martenot schrieb:Das kommt bei mir allerdings leider nie vor. Vielleicht reise ich deswegen auch gern für wenige Tage, um das sonstige Nichtreisen ein wenig zu kompensieren.
Zum "leider": Persönlich kann ich dazu sagen, nach einem gewissen Neuigkeitswert anfangs (war erst zweimal in Urlaub mit Hotel etc., konnte mir Urlaub kaum leisten, in meiner Kindheit ist man auch nicht weiter denn zu Verwandten in den Urlaub gefahren; und dann eine Stelle angenommen zu der auf einmal Interkontinentalreisen gehörten, mal nach New York, Boston, Belgrad... andauernd unterwegs) fand ich da nichts mehr besonders erstrebenswert dran.
Die Anreise, die Abreise, der berufliche Zweck, ggf. ein halber bis ein ganzer Tag frei, das Catering (aufgrund des beruflichen Zwecks meist Hotel und Restaurants nicht aussuchbar) mal super aber auch immer wieder zu wünschen übrig lassend. Brauche da echt keinen Luxus; ein Standard wie zu Hause essen - müssen nicht die gleichen Mahlzeiten sein, im Gegenteil, probiere gerne Neues aus; gemeint ist: ein einfaches gekochtes Essen ohne Fertigprodukte - wäre aber schon nett. Es kommt halt auch vor, dass "Frühstück" heißt, dass eine Packung mit Fertig-Donuts aufgerissen wird und daneben eckige Eier (= vorgekocht, vakuumiert) stehen. Bei einem Urlaub kann man da gezielter auswählen bzgl. Unterkunft, Restaurants.
Manchmal ist dann auch noch während der Reise nebenher etwas anderes zu machen. Die in Deutschland vorgeschriebene Ruhezeit von 11 Stunden und Reisezeiten zur Arbeitszeit zu zählen (also: Sitzen in Bahn oder Flugzeug = Arbeitszeit) treffen auf mich auch nicht zu. Zu organisieren habe ich das selbst. Da (sehe ich völlig ein) Kosten zu sparen sind, läuft es auch mal auf eine Bahn-, Fernbus- oder Flugverbindung und hinaus die ich so nicht für eine private Reise ausgewählt hätte.
Somit: Ja, auch wenn das anfangs seinen Reiz hatte, auf so einer Reise ggf. mal einen Kolibri oder Seelöwen zu sehen, als Souvenir tolle Gewürze oder anderes Essbares mitzubringen, mal etwas Ungewöhnliches zu besuchen (ich war z.B. schon im größten Antiquariat der Welt) - ich bin froh darüber dass es weniger wurde. Mittlerweile nur noch: Ca. einmal im Jahr international eine Woche, ca. zweimal im Jahr innerhalb des Landes mit einmal zwei Tage, einmal eine Woche.
Backpacker sein: Kann ich leider nicht. Wäre wohl "der Typ dafür" (alleine oder mit Partner, gerne in der Natur, gut zu Fuß, brauch' keinen großen Luxus), realistischerweise aber nichts für meinen Körper. Mehr als für eine max. Tageswanderung kann ich nicht tragen (mein Partner trägt üblicherweise einen Teil für mich mit um genügend, v.a. Wasser, für weitere Strecken zu haben), und provisorische Schlafgelegenheiten gehen für mich leider nicht. Daher: Unterkunft in Pension oder Hotel, Tageswanderungen. Durchaus weite (Extremfall waren mal über 40 km an einem Tag), aber möglichst wenig tragen und für die Nacht wartet ein normales Bett, für morgens ein normales Bad.