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Glaubt ihr, dass es Außerirdische gibt?

15.208 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Umfrage, Aliens, Außerirdische ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Glaubt ihr, dass es Außerirdische gibt?

02.05.2018 um 06:17
Zitat von NashimaNashima schrieb:Somit habe ich meine Rahmenbedingungen selbst geschaffen.
Und genau das ist der Fehler, diese Annahme zu treffen ist unsinnig, das wird vielleicht noch deutlicher wenn man abstrakte Beispiele wählt.

Wenn du Rahmenbedingungen annimmst, zum Beispiel "jeder Gesteinsplanet der Wasser führt und in der habitablen Zone seines Sterns liegt, bringt Leben hervor, ist ja bei mir auf der Erde auch so" dann kannst du natürlich auf Grund dieser Annahmen und der Information, dass in jedem 5. Sternensystem ein Steinplanet mit Wasser in der habitablen Zone liegt, einen Erwartungswert für das Leben angeben.

Aber diese Angabe ist überhaupt nichts wert, du hast dir die Rahmen Bedingungen nämlich ausgedacht.


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Glaubt ihr, dass es Außerirdische gibt?

02.05.2018 um 12:33
@Bruderchorge
Nein, aber zumindest erhöht sich die Wahrscheinlichkeit möglichen uns bekannten Lebens gegenüber einem Gasplaneten oder einem ausgetrockneten gesteinsplaneten.
Wenn ich eine Programmierung vornehme, das mein Raumschiff möglichst einen für mich lebensfähigen planeten im notfall ansteuern soll, muss er auch aus Annahmen, das ihm zurzeit bestmögliche szenario auswählen und dann wird er ja auch eine Wahrscheinlichkeitsberechnung erstellen und müssen auch wenn er nicht alle daten zur verfügung hat, damit mein überleben Wahrscheinlicher wird.

Und vergiss die stochastik oder pendant die mathematische korrektheit. Denn bei meiner Wahrscheinlichkeit wird er dir auch nie die 100% lösung anbieten, aber in gewissen Situationen bist du froh wenn diese angaben überhaupt 50% sind, anstatt mathematisch 0%.

Wo kämen wir hin wenn wir etwas analysieren und testen wollen, wenn du erst anfangen darfst wenn du schon alles weisst, das ist ein paradoxon.

Lg


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Glaubt ihr, dass es Außerirdische gibt?

02.05.2018 um 12:52
Zitat von continuumcontinuum schrieb:r ja auch eine Wahrscheinlichkeitsberechnung erstellen und müssen auch wenn er nicht alle daten zur verfügung hat
Dann ist diese Rechnung aber nicht s wert, dein computer kann ohne Daten keine valide Rechnung durchführen. Klar ist dein Überleben auf einem Mond wahrscheinlicher als auf einer Sonne, aber du kannst nicht sagen wieviel zwischen 0 (Sonne) und 100 (Erde).

Es könnte für den Gasplaneten 0.00000001 und für einen Mond 0.00001 und für einen Planeten mit unbekannter Atmosphäre bei 0.0001 liegen. Die Zahlen sind aber meiner Fantasie entsprungen und daher nicht belastbar und ohne Rahmenbedingungen kann ich und du auch nicht vernünftige Zahlen liefern.
Zitat von continuumcontinuum schrieb:Wo kämen wir hin wenn wir etwas analysieren und testen wollen, wenn du erst anfangen darfst wenn du schon alles weisst,
Das ist auch nicht die Frage. So funktioniert Wissenschaft nicht. Wenn du vernünftig Arbeiten willst must du dein Wissen schon aufeinander aufbauen, sonst ist es nichts wert.


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02.05.2018 um 14:38
Zitat von continuumcontinuum schrieb:Wenn ich eine Programmierung vornehme, das mein Raumschiff möglichst einen für mich lebensfähigen planeten im notfall ansteuern soll, muss er auch aus Annahmen, das ihm zurzeit bestmögliche szenario auswählen und dann wird er ja auch eine Wahrscheinlichkeitsberechnung erstellen und müssen auch wenn er nicht alle daten zur verfügung hat, damit mein überleben Wahrscheinlicher wird.
Na selbstverständlich wäre das ein sinnvolles Vorgehen. Immerhin erhöht dies die Wahrscheinlichkeit, daß der anvisierte Himmelskörper geeignete Bedingungen aufweist. Aber dennoch könnte es sein, daß die Faktoren, die ich über diesen Himmelskörper nicht herauszufinden in der Lage bin, zusammen eine Wahrscheinlichkeit von 1:10.000 besitzen. Mit anderen Worten, nur jeder 10.000ste Himmelskörper mit den von mir festgestellten Eigenschaften besitzt auch die anderen nötigen Eigenschaften, sodaß ich da überleben kann.

Selbst wenn die von mir wahrgenommenen Eigenschaften des anvisierten Himmelskörpers auf jedem fünften Himmelskörper in meiner Umgebung auftreten (und ich nehme mal an, daß es nur fünf in meiner erreichbarkeit gibt) und ich meine Überlebenschancen von (reine Beispielszahlen) 1:50.000 gerade mal um den Faktor 5 auf 1:10.000 erhöht habe - für eine Fifty-Fifty-Chance bräuchte ich eine nochmalige Verbesserung um den Faktor 5000! (und natürlich genügend erreichbare Himmelskörper) - dennoch wäre ich blöd, diese Chancenverbesserun nicht zu nutzen. Nicht weil ich auf diesem Himmelskörper nun größere Chancen hätte, sondern weil ich da überhaupt Chancen hab. Denn daß die anderen nicht geeignet sind, weiß ich ja bereits.

Es könnte aber auch lebensfreundliche Bedingungen geben, die sich aus zwei Eigenschaften des Himmelskörpers ergeben, aber ich kann nur eine davon beobachten, sowas in der Art. Dann könnte es passieren, daß ich nicht nur wählen muß zwischen "lebensunfreundlich" und "vielleicht lebensfreundlich", sondern auch zwischen zwei "vielleicht lebensfreundlich" mit je unterschiedlich hoher Wahrscheinlichkeit. Klar, auch hier würde ich den mit der größeren Wahrscheinlichkeit wählen, was dann durchaus "Chancen verbessern" genannt werden kann. Freilich würde ich hoffen, daß wenn ich auf dem einen lande, dabei ne Niete gezogen habe und in einer Weile sterben werde - daß ich von hier aus nicht noch beobachten kann, daß der andere Kandidat tatsächlich lebensfeundlich ist (und ich ihn nun nicht mehr erreichen kann).

Na wie auch immer. Für verschiedene Sachen ist das Anwenden unvollständiger Daten einiger Faktoren durchaus sinnvoll. Auch wenn wir entscheiden müssen, welchen Himmelsraum ein Exoplanetenjäger-Teleskop durchmustern soll, in welche Richtung SETI seine Ohren aufsperren muß oder ggf. sogar Signale hinsenden könnte, in solchenFällen erhöht das Arbeiten mitunvollständigen Werten durchaus die Chancen auf Erfolg. Damit aber erhalten wir eben nur relative Wahrscheinlichkeiten (höher/besser als bzw. niedriger/schlechter als), aber keine absoluten. Wo es aber um eben diese geht (wie häufig ist Leben im Universum / Unter wieviel Sternen ist mit einem Stern zu rechnen, der eine belebte Welt beherbergt), da nützt das Arbeiten mit unvollständigenDaten gar nichts.

Verstehst Du den Unterschied?


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Glaubt ihr, dass es Außerirdische gibt?

02.05.2018 um 19:35
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Und für all dieses Nicht-Wissen können wir jetzt versuchen einen Wert abzuschätzen, wobei dieses schätzen dann aber auch, je nach Schätzer, stark variieren wird, sodass wir am Ende irgendwas zwischen Rare Earth und Star Trek Universum rauskriegen werden.
Stimme dem vollkommen zu. War mir eigentlich auch klar das es keine Sicherheit für die "Alienwahrscheinlichkeit" gibt. Mein Problem wahr wohl die fehlende Unterscheidung zwischen subjektivistischer Wahrscheinlichkeit und Stochastik.


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02.05.2018 um 19:45
Zitat von BruderchorgeBruderchorge schrieb:Und genau das ist der Fehler, diese Annahme zu treffen ist unsinnig, das wird vielleicht noch deutlicher wenn man abstrakte Beispiele wählt.
Ich denke ich verstehe was du meinst, würde es jetzt nicht unbedingt als Fehler oder unsinnig bezeichnen es ist sicherlich nicht exakte Wissenschaft weil mir Daten fehlen, es ist eben eine Schätzung und diese können Sinniger oder Unsinniger sein je nach dem, aber unter Umständen immer noch besser als nichts.


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02.05.2018 um 22:54
Die Diskussion hier ist wirklich mühselig. Folgender Beitrag erhellt hier vielleicht einige:

Das Buch ist übrigens sehr zu empfehlen...

http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/07/22/unendlich-viele-doppelganger-aus-der-parallelwelt/

Sollte es aber wirklich unendlich groß sein, dann eröffnen sich spannende Möglichkeiten. Brian Greene erklärt das zuerst an folgendem Beispiel: angenommen man hat fünfhundert Kleider und tausend paar Schuhe. Wieviele verschiedene Outfits lassen sich daraus kombinieren? Das ist einfach: 500000! Wenn man jeden Tag ein anderes Outfit trägt, dann wiederholt man sich erst nach knapp 1400 Jahren. Hat man mehr Schuhe und Kleider zur Verfügung, kommt man länger ohne Wiederholung aus. Sollte man aber zufälligerweise unsterblich sein, dann wird immer irgendwann der Tag kommen, an dem man sich wiederholen muss. Solange man nur eine endliche Anzahl von Kleidungsstücken besitzt, verliert man immer gegen die Unendlichkeit. Stellen wir uns nun vor, wir leben in einem unendlich großen Universum. “Unser” Universum besteht aus allem, was innerhalb unseres kosmischen Horizonts ist – es ist eine Insel mit knapp 90 Milliarden Lichtjahren Durchmesser. Das ist viel. Aber das Universum ist unendlich groß und es wird dort noch jede Menge andere solcher Inseln geben, alle mit ihrem eigenen kosmischen Horizont die völlig unabhängig voneinander existieren. Existieren müssen – anders geht es nicht. Wir können nun also das Universum in lauter gleich große Bereiche einteilen die z.B. alle 90 Milliarden Lichtjahre groß sind (und in der Mitte eines solchen Bereichs befinden wir uns). In jedem dieser Bereiche befindet sich Materie und diese Materie wird auf eine ganz bestimmte Art und Weise angeordnet sein.

Wieviele Möglichkeiten gibt es jetzt, diese Materie anzuordnen? Unendlich viele? Nicht wirklich. Es gibt zwar wirklich jede Menge Materie aber die Elementarteilchen können nicht beliebige Positionen einnehmen. Es gilt die Unschärferelation der Quantenmechanik die uns sagt, dass wir die relevanten Parameter nicht beliebig genau messen können. Nicht weil uns die Technik fehlt, sondern weil es prinzipiell nicht geht. Der Auflösung sind also Grenzen gesetzt und daher kann es auch nur endlich viele Möglichkeiten geben, wie die Materie in einem begrenzten Raumbereich angeordnet ist. Gut, die Zahl Möglichkeiten ist immer noch schwindelerregend hoch – es sind etwa 1010122 verschiedene Kombinationen möglich. Diese Zahl ist so groß, dass man sie nicht wirklich veranschaulichen kann. Aber so groß sie auch sein mag, im Vergleich mit der Unendlichkeit ist sie immer noch nichts. Wenn also nur endlich viele Kombinationen möglich sind und das Universum unendlich groß ist: dann muss es irgendwann zu Wiederholungen kommen. Irgendwo in diesem unendlichen Universum muss es also einen Insel geben, in der die Materie ganz genau so angeordnet ist wie hier bei uns. Unsere Galaxie, unsere Sonne, unsere Erde – jeder einzelne von uns wäre dort genauso vorhanden wie hier und würde das gleiche denken, tun und fühlen (es sei denn man glaubt daran, dass Menschen nur deswegen lebendig sind, weil Gott dem ansonsten unbelebten Materiehaufen einen Lebensfunken eingehaucht hat). Es muss dann sogar unendlich viele solcher exakten Kopien geben. Und jede Menge Variationen. In einer dieser Parallelwelten habe ich heute vielleicht lieber einen Spaziergang gemacht als diesen Blogeintrag zu schreiben. In einer anderen Welt habe ich nie zu bloggen angefangen. In irgendeiner Welt habe ich Brian Greene umgebracht und sein Buch zu Paralleluniversen ist nie erschienen. Und in einer wieder anderen Welt hat Brian Greene mich abgemurkst 😉


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Glaubt ihr, dass es Außerirdische gibt?

03.05.2018 um 00:04
Zitat von TheBarbarianTheBarbarian schrieb:Folgender Beitrag erhellt hier vielleicht einige
Da drinnen stecken zwei Denkfehler.

1)
Zitat von TheBarbarianTheBarbarian schrieb:daher kann es auch nur endlich viele Möglichkeiten geben, wie die Materie in einem begrenzten Raumbereich angeordnet ist. Gut, die Zahl Möglichkeiten ist immer noch schwindelerregend hoch – es sind etwa 1010122 verschiedene Kombinationen möglich.
Dazu recycle ich mal nen Beitrag von mir. Der ist hier Was ist hinter den Grenzen des Universums? (Seite 243) (Beitrag von perttivalkonen) zu finden. Und hier Was ist außerhalb des sich ausbreitenden Universums? (Seite 15) (Beitrag von perttivalkonen) hatte ich ihn das erste Mal recycelt.
Stichwort Zwillingswelten alle 10^10^29 Meter.

Diese Zahl ist nach meinem Dafürhalten viel zu gering. Und zwar um Googol-Größenordnungen zu gering.

Stell Dir mal ein Digitalfoto vor. Es hat soundsoviel Pixel und sowie soundsoviel Farben zur Verfügung. Wie viele unterschiedliche Motive können damit dargestellt werden? Nennen wir diese Zahl mal X. Wenn wir nun X verschiedene Fotos nebeneinander auslegen, erhalten wir ne Einheitliche Fläche mit Soundsoviel Pixeln Breite und Höhe. Der Rand dieser Fläche wäre quasi die Grenze, hinter der garantiert wieder Einzelfotos vorkommen, deren Motiv eine Wiederholung eines Einzelfotos von innerhalb dieser Grenze wären.

Nun nehme ich mal ein sehr winziges Foto, sechs mal sieben Pixel Rand. Macht 42 Pixel gesamt. Und dann nehm ich mal nur 256 Farben (oder Graustufen). Ist überschaubar. Um solch ein Foto abzuspeichern, benötige ich läppische 42 Bytes. Wirklich keine große Datenmenge. Aber wie viel verschiedene, unterschiedliche Fotos könnte ich damit sammeln? Nun, es wären 256^42. Oder anders ausgedrückt knapp 14 Googol. Alle Fotos nebeneinandergelegt ergäben eine Fläche von knapp 2,425 x 10^51 Pixeln Länge und Breite. Mit nur 336 einzelnen Bits (42 Bytes) eine solche immense Vielfalt, bevor sich etwas wiederholen muß. Bei ner Kantenlänge pro Pixel von 0,1mm hätte ich ne Gesaamt-Bitmap von grob 2,4 mal 10^43 Kilometern Kantenlänge. Oder von knapp 2,4 mal 10^30 Lichtjahren Kantenlänge. Der Durchmesser des sichtbaren Universums beträgt gerade mal gesehene 2x13,7 mal 10^9 bzw. extrapolierte 93 mal 10^9 Lichtjahre.

Um das jetzt in die dritte Dimension zu übertagen, nehm ich noch ne dritte Kantenlänge hinzu und kreiere einen Bitmap-Würfel von 6x7x7 Bit Kantenlänge. Macht 294 Pixel, 294 Bytes, 2352 Bits. Immer noch lächerlich wenige Bits, die ich brauche. Gerade mal die siebenfache Menge an Bits, aber eine mehr als 2,4 mal 10^51 höhere Ausbeute.

Aus wie vielen Bits nun besteht die Erde? Nehmen wir mal nur die Erdkruste, nehmen wir von ihr nur die Biomasse, nehmen wir davon nur die Menschen. SiebenMilliarden. Wie viele Erden muß es da geben, bis alle Kombinationen abgedeckt sind, wie jeder einzelne Mensch heißt. Oder welche Sprache er spricht. Oder unter welchen Bedingungen er aufgewachsen ist. Allein solche Sachen würden eine Gesamtausdehnung als Grenze, hinter der nur noch Wiederholungen kommen müssen, in den Googolplex....plex-Bereich erweitern. Na und dann liegen all diese variierenden Erden auch nicht direkt aneinander wie Pixel eines Bildes. Schon er nächste Exoplanet ist Lichtjahre entfernt. Die nächste Zwillingserde sehr viel weiter. Und spezielll der Erdenzwilling, aufdem sich die Evolution exakt so abgespielt hat wie hier, mit Pelycosauriern, T rex, Paraceratherium, Australopithecus, Neandertaler und schließlich Homo sapiens, und zwar sieben Milliarden Menschen, die exakt so aussehen wie jeder einzelne Mensch hier bei uns - selbst da zweifle ich massivst, ob nach 10^10^29 Metern Entfernung schon der erste Zwillingsplanet vorkommt, sodaß diese Entfernung dann dem 0,1mm Pixelentfernung in meinem Bitmap-Beispiel entspricht.

Und schließlich noch die Sache mit dem statischen Denken. Man stelle sich ein Foto vor, auf dem zwei Kinder zu sehen sind. In der Mitte zwischen ihnen, oberhalb des Bodens, ist ein Ball in der Luft zu sehen, und beide Kinder strecken die Hände aus in Richtung dieses Balls. Dieses Foto würde sich nach einer soundso großen Entfernung wiederholen. Dumm nur, daß auf dem einen Bild das linke Kind den Ball geworfen hat, auf dem anderen Bild das rechte. Noch ein anderes, exakt so aussehendesBild, und der Ball fiel von oben runter, und beide Kinder rennen auf ihn zu. Und selbst wenn dann zwei Bilder mal dasselbe zeigen, links wirft zu rechts, dann spielen die auf Bild A geknipsten Kinder noch ne Weile weier, die auf Bild B aber hörendirekt danach auf. Nur weil es eine begrenzte Kombinationsmenge für Bit-Anordnungen gibt, auf Fotos wie im Universum, heißt das noch lange nicht, daß sich alles identisch abspielen muß. In einem Zeichentrickfilm können einzelne Standbilder oder Bildsequenzen wiederholt verwendet werden, etwa ein Gespräch. Aber in der Wiederholung dieser Sequenz ist im Film ein anderes Geschehen dargestellt. Wiederholte Pixelkombinationen sind nicht das Ende der Fahnenstange.

Gerade die Verdopplung der Realität beim Zwingen eines Quanten, sich für einen Zustand zu entscheiden, gerade diese Multiversumsvorstellung sollte eigentlich zeigen, daß sich nicht nur schier, sondern ganz real unendlich viele unterscheidbare Abläufe bilden können, selbst mit einer begrenzten ANzahl an Informationen/Bits/Quanten. Wir dürfen nur nicht die vierte Dimension unserer Raumzeit vergessen, denn sonst vergleichen wir nur "Schnappschüsse" miteinander.

Auch mit zehn verschiedenen Ziffern, Null bis neun, lassen sich (nehmwa noch das Komma mit) unendlich viele Zahlen = Ziffernfolgen darstellen. Nicht nur endlich viele. Zu sagen, aber spätestens nach der zehnten Ziffer folgt eine, die schon mal vorkam, ist da echt zu kurz gedacht. Auf einem Zahlenstrahl wiederholen sich Ziffern ständig, Zahlen nie.
Der zweite Denkfehler ist der, daß ein unendlich großes Universum nicht aus einem einzelnen Urknallereignis heraus entstanden sein kann. Damit aber fällt jegliche Rechtfertigung hinten über, daß wir im gesamten Universum überalll die selben Bedingungen haben müssen. Womöglich gab es unendlich viele Urknall-Ereignisse, und jedes brachte andere Ausgangsbedingungen hervor, andere Naturkonstanten etc. Daher wird es in anderen, sehr weit entfernten Raumregionen völlig unvergleichlich sein.

Nun könnte man ja sagen, so groß auch immer die Zahl der möglichen Kombinationen der Ausgangsbedingungen pro Universum sind, so sind es dennoch endlich viele. Stimmt. Nehmen wir aber die Zeit mit ins Boot und gehen mal von einem zeitlich nicht endlichen Universum aus, dann werden die Ereignisfolgen ähnlich beschaffener Raumregionen sich dennoch irgendwann unterscheiden, wie sich die Ziffernfolge jeder realen, rationalen wie irrationalen Zahl auf dem Zahlenstrahl von der Ziffernfolge jeder anderen Zahl eindeutig unterscheidet, auch wenn sie streckenweise über extrem lange Ziffernfolgen hinweg identisch scheinen.

Abschließend noch zwei Gedanken.

1) Was bringt es eigentlich zu wissen oder auch nur zu vermuten, daß es uns nochmals gibt in einer Entfernung, die der immensen Größe des sichtbaren Universums aber sowas von spottet?

2) Was, wenn das Universum gar nicht unendlich ist?


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Glaubt ihr, dass es Außerirdische gibt?

03.05.2018 um 00:24
Moin Pertti
Der zweite Denkfehler ist der, daß ein unendlich großes Universum nicht aus einem einzelnen Urknallereignis heraus entstanden sein kann.
Warum eigentlich nich? Dass ein unendlich großes Universum keine Singularität bilden kann scheint mir klar zu sein, aber unsere Physik endet derzeit ohnehin an der Plankzeit Grenze. Mit unserer Physik gibt es kein davor und die Therme der Relativitätstheorie brechen (soweit ich weiß) schon vorher zusammen.
Eine neue Theorie könnte aber auch einen Urknall ohne Singularität erlauben.

mfg
kuno


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03.05.2018 um 01:14
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Warum eigentlich nich?
Weil Ereignisse sich mit maximal Lichtgeschwindigkeit ausbreiten können und daher zu jedem beliebigen Zeitpunkt räumlich endlich sind. Selbst wenn Du die Expansion des Raumes noch draufpackst, so erhältst Du zwar eine "überlichtschnelle" Ausdehnung des gesamten Raumes, doch treibst Du damit nur die Geschwindigkeit hoch, überwindest aber nicht die räumliche Endlichkeit. Ein endlicher Anfangsraum der Inflationsphase, wie stark und schnell auch expandiert, bleibt endlich.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Eine neue Theorie könnte aber auch einen Urknall ohne Singularität erlauben.
Klar doch. Nur biste damit auch die durch den Urknall hergestellten überall gleichen Bedingungen losgeworden.


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03.05.2018 um 14:40
Ich frage mich gerade, wie unsere Sichtweise auf die Wahrscheinlichkeit von außerirdischem Leben beeinflusst wird, wenn, sagen wir mal, Mikroorganismen oder Einzeller auf dem Mars gefunden werden.

Selbst dann können wir doch so gut wie keine weiteren Schlüsse daraus ziehen, oder?

Was bspw. Wissenschaftler (habe ich in vielen Dokumentationen gesehen) sagen, ist, dass sie hier auf der Erde unter den extremsten Bedigungen noch Leben gefunden haben, was vorher auch nicht so unbedingt angenommen wurde. Daraus haben sie geschlossen, dass dies auch auf anderen Planeten oder den Monden in unserem Sonnensystem möglich wäre.


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Glaubt ihr, dass es Außerirdische gibt?

03.05.2018 um 15:04
Zitat von moricmoric schrieb:Was bspw. Wissenschaftler (habe ich in vielen Dokumentationen gesehen) sagen, ist, dass sie hier auf der Erde unter den extremsten Bedigungen noch Leben gefunden haben, was vorher auch nicht so unbedingt angenommen wurde. Daraus haben sie geschlossen, dass dies auch auf anderen Planeten oder den Monden in unserem Sonnensystem möglich wäre.
Entstehung von Leben und Verbreitung von Leben sind allerdings zwei unterschiedliche Themen.

Hätte Leben auch in den von dir geschilderten Extremsten Bedingungen entstehen können? Oder ist Leben, wenn es mal entstanden ist so flexibel sich an diese Bedingungen anpassen zu können.
Zitat von moricmoric schrieb:Ich frage mich gerade, wie unsere Sichtweise auf die Wahrscheinlichkeit von außerirdischem Leben beeinflusst wird, wenn, sagen wir mal, Mikroorganismen oder Einzeller auf dem Mars gefunden werden.Selbst dann können wir doch so gut wie keine weiteren Schlüsse daraus ziehen, oder?
Meine persönliche würde sich schon ändern. Ich persönlich würde dann davon ausgehen das die Wahrscheinlichkeit dann doch wesentlich höher liegt als ich bisher annahm. Ist aber reines Bauchgefühl. So wie mir mein Bauch heute auch sagt, dad jibbet wohl in näherer Umgebung nüt.
Das Hirn sagt noch immer - keine Ahnung, da wir immer noch nicht wissen was alles für Lebensentstehung notwendig ist. Man könnte evtl. Punkte ausschließen die Erde von Mars unterscheiden. Z.B. einen großen Mond und damit Gezeiten.


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Glaubt ihr, dass es Außerirdische gibt?

03.05.2018 um 15:51
Zitat von TunFaireTunFaire schrieb:Man könnte evtl. Punkte ausschließen die Erde von Mars unterscheiden. Z.B. einen großen Mond und damit Gezeiten.
Stimmt... das wäre schon mal eine gute Annahme, dass Leben auch unter anderen Bedingungen als auf der Erde entstehen kann.

Ich hoffe so sehr, dass wir Leben in unserem Sonnensystem außerhalb der Erde noch finden werden. Irgendwie... glaube ich daran, dass wir da noch was finden werden. :-)


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03.05.2018 um 17:25
Zitat von moricmoric schrieb:Ich hoffe so sehr, dass wir Leben in unserem Sonnensystem außerhalb der Erde noch finden werden. Irgendwie... glaube ich daran, dass wir da noch was finden werden. :-)
Also die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Aber da sieht es doch mittlerweile eher mau aus.
Wenn selbst auf einem, "gemäßigten Mars", sich nichts finden lässt, egal ob aktuelles oder früheres Leben, auf microorganischer Ebene,
dann denke ich, hat sich das wohl erledigt.
Was bleibt noch, um tatsächlich nachzusehen?
Titan?
Da rudern die Astronomen ja auch mittlerweile wieder ziemlich zurück, von ihrer Anfangs- Euphorie.


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03.05.2018 um 17:57
Zitat von moricmoric schrieb:Ich frage mich gerade, wie unsere Sichtweise auf die Wahrscheinlichkeit von außerirdischem Leben beeinflusst wird, wenn, sagen wir mal, Mikroorganismen oder Einzeller auf dem Mars gefunden werden.

Selbst dann können wir doch so gut wie keine weiteren Schlüsse daraus ziehen, oder?
Doch, da könnten wir einiges an Schlüssen ziehen.

Sollten wir Leben auf dem Mars, auf Europa oder sonst einem Himmelskörper in unserem Sonnensystem finden, wäre dieerste Frage, ob es mit uns verwandt ist oder nicht.

Sollte es mit uns verwandt sein, wäre dies eine Bestätigung der Panspermie. Dabei ist es egal, ob das Leben im Weltraum entstanden ist und dann auf meherere Himmelskörper gelangt ist, oder ob es auf einem Himmelskörper entstand, durch einen Impakt ins All geschleudert wurde und von dort aus anderee Himmelskörper erreichte.

Der Nachteil der Panspermie ist der, daß auf diese Weise Himmelskörper eines Sonnensystems mit Leben ausgestattet werden können, aber nur schwer weitere Sonnenssteme. Die Entfernung der Planeten und Monde untereinander ist nachgerade mickrig gegenüber dem Weg zum nächsten Planetensystem. Und Leben ist selbst in cryostatischem Zustand nicht ewig haltbar.

Weit spannender wäre es, wenn das auf anderen Planeten oder Monden im Sonnensystem gefundene Leben nicht mit uns verwandt ist. Etwa wenn es ein anderes als RNA-basiertes Erbgutsystem hat, andere Basen verwendet, mit Quadrupletts statt Tripletts arbeitet... Das hieße nämlich, daß jenesLeben unabhängig von dem auf der Erde entstanden wäre. Und das wäre eine Sensation enormen Ausmaßes. Denn dies würde bedeuten, daß Leben entsteht, wenn die Bedingungen günstig sind.

Das ist nämlich bis heute nicht zu klären. Wenn alle Bedingungen, die notwendig sind, damit Leben entstehen kann, tatsächlich auch vorliegen - entsteht dann Leben?

Entsteht Leben zwangsläufig, gesetzmäßig, oder war es purer Zufall, geradezu ein Versehen, daß Leben auf der Erde entstanden ist? Entsteht Leben also nur zwingend nicht, wenn nicht alle Bedingungen erfüllt sind, aber wenn sie erfüllt sind, entsteht Leben nur manchmal bis fast nie? Das weiß niemand.

Aber wenn auf Europa, auf dem Mars, auf Titan, auf Enceladus... Leben existiert, und zwar vor Ort entstandes Leben, das nicht verwandt ist mit den anderen Lebensformen auf den sonstigen Himmelskörpern - dann wäre diese Frage beantwortet: Ja, Leben entsteht regelmäßig, wenn nicht gar zwangsläufig, sobald die Bedingungen für Leben erfüllt sind.

Und da die Himmelskörper doch recht unterschiedliche Bedingungen aufweisen, könnten wir neMenge darüber lernen, was tatsächlich notwendige Bedingungen für Lebensentstehung sind. Siliziumbasiertes Leben auf Titan etwa, und schon wären der Kohlenstoffchauvinismus und die Wasserbedingung vom Tisch.

Von weiterem Leben im Sonnensystem erwarte ich ne Menge Erkenntnisgewinn, Säckeweise voll! Aber weiteres Leben im Sonnensystem, das erwarte ich nicht. Es wäre schön, ich wünschte es mir. Aber rechnen tu ich nicht mit. Da bin ich doch sehr pessimistisch.


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Glaubt ihr, dass es Außerirdische gibt?

03.05.2018 um 18:07
@perttivalkonen
Klasse Beitrag!


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Glaubt ihr, dass es Außerirdische gibt?

03.05.2018 um 18:59
Tach Pertti
Ein endlicher Anfangsraum der Inflationsphase, wie stark und schnell auch expandiert, bleibt endlich.
Ok, klingt erstmal nich unplausibel, zumindest fehlt mir dann zugegebenermaßen doch der physikalische Sachverstand dagegen argumentieren zu können. Vielleicht weiß ja noch wer anders was konstruktives dazu beizutragen.

Am Ende isses aber wie schon gesagt ohnehin rein akademisch, da alles was außerhalb des sichtbaren Universums stattfindet für uns eh iirrelevant.
Zitat von DyersEveDyersEve schrieb:Klasse Beitrag!
Yap, schließe mich Perttis Beitrag inhaltlich komplett an, sowie auch deinem Lob dafür.

mfg
kuno


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03.05.2018 um 23:12
@DyersEve

@kuno7
Schliesse mich dem auch an, auch wenn ich nicht immer seiner meinung bin, aber dieser beitrag ist sehr aufschlussreich und neutral wie sachlich geschrieben. So macht allmystery spass wenn man noch was lernen kann/ oder darf.
Obwohl ich fast alles weiss... *hust* :)


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Glaubt ihr, dass es Außerirdische gibt?

04.05.2018 um 08:53
@perttivalkonen

Dankeschön für den schönen Beitrag... es bißchen Hoffnung kann man ja haben. Und du hast wirklich Recht... wenn das Leben unabhängig von uns entstanden wäre, wäre das eine absolute Sensation... hm... wäre es denn noch möglich, dass die Technik in den, sagen wir mal, nächsten 20-30 Jahren so weit vorangeschritten ist, dass wir unser Sonnensystem auf Leben hin untersucht hätten?


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04.05.2018 um 10:30
Zitat von moricmoric schrieb:wäre es denn noch möglich, dass die Technik in den, sagen wir mal, nächsten 20-30 Jahren so weit vorangeschritten ist, dass wir unser Sonnensystem auf Leben hin untersucht hätten?
Nun,
Zitat von moricmoric schrieb:es bißchen Hoffnung kann man ja haben.



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