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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

21.184 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Psiram, Homöopathie, Pharmaindustrie ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

02.05.2019 um 09:35
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb:Röntgenstrahlen etc. gehören zu den toxischen Stoffen.
Lol Röntgenstrahlen sind Stoffe, neue Physik muss man wissen. Gut geschenkt.
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb:Auch akute Ausleitungen zur Vermeidung und Einnistung von prägenden Einflüssen und Abdrücken sowie Entgiftungen direkt nach Impfungen, Lokalanästhesien bei Zahnarztbehandlungen oder Vollnarkosen sind mit potenzierten isopathischen Arzneimitteln möglich.
Wäre ja fast ein Kompromiss um schlimmeres zu Verhindern. Die Sollen einfach zu Impfung begleitend Homöopathische Mittel geben, dann brauchen Sie ja keine Angst mehr vor der bösen Impfung zu haben. Die H.Mittel sind dann ja eh viel stärker.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

02.05.2019 um 09:37
@gardner
So lange deine Empörung über ein paar deftige Worte größer ist bzw. deutlicher artikuliert wird als die über die skandalösen Missstände in den insitutionalisierten betrügerischen Parallelwelten zur Medizin, solltest du lieber schweigen, wenn es dir tatsächlich wichtiger ist, die Kritiker zu kritisieren.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

02.05.2019 um 09:37
Zitat von GeisterfreiGeisterfrei schrieb:Die Kunden solcher Betrüger gehören doch unter Betreuung gestellt, ganz offensichtlich sind sie doch nicht in der Lage ihre gesundheitlichen und finanziellen Belange selbst zu entscheiden.
Hier hast du pauschal beleidigt.
Ist komplett unangebracht, hier so über die Kunden abzuurteilen.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

02.05.2019 um 09:38
@Nemon
Wie gesagt, du bist niemand, der einer anderen Userin das Wort verbieten kann.
Ich schweige oder schreibe wann ich will.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

02.05.2019 um 09:53
Zitat von gardnergardner schrieb:Ich schweige oder schreibe wann ich will.
Das tust du schon eine ganze Weile. Und du hast dir dabei keine Position erarbeitet, aus der heraus du bei Anderen Sachlichkeit einfordern kannst, ohne rot zu werden. (Jetzt wirst du sagen:"Ich werde rot, wann ich will!". Gut, mir ist es am Ende egal)

Im Wesentlichen ist bei Dir alles Anti-Pharma; du steht auch nicht auf der neutralen Position, die du gerne vorgibst einzunehmen, um aus einer vermeintlich moralisch überlegenen Position aus andere zu beurteilen.
Das war aber jetzt genug zu dir. Wolltest du zu Homöopathie mal was sagen? Das waren wohl noch viele Fragen offen.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

02.05.2019 um 10:09
Eigentlich schon fast selbstverständlich dass die CEASE-Therapie nicht die einzige Bullshitologie ist, mit der in dieser Praxis die Kranken misshandelt geschöpft werden.
Die Regulation der Bioresonanz unterstützt und ergänzt meine Therapien. Sie ist eine schmerz- und nebenwirkungsfreie Schwingungstherapie zur Selbstregulation des Körpers und gerade für Kinder sehr gut geeignet; insbesondere im Bereich der Allergien und Neurodermitis, auch bei Erschöpfung und wiederkehrenden Infekten. Das Immunsystem wird positiv beeinflusst.
Klar.
Wie? Mal wieder Schweigen im Wald der Heilpraktiker/Homöopathen. Flächendeckende Ahnungslosigkeit, aber man wird doch mal ein wenig rumlügen dürfen, schliesslich gehts ja um den eigenen Geldbeutel.
Oder auch hier Freispruch weil einfach zu doof und für seine Aussagen nicht verantwortlich zu machen?
Das Verfahren der Bioresonanz kann auf eine 25-jährige Anwendung zurückblicken. Erkenntnisse aus der Quanten- und Biophysik bestätigen die Grundlagen dieser Methode.
Ist mir neu.
Literatur dazu?
Fehlanzeige, mal wieder.
Die Zellen des menschlichen Körpers haben bei jedem Individuum spezifische Schwingungsmuster. Die Einzelschwingungen jeder Zelle beeinflussen sich untereinander.

Störungen dieser Schwingungen können durch Viren, Bakterien, Toxinen, Nahrungsmitteln, Elektrosmog etc. verursacht werden, so dass Erkrankungen jeglicher Art entstehen können.
Heisst übersetzt: Ich hab überhaupt keine Ahnung, also blubber ich mal ein bisschen rum. Wenn ich es nicht verstehe, dann gibt es gewiss noch ein paar denen es ähnlich geht --> €€€
Diese energetischen Belastungen und gestörten Frequenzmuster können beim Patienten mit Hilfe des Bioresonanzgerätes gelesen, umgewandelt und als heilende Therapieschwingungen wieder zurück gegeben werden.

Die Behandlung erfolgt mit einem Bicom Bioresonanztherapiegerät
Aha.
Ein Gerät, darauf gehe ich nachher noch ein, liest die ganzen Schwingungen aller Zellen (man erinnere sich)
Die Zellen des menschlichen Körpers haben bei jedem Individuum spezifische Schwingungsmuster. Die Einzelschwingungen jeder Zelle beeinflussen sich untereinander.
Wandelt die um (ein Mensch hat etwa 100 Billionen oder 100 000 000 000 000 einzelne Zellen) und sendet dann heilende Thrapieschwingungen ab, natürlich an jede einzelne falschschwingende Zelle.^^
Wie soll man einen Menschen charakterisieren, der solchen Bullshit absondert und wie jemanden, der das schluckt?
Lassen wir das, es ist auch mittels Euphemismen nicht schön zu reden.

Zum Bicom-Gerät
Die Bioresonanz ist ein pseudowissenschaftliches Konzept, demzufolge der Mensch ein messbares elektromagnetisches Schwingungsspektrum aussende, welches Auskunft über Krankheiten geben soll. Hierauf basiert die Bioresonanztherapie, die zur pseudomedizinischen Behandlung etlicher Krankheiten eingesetzt wird, insbesondere bei Allergien, Schlafstörungen, chronischer Müdigkeit usw. Kern der Methode ist es, "pathologische Schwingungen" mit Hilfe eines Gerätes zu "löschen". Da die behaupteten körpereigenen Schwingungen in Wirklichkeit jedoch nicht existieren, ist die Bioresonanztherapie eine Scheinbehandlung.
...
Die Arbeitsweise der Bioresonanzgeräte wird von den Herstellern und Befürwortern durch eine pseudowissenschaftliche Sprache verschleiert.[6] In der Werbung und in alternativmedizinischer Literatur liest man typischerweise von "gestörter Zellkommunikation", "organspezifischen Schwingungen", "biologischen Übertragungsfrequenzen", Jahrtausende alten Erfahrungen der chinesischen Medizin usw. Vor allem in älteren Publikationen wird oft auf Fritz-Albert Popp und so genannte Biophotonen Bezug genommen. Beliebt sind auch Scheinerklärungen mit Fachbegriffen aus der Quantenphysik. Bioresonanz-Erfinder Franz Morell beruft sich außerdem auf die "Bio-Elektronik" von Luis-Claude Vincent sowie auf Vorstellungen von Wolfgang Ludwig. Die wenigen konkreten Informationen, die sich z.B. aus Patentschriften oder Äußerungen von Morell selbst ableiten lassen, offenbaren esoterisch-naive Vorstellungen zur Elektrotechnik sowie zur Physik im Allgemeinen, ebenso wie zu Physiologie und Biologie. Die daraus resultierenden Widersprüche werden nicht thematisiert.
...
Der Erfinder der Bioresonanztherapie, der Arzt und frühere SS-Oberscharführer[40] Franz Morell, war Scientology-Aktivist[41][42] und gründete 1970 den Verein "College für angewandte Philosophie e.V." mit, der laut Satzung Kurse zur "praktischen Anwendung der Philosophie von L. Ron Hubbard" veranstaltete. Im Jahr 1975 war Morell an der Gründung der Scientology-Tarnorganisation Narconon in Frankfurt mitbeteiligt. Die von der Stuttgarter Scientology-Niederlassung herausgegebene Zeitschrift College Nr. 11 bezeichnete Morell im Jahr 1975 als "seit Jahren hochausgebildete[n] Scientologe[n]".[43]
ect. ...ect. ...evt. ...
Am besten den ganzen Artikel lesen, man kommt aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus.
https://www.psiram.com/de/index.php/Bioresonanz

Da werden ganz gezielt kranke Menschen betrogen, wieder einmal, und unsere Politiker glauben von allem ab zu sein, wenn sie den Dummfug nicht zu Lasten der GKV rezeptieren lassen.
Trauriges Bild.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

02.05.2019 um 10:22
Zitat von NemonNemon schrieb:Das tust du schon eine ganze Weile. Und du hast dir dabei keine Position erarbeitet, aus der heraus du bei Anderen Sachlichkeit einfordern kannst, ohne rot zu werden. (Jetzt wirst du sagen:"Ich werde rot, wann ich will!". Gut, mir ist es am Ende egal)

Im Wesentlichen ist bei Dir alles Anti-Pharma; du steht auch nicht auf der neutralen Position, die du gerne vorgibst einzunehmen, um aus einer vermeintlich moralisch überlegenen Position aus andere zu beurteilen.
Das war aber jetzt genug zu dir. Wolltest du zu Homöopathie mal was sagen? Das waren wohl noch viele Fragen offen.
Ich habe mich hier in diesem Thread immer pro Schulmedizin und gegen Homöopathie geäußert. Das sollte eigentlich jedem klar sein, der diese Diskussion hier mitverfolgt. Was für Fragen sind deiner werten Meinung nach denn noch offen, ich helfe dir gerne?


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

02.05.2019 um 10:36
Zitat von gardnergardner schrieb:Was für Fragen sind deiner werten Meinung nach denn noch offen, ich helfe dir gerne?
Nicht von mir. Da hatten eher andere noch was offen. Ich will dir auch gar nicht unnötig weiter Stichworte liefern.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

02.05.2019 um 10:45
@Nemon
Du hast mich danach gefragt, also stell sie ruhig. ;)


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

02.05.2019 um 12:45
@Zyklotrop

Also das mit der Bioresonanz steht wirklich auf einem gesicherten Fundament und funktioniert folgendermaßen.

Erst kommt die Bioschwingung. Danach erst kommt das Gerät zum Einsatz, im Volksmund wird es EC Karten Lesegerät genannt und nimmt die überflüssigen Euroschwinungen des Patienten auf und leitet sie um die Steuer bereinigt an den Anbieter der Bioresonanz, dessen Euroresonanz dadurch nachweislich verbessert wird, an den 'Therapeuten' weiter, der davon dann Produkte kaufen kann, die sein Wohlbefinden nachweislich verbessern.

Also Daumen hoch für die Bioresonanz.





PS Aber lustig finde ich, dass Verfechter von völligem Schwachsinn oft versuchen, diesen damit zu adeln, dass selbige Wundergeräte ja schon viele Jahre auf dem Markt sind, als ob das den Unsinn irgendwie seriöser machen würde.
Hütchenspieler und Kettenbriefe gibt es ja auch schon mehr als 25 Jahre.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

02.05.2019 um 13:02
Zitat von NemonNemon schrieb:Hast du ein Beispiel für einen seriösen Heilpraktiker/Homöopathen?
Das war sicher eine Fangfrage.
Aber ich habe hier eine Frau Dr. med. gleich um die Ecke. Neben dem Bäcker meines Vertrauens lese ich fast täglich das Praxisschild.
Also eine promovierte Ärztin, früher in der Radiologie tätig. Mir will nicht klar werden, wie so jemand solch einen Schwenk vornehmen kann.
Zur Homöopathie schreibt sie:
Eine homöopathische Behandlung erfolgt nach dem Ähnlichkeitsprinzip ( homoion= ähnlich, pathos= Krankheit - ähnliche Krankheit). Das bedeutet, dass Krankheiten mit Arzneistoffen geheilt werden, die bei Gesunden ähnliche Krankheiten hervorrufen können. Entwickelt wurde die Homöopathie von dem deutschen Arzt und Apotheker Dr. Samuel Hahnemann (1755-1843).Dennoch ist sie kein Relikt aus einem vergangenen Jahrhundert, längst von moderner Medizin überholt, sondern eine immer noch funktionierende, zukunftsweisende Behandlungsmethode, auch wenn das wissenschaftliche Prinzip, das ihr zugrunde liegt, noch nicht hinreichend erforscht ist.

Die klassische Homöopathie ist eine ganzheitliche Regulationstherapie: sie berücksichtigt die individuellen geistig-seelisch-körperlichen Schwächen und Besonderheiten, Reaktionen auf vielfältigste Umweltreize, erbliche Veranlagungen und vieles mehr. So können gleichzeitig mit nur einem Mittel verschiedene Störungen im Organismus harmonisiert werden, indem es die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert, seine Energieverluste senkt, um dadurch Krankheit zu überwinden. Die Wirkkraft eines homöopathischen Arzneistoffes ist so unglaublich, dass man es kaum beschreiben kann. Man muss es selbst erfahren und spüren! Glaube ist nicht notwendig: Homöopathie wirkt auch bei Tieren, Säuglingen, Bewusstlosen …

Meine Arbeit als Homöopathin ähnelt der eines Detektiven: ich muss eine Vielzahl von Symptomen und individuellen Besonderheiten des Patienten aufspüren, um das passende Mittel zu finden. Das gründliche Kennenlernen eines Menschen kann, je nach Komplexität der Probleme, 1-2 Stunden dauern. Manchmal – bei psychischen Störungen, bei Kindern – ist noch eine ergänzende Fallaufnahme durch eine Bezugsperson nötig.

Der individuell passende homöopathische Arzneistoff kann jede Krankheit in jedem Alter heilen, sei sie akut oder chronisch, solange es keine unabänderlichen Gewebszerstörungen gibt. Der ganze Mensch soll gesund werden: geistig, seelisch, körperlich.
Praxiswebsite (Archiv-Version vom 29.04.2019)
Und das Problem ist, daß so jemand doch ganz locker als seriös durchgeht.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

02.05.2019 um 13:32
Zitat von Nobby_NobbsNobby_Nobbs schrieb:Mir will nicht klar werden, wie so jemand solch einen Schwenk vornehmen kann.
Da sind wir wieder bei der alten Weisheit "Pecunia non olet" gültig für römische Latrinen oder homöopathisches Excrementum caninum.
Und das ganze mit Homöobullshitbingo...


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02.05.2019 um 14:50
Zitat von Nobby_NobbsNobby_Nobbs schrieb:Man muss es selbst erfahren und spüren! Glaube ist nicht notwendig: Homöopathie wirkt auch bei Tieren, Säuglingen, Bewusstlosen …
Das Zeug wirkt jetzt neuerdings auch bei Bewusstlosen? :D


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02.05.2019 um 17:18
Zitat von Nobby_NobbsNobby_Nobbs schrieb:Das war sicher eine Fangfrage.
"Challenge" schon eher. Man hätte sich der Antwort dann auch stellen müssen.
So was wie deine Therapeutin mit der Bambus-Startseite (sind das eigentlcih Seelen, die da oben in den Wipfeln runschwirren? Ich meine, ja ...) wäre dann zu erwarten gewesen.
Hatte mir aber noch keine Strategie zurechtgelegt für den Ernstfall. Okay, so what? Standard-Argumente gegen H- und Akupunktur ... Betrug wegen Heilungsversprechen ohne Evidenz. et. pp.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

02.05.2019 um 19:15
Zitat von NemonNemon schrieb:"Challenge" schon eher.
Naja, die Chance auf eine erfolgreiche Herausforderung geht doch gegen Null. Du schreibst ja im letzten Satz eigentlich, daß man da nix und niemanden finden kann.
Es geht m.M.n. nur über die Erscheinung, den äußeren Anschein. Das seriöse, "wissenschaftliche" Auftreten ("Ich bin Dr. med., was ich sage ist fundiert.") spiegelt Ratsuchenden etwas vor, was nicht da ist. Das Wesen, der Kern, wird einer Prüfung nicht standhalten. Aber die Leute vertrauen ihrem Arzt nunmal, wie ihrem Steuerberater zum Beispiel auch.
Trotzdem frage ich mich immer wieder, wie Leute mit wissenschaftlicher Ausbildung so einen Cut hinlegen können. Das kann nicht nur Geldgier sein. Midlife crisis? Unerfülltes Leben? Es macht mich immer wieder fassungslos. :|


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

02.05.2019 um 22:55
Eine Homöopathöse schrieb:
Eine homöopathische Behandlung erfolgt nach dem Ähnlichkeitsprinzip ( homoion= ähnlich, pathos= Krankheit - ähnliche Krankheit). Das bedeutet, dass Krankheiten mit Arzneistoffen geheilt werden, die bei Gesunden ähnliche Krankheiten hervorrufen können.
Und hier geht der Bullshit schon wieder los. Die kennen die Grundlagen ihres Mülls noch nicht mal. Pathos heisst nicht Krankheit sondern Leid. Ein Leiden kann durchaus verschiedene Krankheiten zur Ursache haben. Und hom. Arzneistoffe rufen beim Gesunden Symptome hervor und keine Krankheiten (welche erheblich komplexer sein können als nur ihre Symptome). Aber was reg ich mich über den Quatsch auf...


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03.05.2019 um 19:20
Würde mich interessieren, was die Heilpraktiker- und Homöolügieverteidiger so zu diesem "Heiler" sagen. Wer sagt da jetzt noch, dass das kein Betrüger ist, der billigend in Kauf nimmt, dass zu seinem finanziellen Vorteil Menschen sterben?

Prozess


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

03.05.2019 um 23:41
Ehrlich gesagt, an Dramen dieser Art sind Regierungen nicht unschuldig. Solange man medizinischen Laien erlaubt, Patienten nach Lust und Laune ungeprüfte Mittel zu verabreichen, fördert man diese Art von Wahnsinn geradezu.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

04.05.2019 um 00:45
@off-peak
Da bin ich ganz bei Dir. Die Ausübung des Heilpraktikergewerbes sollte umgehend untersagt werden und auch der Verkauf von nachgewiesen unwirksamen Mittelchen.
Auch der Markt von Nahrungsergänzungsmitteln gehört dringend aufgeräumt und von den tausenden Scharlatanerieprodukten, die dann gesetzeswidrig mit Heilversprechen als Geheimtipps weiterempfohlen werden, gesäubert.
Dazu noch ein paar saftige Freiheitsstrafen für die, die es nicht lassen können, Erkrankte und Hypochonder mit bestenfalls fragwürdigen Wunderkuren zu versorgen. Ärzten, die solchen Dreck verkaufen, sollte postwendend die Approbation entzogen werden.


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Evidenzbasierte Medizin vs. Komplementärmedizin

04.05.2019 um 01:14
Zitat von Nobby_NobbsNobby_Nobbs schrieb:Aber die Leute vertrauen ihrem Arzt nunmal, wie ihrem Steuerberater zum Beispiel auch.
Dies soll auch so sein und muss so sein. Was wäre selbstverständlicher.

Nun gehen aber Leute hin, wie im von @Geisterfrei geposteten Bericht, und finden den Arzt irgendwie nicht sympathisch. Dann ein Architekt, Bildungsgrad, berufliche Qualifikation und damit verbundene Verantwortung nicht weit unter Arzt, und sucht sich aktiv im Internet die Alternativ-Therapie heraus, die ihm gerade gelegen erscheint. Die landen bei irgendeinem Arsch von Heilpraktiker, der ihnen den kürzesten Weg aus dieser Welt weist, den er so drauf hat. Ein Fleischerei-Geselle hätte es ehrlicher, schmerzloser und preisgünstiger hinbekommen. Ehre, wem Ehre gebührt.

Es gibt Lebenslagen der Verzweiflung usw. usf. müssen wir nicht weiter ausbreiten. Aber wer selbst aktiv daran mitarbeitet, sein Schicksal in diese Richtung zu lenken, hat "es nicht anders verdient", wäre eine zu zynische Formulierung. Doch kann man sie stehenlassen, weil sie sehr drastisch klar macht, dass man letzten Endes sein eigenes Schicksal selbst bestimmen muss. Und den Preis bezahlen muss, wenn man dumm ist. (Man hätte nicht gleichzeitig klug sein können und einem HP sein Schicksal anvertrauen - das ist leider mal so.)

Aber: Es darf verdammt nochmal nicht davon abhängen, ob jemand intelligent, gut ausgebildet, gut informiert - oder auf welche Weise auch immer "gut drauf ist", um höhere Überlebenschancen zu haben als der Normalbürger, der einfach zum Arzt geht, weil der dafür da ist, wenn es ernsthafte Probleme gibt (die Grauzone indifferenter Befindlichkeitswahrnehumgen können wir an dieser Stelle mal ausblenden und damit das Thema unnötiger Artzbesuche).

Ist hier jemand, kurze Zwischenfrage, anderer Meinung?
Dann führt dieses zutreffende Statement:
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Ehrlich gesagt, an Dramen dieser Art sind Regierungen nicht unschuldig. Solange man medizinischen Laien erlaubt, Patienten nach Lust und Laune ungeprüfte Mittel zu verabreichen, fördert man diese Art von Wahnsinn geradezu.
...zu der logischen Konsequenz, dass die Möglichkeit ausgeschlossen werden muss, dass (selbstherrliche) Scharlatane über Leben und Tod entscheiden. Nicht im Europa des 21. Jahrhunderts. Und sonstwo auch nicht. Dies führt weiter dazu, dass dem Heilpraktikertum in der Form, wie es zugelassen ist, die Basis entzogen werden muss. (Was, liebe Kita-Rhetotiker keine Aussage darüber ist und in keinem argumentativ-logischen Zusammenhang damit steht, dass auch unter der Betreuung fachlich qualifizierter Ärzte Menschen sterben und/oder Behandlungsfehler möglich sind. Oder die Pharma-Industrie Studien in Auftrag gibt. Auf entsprechende Gegenargumente ist daher bitte zu verzichten, um Anstand, Sitte und Niveau zu bewahren.)

Juristisch stringent wäre an dieser Stelle die Forderung nach einem "Verbot" wohl kaum, implizierte ein solches doch, dass es eine Genehmigung gegeben habe. Diese würde ferner einen Genehmigungsantrag voraussetzen. Bezüglich etwas in diesem Falle noch zu Definierendem. Denn kein HP-Anwärter stellt sich, jedenfalls nicht zu erwarten bei der Zulassungsprüfung, mit einer eigenen Heilmethode vor. Und wenn er es täte, liefe er beim stempelgebenden Amtsarzt ins Leere mit seiner Initiative. De facto (alles einschlägig nachzusehen bei Bedarf) handelt es sich bei der HP-Zulassung aber nicht um eine ausdrückliche Genehmigung, etwas auszuüben, sondern um den - viel zu oft gescheiterten - Versuch, das Schlimmste zu verhindern.

Kurz: Das Heilpraktikertum gehört abgeschafft. Auf der Stelle.

Sollte es Interessengruppen geben, die den Bedarf anmelden, dieses obsolete "Berufsbild" des Heilpraktikers durch ein staatlich anerkanntes und fachlich geprüftes zu ersetzen, wäre an erster Stelle wohl die Frage zu beantworten, welche Qualifikation, wenn nicht die des Arztes, geeignet ist, die in der Behandlung jeglicher Patienten weichenstellende Anamnese durchzuführen.
Sollten Interessensgruppen oder andere Bedenkenträger anmelden, das in der gelebten Berufspraxis - im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen ausgeübt - Handeln der Ärzteschaft sei unzufriedenstellend, wäre es nur folgerichtig, an diesem Punkt anzusetzen und Verbesserungen anzustreben, anstatt zusätzlich eine per Definition minderqualifizerte Alternative etablieren zu wollen. Berufsbilder für untergeordnete, z. T. ausführende Tätigkeiten (MTA, div. Therapeuten) sind in staatlich anerkannter Form bekanntlich längst eingeführt.

Kurz: Den "Arzt light" kann es nicht geben - die untergeordneten Berufe gibt es längst. Leider aber nur mit Qualifikation und so Elite-Kram

Heilungsversprechen wider besseres Wissen und Gewissen: Hier kommen wir endlich noch mal kurz auf Homöopathie & Co. zu sprechen. Je höher der Ausbildungsgrad des fürsprechenden Therapeuten, desto höher die Mitschuld an der Nicht-Heilung in jedem Fall. Einen Hauptschul-Absolventen, der der die Heilpraktiker-Zulassung erlangt und es dennoch versäumt, Patienten an einen Arzt zu verweisen, sofern dies erfolderlich wäre, trifft eine geringere Schuld als den Arzt, der es versäumt, sein besseres Wissen zu verleugnen und Homöopathie et al. anzuwenden und dem Patienten auf diesem Wege die Behandlung zu verweigern, sollte sie seinem per Medizinstudium erworbenen Fachkenntnissen zufolge erforderlich sein.
In beiden Fällen ist indessen die Schuldlast gleich. Im Falle des unqualifizierten Heilpraktikers läuft der Differenzbetrag in anteilig höherer Summe beim Gesetzgeber auf; im zweiten Fall ist ein höherer Grad an persönlicher Verantwortung beim nicht behandelnden Arzt in Rechnung zu stellen; was den Gesetzgeber nicht von der moralischen Pflicht entbindet, die obsoltete und trügerische "Zusatzqualifikation Homöopath" explizit zu verbieten und damit in Unrecht zu stellen.

Gute Nacht. Im Zweifel nur das Fettgedruckte lesen ;)


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