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Was steht wirklich in der Bibel?

25.928 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Bibel ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Was steht wirklich in der Bibel?

18.12.2025 um 15:48
Zitat von J.P.RaboJ.P.Rabo schrieb:Die Bibel wurde von Hirtenvölkern verfasst, die sich Naturphänomene erklären wollten. Es sind Mythen, die zum Teil aus anderen Religionen, z.B. Mesopotamiens entlehnt wurden.
Wird das jetzt so ein Running Gag, daß Du alle paar Monate den selben Schmarrn hier reinschreibst - und dann nicht auf die Entgegnung reagierst? Und noch immer so falsch tatsachig...
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Hab ich mich auch schon gefragt.
Is halt die alte Weltvorstellung, weit verbreitet. Schon bei den Sumerern taucht das auf, daß das Apsu das Urwasser ist. In der Schöpfung wird die Erde in diesen Apsu hinein geschaffen, sie schwimmt auf dem darunterbefindlichen Wasser. Über die Erde wird dann eine Kuppel gestellt, denn die Wasser des Apsu sind auch oberhalb. In diese Himmelskuppeln haben die Götter Schleusen eingebaut, die sich zuweilen ein wenig öffnen, sodaß es regnen kann. Würden sie ganz geöffnet, würde die ganze Welt in einer Flut untergehen. Wie es dann in der Bibel erzählt wird, daß zu Beginn der Flut die Brunnen der Tiefe sowie die "Fenster" am Himmel sich öffneten und die Erde bis über die höchsten Berge in der Sintflut unterging. Sowas gibts letztlich auch bei den Griechen, ja auch bei den Germanen. Und diversen anderen Völkern. Is halt ne sehr alte Weltvorstellung.
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Die Reihenfolge erst Wasser und dann Sonnen ist ja auch merkwürdig. Für Wasser braucht man erst Sonnen.
Nicht nach dem damaligen Weltbild. Auf dessen Hintergrund ist das alles stimmig,, verständlich und aussagekräftig. Wenn Du natürlich einen fernen Text nicht auf dem Verstehenshintergrund der entsprechenden Kultur verstehen willst und Deine eigenen Vorstellungen hineinliest, haste natürlich ein Problem.


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Was steht wirklich in der Bibel?

18.12.2025 um 16:17
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Wenn Du natürlich einen fernen Text nicht auf dem Verstehenshintergrund der entsprechenden Kultur verstehen willst und Deine eigenen Vorstellungen hineinliest, haste natürlich ein Problem.
Das ist ja der spannende Teil:
Auf der einen Seite wirde gerne kolportiert, dass sich in der Bibel Wissen befindet, welches nur durch Offenbarung zu erlangen war, da der Wissenstand damals anders war.
Auf der anderen Seite sagt man dann, das waren halt die Vorstellungen damals.
Ja, was denn nun!?
Oder der Offenbarung sind halt Grenzen gesetzt. Diese zu überwinden könnte ich allerdings von einem allmächtigen Gott erwarten.
So oder so, das ist halt ... merkwürdig.

In dem derzeitigen Status kann ich zumindest die Fälle
- Gott konnte das nicht offenbaren
- Gott wollte das nicht offenbaren
- Gott hat nicht offenbart
- es gibt keinen offenbarfähigen Gott
nicht unterscheiden.

Ich habe damit kein Problem, ich merke halt nur, da kann etwas nicht stimmen und ist eine Diskrepanz zwischen Realität (genauer: unserem derzeit besten Modell für diese!) und diesem Buch. Als Atheist ist mir das auch egal, aber es gibt halt Leute, die nehmen die Bibel wörtlich. Solange die kein Ungemach anrichten ist das ja auch OK.

So, heute abend noch Üben für Weihnachten ... Big Band Konzert und Mitsinfgottesdienst.

Grüße
Omega Minus


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Was steht wirklich in der Bibel?

18.12.2025 um 17:01
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Auf der einen Seite wirde gerne kolportiert
Diskutier mit denen.
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:von einem allmächtigen Gott
Ich kanns schon echt nicht mehr hören. Wende Dich mit Kritik an so einen Gott bitte an die, welche so einen Gott haben. Der Gott der Bibel issn anderer.

Wenn ich drüber nachdenke, seh ich nicht mal das Problem, welches Du da erkennen willst, aber sei's drum...
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:In dem derzeitigen Status kann ich zumindest die Fälle
- Gott konnte das nicht offenbaren
- Gott wollte das nicht offenbaren
- Gott hat nicht offenbart
- es gibt keinen offenbarfähigen Gott
nicht unterscheiden.
Wozu auch immer das nötig sein soll. Ich mein, wenn sich mir ein Freund offenbart, dann erhalte ich einen intimen, mehr oder minder tiefen Blick in dessen Person, psychische Verfassung, Biographie, wasauchimmer. Warum sollte ich mir dann so nen Fragenkatalog zusammenstellen á la *hat der noch mehr Sachen zum Kundtun? *was mag das wohl alles noch sein? *kann der das nicht sagen oder will ers nicht? *wieso weiß ich jetzt nicht bereits alles über ihn? Mir reichts, was mir menschen zeigen, zuweilen sagen, wer sie sind, manchmal kann ich denjenigen auch fragen. Oder (falls der grad nicht zu Gesprächen zur Verfügung steht) ich unterhalt mich mit anderen, die ihn ebenfalls "erlebt haben" und schau, was für einen Eindruck sie bekommen haben. Gibt so viel, was stinknormaler sozialer Umgang is. Und ich wüßte nicht, wieso ich bei Gott nu plötzlich so völlig abstruse Auflagen haben sollte, wie der sich mir zu offenbaren habe.
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:ich merke halt nur, da kann etwas nicht stimmen
Fragt sich nur, wo das "kann was nicht stimmen" zu verorten ist. Bei Gott, bei Deinen Ansprüchen, bei mir, bei der Menschheitsgeschichte...
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Als Atheist ist mir das auch egal
Zumindest meine beschränkt-anekdotischen Erfahrungen sagen mir anderes bzgl. Atheisten.
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:es gibt halt Leute, die nehmen die Bibel wörtlich
Die gibts. Und sind nach meinen persönlichen Erfahrungen, auch auf Allmy, erstaunlich viele Atheisten drunter. Natürlich nicht alles an der Bibel, aber doch richtig viel davon.
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:So, heute abend noch Üben für Weihnachten
Viel Erfolg!


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18.12.2025 um 17:25
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Ich kanns schon echt nicht mehr hören. Wende Dich mit Kritik an so einen Gott bitte an die, welche so einen Gott haben. Der Gott der Bibel issn anderer.
Nun, das apostolische Glaubensbekenntnis (Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde ...) ist zumindest ein wichtiger Bestandteil des Christentums.

Und wieder: Ich habe das nicht kritisiert. Ich habe beobachtet. Von mir aus kann jeder an keinen, einen oder viele Götter glauben die nicht mächtig, etwas mächtig oder allmächtig sind.

Ich bin nicht jemand aus der Abteilung 'Bekommt Gott auch 20% auf Tiernahrung?'.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Fragt sich nur, wo das "kann was nicht stimmen" zu verorten ist. Bei Gott, bei Deinen Ansprüchen, bei mir, bei der Menschheitsgeschichte...
Habe ich doch geschrieben: Unser wissenschaftliches Modell ist nicht in Übereinstimmung mit einer einigermaßen wortgetreuen Auslegung.
Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Zumindest meine beschränkt-anekdotischen Erfahrungen sagen mir anderes bzgl. Atheisten.
Anekdotische Evidenz ist halt ein bisschen dürftig. :-)

Besseren Einblick in meine Denke wird wohl meine Freundin haben, die ist bein der Kirche angestellt als Organistin. Und die legt die Bibel nicht wörtlich aus, im Konfrimationsgottesdient (bin protestantisch sozialisiert), im Religionsunterricht (wenn man tatsächlich eine Bibel in der hand hatte), der Chef meiner Freundin ... alle die nehmen die Bibel nicht wörtlich.

Und noch einmal: Ich weise nur darauf hin, dass wörtliche Auslegung der Bibel und unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht übereinander zu bringen sind.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Und sind nach meinen persönlichen Erfahrungen, auch auf Allmy, erstaunlich viele Atheisten drunter.
In D kommt man beim Theologiestudium mit dieser Ansicht (Bible wortwörtlich) nicht weit. In den USA ist das ganz anders. :-|

Atheisten ... nun, sie weisen zumindest darauf hin, dass bei wörtlicher Interpretation ein gewisses Spannungsverhältnis zur unserem heutigen Wissensstand herrscht, siehe oben.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Viel Erfolg!
Danke! Ich spiele eigentlich Saxophon und Klavier, aber fürs Weihnachtsprogramm muss ich auch wieder an die Bassklarinette. Wenn man vom Saxophon kommt, dann ist das Griffsystem der Klarinette 'Hirnfick'.

Grüße
Omega Minus


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Was steht wirklich in der Bibel?

18.12.2025 um 18:40
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Nun, das apostolische Glaubensbekenntnis (Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen
Das ist aber der Pantokrator, der Allherrschende, gerne auch der über alle(s) Mächtige. Mehr meint das nicht, ist nur schwierig zu übersetzen. Mit der Allmacht der klassischen griechischen Philosophen wie der neuzeitlichen Denker ab Deismus hat das nichts zu tun.

So kommt im Apostolikum auch "ich glaube an die katholische Kirche" vor. Katholisch heißt schlicht "allgemein", ist aber nach der Reformation endgültig zu ner Konfessionsbezeichnung geworden. Is halt so, daß Begrifflichkeiten sich historisch wandeln können und manche dann denken "hui, sowas bekennen die da im Apostolikum?"
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Anekdotische Evidenz ist halt ein bisschen dürftig. :-)
Sagt der, der den biblischen Gott zum Allmächtigen erklärt (voraussetzt). Würd mal sagen "Nase eigene".

Jedenfalls reicht meine anekdotische Evidenz schon mal voll zu, daß Dein "ich als Atheist" das zu "is mir egal" nicht begründet. So ein Satz täuscht nur was vor.

Und das ist nicht mal ein Versehen! Nein, ganz und gar nicht. Anderenorts schreibste auch Sachen wie
Man fragt sich als Atheist sowiso, wiso ein derart mächtiges Wesen (genannt Gott) eine Art der Kommunikation etabliert, bei der so viel schief gehen kann.
Gott ist tot oder existiert nicht (Seite 5) (Beitrag von OmegaMinus)

Nach "interessiert mich nich" klingt das nicht, was Du da als wesentlich für Atheisten hinstellst. Ich stell mir auch nicht die Frage, woher die Energie stammt, mit der Harry Potters Feuerblitz der Gravitationskraft entgegenhält. Weder "als Potterfan" noch "als A-magie-rist".

Gibt aber nicht nur A-magie-risten, sondern auch Anti-*. Wie den Dawkins. Der findet ja, daß Gschichtles mit Magie verderbliches Potential haben, weswegen er da aktiv gegen vorgeht. Mit diesem "Anti-" statt "A- als Präposition ergibt dann auch das "Interesse" einen Sinn.

Nun, ich kenne anekdotisch auch Atheisten, denen irgendwelche vermeintlichen oder echten Widersprüche in Glaubensdingen etc. wirklich egal sind. Weswegen ich den Verdacht habe, daß Atheisten, denen das nicht so egal ist, eher "Anti-*" sind.
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Besseren Einblick in meine Denke wird wohl meine Freundin haben, die ist bein der Kirche angestellt als Organistin.
Oh, ich kenne auch christlich-muslimische Ehepaare. Menschen sind zu recht vielem in der Lage. Ist aber auch wieder anekdotisch, wie auch Deine Freundin. Oder noch was anekdotisches: meine Schwester und Schwager sind Zeugen Jehovas. Ich komm prima mit denen klar, auch mit deren Glauben. Hier im Forum aber kannste gerne mal in meinen Beiträgen nachlesen, was ich so von hiesigen Zeugen und deren Glauben halte, nicht nur individuell, sondern die ganze Society und deren Lehren betreffend. Auch das geht zusammen. Wieso also nicht auch bei Dir. So eindimensional ist kein Mensch, auch Du nicht, daß Deine Freundin hier irgendwas bewiese. Besser, ich nehme Dich bei Deinen hiesigen Worten.
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Ich weise nur darauf hin, dass wörtliche Auslegung der Bibel und unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht übereinander zu bringen sind.
Und das, nachdem schon zuvor hier zur Sprache gekommen war, daß die biblischen Texte antike Weltbilder verwenden, nicht die modernen (unseren heutigen Stand würd ich dann auch nicht 1:1 "Realität" nennen wollen, wovon Du in Deinem Einstiegspost aber sprachst).

Nee Du, Du hast um 14:14 nur diese unsinnige Debatte "Bibel als Physiklehrbuch" erneut angefacht.
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:In D kommt man beim Theologiestudium mit dieser Ansicht (Bible wortwörtlich) nicht weit.
Whow. Woher kommen dann bloß all die Pastoren von z.B. der Landeskirchlichen Gemeinschaft? Ohne Theologiestudium werdense ja nicht ordiniert! In meinem Theologiestudium jedenfalls gab es reichlich Bibelfundamentalisten (wenn auch in Minderzahl).

Das Theologiestudium selektiert nicht nach Frömmigkeit oder persönlichem Glauben. Letztlich lernste da ein "Handwerk". Nur bei der Confessio (z.B. Augustana) mußte inhaltlich schon bleiben; aber dafür isses egal, ob Du historisch an die Siebentageschöpfung, die Evolution oder sonsterwas glaubst bzw. in fremden Zungen betest.
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Wenn man vom Saxophon kommt, dann ist das Griffsystem der Klarinette 'Hirnfick'.
Als ich las, daß Du als Saxofonspieler jetzt Klarinette mußt, dachte ich auch "mal eben so umsteigen - wie the f*ck das!?!" Aber OK, die Klarinette ist mehr Holzblasinsrument (auch im Aufbau der Tonerzeugungsstruktur) als Tuba oder Trompete. So nach dem Motto "wer Klavier kann, kann auch mal kurz Triola" (bitte diesen Vergleich nicht übelnehmen). Dennoch dürfte der Unterschied so gering nicht sein, beileibe nicht. Hut ab!

Ich kann nur Kamm...


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Was steht wirklich in der Bibel?

18.12.2025 um 19:35
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Das ist aber der Pantokrator, der Allherrschende, gerne auch der über alle(s) Mächtige. Mehr meint das nicht, ist nur schwierig zu übersetzen. Mit der Allmacht der klassischen griechischen Philosophen wie der neuzeitlichen Denker ab Deismus hat das nichts zu tun.
Im Religionsunterricht hieß es ehr: "Gott kann alles!".
Ich habe mir das nicht ausgedacht.

Gerade in die griechische Fassung geschaut. Stimm, das ist msverständlich übersetz.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Sagt der, der den biblischen Gott zum Allmächtigen erklärt (voraussetzt).
Wie gesagt, ich erkläre ihn nicht dazu. Man hat es uns so erklärt. Was kann ich dafür!? Ich war ja nicht alleine in der KLirche/Reliofionsunterricht/Konfirmantengruppe.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Nach "interessiert mich nich" klingt das nicht, was Du da als wesentlich für Atheisten hinstellst.
Entschuldige bitte, dass ich ab und zu auch mal in einem Fred was schreibe.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Nun, ich kenne anekdotisch auch Atheisten, denen irgendwelche vermeintlichen oder echten Widersprüche in Glaubensdingen etc. wirklich egal sind. Weswegen ich den Verdacht habe, daß Atheisten, denen das nicht so egal ist, eher "Anti-*" sind.
Nö, mir ist das egal, ich muss das ja nicht glauben. Ich bin nicht Anti-, wir haben Glaubensfreiheit, ein hohes Gut.
Und wenn man dann Fragen stellt, ist man Anti-.

Aber nun, was solls!?
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Whow. Woher kommen dann bloß all die Pastoren von z.B. der Landeskirchlichen Gemeinschaft?
Keine Ahnung. Da ich dann doch nicht Theologie studiert habe (sonst hätte ich neben Latein und Altgriechisch auch Hebräisch auf der Schule gelernt), habe ich mich da auf die drei Personen verlassen, die ich persönlich kenne/kannte, die das haben.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Aber OK, die Klarinette ist mehr Holzblasinsrument (auch im Aufbau der Tonerzeugungsstruktur) als Tuba oder Trompete.
Saxophon und Klarinette sind beides Holzblasinstrumente. :-)
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Dennoch dürfte der Unterschied so gering nicht sein, beileibe nicht.
Saxophon überbläst in die Oktave, Klarinette in die Duodezime. Ganz anderes Griffsystem. Ein g, g' und g'' greift sich komplett anders.

Grüße
Omega Minus


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Was steht wirklich in der Bibel?

18.12.2025 um 19:45
Zitat von dynomiatedynomiate schrieb:Jesus selber nimmt Genesis 1 wörtlich. Gott schuf dort unter anderem Adam und Eva. Jesus glaubte und lehrte das.
Ja, es gibt ja auch mehrere Stammbäume, die von Adam ausgehen. Die Schreiber dieser Stammbäume wollten diese wohl als Tatsachen verstanden wissen.

Was mir aber auffällt: das Christentum ist ja eine Erlösungsreligion. Es muss also etwas geben, was so nicht gedacht war und dieser Zustand muss geändert werden. Wenn man Schöpfungsgeschichte und Sündenfall als Symbole oder dergleichen betrachtet, fehlt einem die Antwort, warum die Welt in einem Zustand ist, der nicht vorgesehen war. Was konkret ist vorgefallen? Das wird nicht genannt. Die Frage ist auch, wie passt das rein in unsere Welt, die auch vor der Entstehung des Menschens grausam und voller Leid war.


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Was steht wirklich in der Bibel?

18.12.2025 um 19:49
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Woher kommen dann bloß all die Pastoren von z.B. der Landeskirchlichen Gemeinschaft? Ohne Theologiestudium werdense ja nicht ordiniert!
Zusätzlich gibt es noch bibeltreue Bibelschulen und zwei bibeltreue deutschsprachige Hochschulen. Zu meiner Zeit dort brauchte man nur Bibelschule.


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Was steht wirklich in der Bibel?

18.12.2025 um 21:01
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Im Religionsunterricht hieß es ehr: "Gott kann alles!".
Heutzutage glauben ne Menge Leute ne Menge Sachen. Gibt zahlreiche Christen, die an Reinkarnation glauben. Und bei sehr vielen ist auch diese Allmacht längst arriviert in ihrem Gottesbild. So what! Da es hier um "was steht wirklich in der Bibel geht", und da es selbst in der laufenden Diskussion um biblische Sichtweisen, Berichte, Weltvorstellungen sowie den biblischen Gott geht, nicht um den, an den welche heute glauben und den sie für (modern) allmächtig halten, ist das egal.
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Wie gesagt, ich erkläre ihn nicht dazu.
Setzt ihn aber als Tatsache voraus in Deinen Ausführungen. Womit Du ihn durchaus behauptest. Du "setzt voraus, daß er dazu erklärt ist".
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Entschuldige bitte, dass ich ab und zu auch mal in einem Fred was schreibe.
Darfste doch, wer sollte das verwehren wollen??? Aber da schreibste nun mal das Gegenteil des hiesigen, was sich für Dich aus einem "als Atheist" ergibt. Entweder ergeben sich einem Atheisten zwingend Fragen, oder es ist ihm egal. Entweder ist er interessiert, oder er ists nicht. Du wechselst es aber aus, je wie's Dir grad paßt. Das ist unlauter, unehrlich.
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Und wenn man dann Fragen stellt, ist man Anti-.
Kommt auf die Fragen an. Fragst Du z.B., um etwas für Dich in Erfahrung zu bringen? Oder fragst Du, um beim Gegenüber die Wahrnehmung eines, sagen wir mal: negativen Aspektes zu evozieren?

Schön auch, daß Du auch gleich ein "ist man Anti-" aus meinem
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Weswegen ich den Verdacht habe, daß Atheisten, denen das nicht so egal ist, eher "Anti-*" sind.
machst.
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Whow. Woher kommen dann bloß all die Pastoren von z.B. der Landeskirchlichen Gemeinschaft?
Keine Ahnung. Da ich dann doch nicht Theologie studiert habe
Dann klemm Dir künftig so unqualifizierte Aussagen übers Theologiestudium wie das
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:In D kommt man beim Theologiestudium mit dieser Ansicht (Bible wortwörtlich) nicht weit.
Danke.
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:habe ich mich da auf die drei Personen verlassen, die ich persönlich kenne/kannte, die das haben.
Was sagtest Du nochmal über anekdotisches Wissen? Und dennoch kommst Du auf sowas hin mit nem Dasistso daher (im Unterschied zu mir; meine Folgerungen aus meinem anekdoischen Wissen waren nicht so absolut formuliert).
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Saxophon und Klarinette sind beides Holzblasinstrumente. :-)
Ja, ich hatte extra vorm Schreiben nochmal in die Wikipedia geschaut, um den Aufbau der Erzeugung der verschiedenen Töne zu vergleichen. Und das dabei entdeckt. Wiederentdeckt, hab ich schon mal vor ewig langer Zeit gehört. Wie daß ein Zink aus Holz ist und so, Sachen gibts...
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Ganz anderes Griffsystem. Ein g, g' und g'' greift sich komplett anders.
Eben, nich wie Triola und Piano ;) (ich liebe drastische "Gleichsetzungen")

Aber für mich reicht es schon, jemandem Respekt und Bewunderung zu zollen, wenn er auch nur eines spielen kann, Klarifon oder Saxonette.


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Was steht wirklich in der Bibel?

18.12.2025 um 21:25
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Entweder ergeben sich einem Atheisten zwingend Fragen, oder es ist ihm egal. Entweder ist er interessiert, oder er ists nicht. Du wechselst es aber aus, je wie's Dir grad paßt. Das ist unlauter, unehrlich.
Tertium datur:
Mich interssiert nicht, was die Leute glauben, sondern warum und manchmal auch wie.

Es ist mir egal ob Du Hindu oder Moslem bist. Ich habe da keinen Emotionen zu wie Freude, Hass oder Frustration. In dem Sinne ist es mir egal.
Aber mich kann interessieren, warum Du an etwas glaubst.
Oder ... wie.
Wenn Du das so als entweder - oder darstellst,dann ... verstehen wir uns einfach nicht.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Setzt ihn aber als Tatsache voraus in Deinen Ausführungen.
Oft in dem Gedankenspiel wenn - dann.
Aber ich setzte das nicht voraus im Sinne 'das ist so' oder 'das muss so sein'.

Kennst Du Widerspruchsbeweise? Keiner Mathematiker behauptet, die Wurzel aus 2 wäre eine rationale Zahl.
Und dennoch beahauptet man genau das, um einen Widerspruch zu erzeugen und somit due Bauhauptung zu wiederlegen.
Wenn Klein-Fritzchen den Bewei für die Irrationalität abbricht mit 'sei Wurzel aus 2 rational', dann hat er einen total falschen Eindruck.

Aber egal, wenn Du mich als unlauter empfindest ... vergebliche Liebesmüh. Schade, eigentlich.

Grüße
Omega Minus


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Was steht wirklich in der Bibel?

18.12.2025 um 21:36
Zitat von NexpertNexpert schrieb:Wenn man Schöpfungsgeschichte und Sündenfall als Symbole oder dergleichen betrachtet, fehlt einem die Antwort, warum die Welt in einem Zustand ist, der nicht vorgesehen war.
In sehr vielen Kulturen, quasi quer durch alle Regionen und Zeiten, gibt es dieses erzählerische Element in den Schöpfungsmythen, daß die Welt zum einen paradiesisch perfekt erschaffen wird, sich dann aber Fehler, Makel, Mängel einschleichen, sodaß die Welt nun den Tod kennt, Unglück, Krankheit, Schmerzen, Krieg, wasauchimmer. Die mitgegebene Antwort dafür, wie das kam, kann sehr unterschiedlich ausfallen; in einem Drittel solcher Erzählungen ist der Auslöser ein schuldhaftes Verhalten der ersten Geschöpfe. Die Frage, ob der Schöpfer das nicht gleich hätte voraussehen und damit auch vorab verhindern können, die wird in den Erzählungen der Kulturen aber nicht gestellt.

Wäre das nur in einer Story einer Kultur so (oder bei überschaubar wenigen), könnt man vielleicht die Frage stellen, wieso die das nicht bedacht haben. So aber muß die Frage lauten: wieso wollten sie so eine Frage gar nicht stellen? Denn Zufall oder Versehen kannste knicken! Und auch ein "die Primitiven waren halt zu doof damals" bringts nicht.

Stell einfach mal fest, daß die Frage, die Du da einbringst, für jene Kulturen schlicht nicht so relevant war, wie sie für Dich scheint. Was ihnen hingegen relevant war, das war die Schilderung, daß trotz einer guten Schöpfung am Ende just die unperfekte Welt herausgekommen ist, in der die damaligen wie wir heutigen leben.

Das issn bisserl wie mit der Erzählung vom Brudermord Kains gegen Abel. Am Anfang bringen beide Opfer für Gott dar, aber Gott sieht nur das Opfer des Abel gnädig an, Kains Opfer sah er nicht an. Klar kannste nu fragen, was an Abels Opfer5 so toll war und bei Kains dann fehlte, oder woran Kain Gottes Auswahl erkannte. Aber diese Fragen sind irrelevant. Die Erzählung schildert den mehrstufigen Konflikt des Kain und Gottes stetes Reagieren im Gespräch mit Kain. Witzigerweise redet Gott ständig mit Kain, egal, was er schlimmes getan hat, er läßt ihn nicht liegen. Und jedes Mal gibt Gott dem Kain einen Rat, eine Warnung vor falscher Entscheidung, oder sogar einen Schutz. Gott ermöglicht ihm Leben, er gibt selbst den größten Sünder nicht auf (trotz aller Strafe, die es auch gibt).

Aber um das zu erzählen, muß es erst mal einen Konflikt geben, in dem der Kain dann Gefahr läuft, das Falsche zu tun, und es dann auch tut. Ein Konflikt muß her! Nur welcher?

Völlig egal, welcher. Hauptsache ein Konflikt. Warum nochmal waren die beiden Familien von Romeo und Julia zerstritten?`Egal, hauptsache Konflikt, damit das Drama seinen Lauf nehmen kann!

So dachten die, welche sich die Kain-und-Abel-Gschicht erzählten. Wenn dann heute wer fragt, wieso das eine Opfer gut und das andere schlacht war und woran man Gottes Bewertung feststellen konnte, dann geht man völlig "an der Sache vorbei". Obwohl es uns Heutigen doch so sinnvoll, relevant, geradezu notwendig erscheint, solcherart Ursachenforschung zu betreiben.

Trotzdem liest man die Story dann falsch. Die Erzähler hatten "anderes im Sinn", und wenn man diese "Messitsch" erkennen will, muß man schon "die richtigen Fragen stellen". Sonst wirds nix mitm Verstehen.
Zitat von NexpertNexpert schrieb:Zusätzlich gibt es noch bibeltreue Bibelschulen und zwei bibeltreue deutschsprachige Hochschulen. Zu meiner Zeit dort brauchte man nur Bibelschule.
Weder im katholischen noch im evangelischen Bereich hier in D'Land
Zitat von NexpertNexpert schrieb:Zusätzlich gibt es noch bibeltreue Bibelschulen und zwei bibeltreue deutschsprachige Hochschulen. Zu meiner Zeit dort brauchte man nur Bibelschule.
Weiß nicht, wann das gewesen sein soll. Die evangelische Kirche in Deutschland ordiniert Menschen zum Pfarramt. Ohne ein kirchlich abgenommenes Examen ist dies nicht möglich. Abgenommen wird dies nur nach einem Theologiestudium.


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Was steht wirklich in der Bibel?

18.12.2025 um 21:57
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Setzt ihn aber als Tatsache voraus in Deinen Ausführungen.
Oft in dem Gedankenspiel wenn - dann.
Aber ich setzte das nicht voraus im Sinne 'das ist so' oder 'das muss so sein'.
Lüg Du nicht jetzt auch noch. Du schriebst
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Oder der Offenbarung sind halt Grenzen gesetzt. Diese zu überwinden könnte ich allerdings von einem allmächtigen Gott erwarten.
Definitiv war der allmächtige schlichte Voraussetzung. Nicht im Sinne von "Gott gips" bist ja Atheist - wohl aber "der Gott, der sich da offenbaren soll, der is allmächtig (gedacht), isso!"

Und genau dazu sprach ich dann vom Alstatsachehinstellen:
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Sagt der, der den biblischen Gott zum Allmächtigen erklärt (voraussetzt).
Lügen kann ich echt nicht ab!
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Kennst Du Widerspruchsbeweise?
Yepp. Etwa den vom allmächtigen Gott, der einen Stein erschafft, der zu schwer für ihn zu heben ist. Und ich kenn auch die Denke dahinter. Und wenn man jemandem solch einen Widerspruchsbeweis in Form einer Frage stellt - ich schrieb es ja bereits - geht es dann darum, selber durch die erhaltene Antwort was über das Erfragte zu lernen? Oder nicht viel mehr darum, in Form eines didaktischen Spielerkens den um Antwort Gebetenen zu ner bestimmten Erkenntnis zu bringen, der vorab selber schon für Wahrheit [TM] erkannten. Rhetorische Frage, um den anderen "zu bekehren".
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Aber egal, wenn Du mich als unlauter empfindest
Naja, wenn Du sogar selbst den Widerspruchsbeweis anführst *kicher*


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Was steht wirklich in der Bibel?

18.12.2025 um 22:06
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Definitiv war der allmächtige schlichte Voraussetzung.
Das war ein Gedankenspiel. Ich hätte ich genauer schreiben können. Für Leute, die auch jedes Wort auf die Goldwaagelegen.

Also:
Wenn er als allmächtig angesehen wird, dann =>

Aber mit Dir unterhalte ich mich nicht mher, Du bist ja auch nicht interessiert. Es geht Dir nur darum, wer wen besser zerlegen kann. Ich frage jetzt nicht,ob das die sogenannte Nächstenliebe ist.

Vergessen wirs, wie können nicht miteinander kommunizieren.

Liebe Grüße (von Herzen gemeint und ehrlich)
Omega Minus


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Was steht wirklich in der Bibel?

19.12.2025 um 12:57
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Wenn er als allmächtig angesehen wird, dann =>
... lassen sich darin jede Menge seltsame Sprüche und Widersprüche hineinlegen und dem Allmächtigen damit nachweisen, er sei doch gar nicht allmächtig.

Wer so vorgeht, bei dem beobachte ich, dass er damit dem von der Kirche präsentierten Gottesbild etwas entgegenhalten will, dann aber das Thema für ihn als abgeschlossen gilt und nicht weiterforscht.


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Was steht wirklich in der Bibel?

19.12.2025 um 18:16
Zitat von LeilanLeilan schrieb:Wer so vorgeht, bei dem beobachte ich, dass er damit dem von der Kirche präsentierten Gottesbild etwas entgegenhalten will, dann aber das Thema für ihn als abgeschlossen gilt und nicht weiterforscht.
Jedenfalls hast Du dieses Pauschal-Vorurteil über jene Menschengruppe. Dabei sehe ich weder dieses "von der Kirche präsentierte" Gottesbild - mit dem Zusatzaspekt: welche "die Kirche" bittschön! - noch daß man denen, die die Allmacht Gottes für abgeschlossene Sache halten, genauso gut ein Nichtweiterforschen attestieren könnte. Ebenfalls mit einem Zusatzaspekt: nur weil biblisch kein (in neuzeitlichem Sinne) allmächtiger Gott angesprochen wird, heißt dies nicht, daß Gott nicht allmächtig sein könne, sodaß das mit dem "für abgeschlossen halten" eh nur ne schlechte Unterstellung ist.

Hier in Mitteleuropa jedenfalls gibt es eine breitere theologische Diskussion, ob in kirchlicher Verkündigung jegliche Allmachtsaussage unterlassen werden solle. Vor allem im evangelischen Bereich, aber auch katholischerseits wird offen darüber nachgedacht, daß Allmacht biblisch nicht vorkommt, und ob man kirchlich Gott so titulieren könne.


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Was steht wirklich in der Bibel?

20.12.2025 um 02:38
@perttivalkonen

Ich bleibe bei meinem Punkt: Ich sage nicht "alles muss wörtlich-historisch sein", sondern: wenn ein Text Aussagen über Wirklichkeit macht (Mensch, Welt, Gott usw.) und dabei Wahrheit beansprucht, dann ist es völlig legitim zu erwarten, dass das nicht im Widerspruch zur Realität steht. Das ist keine Marotte, das ist einfach nur die Minimalbasis jeder sinnvollen Debatte. Und wenn du meine Beiträge richtig gelesen hättest, wäre dir auch aufgefallen, dass ich genau das in der Bibel sehe.

Dein Gleichnis-Beispiel zieht hier zudem auch nicht. Ein Gleichnis ist als Gleichnis erkennbar: didaktische Fiktion, die sagt "so ist es wie…", nicht "so ist es passiert". Das ist weder "Märchen" noch "Lüge", sondern ein legitimes Stilmittel, um Wahrheit nicht-historisch zu vermitteln.

Und ja, dass Leute in der Levante damals bestimmte Bilder und Weltmodelle als "Transportmittel" nutzten, erklärt die Form. Es macht den Inhalt aber nicht automatisch wahr. Sonst gilt am Ende: "Es wurde halt so erzählt, also darf man es nicht prüfen" und genau das ist eine Immunisierung.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Ähm, der Glaube ist "Behauptung"! Und Überzeugung, ferner Erfahrung, Wagnis und noch manch anderes...
Nein. Da vermischst du Kategorien: Behauptung = Sprechakt ("ich sage X"). Glaube/Überzeugung = mentaler Zustand ("ich halte X für wahr"). Man kann etwas behaupten, ohne es zu glauben, und etwas glauben, ohne es zu behaupten. Wenn Realitätsbezug egal ist, bleibt nur "ich sags halt" übrig, also bloße Assertion.

Und weil du gern bei Begriffen bist: In den Schriften ist "Glaube" sprachlich eben auch nicht einfach "Behauptung". im Hebräischen ist es emunah (אֱמוּנָה) was an der Wurzel -m-n hängt und meint Treue/Verlässlichkeit/Festigkeit als bloße Behauptung. Sorry, aber hier kommen wir nicht zusammen.


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Was steht wirklich in der Bibel?

20.12.2025 um 02:52
@perttivalkonen
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Kann der Allmächtige einen Stein erschaffen, welcher so schwer ist, daß er ihn nicht zu heben vermag?
Das ist ein absolut unlogischer Satz, weil er heimlich Dinge voraussetzt, die auf Gott gar nicht zutreffen. "So schwer, dass Er ihn nicht heben kann" tut so, als wäre Gott ein Körper, der heben muss, und Heben setzt Körper, Muskeln/Mechanik, Raum, Richtung, Gravitation und Gewicht als physikalische Eigenschaft voraus. Damit wird Gott also in ein materielles Schema gezwungen, als würdest du fragen: "Kann Gott schwitzen?" oder "Hat Gott Blutdruck?"...

Das ist keine echte Frage über Allmacht, sondern eine Frage, die Gott behandelt, als wäre Er Teil der Materie, obwohl Gott immateriell ist und der Schöpfer der Materie und ihrer Gesetze. Entsprechend könnte Gott so viele Steine erschaffen wie Er will, von mir aus hunderte Billionen Galaxien voller Steine, die das gesamte Universum füllen, und Er könnte das alles dennoch in Bewegung setzen, ohne das Er auch nur ein bisschen „müde“ werden könnte, eben weil Gott garnicht vom Materiellen betroffen ist.

Und noch wichtiger: "Allmacht" heißt nicht, logische Widersprüche real zu machen. Ein Widerspruch ist kein "Ding", das man erschaffen könnte, das ist nur kaputte Sprache, wie "Quadratkreis" oder "verheirateter Junggeselle". Der Satz will gleichzeitig zwei Dinge: maximale Macht ("Gott kann jeden Stein erschaffen") und maximale Ohnmacht ("es gibt etwas, das Gott nicht kann"), völlig idiotisch. Das ist wie ein Befehl an die Realität: "Sei gleichzeitig 1 und nicht 1".

Der Kernfehler ist also genau dieser Teil "nicht heben können": Das wäre ein Mangel, also Schwäche, und Schwäche ist kein Feature, das Allmacht "größer" macht. Das ist dann bisschen wie zu fragen: "Kann der beste Arzt eine perfekte Heilung machen, die gleichzeitig garantiert tödlich ist?" Wenn du beides zugleich verlangst, hast du kein starkes Argument, sondern nur einen Satz gebaut, der sich selbst frisst...

Kurz gesagt: Die Frage setzt voraus, dass Gott ein Körper ist, der Gewicht heben muss, damit löst sich dann auch das sog. "Paradoxon" in Luft auf.


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Was steht wirklich in der Bibel?

20.12.2025 um 10:02
Zitat von Carl138Carl138 schrieb:"alles muss wörtlich-historisch sein"
Zitat von Carl138Carl138 schrieb:wenn ein Text Aussagen über Wirklichkeit macht (Mensch, Welt, Gott usw.) und dabei Wahrheit beansprucht, dann ist es völlig legitim zu erwarten, dass das nicht im Widerspruch zur Realität steht
Ich seh da jetzt keinen wirklichen Unterschied.
Zitat von Carl138Carl138 schrieb:das ist einfach nur die Minimalbasis jeder sinnvollen Debatte
Du sagst mir also, daß meine Darlegung zur biblischen Wahreit ohne Historizitätsanhalt kein Beitrag zu sinnvoller Debatte sein kann.
Zitat von Carl138Carl138 schrieb:Ein Gleichnis ist als Gleichnis erkennbar
Und eine Mythe ist als Mythe erkennbar. Kannst sogar Du.

In vielen Kulturen gibt es zwischen der Zeit der Schöpfung und jener Zeit der "normalen Geschichte", in der alles "immer schon so war wie heute auch" noch eine dritte Epoche, die mythische Urzeit. Denn in der Schöpfungszeit wurde die Welt perfekt geschaffen, aber in der menschlich erfahrbaren Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind die Zustände oft eher suboptimal. Menschen sterben, werden krank, schwitzen beim Arbeiten, welches oft anstrengend und wenig ertragreich ist. Es gibt Streit, Unterdrückung, Krieg. Wie ist es dazu gekommen?

Hier setzen die "Urzeitgeschichten" der Völker ein. Weil die beiden einzigen gerade lebenden Pappnasen von dem einzigen ihnen verwehrten Baum naschen mußten, gibts Tod. Schweiß, Schlangenbiß, Schmerzen, Frauenunterdrückung. Weil ein Mensch seinen Nächsten erschlug, gibts verachtetes, verjagtes, hungerndes Nomadentum. Weil die Menschheit in Sünde lebte, schrumpft ihre Lebenserwartung von 1000 auf maximal (und eh kaum annähernd erreichte) 120.

All diese Erzählungen vermitteln deutlich erkennbar einen heute völlig normalen "suboptimalen" Zustand, welcher laut Erzählung zuvor nicht herrschte, sodaß das Zuvor geradezu paradiesisch gewesen sein müsse. Eben: Sie vermitteln zwischen Schöpfungszustand und Weltzustand.

Und nicht nur das. Die, bei denen dieses zustandsverändernde Geschehen sich ereignet, sind nicht einfach einzelne Individuen, sondern sie sind quasi "die gesamte Menschheit". Adam (wörtlich Mensch) und Eva (wörtlich Lebende/Lebewesen) sind "literally" die ganze Menschheit. Bei der Sintflut agiert tatsächlich die ganze Menschheit, ebenso beim Turmbau.

Die Erzählungen selbst zeigen an, daß sie von einer "Zeit vor der Zeit" sprechen, von einer mythischen Zeit, als sich die "stinknormale Realität" der Menschenwelt erst herausbildete und Dinge möglich waren, die "in der normalen Welt" nicht passieren. Dazu gehört übrigens auch, daß es völlig normal ist, daß Mensch und Gott direkt miteinander kommunizieren, quasi nebeneinander stehen. In der Weltzeit, der normalen Geschichte hört und sieht man Gott nicht, allenfalls einige wenige empfangen in Gesichten und Träumen Offenbarungen.

Wir Heutigen denken nicht "mythisch". Uns fällt das nicht auf, daß diese Erzählungen sich so spezifisch von einer "normalen Erzählung aus normaler Zeit" unterscheiden. Für Menschen, die in einem solchen Weltbild, einer solchen Denk- und Wahrnehmungsart aufgewachsen sind, ist das hingegen deutlich. Daß dem so ist, kennen wir allerdings durchaus, und zwar aus so nem blöden Klischeespruch, wie er in älteren Abenteuerfilmen auch vorkommen kann: "Der Orientale erzählt Märchen" - womit nicht nur die eigentlichen Märchen gemeint sind.

Du legst an die Erzählweise einer anderen Kultur die Denk-, Vorstellungs- und Verstehensweise Deiner eigenen Kultur an. Damit verstehst Du vieles nicht so, wie es gemeint war.

Schon in der Antike, speziell der hellenistischen Zeit, kam eine solche Denke auf, mythische Texte historisierend zu lesen. Im mythischen Denken war es überhaupt kein Problem, die beiden Schöpfungsberichte Gen1 (Siebentagesschöpfung) und Gen2 (Edenschöpfung) nebeneinander zu stellen, obwohl sie "historisch" einander widersprechen:
* erst alle Tiere, dann der Mensch vs. erst Adam, dann alle Tiere, dann Eva;
* Menschen beiderlei Geschlchts werden erschaffen vs. Adam wird aus Afar erschaffen, Eva aus einer Rippe Adams "gemacht";
* Gottebenbildlichkeit ist was Gutes, Beabsichtigtes vs. das menschliche Sein wie Gott ist schlecht und unbeabsichtigt;
* Der Mensch soll alles beherrschen und untertan machen vs. er soll dienen (den Garten bebauen und bewahren).
Im Gegenteil, die Zusammenstellung der beiden Schöpfungsberichte zeigt deutlich, daß es um das "Historische" überhaupt nicht geht dabei.

Doch ab der hellenistischen Zeit, als man Wahrheit über "historischen Anhalt" begriff, kam es zu einer Neuinterpretation, die auch das Judentum selbst beeinflußte. Und heute kennen wir die jüdische Story von der Lilith. Historisch war es schon richtig, daß Gott zunächst sowohl den Mann als auch die Frau gleichermaßen erschuf. Weil sich dann die Frau aber dem Manne nicht unterordnen wollte, weil sie doch ebenbürtig sei, verfluchte Gott diese Frau - Lilith - und brachte eine zweite Frau hervor - Eva - diesmal aber nicht durch Erschaffen, und diesmal gleich aus einem "Anhängsel des Mannes", damit sie genau dies auch sei: ein bei- und untergeordnetes Anhängsel des Mannes als eigentlichem Geschöpf (und Ebenbild) Gottes. Auch da wurde die eigentliche Aussageabsicht durch diese Historienbrille mißverstanden.
Zitat von Carl138Carl138 schrieb:Und ja, dass Leute in der Levante damals bestimmte Bilder und Weltmodelle als "Transportmittel" nutzten, erklärt die Form. Es macht den Inhalt aber nicht automatisch wahr.
Wo issn jez der Unterschied zum Gleichniserzählen??? Ob die vermittelte Wahrheit wahr ist, das ist Wagnis, Vertrauen, Glaubenssache. Dennoch brauchts dazu oft genug eben keine historische Tatsächlichkeit.
Zitat von Carl138Carl138 schrieb:Sonst gilt am Ende: "Es wurde halt so erzählt, also darf man es nicht prüfen" und genau das ist eine Immunisierung.
Übertrag das mal auf Jesu Gleichnisse. Merkst Du den Unsinn?
Zitat von Carl138Carl138 schrieb:Nein. Da vermischst du Kategorien: Behauptung = Sprechakt ("ich sage X"). Glaube/Überzeugung = mentaler Zustand ("ich halte X für wahr"). Man kann etwas behaupten, ohne es zu glauben, und etwas glauben, ohne es zu behaupten. Wenn Realitätsbezug egal ist, bleibt nur "ich sags halt" übrig, also bloße Assertion.
So ein Quatsch.
Eine Behauptung beansprucht Geltung für den Inhalt der getätigten Aussage
Wikipedia: Behauptung
Also genau dasselbe wie beim Glauben, Überzeugtsein usw. Na und Assertion heißt Behauptung und meint als deutscher Fachbegriff
Der Ausdruck Assertion bezeichnet in der Sprachwissenschaft Verschiedenes:
* Das Aufstellen eines Wahrheitsanspruchs für eine Proposition in dem kognitiven Akt des Urteilens. Dieser Akt wird kundgegeben durch eine Behauptung (so bei Gottlob Frege), die in der Sprechhandlungstheorie Assertiv genannt wird.
* Der Deklarativsatz nach seiner prototypischen Verwendung als Satz, mit dem eine Behauptung erfolgt.
* Der propositionale Gehalt eines Satzes im Gegensatz zur Präsupposition. Die Assertion ist dann „der Teil der Aussage, der als richtig oder falsch dargestellt wird: umgangssprachlich könnte man sagen: das, was explizit behauptet wird.“
Wikipedia: Assertion

Lies nächstens genauer. "Ein Ichsagshalt - eine bloße Assertion" - ich glaub mein Hamster bohnert!

Wenn ich X glaube, halte ich es für wahr. Wenn ich X behaupte, halte ich es für wahr. Wenn ich etwas nicht für wahr halte, sondern nur für möglich, dann halte ich das "Möglich" für wahr. Wenn ich etwas mitteile, was andere für wahr halten, ich selber aber für unwahr, dann halte ich es für wahr, daß die das so sehen. Was ich glaube und behaupte, wovon ich überzeugt bin, ist immer ein Fürwahrhalten. Kein dahergesagtes "Ich wollts schon immer mal sagen: zwei und zwei ist fünf"
Zitat von Carl138Carl138 schrieb:Und weil du gern bei Begriffen bist: In den Schriften ist "Glaube" sprachlich eben auch nicht einfach "Behauptung". im Hebräischen ist es emunah (אֱמוּנָה) was an der Wurzel -m-n hängt und meint Treue/Verlässlichkeit/Festigkeit als bloße Behauptung. Sorry, aber hier kommen wir nicht zusammen.
Nur daß die alttestamentliche Begrifflichkeit mitnichten das abdeckt, was wir heute mit Glauben bezeichnen. Der Jakobusbrief mit seiner Kritik an der Gerechtigkeit aus Glauben machts deutlich: "Du glaubst, daß ein einiger Gott sei? Du tust recht daran; Die Teufel glauben's auch - und zittern!"

Glaube als bloßes Fürwahrhalten von irgendwas ist falsch, weil unzureichend. Was diesem Glauben fehlt, ist die 'emunah, das inhaltliche Stehen zu dieser geglaubten Sache. Nur daß die 'emunah des AT eben diesen Aspekt des Glaubens, das "erst mal überhaupt für wahr halten" überhaupt nicht besitzt. Daß es Gott gibt, das mußte nicht eigens geglaubt werden, das galt schon vorab als Tatsache. Oder daß dieser Gott Israels sein Volk aus Ägypten geholt hat, Gesetz und Land übereignete usw. 'emunah meint nirgends, daß man einen Glaubensinhalt hört und nun für wahr hält. Sondern nur, daß man ihn für sich übernimmt, sich an ihn hält usw.

Jakobus sagt Glaube ist nicht nur ein simples Fürwahrhalten, Glauben ist auch ein Dazustehen, Danachleben, Dafüreinstehen. Glaube ist nicht nur assertio, sondern auch 'emunah.

Und ich habe nirgends gesagt, Glaube sei nur Behauptung. Das hast Du Dir nur hinzuphantasiert.
Zitat von Carl138Carl138 schrieb:Das ist ein absolut unlogischer Satz
Kann Gott also nicht gegen Logik? Ist er der Logik unterworfen?

Weißt Du, ich habe in der Beschäftigung z.B. mit fernen Kulturen und deren Denke manchmal ein klein wenig gelernt. Und vor vielen Jahren kam ich dann auf die Antwort für jene Frage. Ja, Gott kann einen Stein erschaffen, der zu schwer ist, als daß er ihn heben könnte. - Und er hat diesen Stein sogar erschaffen ---> den Grabstein Jesu! Aber wenn der Tod nicht bezwungen werden kann, wird er vernichtet. Einen zerschlagenen Stein kann man krümelweise fortschaffen. Für Gott gibt es kein "geht nicht". Selbst wenn wir die von Dir angesprochene "Fähigkeit zur Ohnmacht" mal für Gott akzeptierten.

Wenn Du natürlich in historischer oder logischer Denke gefangen bist, so ist das Dein Bier. Deswegen mußt Du aber nicht annehmen, Gott wäre dies auch, oder andere Kulturen als die Deine. Andere kommen ohne Deinen Historizitäts- oder Logikanspruch aus.
Zitat von Carl138Carl138 schrieb:Die Frage setzt voraus, dass Gott ein Körper ist, der Gewicht heben muss
Wieso ein Körper? War ne rhetorische Frage, mußte nicht beantworten. Wollte nur sagen, daß ich dem nicht folge.


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Was steht wirklich in der Bibel?

20.12.2025 um 11:38
@perttivalkonen

Merkst Du den Unsinn den du hier betreibst? Ich sehe zumindest den Unterschied sehr klar, und genau an dieser Stelle reden wir auch aneinander vorbei: Ich fordere nicht, dass alles wörtlich-historisch sein muss.

Wenn du sagst, du siehst „keinen wirklichen Unterschied“, dann liegt das daran, dass du zwei verschiedene Ebenen zusammenschiebst: die Frage nach Genre und Erzählform einerseits und die Frage nach dem beanspruchten Wahrheitsgehalt andererseits. Ein Gleichnis funktioniert als didaktische Fiktion: Es sagt "so ist es, WIE", nicht "so ist es PASSIERT. Deshalb ist Historizität da garnicht ein Punkt.

Genau deshalb muss man klären, was der Text was genau beansprucht, statt einfach zu behaupten, das sei doch "erkennbar" und damit erledigt. Und selbst wenn eine Erzählform mythische Züge hat, folgt daraus nicht automatisch: "Dann ist Realitätsbezug egal", sobald gleichzeitig konkrete Wirklichkeitsbehauptungen im Raum stehen, etwa über Personen, Ereignisse oder Gottes Handeln in der Welt.

Und wenn du fragst "Wo ist der Unterschied zum Gleichniserzählen" und dann sagst, die vermittelte Wahrheit sei eben Wagnis, Vertrauen, Glaubenssache und brauche oft keine historische Tatsächlichkeit, dann bestätigst du genau meine Kritik an Immunisierung, nur eben in freundlicher Verpackung. Natürlich kann es Wahrheiten geben, die nicht-historisch vermittelt werden. Aber das ist nicht das gleiche wie eine Aussage, die so formuliert ist, dass sie über die Welt berichtet ala Gott hat die Welt so und so geschaffen.

Sobald du also sagst "damals lebte X" oder "Gott tat Y", ist das keine rein moralische Pointe mehr, sondern eine Behauptung mit Realitätsbezug. Dann ist es nicht "Unsinn", nach Konsistenz mit der Realität und nach Gründen zu fragen, sondern schlicht logisch, darum passt der Vergleich auch mit Jesu Gleichnissen hier garnicht. Denn Gleichnisse sind typischerweise Lehrgeschichten: Sie wollen eine moralische oder geistliche Einsicht vermitteln und funktionieren auch dann, wenn die Szene nicht als historischer Bericht gemeint ist. Genau deshalb ist Historizität dort oft auch garnicht ein Maßstab. Bei Aussagen aber, die wie Berichte klingen oder ausdrücklich den Eindruck erwecken "das wurde so gemacht" oder "diese Person lebte und tat XY", ist die Lage aber anders: Dann geht es nicht hier nur um eine Pointe, sondern um einen Realitätsbezug. In so einem Fall ist das Nachfragen nach historischen Anhaltspunkten nicht "Unsinn", sondern konsequent...

Und es ist völlig irrelevant, wie wir heute „glauben“ definieren, als Christ oder Mensch, der an die Bibel glaubt, gilt meiner Meinung nach so zu glauben wie es im Buch steht und Glaube ist in der Bibel nun mal etwas mehr als nur eine bloße Assertion. In der Bibel kommt das Wort "glauben" in vielen Versen in Verbindung mit Wissen, Festigkeit und Sicherheit ... Gott schickt z.B. Menschen Zeichen, macht Wunder, also liefert ihnen Beweise, damit sie glauben können, es wird von niemandem erwartet oder verlangt blind zu glauben, wenn es so wäre, wie Du glaubst, dann wären Zeichen, Wunder usw. vollständig irrelevant.

Denk an die Ägypter, die Gott erkennen sollen, nachdem Gott seine Zeichen macht (2. Mose). Gleiches Schema auch beim Propheten Mose im fünften Buch Mose, die Zeichen werden gemacht, damit sie erkennen, dass der Herr allein Gott ist, und kein anderer außer Ihm. Elia fällt mir da auch noch ein. Im Neuen Testament wird der Sinn der "Zeichen" ebenfalls so beschrieben: "Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt…" (Johannes 20,30–31) und erst als Jesu anfängt, Zeichen und Wunder zu machen (also Beweise zu liefern) fangen seine Jünger an, ihm zu glauben (siehe Johannes 2,11).

Kurz: Für mich ist bei "Glaube" entscheidend, was die Bibel selbst darunter versteht. Darum ist auch der Satz "Glaube ist bloß eine Behauptung/Assertion" meiner Meinung nach zu kurz gegriffen und trifft den biblischen Gebrauch nicht.

Psalm 111,2: "Groß sind die Werke des HERRN; wer sie erforscht, der hat Freude daran."

Na jedenfalls, wenn du weiterdiskutieren willst, gern, aber dann bitte ab jetzt ohne persönliche Spitzen und ohne ständiges Vermengen, und spar dir auch bitte in Zukunft diese Hybris ala du bist jedem und alles intellektuell überlegen (ala "Kannst sogar Du."), das bist du nämlich nicht, das mein ich auch wirklich nicht böse, aber es stört sehr und provoziert nur unnötig.


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Was steht wirklich in der Bibel?

20.12.2025 um 11:39
Zitat von continuumcontinuum schrieb am 16.12.2025:
Zitat von NiselprimNiselprim schrieb am 13.12.2025:Also ich verstehe das etwas anders: """1,1 Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde."""
... und zwar schuf Gott zuerst den Weltraum und die Erde.

Als sich folgendes begab:
"""1,2 Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern."""

... ließ Er die Erde erleuchten: """1,3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht. 1,4 Und Gott sah das Licht, daß es gut war; und Gott schied das Licht von der Finsternis. 1,5 Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein Tag."""

... im nächsten Schöpfungsakt bereitete Er die Erde vor: """1,6 Und Gott sprach: Es werde eine Wölbung mitten in den Wassern, und es sei eine Scheidung zwischen den Wassern und den Wassern! 1,7 Und Gott machte die Wölbung und schied die Wasser, die unterhalb der Wölbung von den Wassern, die oberhalb der Wölbung waren. Und es geschah so. 1,8 Und Gott nannte die Wölbung Himmel. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein zweiter Tag."""

... um sie dann zum Wohnort des Lebens werden zu lassen: """1,9 Und Gott sprach: Es sollen sich die Wasser unterhalb des Himmels an einen Ort sammeln, und es werde das Trockene sichtbar! Und es geschah so. 1,10 Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Ansammlung der Wasser nannte er Meere. Und Gott sah, daß es gut war. 1,11 Und Gott sprach: Die Erde lasse Gras hervorsprossen, Kraut, das Samen hervorbringt, Fruchtbäume, die auf der Erde Früchte tragen nach ihrer Art, in denen ihr Same ist! Und es geschah so. 1,12 Und die Erde brachte Gras hervor, Kraut, das Samen hervorbringt nach seiner Art, und Bäume, die Früchte tragen, in denen ihr Same ist nach ihrer Art. Und Gott sah, daß es gut war. 1,13 Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein dritter Tag.
..."""

Also wie du siehst, kann man das schon auch so interpretieren, als hätte Er nicht nur die Erde erschaffen, sondern auch den Raum, in dem sich die Erde befindet ("die Himmel und die Erde").
Zitat von continuumcontinuum schrieb am 16.12.2025:Man kann es so lesen, aber "Himmel" wurde für mich im Text klar als Wölbung über den Wassern definiert, nicht als Weltraum. Das klingt eher nach Atmosphäre als nach Universum. Interpretation bleibt also offen. Ich habe die Bibel als kleiner Junge ein paar mal gelesen und ja ich erinnere mich nicht mehr genau und zuletzt hab ich diese mit ca. 15 gelesen. Weiss nicht mehr ob dann noch ganz. Aber verstanden habe ich die noch nie. Die ist ja auch sehr offen geschrieben. ;) Aus meiner Sicht kann auch niemand diese bis ins Detail korrekt verstehen.
Hallo @continuum :) Ich habe die Bibel auch ein paar mal gelesen ;)

Zu den Himmeln:
Der Himmel oder die Himmel der Erde sind natürlich die Sphären des Planeten Erde, also der direkte Bereich bzw. Wirkungsbereich des Objektes. Jedoch hat unsere Sonne auch ihren Wirkungsbereich - weshalb sich ja die Planeten im Sonnensystem um die Sonne bewegen. Die Sonne allerdings befindet sich auch in einem Raum - und so weiter --- kurz um, das ist meiner Meinung nach mit "den Himmeln" in Genesis 1,1 gemeint ---> Weltraum.

Die Wölbung in Genesis 1,6 bezieht sich meiner Auffassung nach direkt auf den Himmel der Erde, also die Erdatmosphäre und vielleicht weitere direkt um die Erde herum. Zur Überlegung vielleicht noch diese Anmerkung hinzugefügt, dass man ja, wenn wir in den Himmel schauen, nicht nur in die Erdatmosphäre blicken, sondern in den Weltraum.
Zitat von dynomiatedynomiate schrieb:
Zitat von NiselprimNiselprim schrieb am 13.12.2025:und zwar schuf Gott zuerst den Weltraum und die Erde.
Zitat von dynomiatedynomiate schrieb:Servus.

Da gibt's keinen Weltraum. Lies mal den Text, da wird sogar ausführlich definiert.

Die Feste ist der Himmel. Dort hinein setzt Gott die Sterne, Sonne und Mond. Über der Feste ist Wasser, d.h. über uns ist Wasser, kein Weltraum.

Spätere Schriften greifen diese Idee wieder auf, in wörtlichen Auslegung. Die Bibel selber interpretiert Genesis 1 wörtlich, Altes und Neues Testament.

Das ist alles nicht vereinbar mit unserem heutigen wissenschaftlichen Stand der Dinge.
Servus :) @dynomiate

Aber sicher doch wäre es vereinbar.

Ist doch klar, dass die Schreiberlinge damals das beschrieben haben, was sie beobachtet und wie sie es gesehen hatten. Wenn also jemand damals in den Himmel guckt und beobachtet, dass bspw. bei aufkommenden Gewitter die Wolken dunkel sind und aussehen, als würden sie an eine durchsichtige "Wölbung" gepresst, sie sich aber nicht erklären können, warum das so ist ... - kann man heute durchaus nachvollziehen, wie man diesen Vorgang mit "unserem heutigen wissenschaftlichen Stand der Dinge" erklärt. Nur halt mit dem Unterschied, dass da nicht etwa Gott am Werk ist, sondern es eine meteorologische Erscheinung ist. Jedoch werden die Wolken in diesem Beispiel - dem Anschein nach - tatsächlich an eine "Wölbung" gepresst, nämlich -> siehe: Gewitter
Entstehungsprozess einer Gewitterzelle
Durch Hebung kühlt ein feuchtes Luftpaket zunächst trockenadiabatisch (1,0 K/100 m) ab, bis seine Temperatur die Taupunkttemperatur erreicht. Ab dieser Temperatur beginnt der im Luftpaket enthaltene Wasserdampf zu kondensieren und es bildet sich eine Quellwolke, die schließlich bei geeigneten Bedingungen zu einer Gewitterwolke, einem sogenannten Cumulonimbus (kurz: Cb), anwachsen kann. Bei dem Kondensationsvorgang wird im Wasserdampf gespeicherte Energie (Kondensationsenthalpie) in Form von Wärme freigesetzt, wodurch die Temperatur steigt. Dadurch sinkt die Dichte des Luftpakets relativ zur Umgebung und es erhält zusätzlichen Auftrieb. Liegt eine sogenannte bedingt labile Schichtung der Atmosphäre vor, so steigt das Luftpaket bis in eine Höhe auf, wo die Temperaturdifferenz pro Höheneinheit (Temperaturgradient) wieder abnimmt. Dadurch verringert sich der Temperatur- und Dichteunterschied im Vergleich zur Umgebungsluft wieder. Ist die Dichte des Luftpakets schließlich gleich der Dichte der Umgebungsluft, verschwindet die Auftriebskraft, und die aufsteigende Luft wird gebremst. Dieses Niveau wird Gleichgewichtsniveau (Equilibrium Level) genannt und an dieser Luftmassengrenze kann sich die Wolke horizontal ausbreiten. Dadurch entsteht ihre charakteristische diapirartige Ambossform, weshalb sie auch Ambosswolke genannt wird. Meistens befindet sich dieses Gleichgewichtsniveau in der Nähe der Tropopause. Diese liegt in Mitteleuropa zwischen 8 km Höhe im Winter und 12 km Höhe im Sommer. In den Tropen liegt die Tropopause auf ca. 16 km Höhe. Deswegen werden die Gewitter in den Tropen wesentlich höher als in unseren Breiten.

Die Bewegungsenergie, die ein Luftpaket bei seinem Aufstieg erhält, wird auch als Labilitätsenergie bezeichnet. Je größer die Labilitätsenergie, desto höher ist die maximale Aufwindgeschwindigkeit in der Gewitterwolke. Die Intensität von Gewittern hängt eng mit der vorhandenen Labilitätsenergie zusammen. Aufgrund ihrer Trägheit können die Luftpakete ähnlich einem Springbrunnen über das Gleichgewichtsniveau hinausschießen (konvektives Überschießen), und zwar umso höher, je größer die Labilitätsenergie und damit die Geschwindigkeit des Aufwindes ist. Solche overshooting tops können Höhen von über 20 km erreichen.
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Quelle: Wikipedia


Ach ja --- Die Wasser oberhalb und unterhalb der Wölbung kann man sich als Süßwasser und Salzwasser erklären. Warum? Siehe da; Genesis: """1,9 Und Gott sprach: Es sollen sich die Wasser unterhalb des Himmels an einen Ort sammeln, und es werde das Trockene sichtbar! Und es geschah so. 1,10 Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Ansammlung der Wasser nannte er Meere.""".
Während das Wasser unterhalb der Wölbung herunten auf dem Erdboden ist, regnet es die oberen Wasser auf natürliche Weise bspw. aus einer Wolke vom Himmel herab.


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