn gezeugt, sondern seine Zeugung liegt ganz allein in Gottes Eingreifen begründet. Das sagt die Schrift. Das sagt sie mir mit dem Bericht von der Jungfrauengeburt. Dazu brauche ich diesen Bericht. Ob ich dazu auch irgendne Historie brauch? Ich für meinen Teil stell mir diese Frage nicht mal.

Und ob Der Herr diese Historizitätsfrage stellte, gar positiv beantwortete, kann ich den Evangelien nicht entnehmen. Er redet von den Ereignissen der alttestamentlichen Texte so, wie die alttestamentlichen Texte davon berichten. Oder auch, wie Er vom Reich Gottes in verschiedenen Gleichnissen redet.
Zitat von dynomiatedynomiate schrieb:Aber was ist die Evidenz, dass der Textabschnitt so verstanden werden will?
Wie verstehst Du eigentlich die Sintfluterzählung? Also ich lese dort, daß Gott am Ende verspricht, keine Sintflut zu tun, und zwar mit der selben Begründung, mit der er am Anfang erst mal die Sintflut beschließt. Hat Gott also während des Ereignisses gelernt, daß sein tatsächlich durchgezogenes Strafgericht ein Irrtum war? So wird es zwar erzählt, aber ich meine, nur "didaktisch" für die Menschen. Gott selbst muß es doch von Anfang an klar gewesen sein, daß mit so ner Sintflut nur eine verderbte Generation ausgemerzt werden kann, aber nicht der "Hang zum Schlechten" aus den Menschen generell. So, wie ich die Sintflutstory von Anfang bis Ende verstehe, erzählt sie mitnichten, daß das "real stattgefunden hat", sondern: daß sowas nichts bringt. Auch aus dem besten Menschen - Noah - kommen wieder üble Gesellen heraus. Gottes "sowas werde ich nicht tun" heißt für mich "Der Selbe heute, künftig und auch damals". Also auch schon vor Noah. (Selbst Jesus thematisiert dies in einem Gleichnis. Nach der Aussaat der guten Saat kommt "der Feind" und sät Unkraut. Als das Getreide austreibt, sprießt auch der Lolch. Die Feldarbeiter schlagen vor, das Unkraut auszureißen, doch der Herr des Ackers läßt dies nicht zu, weil er weiß, daß Gutes und Schlechtes untrennbar miteinander verwurzelt sind.

Die Schrift gibt bei der Sintfluterzählung mit der doppelten, aber am Anfang entgegengesetzt eingesetzten Begründung genau diesen Hinweis, daß, was am Ende der Sintflut mit dieser Begründung gilt (keine Flut!), genauso auch schon am Anfang gilt.
Und der HERR sah, dass die Bosheit des Menschen auf der Erde gross war und alles Sinnen der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag.
Und es reute den HERRN, dass er den Menschen auf der Erde gemacht hatte, und es bekümmerte ihn in sein Herz hinein.
Und der HERR sprach: Ich will den Menschen, den ich geschaffen habe, von der Fläche des Erdbodens auslöschen, vom Menschen bis zum Vieh, bis zu den kriechenden Tieren und bis zu den Vögeln des Himmels; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe.
[...]
und der HERR sprach in seinem Herzen: Nicht noch einmal will ich den Erdboden verfluchen um des Menschen willen; denn das Sinnen des menschlichen Herzens ist böse von seiner Jugend an; und nicht noch einmal will ich alles Lebendige schlagen, wie ich getan habe.
Von nun an, alle Tage der Erde, sollen nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.
Zitat von dynomiatedynomiate schrieb:Später Schreiber und Personen in der Bibel (unter anderem Jesus, wie erwähnt) nehmen das wörtlich. Sollte ein Christ also auch tun. Zumindest ein bibeltreuer.
Wörtlich im Sinne von historisch? Das halte ich für fraglich. Ich für meinen Teil nehme die Bibel beim Wort, halte die Bibel für Sein Wort, nenne mich bibeltreu. Kein Jota! Hier sind andere unterwegs, die sieben aus. Das ist nicht mein Ding. Ich stehe zur ganzen Schrift. Halte sie ganz für wahr. Und laß mir von niemandem meine Bibeltreue absprechen. Auch von Dir nicht. Sammle Du mal keine Kohlen auf Dein Haupt mit sowas...

Wahrheit ist nicht auf Historie beschränkt. Oft genug nicht mal an sie gebunden. Es gibt viele Ebenen, auf denen Wahrheit liegen kann. Die Verengung auf Wahrheit = Historie ist ein vergleichbar schwerer Fehler wie das Herauslesenwollen physikalischer, biologischer etc. Sachverhalte aus der Schrift. Für Historisches gibts ebenfalls Fachbücher und Forscher, und das sind nicht die Bibel und Bibelausleger.


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18.12.2025 um 09:39
Zitat von OptimistOptimist schrieb:wenn die Bibel so eingängig und knapp wie ein kleiner Roman gehalten wäre, würde man es lesen, wüsste dann den Inhalt und würde das Buch in eine Ecke stellen und evtl. nie wieder zur Hand nehmen.
Man würde also nicht groß über den Inhalt nachdenken, nicht darüber philosophieren, sich nicht mehr mit diesem Buch befassen.
Das sehe ich auch so, ergo könnte man Massen mit der Bibel nicht überzeugen.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Kann mir nicht vorstellen, dass solch eine Herangehensweise im Sinne Gottes gewesen wäre 😉
Gott, wenn es ihn gibt, hat sicher keinen Wert auf das Aufschreiben gelegt, sondern, wohl eher auf die Lebensart der Menschen. Zumindest wird das ja auch in der Bibel "gewünscht".


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18.12.2025 um 09:58
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Das sehe ich auch so, ergo könnte man Massen mit der Bibel nicht überzeugen
das finde ich einen sehr folgerichtigen Schluss. Und das wird im Prinzip mMn auch mit der Aussage in der Bibel bestätigt, dass nur sehr Wenige den schmalen Weg finden...
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Gott, wenn es ihn gibt, hat sicher keinen Wert auf das Aufschreiben gelegt
wie passt dann die sinngemäße Äußerung in der Bibel dazu, dass die Schrift von Gott inspiriert wurde (also die Schreiber wurden von Gott inspiriert)?


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Was steht wirklich in der Bibel?

18.12.2025 um 12:11
Zitat von dynomiatedynomiate schrieb:Die Feste ist der Himmel. Dort hinein setzt Gott die Sterne, Sonne und Mond. Über der Feste ist Wasser, d.h. über uns ist Wasser, kein Weltraum.
...
Das ist alles nicht vereinbar mit unserem heutigen wissenschaftlichen Stand der Dinge.
Was sich für gewöhnlich wissenschaftlich nennt, meint oft das Naturwissenschaftliche. Naturwissenschaft ist nicht spirituell ausgerichtet, aber es wird sie so sehr in den Vordergrund gestellt, dass man den Eindruck bekommen könnte, sie wäre für alles zuständig.

Der Mond gehört mit der Sonne und den Sternen zu den Lichtern, ihre naturwissenschaftliche Betrachtung und Interpretation tritt hier zurück, dafür steht spirituell ihr Licht im Vordergrund.

1Mo 1, 7: "Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste." - Was sind denn die "Wasser"?


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18.12.2025 um 13:29
Die Bibel wurde von Hirtenvölkern verfasst, die sich Naturphänomene erklären wollten. Es sind Mythen, die zum Teil aus anderen Religionen, z.B. Mesopotamiens entlehnt wurden.


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18.12.2025 um 14:14
Zitat von LeilanLeilan schrieb:1Mo 1, 7: "Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste." - Was sind denn die "Wasser"?
Hab ich mich auch schon gefragt. Die Reihenfolge erst Wasser und dann Sonnen ist ja auch merkwürdig. Für Wasser braucht man erst Sonnen.

Grüße
Omega Minus


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18.12.2025 um 14:58
Zitat von OptimistOptimist schrieb:wie passt dann die sinngemäße Äußerung in der Bibel dazu, dass die Schrift von Gott inspiriert wurde (also die Schreiber wurden von Gott inspiriert)?
Das ist mMn nach eine Behauptung um die Schriften und Schreiber, es sind ja religiöse Texte, an Glaubwürdigkeit gewinnen zu lassen.

Ich kann da nur spekulieren, aber was würde es denn den Schriften und der Bibel als Zusammentragung der Schriften bringen, zu sagen, alles habe mit Gott nix zu tun sondern man versucht nur mal zu klären, wie Menschen sich verhalten/leben sollen?

Religion lebt ja von diesem Mystizismus und von Hoffnung. Es ist einfach ja gar nicht möglich zu sagen, Gott weiß eigentlich nichts davon ;)

Das klingt auch erstmal hart oder unverständlich für die die der jeweiligen Religion folgen, ist mir klar.
Zitat von J.P.RaboJ.P.Rabo schrieb:Die Bibel wurde von Hirtenvölkern verfasst, die sich Naturphänomene erklären wollten. Es sind Mythen, die zum Teil aus anderen Religionen, z.B. Mesopotamiens entlehnt wurden.
Es gibt ja so einigen Urreligion und Strebungen vor dem Judentum, vor den Christentum und dem Islam. Vieles ist in denen auch ähnlich.


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Was steht wirklich in der Bibel?

18.12.2025 um 15:00
Die 3 heiligen Könige sind ja ein gutes Beispiel für das "abkupfern" bzw übernehmen von bekannten älteren Mystischen Glaubenssegmenten.


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18.12.2025 um 15:04
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Das klingt auch erstmal hart oder unverständlich für die die der jeweiligen Religion folgen, ist mir klar
nein, ganz und gar nicht.
Ich tausche mich gerne auch mit Ungläubigen aus und versuche mich in deren Gedankenwelt hinein zu versetzen 🙂
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:aber was würde es denn den Schriften und der Bibel als Zusammentragung der Schriften bringen, zu sagen, alles habe mit Gott nix zu tun sondern man versucht nur mal zu klären, wie Menschen sich verhalten/leben sollen?
aber so viel ich weiß, ist es ein Alleinstellungsmerkmal, dass nur in der Bibel sowas drin steht.
Deiner Spekulation nach müsste man doch annehmen, dass in anderen religiösen Schriften auch behauptet wird, Gott hat die inspiriert?


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Was steht wirklich in der Bibel?

18.12.2025 um 15:10
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Ich tausche mich gerne auch mit Ungläubigen aus und versuche mich in deren Gedankenwelt hinein zu versetzen 🙂
Ich bin nicht ungläubig, ich bin nur nicht religös ;) Ich würde mich selbst als Agnostiker sehen.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:aber so viel ich weiß, ist es ein Alleinstellungsmerkmal, dass nur in der Bibel sowas drin steht.
Das wage ich zu bezweifeln.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Deiner Spekulation nach müsste man doch annehmen, dass in anderen religiösen Schriften auch behauptet wird, Gott hat die inspiriert?
Ob man es Gott nennt oder Allah oder Adonai oder eine andere Macht oder agr mehrere Götter spielt da keine entscheidende Rolle. Religion nutzt das was am einfachsten ist, und am einfachsten scheint wohl das nicht beweisbare zu sein.

Wikipedia: Liste von Schöpfungsgottheiten

Kannst dir ja wen aussuchen der gut passt.


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