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Was steht wirklich in der Bibel?

26.002 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Bibel ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Was steht wirklich in der Bibel?

10.01.2026 um 20:25
Beitrag von blueavian (Seite 1.292)
@blueavian
Das finde ich sehr gute und interessante Gedanken von dir 👍

Hier muss ich mal nachfragen:
Zitat von blueavianblueavian schrieb:Frauen können lehren, das macht man ja automatisch beim prophezeien mit
wie meinst du das?
Ich kriege dein "lehren" und "prophezeien" nicht zusammen.
Oder anders gefragt, setzt du Beides gleich?


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Was steht wirklich in der Bibel?

19.01.2026 um 00:19
Zitat von OptimistOptimist schrieb am 10.01.2026:wie meinst du das?
Ich kriege dein "lehren" und "prophezeien" nicht zusammen.
Oder anders gefragt, setzt du Beides gleich?
Also beispielsweise hier ein Beispiel:
https://www.youtube.com/@spiritlifemitstephaniepopp

So wie ich es verstehe ist es wenn man Prophezeiungen erhält, dann ist das immer mit einer Lehre verknüpft oder zumindest meistens. Leute sollen z.b. umkehren usw. Meist wird ein Bibelzitat erklärt wie es gemeint ist usw.

Wenn z.b. Internetpropheten irgendwas prophezeien ist dort immer eine Lehre dabei. Da die Lehre wichtig ist nicht die Prophezeiung an sicht. Ich denke die Prophezeiung dient meistens nur dafür einen näher an die richtige Lehre zu bringen.

IM neuen Testament steht z.b. wie Frauen und wie Männer prophezeien sollen.

Paulus wurde z.b. von Priscilla und ihrem Mann gelehrt, wenn ich mich recht erinnere. Es ist also mehr das Prinzip das gemeint ist mMn.


Also es ist nicht das exakt gleiche. Aber Prophezeiung haben immer eine Lehre bei sich.


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19.01.2026 um 01:48
@Optimist

Das ist das pdf das sagt das die Religion meist eher praktiziert wird, wenn der Vater religiös ist. Auf seite 38. Ist aber auf Englisch und müsste man übersetzen lassen:
https://rm.coe.int/16804fb7b1

Ok habe jetzt nochmal chatgpt gefragt:
📌 Fazit

✔️ Eltern haben einen messbaren Einfluss auf die Religiosität ihrer Kinder.
✔️ Mütter wirken im Durchschnitt etwas stärker, besonders bei praktischer Religionsausübung.
✔️ Väter spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, insbesondere in bestimmten Kontexten und Ideologie-Aspekten.
✔️ Die größte „Übertragungsstärke“ sieht man, wenn beide Eltern religiös und einig sind.
Quelle: chatgpt

Die scheinen es andersherum zu sehen. Das ist eine Metastudie, also eine die mehrere Studien zusammenfasst. So wie ich das sehe sind die Studien aber widersprüchlich. Manche Studien sagen so und andere andersherum. Das wird auch in der MEtastudie gesagt:

DAs ist die Metastudie und jetzt aber in Englisch:
https://www.researchgate.net/publication/333656699_Connection_between_parent_and_child_religiosity_A_meta-analysis_examining_parent_and_child_gender

Ich denke beide Eltern spielen wohl eine Rolle und laut der chatgpt-Zusammenfassung kommt dem Vater mehr der ideologische Aspekt zu und der Mutter kommt hier der Kontext der REligionsausübung zu.

Ok das würde das auch erklären,dass das männliche Prinzip das Haupt ist, nur ist dort das Haupt mehr die Ideologie und nicht die Religionsausübung, die von beiden Eltern geprägt ist aber mehr von der Mutter.

Es steht auch im neuen Testament belehrt einander. Also sowohl Männer als auch Frauen. (Kolosser 3, 16)
16 Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen. 17 Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.
Ich denke das Mann und Frau einfach unterschiedliche Prinzipien repräsentieren und das eben in der Bibel erklärt wird, wenn dort Unterschiede im Verhalten gegenüber Männer und Frauen sind. Deswegen auch die Anziehung von Mann und Frau. Mann steht immer auf ein bestimmtes Prinzip, entweder mehr auf das männliche oder das weibliche.

Ich habe im Internet einen deutschen youtubekanal gesehen mit dem ich zwar nicht übereinstimmte, der den Gottesdienst aber so praktiziert wie er denkt das es die Juden gemacht haben. Und die lesen jedes JAhr die Bücher Moses und dazu noch den Rest wenn es noch reinpasst. Und da geht man einfach die verschiedenen Interpretationen durch und diskutiert darüber.

Es ist dann mehr dass man alles lernt und sich selbst inspirieren lässt, was man für richtig hält und lehren dort wird von einem Mann gemacht. Das würde zur ideologischen Prägung durch das männliche Prinzip passen.

Ich denke aber nicht das es so wichtig ist wer lehrt, sondern mehr das Prinzip beachtet wird. Da beide lehren sollen, bloß scheint die Ideologie wohl mehr durch den Vater geprägt. Und das könnte man vielleicht auch auf den Priester und die Priesterin beziehen, dass Priester ideologisch mehr prägen können. Aber beide haben auch beide Prinzipien in sich. Daher prägen mMn auch beide Elternteile und beide sind sowohl für die Religionsausübung als auch ideologisch wichtig.

https://www.researchgate.net/publication/333656699_Connection_between_parent_and_child_religiosity_A_meta-analysis_examining_parent_and_child_gender

Ich denke nicht, dass die Bibel falsch ist. Es ist bloß nicht immer leicht herauszufinden, was gemeint ist. Da die Metastudie auch widersprüchliche Studien anspricht.


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Was steht wirklich in der Bibel?

19.01.2026 um 03:14
@blueavian
Sehr interessant alles, danke 🙂

Hier muss ich jedoch Einspruch erheben:
Zitat von blueavianblueavian schrieb:Ich denke aber nicht das es so wichtig ist wer lehrt, sondern mehr das Prinzip beachtet wird
lt Bibel sollen Frauen nicht predigen.

1. Korinther 14,34–35
„Die Frauen sollen in den Gemeinden schweigen; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt. Wollen sie aber etwas lernen, so sollen sie daheim ihre Männer fragen.“

1. Timotheus 2,11–12
„Eine Frau lerne in der Stille mit aller Unterordnung. Ich gestatte aber einer Frau nicht, dass sie lehre, auch nicht, dass sie über den Mann Herr sei, sondern sie sei still.“


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Was steht wirklich in der Bibel?

19.01.2026 um 08:57
Zitat von OptimistOptimist schrieb:lt Bibel sollen Frauen nicht predigen.

1. Korinther 14,34–35
„Die Frauen sollen in den Gemeinden schweigen; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt. Wollen sie aber etwas lernen, so sollen sie daheim ihre Männer fragen.“

1. Timotheus 2,11–12
„Eine Frau lerne in der Stille mit aller Unterordnung. Ich gestatte aber einer Frau nicht, dass sie lehre, auch nicht, dass sie über den Mann Herr sei, sondern sie sei still.“
Komisch isses schon, wenn der Paulus im ersten Korintherbrief schreibt, daß ne Frau gefälligst zuhause ihren Mann befragen solle. Sieben Kapitel zuvor schreibt er noch über all die Unverheirateten und Witwen, daß sie besser allein blieben (Vv.8-9), sowie über die mit nem Nichtchristen Verheirateten, daß sie sich besser nicht scheiden ließen (Vv.12-14). Wen bittschön sollen denn all diese Frauen fragen, welche mit niemandem verheiratet sind - oder gar mit nem Heiden??? Sowas soll Paulus den Korinthern geschrieben haben? Nö, sag ich, sowas rät keiner, der es aufm Schirm hat, wie viel Frauen dieser Gemeinde keinen Mann zum Befragen haben!

Besonders schön auch 1Kor14,36. Hier mal im Zusammenhang, ab V33b
Wie [es] in allen Gemeinden der Heiligen [ist], sollen eure Frauen in den Gemeinden schweigen, denn es wird ihnen nicht erlaubt, zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt. Wenn sie aber etwas lernen wollen, so sollen sie daheim ihre eigenen Männer fragen; denn es ist schändlich für eine Frau, in der Gemeinde zu reden. Oder ist das Wort Gottes von euch ausgegangen? Oder ist es zu euch allein gelangt?
Was ist das für eine unsinnige Frage? Das Wort Gottes ist genauso wenig von all den Männern der Erde ausgegangen. Und genauso wenig ist es zu den Männern allein gekommen. Mit der Logik müßte also auch der Mann in der Gemeinde schweigen. Nimmt man aber mal die Verse 33b bis 35 heraus, liest sich Vers 36 im übrigen Textzusammenhang plötzlich sehr sinnvoll und verständlich. Vv.29-33a.36-37.
Propheten aber lasst zwei oder drei reden, und die anderen lasst urteilen. Wenn aber einem anderen, der dasitzt, eine Offenbarung [zuteil] wird, so schweige der erste. Denn ihr könnt einer nach dem anderen alle weissagen, damit alle lernen und alle getröstet werden. Und die Geister der Propheten sind den Propheten untertan. Denn Gott ist nicht [ein Gott] der Unordnung, sondern des Friedens. Oder ist das Wort Gottes von euch ausgegangen? Oder ist es zu euch allein gelangt? Wenn jemand meint, ein Prophet oder [sonst] ein Geistbegabter zu sein, so erkenne er, dass das, was ich euch schreibe, ein Gebot des Herrn ist.
Wäre das Evangelium von der Gemeinde zu Korinth ausgegangen statt von der Jerusalemer Urgemeinde, so könnten in der Tat die Korinther die Gemeindeordnung festlegen, etwa die Verfahrensweise des Umgangs mit dem Auftreten von Propheten in der Versammlung. Ebenso, wenn das Evangelium einzig bei ihnen Fuß gefaßt hätte, nicht mal in der Urgemeinde. Ansonsten sind die Korinther eingebunden in die Regelung des Gemeindelebens aller Gemeinden, besonders der Ursprungsgemeinde.

Der Vers 36 macht nur Sinn, wenn er sich nicht auf "das Weib schweige" bezieht, sondern auf den vorherigen thematischen Abschnitt, den der Prophezeiungen in der Versammlung. V36 ergibt nur Sinn, wenn 33b-35 fehlen.

Die Verse 33-35 des vierzehnten Kapitels des ersten Korintherbriefes stören den Zusammenhang von 36f mit dem Voraufgegangenen, ja machen den V36 unverständlich, und ebenso widersprechen 33-35 mit dem letzten Satz der Gemeindesituation, wie sie sieben Kapitel zuvor angesprochen wird. Die Verse 33-35 sind sekundär eingefügt, wahrscheinlich aus der Stelle des 1Tim heraus. Die Pastoralbriefe an Timotheus und Titus jedenfalls stammen aus späterer Zeit mit stabiler Situation, vereinheitlichten Ämtern und weitgehend durchchristianisierten Familien. Auch sprachlich (Wortschatz) zeigen die drei Pastoralbriefe eine andere Autorschaft als die des Paulus.

In späterer Zeit gab es unzweifelhaft patriarchalisierte Gemeinden, in denen Frauen kein Lehrrecht hatten. Doch nicht in den frühen Gemeinden des Paulus. Im Gegenteil gab es im frühen Christentum nachweislich prophetische Frauen, im Lukasevangelium Maria, Elisabeth und Hanna, in der Apostelgeschichte die vier Töchter des Philippus. Na und als zu Pfingsten der Geist über die Jerusalemer Urgemeinde ausgeschüttet wurde und die umstehenden nichtchristlichen Juden darüber erstaunt waren (manche auch spotteten), erklärte Petrus (Apg2,16-18):
dies ist es, was durch den Propheten Joel gesagt ist: `Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, dass ich von meinem Geist ausgiessen werde auf alles Fleisch, und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure Jünglinge werden Gesichte sehen, und eure Ältesten werden Traumgesichte haben; und sogar auf meine Knechte und auf meine Mägde werde ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgiessen, und sie werden weissagen.
Mit der Junia gibt es sogar eine namentlich genannte Apostolin (Römer16,7; einen Namen Junias gab es nicht; der griechische Akkusativ an der Stelle Iunian geht auf den bezeugten griechischen Frauennamen Junia, welches die feminine Version zu Junius ist; bei den Römern erhielten die Töchter den Namen des Vaters in femininer Version, Julius-Julia, Marcellus-Marcella...). Na und wenn Apostel nicht zum lehren, zum Predigen sind!


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Was steht wirklich in der Bibel?

19.01.2026 um 23:10
@perttivalkonen
Erst mal vielen Dank für dein Feedback.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Nimmt man aber mal die Verse 33b bis 35 heraus, liest sich Vers 36 im übrigen Textzusammenhang plötzlich sehr sinnvoll und verständlich.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:V36 ergibt nur Sinn, wenn 33b-35 fehlen.
jetzt wo du das so sagst, fällts mir auch "wie Schuppen von den Augen", dass 33b-35 gar nicht reinpassen und den Zusammenhang stören.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Die Verse 33-35 sind sekundär eingefügt
Wenn dies also tatsächlich nachträglich eingefügt wurde und deshalb ja nicht wirklich rein passt, dann wirft das bei mir folgende Frage auf:

Ich gehe ja davon aus, dass die gesamte Bibel von Gott inspiriert ist, somit Gott auch bei der Zusammenstellung der Kapitel und Verse "seine Hand im Spiel" hatte.
Wenn ich also von dieser Prämisse ausgehe, passt ja wie gesagt in diesem Kapitel etwas nicht zusammen. Das würde ja dann bedeuten Gott hätte sich vertan (was ich natürlich nicht denke).

Wenn man jedoch davon ausgehen würde, dass Gott NICHT zu 100% dafür gesorgt hatte, dass alles SO in die Bibel kommt wie er es für richtig erachtet bzw. damit es alles Sinn ergibt und zusammen passt, dann fänd ich das genauso verwunderlich.

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Hier ist mir auch etwas unklar:
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:(Apg2,16-18):
dies ist es, was durch den Propheten Joel gesagt ist: `Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, dass ich von meinem Geist ausgiessen werde auf alles Fleisch, und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen
Was könnte "in den letzten Tagen" bedeuten?
Der Geist wurde ja zu Pfingsten ausgeschüttet
-> welche "letzten Tage" sind denn da gemeint?


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21.01.2026 um 13:00
@perttivalkonen
Schade dass ich keine Antwort bekomme.
Nunja, kann mir denken, dass sie dir zu dumm war, aber damit muss ich wohl dann leben.
Es gibt eigentlich normalerweise gar keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten 😉


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21.01.2026 um 13:57
Zitat von OptimistOptimist schrieb:lt Bibel sollen Frauen nicht predigen.

1. Korinther 14,34–35
„Die Frauen sollen in den Gemeinden schweigen; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt. Wollen sie aber etwas lernen, so sollen sie daheim ihre Männer fragen.“

1. Timotheus 2,11–12
„Eine Frau lerne in der Stille mit aller Unterordnung. Ich gestatte aber einer Frau nicht, dass sie lehre, auch nicht, dass sie über den Mann Herr sei, sondern sie sei still.“
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Wenn dies also tatsächlich nachträglich eingefügt wurde und deshalb ja nicht wirklich rein passt, dann wirft das bei mir folgende Frage auf:

Ich gehe ja davon aus, dass die gesamte Bibel von Gott inspiriert ist, somit Gott auch bei der Zusammenstellung der Kapitel und Verse "seine Hand im Spiel" hatte.
Wenn ich also von dieser Prämisse ausgehe, passt ja wie gesagt in diesem Kapitel etwas nicht zusammen. Das würde ja dann bedeuten Gott hätte sich vertan (was ich natürlich nicht denke).

Wenn man jedoch davon ausgehen würde, dass Gott NICHT zu 100% dafür gesorgt hatte, dass alles SO in die Bibel kommt wie er es für richtig erachtet bzw. damit es alles Sinn ergibt und zusammen passt, dann fänd ich das genauso verwunderlich.
so wie ich es verstehe:

Gott kann die Zukunft sehen und auch mögliche Zukünfte und dann eben verändern. Also du betest dass Gottes Wille geschehe und er kann andere Inspierieren.

Wenn da was missverstanden wird, kann er es eben gerade durch z.b. das Internet und durch Propheten korrigieren. Nur musst du wie in der Bibel die Propheten testen.

Zu Timotheus. Der war dort wo dieser Weiblichkeitskult war in Ephesus, wenn ich mich richtig erinnere:

Chatgpt sagt dazu:
1. Worum es im Kern geht

Paulus sagt, dass eine Frau nicht lehren und keine Autorität über den Mann ausüben soll. Das ist kein generelles Redeverbot, sondern bezieht sich auf Lehren mit Autorität in der Gemeinde.

Zentral ist das griechische Wort „authentein“:

bedeutet eher dominierend / anmaßend herrschen

nicht einfach neutrales „leiten“

2. Der wichtigste Kontext

Der Brief richtet sich an Timotheus in Ephesus

Dort gab es Irrlehren

Paulus will verhindern, dass falsche oder ungeordnete Lehre verbreitet wird

Frauen sollen ausdrücklich lernen dürfen (das war damals schon bemerkenswert)

3. Zwei Hauptverständnisse (kurz & klar)
A. Kontextuelle Auslegung (sehr verbreitet)

Das Lehrverbot ist situationsbedingt

Es betrifft Frauen, die noch nicht gefestigt sind oder Irrlehren weitergeben

Ziel: erst lernen, dann lehren

Paulus erlaubt Frauen an anderer Stelle zu lehren (z. B. Priska, Apg 18)

👉 Ergebnis: Frauen dürfen lehren, auch Männer, solange es geordnet und verantwortungsvoll geschieht.

B. Komplementarische Auslegung

Paulus meint ein dauerhaftes Rollenprinzip

Frauen sollen nicht in der autoritativen Lehr- und Leitungsfunktion über Männer stehen

Begründung: Schöpfungsordnung (Adam/Eva)

👉 Ergebnis: Frauen lehren Kinder, andere Frauen oder in nicht-leitender Funktion, aber nicht als Hauptlehrerinnen der Gemeinde.

4. Wichtig: Was Paulus nicht sagt

Frauen sind nicht weniger befähigt

Frauen dürfen nicht gar nicht lehren

Frauen sind nicht Ursache der Sünde (der Eva-Verweis ist argumentativ, nicht abwertend)

5. Kurzfazit

In 1. Timotheus 2 geht es um autoritative Lehre in einer Problemsituation. Ob das Verbot zeitlos oder kontextuell ist, hängt vom theologischen Ansatz ab – nicht davon, dass Paulus Frauen grundsätzlich das Lehren abspricht.

Dieser Weiblichkeitskult von Ephesus spricht z.b. für ein kurzfristiges Lehrverbot. Da man deswegen kurzzeitig nicht wollte das Frauen lehren.

Ich habe da viele verschiedene Lehren gelesen. z.b. von Magiern. Derjenige Magiern, bei dem ich denke das er Lucifer sein könnte will diese Weiblichkeitskulte wieder erneuern und auch diese Geheimgruppen wie die Rosenkreuzer widerbeleben.

Also Gruppen die immer wieder von negativen Leuten infiltriert wurden und bei dem es wohl letztendlich wieder dazu kommen wird. Also man sollte nicht andere Resultate erwarten wenn man immer wieder dasselbe macht.

Was genaus sehe ich negativ and den Gruppen und glaube ich haben die Frauen in Ephesus gemacht. Ich habe mich da sehr mit Monogamie befasst (also dass man nur mit einer Person zusammen ist), da ich dachte das ist eine Irrlehre im alten Testament.

Und was Magier machen will ist die Sexualität der Frau zu befreien, dass sie die sexuelle Energie frei austauscht ohne Scham zu haben (was sie denken kommt von Religionen).

Dazu gibt es den Coolidge Effekt der eigentlich beweist, warum Monogamie die bessere Praktik ist, da Polygamie (mit mehreren schlafen und von mehreren erregt sein) ähnlich wie eine Sucht ist.

Also hat man quasi eine männliche Maus (bei Frauen funktioniert es denke ich genauso) mit einer weiblichen Maus zusammengebracht. Und hat erkannt die Zeit in der die Mäuse Sex hatten wird immer länger. D.h. irgendwann erschöpft die männliche Maus das sie keine körperliche Energie mehr hat.

Wenn man allerdings eine zweite Maus dazugab wird diese Zeit wesentlich kürzer. Bei mehreren Mäusen derselbe Effekt. Die mehreren Mäuse wirken also wie eine Sucht auf Neues die den Sextrieb aktiviert, obwohl er abflachen sollte. Das Resultat war, dass die Maus zwar zuerst häufiger Sex hatte, also die Energie erschöpft war aber in einen totalen Burnoutähnlichenzustand kam. Der Sextrieb wird also bei der Maus durch die Polygamie künstlich am Leben erhalten ähnlich wie bei einer Sucht. Das ist aber im Endeffekt ziemlich schädlich.


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Und das ist denke ich was die dort eben diese Sexuallehren gelehrt haben könnten. Im Brief Timotheus werden auch die Irrlehren ein wenig beschrieben. Und das man situationsbedingt "diesen Frauen" das verboten hat. Wegen der ich nenne sie jetzt mal ""Sexualmagie die die dort eventuell praktizierten.

Zu Korinth:

Wichtig ist auch das immer auf Briefe geantwortet wird man die Briefe nicht mehr hat. Das wird deutlich das auf etwas geantwortet wird wenn man es liest und es ist nicht immer eindeutig:

Ich mache es mal klarer an einem Beispiel.
Z.b. das Essen des Abendmahls in Korinther 11:
20 Wenn ihr nun zusammenkommt, so hält man da nicht das Abendmahl des Herrn[2]. 21 Denn ein jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg, und der eine ist hungrig, der andere ist betrunken. 22 Habt ihr denn nicht Häuser, wo ihr essen und trinken könnt? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und beschämt die, die nichts haben? Was soll ich euch sagen? Soll ich euch loben? Hierin lobe ich euch nicht.
33 Darum, meine Brüder und Schwestern, wenn ihr zusammenkommt, um zu essen, so wartet aufeinander. 34 Hat jemand Hunger, so esse er daheim, auf dass ihr nicht zum Gericht zusammenkommt. Alles andere will ich ordnen, wenn ich komme.
Wie chatgpt es deutet ist, dass die meisten denken die Reichen haben ihr Essen und trinken mitgenommen und vor anderen gegessen und das war eine Schande.

Wie ich es deute ist das sie ein gemeinsames Essen und Trinken hatten und die Leute die zuerst gekommen sind, haben einfach alles aufgegessen und aufgetrunken und diejenigen, die zuletzt kamen waren beschämt, egal ob arm oder reich, da sie nichts mehr essen konnten. Das hält chatgpt auch für möglich.

Wie es gemeint war, wüsste man, wenn man den Orginalbrief an Paulus hätte.

Nun zu dem Teil mit dem Frauen: Ich habe gefunden, dass argumentiert wird, dass es ein Einschub ist, der ursprünglich am Rand geschreiben wurde und die Antwort die @perttivalkonen zitiert hat ein verneinen dieses Einschub. Auch gibt es glaube ich diese REihenfolge nicht in jeder Version, was zusätzlich für eine Einschub spricht.

Es gibt kein Gesetz, das Frauen verbietet, nicht zu reden im Gottesdienst im AT, noch gab es das im neuen Testament (Timotheus wurde ja später geschrieben). Allerdings gab es jüdische Traditionen, ich glaube in der Mischna, dass Frauen nicht reden sollen und darauf ist das deren Meinung nach bezogen.

Der Einwurf ist dann ein klares verneinen, dass eben doch Frauen lehren sollen und das man auf den Heiligen Geist hören soll:
Oder ist das Wort Gottes von euch ausgegangen? Oder ist es zu euch allein gelangt?
Zudem reden Frauen auch wenn sie prophezeien.

Wobei es auch einfach ein Zitat sein kann. Derjenige der den Brief Korinther liest, weiß ja dass das Zitat von ihm kommt und dass es Paul dann verneint.

Wie gesagt ich halte beide Möglichkeiten bei deiner Frage für gegeben, deswegen sollte man sich da mehr auf den heiligen Geist verlassen was einem schlüssiger ist. Das ist aber denke ich keine Lehre die heilswichtig ist. Wenn du dort falsch liegst denke ich nicht das du bestraft wird.

In dem Brief Korinther 11 wird Paulus auch wahrscheinlich eine Vision gezeigt wie es wirklich war:
23 Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich euch weitergegeben habe:
Ich schreibe ein anderesmal wie ich es begründe, wenn es anders gemeint ist. Das ist jetzt alles ziemlich lang geworden. Ich habe mich aber intensiv schon vorher damit beschäftigt gehabt.


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Was steht wirklich in der Bibel?

21.01.2026 um 14:29
Zitat von blueavianblueavian schrieb:Ich schreibe ein anderesmal wie ich es begründe, wenn es anders gemeint ist. Das ist jetzt alles ziemlich lang geworden. Ich habe mich aber intensiv schon vorher damit beschäftigt gehabt
vielen Dank 👍
Zitat von blueavianblueavian schrieb:
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Wenn dies also tatsächlich nachträglich eingefügt wurde und deshalb ja nicht wirklich rein passt, dann wirft das bei mir folgende Frage auf:

Ich gehe ja davon aus, dass die gesamte Bibel von Gott inspiriert ist, somit Gott auch bei der Zusammenstellung der Kapitel und Verse "seine Hand im Spiel" hatte.
Wenn ich also von dieser Prämisse ausgehe, passt ja wie gesagt in diesem Kapitel etwas nicht zusammen. Das würde ja dann bedeuten Gott hätte sich vertan (was ich natürlich nicht denke).

Wenn man jedoch davon ausgehen würde, dass Gott NICHT zu 100% dafür gesorgt hatte, dass alles SO in die Bibel kommt wie er es für richtig erachtet bzw. damit es alles Sinn ergibt und zusammen passt, dann fänd ich das genauso verwunderlich
Zitat von blueavianblueavian schrieb:Gott kann die Zukunft sehen und auch mögliche Zukünfte und dann eben verändern. Also du betest dass Gottes Wille geschehe und er kann andere Inspierieren
hmm, er hätte doch aber auch alles gleich so aufschreiben lassen können, wie er es für richtig hält, also ohne verschiedene Varianten - damit es nicht zu Widersprüchen oder Missverständnissen kommen kann?
Denn er kann ja alles voraussehen - "die Zukunft sehen und auch mögliche Zukünfte" 🙂
Zitat von blueavianblueavian schrieb:Wenn da was missverstanden wird, kann er es eben gerade durch z.b. das Internet und durch Propheten korrigieren. Nur musst du wie in der Bibel die Propheten testen
hier kann ich nicht mitgehen, also dass Gott außerhalb der Bibel etwas richtig stellen würde.
Denn es steht sinngemäß geschrieben: wer am Evangelium etwas verändert, der sei verflucht.
Zitat von blueavianblueavian schrieb:Chatgpt sagt dazu:
1. Worum es im Kern geht

Paulus sagt, dass eine Frau nicht lehren und keine Autorität über den Mann ausüben soll. Das ist kein generelles Redeverbot, sondern bezieht sich auf Lehren mit Autorität in der Gemeinde
das klingt einleuchtend.
Der Mann ist ja auch lt. Bibel das Haupt der Frau.
2. Der wichtigste Kontext

Der Brief richtet sich an Timotheus in Ephesus

Dort gab es Irrlehren

Paulus will verhindern, dass falsche oder ungeordnete Lehre verbreitet wird

Frauen sollen ausdrücklich lernen dürfen (das war damals schon bemerkenswert)
das klingt schon auch plausibel.
3. Zwei Hauptverständnisse (kurz & klar)
A. Kontextuelle Auslegung (sehr verbreitet)

Das Lehrverbot ist situationsbedingt

Es betrifft Frauen, die noch nicht gefestigt sind oder Irrlehren weitergeben

Ziel: erst lernen, dann lehren
so geht's aber mMn nicht aus der Bibel hervor.
B. Komplementarische Auslegung

Paulus meint ein dauerhaftes Rollenprinzip

Frauen sollen nicht in der autoritativen Lehr- und Leitungsfunktion über Männer stehen

Begründung: Schöpfungsordnung (Adam/Eva)
ja, wieder das Prinzip: der Mann ist das Haupt...
5. Kurzfazit

In 1. Timotheus 2 geht es um autoritative Lehre in einer Problemsituation. Ob das Verbot zeitlos oder kontextuell ist, hängt vom theologischen Ansatz ab – nicht davon, dass Paulus Frauen grundsätzlich das Lehren abspricht.
wäre eine Möglichkeit.
Zitat von blueavianblueavian schrieb:Dieser Weiblichkeitskult von Ephesus spricht z.b. für ein kurzfristiges Lehrverbot. Da man deswegen kurzzeitig nicht wollte das Frauen lehren
Was genau meinst du mit "Weiblichkeitskult" -> das Lehrverbot für Frauen? Oder worin siehst du einen "Kult"?
Zitat von blueavianblueavian schrieb:Wie gesagt ich halte beide Möglichkeiten bei deiner Frage für gegeben, deswegen sollte man sich da mehr auf den heiligen Geist verlassen was einem schlüssiger ist. Das ist aber denke ich keine Lehre die heilswichtig ist. Wenn du dort falsch liegst denke ich nicht das du bestraft wird
ein schönes Schlusswort 😊


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Was steht wirklich in der Bibel?

22.01.2026 um 12:52
Darf man ins archiv des Vatikans und die ältesten Pergament Rollen einsehen gehen? Wurde irgendwo erfasst warum die Rollen, 234 und warum rolle 433 nicht in der bibel hinzugefügt wurde, obwohls eventuell ähnliches beschreibt? Und wie wird vorgegangen was ausgeschlosden wird und was nicht? Kriteriumspunkte die ev. erfüllt sein müssten und warum diese abstufungen, wer genehmigt?


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Was steht wirklich in der Bibel?

22.01.2026 um 13:17
Zitat von continuumcontinuum schrieb:Darf man ins archiv des Vatikans und die ältesten Pergament Rollen einsehen gehen?
Das wage ich zu bezweifeln. Ausnahemn werden nur bestimmte Kirchenmitgleider , der/die Archivar(e) und ggf noch ein paar Wissenschaftler haben, wenn überhaupt.


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Was steht wirklich in der Bibel?

22.01.2026 um 14:01
Zitat von continuumcontinuum schrieb:warum rolle 433 nicht in der bibel hinzugefügt wurde, obwohls eventuell ähnliches beschreibt? Und wie wird vorgegangen was ausgeschlosden wird und was nicht? Kriteriumspunkte die ev. erfüllt sein müssten und warum diese abstufungen, wer genehmigt?
Dazu gibt es jede Menge Literatur. Das Standardwerk dürfte das Buch von Bruce M. Metzger sein. Wenn es Dir zu teuer und zu wissenschaftlich ist,dann kannst Du auf das populärwissenschaftliche Buch seines Schülers Bart Ehrman warten, das er zu diesem Thema schreiben will. Du kannst Ehrman auch auf seinem Blog fragen, kostet allerdings auch etwas. Eine Info vielleicht: die Liste orientiert sich bei uns* nach der Empfehlung von Athanasius von Alexandria. Der fügte das ansonst unbeliebte Buch der Offenbarung deshalb hinzu, weil da Jesus über sich sagte, er sei Anfang und Ende, was gegen die Arianer sprach.

*Äthiopische Christen beispielsweise haben einen anderen Kanon.


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Was steht wirklich in der Bibel?

22.01.2026 um 16:59
Zitat von continuumcontinuum schrieb:Darf man ins archiv des Vatikans und die ältesten Pergament Rollen einsehen gehen?
Was für ein "Archiv" meinst Du? Falls es um das Vatikanische Geheimarchiv geht, dann: ja, darf man.
Zitat von continuumcontinuum schrieb:Wurde irgendwo erfasst warum die Rollen, 234 und warum rolle 433 nicht in der bibel hinzugefügt wurde, obwohls eventuell ähnliches beschreibt?
Wovon sprichst Du? Gib mal die genaue Bezeichnung an, einfach nur Zahlen sind nichts, woran man ne Handschrift erkennen kann. Etwa sowas wie 4Q234 und 4Q433 für zwei Handschriftenfragmentchen aus den Qunranhöhlen (beides vierte Qumranhöhle). Die meinste aber schon mal nicht...

Ne andere Bezeichnungsart ist sowas wie columbia.apis.p433. apis steht für "Advanced Papyrological Information System", columbia für die Columbia University von NY, und p433 ist der vierhundertdreiunddreißigste Papyrus in fortlaufender Numererung und Zählung des dortigen Archivs.

Irgendwelche "Rollen 234/433" gibts zahlreiche, bis nach Japan gibts sowas.

Also, wovon redest Du da bloß!
Zitat von continuumcontinuum schrieb:Und wie wird vorgegangen was ausgeschlosden wird und was nicht?
Ich hab Dir schon vor rd. 3 1/2 Jahren - im hiesigen Thread - geraten, Dich zur Kanonsgeschichte mal kundig zu machen (nachdem ich Dir durchaus erst mal was zur Kanonbildung geschrieben hatte). Haste bis heute ja nich beherzigt.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Das wage ich zu bezweifeln. Ausnahemn werden nur bestimmte Kirchenmitgleider , der/die Archivar(e) und ggf noch ein paar Wissenschaftler haben, wenn überhaupt.
Eigene Vorurteile sind kein guter Ratgeber für die Realität. Dabei hätt man sich so einfach kundig machen können.
Wikipedia: Vatikanisches Apostolisches Archiv
Zitat von NexpertNexpert schrieb:Eine Info vielleicht: die Liste orientiert sich bei uns* nach der Empfehlung von Athanasius von Alexandria. Der fügte das ansonst unbeliebte Buch der Offenbarung deshalb hinzu, weil da Jesus über sich sagte, er sei Anfang und Ende, was gegen die Arianer sprach.
Athanasius empfahl keinen Kanon, legte ihn auch nicht fest, sondern verkündete ihn. Das taten vor ihm schon andere, doch war bei denen die Kanonentwicklung noch nicht so weit fortgeschritten. Der von Athanasius aufgeführte Kanon der Schriften ist nur eben der - das NT betreffend - früheste vollständige, seither nicht mehr erweiterte/veränderte Kanon.

Na und zur Zeit des Osterfestbriefes des Athanasius von 367 war die Offenbarung des Johannes in Ägypten (dem Bistum Athanasius') längst akzeptiert, da mußte er nun wirklich nicht mehr Hand anlegen. Wo es zuletzt noch Widerstand gab, das war nur noch der syrisch-palästinische Raum. Erst die dortige Zustimmung ermöglichte Athanasius die Miterwähnung der Offenbarung im Kanon der Schriften des NT.

Und nein, Athanasius argumentiert gegen die Arianer nicht mit dem "Alpha". Einzig in seiner ersten Rede gegen die Arianer kommt jene Stelle (die mit dem Anfang und Ende der Apokalypsis) vor, aber da bezieht er sich nicht auf dies AnfangundEnde / AlphaundOmega, sondern auf den ebenfalls erwähnten Morgenstern (der = Christus ist älter als so manche Schöpfung, especially älter als die Menschen).

Na jedenfalls bezieht Athanasius sich in diesen Antiarianer-Reden auf zahlreiche Schriftstellen, aber ganze zwei Mal nur auf die Offenbarung (neben dem Morgenstern noch 22,9, wo der Engel den Johannes vom Anbeten abhält). Hätte er auf diese zwei Stellen verzichten müssen, sein Kampf gegen den Arianismus wäre nicht schwächer gewesen. Dafür mußte er die Offenbarung nun wahrlich nicht ins Boot holen...


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Was steht wirklich in der Bibel?

22.01.2026 um 20:59
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Was für ein "Archiv" meinst Du? Falls es um das Vatikanische Geheimarchiv geht, dann: ja, darf man.
Ja, genau das meinte ich.

Dieser der nach unten geht über eine Marmor Treppe und an den Wänden hängen doch so Bilder, weiss nicht was das für Lebewesen sind ähem Menschen resp. Personen und der hintere Raum nach dem offiziellen. ;) Ne, nimm es nicht zu ernst. :)
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Wovon sprichst Du? Gib mal die genaue Bezeichnung an, einfach nur Zahlen sind nichts, woran man ne Handschrift erkennen kann. Etwa sowas wie 4Q234 und 4Q433 für zwei Handschriftenfragmentchen aus den Qunranhöhlen (beides vierte Qumranhöhle). Die meinste aber schon mal nicht...
Doch, denke das sind einige dieser. Die meisten wurden ja mit Bezeichnungen Signiert, also einem Registercode, was ganz normal ist.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Irgendwelche "Rollen 234/433" gibts zahlreiche, bis nach Japan gibts sowas.
War nur als Beispiel, wollte keine echten Nummern schreiben, sonst versteift man sich genau auf diese. Meine fragen drehen sich um die Kriterien für ein und Ausschlüsse.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:
Zitat von continuumcontinuum schrieb:Und wie wird vorgegangen was ausgeschlosden wird und was nicht?
Ich hab Dir schon vor rd. 3 1/2 Jahren - im hiesigen Thread - geraten, Dich zur Kanonsgeschichte mal kundig zu machen (nachdem ich Dir durchaus erst mal was zur Kanonbildung geschrieben hatte). Haste bis heute ja nich beherzigt.
Och menno, stimmt da haste recht. Ist das schon wieder über 3 Jahre her? Aber ich werde nicht warm aus der Kanonsgeschichte.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Also, wovon redest Du da bloß!
Ich möchte nur verstehen, wie die Zusammenstellung der Bibel festgelegt wurde: Gab es dafür ein konkretes Konzept, lässt sich die Kanonsgeschichte im Detail nachvollziehen, und hält sie einer kritischen Prüfung stand? Ausserdem interessiert mich, wer die wesentlichen Kritikpunkte formuliert hat und auf welcher Grundlage. Für das habe ich dieses Forum, will nicht eine 500 seitige Abhandlung lesen, die keiner versteht oder zumindest ich nicht. ;)

Aus meiner Sicht, damit du ein bisschen Fleisch am Knochen hast: Von mir aus ist der Kanon ein ergebnis geschichtllicher Prozesse und Machtverhältnisse, nicht unbedingt rein vom Himmel gefallen. ;)
Beispiel, war irgendwas, das auch Evangeliumsschriften ausgeschlossen wurden und noch anderes was den Kriterien nicht entsprach, nehme ich mal an (jüdisch/katholisch/Protestantisch/Orthodox/usw.). Und vielleicht gibt es irgendwo im Sand und Höhlen noch Schriftrollen die wir gar noch nicht gefunden haben. Gut davon muss man nicht ausgehen, aber ausschliessen wäre auch falsch (nur ein Gedanke).

Die Vielzahl an Textvarianten zeigt aus meiner Sicht doch eher, dass nicht alles von den ursprünglichen Schriftrollen übernommen wurde. Deswegen gehe ich eher davon aus, das die frühen Schreiber dabei weniger kreative Autoren, sondern eher Schiedsrichter, die entschieden, was auf dem Spielfeld der Bibel bleiben durfte.

Und ja, du hast mir das schon einmal erklärt, Wissenschaftlich herrscht im Grossen und Ganzen Einigkeit aber nicht über jedes Detail oder jede Interpretation, aber das Fundament selbst gilt als stabil. So habe ich das damals jedenfalls verstanden. 🙂


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Was steht wirklich in der Bibel?

22.01.2026 um 22:24
Zitat von continuumcontinuum schrieb:Dieser der nach unten geht über eine Marmor Treppe und an den Wänden hängen doch so Bilder, weiss nicht was das für Lebewesen sind ähem Menschen resp. Personen und der hintere Raum nach dem offiziellen.
Wovon sprichst Du?
Zitat von continuumcontinuum schrieb:
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Wovon sprichst Du? Gib mal die genaue Bezeichnung an, einfach nur Zahlen sind nichts, woran man ne Handschrift erkennen kann. Etwa sowas wie 4Q234 und 4Q433 für zwei Handschriftenfragmentchen aus den Qunranhöhlen (beides vierte Qumranhöhle). Die meinste aber schon mal nicht...
Doch, denke das sind einige dieser.
Definitiv nicht.
4Q234 und 4Q433
Kannste zwar nicht lesen, aber doch erkennen, daß das nichts ist, das man in eine Heilige Schrift aufnimmt. Da wär ja ne Einkaufsliste von Jesus an seine Jünger fürs Passahmahl sinnvoller gewesen.
Zitat von continuumcontinuum schrieb:War nur als Beispiel, wollte keine echten Nummern schreiben, sonst versteift man sich genau auf diese. Meine fragen drehen sich um die Kriterien für ein und Ausschlüsse.
So ein Quatsch. Der Grund, warum eine Schrift nicht ins NT gelangt ist, kann nun mal von Schriftwerk zu Schriftwerk ein völlig anderer sein. Bei "warum nicht Moby Dick" würde mir spontan (wenn auch nicht einzig) der Grund "weil zu spät entstanden" einfallen. Oder bei der Edda "falsche Götterauswahl" (auch hier gibts weitere Gründe). Ohne Näherbestimmung der Schriften gibts keine konkrete Antwort.
Zitat von continuumcontinuum schrieb:Och menno, stimmt da haste recht. Ist das schon wieder über 3 Jahre her? Aber ich werde nicht warm aus der Kanonsgeschichte.
[...]Ich möchte nur verstehen, wie die Zusammenstellung der Bibel festgelegt wurde
Welchen Versuch haste denn genau unternommen, Dich dazu schlau zu machen? Also abgesehen von "rund 3 1/2 Jahre warten".
Zitat von continuumcontinuum schrieb:Für das habe ich dieses Forum
Nur nutzt Du es nicht. In all den dreieinhalb Jahren nicht ein Versuch, Dich schlauzumachen. Sonst wärst Du schon längst fündig geworden. Die Forensoftware bietet extra nützliche Funktionen an.
Zitat von continuumcontinuum schrieb:Die Vielzahl an Textvarianten zeigt aus meiner Sicht doch eher, dass nicht alles von den ursprünglichen Schriftrollen übernommen wurde.
Das ist schon mal Unsinn. Schon die ältesten Fragmente neutestamentlicher Texte bieten den gleichen Text, wie er auch später und bis heute zu finden ist, Textvarianten der verschiedenen Handschriften betreffen Rechtschreibung, Wortwahl, Abschreibfehler und nur seltenst was Gravierenderes. Alles zusammengenommen ergäbe dennoch keinen "alternierenden Text".

Aber bei Dir weiß ich natürlich nicht, was Du überhaupt gemeint hast mit dem Satz. Siehe Rolle 234 und 433, konkret benannt, aber überhaupt nicht gemeint, obwohl die Dokumente dieser Bezeichnung aus 4Q es dann doch wieder gewesen sein könnten. Wrdlbrmpft vom allerfeinsten!
Zitat von continuumcontinuum schrieb:Deswegen gehe ich eher davon aus, das die frühen Schreiber dabei weniger kreative Autoren, sondern eher Schiedsrichter, die entschieden, was auf dem Spielfeld der Bibel bleiben durfte.
Ahnte ich es nicht? Ein Telefonbuch, ein Harrypotter-Roman, ein Gesprächsprotokoll und ne Einkaufsliste sind für Dich Textvarianten? Varianten sind es, wenn Du zwei mal die selbe Erzählung hast, aber in dem einen Buch wird sie etwas anders erzählt als in dem anderen. Varianten eben. Zwei verschiedene Romane sind keine zwei verschiedenen Textvarianten.

Und so wurde eh nicht vorgegangen bei der Kanonbildung. Da wurde nichts rausgeworfen. Nicht ein einziges Mal.


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23.01.2026 um 01:08
Zitat von continuumcontinuum schrieb:Ich möchte nur verstehen, wie die Zusammenstellung der Bibel festgelegt wurde: Gab es dafür ein konkretes Konzept, lässt sich die Kanonsgeschichte im Detail nachvollziehen, und hält sie einer kritischen Prüfung stand?
was ich dazu mal gelesen hatte ist Folgendes:
Es wurden bestimmte Schriften und Briefe von den frühen Christen bevorzugt gelesen.

Kriterien für die Zusammenstellung des Kanon war dann u.a., dass die Schriften aus dem Umfeld von Aposteln stammen mussten.
Desweiteren mussten sie mit dem Glauben der frühen Gemeinden übereinstimmen.

Alles in allem war es ein langer Prozess, bis der Kanon "fertig" war.


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Was steht wirklich in der Bibel?

23.01.2026 um 09:27
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Eigene Vorurteile sind kein guter Ratgeber für die Realität. Dabei hätt man sich so einfach kundig machen können.
Wikipedia: Vatikanisches Apostolisches Archiv
Es wäre jedoch nicht so falsch, es als Geheimarchiv zu bezeichnen, in dem Sinne, dass das Archiv nicht für die breite Öffentlichkeit zugänglich ist, sondern nur für Wissenschaftler und Forscher. Teile des Archivs bleiben weiterhin geheim.
Quelle: https://www.thevaticantickets.com/de/vatican-archives/
Die vatikanische apostolische Bibliothek zählt mit ihren mehr als zwei Millionen Bücher und Manuskripten zu den wertvollsten Literatursammlungen der Welt. Wegen ihrer antiken Schätze ist die Bibliothek Besuchern nicht öffentlich zugängig. Nur Gelehrte oder Doktoranten mit einem entsprechenden Empfehlungsschreiben können einen Antrag auf Zugang zu der Büchersammlung stellen.

Die Bibliothek liegt direkt unter den Vatikanischen Museen. Ihr angeschlossen gibt es ein eigenes Labor für die Restaurierung von besonders alten Texten und Schriften.
Quelle: https://www.history.de/news/detail/geheimnis-vatikan-diese-orte-duerfen-besucher-nicht-betreten.html#:~:text=Wegen%20ihrer%20antiken%20Sch%C3%A4tze%20ist,direkt%20unter%20den%20Vatikanischen%20Museen.

Es bleibt nicht frei Zugänglich und der Zugang ist auf einzelne Menschen mit gewissen Legitimation vorbehalten.

Meine wie du sagst "Vorurteile" scheinen nicht, wie du andeuten magst, aus der Welt gegriffen.


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Was steht wirklich in der Bibel?

23.01.2026 um 12:03
Es wäre jedoch nicht so falsch, es als Geheimarchiv zu bezeichnen, in dem Sinne, dass das Archiv nicht für die breite Öffentlichkeit zugänglich ist, sondern nur für Wissenschaftler und Forscher. Teile des Archivs bleiben weiterhin geheim.
Und Du weißt, was das bedeutet? Ich mein, es steht ja auch direkt über dem von Dir als Zitat Ausgewählten:
Es ist nach wie vor das Privatarchiv des Papstes.
Zugänglich sind natürlich nur die Archivbereiche der ehemaligen Päpste. Was Schriftverkehr, Notizen und Arbeitsdokumente für den Zeitraum des aktuellen Papstes betrifft, mußte halt noch etwas warten.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Es bleibt nicht frei Zugänglich und der Zugang ist auf einzelne Menschen mit gewissen Legitimation vorbehalten.
Blablabla! Es ging um dies:
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:
Zitat von continuumcontinuum schrieb:Darf man ins archiv des Vatikans und die ältesten Pergament Rollen einsehen gehen?
Das wage ich zu bezweifeln.
Und das ist nun mal erledigt.

Trag Dich an ner Uni ein, schreib ne Forschungsarbeit, für deren Quellenarbeit Du das Vatikanische Geheimarchiv nutzen mußt, laß Dir das vom Prof bestätigen, und schon kannste. Bei maximal 60 Archivnutzern pro Tag, durchschnittlich zwei Nutzungstagen pro Anliegen sowie einigen katholischen Feiertagen können da pro Jahr irgendwas unter zehntausend Menschen hinein.


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Was steht wirklich in der Bibel?

23.01.2026 um 13:25
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Blablabla!
Deine soziale Intelligenz steht der deiner allgemeinen etwas hintenan. Blablabla ist da das beste Beispiel.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Trag Dich an ner Uni ein, schreib ne Forschungsarbeit, für deren Quellenarbeit Du das Vatikanische Geheimarchiv nutzen mußt, laß Dir das vom Prof bestätigen, und schon kannste. Bei maximal 60 Archivnutzern pro Tag, durchschnittlich zwei Nutzungstagen pro Anliegen sowie einigen katholischen Feiertagen können da pro Jahr irgendwas unter zehntausend Menschen hinein.
Das hier ist, das was ich sagte:
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Es bleibt nicht frei Zugänglich und der Zugang ist auf einzelne Menschen mit gewissen Legitimation vorbehalten.
Unter 10T Menschen pro Jahr sind ja keinesfalls eine Masse, und die nötige Legitimation hast du selbst beschrieben, daher lass dein Blablabla stecken....


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Was steht wirklich in der Bibel?

23.01.2026 um 17:26
Zitat von OptimistOptimist schrieb am 19.01.2026:Wenn dies also tatsächlich nachträglich eingefügt wurde und deshalb ja nicht wirklich rein passt, dann wirft das bei mir folgende Frage auf:

Ich gehe ja davon aus, dass die gesamte Bibel von Gott inspiriert ist, somit Gott auch bei der Zusammenstellung der Kapitel und Verse "seine Hand im Spiel" hatte.
Wenn ich also von dieser Prämisse ausgehe, passt ja wie gesagt in diesem Kapitel etwas nicht zusammen. Das würde ja dann bedeuten Gott hätte sich vertan (was ich natürlich nicht denke).

Wenn man jedoch davon ausgehen würde, dass Gott NICHT zu 100% dafür gesorgt hatte, dass alles SO in die Bibel kommt wie er es für richtig erachtet bzw. damit es alles Sinn ergibt und zusammen passt, dann fänd ich das genauso verwunderlich.
Du kannst heute Bibeln kaufen oder online lesen, weil uns Handschriften überliefert sind mit dem Text der Bibel. Wenn aber zwei Handschriften einen Text anders überliefern, dann hast du ein "Problem" und musst dich für einen Text entscheiden.

Wenn also einige Handschriften zum Judasbuch Vers 5 bezeugen und schreiben, "der Herr hat sein Volk aus Ägypten befreit", und andere Handschriften zum gleichen Text sagen: "Jesus hat sein Volk aus Ägypten befreit", dann hast du hier also die Wahl zwischen mindestens zwei verschiedenen Lesarten.

Das beißt sich nicht mit der Inspirationslehre der Schrift. Vielmehr möchtest du wissen, gerade weil du so eine hohe Meinung zur Inspiration hast, was denn der Apostel nun wirklich geschrieben hat. Und das kannste dann studieren.

Allerdings gibt es im Fall 1. Korinther 14 keine Handschriften, die den Text auslassen. Alle bezeugen den Text, alle haben den Text. Nur ein paar westliche Handschriften nehmen die Verse 34 und 35 und platzieren ihn nach Vers 40.
Zitat von OptimistOptimist schrieb am 19.01.2026:Was könnte "in den letzten Tagen" bedeuten?
Der Geist wurde ja zu Pfingsten ausgeschüttet
-> welche "letzten Tage" sind denn da gemeint?
Die Tage in denen sie lebten. Hebräer 1 schreibt, Gott hat früher durch die Propheten zu uns geredet, aber in diesen letzten Tagen durch den Sohn. Sie schreiben über ihre eigene Zeit. Der Kontrast ist zu Mose und dem Gesetz. Es waren die letzten Tage der mosaischen Ordnung, also alles, was mit dem alttestamentlichen Tempelgottesdienst zu tun hatte. Das alles wird aus ihrer Perspektive bald vergehen.


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