Wenn man in den Fokus von
@perttivalkonen 's Auge gerät trifft einen seine volle Schlagfertigkeit.
Aber wenn du
@sevenheartseas sagst du hast generell was gegen Religionen möchte ich dich bitte paar Sachen fragen.
Denkst du die Menschen hätten sich ohne Religionen überhaupt entwickeln können?
Denkst du nicht auch das im Grunde alle Religionen genauso gut/schlecht sind wie der Mensch selbst?
Ein spezielles Ziel verfolge ich mit den Fragen nicht.
Manchmal bin ich auch nur aus Langeweile hier.
Aber miteinander Reden, Meinungen auszutauschen, also das ist ja eine tolle Sache.
Einige Dinge in der Bibel sind wohl von vorherigen Kulten/Religionen abgekupfert. Die Sache mit der Jungfrauengeburt, das gab es vorher ja schon.
Wenn ich darüber nachdenke war es wohl damals im Schnitt besser Christ zu werden anstatt Römer zu sein. Also nicht während ihrer Verfolgung durch Rom sondern nachdem die Christen sozusagen akzeptiert wurden.
Der Glaube ist ja dann irgendwie in Rom aufgegangen und dann war auf einmal die römisch-katholische Kirche da.
Andererseits hat die katholische Kirche den Gedanken der Urgemeine von Jesus... etwas verzerrt umgesetzt. Möglich das auch sein Bild verzerrt wurde durch Josephus oder Paulus. War ja keiner da der garantieren kann das die nicht auch Absichten hatten, oder Abhängigkeiten.
Die Geschichte wird ja immer von den Gewinnern geschrieben, und der Rest der Dokumente mit samt ihren Schriftgelehrten verbrannt.
Brat mir doch einer einen Storch wenn S/Paulus die Römer so phantastisch gefunden hat nachdem die seine Leute niedergemetzelt haben. Ich denke es war ein Schauspiel damit er die Möglichkeit bekommt möglichst viele Dinge zu dokumentieren. Ansonsten wäre vieles was er schrieb ja heute vergessen. Eine haltlose Vermutung. Mehr isses nicht..
Mir hat sich irgendwann beim Radio hören der Songtext von Grönemeyer ins Gehirn gebrannt als es da hieß:
Religionen sind für die Moral gemacht.
(sinngemäß)
Im Grunde nutzen Menschen alles für was Gutes und was Schlechtes. Sei es die Atomphysik von
Lise Meitner oder das ewige gegenseitige Ausnutzen von Leichtgläubigkeit um dadurch Dominanz und Macht zu erlangen. Und nicht zu vergessen das Spiel mit der Liebe wo dieser Shakespeare irgendwie Plan von hatte, ebenso wie die heutige Werbe- und Unterhaltungsindustrie wo der Höhepunkt darin gipfelt an Weihnachten Liebe durch Geschenke auszudrücken.
Gab es vor 2000 Jahren Tannenbäume in Bethlehem? Das möchte man wissen, oder was?
Mir fällt dazu auch eine andere Perspektive ein.
Wären die bekannten Religionen nicht erfunden worden, hätten andere Menschen einfach andere erfunden. Oder findest du nicht?
Zudem sollten wir vielleicht aus dem heutigen Wissensstand heraus nicht allzuschnell mit einem Urteil über andere Zeiten und Menschen sein. Auch nicht über andere Länder und Kulturen. Aber das ist nur meine Meinung.
Es ist nur so, ohne Instrumente lässt sich schwer Wissen schaffen und um Wissen zu erlangen wird man wohl früher in aller Regel erstmal geglaubt haben, dann überprüft und dann gewusst.
Irgendwie
~ könnte man wohl Alchemie oder Alchemy ?¿ als Zwischending ansehen von irgendwie Element-Religionen, Feuer, Wasser, Muttererdesachen usw., zur Chemie und Physik.
Die Gläubigen wollten wohl zum Teil,
der Sicherheit wegen die ihnen ihr Glaube gab und aus Angst diese Sicherheit zu verlieren,
nichts davon verwerfen um es durch Wissen zu ersetzen.
Aber kann man das Menschen vorwerfen?
Oder sollte man Menschen vorwerfen das sie Angst haben ihr Selbst- und Weltbild aufzugeben?
Darf und kann man das eigentlich reinen Gewissens?
Oder geht das nur wenn man einige Gedanken vorschnell beendet, das Gewissen mit Unterhaltung und sonstiger Zerstreuung betäubt und dann mit Gewalt an einer Meinung festhält nur um sich das Leben einfach zu machen? Das da auch Angst dahinter stecken kann hatte ich ja schon von mir gesondert.
Ich denke niemand sollte andere Menschen verurteilen wenn sie an einer Meinung festhalten weil sie es wegen zu viel Angst einfach nicht anders können. Das kann man auch mit dem Verhalten von Menschen in Diktaturen verstanden wissen. Aber um diese Büchse nicht wieder aufzumachen las mich nur sagen das nicht wenige religiöse Machthaber wie Diktatoren regierten.. und regieren.
Dieses Verhalten kann man vielleicht auf alle Selbstbilder anwenden unabhängig ob da nun Religionen mit im Spiel sind oder, was weiß ich, eine Automarke oder Klamotten und Händis wie das zum Teil bei Jugendlichen dienlich ist als Ersatz von noch nicht erlangtem Wissen oder Selbstbewusstsein. Das ist ja normal.
Nur die wenigsten werden wohl in ihrer Pupertät tatsächlich sehr selbstbewusst sein. Also ich gehörte definitiv nicht dazu. Andererseits denke ich rückblickend das in meiner Jugend nicht der lauteste und nach außen selbstbewussteste gleichzeitig auch immer der Intelligenteste war. Da war ein Mädchen die Eva due war immer sehr still. Dann 1.ser Abi und heute Ärztin.
Die war äußerst Selbstbewusst, hatte nur aus irgendeinem Grund kein Interesse das andere ständig zeigen zu müssen.
Worauf ich damit hinaus will ist das ein Großteil der Menschen ihre Religionen oft als Gottes goldenes Werk verteidigen weil dahinter einfach nur Unsicherheit steht. Und wie bi manchen Bibelfanatikern in der USA (will da garnichts drüber näher sagen) die Macht und Einfluss haben, sieht man noch heute wie Leute mit Reigionen Wissen bekämpfen indem sie es einfach verbieten.
Denen ist nur nicht Richard David Precht bekannt und seine grandiose Aussage (sinngemäß):
"Eine Wahrheit die erstmal in der Welt ist, lässt sich nicht mehr aus dem Weltgeist der Menschen löschen."
Dabei wäre der Wunsch nach Demokratie wohl ein passendes Beispiel.
Das setzt sich durch no matter what.
Ein Urteil ist da immer schwierig. Denken wir an Honecker der 10 Jahre von den Nazis ins Zuchthaus gesteckt wurde.
Es ist doch kein Wunder das er die DDR natürlich dann eher als helles Licht und positiv angesehen hat. Haben nun Menschen reinen gewissens das Recht ihn zu verurteilen nur weil er daran festhielt?
Man könnte ja und nein sagen und es wäre beides wahr, beurteilt man es eher nach seiner politischen Verantwortung oder nach seinen persönlichen Erlebnissen. Um Missverständnissen vorzubeugen, ich bin kein Anhänger der KPD. Diese verschiedenen Ansichten über Honecker wurden durch Helmut Schmidt in einem seiner Interviews sinngemäß so wiedergegeben. Ich dachte es passt vielleicht.
Religionen und Politik. Da gibt es Parallelen die im Mensch zusammenlaufen. Doch, je nach Glaube können im Kopf der Menschen Parallelen zusammenlaufen. Knickt man die ein oder andere Seite, sei es in der Bibel oder im Mathebuch, dann geht das schon. Und wenn nicht, Buch verbrennen und rumerzählen man hätte es gesehen. Wer sollte schon das Gegenteil beweisen. Stichwort:
Als Jungfrau mit einem fliegenden Pferd durch ein brennenden Busch hüpfen. Die Gedanken sind frei.
Honecker hatte weder Busch noch Pferd aber wenn man etwas Freiheit hat in Sicherheit dann gibt das nicht jeder auf für eine größere aber vielleicht unsichere Freiheit.
Eben so verhält es sich auch oft bei Religionen.
Um mal eine andere Religion zu nennen, denke ich das einst der Koran den Menschen viele, aus damaliger Sicht, hauptsächlich gute Gesetze gegeben hat. Ich "glaube" daran dass das die primäre Absicht jeder Religion ist.
Das überprüfen von Wissen wurde ja wohl oft von Leuten der Religion verboten, zum Teil wegen dem Machtverlust der damit einher gegangen wäre.
Aber vielleicht hätte das aufgeben einer Religion auch zu einer starken Instabilität in den Gesellschaften geführt. Das kann man vielleicht auch so sehen. Auf jedenfall haben alle Menschen immer Angst weil die ja alle sterben müssen.
Und da wir nie herausfinden können was ohne Raum und Zeit ist, immer irgendwas im Dunkeln liegen wird, Menschen immer Angst vor dem Unbekannten haben werden, macht es gewiss Sinn den Leuten ohne Kritik zu erlauben zu glauben an was immer sie wollen, sofern sie sich an die Gesetze halten und die Freiheit des Anderen nicht einschränken.
Waren Pharaonen böse oder gut?
Ich war nicht dabei aber aus den genannten Perspektiven könnte man diesen Leuten die an Religionen festhielten wohl beides gleichzeitig unterstellen und hätte doppelt recht.
Es gibt soviele möglichen Wahrheiten wie Menschen auf der Erde oder Sterne am Himmel wenn man die Wahrheiten von Außerirdischen mal hypothetisch mit einbezieht, wobei es fraglich ist ob die Bibel in anderen Galaxien vorhanden oder gar richtig übersetzt worden ist.
Das verbieten von Forschung und Wissen über die Bibel kann so positiv wie auch negativ gedeutet werden, genau wie das Buch selbst.
Bei der Frage "Wie steht man zu der Bibel" kommt es im Grunde nicht darauf an was in der Bibel steht sondern von welcher Ecke des Kreises man auf die Bibel schaut.
Legen wir eine Bibel auf den Boden und stellten alle Gesprächsbeteiligten des 1.292 Seiten Themas sich drumm herum, hätte jeder eine ganz individuelle Sicht auf das Buch. Jeder sieht es ein wenig anders. Und ich denke so hat jeder das Recht die Bibel oder jedes andere Buch für so wahr zu halten wie er es möchte. Im Zweifel, diese Freiheit vor allen Dingen.
Wie denkst du darüber sevenheartseas oder sonst wer? Wir können wenn du Lust hast ja die nächsten Tage etwas darüber philosophieren
:).