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Hunde

16.324 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Hund, Thread, Hunde ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Hunde

30.10.2019 um 22:17
Es geht ums schnelle loswerden wenns nicht passt, die schutzgebühr würde nicht umsonst erhoben.
Was Hunde brauchen und bekommen steht leider auf einem anderen Blatt.
Bei uns laufen im Moment viele junge Mädels mit einem kleinfiffi herum. Der kommt wenns hochkommt ein zweimal am Tag um den Block. Aber sie sind halt cool zum angeben und herzeigen.


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Hunde

30.10.2019 um 23:40
@Rumo
vielen Dank erst mal für deine ausführliche Aufklärung.
Kann ich alles sehr gut nachvollziehen.
Zitat von RumoRumo schrieb:Nimmt man also einen Hund aus dem Tierheim, dann sollte man damit rechnen, dass der Hund sein Päckchen mitbringt. Dass er nicht dankbar und glücklich ist und auf seinem gepacktem Köfferchen sitzt, um zu einem zu ziehen und vor lauter Dankbarkeit seinem Retter ewig treu zu sein, sondern dass er nach und nach auspackt, was er so an Verhaltensweisen bisher etabliert hat. Und das kann mitunter was völlig anderes sein, als er bisher beschrieben wurde
"das kann mitunter was völlig anderes sein, als er bisher beschrieben wurde"
->
ich habe erst kürlich bei einer Bekannten das Gegenteil erlebt.
Der Hund wurde so negativ beschrieben dass ihn wohl kaum jemand gewollt hätte. Meine Bekannte erlebte ihn rein zufällig im TH, verliebte sich sofort in ihn. Dann ging sie paar mal mit ihm Gassy und dann stand ihr Entschluss fest.
Sie sagte, auf die Beschreibung hin hätte sie ihn niemals genommen. Dabei ist er ein ganz lieber und ziemlich pflegeleicht (hab ihn selbst auch schon erlebt).
Zitat von RumoRumo schrieb:Was also, wenn man das nicht will? Wenn man...
- einen festen Tagesablauf hat, den der Hund mitmachen können muss
- nicht die Möglichkeit hat, einem Hund mit "special effects" zu bieten, was er braucht oder man sich nicht einschränken lassen möchte für den Hund
- einen Hund bekommen möchte, den man möglichst lange behält
- bestimmte Hundetypen mag und genau diese Eigenschaften bei einem Hund haben möchte- einfach keine Lust hat die Fehler anderer Leute auszubügeln, die längst wieder den nächsten Hund versauen
- eine möglichst hohe Wahrscheinlichkeit haben will, dass der Hund nach dem jetzigen Stand durch getestete Eltern gesund ist
Jenau, man kann bei einem Züchter kaufen.
Okay, verstehe.
Nur hierzu: "oder man sich nicht einschränken lassen möchte für den Hund" mal ein kleines Veto:
Wer nicht bereit ist sich einschränken zu lassen, der sollte sich mMn gar keinen Hund anschaffen.
Denn so ein Hund ist wie ein Familienmitglied und auf diese sollte man ja auch Rücksicht nehmen, Kompromisse eingehen usw.
Leider kenne ich zu Viele, welche einen Hund wie ein Spielzeug betrachten, was sie in die Ecke legen, wenn sie mal keine Lust oder Zeit haben.
Zitat von RumoRumo schrieb:Züchter ist nicht gleich Züchter. Das ist ja kein geschützter Begriff, jeder, der nen Wurf hat, ist Züchter. Der Unterschied ist im Detail. ... Wie hält er seine Hunde, ...?
Ja, das glaube ich.
Zitat von RumoRumo schrieb:er beobachtet, die Entwicklung, er steht mit Rat und Tat zur Seite und außerdem nimmt er sie zurück oder vermittelt aufgrund seines Netzwerks an Rasseliebhabern den Hund weiter.
klingt gut.
Wer das nicht tut, ist für mich kein Züchter, sondern ein Vermehrer.
Richtig. Aber leider sehen sich bestimmt viele solcher "Vermehrer" eben auch als Züchter und schaden somit dem Ruf der seriösen Züchter.
Zitat von RumoRumo schrieb:...man 2 Jahre nach dem passenden Deckrüden sucht und dann 1000km fährt, weil genau der eine Rüde mit der seltenen Blutlinie den Ahnenverlust senkt.
das kann ich allerdings nicht so richtig nachvollziehen.
Da kommts nun auf bestimmte Fellfarben, Fellzeichnungen, Ohren-Formen usw. an und wenn da was nicht 100% ist, dann wird der nicht zum Decken zugelassen...
Das sind doch nur Äußerlichkeiten.
Wenn man einem Hund ein bestimmtes Wesen anzüchtet, das kann ich ja noch verstehen, aber das penible Züchten auf Äußeres hin nicht so.
Zitat von RumoRumo schrieb:Heutzutage zahlt man für beides annähernd denselben Preis, deswegen ist es nicht einfach, 1. Die passende Rasse für sich zu finden und 2. Einen guten seriösen Züchter zu finden.
...
Und ganz ehrlich, Hunde vom seriösen Züchter habe ich im Tierheim noch nicht gesehen (jedenfalls, wenn der Züchter davon wusste). Ein guter Züchter fühlt sich zeitlebens seiner Nachzucht für sie verantwortlich.
Das glaube ich.
Zitat von RumoRumo schrieb:Wir haben letztens zB über Kontakte davon erfahren, dass der 7 Jahre Hund eines befreundeten Züchters im Zwinger saß, schon 1,5 Jahre. Wir sind am nächsten Tag zusammen 600km gefahren, haben die Hälfte des Neupreises für den Hund bezahlt und da rausgeholt.
Hmm, so gut ich es finde, dass ihr den Hund rausgeholt habt, aber was wird das Resultat sein? Es leidet früher oder später für jeden geretteten Hund ein neuer Hund bei den gleichen Leuten ... und der wird, wenn er Glück hat dann wieder gerettet und dann kommt wieder der nächste zu denen und das geht dann immer so weiter - oder?
Zitat von RumoRumo schrieb:Hier ist immer ein Platz frei für eines meiner "Babys", wenn der Besitzer verstirbt oder in absolute Not gerät. Wir finden eine Lösung.
finde ich sehr schön, dass du das so handhabst.


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Hunde

31.10.2019 um 07:35
Zitat von OptimistOptimist schrieb:ich habe erst kürlich bei einer Bekannten das Gegenteil erlebt.
Der Hund wurde so negativ beschrieben dass ihn wohl kaum jemand gewollt hätte. Meine Bekannte erlebte ihn rein zufällig im TH, verliebte sich sofort in ihn. Dann ging sie paar mal mit ihm Gassy und dann stand ihr Entschluss fest.
Wie lange hat sie den denn schon?

Aber das zeigt ja trotzdem, was ich meine. Man kann sich auf die Beschreibung nicht verlassen. Da muss man einfach die Möglichkeiten haben und flexibel sein. Ist doch gut, wenn der Hund netter ist als beschrieben.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Wer nicht bereit ist sich einschränken zu lassen, der sollte sich mMn gar keinen Hund anschaffen.
Denn so ein Hund ist wie ein Familienmitglied und auf diese sollte man ja auch Rücksicht nehmen, Kompromisse eingehen usw.
Jain. Natürlich hast du recht, ein Hund ist ein Familienmitglied, teilt unseren Alltag und natürlich wird Rücksicht genommen.
Es ist aber was anderes (für mich!), wenn ich seit 14 Jahren den Hund habe und den langsam beim Alt- und Dementwerden begleite. Der Hund war 14 Jahre an meiner Seite, nun gehen wir den letzten Abschnitt zusammen. Und wie das bei Senioren ist, schränkt das natürlich zusätzlich ein. Oder wie das im Fall meiner Hündin ist: sie kann nach einem Umknicken beim Rennen nicht mehr recht laufen. Gehe doppelt raus, fahre 2x die Woche zur Physio, bezahle 700Euro fürs CT, der Hund schläft mit Krause kaum (und ich mit ihm zusammen) etc etc. Das ist selbstverständlich.
Ich kenne aber genug Leute, die sich "wirklich wirklich" einschränken. Die zb Hunde mit extremer Geräuscheangst haben, wo sie nie normal Gassi gehen können. Oder die jagen wie Sau und der Hund niemals nie angeleint werden kann, einem aber plötzlich 40kg Hund in die Schleppleine knallen und den Arm auskugeln, weil man eine Sekunde nach dem Hund das Reh gesehen hat. Die andere Menschen mit Hund am Horizont sehen und direkt umdrehen, weil der Hund einfach ne Klatsche weg hat und nur noch rot sieht. Hunde, die keine Sekunde alleine bleiben können und wo das ganze Leben drum herum geplant werden muss. Oder Hunde wo man einfach 3x die Woche beim Tierarzt sitzt. Das könnte ich nicht, so sehr einschränken lassen ginge in meinem Leben nicht. Ich kann die Hunde alleine lassen, der dazugesetzte Welpe im Rudel wird liebevoll integriert, ich gehe Gassi, wo ich grad gassi gehen will und sonst sind das einfach coole Hunde und Allrounder, die auf alles Bock haben.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:das kann ich allerdings nicht so richtig nachvollziehen.
Da kommts nun auf bestimmte Fellfarben, Fellzeichnungen, Ohren-Formen usw. an und wenn da was nicht 100% ist, dann wird der nicht zum Decken zugelassen...
Das sind doch nur Äußerlichkeiten.
Wenn man einem Hund ein bestimmtes Wesen anzüchtet, das kann ich ja noch verstehen, aber das penible Züchten auf Äußeres hin nicht so.
Das stand da aber nicht, im Gegenteil. Ich habe was vom Ahnenverlust und seltenen Blutlinien geschrieben. Beschäftige dich mal mit den Begriffen COI und AVK, dann verstehst du meine Aussage vielleicht im anderen Kontext.
Natürlich gibt es diese Ameisenstrassen zu Champions. Man muss ja nicht mitlaufen.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Es leidet früher oder später für jeden geretteten Hund ein neuer Hund bei den gleichen Leuten ... und der wird, wenn er Glück hat dann wieder gerettet und dann kommt wieder der nächste zu denen und das geht dann immer so weiter - oder?
Wenn jeder Züchter darauf achten würde, wo seine Hunde hinkommen, und sie bei den wenigen "hätte ich niemals gedacht"-Fehlschüssen zurückholen würde, wenn denn so ein Fall eintritt, wären die Tierheim ziemlich leer.
In diesem oben genannten Fall raten wir auch gezielt davon ab, dort wieder einen Hund hinzugeben. Züchter sind ja glücklicherweise untereinander vernetzt und wenn einer kommt und fragt: sag mal, kennst du die, kann man der nen Hund geben? Kann man da nur von abraten...

Ansonsten muss man sich ziemlich viel dummes anhören. Ich hatte gerade vorgestern eine Anfrage: guten Tag, wir hatten eigentlich einen Welpen reserviert, da wurde uns abgesagt und nun suchen wir möglichst schnell einen anderen Welpen. Haben Sie noch einen über?
Was soll man denn da antworten? Ja klar, ich gucke mal im Keller... Ich hab nen Dackel, drei chihuahuas und eine Bisamratte gefunden, wat wolln se denn davon? 🙄


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Hunde

31.10.2019 um 07:57
Zitat von RumoRumo schrieb:Oder Hunde wo man einfach 3x die Woche beim Tierarzt sitzt. Das könnte ich nicht, so sehr einschränken lassen ginge in meinem Leben nicht
verstehe deine ganzen genannten Beispiele und solche Extreme, das könnte ich auch nicht haben.
Allerdings muss ich sagen, das eine oder andere Beispiel liegt mMn halt auch viel mit am Halter. Da bräuchte es dann vielleicht einen wie den Rütter, der ihnen sagt, was sie evtl. falsch machen und danach könnte es klappen mit dem Nachbarn ;) ...
... wie z.B. das hier:
Zitat von RumoRumo schrieb:Hunde, die keine Sekunde alleine bleiben können und wo das ganze Leben drum herum geplant werden muss
Natürlich gibts vielleicht auch mal Extremfälle, wo selbst der Rütter nichts mehr ausrichten könnte.
Aber es gibt eben auch die Fälle, wo gravierende Fehler von Anfang an gemacht wurden und Verlustängste beim Hund gefördert wurden.
Wenn ich das manchmal von manchen mitbekomme: Haben ihren Hund NIE versucht mal alleine zu lassen (war kein Grund vorhanden). Aber eines Tages musste es dann doch mal sein und dann wird der Hund von jetzt auf gleich paar Stunden allein gelassen. Er hatte keine Gelegenheit Schritt für Schritt (mit paar Min. angefangen) daran gewöhnt zu werden.
Zitat von RumoRumo schrieb:Ich kann die Hunde alleine lassen, der dazugesetzte Welpe im Rudel wird liebevoll integriert, ich gehe Gassi, wo ich grad gassi gehen will und sonst sind das einfach coole Hunde und Allrounder, die auf alles Bock haben
Möchte wetten, so wie ich deine Beiträge hier interpretiere, dass das auch bissel mit an deinem Umgang mit den Hunden liegt ;)
Das Problem oder auch wenn etwas gut läuft liegt eben häufig auch am anderen Ende der Leine (ist meine Überzeugung) :)
Zitat von RumoRumo schrieb:der Hund schläft mit Krause kaum
ist es so eine durchsichtige "Hartschalen-Krause"? Musste ich meinem Hund auch mal ranmachen, das tat mir so leid (wir schlafen ja auch nicht auf so was hartem, sondern Kopfkissen :) ).
Später sah ich dann mal im Internet, dass es auch weichere Halskrausen aus Schaumstoff gibt, aber war dann zu spät, brauchte dann keine mehr für ihn.


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Hunde

31.10.2019 um 08:41
Es gibt Verhaltensauffälligkeiten durch Erziehung, durch Krankheit, durch schlechte Aufzucht und durch Genetik.
Und nein, es recht nicht immer aus, wenn Martin Rütter vorbei kommt und die Klapperdose schmeißt.

Unser erster Hund wurde als Welpe mit 4 Wochen an die Kette gelegt und kannte nichts außerhalb seiner kleinen Welt, bis er mit 2 ins Tierheim kam und meine Eltern ihn mitnahmen, weil er so hübsch war. Das nennt sich Deprivationssyndrom. Die neuronalen Strukturen im Kopf sind durch mangelnde Umwelterfahrung in der sensiblen Phase nicht angelegt worden. Da kannst du trainieren, was du willst, das kommt im Hirn nicht an.

Ein Hund ist vor allem ganz viel Genetik, um die kommst du nicht rum. Ein Hund aus wesensschwachen Linien wird nie souverän sein können. Ein Jagdhund wird immer jagen wollen. Ein Hütehund wird immer hüten wollen. Ein American Pit Bull Terrier ist nunmal ein sehr reaktiver Molosser mit dem terriertypischen Dickschädel.
Obendrauf kommt die optimale Versorgung des Welpen mit allen wichtigen Nährstoffen sowie die Sozialisierung durch die Mutter, das Rudel, den Züchter. Da ist in den ersten 10 Wochen schon so viel gelaufen, was man hinterher nicht einfach wieder drauf trainieren kann.
So und dann kommt noch die Habituation und die Erfahrung des Hundes. Wurde er die ersten 3 Jahre seines Lebens 10h ins Bad gesperrt, hat da Höllenängste ausgestanden und wurde dann auch noch für Häufchen machen oder Annagen Stunden später für ihn völlig grundlos geklatscht, kriegst du diese Traumata schwer raus. Da hilft ein Martin Rütter nicht immer... Und da ist es ziemlich leichtfertig zu sagen, ein bisschen Training und viel Liebe, dann kriegt man das alles wieder hin. Ne, dem ist nicht so. Wenn da die Parameter ungünstig aufeinander knallen, sind diese Hunde tickende Zeitbomben.
Schau mal in der Hellhoundfoundation, wie viele Hunde dort nicht vermittelbar sind, obwohl dort die kompetentesten Trainer Deutschlands sitzen. Oder SinL oder ähnliche "letzte Chancen".

Ich habe kein Problem mit meinen Hunden, weil alles in ihrem Leben toll gelaufen ist. Gute stabile Eltern, tolle Aufzucht, gute Sozialisation, gut ausgesuchte Rasse, die zu uns passt, der Typ Hund liegt mir und ich habe Erfahrung mit dieser Rasse, ich hab meine Erziehung oben drauf gesetzt, passt.
War nun echt kein Hexenwerk, auch wenn man das so nicht sagen darf 😉


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Hunde

31.10.2019 um 08:44
Zitat von OptimistOptimist schrieb:ist es so eine durchsichtige "Hartschalen-Krause"? Musste ich meinem Hund auch mal ranmachen, das tat mir so leid (wir schlafen ja auch nicht auf so was hartem, sondern Kopfkissen :) ).
Später sah ich dann mal im Internet, dass es auch weichere Halskrausen aus Schaumstoff gibt, aber war dann zu spät, brauchte dann keine mehr für ihn.
Die ist zu klug, die knickt diese Dinger um, wenn man nicht aufpasst 😂 und dann beißt sie sich selbst alles auf, hatte ich letztes Jahr inkl neuer Entzündung, Antibiotika, wildem Fleisch usw. Weil sie mir sooo leid tat, die arme Maus...
Nene, da müssen wir jetzt durch, bis alles verheilt ist...


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Hunde

31.10.2019 um 09:32
Zitat von RumoRumo schrieb:Ein Hund ist vor allem ganz viel Genetik, um die kommst du nicht rum. Ein Hund aus wesensschwachen Linien wird nie souverän sein können
Wenn man das auf die sogenannten Kampfhunde überträgt, dann wäre ja dann doch was dran und es würde nicht mehr gelten, dass es bei einem Kampfhund ganz auf den Halter ankommt?
Ich kenne zumindest sehr liebe Kampfhunde und umgedreht besteht ja auch die Meinung, dass man sehr viele Hunderrassen zu Kampfhunden umfunktionieren könnte?
Zitat von RumoRumo schrieb:Ein Hund ist vor allem ganz viel Genetik, um die kommst du nicht rum. Ein Hund aus wesensschwachen Linien wird nie souverän sein können. Ein Jagdhund wird immer jagen wollen. Ein Hütehund wird immer hüten wollen
das glaube ich gerne. Jedoch dachte ich bis jetzt, dass man bestimmte angezüchtete Verhaltensweisen zumindest etwas eindämmen könnte - sodass man solche Hunde trotzdem gut händeln könnte?
Hatte ich bei meinem Hund gesehen (Jack-Russel mit viel Dackel drin). Der hatte natürlich einen ausgeprägten Jagdinstinkt. Aber nachdem ich mit ihm in der Hundeschule war (vorher hatte ich keine Ahnung von Erziehung), konnte ich ihn sehr gut abrufen. Wenn er einmal am Rennen war weil er eine "Beute" gesehen hatte - vor mir, dann war es natürlich zu spät, aber das hat man ja sicher auch mal bei Hunden welche nur einen normalen Jagdinstinkt haben, denke ich.
Zitat von RumoRumo schrieb:Obendrauf kommt die optimale Versorgung des Welpen mit allen wichtigen Nährstoffen sowie die Sozialisierung durch die Mutter, das Rudel, den Züchter. Da ist in den ersten 10 Wochen schon so viel gelaufen, was man hinterher nicht einfach wieder drauf trainieren kann
klar, einfach ist das dann alles nicht. Und wer keine Zeit und Muse hat, die Fehler vom Welpenalter auszubügeln, da wird es sicher schwierig. Und ganz wird man Verhaltensprobleme nicht rausbekommen können.
Das hatte ich auch bei meinem Hund gesehen: Der motzte immer andere Rüden an. Ich konnte probieren was ich wollte, klappte nicht. Einzig in der Hundeschule klappte es, aber lag vielleicht daran, dass es dort viele waren, da traute er sich vermutlich nicht rumzumotzen.
Zitat von RumoRumo schrieb:kriegst du diese Traumata schwer raus. Da hilft ein Martin Rütter nicht immer...
Naja, da wäre ich mir nicht so ganz sicher ;) ... seinem Reden nach hat er auch viel Erfahrung mit schwer verhaltensgestörten Hunden, eben welchen die traumatisiert sind.
Zitat von RumoRumo schrieb:da ist es ziemlich leichtfertig zu sagen, ein bisschen Training und viel Liebe, dann kriegt man das alles wieder hin. Ne, dem ist nicht so.
klar, alles und in jedem Fall kriegt vielleicht auch ein Rütter nicht hin, aber wie gesagt, ich traue dem schon ziemlich viel zu.
Zitat von RumoRumo schrieb:und dann beißt sie sich selbst alles auf
ja klar, das glaube ich.
Wie siehts mit Body aus? (wirst du sicher schon gecheckt haben, mich interessierts nur mal, weshalb dies nicht geht?)

PS: würde dich gerne mal per PN was fragen, kannst du mir bitte mal eine Nachricht schicken? (ich weiß nicht ob und wie man einen versteckten user anschreiben kann)


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Hunde

31.10.2019 um 11:50
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Wenn man das auf die sogenannten Kampfhunde überträgt, dann wäre ja dann doch was dran und es würde nicht mehr gelten, dass es bei einem Kampfhund ganz auf den Halter ankommt?
Na ein Hund bringt einfach Rasseeigenschaften mit, die man für sich nutzen kann. Das hat jetzt nichts mit gut oder böse oder lieb oder nicht lieb zu tun. Jagd- bzw höher Beutetrieb, schnelle Handlungsbereitschaft, Durchsetzungsfähigkeit, keine Selektion auf Artgenossenverträglichkeit, wenig Mimik, kurze Zündschnur, niemals aufgeben in Verbindung mit der Masse eines Hundes sind einfach dazu prädestiniert, dass irgendwelche Idioten die Hunde holen und dazu sich richtig geil finden, wenn die brüllen in der Leine hängen. Wo schon lange in gewissen Bundesländern listenhunde verboten sind, wird ja zusehends auf Mali und Akita ausgewichen. Und da sind mir Pit, Staff und deutlich lieber, die mögen Menschen noch deutlich mehr.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Jedoch dachte ich bis jetzt, dass man bestimmte angezüchtete Verhaltensweisen zumindest etwas eindämmen könnte
Seh ich gar nicht so. Genetik gewinnt immer. Und ganz ehrlich, es ist einfach nur anstrengend, wenn man sich ein Tier holt und dessen lebtag gegen ihn arbeitet. Das ist für den Halter anstrengend und für das Tier nicht so schön.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:seinem Reden nach hat er auch viel Erfahrung mit schwer verhaltensgestörten Hunden, eben welchen die traumatisiert sind.
Nein, eigentlich betreut Martin Rütter nur nette Familienhunde, die falsch erzogen wurden. Da gibt es ganz andere Spezialisten für Hunde mit Panik oder für aggressive Hunde. Oder Spezialisten für Rassen im Speziellen.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Wie siehts mit Body aus? (
Ist nicht abgedeckt vom body, es ist am Fuß.
Ich schreib dir ne pn.


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Hunde

31.10.2019 um 16:01
20191028 105549Original anzeigen (2,6 MB)
@grätchen
Holly ist absolut fantastisch! Sie hat sich super eingelebt. Sie kann alleine bleiben, lernt schnell, lässt sich von an der leine pöbelnden hunden nicht beeindrucken und läuft 1a an der leine. Ohne zu ziehen, direkt neben mir.
Das einzige problem das wir hatten, war dass sie die katzen fixiert hat und dann angebellt hat und jagen wollte, wir haben daraufhin eine Trainerin kommen lassen die uns geholfen wird und jetzt wird es immer besser und die katzen fühlen sich in ihrer anwesenheit von tag zu tag wohler.
sie ist verspielt und verkuschelt, lässt sich überall anfassen, hat keinen futterneid, kann problemlos alleine bleiben und ist stubenrein.
Sie ist einfach ein richtig toller hund!


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Hunde

31.10.2019 um 17:30
@shadesofbeige

Wow, das hört sich ja alles super an 👍🏻
Schön dass Ihr Euch gefunden habt!
Ihre Augen sind ja der Wahnsinn; sind die tatsächlich so hell, wie es auf dem Foto aussieht?

Da sage noch einer, dass Online - Liebe nicht funktioniert 😉

Ich wünsche Euch viele glückliche gemeinsame Jahre!


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Hunde

31.10.2019 um 17:36
Zitat von grätchengrätchen schrieb:Wow, das hört sich ja alles super an 👍🏻Schön dass Ihr Euch gefunden habt!
...
Ich wünsche Euch viele glückliche gemeinsame Jahre!
Dem schließe ich mich an :)

Muss auch mal zu den Augen was fragen: das eine Auge wirkt auf dem Foto kleiner, ist das nur eine optische Täuschung?


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Hunde

31.10.2019 um 18:41
Zitat von shadesofbeigeshadesofbeige schrieb:Holly ist absolut fantastisch!
Das ist wirklich eine ganz liebe Hundedame!


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Hunde

31.10.2019 um 18:43
Meine Mutter hat sich. N a chdem ihr portugiesischer wasserhund trotz hundeschule noch nicht so gut erzogen war, auch einen privaten hundetrainer geholt. Hat super geklappt.
Würde ich auch so machen, wenn ich einen Hund hätte.


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Hunde

31.10.2019 um 23:14
Zitat von shadesofbeigeshadesofbeige schrieb:Das einzige problem das wir hatten, war dass sie die katzen fixiert hat und dann angebellt hat und jagen wollte, wir haben daraufhin eine Trainerin kommen lassen die uns geholfen wird und jetzt wird es immer besser und die katzen fühlen sich in ihrer anwesenheit von tag zu tag wohler.
und der Trainingsraum?
Ist ja eindrucksvoll, was Du in knapp 2 Wochen alles geschafft hast.


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Hunde

02.11.2019 um 10:02
Ein Samstag im Bett ist gemütlich und nett...😇



20190923 165854Original anzeigen (0,9 MB)


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Hunde

02.11.2019 um 17:09
Zitat von bahamamamabahamamama schrieb:Ein Samstag im Bett ist gemütlich und nett..
so ein Hundeleben ist schön....

Das ist auch ein liebes Hündchen!


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Hunde

04.11.2019 um 08:03
Zitat von grätchengrätchen schrieb am 31.10.2019:Ihre Augen sind ja der Wahnsinn; sind die tatsächlich so hell, wie es auf dem Foto aussieht?
ja sie sind echt so hell und so blau
Zitat von OptimistOptimist schrieb am 31.10.2019:das eine Auge wirkt auf dem Foto kleiner, ist das nur eine optische Täuschung?
sie hat nur geblinzelt
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb am 31.10.2019:und der Trainingsraum?
Ist ja eindrucksvoll, was Du in knapp 2 Wochen alles geschafft hast.
In dem war sie die ersten zwei tage nachts. Tagsüber war sie immer mit uns im wohnzimmer. wir haben dann nur die katzen nicht ins wohnzimmer gelassen und darauf geachtet, dass sie sich noch nicht sehen.
In dem ist sie nur noch wenn wir nicht zuhause sind. wir können sie noch nicht unbeaufsichtigt mit den katzen lassen.

Gestern hatten wir einen unglücklichen zwischenfall, mein kleinster kater, der noch sehr viel angst vor ihr hat, kam in ihre nähe und sie hat ihn in einer ecke gestellt und angebellt. Gottseidank nicht verletzt!

Sie schläft jetzt auch schon bei uns im schlafzimmer in ihrer box. Momentan ist sie auch noch angeleint im haus wenn, damit sie die katzen nicht jagen kann. wir können ihr da leider noch nicht vertrauen und nach gestern noch weniger...
Ich habe jetzt einen maulkorb maßanfertigen lassen, wenn der ankommt, mache ich dann maulkorbtraining mit ihr damit wir eine sicherheit haben, für die ersten paar male, an denen sie unangeleint laufen darf. (den braucht man ja auch für die öffentlichen verkehrsmittel und auch wenn sie menschen gegenüber superlieb ist, werde ich den auch anziehen, wenn wir das erste mal in die stadt gehen)


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Hunde

04.11.2019 um 08:12
Hier sind noch mal zwei Bilder von ihr
20191102 170855Original anzeigen (1,5 MB)

20191103 184606Original anzeigen (0,8 MB)


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Hunde

04.11.2019 um 08:32
@shadesofbeige

Versuche so natürlich wie möglich damit umzugehen das die Katzen da sind, so wie umgedreht das der Hund da ist.
Als ob es bei euch selbstverständlich ist, was es nun auch mal ist.

So haben wir es immer geschafft.

So hatten nie probleme, dabei hatten wir meist *problem* Hunde wie kranke verwilderte Katzen, die irgendwie bleiben wollten.

Am anfang haben sie nur gegenseitig *toleriert* aber nie geliebt, mussten sie auch nicht.

Nur dann nach monaten waren sie eine *einheit*

Soviele sternchen heute ;-)

Arbeite mit klare anweisungen,und betonung wie ja und nein wenn sie sich sehen.


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Hunde

04.11.2019 um 08:39
@shadesofbeige
Vor allem das Foto vom Baden ist wirklich putzig!


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