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Verdeckte Operationen... Was ist davon zu halten?

20 Beiträge, Schlüsselwörter: Krieg, Geheimdienst, Mossad, Verdeckte Operationen
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Verdeckte Operationen... Was ist davon zu halten?

02.06.2015 um 06:14
Der Krieg ist ein Übel, welches die Menschheit auf ihrer jahrhundertelangen Reise stets begleitet hat.
Auch in Zukunft wird er sie begleiten.

Einen Krieg zu beginnen ist leicht. Man benötigt noch nicht einmal einen wahren Grund oder harte Fakten, oh Nein. Man erfindet sie einfach und hinterher erlag man eben einem Irrtum, sollte man die Sache in den Sand setzen.

Der Beginn eines Krieges ist zwar stets mit Sorge, in den allermeisten Fällen aber auch mit einer enormen Euphorie verbunden. Man zeigt der Welt, dass man nicht gewillt ist, die Taten böser Menschen hinzunehmen. Stets ist der Böse der Andere.
Man wird aktiv, man lässt die Muskeln spielen. Im Fernsehen wird der Einsatz von Hightech, Enthusiasmus und ein Hauch von Abenteuer gezeigt.

Meist hat Niemand hat Zweifel, dass er bald zu Ende gehen wird. Den man glaubt zunächst erstmal das, was man gern glauben möchte.

Schon immer wurden Kriege von den Machthabern befohlen und von den Armen, den Jungen und den Naiven geführt. Man hat keinerlei Skrupel, die besten Charakter seines Landes zu verheizen. Denn Nachschub gibt es in den sozialen Randgebieten zur Genüge.

Irgendwann aber, da kommt der Punkt, an dem der Krieg und das Grauen zum Alltag werden. Da explodiert eine Bombe, dort sprengt sich Irgendwer in die Luft- Menschen sterben und wir sehen uns all das beim Frühstück oder Abendessen an. Doch sobald die Bilder verschwinden, verschwindet auch unsere Aufmerksamkeit. Es ist uns egal, es sei denn, unsere Bequemlichkeit wird dadurch beeinträchtigt.
Das wahre Grauen jedoch wird niemals gezeigt.

Nie wird gezeigt, dass die jungen Soldaten, die versuchen, ihren Kampfeinsatz möglichst an einem Stück zu beenden, um später einmal studieren oder ein Haus bauen zu können, sich in einer permanenten Todesgefahr befinden... Ausserhalb der Basis stets eine Splitterschutzweste, Helm, Verbandszeug, Schutzbrille, gut eingelaufene Stiefel, Funkgerät, Munition, Proviant und natürlich eine Waffe tragen zu müssen, führt dem Soldaten stets vor Augen, dass da draussen jeder ein potenzieller Feind ist; schon ganz begierig darauf, endlich ins Paradies zu kommen... und sei es auch in tausend Fetzen. Gegen diesen Feind muss man stets gewappnet sein... Denn so müde der Soldat irgendwann wird... Sein Feind wird es nicht.

Innerhalb der Basis ist es ebenfalls nicht ratsam, ohne vollständige Rüstung herumzulaufen, denn Angriffe mit Mörsern und Panzerabwehrwaffen sind durchaus an der Tagesordnung.
Sich niemals sicher fühlen zu können, in keiner einzigen Sekunde; jeden Fremden als potenziellen Feind zu erleben oder den Tod von Kameraden wie bei einer zerkratzten, immer wieder hin- und herspringenden DVD zu erleben, führt zum wirklich erschreckenden Teil des Krieges- der innerlichen Verrohung.

Der Krieg zerstört einen häppchenweise. Erst wird einem klar, dass die oft edlen Motive ihn zu führen nur eine Illusion sind. Die Menschen dort wollen keine "humanitäre Hilfe". Sie wollen ihr Land selbst wieder aufbauen und ihre Angelegenheiten selbst regeln. So wie seit Jahrtausenden. Und das ist schlichtweg ihr gutes Recht.
Man behauptet, der Einsatz sei auch primär dazu da, Infrastruktur zu schaffen. Doch letztlich bombardiert man deren kärglichen Rest ebenso wie den Rest des Landes in Grund und Boden. Oft mit Waffen, welche schon jahrzehntelang international geächtet sind.
Der permanente Stress, die ständige Todesangst... Sie lassen in einem jungen Menschen etwas sterben. Oft genau das, was ihn überhaupt erst zum Menschen macht. Gleichgültigkeit gepaart mit Hass sind die Folge. Die Meisten werden diese Angst nie wieder los. Selbst wenn sie heil Zuhause ankommen, so hat ihre Seele Wunden davongetragen, die nie wieder verheilen. Man denke hierbei nur an die schreckliche Folter in Abu-Ghraib. Dies ist das beste Beispiel, was dauernde Todesangst gepaart mit

Der beste Teil dieser Menschen ist in einem weit entfernten Land geblieben.

Als Folge all dessen neigt der Soldat mehr und mehr zur Brutalität. So kommt es vor, dass ganze Gruppen von Menschen die beisammen stehen, sich lautstark unterhalten, Kalaschnikovs tragen und wild in die Luft ballern, einfach mal der Vorsicht halber ausgelöscht werden. Dank der Lügen seiner Machthabenden hat der Soldat leider keine Ahnung, dass dies auf Geburtstagsfesten dort Gang und Gebe, also quasi Tradition darstellt.

Das Gefühl für Sensibilität geht verloren. Man wird schweigsam, in sich gekehrt. Man hört auf, über manche Dinge zu reden. Hören mag sie doch keiner, erst recht nicht beim Frühstück.

Anders verhält es sich mit den Kriegen, die im Verborgenen geführt werden. Im besten Falle bekommt Niemand etwas mit. Im schlimmsten Fall sterben Unschuldige und das Fernsehen berichtet 30 Sekunden darüber.

Im Geheimen geführte Kampfeinsätze, also verdeckte Operationen, sind nur aus einem einzigen Grund verdeckt: Weil sie illegal sind und meist gegen sämtliche demokratischen und menschenrechtlichen Grundsätze verstossen, die unsere Gesellschaft zu dem machen, was sie heute ist.
Und doch sollen diese Operationen den Fortbestand eben genau dieser Prinzipien gewährleisten. Ein Paradoxon sozusagen.

Geführt wird er auf vielerlei Weise. Die meisten Menschen wären erstaunt, sie wenig sie doch über die Dinge wissen, die direkt vor ihrer Nase geschehen. Dreistigkeit siegt anscheinend tatsächlich.
Die Soldaten, die solche Operationen ausführen, sind weder James Bond noch Jason Bourne. Sie sind wesentlich besser ausgebildet, genauestens ihren jeweiligen charakterlichen, physischen und sozialen Merkmalen entsprechend. Ihre Ausbildung ist gründlich und lange, was vorrangig auch dazu führt, dass sie sich der grundsätzlichen Verwerflichkeit ihres Tuns voll bewusst sind. Sie geben sich keinerlei Illusionen hin... Und doch sind sie meist Idealisten, sich darüber im klaren, dass eine saubere Strasse nicht von den braven Bürgern erschaffen wird, die pünktlichen jeden Samstag ihren Teil sorgfältig fegen, Nein.
Sie sind sich vollkommen der Tatsache bewusst, dass eine saubere Strasse von DEN Männern gewährleistet wird, die den Müll wegbringen.

Den den mag unsere scheinbar so aufgeklärte Gesellschaft dort nicht sehen. Selbstverständlich gedenkt auch Niemand, sich den Ort anzusehen, an dem der Müll landet.
Hauptsache er verschwindet. Und ich persönlich kenne auch Niemanden, der einem solchen Müllmann mitten auf der Strasse Dank bekunden oder -Gott bewahre!- gar die Hand schütteln würde. Wenn das die Nachbarn sehen!

So sind sie also allein, die Männer, die unseren Müll wegbringen. Allein unter ihresgleichen. Die meisten machen einen Bogen um sie und wagen es noch nicht einmal, sie anzuschauen- denn sie könnten den Blick ja erwidern und damit etwas tief in unserem Innern berühren, uns für einen mikroskopisch kleinen Augenblick fühlen lassen, dass auch sie nur Menschen sind, Menschen mit Idealen, Träumen; Menschen mit einer Familie, mit liebenswerten und verachtenswerten Eigenschaften.

Mit dem winzigen Unterschied der völligen geistigen Klarheit jedoch, dass sie eine Arbeit tun, die getan werden muss. Mag man sie dafür auch noch so verachten.

Ich selbst habe die Methodologie der Folter studiert... Wegen eines Feindes, der so übermächtig und widerwärtig erschien, dass ich glaubte, der Zweck heilige die Mittel.

Wie denkt ihr darüber...? Sind Geheimdienste überbewertet ob ihrer "ach so bösen Taten" oder ein notwendiges Übel der Menschheit? Über dem Eingang des Büros des Mossad-Chefs steht "Gesegnet seien die, die Böses tun, um Gutes dadurch zu bewirken"...

Ich selbst halte Geheimdienste für absolut notwendig.

Wie steht ihr dazu?

A.


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Verdeckte Operationen... Was ist davon zu halten?

02.06.2015 um 08:11
Du zeichnest hier ein ganz schön negatives Bild erst mal aller Menschen in Europa, im speziellen in Deutschland. Die Anspielungen und die Aufzählungen der Gleichgültigkeit gepaart mit dem wegschauen solange es einem selbst nicht an den Kragen geht halte ich für überspitzt.

Klar gibt es Menschen die mit dem ganzen nichts zu tun haben wollen, sich immer gegen Waffen aussprechen usw.

In meinen Augen alles Scheinheilige, aber das ist eine andere Sache.

Ich denke schon das der Großteil der Bevölkerung sich durch aus bewusst ist das in Krisengebieten nicht immer alles so läuft wie man es sich vorstellt. Nicht alle westlichen Soldaten sind Ehrenmänner, ganz klar. Allerdings ist das in etwa so wie auch innerhalb unseres Landes: Nicht alle Polizisten sind Gesetzestreu.

In solchen Momenten der Macht wird es immer Leute geben die diese Ausnutzen. Im Alltag wie auch im Krieg. Das passiert aber auch direkt vor unserer Nase, ständig und anhaltend. Zwar nicht immer mit Körperlichen Folgen, aber dennoch schädigend gegenüber anderen, so oder so.
Apollyon schrieb:Im Geheimen geführte Kampfeinsätze, also verdeckte Operationen, sind nur aus einem einzigen Grund verdeckt: Weil sie illegal sind und meist gegen sämtliche demokratischen und menschenrechtlichen Grundsätze verstossen, die unsere Gesellschaft zu dem machen, was sie heute ist.
Und doch sollen diese Operationen den Fortbestand eben genau dieser Prinzipien gewährleisten. Ein Paradoxon sozusagen.
Nicht der einzige Grund. Es gibt da ja durchaus auch noch das Überraschungsmoment, auch für zukünftige Einsätze.
Ein Paradoxon sehe ich da nicht. Das sehen da nur Menschen die ernsthaft der Ansicht sind man könnte die Dinge ja beim Tee klären. Die die am lautesten schreien nach bekanntwerden diverser Einsätze sind diejenigen die ebenfalls am lautesten schreien wenn es ihnen selbst mal an den Kragen geht. Diese Leute kann ich nicht ernst nehmen.
Apollyon schrieb:Ich selbst halte Geheimdienste für absolut notwendig.
Ich auch.


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Verdeckte Operationen... Was ist davon zu halten?

02.06.2015 um 08:26
@Apollyon

Ich finde nicht, dass er ein negatives Bild vom Menschen zeichnet, sondern die negativen Seiten des Krieges mit sehr offenen und treffenden Worten beschreibt.

Übrigens sehr angenehm zu lesen, trotz des Inhalts, weil ordentlich geschrieben.

Verdeckte Operationen haben halt, wie so vieles, ihre zwei Seiten. Ohne sie wird es in einer Welt, wie sie heute ist, nicht funktionieren, so beschissen das auch ist.

An den gesunden Menschenverstand (gerade der oberen Verantwortlichen) zu appellieren, reicht halt oft nicht aus.


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TangMi
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Verdeckte Operationen... Was ist davon zu halten?

02.06.2015 um 13:20
Er schreibt das halt so wie es ist. Leider wird es wie immer nichts bringen, da wir um die Realität nicht herum kommen.
Ich kenne keine Menschen die Kriege wollen, und keine Eltern die ihre Kinder dort hinschicken wollen. Trotzdem gehen ihre Kinder dort hin, weil sie es müssen.
Und jeder Staat hat natürlich Recht - ob es darum geht Soldaten zu verfeuern oder darum das der andere Staat an allem Schuld ist - oder wenn z.B. Massenvergewaltigungen angeordnet werden.
Die Wahrheit ist ganz woanders.


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Verdeckte Operationen... Was ist davon zu halten?

02.06.2015 um 13:34
@TangMi
TangMi schrieb:oder wenn z.B. Massenvergewaltigungen angeordnet werden.
Vom Staatsoberhaupt oder was?
Sind wir jetzt bei Verschwörungen gelandet?
- Oh ja, sind wir ja, na dann bitte ich um noch ein paar derartige Aussagen.


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TangMi
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Verdeckte Operationen... Was ist davon zu halten?

02.06.2015 um 13:40
@Geisonik

Alles schon passiert. Mach Dich mal schlau...


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interrobang
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Verdeckte Operationen... Was ist davon zu halten?

02.06.2015 um 13:46
@Geisonik
@TangMi
japan zb im zweiten weltkrieg. gehörte da aber sogar zu den harmloseren dingen...


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TangMi
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interrobang
ehemaliges Mitglied

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Verdeckte Operationen... Was ist davon zu halten?

02.06.2015 um 13:49
@TangMi
das ist schön für dich. aber ich hoffe du schliesst mich bei "wir" nicht mit ein.

danke


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Verdeckte Operationen... Was ist davon zu halten?

02.06.2015 um 13:55
@TangMi
Das sind aber keine vom Staat angeordneten offiziellen Aktionen.
Es ist was anderes wenn irgendein Widerstandskämpfer seinen Soldaten sagt sie sollen es tun oder wenn ein Staat wie zB die BRD seine Soldaten nach Afghanistan schickt und solche Anordnungen gibt.

Das muss man differenzieren und das wird aus deinem Post nicht klar.

Das es das gibt will wohl niemand abstreiten, aber es sind keine Befehle in einer offiziell anerkannten Armee.


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Verdeckte Operationen... Was ist davon zu halten?

02.06.2015 um 14:49
Geisonik schrieb: Nicht alle westlichen Soldaten sind Ehrenmänner, ganz klar.
Wie wahr, wie wahr:

Französische Soldaten sollen in einem afrikanischen Flüchtlingscamp Sex von hungernden Kindern verlangt haben. Obwohl sie informiert wurde, blieb die Uno rund ein Jahr lang tatenlos. Nun geht sie gegen jene vor, die den Skandal öffentlich machten.


Ganze Story z.B. hier:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/missbrauchs-skandal-erschuettert-vereinte-nationen-a-1036349.html


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TangMi
ehemaliges Mitglied

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Verdeckte Operationen... Was ist davon zu halten?

02.06.2015 um 14:56
Geisonik schrieb:Das es das gibt will wohl niemand abstreiten, aber es sind keine Befehle in einer offiziell anerkannten Armee.
Sieht so aus als wenn das auch nicht stimmt was Du schreibst, vor allem was die Vergangenheit betrifft.
Den Link für die Zitate unten hatte ich schon gepostet.
Doch neben den individuellen Motiven der Täter, die die Schrecken des Krieges aus ihnen selbst heraus vergrößern, gibt es noch einen weiteren Grund für Vergewaltigungen in bewaffneten Konflikten. Sie dienen als Kriegsmittel, die von den militärischen Führern bewusst genutzt werden. So waren sie in der Vergangenheit gewissermaßen ein Teil der Belohnung, die auf siegreiche Kämpfer in eroberten Gebieten wartete, wie etwa die US-Historikerin Susan Brownmiller feststellte.
Im Osten des Kongo, so berichtete kürzlich das dortige UN-Menschenrechtsbüro, werden Massenvergewaltigungen als Waffe eingesetzt, um die Zivilbevölkerung für eine mutmaßliche Zusammenarbeit mit dem Gegner zu bestrafen und die Dorfgemeinschaften zu zerstören.


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Verdeckte Operationen... Was ist davon zu halten?

02.06.2015 um 15:39
Zuerst "bewiesene" Zeitreisen ohne "Beweise" und jetzt so ein Mumpitz?

@ OP: Du bist nicht unter Umständen so ein bekannter Vriil Triebwerks Schwingungs Plasma Heini, der uns in regelmäßigen Abständen beglückt?


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TangMi
ehemaliges Mitglied

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Verdeckte Operationen... Was ist davon zu halten?

02.06.2015 um 16:05
kalamari schrieb:Zuerst "bewiesene" Zeitreisen ohne "Beweise" und jetzt so ein Mumpitz?
HÄH? Falscher Thread?


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Verdeckte Operationen... Was ist davon zu halten?

02.06.2015 um 16:19
Der OP ist der gleiche.


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Verdeckte Operationen... Was ist davon zu halten?

02.06.2015 um 20:17
@TangMi
Im kongo ist die situation etwas komplizierter als das man sagen könnte dort kämpft so etwas wie die bundeswehr in deutschland.
Und wenn du dein zitat mal richtig liest wirst du feststellen das dort nirgends etwas von einer offiziellen armee steht.
Dort stehen worte wie kriegsmittel, militärische führer, siegreiche kämpfer, gegner.


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Verdeckte Operationen... Was ist davon zu halten?

28.12.2016 um 08:09
@Apollyon
Apollyon schrieb:Wie denkt ihr darüber...? Sind Geheimdienste überbewertet ob ihrer
"ach so bösen Taten" oder ein notwendiges Übel der Menschheit?

Über dem Eingang des Büros des Mossad-Chefs steht
"Gesegnet seien die, die Böses tun, um Gutes dadurch zu bewirken"...

Ich selbst halte Geheimdienste für absolut notwendig.
auf jeden Fall wurden sie durch Notwendigkeit geboren..
die Frage ist wie sie sich dann weiter entwickelt haben und ob da auch noch
regelmäßig Selbstreflektion und -kritik geübt wird bzgl. der Aktionen die in
diesen geplant und durchgeführt werden..

ich habe mal eine interessante Doku gesehen über die Stasi:

https://www.youtube.com/watch?v=lwWIe-tjDn4

und mit NavyCIS habe ich eine Folge gesehen in der von der CIA berichtet
wird, dass dort Psycho-Operationen gegen Bürger im Internet gestartet
werden um unter anderem diese in den Tod zu treiben..

in diesem Jahr gab es Meldungen von der Politik, dass JETZT die Geheim-
dienste stärker überwacht werden sollen von der Regierung und anderen
Politikern. es soll Berichte geben die sich eine Komission oder ein Ausschuss
regelmäßig anhört und dann bewertet.

da frage ich mich doch - was steht in den Berichten und wieso sollte man da
nicht etwas verschweigen können - und wie war das die letzten Jahrzehnte!?

ehrlich gesagt habe ich ein mulmiges Gefühl bzgl.des 'Eigenlebens' von den
Geheimdiensten - auch in Dtl. das sich oft als so fortschrittlich hinstellt...


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Verdeckte Operationen... Was ist davon zu halten?

12.05.2017 um 21:27
Geheimdienste sind in dem Sinne immer fundamentalistisch als dass sie meist nur in ihrem eigenen Interesse handeln, planen, konstruieren und eben die 
Geschicke der Welt lenken oder dies zumindest versuchen. 
Im Informationszeitalter bedeutet Information natürlich Macht. Klar, letztendlich soll sie Politikern zur besseren Entscheidungsgrundlage zur Verfügung gestellt werden. Die Frage ist immer nur, wie hoch der Grad an Manipulation ist. Denn wer am meisten Informationen besitzt, Hat auch ein gewisses hohes Maß an Einweihung. 

Wie bei der Stasi sind das natürlich nur Wenige, die wirklich und wahrhaftig Bescheid wissen. 

A.


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Verdeckte Operationen... Was ist davon zu halten?

04.08.2017 um 10:30
da das Video von meinem Post vom 28.Dezember nicht mehr vorhanden ist, hier noch einmal:



Es wird z.b. davon gesprochen, dass es ein einheitliches Vorgehen der Geheimdienst-Akteure gab - so etwas wie eine Staatsweite Richtlinie. Die Pläne (in diesem Falle der DDR) werden als Terror des Staates gegen vereinzelte Bürger bezeichnet.
Ziele der Aktionen waren RegimeGegner und ungeliebte Personen.

hier ein paar Zitate aus der Doku
=>
"mit fiesen Tricks sollen sie Regimegegner zermürben, oder wie es im Fachjargon heißt - zersetzen.."

"das Interesse des Staates steht über dem Recht der Bürger.."

"im Rahmen von Zersetzungsmaßnahmen hat das Ministerium für Staatssicherheit bei den Betroffenen im privaten Bereich, im beruflichen Bereich Krisen organisiert, verdeckt organisiert, die dann dazu führten, dass stabilisierendes und vertrautes im Leben im Grunde genommen aus den Fugen gerät..."

"Zersetzung statt Verhaftung, dahinter steckt Kalkül.."

"sie will ihre Gegner heimlich und subtil unschädlich machen.."

"ganz alltägliche aber auch private Informationen werden über Wochen und Monate penibel zusammengetragen, bis klar ist wo die jeweiligen Schwachpunkte liegen.."

"parallel dazu muss durch geeignete operative Maßnahmen gesichert sein, dass [die Person] seine arbeitsmäßigen und sozialen Probleme nicht verbessern kann.."

"kleine alltägliche Schickanen und vermeintliche dumme Jungenstreiche sollen zusätzlich an den Nerven der Betroffenen zehren.."
Wenn man sich das so anhört, da kann es einem schon Angst werden.
Doch kann man dem Staatsschutz der jetzigen BRD nicht auch vertrauen, dass die Auswahl derer die hier als 'Betroffene' bezeichnet werden unter größter Vorsicht und mit Bedacht durchgeführt wird?

Es gibt in den letzten Jahren mehrere Hinweise darauf, dass die Geheimdienste eine Art Eigenleben entwickelt haben.
Außerdem gibt es vermutlich Abteilungen, die so geheim operieren, dass selbst andere Abteilungen wiederum gar nichts davon wissen.
Was auch stark zu vermuten ist (hab ich selbst in meinem Leben erlebt), dass Abteilungen Pläne und Aktionen ausarbeiten die Bürgern helfen.

Mit der Nutzung der digitalen Medien des Internets bieten sich da natürlich vielfältige Möglichkeiten.
Vorstellbar wäre z.b. dass man PCs von der Ferne aus lahmlegt, wenn man durch Observation feststellt, dass jmd.das Internet missbraucht und kriminelle, schadende Aktionen durchführt.

Ich muss bei der ganzen Sache an die sogenannten Autonomen denken.
Ist es nicht verständlich, dass wenn man herausbekommt, dass eine bestimmte Person wurfgerechte Steine bei einer Demonstration herstellt, der Staatsschutz sozusagen intern beschließt, dass diesem Bürger nicht mehr alle durch das Gesetz sugesagten Rechte zustehen!?
Konsequenz wäre dann z.b. dass man während der Bürger nicht zu Hause ist, seine Wohnung betritt und den PC manipuliert, wenn man weiß der wird oft und gern genutzt. Das würde dann genau dem entsprechen was damals von der Stasi in der DDR durchgeführt wurde und was ich in den Zitaten geteilt habe.

Was meint ihr - darf/sollte der Staatsschutz/Geheimdienst der jetzigen BRD in bestimmten Fällen inoffiziel Bürgerrechte absprechen und Zersetzungsmaßnahmen wie in den Zitaten beschrieben durchführen?


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04.08.2017 um 12:18
RayWonders schrieb:Vorstellbar wäre z.b. dass man PCs von der Ferne aus lahmlegt, wenn man durch Observation feststellt, dass jmd.das Internet missbraucht und kriminelle, schadende Aktionen durchführt.
Der Staatstrojaner kommt ja nichtmal durch die Windowsfirewall
RayWonders schrieb:Was meint ihr - darf/sollte der Staatsschutz/Geheimdienst der jetzigen BRD in bestimmten Fällen inoffiziel Bürgerrechte absprechen und Zersetzungsmaßnahmen wie in den Zitaten beschrieben durchführen?
Ganz klares Nein. Das macht ja eben den Rechtsstaat aus. Mir müssen irgendwelche Montagsdemos nicht unbedingt gefallen, aber im Sinne der Demokratie muss ich sie rumschreien und rumhetzen lassen. Und wählen dürfen sie dann auch so blau bis braun wie sie lustig sind. Im Umkehrschluss müssen Sie ja meine Einstellung auch akzeptieren.
Wenn es Probleme gibt, also wenn zB jemand der Meinung ist seine politische Einstellung müsse durch Zündeln an Flüchtlingsheimen demonstriert werden, dann gibt es dafür die Judikative und nur diese gibt der Executive die Beauftragung zum Einschreiten, wenn bestimmte Regeln verletzt werden. Alles Andere wäre ein Polizeistaat, eben wie es damals in der DDR war.


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