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Was steht wirklich in der Bibel?

18.369 Beiträge, Schlüsselwörter: Bibel
Kayla
ehemaliges Mitglied

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Was steht wirklich in der Bibel?

17.01.2013 um 12:42
@Optimist
Optimist schrieb:z.B. liebe Deinen Nächsten, Übermut und Überheblichkeit schaden, Neid, Hass und Missgunst sind nicht gut usw...)
Das steht zwar da drin wird aber so gut wie nie befolgt und es steht auch im humanistischen Lehrbuch. Also nochmal, wozu eine verfälschte und getürkte Lehrmeinung ? Welche dazu weder heilig oder unantastbar ist, sondern einfach nur ein altes Queerbeetgeschreibsel ?


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Was steht wirklich in der Bibel?

17.01.2013 um 12:49
@Kayla
Kayla schrieb:Eben und wenn man sich die Welt betrachtet und die Millionen oder Milliarden gequälten Tiere und andere Wesen,
Das stinkt mich auch an. Aber deswegen ist das doch trotzdem nicht falsch:
Optimist schrieb:Die Lehren im NT, (z.B. liebe Deinen Nächsten, Übermut und Überheblichkeit schaden, Neid, Hass und Missgunst sind nicht gut usw...) führen zu keinem falschen Ergebnis,
Kayla schrieb:dann ist das biblische Ergebnis total falsch. Also weshalb sollte man an so ein gefaktes Machwerk glauben ?
Deswegen ist für mich NICHT das GANZE Ergebnis falsch.
Das man Tiere nicht quälen soll, keine Frauen unterdrücken soll usw., sollte doch dann trotzdem für jeden Christ - der eine menschliche Einstellung hat - selbstverständlich sein, auch wenn es so nicht drin steht.

Dass viele Menschen die Bibel für Unmenschlichkeiten missbrauchen, steht ja auf einem ganz anderen Blatt.


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Kayla
ehemaliges Mitglied

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Was steht wirklich in der Bibel?

17.01.2013 um 12:52
@Optimist
Optimist schrieb:Das stinkt mich auch an. Aber deswegen ist das doch trotzdem nicht falsch:
Doch, weil darin nicht die vollständige Wahrheit steht und man deshalb nichts befolgt.
Dass viele Menschen die Bibel für Unmenschlichkeiten missbrauchen, steht ja auf einem ganz anderen Blatt.
Eben, weil man das A.T. hernimmt und das N.T. nicht für voll nimmt. Die Bibel ist kein Leitwerk und das ist die Schuld von klerikalen Auslegern. Also wende dich an die und lass dich aufklären. Du glaubst an ein Buch und ich an Anstand, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft und brauche dazu keine Bibel.


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Was steht wirklich in der Bibel?

17.01.2013 um 12:58
@Kayla
Kayla schrieb:Eben, weil man das A.T. hernimmt und das N.T. nicht für voll nimmt.
Das ist richtig
die bibel ist kein Leitwerk und das ist die Schuld vcon klerikalen Auslegern. Also wende dich an die und lass dich aufklären.
Das mag ja alles sein, aber es gibt eben dennoch sehr viele Menschen, die sich die GUTEN Lehren aus dem NT zu Herzen nehmen.
Das könnt ihr jetzt als Rosinenpickerei sehen - hab ich kein Problem mit ;)

Trotzdem verstehe ich schon auch Deine Einstellung :)


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Cricetus
ehemaliges Mitglied

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17.01.2013 um 13:03
@Dennis75
Also: Hier der ink zur Zweiquellentheorie:
Wikipedia: Zweiquellentheorie
Und bevor du wieder rummeckerst, den erst einmal orgendtlich lesen, weil vieles, was du geschrieben hast, darin bereits entkräftet wird.
Markus war auf gar keinen Fall Mitarbeiter von Petrus. Die Idee stammt aus einem Brief, der nicht von Petrus stammt und in dem ein Markus genannt wird. Und dann entstand daraus die Legen, auch bzw. vor allem um die Authorität des Markusevangeliums zu erhöhen, dass Markus ein Mitarbeiter des Petrus war und damit direkt von einem Apostel authorisiert ist. Ist aber leider totaler Quark.
Beim Rest verhält es sich ähnlich.
Aber lies erstmal den Link aufmerksam durch und dann haben sich die meisten deiner Gegenargumente auch erledigt ;)


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17.01.2013 um 13:04
@Kayla
Kayla schrieb:Du glaubst an ein Buch und ich an Anstand, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft und brauche dazu keine Bibel.
Ich persönlich bräuchte dafür auch kein Buch.
Nur leider gibt es viele Menschen denen erst gesagt werden muss, wie man mit seinen Mitmenschen umgeht. Für diese wurden dann eben auch psychologische Bücher geschrieben.

Und jetzt mal ehrlich und Hand aufs Herz, sind wir nicht auch - trotz des theoretischen Wissens wie man sich benimmt - nicht auch manchmal aufbrausend, beleidigend, taktlos usw?

"Wer ohne Sünde, werfe ..." ;)


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pere_ubu
ehemaliges Mitglied

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Was steht wirklich in der Bibel?

17.01.2013 um 13:06
Kayla schrieb:dann ist das biblische Ergebnis total falsch
Optimist schrieb:Das man Tiere nicht quälen soll, keine Frauen unterdrücken soll usw., sollte doch dann trotzdem für jeden Christ - der eine menschliche Einstellung hat - selbstverständlich sein, auch wenn es so nicht drin steht.
da steht auch was dazu

(Sprüche 12:10) 10 Der Gerechte sorgt für die Seele seines Haustiers, aber die Erbarmungen der Bösen sind grausam.

im übrigen ist auch klar rausgestellt,was mit menschen passiert, die die umwelt an den rand der katastrophe fahren.

Off 11,18 Und die Nationen sind zornig gewesen, und dein Zorn ist gekommen und die Zeit der Toten, um gerichtet zu werden, und den Lohn zu geben deinen Knechten, den Propheten, und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, den Kleinen9 und den Großen, und die zu verderben, welche die Erde verderben.
wobei das "verderben" wohl ursächlich immer geistig ist.


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Was steht wirklich in der Bibel?

17.01.2013 um 13:08
@pere_ubu
pere_ubu schrieb:(Sprüche 12:10) 10 Der Gerechte sorgt für die Seele seines Haustiers, aber die Erbarmungen der Bösen sind grausam.
Danke, das kannte ich noch gar nicht :)


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Cricetus
ehemaliges Mitglied

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Was steht wirklich in der Bibel?

17.01.2013 um 13:09
Ah ja, erst ist Mattäus Markus und dann schreib er von sich selbst ab ? Interessant.
Wo schrieb ich denn, dass Matthäus Markus ist? o.O


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Kayla
ehemaliges Mitglied

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Was steht wirklich in der Bibel?

17.01.2013 um 13:17
@pere_ubu
pere_ubu schrieb:Der Gerechte sorgt für die Seele seines Haustiers, aber die Erbarmungen der Bösen sind grausam.
Das ist mir irgendwie geläufig ich weiß nur gerade nicht wo dieser Aussage widersprochen wird.

13. Denn es ist geschrieben: Gott sprach zu Noah: Furcht und Schrecken vor euch soll auf jedes Tier des Feldes kommen und auf jeden Vogel der Luft und jeden Fisch im Wasser, wenn sie in eure Hände gefallen sind."

14. Und Jesus sprach zu ihnen: "Ihr Heuchler, wohl sprach Jesaja von euch und euren Vorvätern: ´Dieses Volk ist Mir nahe mit seinem Munde und ehret Mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist ferne von Mir, denn sie beten Mich vergeblich an und lehren in Meinem Namen als göttliche Lehren, was Gebote der Menschen sind, um ihre eigenen Gelüste zu befriedigen.


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Kayla
ehemaliges Mitglied

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Was steht wirklich in der Bibel?

17.01.2013 um 13:19
@Cricetus
Cricetus schrieb:Wo schrieb ich denn, dass Matthäus Markus ist?
Das suche ich dir heraus, wenn ich die Zeit dazu habe, also etwas Geduld.


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Cricetus
ehemaliges Mitglied

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Was steht wirklich in der Bibel?

17.01.2013 um 13:36
@Kayla
Ja mach das bitte.


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pere_ubu
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Was steht wirklich in der Bibel?

17.01.2013 um 14:16
@Kayla
Kayla schrieb:13. Denn es ist geschrieben: Gott sprach zu Noah: Furcht und Schrecken vor euch soll auf jedes Tier des Feldes kommen und auf jeden Vogel der Luft und jeden Fisch im Wasser, wenn sie in eure Hände gefallen sind."

14. Und Jesus sprach zu ihnen: "Ihr Heuchler, wohl sprach Jesaja von euch und euren Vorvätern: ´Dieses Volk ist Mir nahe mit seinem Munde und ehret Mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist ferne von Mir, denn sie beten Mich vergeblich an und lehren in Meinem Namen als göttliche Lehren, was Gebote der Menschen sind, um ihre eigenen Gelüste zu befriedigen.
ziemlich zusammenhanglos was du dir da rausgepickt hast

ps: was soll 13 und 14 bedeuten? bibelverse kann man aber genauer angeben . aber da du dir das eh nur vorgefertigt irgendwo rauskopiert hast sei dir vergeben :D


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AnGSt
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

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Was steht wirklich in der Bibel?

17.01.2013 um 16:11
Problem: Thomasevangelium. Die vielleicht meistzitierte außerkanonische Schrift. Woher leitet man deren "Heiligkeit" bzw eigentliche Zugehörigkeit ab?

Wikipedia: Thomasevangelium


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Cricetus
ehemaliges Mitglied

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Was steht wirklich in der Bibel?

17.01.2013 um 16:58
@AnGSt
Tja Grund für die Nichtaufnahme ist wohl die relativ späte Entstehung, die Tatsache, dass kein Apostel (glaubhaft) die Schrift bestätigt hat (das ist nach neuester Erkenntnis auch bei den meisten kanonischen Schriften nicht der Fall, aber die Kirchenväter waren davon überzeugt) und nicht zuletzt die Tatsache, dass die Schrift in den frühchristlichen Gemeinden nicht sonderlich weit verbreitet war.
Aus heutiger Sicht, kann man feststelen, dass kein historisches Bild Jesu gezeichnet wird und dass die Schrift an vielen Stellen stark gnostisch geprägt ist und das widerspricht, bis auf wenige Ausnahmen, der Lehrmeinung der großen christlichen Kirchen.


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Kayla
ehemaliges Mitglied

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Was steht wirklich in der Bibel?

17.01.2013 um 17:04
@pere_ubu
pere_ubu schrieb:ps: was soll 13 und 14 bedeuten? bibelverse kann man aber genauer angeben . aber da du dir das eh nur vorgefertigt irgendwo rauskopiert hast sei dir vergeben
Entschuldige, aber ich hatte heute Mittag keine Zeit mehr zum Suchen, deswegen das Kopierte. Komme später, wenn es dir recht ist noch mal darauf zurück.


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Was steht wirklich in der Bibel?

17.01.2013 um 17:09
Hallo @Kayla
Kayla schrieb:Ja und ? Quellen gibt es viele und bevor man anzweifelt, sollte man erst mal alle durchlesen.
Gut gesagt, dann machs mal. Steht bei Dir ja leider noch aus, sonst wüßtest Du das ja, wie das mit der Kanonsentwicklung abgelaufen ist.
Kayla schrieb:Aus deiner und aus der Sicht einiger Ignoranten ist das sicherlich so.
Immer gleich mal persönlich werden, ja? Das Dumme ist doch, daß selbst Du diese von Hieronymus aufgegriffene Überlieferung für falsch hältst, denn unser bekanntes griechisches Matthäusevangelium ist eben nicht die Übersetzung jenes Evangeliums, das sagst Du genauso wie ich.
Kayla schrieb:Und weil deine Annahmen natürlich richtig sind ? Ist schon klar. Danke.
Nein, ich habe gar nichts darüber gesagt, wie rum die Abhängigkeitsrichtung nun auszusehen habe. Ich laß es erst mal offen. Meine Aussage ist nur, daß die Abhängigkeitsrichtung eben nicht die von Hieronymus genannte sein muß, eben weil Hieronymus' Herleitung, warum das so wäre, falsch ist. Könnte grundsätzlich ja noch immer so rum sein, hab ich hier nirgends ausgeschlossen.

Du denkst Dir zu viel in meine Ausführungen hinein und kritisierst mich dann dafür, das muß doch nicht sein. Wäre wirklich schön, wenn Du da zurückhaltender wärst.
Kayla schrieb:Von entscheidender Bedeutung ist dabei ein Ur-Matthäusevangelium mit teilweise anderen Inhalten als das biblische Matthäusevangelium. Hieronymus selbst berichtet über einen in Hebräisch verfassten Urtext des Matthäusevangeliums, der nicht mit dem aus der Bibel bekannten Matthäusevangelium übereinstimmt. Dieses Evangelium sei zudem identisch mit dem so genannten Nazaräerevangelium.
Hieronymus berichtet über das Nazaräerevangelium, das dem griechischen Matthäusevangelium ähnelt, aber in bestimmten Punkten davon abweicht. Daß dieses Evangelium für den "Urmatthäus" gehalten wird, ist dabei nur eine Überlegung bzw. persönliche Folgerung. Kein einziger Kirchenvater beruft sich auf eine Überlieferung, wonach jenes hebräische Evangelium das des Matthäus sei. Angesichts der sonstigen zahlreichen kirchenväterlichen Berufung auf Überlieferungen, daß das griechische Matthäusevangelium von Matthäus stamme und eine Übersetzung aus dem Hebräischen wäre, erweist sich diese Identifizierung mit dem Nazaräerevangelium (oder einem anderen, etwa dem Hebräerevangelium) als reine Spekulation.

Jedenfalls desavouiert Hieronymus seine Folgerungen aus dem Vergleich der beiden Evangelien selbst, indem er behauptet, jenes hebräische kürzlich erst selbst übersetzt zu haben. Denn was er dann als seine Übersetzung bringt, findet sich wundersamerweise so bereits in einem Zitat des Origenes aus dem Nazaräerevangelium. Im Wortlaut! Kein Wunder, wenn Hieronymus dafür schon als "einer der schamlosesten und hinterlistigsten literarischen Schwindler und Freibeuter" gerügt wurde. Da Hieronymus' Interpretation, der griechische Matthäustext sei Übersetzung des Nazaräerevangeliums, auf seiner vorgeblichen eigenen Übersetzung und Analyse des letzteren fußt, wiegt diese Interpretation natürlich durch die nur vorgetäuschte Leistung umso weniger als ohnehin.
Kayla schrieb:Und nach Kirchenvater Epiphanius (315-403) wäre wohl auch das so genannte Ebionäerevangelium eben dieses Ur-Matthäusevangelium. Epiphanius schreibt wörtlich, dass jenes Ebionäerevangelium "nach Matthäus genannt wird" und auch mit "dem hebräischen Evangelium" identisch sei (haer.30.13,2f.)
Das Ebionäerevangelium, das Hebräerevangelium und das Nazaräerevangelium sind drei verschiedene Evangelienschriften. Dieter Potzel zeigt damit nur, daß das griechische Matthäusevangelium von verschiedenen Kirchenvätern auf je ein anderes "Urevangelium" zurückgeführt wird, sodaß keine dieser Kirchenväteraussagen als verläßliche Quelle gelten kann, mit der man beweisen könne, daß Matthäus ursprünglich mal auf hebräisch (/aramäisch) verfaßt gewesen sein müsse, und dieses dann mit diesem oder jenem hebräischen Evangelium identisch wäre.
Kayla schrieb:Zumindest rechnete Hieronymus einige Jesusworte, die heutige Wissenschaftler dem "Hebräerevangelium" zuordnen, ebenfalls dem Nazaräerevangelium bzw. dem Ur-Matthäus zu.
Noch ein Beispiel dafür, daß Hieronymus das Nazarenerevangelium so schlecht kannte, daß er es nicht von Zitaten aus dem Hebräerevangelium unterscheiden konnte. Ja, er erzählt sogar, daß die AT-Zitate des Matthäus nicht aus der Septuaginta stammen, der griechischen Übersetzung des AT, sondern aus der hebräischen Bibel selbst. Diesen Unterschied kann man zwar wirklich erkennen, aber dumm nur, daß die Matthäuszitate tatsächlich Septuagintazitate sind. Zwar weicht Matthäus wirklich häufiger von dem Septuagintatext ab als die anderen Evangelien, jedoch ohne dadurch eine größere Nähe zum hebräischen Wortlaut zu erhalten. Zu deutsch: Matthäus ging freier mit dem Zitieren um, paßte die AT-Zitate in ihrer Formulierung seinen Bedürfnissen an (wie mit dem Zitat, Jesu Aufwachsen in Nazareth sei die Erfüllung eines "er soll Nazarener heißen", wo es doch um einen Nasiräer geht!)
Kayla schrieb:Machtinteressen werden für die heutige Deutung immer wieder herangezogen und reißen die Wahrheit aus dem Zusammenhang. Du scheinst dich dieser Vorgehensweise gerne anzuschließen, weil du auf jeden Fall Recht behalten musst. Und Jemand der theologie studiert hat, hat natürlich sehr viel weniger Ahnung von der Materie als du.
Abgesehen, daß Du hier schon wieder persönlich werden mußt - wieso muß einer, der Theologie studiert hat, denn mehr Ahnung von der Materie haben als ich? Das "mehr Ahnung" sollte sich aus inhaltlichen Ausführungen ergeben, nicht aus vorzeigbaren Abschlüssen. Die können allenfalls ein statistisches Mittel andeuten, aber besagen für einen konkreten Fall erst mal gar nichts. Wäge inhaltlich ab. Zu vertrauen "der wirds schon wissen, der hats ja studiert", ist trügerisch.
Kayla schrieb:Eben nicht, dass war höchstens den männlichen Bevölkerungsschichten vorbehalten und bei Mädchen wohl eher die Ausnahme.
Solang Du nicht alle Männer als an der Verschwörung beteiligt betrachtest, reicht mir diese Deine Einschränkung (die ich freilich nicht teile) völlig aus. Gibt genügend Leutz, die die von Dir angenommene Täuschung mitbekommen hätten.
Kayla schrieb:Eine vergleichsweise hohe Lesekompetenz bestand im Volk Israel. Die 5 Bücher Mose wiesen Eltern an, ihren Kindern (und dabei besonders den Jungen) das Lesen (und Vorlesen) des „Wortes Gottes“ beizubringen.
Und unter den ersten Christengenerationen, auch in der Diaspora, gab es auch immer Christen jüdischer Herkunft. Erst ab dem zweiten Jahrhundert minimierte sich ihr Anteil drastisch, ging aber noch lange nicht gegen Null.
Kayla schrieb:Was da drin steht kannst du in die Tonne kloppen.
Ach, und wieso? Weil Latein nicht die Muttersprache des Übersetzers ist, der sogar Rechtschreibfehler in den Kanon Muratori einbaute (wenn dies nicht vom Kopisten herrührt)? Weil die Abschrift erst aus dem siebten Jahrhundert stammt, das Original also (wie so gut wie alle Originale aus antiker-spätantiker Zeit) nicht erhalten ist? Wieso?!

Pertti


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Kayla
ehemaliges Mitglied

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Was steht wirklich in der Bibel?

17.01.2013 um 17:47
@pere_ubu
pere_ubu schrieb:ziemlich zusammenhanglos was du dir da rausgepickt hast
Was ich damit eigentlich aussagen wollte ist die ambivalente Einstellung der damaligen Menschen zum Tier. Dabei geht es um Realismus und nicht um Bibelverse. dieses Verhältnis beleuchtet z.B. die Bibelwissenschaftlerin Sylvia Schroer in ihrem Buch "Tiere und Menschen zu biblischen Zeiten" etwas näher. Spätestens hier kann man erkennen das die Beziehung und das Verständnis gespalten war und genau diese Ambivalenz kommt auch in der Bibel zum Vorschein.

http://www.uniaktuell.unibe.ch/content/geistgesellschaft/2011/tiere_bibel/index_ger.html


Was genau steht denn dazu in der Bibel ?

Um das erst mal auf einen Nenner zu bringen fängt man am Besten bei der Genesis an, woraus hervorgehen müsste, wie alle Lebewesen miteinander im Zusammenhang stehen und ob es dabei dem Menschen gestattet sein kann, Tiere für die eigenen Ansprüche zu mißbrauchen.

Die Rückführung der ganzen Schöpfung auf Gottes Wort ist die beherrschende Tendenz des Schöpfungsberichts.

Das Verhältnis von Gott und Mensch, das entscheidende Thema der ganzen Bibel, wird im Schöpfungsbericht sogleich mit aller Intensität begonnen. Die wichtigste Aussage des Schöpfungsberichts besteht darin, dass der ganze Kosmos zu dem einen und außerweltlichen Gott im Verhältnis des Geschöpfes steht. Dies ist eine unüberhörbare Kritik an den Religionen der anderen Völker. Im alten Orient wurde den Gestirnen, den Tieren und der geschlechtlichen Fruchtbarkeit weitgehend göttliche Verehrung entgegengebracht. Die Sonderstellung des Menschen in der Schöpfung ist schon durch den Aufbau des Schöpfungsberichts ausgesprochen: Der Mensch als letztes und zugleich vollkommenstes Geschöpf Gottes. Wo aber steht eindeutig, das der Mensch seine Sonderstellung dazu benutzen soll, sich der Tiere auf diese Art wie er es tut zu bedienen ?

Wikipedia: Neues_Testament

Im Alten Testament finden sich an mehreren Stellen umfassende Aufzählungen von Tieren, die dazu dienen sollen, "das Unreine und das Reine" zu "unterscheiden, die Tiere, die man essen darf, und jene, die man nicht essen darf" (Lev 11,47 EU). Auffällig ist, dass nur Nahrungsmittel, welche von Tieren stammen, als koscher oder nicht koscher gekennzeichnet werden, und pflanzliche Lebensmittel nicht als unkoscher erwähnt werden.

Wo steht hier, das überhaupt keine Tiere gegessen werden dürfen ?

Bereits im Alten Testament finden sich Hinweise und rechtliche Vorgaben zur Verantwortung und schonenden Umgang mit Mitgeschöpfen [1]. Auch im Reich des Kaisers Ashoka (272 v. Chr.-232 v. Chr.) war die Stellung der Tiere bereits gesetzlich geregelt. Ein frühes neuzeitliches Tierschutzgesetz trat im Jahre 1502 unter Sultan Bayezid II. in Istanbul in Kraft. Es wurde unter Strafe gestellt wenn Nutztiere wie Pferde und Esel nicht richtig behandelt wurden beziehungsweise unter Qualen arbeiten mussten. Dazu zählte auch, dass die Tiere entsprechendes Geschirr und Sattel tragen mussten.

Das sagt lediglich etwas darüber aus, welche Tiere man zu was gebrauchen-, aber nicht das man mit ihnen insgesamt besonders human umgehen soll. Was zu den Lehren von Jesus Christus im krassen Widerspruch steht.

Wikipedia: Tierschutzrecht#Geschichte

Alle Lebewesen, die auf der Arche gerettet wurden. Darin verpflichtet sich Gott, nie wieder alle Lebewesen durch eine Flut auszurotten. Der Bundesschluss wird eingeleitet mit der Zusicherung: So lange die Erde besteht, sollen nicht aufhören Aussaat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht (Gen 8,22 EU). Das Zeichen für diesen Bund ist der Regenbogen.

Der Bund ist in der priesterlichen Tradition (P) die theologische Erklärung, von der her die Sintflut gedeutet wird. JHWH spricht den Menschen, aber auch den Tieren, ein „unbedingtes Ja“ zu. Es geht um eine feierliche Zusage, die einseitig von JHWH ausgeht und für alles, was lebt, relevant ist.

Wikipedia: Bund_%28Bibel%29#Noachbund

Davon stimmt bis heute so gut wie gar nichts und wurde von JHWE in keinster Weise eingehalten. Falls er über den Geist des Menschen wirkt, hat er scheinbar darauf so gut wie keinen Einfluss.

Wenn es also Bibelverse gibt, welche bestätigen, das dieser Bund gehalten wurde, dann stehen sie im krassen Widerspruch zur Realität.

Man kann allenfalls das N.T. auf die heutige Zeit anwenden, weil das A.T. noch von heidnischen Bräuchen durchsetzt ist und sich dadurch Widersprüche ergeben. Israeliten welche aus ihrem Land verschleppt wurden hielten sich womöglich in keinster Weise mehr an die ihnen vermittelte Ethik. Das N.T. jedenfalls, bezüglich der Lehren Jesus sollte in jedem Fall nicht zum A.T. in Beziehung gesetzt werden, auch wenn behauptet wird, das sich das A.T. im N.T. vervollständigt, denn das ist schon allein wegen der vielen Widersprüche so gut wie unwahrscheinlich. Es sind immer lose Briefe und Schriften, welche überhaupt keinen chronologischen Zusammenhang, sondern subjektive Erfahrungen beinhalten.


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pere_ubu
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Was steht wirklich in der Bibel?

17.01.2013 um 17:55
@Kayla
Kayla schrieb:Wenn es also Bibelverse gibt, welche bestätigen, das dieser Bund gehalten wurde, dann stehen sie im krassen Widerspruch zur Realität.
was hier in einem krassen widerspruch steht, ist das verständnis zu:

macht euch die erde untertan

während kritiker das ewig anführen um aufzuzeigen ,dass es quasi eine rechtfertigung sei, tiere und umwelt zu missbrauchen , so steht bei allem nirgends,dass man seine "untertanen" schlecht behandeln sollte oder darf.

ganz im gegenteil.

um diese ecke gilt es zu denken :D

dieses denken scheint eher auf ein klares bild der herrschaftsvorstellung zu beruhen ,nämlich ,dass diese im grunde nur auf schlechten erfahrungen beruht , und sich eine postive ideeherrschaftsform über mensch und tier wohl "realitischerweise" bereits verabschiedet hat,bei dem ,was der mensch so selbst "kreiert" .... :D


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Kayla
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Was steht wirklich in der Bibel?

17.01.2013 um 18:01
@pere_ubu
pere_ubu schrieb:um diese ecke gilt es zu denken
Da stellt sich doch gleich die Frage, wie das erreicht werden könnte, wenn diese Rechtfertigung nicht prinzipiell aus der Welt geschafft wird ? :)


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